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Schlagwort: Anime

Hello World

Inhalt

Naomi Katagaki ist eher der zurückhaltende, strebsame Schüler, der kaum Freunde besitzt und sich selten Etwas traut. Eines Tages bekommt er Besuch von einem mysteriösen Fremden, der sich als sein Ich aus der Zukunft ausgibt und ihn um einen Gefallen bittet. Der junge Naomi soll verhindern, dass die künftige Jugendliebe ins Koma fällt und so den Verlauf vieler Dinge verändert…

Fazit

„Weathering With You“ war zuletzt kein schlechter Film, doch konnte nicht alle Erwartungen zur vollsten Zufriedenheit erfüllen. Nun gab es kurz darauf „Hello World“, der schon auf dem Cover mit einem ebenfalls großartigen Zeichenstil und einer fantasievollen Geschichte punkten wollte, allerdings auch nicht vor Begeisterung vom Stuhl hauen konnte.

Meine Tochter und ich waren sich am Ende einig. „Hello World“ begeisterte mit tollen Zeichnungen, zum teil atemberaubenden Aufnahmen und vielen detailreichen Szenarien, stolperte aber letztlich über seine verworrene und unschlüssige Handlung, die mit merkwürdigen Designentscheidungen und unnötigen Abschnitten nicht immer für positive Resonanz sorgte.

Normalerweise lieben wir bei Animes eine gewisse Verrücktheit, doch hier fiel diese nicht immer gefällig genug aus. Man gab dem Betrachter vielleicht ein wenig zu viel Interpretationsfreiraum, um ein klares Fazit möglich zu machen. Auf seine vergleichsweise grundsolide Story setzte man eine Komplexität, die sich irgendwie unnötig und aufgesetzt angefühlt hat. Man brach zwar mit seiner gewissen Vorherschaubarkeit, rundete seine Ideen aber nicht passend ab.

Optisch gehört „Hello World“ zur Spitzenklasse. Während die Figuren zuweilen eher zweckdienlich daher kamen, überzeugten Hintergründe und deren Einzelheiten auf ganzer Linie. Der Stil war stimmig und besonders zum Finale hin auch stellenweise faszinierend bunt. Der Soundtrack ging gut ins Ohr und vermittelte stets die passende Stimmung. Hier waren definitiv erfahrene Macher am Werk.

„Hello World“ ist trotz aller Kritik einer der besseren Animes, rein von seinem Stil und seiner Technik her. Die deutsche Synchro geht in Ordnung und wirklich langweilig war das Gebotene eigentlich auch nie. Jeder Genrefan darf also mal reinschauen – und eventuell einen Ticken besser mit dem seltsamen Storykonstrukt als wir zurecht kommen. Bei uns hat die vermeintliche Auflösung jedenfalls einige Punkte gekostet und so bleibt am Ende nicht mehr als eine ordentliche, allerdings nicht überragende Bewertung zurück.

6,5/10

Fotocopyright: Koch Media GmbH

Weathering With You – Das Mädchen, das die Sonne berührte

Inhalt

Der 16jährige Hodaka ist von zu Hause ausgebüxt und versucht in der Großstadt Tokio ein neues Leben fernab der tristen Heimat zu finden. Er heuert als Praktikant bei einem fragwürdigen Wissenschaftsmagazin an und kommt hierdurch mit der Legende der „Sonnenmädchen“ in Berührung. Angeblich können diese Damen das Wetter kontrollieren und mit ihren Fähigkeiten sogar den stärksten Regen aufhalten. Es dauert dann nicht lang, bis er wirklich ein solches Wesen trifft…

Fazit

Nach dem mehr als überragenden und mittlerweile mehrfach gesichteten „Your Name“ waren die Erwartungen an einen neuen Film des Studios mehr als gigantisch und quasi kaum zu tippen gewesen. Ich habe jedoch versucht mit realistischer Haltung an diesen Titel heran zu gehen – und letztlich war dies genau richtig. „Weathering With You“ ist sicherlich kein schlechter Film und eignet sich meiner Meinung auch für mehrer Durchgänge, jedoch wird nicht ganz die Faszination und Ausstrahlungskraft des vermeintlichen Vorgängers erzielt.

Die Zeichnungen sind erneut fantastisch und äußerst detailreich. Auf meiner großen Leinwand konnte ich so viele Details entdecken und immer wieder vor Freude lächeln. Knackige Farben, zum Teil atemberaubende Bilder und ein überhaupt extrem gefälliger Stil haben ab der ersten Minute abgeholt und bis zum bitteren Ende an den Schirm gefesselt.

Man möchte eigentlich sagen, dass die Geschichte etwas weniger verworren als bei „Your Name“ wäre, doch bei genauerem Überlegen ist dem nicht ganz so. Auch wenn man der Handlung jederzeit relativ leicht folgen konnte, darf man sich über einige Abschnitte weiterhin Gedanken machen und vor allem für sich selbst entscheiden, ob das Finale positiv oder eher negativ zu bewerten sei. Hier bin ich nämlich arg geteilter Meinung – was sich mit einem weiteren Durchgang vielleicht ein wenig mehr in meinen Überlegungen nachjustiert.

Fantasievoll und unterhaltsam war das Werk auf jeden Fall. Es gab zwar wenig Action und auch relativ wenig an krassen Wendungen und dennoch fesselte die ungewöhnliche Geschichte. Aufgrund ihrer abgedrehten Thematik war eine Vorherschaubarkeit vergleichsweise schwierig und so wollte man stets wissen, was wohl als Nächstes passieren wird. Bei einigen Szenen war man sich nicht einmal sicher, ob sie echt oder nur Visionen waren – weil irgendwie Beides zum Geschehen gepasst hätte.

Mit knapp zwei Stunden war das Gezeigte nicht zu kurz und nicht zu lang. Man nahm sich ausführlich Zeit um alle Personen zu beleuchten, auch wenn nicht jede derer Aktionen zu Hundertprozent nachvollziehbar waren. Das Hineinversetzen ging trotzdem gut von der Hand – obwohl einige abgedrehte Elemente natürlich den Kern des Konstruktes bildeten.

Die Messlatte lag hoch und das Erreichen oder gar übertrumpfen nahezu ein Ding der Unmöglichkeit. Mit „Weathering“ haben die Macher allerdings erneut spitzenmäßig abgeliefert, ohne an ihrer Bestmarke zu kratzen. Dieser Film ist allerdings in Sachen Story und deren Verlauf kaum mit der Referenz vergleichbar und eine reibungslose Koexistenz somit kein Thema. Jeder, der mit Anime etwas anfangen kann, sollte diesen Streifen unbedingt auf dem Schirm behalten und gerne mal einen Blick wagen.

8/10

Fotocopyright: LEONINE

Your Name. – Gestern, heute und für immer

Inhalt:

Zwei Personen und ein verbundenes Schicksaal. Während Taki plötzlich im Körper eines Mädchens vom Land aufwacht, wird diese wiederrum in seinem Körper in der Großstadt Tokio wach. Dieser Tausch geschieht einige Male, doch in Wirklichkeit begegneten sich nie. Taki berichtet seinen Freunden davon und kurzerhand starten sie zum einem Roadtrip, um die Tauschpartnerin endlich mal kennenzulernen…

Fazit:

Schon weit vor dem Aufschlag in heimischen Gefilden, waren die Wellen von „Your Name.“ deutlich zu spüren. Der Film brach in Asien alle Rekorde und avancierte schnell zum ultimativen Geheimtipp – was die Erwartungen beinah ins unermessliche trieben.

Man muss wahrlich kein Fan von Zeichentrickfilmen – oder speziell Animes an sich – sein, um diesem Titel etwas abzugewinnen. „Your Name.“ packt durch seinen fabelhaften Zeichenstil und der unterhaltsamen Weise ab der ersten Minute und lässt den Zuschauer – egal welchen Alters – bis zum bitteren Ende nicht mehr vom Haken.

Die sympathischen Charaktere wachsen sofort ans Herz und benötigen keiner Aufwärmphase. Man kann sich direkt in ihre Situationen hineinversetzen und vergisst dabei die eher unrealistische Ausgangslage ihrer Begegnung. Ich konnte mich einfach in die Geschichte fallen lassen und wurde stets erstklassig bei Laune gehalten.

„Your Name.“ spielt mit einer geschickten Leichtigkeit mit den Gefühlen seiner Hauptfigur und des Betrachters, was zu einem unvergesslichen Event im Hirn zurückbleibt. Alle Höhen und Tiefen, angefangen bei witzigen Momenten, bis zu traurigen Einlagen ist alles zugegen.

Technisch gehört der Titel zum Besten, was man je auf dem Sektor erleben durfte. Audiovisuell feuert man hier ein echtes Feuerwerk ab, bildet Figuren akkurat und angemessen proportioniert ab und zeigt so nebenbei die tollsten Landschaften, die überhaupt in Genre zu bestaunen waren. Knallige Farben, eingängige Melodien und eine angemessene Synchronisation runden den guten Eindruck ab.

Nicht immer werden Filme ihrem vorrauseilendem Ruhm gerecht und oftmals stecken billige Werbeversprechen hinter mittelprächtigen Ergebnissen. „Your Name.“ hingegen wird seinem Hype mehr als Gerecht und gehört quasi selbstredend in die gut sortierte Filmsammlung. Ich habe diesen Streifen mittlerweile zweimal mit meiner Tochter geschaut und jeded Mal waren wir von diesem Gefühlskino mehr als angetan. Dieses Werk ist einer der besten Vertreter seiner Zunft und gehört damit zum unabdingbaren Pflichtprogramm. Besonders für Neueinsteiger ein famoser Einstieg!

9/10

Fotocopyright: LEONINE

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