Inhalt

Nach einem Einbruch bei Anwältin Claire Heller Kubik werden Fingerabdrücke sichergestellt und alsbald ein Verdächtiger verhaftet. Dumm nur, dass es sich beim Verhafteten dann um den Ehemann der Dame handelt – der scheinbar bereits seit einigen Jahren unter anderem Namen vom Militär wegen eines grausamen Verbrechens gesucht wird. Sie versucht sich nun Klarheit über die Lage zu verschaffen und beginnt an ihrem Geblieben zu zweifeln…

Fazit

Hin und wieder ein spannender Thriller kommt eigentlich immer gut und die letzte Sichtung von „High Crimes“ war bereits so lange her, dass etliche Details vergessen wurden und man sich quasi neu auf das Geschehen einlassen konnte.

Im Großen und Ganzen kann man dem Film wenig vorwerfen. Er baut einen ordentlichen Spannungsbogen auf und hält seinen Twist bis zum Ende bei. Kleinere Längen waren in den knapp zwei Stunden Laufzeit zwar vorhanden, verhagelten aber keineswegs die Laune oder ließen den Zuschauer vom Geschehen abschweifen.

Obwohl einige Szenen vor Gericht stattfanden, war „High Crimes“ kein reines Gerichtsdrama. Vielmehr ging es um Recherchen und die Ereignisse rundum, was dem Ganzen etwas mehr Dynamik als manchen Mitstreitern verabreicht und weitestgehend gut gelungen ist. Man konnte den Spuren der Ermittlungen eigentlich immer ausgezeichnet folgen und die Schlussfolgerungen der Figuren verstehen. Dies sehe ich als großes Plus.

Neben einer tollen Ashley Judd gefiel erneut ein redegewandter Morgan Freeman, der für solche Auftritte scheinbar geboren wurde. Man man ihm den Auftritt als Anwalt mit leichten persönlichen Probleme vollends ab und schmunzelte bei einigen seiner Kommentaren. Allgemein war das Zusammenspiel aller Beteiligten angenehm rund und die Chemie schien überall zu passen. Vielleicht wurde die Gegenseite optisch etwas zu grimmig dargestellt, aber das ging soweit in Ordnung.

„High Crimes“ ist sicherlich keine Referenz in seinem Genre, aber ein durch und durch sehenswerter und spannender Titel. Es machte Spaß den hervorragenden Darstellern bei ihrer Arbeit zuzuschauen und der insgesamt recht logische Verlauf stimmte zufrieden. Das Finale erschien zwar etwas übertrieben, aber immerhin haben wir es ja hier auch mit einem klassischen Hollyoodfilm zu tun. Unterm Strich jedenfalls einen Blick wert.

7/10

Fotocopyright: STUDIOCANAL