Inhalt

Leni wird von ihrem Freund betrogen und hat dummerweise schon die eigene Wohnung gekündigt. Unterschlupf findet sie glücklicherweise bei Ihrer Schwester und deren Mitbewohnerin. Alle Mädels und sogar Lenis Mutter haben ein kleines Problem mit dem anderen Geschlecht und versuchen sich gegenseitig Mut zuzusprechen und auf die Piste zu gehen…

Fazit

„Traumfrauen“ erfüllt wieder einmal viele Klischees. Zum Einen was die Handlung, zum Anderen was den Cast betrifft. So ziemlich alle bekannten deutschen Gesichter waren wieder mit an Board und die Geschichte war nur netter Rahmen für deren halbwegs humorigen Auftritte.

Die Geschichte ist flach und könnte während einer kurzen Fahrt zum Set entstanden sein. Sie bot keinerlei Überraschung, dafür konstruierte Zufälligkeiten ohne Ende. Alles in bester Genre-Tradition könnte man sagen. Größter Fehler hierbei allerdings wiedermal der zu viel verratende Trailer – der sämtliche Highlights offenbart und dem Werk seiner Highlights beraubt.

Mit Darstellern wie Karoline Herfurth, Palina Rojinski, Elyas M’Barek oder Frederick Lau sind die Macher auf „Nummer sicher“ gegangen und wollten für stabile Einspielergebnisse an den Kinokassen sorgen. Hierdurch wird zwar eine gewisse Qualität garantiert, die Austauschbarkeit aber deutlich erhöht.

Persönlich kann ich die Produktionen mit deren Beteiligung schon fast gar nicht mehr auseinanderhalten, zumal wenn sie so uneigenständig in ihrer Machart sind. Drückten Titel wie „Fack ju Göhte“ dem Genre immerhin ein paar eigene Merkmale auf, geht dieses Feature bei „Traumfrauen“ völlig verloren. Man schien Angst vor außergewöhnlichen Ideen zu haben und einfach eine unaufgeregte Handlung mit unausweichlichem Happy-End präsentieren. Schade – denn hierdurch wird neben der Austauschbarkeit auch die Belanglosigkeit immens befeuert.

Völlig überzeugen konnte jedoch die technische Seite, die mit warmen Bildern und stimmigen Soundtrack bestens zur Wohlfühlatmosphäre passte. Hier gab es nichts, was irgendwelche negativen Schwingungen vermittelte und sich als „Showstopper“ verstand.

Ich habe die Blu-Ray vor geraumer Zeit für knapp 3 Euro auf einem Wühltisch abgegriffen und dafür war das Gebotene in Ordnung. Man bekam, was erwartet wurde – und leider auch nicht mehr. „Traumfrauen“ ist eine typische deutsche Komödie von der Stange und unterscheidet sich trotz seiner eigenen Handlung nicht wirklich von der Konkurrenz des eigenen Landes. Wer sich damit abfinden kann, erhält einen halbwegs unterhaltsamen Titel mit gewohnten Darstellern und immerhin einigen ganz ordentlichen Gags. Für mehr als eine mittelprächtige Wertung reicht es in meinen Augen dennoch nicht.

5,5/10

Fotocopyright: Warner Home Video

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