Inhalt

Inmitten eines heftigen Hurrikan, versucht Haley ihren Vater zu kontaktieren. Die Bewohner der Region müssen evakuiert werden, doch ihr Erzeuger meldet sich nicht. Kurzerhand beschließt sie ihn selbst nach ihm zu besuchen und findet schnell heraus, warum er das Haus nicht früher verlassen konnte…

Fazit

Tierhorrorfilme gibt es wie Sand am Meer, doch die Wenigsten sind dabei richtig gut. Die Euroshop sind nahezu überflutet mit billigen Hai- oder Alligator-Trashproduktionen, die idealerweise durch ihre Unfähigkeit etwas unterhaltsam sind und trotzdem selten zu empfehlen sind.

Mit „Crawl“ präsentiert man uns zur Abwechslung einen höher budgetierten Titel, der endlich mal wieder auf das anspruchsvollere Kinopublikum gemacht wurde und handwerklich Einiges auf dem Kasten hat.

Glücklicherweise sieht man die besseren Finanzmittel, insbesondere was CGI-Effekte und Setting betrifft. Die halb unter Wasser stehende Stadt wirkt glaubwürdig und sorgt für leichte Schauer beim trockenen Zuschauer. Die Alligatoren wirken glaubwürdig und reihen sich nahtlos ins Szenario ein. Sie verhalten sich nicht wie Fremdkörper und untermauern das stimmige Gesamtbild.

Durch eine schöne Technik hat der Film einen besonderen Charakter. Es kommt dem Betrachter nicht wie ein belangloses Fantasyevent, vielmehr wie ein durchaus authentisches Ereignis vor. Das Spiel mit den Ängsten ist realistischer – auch wenn das Vorkommen dieser Tierchen bei uns wohl eher die Seltenheit darstellen.

Die Darsteller agieren ordentlich. Durch das eingeschränkte Setting und die relativ schlichte Handlung wird Ihnen kein übermäßig großer Rahmen für exzellentes Schauspiel geboten, doch sie machen das Beste daraus. Vor allem die Hauptfiguren sind sympathisch und laden zum Mitfiebern ein. Ihr Schicksal ist uns nicht völlig egal und so bleiben wir auch am Ball.

Eine hochwertige Inszenierung übertüncht die dünne Story, die durch gute Darsteller ordentlich besetzt wurde. Alles läuft relativ unspektakulär, aber immerhin halbwegs spannend vor sich hin und die knappen 1,5 Stunden bieten durchwegs solide Unterhaltung. Eine neue Genre-Referenz ists nicht geworden, dennoch kommen Fans auf Ihre Kosten. Ich habe die investierte Zeit nicht bereut, aber auf eine erneute Sichtung kann ich erst einmal verzichten.

6,5/10

Fotocopyright: Paramount Pictures (Universal Pictures)

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