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Schlagwort: XBOX

Cyberpunk 2077 (XBOX Series X)

Einleitung

Aufgrund der ausufernden Diskussionen, muss ich diesen Test mit einer kleinen Einleitung versehen. Zum aktuellen Zeitpunkt (22.12.2020) läuft „Cyberpunk 2077“ trotz etlicher Verschiebungen leider alles andere als rund und die Warnungen bei Verwendung von älteren Konsolen (PS4, XBOX One) sind wohl ernst zu nehmen. Ich habe die normale XBOX One Version auf der leistungsstarken XBOX Series X gespielt und während des gesamten Durchgangs keinerlei Abstürze – dafür aber sehr viele Bugs und Glitches – erlebt. Aufploppende Figuren, schwebende Gegenstände oder kleinere Ruckler waren zum Glück keine Showstooper und die Hauptkampagne konnte problemlos absolviert werden. Haltet euch bei Interesse bitte stets auf den üblichen Seiten auf dem Laufenden – und wartet vielleicht noch ein paar weitere Monate, bis der lohnenswerte Titel annähernd perfekt spielbar ist.

Inhalt

Der Spieler übernimmt die Rolle von Charakter „V“ – der entweder männlich oder weiblich daher kommt. Mit kleineren Aufträgen in Night City versucht man als Söldner aufzusteigen und wird dabei in allerlei verworrene Geschichten hinein gezogen…

Gameplay

„Cyberpunk 2077“ ist ein Open-World RPG, welches in der Ego-Perspektive (beim Fahren idealerweise in der Third-Person-Sicht) erkundet wird. Neben einer spannend geschriebenen Hauptgeschichte gibt es viele Nebenmissionen, welche nicht nur sinnfrei die Spielzeit strecken, sondern einige echt abgefahrene Handlungen erzählen.

Der Rollenspielanteil beschränkt sich nicht nur auf die optische Gestaltung der Hauptfigur, sondern bietet neben Ausrüstungsverwaltung auch ausbaufähige Talentbäume. Das Ganze kommt allerdings eher Alibi-mäßig daher, denn die Aufrüstmöglichkeiten machen nicht unbedingt Sinn bzw. zeigen nicht unmittelbar eine krasse Wirkung. So findet man stets bessere Gegenstände und wird gar nicht zum Upgrade Vorhandener genötigt.

Unterwegs erhält man vielerlei Waffen, deren Einsammeln die Übersicht im Inventar leider nicht erleichtern. So kann man beispielsweise nicht nur einfach die Munition aufnehmen, sondern stets die ganze Knarre. Die landet dann gefühlt 20 mal im Rucksack und muss bei aufgebrauchten Patronen jedes Mal umständlich gewechselt werden. Man kann die selbe Waffe also nicht einmal in der Hand behalten und lediglich nachladen (außer man hat einzelne Munition gefunden) – man muss immer wieder ins Inventar und das andre Eisen auswählen und im Schnellzugriff ablegen. Hält bei hitzigen Gefechten leider unnötig auf.

Erwähnen sollte man vielleicht auch die bis dato schlecht ausbalancierte Waffen-Balance. Nahkampfwaffen wie Schwerter sind recht stark und oftmals genügt es einfach wahllos in die Gegner hineinzurennen und diese aus nächster Nähe niederzumetzeln. Gerade bei den Zwischenbossen ist diese simple Taktik sinnvoller als langwieriges Ausweichen und gezieltes Befeuern.

Spielzeit und Steuerung

Für den ersten Durchgang (Storyline: Streetkid) habe ich rund 20 Stunden benötigt und mich dabei fast ausschließlich auf die Hauptstory konzentriert. Dank übersichtlicher Aufgabenstellung, integriertem Navi und Schnellreise-Funktion kam man jedes Mal gut voran.

Man kann zu Beginn zwischen drei Hintergrundstories wählen, doch deren Fäden laufen wohl schon nach kurzer Zeit zusammen und variieren nicht allzu stark.

Die Steuerung war genreüblich und nicht allzu überfrachtet. Sie geht nach kurzer Zeit gut von der Hand und zur Not werden die wichtigsten Funktionen stets am Bildschirmrand eingeblendet.

Präsentation

Auf der XBOX Series X (normale XBOX One-Version, ohne Next-Gen Update) schaut das Geschehen – für ein Open-World Spiel – stellenweise atemberaubend und unglaublich atomsphärisch aus. Die Stadt ist dicht bevölkert, regen prasselt realistisch auf uns nieder und kleine Details wie Bildschirme oder lustige Werbeanzeigen gibt es ohne Ende. Alles wirkt stimmig, reif und perfekt aufs Hauptthema bezogen.

Die Figuren wurden toll designt und umgesetzt. Eher selten wiederholen sich Gesichter auf der Straße und deren Animationen sind (abgesehen von ein paar kleineren Clipping-Fehlern) absolut gelungen. Manchmal erwischte man sich einfach beim Beobachten der Passanten. Selten war eine Welt lebendiger, glaubhafter, interessanter.

Die Sprachausgabe wurde komplett auf deutsch vertont und bietet teils bekannte Sprecher, die ihren Job erwartungsgemäß gut machten. Mit der richtigen Anlage (oder dem richtigen Headset) klingen auch die Waffen-Sounds übertrieben genial und die Mucke während den Gefechten treibt perfekt voran.

Positiv:

  • spannende Geschichte
  • originelles Setting
  • tolle Figuren
  • herausragende Präsentation
  • sehenswerte Script-Momente
  • ausgewogener Schwierigkeitsgrad
  • Keanu Reeves

Neutral:

  • überschaubare Spielzeit (Hauptquest)
  • unübersichtliches Inventarsystem

Negativ:

  • viele Bugs & Glitches
  • Performanceprobleme
  • zu starke Nahkampfwaffen

Fazit

Es war klar, dass die Erwartungen nach der „Witcher“-Reihe und der ewig langen Entwicklungszeit enorm und kaum zu befriedigen waren. Ich ließ mich erst auf der Zielgeraden etwas vom Hype packen und freute mich über den vorweihnachtlichen Release, der mir trotz diverser Fehler jede Menge Spaß bereitete.

„Cyberpunk 2077“ ist sicherlich nicht perfekt, aber extrem immersiv gestaltet und packend erzählt. Es gab kaum Längen und der rote Faden ging trotz Erkundung der fantastischen, weitläufigen Areale nie verloren. Viele Charaktere wuchsen innerhalb kürzester Zeit ans Herz und deren Verlust war schon sehr traurig.

Alles präsentierte sich in einer famosen Optik, die man sonst eher aus weniger komplexen Titeln kennt und selbst in der Non-Next-Gen Variante schon ordentlich ihre Muckies spielen lässt. Natürlich stolpert man auch hier über grobe Texturen oder nachladende Gegenstände und Details – am exzellenten Gesamtbild ändert dies jedoch nichts.

Derzeit muss wohl leider eine Warnung vor dem Kauf ausgesprochen werden, doch selbst im jetzigen Zustand ist es für mich eines der Spiele des Jahres geworden. Hoffentlich werden die angekündigten Groß-Updates (Januar + Februar 2021) eingehalten und für leidensfähigen Fans vielleicht noch ein paar neue Storyinhalten als Wiedergutmachung rausgehauen.

Grafik: 9/10
Sound: 8,5/10
Gameplay: 8,5/10
Gesamt: 9/10

Fotocopyright: CD PROJEKT RED

XBOX, Series X, Witcher, Cyberpunk, etc. sind eingetragene Marken.

Rückblick: Das war die PlayStation 4

Die Playstation 5 hat mittlerweile Einzug ins Wohnzimmer gehalten und trotz mangelnder Spiele, aber vorhandener Abwärtskompatibilität einen Stammplatz neben der XBOX Series X ergattert. Nun möchte ich in einigen Zeilen noch einmal auf die Area der Vorgängerversion zurückblicken. Hierbei soll es weniger um die Hardware, vielmehr um das Spiele-Lineup gehen, welches im Grunde auch als guter (und günstiger) Grundstock für die PS5 genutzt werden kann.

Die „Uncharted“ -Reihe

Ich habe „Uncharted“ 1 bis 3 auf der PlayStation 3 geliebt und in einer schicken Collectors Edition auch bei der PS4 erneut zugeschlagen. Die Spiele sind dank leichter Überarbeitung (Grafisch, technisch, neuer Schwierigkeitsgrad) noch immer perfekt spielbar und haben nichts von ihrem Charme verloren. Die neueren Varianten (Uncharted 4, The Lost Legacy) gehörten dann ebenfalls zum besten der PS4-Generation und mittlerweile ebenfalls für einen Spottpreis erhältlich. Diese spielbaren Hollywood-Actionkracher gehören für mich allesamt zur absoluten Speerspitze der Konsolenspiele.

Die „Last of Us“-Reihe

Auch das erste „Last of Us“ hatte seine Wurzeln auf der PS3 und gehörte dort zu meinen absoluten Lieblingstiteln. Das aktuell erhältliche Remaster kommt (wie die „Uncharted-Collection“) ebenfalls mit einigen technischen Verbesserungen, hat mittlerweile aber etwas von seiner Ausstrahlungskraft eingebüßt. Neueinsteiger ohne Vorkenntnis sollten sich aber trotzdem auf die Reise mit Ellie und Joel einlassen und idealerweise zum ersten Mal mit der ungewöhnlichen Erzählweise ins Berührung kommen.

Teil 2 spaltete die Spielergemeinde und ich möchte gar nicht so sehr darauf eingehen. Auch mir haben einige Designentscheidungen nicht unbedingt gepasst, trotzdem habe ich (es ist immer noch nicht durch, deshalb auch noch kein ausführlicher Test auf dieser Seite) meinen Spaß damit. Es gehört grafisch zum Besten, was die PS4 zu bieten hat und spielt sich angenehm beklemmend. Beide Programme gehören neben „Uncharted“ zur Grundausstattung.

Nier Automata

Mein absolutes und unerwartetes Highlight aus der PS4-Ära ist „Nier Automata“, welches mich in den ersten Sekunden in den Bann zog und bis zum dramatischen Ende (zumindest Einem von Vielen) nicht mehr losgelassen hat. Habe ich am Vorgänger „Nier“ noch etwas gezweifelt (es war gut, aber kein Favorit), hat Automata mit seinem Style, mit seinen Figuren und seinem abwechslungsreichen Gameplay mein Herz im Sturm erobert. Einen grandiosen Soundtrack gibt’s übrigens auch.

Final Fantasy 7 (Remake)

Es ist hinlänglich bekannt, dass FF7 schon immer ein ziemlich famoses Spiel war, aber dieses Remake hat meine Erwartungen absolut übertroffen. Eine herausragende Technik, feine Cut-Sequenzen und ein flottes Kampf-System heben sich deutlich von der Vorlage ab und liefern ein eigenständiges Ergebnis ab. Für mich einer der besten Titel im Jahre 2020. Einen Test gibt’s hier.

God of War

Zum grandiosen „God of War“ muss ich an dieser Stelle nicht viele Worte verlieren. Mit einem Paukenschlag hat sich Kratos zurückgemeldet und nicht nur grafisch seine opulenten Vorgänger übertrumpft. Einen Test gibt es hier.

The Witcher 3

Zwar habe ich den Hexer nur auf dem PC und der Switch komplett durchgerockt, doch auch einige vergnügliche Stunden in die PS4-Variante gesteckt. Spielerisch ist das Spiel über jeden Zweifel erhaben und gehört seit Release zu meinen Spielen für die einsame Insel. Ein Zocken lohnt noch immer – und wer wartet bekommt sogar ein Technik-Update für die neuen Konsolen. Eine ausführliche Besprechung gibt es hier.

Until Dawn

Grafisch zeigte „Until Dawn“ wohin die Reise bei Horrorspielen gehen kann und wie sehr man sich immer weiter Filmen annähern kann. Das im Grunde einfache Spielprinzip unterhielt und ein größerer Test ist hier nachzulesen.

Die „BioShock“ -Collection

Die Wurzeln dieser Collection liegen ebenfalls in der nunmehr vorletzten Generation, was dem Spielspaß aber keinen Abbruch tut. Die atmosphärischen Shooter gehören nachwievor zu den spannendsten des Genres und sorgen mit ihrem Style und Ideenreichtum noch immer für Freude. Test.

Horizon Zero Dawn

Auf der PS4 begonnen und dann erst später in der PC-Variante durchgespielt. „Horizon“ mag mittlerweile kein Exklusivtitel mehr sein, ist aber mittlerweile für knappe 10 Euro (sogar in der „Game of the Year“-Edtionen) ein Blindkauf. Eine großartige Technik trifft auf eine packende Story. Ausführliche Besprechung in der „Spiele-Sektion“ dieser Seite.

Spider-Man

Habe ich mich vor einigen Tagen noch durch „Miles Morales“ auf der PS5 geschwungen, so ist dessen unmittelbarer Vorgänger (oder sollte man „das eigentliche Hauptspiel“ sagen?) noch gut in Erinnerung gebelieben. Auf meiner Standard-PS4 spielte es schon technische Stärken aus und das Hangeln durch die Häuserschulten machte Spaß, wie nie zuvor. Das Gameplay war simpel, aber effektiv. Storymäßig dicht und in vielen Bereichen nah an der Vorlage – ein echter Tipp.

Days Gone

„Days Gone“ gehörte schon zu den letzten großen Exklusivtiteln der Konsole und holte nochmal alles aus der betagten Hardware heraus. So präsentierte sich die Zombie-Hatz nicht nur technisch, sondern auch spielerisch von ihrer besten Seite und konnte mit tollen Cut-Scenes überzeugen. Manche Missionen waren etwas lästig, aber der Hauptstory wollte man bis zum Schluss aufmerksam folgen.

„Grand Theft Auto 5“

„GTA 5“ war eines der letzten Spiele, welches auch für die vorherige Generation (PS3, XBOX360) erschien, auf allen Plattformen jedoch wahnsinnig Spaß machte. Ich glaube zu diesem Spiel muss man nicht mehr viel schreiben – es war der bis dato beste 3D-Ableger und garantierte mir für etliche Stunden viel (Einzelspieler-)Spaß. Bis ein Nachfolger scheint, sollte man (sofern man den Titel nicht kennt) unbedingt für kleines Geld zuschlagen.

Die „Resident Evil“ -Reihe

Schon fast traurig, dass ich als alter „Resi-Hase“ die letzten Auskopplungen wo weit nach unten verfrachtet habe. Während Teil 1 und 2 noch immer ungeschlagen bleiben (okay, die aufpolierte GameCube-Variante vom Erstling ist auch super!), so gab es auf der PS4 wenigstens brauchbare Remakes. Die „neuen“ „Resident Evil 2+3“ spielten sich dank optimierter Steuerung und neuer Engine angenehm aktuell und boten hier und da einen guten Fanservice. Leider waren beide Titel etwas kurz ausgefallen und stellenweise wurden vertraute Inhalte weggestrichen. Insbesondere nach dem schicken „Resident Evil 7“ in VR war die Ernüchterung spürbar, aber schlecht ist keines der genannten Spiele. Fans nehmen alle mit.

Die „VR“-Spiele
Mit Veröffentlichung der VR-Brille brach für mich eine kleine Revolution im Bereich Gaming aus. Konnten unhandliche Brillen für das Handy noch nicht überzeugen, so was die Immersion bei PlayStation VR eine ganz andere. Trotz niedrigerer Auflösung gegenüber teurer PC-Varianten, fühlt sich das Erlebnis rund und zuweilen wirklich atemberaubend an. Zu den Tipps aus dieser Generation gehören für mich: „Resident Evil 7“ (+ „Kitchen“-Demo), Astro Bot, Until Dawn, Drive Club, Farpoint (inkl. „Aim“-Conroller) und das „Allumette“-Märchen.

Der Rest

Gänzlich verschweigen möchte ich natürlich nicht den glorreichen Rest. Angefangen bei „Bloodborne“, „Sekiro“ über „Dark Souls“ bis zu „Detroid Becames Human“. Die PlayStation 4 bot eine so umfangreiche, wie hochwertige Kost für jeden Zocker und deckte nahezu alle Genres mit hervorragenden Vertretern ab. Natürlich gab es auch wieder die obligatorischen „Call of Duty“ oder „Battfields“, die auch bei den Mitstreitern erschienen und ebenfalls eine gute Figur ablieferten.

Ich habe auf der Konsole viel gespielt, doch bei Weitem nicht alle Titel angetestet. Spiele wie „Ghost of Tushima“ stehen beispielsweise noch auf der Wunschliste, der ich nun auf der PS5 weiter nachkommen werde.

Wer neu dabei ist, greift am besten direkt zur PS5 (sofern sie denn wieder zu normalen Preisen erhältlich ist), alle Besitzer der PS4 können jedoch vorerst bei ihrer Konsole bleiben und weiterhin auf die bahnbrechenden neuen Titel warten. Im Moment ist die vierte Generation noch prima aufgestellt und keineswegs veraltet.

Fotocopyright: Square Enix

Alle Spieletitel, sowie Sony und PlayStation sind eingetragene Marken.

Bioshock Infinite

Inhalt

Privatdetektiv Booker wird in eine ominöse Stadt über den Wolken geschickt, um dort das Mädchen Elizabeth zu finden und wieder auf die Erde zurück zu bringen. Kurz nach seiner Ankunft bemerkt er jedoch schnell, das irgendwas in dieser friedvollen Gemeinde nicht stimmt und das das Oberhaupt ein fieser Sektenführer zu sein scheint…

Gameplay

„Bioshock Infinite“ ist im Grunde ein klassischer Ego-Shooter, der sich in erster Linie durch sein ungewöhnliches Setting von den Mitbewerbern abhebt. Die Wolkenstadt gibt nicht nur wunderschöne Ausblicke, sondern lässt sich mit Gondeln, Luftschiffen und einem speziellen Greifhaken bereisen.

Das Spiel ist recht gradlinig und weißt den Spieler auf Knopfdruck den richtigen Weg zum nächsten Ziel. Dies mag zwar ernüchternd wirken, ist dem Spielfluss aber ungemein zuträglich. So gibt es keinen Leerlauf und höchstens ein paar kniffelige Kämpfe lassen kurzzeitig an einer Lokation verweilen.

Im weiteren Verlauf gesellt sich die gesuchte Elizabeth zu uns und erweist sich als willkommene Hilfe. Sie wirft dem Spieler in verzwickten Situationen beispielsweise Munition zu und gibt sonst mit netten Kommentaren einen sympathischen Begleiter ab.

Booker setzt bei der Action nicht nur auf reine Waffengewalt, sondern kann auch verschiedene Kräfte (Feuerstöße, Eindringen in Maschinen, etc.) erwerben. Dies lockert das Geschehen auf und lässt einen hin- und wieder angenehm mächtig erscheinen.

Verbracht habe ich in Infinite ungefähr 10 Stunden – ohne dabei jeden Zentimeter genaustens zu untersuchen und stets der Hauptstory folgend. Diese war nicht nur toll geschrieben, sondern mit teilweise atemberaubenden Scriptszenen ausgeschmückt. Darüber hinaus sind noch ein paar Stunden für die sehr empfehlenswerten DLCs draufgegangen.

Präsentation

Optisch ist „Bioshock Infinite“ mittlerweile etwas angegraut, aber noch immer ansehnlich. Der knallbunte Comiclook kaschiert mangelnde Details und macht vor allem auf aktuellen Systemen mit hoher Auflösung ein schönes Bild.

Während einige Figuren und Umgebungen recht karg ausgearbeitet wurden, überzeugen andere Kulissen wiederum mit imposanten Bauwerken, aufwändigen Spiegelungen oder enormer Weitsicht. Das gesamte Art-Design wusste zu gefallen und sorgte so für eine ganz besondere Atmosphäre. Obwohl alles nicht mehr so düster wie bei den Vorgängern

Die durchwegs deutsche Sprachausgabe befindet sich auf einem hohen Niveau und gibt keinen Grund zur Klage. Besonders die Stimmen unserer Hauptfiguren haben hervorragend gepasst und lassen oftmals mangelnde Lippen-Synchronität locker verschmerzen.

Positiv:

  • grandiose Grundidee
  • geniales Setting
  • erinnerungswürdige Sciptszenen und Anspielungen
  • großartige, wendungsreiche Story
  • hübscher Art-Style
  • guter Spielfluss
  • fairer Schwierigkeitsgrad
  • Elizabeth

Neutral:

  • relativ gradling
  • manche Gefechte einen Ticken zu lang
  • Grafik leicht angestaubt

Negativ:

  • Finalkampf nicht so aufregend im Vergleich zum Rest

Ich habe „Bioshock Infinite“ zum ersten Mal bei seinem Release auf der XBOX 360 gespielt und war sowohl vom Szenario, als auch dem launigen Gameplay hin- und weg. Das Spiel bietet nicht nur eine spannende Geschichte, sondern auch ein so gutes Pacing, dass keine Langweile aufkommt und einige wirklich erinnerungswürdige Momente.

Technisch war der Titel damals absolut in Ordnung und dank seines bunten Looks macht er auch heute noch eine passable Figur. Obwohl die Geschichte nach ihrem ersten Durchgang schon ihr vermeintliches Potential offenbart und die krasse Auflösung preis gab, ist ein Wiederspielwert dennoch gegeben. Die Spielzeit ist auch genau so lang, dass sich kein Bestandteil abnutzt und alle Parts wunderbar ausgelotet wurden.

Da „Bioshock Infinite“ selbst nach dem dritten Durchgang noch immer zum Zocken animiert, spricht dies klar für eine warme Empfehlung meinerseits. So ganz unbewusst ist es über die letzten Jahre sogar zu einem meiner absoluten Lieblingstitel avanciert und so gibt es – gerade bei aktuellen Preisen – keinen Grund zum Ignorieren mehr. Ich habe das Teil auf mehreren Plattformen angetestet und selbst die Variante für die kleine Switch machte eine prima Figur und ist einen Kauf wert.

Wurde ich mit den ersten beiden Ablegern noch nicht so recht warm (und Teil 1 war der damalige Kaufgrund für die XBOX360), so überzeugte „Infinte“ mitsamt seiner tollen DLCs auf ganzer Linie!

Grafik: 8/10
Sound: 8,5/10
Gameplay: 8/10
Gesamt: 9/10

Fotocopyright: 2K Games

Assasins Creed: Valhalla (XBOX Series X)

Inhalt

Mit den Entscheidungen des Vaters nicht einverstanden, beschließt euer Freund ein eigenes Reich zu gründen und reist mit seiner Truppe gen Englaland. Der Spieler übernimmt die Rolle von Eivor, der als treuer Begleiter natürlich mit auf den Ausflug geht und beim Erobern neuer Ländereien maßgeblich behilflich ist…

Gameplay

Wer die letzten Teile der Reihe (Origins, Odyssey) gespielt hat, der muss sich auch beim aktuelle Aufguss nicht großartig umgewöhnen. Erneut rücken die ursprünglichen Tempelritter in den Hintergrund und der Spieler übernimmt eher außenstehende Figuren, deren Wege und Techniken sich mit den Ordensbrüdern nur hin und wieder kreuzen.

Gespielt wird aus der 3rd-Person Perspektive und die Steuerung ist wie bei den Vorgängern. Das Kampfsystem ist recht simpel, aber durchaus spaßig. Neben Nahkampfwaffen stehen beispielsweise auch Bögen zur Auswahl – was so manche Eroberung deutlich erleichtert und viele Widersacher aus der Ferne (und idealerweise unbemerkt) ausgeschaltet werden können.

Auch bei „Valhalla“ begeben wir uns in eine große „Open-World“, bei der es allerlei zu erkunden gibt. Neben der Hauptquest gibt es viele Nebenmissionen, bei denen es besondere Gegenstände oder schlicht Erfahrungspunkte zu sammeln gilt. Ähnlich wie bei einem Rollenspiel legt man hier den Fokus deutlicher auf das Spezialisieren seiner Figur und kann diverse Werte (Ausdauer, Gesundheit, Stärke, etc.) in einer Art „Talentbaum“ einteilen. Das macht sich spielerisch durchaus bemerkbar und sorgt für gezieltes „Aufpumpen“ der Figur.

Die Spielzeit wird mit rund 30-40 Stunden angegeben, was ich als durchaus realistisch empfinde. Ich habe das Spiel zum Zeitpunkt dieser Besprechung fast durch und eine ähnliche Zeitangabe in meinem Speicherstand. Dabei wurde hauptsächlich die Story verfolgt, doch mit ausgiebigeren Nebenaufgaben sind sicherlich weitere 10-20 Stunden drin.

Präsentation

Erwartungsgemäß ist das aktuellste „Assassins Creed“ auch immer das jeweils Hübscheste und das trifft hier absolut zu. Zwar halten sich die „Aha“-Effekte auf der „Series X“ noch arg in Grenzen, aber immerhin läuft der schicke Titel jederzeit flüssig und ohne störende Ruckler.

Die Weitsicht ist beeindruckend und so manch Aussicht durchaus Postkartenverdächtig. Die Charaktermodelle sind okay, aber manchmal unfreiwillig komisch vom Design her gestaltet. Besonders bei den Haaren und Bärten taten sich die Grafiker wohl schwer – denn diese wirken oft wie angeklebte Fremdkörper und haben ein seltsames Eigenleben. Insgesamt ist sowohl Stil, als auch Optik recht gut – was gerade bei solch großen „Open-World“-Werken nicht immer selbstverständlich ist und Leistung kostet.

Die deutsche Synchro ist weitestgehend gelungen und gibt keinen Grund zur Klage. Die umfangreiche Dialoge sind allesamt vertont und einigermaßen fehlerfreie Untertitel optional zuschaltbar.

Positiv:

  • hübsche Grafik
  • ansprechendes Setting
  • interessante Charaktere
  • tolle Atmosphäre
  • spaßige Feldzüge

Neutral:

  • langweiliger Siedlungsbau
  • teils gewöhnungsbedürftiger Humor
  • einige Missionen sind Fleißaufgaben

Negativ:

  • Wegfindung nicht immer optimal
  • gelegentlich KI-Aussetzer
  • nerviges Bugs

Bugs (Stand: 26.11.2020)

  • Spieler bleibt gelegentlich an Wänden hängen und der Energiebalken entlädt sich ohne fremde Einwirkung – was nach kurzer Zeit den Tod zur Folge hat.
  • mitten im Sprinten plötzlich woanders „respawnen“, was teils auch den Tod zur Folge hatte. Beispiel: Eivor rannte normal auf der Straße und zack lag ich in einer Feuerschale am Rand und war kurz darauf kaputt.
  • Gegner blieben in Wänden stecken und waren leichte Beute
  • Gegner schlugen in die falsche Richtung, registrierten den Spieler nicht richtig und waren ebenfalls leichte Beute
  • hin und wieder werden in hitzigen Gefechten die Controller-Eingaben (Ausweichen!) nicht vollständig interpretiert
  • eine Handlungsmission hängt, weil der „Trigger“ für den Fortgang (z.B. das Weitergehen eines befreundeten Charakters) nicht funktioniert hat. Manchmal hilft „um den Block rennen“ oder eben Neustart der Aufgabe

Fazit

Ich habe seinerzeit mit dem ersten „Assassins Creed“ auf der Playstation 3 angefangen und mochte grundsätzlich alle Teile. Ich bin froh, dass sich „Valhalla“ stark an den letzten Ablegern orientiert und in Sachen Story etwas dichter daher kommt. Die Bugs sind zwar extrem nervig, doch keine echten Showstopper. Alle Serienableger hatten anfangs mit krassen Fehlern zu kämpfen und hier fiel es aufgrund der genaueren Betrachtung durch die neue XBOX eben mal deutlicher ins Auge.

Das Spiel braucht ein wenig um in Fahrt zu kommen, aber mit Beginn der Beutezüge zaubert es oftmals ein Lächeln ins Gesicht und der Spaßfaktor ist hoch. Die Kämpfe sind nicht immer ultra-taktisch, gehen aber gut von der Hand und machen Laune. Die Story läuft so nebenbei mit und geht in Ordnung. Es war klar, dass hier viel gestreckt wurde, um eine ordentliche Spielzeit zu erreichen und ständige Wendungen nicht immer an der Tagesordnung sind.

Aufgrund seiner starken Momente ist „Valhalla“ das für mich beste „Assassins Creed“ und absolut kein Fehlkauf. Es erfindet zwar das Rad nicht neu, rundet aber de zuletzt eingeführten Elemente angenehm ab. Sicherlich muss einem das Setting schon irgendwo gefallen, aber ansonsten gibt es keinen driftigen Grund dieses Erlebnis auszulassen. Vielleicht könnte man bei einem Nachfolger mal das „Cherusker“-Szenario ins Auge fassen und darin einen vermeintlichen Barbaren gegen römische Schergen in die Schlacht schicken…

Grafik: 8/10
Sound: 8/10
Gameplay: 7/10
Gesamt: 8/10

Fotocopyright: Ubisoft

XBOX, Series X, Playstation, etc. sind eingetragene Marken.

Sony Playstation 5 Unboxing

Nach der XBOX Series X (Unboxing, Erfahrungsbericht) hat nun endlich die zweite Konsole der neuen Generation Einzug gehalten und ich möchte euch hier ein paar Bilder vom Unboxing präsentieren. Wiedermal halte ich euch nicht mit viel Text auf, sondern lasse die unten stehenden Fotos für sich sprechen. Vermutlich werde ich in den nächsten Tagen mit einem kleinen Erfahrungsbericht um die Ecke kommen. Schaut also regelmäßig vorbei!

Copyright alle Bilder: www.hard-boiled-movies.de

Microsoft XBOX Series X Erfahrungsbericht

Nach rund einer Woche möchte ich meine bisherigen Erfahrungen mit der neuen XBOX Series X mit euch teilen. Hierbei handelt es sich um keinen ausführlich Test mit Benchmarks oder Dergleichen, sondern lediglich eine subjektive Einschätzung der bisherigen Erlebnisse.

Installation, Einrichtung und Updates

Die Verkabelung (HDMI, LAN, Strom) gestaltete sich als sehr einfach und die Ersteinrichtung war mit Hilfe der Handy-App überhaupt kein Thema. Das erste System-Update dauerte nur wenige Minuten und schob sogleich ein Update für den Controller hinterher. Eine externe Festplatte (480 GB SSD von Western Digital) wurde einwandfrei an einem der hinteren USB 3.0 Ports erkannt und auf Wunsch formatiert.

Bei der Benutzernutzeroberfläche hat sich leider wenig getan. Optisch wurde sie zwar leicht aufpoliert, aber von der Struktur halte ich sie nach wie vor für Katastrophal. So unübersichtlich wie eh und je, aber immerhin etwas geschmeidiger von der Navigation. Alles fühlt sich flüssiger und schneller an.

Spiele, Kompatibilität und externe Festplatte

Bisher konnte ich nur drei aktuelle Titel („Call of Duty: Cold War“, „Assassins Creed: Valhalla“ und „Watch Dogs 3“) in Augenschein nehmen und das „Next-Gen-Feeling“ hielt sich noch stark in Grenzen. Es sind allesamt Spiele, die noch auf den Vorgängerkonsolen spielbar sind und lediglich marginale Änderungen mit sich brachten.

„Call of Duty: Cold War“ (Test) zeigte grafisch immerhin wohin die Zukunft geht und auch „AC: Valhalla“ zeigt trotz etlicher Bugs, wie eine flüssige Open-World ausschauen kann.

Beim Kauf dieser „Cross-Gen“-Titel ist jedoch explizit auf das „X“ in der rechten, oberen Ecke der Verpackung zu achten – denn nur so ist gewährleistet, dass die richtige, sprich aufpolierte Version installiert wird. Gerade bei „Call of Duty“ ist dies ein wenig verwirrend, da beide Versionen im Handel stehen und sich auf den ersten Blick nur vom Preis unterscheiden. Zwar sind auch Beide auf der „Series X“ spielbar, doch nur die teure Variante bringt die technischen Verbesserungen mit sich.

Im Laufe der Woche habe ich auch ein paar ältere Games getestet (u. A. „The Division 2“, „Past Cure“, „Call of Duty Ghosts“, „Gears of War 2“) und die liefen soweit einwandfrei. Schön ist die Möglichkeit, diese Programme auf die externe SSD zu verlagern, um Platz auf der Internen freizuschaufeln. „Series X“ Spiele können zwar auch verschoben werden, starten aber aufgrund der langsameren Geschwindigkeit nicht. Glücklicherweise gibt es hier aber einen Warnhinweis.

Richtig geärgert habe ich mich beim Antesten von XBOX 360 Titeln, von denen ich immerhin auch noch einige in der Sammlung habe und laut Microsoft zumindest teilweise auf dem neuen System weiterfunktionieren sollten. Bei „Gears of War 2“ grundsätzlich auch richtig und trotz mehrmaligen Absturz beim ersten Start irgendwann lauffähig, doch dann kam eine böse Überraschung. Speichern scheint (zumindest bei diesem alten Spiel) nur in der Cloud möglich zu sein und vorher ist eine entsprechende Anmeldung bei „XBOX Live“ notwendig. Als Offline-Zocker habe ich ein solches Abo im Moment allerdings nicht und konnte folgerichtig gar nicht erst einen Spielstand anlegen. DAS hätte man vielleicht früher mal irgendwo erwähnen können.

Abstürze und Bugs

Auf den ersten Blick scheint das System an sich stabil zu laufen, jedoch hatte ich in bzw. vor dem Spielen schon ein paar Abstürze, die glücklicherweise nur initial aufgefallen sind.

Beispiele:

  • „Call of Duty: Cold War“: Absturz im Ladebildschirm zwischen zwei Missionen
  • „AC: Valhalla“: beim zweiten Start nur schwarzer Bildschirm, dann Crash ins Hauptmenü. Beim dritten Versuch hats dann geklappt und trat nicht wieder auf.
  • „Gears of War 2“: Dreimal nach den anfänglichen Hersteller-Logos in Menü gecrasht. Beim dritten Crash war kurz ein weißer Bildschirm mit dem Schriftzug „360 Informationen (oder so Ähnlich) werden abgerufen“. Seitdem einwandfrei, aber eben ohne Speichermöglichkeit (siehe weiter oben)

Insbesondere „AC: Valhalla“ steckt zum aktuellen Zeitpunkt (Stand 18.11.2020) noch voller Bugs, wofür die XBOX grundsätzlich nichts kann. Man bleibt an Wänden hängen und stirbt hierdurch einfach irgendwann oder man läuft mitten auf der Straße und zack sitzt man plötzlich in einer Feuerschale und geht kaputt. Auch die KI hat stellenweise enorme Aussetzer und bleibt in Wänden stecken haut stets in die falsche Richtung. Ärgerlich, aber es besteht Hoffnung auf Patches – schließlich waren die meisten Teile der Reihe am Anfang nicht frei von Fehlern.

Bei „Call of Duty: Ghosts“ (ein normaler XBOX One-Titel) ist das Laufwerk besorgniserregend laut geworden und der Einzug bzw. Auswurf hat danach geklemmt. Nach einem Neustart war es wieder okay. Die Disc war sauber und ohne Kratzer – ich werde das Verhalten im Auge behalten. Laut YouTube bin ich nicht allein.

Zwischenfazit

Jede neue Konsole hat am Anfang ein paar Kinderkrankheiten und die „Series X“ macht zumindest bei mir keine Ausnahme. Grundsätzlich waren die kleinen Macken aber allesamt zu verkraften und ich hatte schon Einiges an Spaß mit dem neuen Gerät. Zwar lassen echte „Next-Gen“-Veröffentlichungen noch auf sich warten, aber die bisher gezeigten Werke verschaffen einen sanften Ausblick auf das Kommende.

Toll ist auch die Aussicht auf Optimierung älterer Games, die dann – sofern sie es nicht eh schon tun – mit höherer Auflösung und/oder höheren Frameraten laufen werden. Beispielsweise „Ghosts“ kam mir schon viel geschmeidiger und absolut ruckelfrei vor. Dabei bleibt das Teil immer schön leise und relativ kühl.

Aufgrund der eingeschränkten Spieleauswahl können Gelegenheitsspieler erst einmal aufatmen und auf bessere Verfügbarkeit warten. Bislang gibt es noch keine unausweichlichen Kaufargumente, aber als Technikfan musste ich einfach schon zugreifen und habe nun die Möglichkeit meinen „Pile of Shame“ (sprich bisher unbespielten XBOX One Spiele) mit gegebenenfalls besserer Performance nachzuholen.

Mit meinen Anschlusstrick (siehe Bericht) funktioniert auch das Zusammenspiel mit dem ASTRO A50 Headset ganz ausgezeichnet und auch hier ist der Sound (besonders bei CoD) eine Wucht.

Getestet wurde die Series X auf einem LG 75″ 4k TV und einem Optoma 4k Beamer, die Soundwiedergabe erfolgte auf einem Marantz AVR in Dolby Atmos und auf einem ASTRO A50 Headset.

Microsoft, XBOX, Call of Duty, Assassins Creed, Watch Dogs etc. sind eingetragene Marken.

Call of Duty: Black Ops Cold War (XBOX Series X)

Inhalt

Wir schreiben die 80iger und die Zeiten des Kalten Krieges. Der Spieler übernimmt die Rolle eines amerikanischen Agenten und muss sich durch verschiedene Schauplätze, wie beispielsweise die DDR, Russland oder Vietnam schlagen. Ziel ist die Verhinderung eines möglicherweise geplanten Anschlags mit Atomwaffen…

Gameplay

Wer „Call of Duty“ kennt, dem muss man zum Gameplay an sich nicht viel erzählen. „Cold War“ reiht sich nahtlos in die bisherige Reihe ein und Bedarf für Veteranen keine große Einarbeitung. Die Steuerung ist genretypisch simpel und selbst nach etwas Abstinenz wieder schnell im Griff.

Hoch anrechnen möchte ich die vergleichweise krasse Abwechslung, die man bei solcher Art von Shootern nur selten findet. Neben dem stumpfen Ballern gibt es Schleich- und Fahreinlagen, dazwischen die Kontrolle über Hubschrauber oder das Hantieren mit ferngesteuerten Bomben. Dies geht alles easy von der Hand und sorgt dank jeweils kompakter Abschnittslänge für enorme Kurzweil. Bei früheren Serienteilen habe ich mich durch einige Szenen gequält, doch hier hat rundum alles Spaß bereitet.

Spielzeit

Da ich ausschließlich „Offline-Spieler“ bin, habe ich mich erneut auf die Geschichte konzentriert und konnte die packende Handlung in rund fünf Stunden hinter mir lassen. Das ist im Anbetracht des Preis-/Leistungsverhältnis (immerhin kosten die Titel für die neuen Konsolen rund 70-80 Euro) nicht gerade erbaulich und hinterlässt einen kleinen Beigeschmack. Jedoch muss ich sagen, dass ich in letzter Zeit selten so viel Spaß mit einem Spiel hatte und die wenigen Stunden ohne Längen daher kamen. Der Wiederspielwert ist insofern gegeben, da der Spaßfaktor so hoch war und es schließlich noch kleinere Entscheidungen gab, die den Verlauf etwas verändern.

Präsentation

Nachdem mich „Assassin’s Creed Valhalla“ und „Watch Dogs 3“ noch nicht richtig von der Leistung meiner neuen „Series X“ überzeugen konnten, bietet das neue „Call of Duty“ immerhin einen Hauch von „Next-Gen-Feeling“. Die 4k-Grafik ist detailreich, toll beleuchtet und bietet grandiose Effekte wie Mündungsfeuer oder umherfliegende Gegenstände bei den Gefechten. Hin und wieder schleichen sich grob texturierte Objekte ins Bild, doch sind die aufgrund ihrer Seltenheit nicht der Rede wert.

Die Gesichter und Haare unserer Protagonisten wirken etwas puppenhaft seltsam, doch ich hoffe, dass es hier im Laufe der Zeit weitere Verbesserung bei den Nachfolgern gibt. Insgesamt wirken Figuren und Settings aber glaubwürdig und filmreif in Szene gesetzt.

Die Soundkulisse war ebenfalls sehr gut. Tolle Waffengeräusche und teilweise epische Musikstücke haben mehr als einmal für Gänsehaut gesorgt. Dazu paart sich eine solide deutsche Synchronisation, die ein Umstellen der Sprache nicht nötig macht und durchwegs gefiel.

Positiv:

  • spannende Handlung
  • tolle Inszenierung
  • hübsche Grafik mit tollen Lichteffekten
  • flottes Gameplay
  • Gefechte gehen super von der Hand

Neutral:

  • Series X kommt nicht ohne Ladezeiten und ein paar grobe Texturen aus
  • Story-Twist relativ vorhersehbar

Negativ:

  • Kampagne extrem kurz
  • gelegentliche Abstürze in den Ladescreens
  • Preis-/Leistungsverhältnis fragwürdig

Fazit

Weg von den Weltkriegen und rein in andere Schlachten. Waren die bisherigen Vertreter der beliebten Reihe eigentlich schon immer recht gut, legt „Cold War“ nicht nur dank der neuen Konsolengeneration eine kleine Schippe drauf. Die Handlung war aufregend erzählt und bot einige wirklich erinnerungswürdigen Momente parat. Die Mischung aus ruhigeren Passagen und wilder Action war perfekt ausbalanciert und oftmals fühlte ich mich wie in einem waschechten Agentenfilm. Selten waren Sniper-Missionen interessanter und selten fühlten sich tobende Häuserschlachten so toll beherrschbar wie hier an. Das Spiel entfachte einen gewaltigen Sog und musste in gerade einmal zwei Sessions durchgesuchtet werden.

Genrefreunde sollten unbedingt reinschauen, auch wenn die Singeplayer-Spielzeit in einer eher schlechten Relation zum hohen Kaufpreis steht. „Cold War“ ist diesbezüglich aber mein bisher liebster Titel und da drücke ich gerne ein Auge zu. Bei nächster Gelegenheit wird die Kampagne einfach nochmal gezockt und die verschiedenen Abzweigungen ausgetestet. Ausnahmsweise würde ich mir mehr Story-DLCs wünschen, um mit der hochwertigen Technik noch einmal ins wilde Geschehen abzutauchen. Nun bin ich gespannt, was uns in der Zukunft noch alles im Shooter-Genre erwartet und freue mich über diesen mehr als gelungenen Einstieg.

Grafik: 8,5/10
Sound: 8,5/10
Gameplay: 8/10
Gesamt: 9/10

Fotocopyright: Activision

Microsoft XBOX Series X Unboxing

Wir schreiben den 10.11.2020 und die erste Konsole der neuen Generation ist bereits bei mir eingetroffen. Ich möchte euch noch gar nicht großartigen Werbetexten aufhalten und direkt ein paar Bilder liefern. Ein ausführlicher Erfahrungsbericht zur XBOX Series X werde ich sicherlich in den nächsten Wochen nachreichen.

Hier die Bilder:

Fotocopyright: hard-boiled-movies.de

Ryse: Son of Rome (PC, XBOX One)

Inhalt

Die Barbaren sind im mächtigen Rome einmarschiert und sorgen für Ärger. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Legionär Marius Titus und muss die Ordnung in seiner Heimat wieder herstellen…

EInleitung

„Ryse“ war einer der Release-Titel, die ich mir damals zu meiner brandneuen XBOX One am allerersten Tag der Veröffentlichung zugelegt und trotz durchwachsener Kritiken (und mangels Alternativen) bis zum bitteren Ende durchgezockt habe. Jahre später habe ich dann auch die PC-Variante günstig in einem Sale erworben – und mich nun aufgrund der genialen „Barbaren“-Serie auf Netflix (Link) zu einem verspäteten Review überredet. Ich weiß, dass der Titel aufgrund seines einfachen Kernes teilweise vernichtende Kommentare erntete, doch letztlich ist das Ding gar nicht mal so übel.


Gameplay

Für ein damals großes „Next-Gen“-Spiel war das Gameplay von „Ryse“ im Grunde äußerst simpel. Der Spieler steuert seinen römischen Recken aus der 3rd Person-Perspektive ud schlägt per simplen Tastendruck zu oder rollt sich in Deckung. Man wandert durch schlauchartig aufgebaute Level und bekommt dabei nur wenig Erkundungsfreiheit oder komplexe Rätsel zugesprochen. In der Regel reduziert sich alles auf das simple Ausmerzen von Gegnern und dem Erreichen eines neuen Abschnitts. Beste „Brawler“-Manier also.

Etwas Tiefe bringen allerdings die taktisch angehauchten Elemente, wie Ausweichen oder Blocken – was zumeist durch farbliche Markierung der Feinde signalisiert wird. Sprich, wird der Gegner grün rumrandet, gilt es möglicht schnell die passende Taste auf dem Gamepad zu drücken und so idealerweise eine Kette auszulösen. Bei vielen Kämpfen (und vor allem den größeren Zwischengegnern) ist diese Vorgehensweise unabdinglich. Dumpfes Draufkloppen führt dann nur selten zum Erfolg.Eigentlich sind die Gefechte schon irgendwo als „Quicktime-Events“ zu verbuchen, aber gelegentlich (besonders beim Finale) gibt es richtige „rechtzeitiges Drücken der Taste“-Aktionen, bei denen Übung unabdingbar ist. Während ich mit dem Kampfsystem nach kurzer Zeit prima zurechtkam, wirkten diese echten Geschicklichkeitstests extrem nervig.

Die Spielzeit betrug etwa 6 Stunden, die trotz angespochener Monotonie durch abwechslungsreiche Levels und filmreife Inszenierung nie wirklich langweilig erschien.


Präsentation

Die Präsentation ist sicherlich die allergrößte Stärke von „Ryse“. Audiovisuell wurde die neue Konsolengeneration prachtvoll eingeleitet und macht auch heutige (insbesondere auf dem PC in 4k) noch Einiges her. Die Figuren schauen fantastisch aus und manch Kulisse lädt zum ausgiebigen Bestaunen ein. Detailreiche Hintergründe (besonders in Rom) sorgen für offene Münder und waren damals ein tolles Mittel, um Kollegen von der Power der XBOX zu überzeugen. Die wechselnden Wetterlagen vermittelten zudem ein großartiges Gefühl für kalte Wälder oder mächtige Städte.

Der Sound leistete sich ebenfalls keine Patzer und kommt mit gefälligen Kampfgeräuschen und eingängigen Stücken daher. Besonders die Untermalung in der Arena war äußerst stimmig.


Positiv:
– audiovisuell noch immer beeindruckend
– filmreife Inszenierung
– eingängige Steuerung, guter Flow im Kampf
– abwechslunsgreiche Kulissen
– witziges Figurendesign
– Detailreich ohne Ende


Neutral:
– Mechanik sehr simpel
– viele Zeitlupenmomente
– wenig Erkundungsmöglichkeiten
– vereinzelt knifflige Auseinandersetzungen


Negativ:
– „Quicktime“-Event-Finale
– Schlauchlevels
– mangelde Abwechslung beim Gameplay
– überschaubare Spielzeit
– oft wiederholende Gegenertypen


Fazit

Rein technisch war „Ryse“ für mich seinerzeit ein Fehlkauf und über das simple Gameplay war ich bereits im Vorfeld informiert. Man könnte den Titel durchaus als Blender bezeichnen, aber ich hatte wirklich meinen kurzweiligen Spaß an den optisch eindrucksvollen Schlachten und blieb bis zum opulenten Finale bei der Stange. Ich mochte schon immer derartige Genrevertreter und habe mich schnell mit dem schlichten Kern der Sache abgefunden. Ähnlich tickende Spieler werden sicherlich auch ihre Freude an diesem denkwürdig inszenierten Spektakel haben und mit den passenden Erwartungen nicht allzu enttäuscht werden. Klar hatte man bei Release vielleicht etwas Komplexeres erhofft, doch unterm Strich gab es einen kurzweiligen Trip ins alte Rom – welcher in vielerlei Hinsicht im Gedächtnis blieb.

Grafik: 9,5/10
Sound: 8/10
Gameplay: 6/10
Gesamt: 8/10

Fotocopyright: Crytek

Microsoft und XBOX One sind eingetragene Marken.

Resident Evil 3 (PC/XBOX One/PS4)

Inhalt:

Die Ereignisse von Resident Evil 3 setzen nur kurz nach dem Vorgänger ein und verfrachten den Spieler in das von Zombies überrannte Städtchen „Raccoon City“. Man spielt abwechselnd mit Jill Valentine und Carlos Oliveira, um den umkämpften Impfstoff zu finden, bevor Übeltäter „Umbrella“ das gesamte Gebiet dem Erdboden gleich macht…

Fazit:

Schon das Remake des Vorgängers konnte in allen Belangen (technisch, spielerisch) überzeugen und dank einiger neuen Gameplayelementen für kleinere Überraschungen sorgen. Die Neuauflage von Teil 3 (der mich übrigens auf der Playstation 1 damals nicht so recht begeistern konnte) greift die Tugenden auf und schraubt besonders am Pacing ein wenig herum.

So spielt sich Resident Evil 3 wesentlich flüssiger, actionreicher und mit überschaubarem Backtracking. Es gibt keinerlei ernsthafte Rätsel und passende Schlüssel finden sich immer auf dem Weg. Selten müssen vergangene Schauplätze erneut aufgesucht oder komplizierte Austauschaktionen (man erinnert sich an Wappen und Rubine) durchgeführt werden. Zwar kann man jederzeit zu fast allen Räumlichkeiten zurück (um etwa zuvor geschlossene Spinde oder Tresore zu öffnen), essentiell ist dies aber kaum (oder zumindest auf höheren Schwierigkeitsstufen vielleicht).

Die Anmutung eines kurzweiligen Actionstreifens wird nicht nur durch einige rasante Scriptszenen, sondern auch durch die überschaubare Spielzeit unterstrichen. Für den ersten Durchgang habe ich keine 5 Stunden benötigt – und dabei noch relativ viel an Material eingesammelt. Auf mittleren Schwierigkeitsgrad war das Spiel easy beherrschbar, lediglich beim Experimentieren von Endboss-Taktiken geriet man hin und wieder kurz ins Straucheln. Ansonsten ist der Titel sehr gradlinig und lädt höchstwahrscheinlich wieder zu witzigen Speedruns ein.

Grafisch ist Capcom wieder eine Augenweide gelungen. Die Engine des Vorgängers schaut größtenteils immer noch hervorragend aus und läuft in 4K (getestet habe ich die PC-Version) butterweich. Gelegentlich stolpert man über ruckelnde Figuren im Hintergrund oder mangelhaft texturierte Plakate, insgesamt schaut man drüber hinweg und verliert nicht die Immersion.

Resident Evil 2 war damals beim Lieblingsteil der Reihe und obwohl das Remake im vergangen Jahr nicht ganz den alten Glanz erreichte, wurde die Messlatte sehr hoch gelegt. „Nemesis“ macht eigentlich ebenso alles richtig und gefällt trotz gesteigerter Gradlinigkeit und weniger Knobeln deshalb genauso gut. Manche Kritiker sehen vielleicht einen minimalen Qualitätsabfall (meckern auf hohem Niveau), doch für mich stehen die Neuinterpretation in etwa auf gleichem Level. Serienfreunde greifen zu, alle Anderen warten auf „Verramschung“, die beim Vorgänger ziemlich schnell aufgetreten ist. Nun freue ich mich auf launige Speedruns – insbesondere von den Kollegen bei den Rocketbeans…

Grafik: 8,5/10
Sound: 7/10
Gameplay: 7/10
Gesamt: 8/10

Testsystem:
AMD Ryzen 7 2700 Eight-Core CPU
AMD Radeon RX Vega
16 GB RAM
Windows 10 (64 Bit)
SteelSeries »Arctis 9X« Gaming-Headset
Installation auf SSD-Festplatte

Fotocopyright: Capcom