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Schlagwort: Will Smith

Gemini Man

Inhalt:

Henry ist ein in die Jahre gekommener Auftragskiller, der sich überraschenderweise nun selbst auf der Abschussliste befindet. Obwohl er noch relativ fit ist, kann er kaum mit seinem Verfolger Schritt halten und findet alsbald heraus, warum dies der Fall ist…

Fazit:

Will Smith geht eigentlich immer und sein Name steht für gewisse Qualität. Auch wenn die Handlung von „Gemini Man“ nicht vollkommen neu ist, durfte man sich doch immerhin auf rasante Action freuen und wurde streckenweise recht gut bedient.

Nach launigen Auftakt flacht der Streifen ein wenig ab, um sich dann nach und nach neu zu Positionieren. Die zu Grunde liegende Prämisse wird glücklicherweise relativ schnell geklärt, so dass es an das Aufdecken der Hintergründe geht. Dies geschieht überwiegend kurzweilig, wenngleich nicht immer extrem spektakulär. Die Action wurde äußerst schnell, aber auch witzig inszeniert, was der Kurzweil ungemein zu Gute kam. Natürlich wird hierbei der Realismus eher klein geschrieben, bei derart gelagerten Filmen ist dies zu verschmerzen.

Will Smith gefiel wie eh und je. Seine Doppelrolle hatte extrem gute Momente zu bieten, besonders was Verfolgungsjagden oder Schlägereien betrifft. Dank moderner Technik schienen die gemeinsamen Auftritte absolut nahtlos und rissen nicht durch schlechte Doubles aus der Illusion. Amüsante Dialoge gabs bei den „Beiden“ obendrein.

Ich hab eine Schwäche für Smith und ich liebe unterhaltsame Actionfilme und trotzdem mag der Funke bei „Gemini Man“ nicht so richtig überspringen. Einige Szenen sind echt toll gemacht und lassen die doch eher mäßige Story gut verdrängen, aber nach der Sichtung keimte keine sonderliche Begeisterung auf. Für mal eben Zwischendurch absolut brauchbar, für meine Sammlung jedoch verzichtbar. Unterm Strich ein solider Titel, der irgendwie auch besser konstruiert sein könnte. Vielleicht habe ich vom hochgelobten Regisseur Ang Lee („Tiger & Dragon“) einfach mehr erwartet.

6,5/10

Fotocopyright: Paramount Pictures (Universal Pictures)

I Am Legend

Inhalt:

Eine schlimme Seuche hat einen Großteil der Menschheit dahin gerafft. Dr. Robert Neville scheint nun der einzige Überlebende in New York zu sein und kreiert sich in seiner Einsamkeit einen eigenen Mikrokosmos, um nicht endgültig den Verstand zu verlieren. Er versucht nebenbei herauszufinden, warum manche überdies Bürger zu seltsamen Kreaturen mutiert sind und wird dabei von ihrer steigenden Intelligenz überrascht…

Fazit:

Als ich gestern am Filmregal vorbeigewandert und die Scheibe von „I Am Legend“ in den Händen hielt, war mir im ersten Moment gar nicht klar, wie sehr die Bilder ein mulmiges Gefühl in diesen Zeiten entfachen. Das menschenleere New York war seinerzeit nicht nur erstklassig inszeniert, sondern sorgt heute für richtige Schauer beim Erhaschen von Parallelen zu aktuellen Ereignissen. Die Sichtweise hat sich grundlegend verändert.

So glaubwürdig und angenehm trostlos das Werk allerdings scheint, umso mehr hauen einige technische Macken aus der sonst so perfekten Immersion. Schon bei Veröffentlichung konnten die Mutanten die Herkunft aus dem Computer nicht verleugnen und wirkten wie Fremdkörper. Während die Tiere noch stimmig ausschauen, reißen die versuchten Menschen komplett aus dem Geschehen und sorgen für Punktabzug.

Bei wiederholtem Schauen packt die Handlung natürlich nicht mehr wie am ersten Tag, trotzdem wird man noch passabel in den Bann gezogen. Hier handelt sich ja um eine Neuverfilmung, die halt in erster Linie mit ihren technischen Möglichkeiten zu begeistern wusste und durch starke Aufnahmen immer wieder fasziniert.

Will Smith machte seine Sache erwartungsgemäß gut und beeindruckt mit durchtrainiertem Körper, der ihm bei seinen Ausflügen zu den Monstern ungemein zu Gute kommt. Man kann sich hervorragend in seine Figur hineinversetzen und erhält dank nett gemachter Rückblenden umso mehr Einblicke in seine Verhaltensweisen. Das Teamspiel mit seinem Hund ist genial, wie gefühlvoll. Der stumme Begleiter platziert sich als wichtiger Angelpunkt im Leben des Protagonisten und wächst dem Zuschauer ebenso schnell an Herz.

Der Stoff mag nicht neu sein und die Umsetzung einige Makel haben, dennoch packen verlassene Flugzeugträger und eine toll visualisierte leere Großstadt immer wieder. „I Am Legend“ hat sicherlich einiges an Potential verschenkt (insbesondere was das Finale betrifft – selbst in der alternativen Schnittfassung), gewisse Sympathie sei ihm gewiß. Das Zusammenspiel von Mensch und Tier ist hier ein echtes Highlight und bei Weitem nicht so aufgesetzt, wie bei manchen Mitstreiter. Wer beklemmende Endzeit ohne großartige Action ala „Mad Max“ sehen möchte, ist hier jedenfalls bestens aufgehoben.

7/10

Fotocopyright: Warner