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Schlagwort: Stephen King (Seite 1 von 2)

Stephen Kings Doctor Sleeps Erwachen

Inhalt

Seit seiner traumatischen Kindheit wird Danny Torrance von seltsamen Visionen geplagt und hat den Umgang damit über die Jahre irgendwie erlernt. Er heuert in einem Hospiz an und gibt dank seiner besonderen Fähigkeiten einen hervorragenden Sterbegleiter. Eines Tages jedoch wird er von einem Mädchen mit ähnlichen Kräften um seine Hilfe auf der Suche nach einem vermissten Jungen mit abermals ähnlichen Begabungen gebeten…

Fazit

Fortsetzungen von großen Klassikern sind immer eine Sache für sich – zumal wenn die Vorgänger schon etliche Jahre auf dem Buckel haben und seinerzeit in sich vollkommen stimmig und abgeschlossen waren. Trotz der erneuten Vorlage von King waren die Bedenken bei „Doctor Sleep“ im ersten Moment sicherlich gerechtfertigt, doch nach wenigen Minuten glücklicherweise vollkommen in Rauch aufgelöst.

„Doctor Sleeps Erwachen“ ist Fortsetzung und liebevolle Hommage in Einem. Der Film macht über knappe zwei Stunden sein komplett eigenes Ding und fährt am Ende mit einem gelungenen Nostalgiefaktor auf – ohne direkt bei „Shining“ abzukupfern. Er recycelt zwar alte Locations, doch im neuen Kontext wirken sie frisch und absolut passend. Die Verwendung alter Schnipsel wirkt nicht erzwungen, sondern konkret in die neue Handlung eingebettet – und herrlich schaurig.

Der Grundton war jederzeit düster und beklemmend. Selbst in strahlenden Szenarien mit warmen Farbtönen fühlte man stets einen seltsamen Unterton – und das hat so richtig in seinen Sog gezogen. Man konnte viele Elemente auf den ersten Blick noch nicht greifen, hatte dennoch ein Interesse an deren Aufklärung. Während ich bei manch verwirrendem Konkurrenten durchaus mal schnell die Lust verliere, hielt mich „Dr. Sleep“ mit seiner eigenen, unvergleichbaren Art an den Schirm gefesselt.

Ewan McGregor ist eigentlich immer eine sichere Bank und auch hier war Verlass auf sein Talent. Obwohl wir ihn im Kopf bereits mit vielen anderen Rollen assoziieren, konnte man sich hier prima mit ihm als Danny Torrance anfreunden. Er gab seiner Figur jede Menge Sympathie und Verständnis – was übrigens auch für die anderen ausgezeichneten Akteure galt. Alle harmonierten hier wunderbar miteinander und selbst die kleinste Nebenrolle wurde mit Sorgfalt besetzt.

Mit seiner deutlichen Überlänge setzt „Doctor Sleep“ ein klares Zeichen. Er ist kein seichter Spaß für Zwischendurch – sondern ein äußerst stimmiges Werk, welches eine gewisse Aufmerksamkeit erfordert und dafür angenehm in seine großartig inszenierte Geschichte zieht. Ich habe mich jedenfalls keine Sekunde gelangweilt und gebe nicht nur allen Fans von Jack Torrance eine uneingeschränkte Empfehlung. Eine Sichtung von „Shining“ ist zudem nicht unbedingt nötig – der Tiefe und den Anspielungen schadet eine Vorkenntnis jedoch nicht. Man hätte es kaum gedacht, aber diese King-Adaption ist DAS großartige Horror-Spektakel, welches ich mir eigentlich von der Neuverfilmung von „ES“ erhofft hätte.

8,5/10

Fotocopyright: Warner

The Stand – Das letzte Gefecht (2020) – Staffel 1

Inhalt

Eine schlimme Seuche hat 99 Prozent der Erdbevölkerung dahin gerafft und die wenigen Überlebenden ziehen nun mehr oder weniger zerstreut umher. Diese Menschen sind allerdings durch ihre Träume verbunden. Während die Einen darin von der gutmütigen Abagail Freemantle erfahren, werden die Anderen von dem geheimnisvollen Randall Flagg in das noch immer sündige Las Vegas abgerufen…

Fazit

Das Buch besitze ich seit meiner Kindheit, doch bis dato habe ich es nie über das erste Viertel heraus geschafft. Die Geschichte an sich ist zwar recht interessant, doch der dicke Wälzer stellenweise etwas langatmig geraten. Gefreut habe ich mich dann damals über die erste TV-Umsetzung, welche man sich vorab in der Videothek auf VHS geliehen und durchgesuchtet hatte.

Seit Jahren verfolgt man nun schon die Entwicklung einer Neuinterpretation – und statt einem angeblichen Kinofilm von Ben Affleck ist es nun wieder ein Serienformat geworden, welches augenscheinlich dem umfangreichen Stoff etwas gerechter zu werden schien.

Zuerst möchte ich sagen, dass mir beide Apdationen recht gut gefielen. Jede hat ihre Stärken und Schwächen, doch der Kern ist bei allen gleich. King liefert uns hier eine epische Geschichte, in der sich Gut und Böse gegenüber stehen und das Ende der Menschheit endgültig bevorsteht. Beide Fraktionen besitzen ihre charismatischen Anführer und das Thema Versuchung nimmt dabei einen gewissen Stellenwert ein.

Erwartunsggemäß nimmt sich die aktuelle Verfilmung etwas mehr Zeit, um Details und Figuren besser auszuarbeiten und krempelt dabei die Erzählstruktur ein wenig um. Stand damals der Weg im Fokus, sind hier die Überlebenden bereits an ihren Zielen angekommen und durch Rückblenden erfahren wir mehr über deren Schicksale. Die höhere Episodenanzahl bringt jedoch auch kleinere Längen mit sich, die aber zum Glück immer wieder schnell vorüber gehen und durch einen guten Spannungsbogen (trotz bekannter Handlung) immer wieder überspielt werden. Man bleibt auf jeden Fall bis zum bitteren Ende am Geschehen und kann gut eine Folge nach der anderen wegschauen.

Technisch gibt sich die Produktion hochwertig. Zwar sind nicht alle Computereffekte absolut State-of-the-Art, aber insgesamt hinterließ alles einen mehr als guten Eindruck. Durch den leicht veränderten Ablauf wirkt das Epos sowieso etwas zeitgemäßer, obgleich dies in dieser Form nicht unbedingt nötig gewesen wäre. Man möchte so vielleicht etwas mehr Komplexität vortäuschen und sich von der ersten Adaption deutlicher abheben, aber das geht in Ordnung.

Mein größter Kritikpunkt ist der Cast. Ich halte eigentlich viel von Whoopi Goldberg oder Alexander Skarsgård aber hier wollten sie nicht so recht ins Geschehen passen. Gerade Skarsgård erschien mir als Bösewicht trotz einiger wirklich cooler Momente einfach nicht charismatisch genug. Irgendwie verbinde ich Jamey Sheridan im lässigen Jeans-Outfit mit dieser Rolle, der mit seinen unkonventionellen Auftritt seinerzeit für echte Begeisterung sorgte. Der Rest erledigt seinen Job jedoch sehr gut und auch die Synchro (so eine Sache in den letzten Monaten) hat gefallen. Im Vergleich erscheinen hier einige Figuren fast schon zu hübsch und geleckt – aber damit hat nicht nur „The Stand“ aus 2020 zu kämpfen.

Wie bereits erwähnt sind beide bisher gesehenen Umsetzungen des wuchtigen Buches eine runde Sache. Mir persönlich hat jedoch die etwas straffere und sympathischer besetzte alte TV-Fassung einen Ticken besser gefallen – obgleich die Neuauflage aus heutiger Sicht wesentlich zeitgemäßer daher kommt. Ich mag den alten Charme und die gradlinigere Erzählweise etwas mehr, doch schlecht ist die 2020er-Version auf keinen Fall. Fans schauen sowieso Beides und lesen die noch immer erschreckend aktuelle Vorlage. Neueinsteiger hingegen greifen vielleicht besser zur modernen Adaption, da sie wohl mehr den derzeitigen Sehgwohnheiten und Technikansprüchen gerecht wird.

7,5/10

Fotocopyright: Starzplay

Stephen King: Moral

Inhalt

Chad und Nora sind ein normales Ehepaar, dass hin und wieder mit finanziellen Sorgen zu kämpfen hat. Sie schlagen sich beide als Aushilfslehrer durch und Chad versucht nebenher noch an seinem Buch zu arbeiten. Plötzlich bekommen die beiden ein unmoralisches Angebot, welches die Geldsorgen auf nächste Zeit locker beseitigen könnte…

Fazit

Die Geschichte klingt zunächst etwas anzüglicher, als sie eigentlich ist – befremdlich war das Spektakel allerdings schon auf eine seltsame und irgendwie fesselnde Weise.

Obwohl bereits der Buchtitel deutlich auf das Thema „Moral“ hinweist, werden dem Leser jedoch relativ leicht verdauliche Entscheidungen präsentiert – die jetzt nicht unbedingt zum Hadern mit sich selbst aufrufen und nur lediglich einige „Verstöße“ der Protagonisten aufzeigen.

Trotz oder wegen seiner seltsamen Prämisse fesselt die kleine Geschichte bis zum bitteren Ende. Die paar wenigen Aktionen und Wendungen waren schlecht vorhersehbar und deshalb so spannend zu lesen. Die Texte waren gut geschrieben und typische King-Ausdrucksweise verrieten die Handschrift des Meisters.

Über die Glaubwürdigkeit der Geschichte lässt sich sicherlich streiten, doch ganz in die Ferne würde ich die Handlung nicht unbedingt schieben. „Moral“ ist eine kleine, feine und ungemein packende Angelegenheit – dir mir zwar wenig über das namensgebende Thema vermittelt hat, aber zwei äußerst unterhaltsame Mittagspausen beschert hat.

8/10

Stephen King: Das Pfefferkuchen-Mädchen

Inhalt

Der Tod des Babys war auch gleichzeitig der schleichende Tod ihrer Beziehung. Als es Emily zu Hause einfach nicht mehr aushält, taucht sie in Strandhaus ihres Vaters ab und sucht ihr Glück beim Laufen…

Fazit

Eigentlich wollte ich die Inhaltsangabe noch einen kleinen Ticken ausführlicher gestalten, doch dann wäre bei dieser kurzen Geschichte einfach zu viel verraten worden. Es sei jedoch gesagt, dass sich die Handlung ab einem gewissen Punkt dramatisch verändert und so mit den bis dato gedachten Erwartungen bricht.

Die Wendung mag an sich schon krass, aber erzähltechnisch nicht unbedingt neu sein – doch sie wertet das Geschehen ungemein auf und verleiht dem anfänglich eher ruhigen Geschehen einen ordentlichen Turbo. Entsprechend hoch dann auch die Spannungskurve, die bis zum bitteren Ende in hohen Regionen verweilt und den Zuschauer überdies mit einigen blutigen Details versöhnlich stimmt.

Der Schreibstil ist gewohnt gut und man fühlt den echten King vor sich. Die geschmacklosen Passagen wurden bildhaft umschrieben und der Kopf kann diese Elemente prima zum Leben erwecken. Auch fühlt sich die Wortwahl passend an und man fühlt sich gleich wie zu Hause – was ich von anderen Stories des Meisters zuletzt nicht immer behaupten konnte.

„Das Pfefferkuchen-Mädchen“ ist eine unverkennbare Geschichte aus der Feder von King und macht nach drögen Auftakt so richtig Spaß. Klar wird hier wenig bahnbrechend Innovatives aufgetischt, doch der Kurzweil ist dies nicht abträglich. Wer wieder eine etwas härtere Angelegenheit schmökern möchte, liegt hier jedenfalls goldrichtig und dürfte am Ende trotz aller Grausamkeiten fröhlich gestimmt sein.

7,5/10

Stephen King: LTs Theorie der Kuscheltiere

Inhalt

TS erzählt den Kollegen, wie ihn seine Frau verlassen hat. Er kam von der Arbeit nach Hause und fand nur einen Zettel am Kühlschrank vor. Er sinniert darüber, wie es soweit gekommen war – und ob deren Haustiere nicht einen Teil dazu beitrugen…

Fazit

Nicht jede Kurzgeschichte von Horrormeister King kann ein Highlight sein und so gehört „LTs Theorie der Kuscheltiere“ für mich definitiv nicht dazu. Auch wenn sich das Geschriebene relativ gut gelesen hat, war es nicht frei von Längen und vor allem nicht immer sonderlich interessant.

Zu Beginn ist das Sinnieren über besagte Haustiere noch ganz witzig, doch ab einem gewissen Punkt fehlt einfach die Abwechslung. Es werden die immer gleichen Dinge thematisiert und die anfängliche Euphorie flacht schnell ab. Die Geschichte steht vor der Belanglosigkeit und selbst eine grobe Hintergrundgeschichte um einen Axtmörder peppt den Hauptteil einfach nicht auf.

Die Charaktere blieben flach und austauschbar – obwohl ja zumindest einer aus seiner Sicht darüber spricht. Es wird viel gelabert, aber nicht immer zum Punkt gekommen. Der Verlauf hat Hänger und erscheint selbst für eine Kurzgeschichte somit relativ ineffizient.

Der Titel klang irgendwie interessant und erinnerte wohl nicht rein zufällig an ein anderes bekanntes Werk des Autors, doch für meinen Geschmack ging es zu langatmig zur Sache. So manche Idee war nett, aber zu unausgegoren umgesetzt. Ansätze von schwarzem Humor waren zugegen, aber zu uninteressant umschrieben. Für mich klarer Durchschnitt und keine Pflichtlektüre.

5/10

Stephen King: Der Finger

Inhalt

Eines Abend bemerkt Howard Mitla komische Kratzgeräusche aus dem Bad. Zu seiner Verwunderung entdeckt er daraufhin einen abgetrennten Finger der quicklebendig scheint. Statt seiner Frau davon zu berichten, versucht er den Störenfried auf jedoch auf eigene Weise loszuwerden…

Fazit

„Der Finger“ ist ein echter King, was man an vielen Merkmalen deutlich herauslesen kann. Die Geschichte ist frech und flott formuliert und der Inhalt rund um das abgetrennte Körperteil herrlich verrückt.

Natürlich sollte man bei einer Kurzgeschichte wieder keine ausführlichen Charakterzeichnungen oder komplexe Handlung erwarten, doch zumindest bei der Erklärung seiner Figuren gab man sich schon die nötige Mühe und vergaß auch glücklicherweise den Humor nicht.

Sicherlich ist die Handlung recht bizarr und Aktionen darin nur bedingt nachvollziehbar, doch der Unterhaltungswert ist auf jeden Fall durchwegs gegeben. Der Text insgesamt ist sehr gut verständlich, bildlich umschrieben und jederzeit klar. Wir wissen stets, wer gerade spricht oder etwas tut.

Kurze Geschichte, kurzes Fazit. Für mich gehört „Der Finger“ zu den besseren Mini-Werken von King und hat mich mit seinem ungewöhnlichen Inhalt sehr gut bei Laune gehalten. Das Teil hat sich prima gelesen und nicht selten zum Schmunzeln angeregt. Fans kommen auf jeden Fall auf Ihre Kosten.

7/10

Stephen King: Der Jaunt

Inhalt

In naher Zukunft ist das Teleportieren von Punkt A zu Punkt B eine Selbstverständlichkeit geworden. Als die Familie von Mark Oates zum ersten mal auf eine solche Reise geht, fragen sie dem Vater vor dem „Abflug“ einige Löcher in den Bauch. Dieser versucht die Entwicklung dieser Technologie möglichst kindgerecht zu erklären…

Fazit

Mit „Der Jaunt“ (so der Name für dieses Teleportieren) liefert King mal wieder eine witzige Kurzgeschichte für Zwischendurch ab. Diese ist wirklich spannend und recht einfach verständlich geschrieben, dass es keine Verständigungsprobleme – dafür aber hohe Sogkraft und einige Schmunzler gab.

Obwohl mich das Thema zunächst gar nicht so recht interessiert hat, konnte King mich mit tollen Gedankenbildern und einer einigermaßen glaubhaft konstruierten Historie überzeugt und zum „dranbleiben“ überredet.

Bei der Handlung an sich dreht es sich hier mehr um eine Geschichte in der Geschichte. Der Hauptakt ist relativ kurz und in wenigen Sätzen abgehandelt – aber die Brücke dorthin wird mit einer spannenden fiktiven Story rund um den Erfinder des Teleportierens witzig ausgefüllt. Am Ende werden dann beide Stränge mit wenigen Worten verständlich zusammengeführt und das Schmunzeln bleibt im Halse stecken.

„Der Jaunt“ ist eine Kurzgeschichte und da kann man nicht allzu viel im Bezug auf Charakterausbau erwarten und da war in der jetzigen Form auch nicht weiter erforderlich. Das Teil lass sich sehr gut weg und das langsam aufgebaute ungute Gefühl bildete dann letztlich einen passenden Abschluss. Fans des Horror-Meisters können bedenkenlos reinblättern.

7/10

Nightmares & Dreamscapes: Nach den Geschichten von Stephen King

Inhalt

Die Mini-Serie „Nightmares & Dreamscapes“ behandelt 8 Kurzgeschichten von Horrormeister Stephen King, die fast allesamt mit einem bösen Erwachen enden…

Fazit

Ich mache mir jetzt nicht die Mühe zu jeder einzelnen Episode eine ausführliche Inhaltsangabe zu schreiben und fasse das Gesamtwerk in dieser Kritik mal zusammen.

Erst vor ein paar Tagen habe ich mir noch eine Adaption der Geschichte „Verdammt gute Band haben die hier“ gewünscht und gar nicht bemerkt, dass sie schon etliche Jahre ungesehen in der Sammlung schlummert. Die DVD-Box von „Nightmares & Dreamscapes“ habe ich vor langer Zeit mal in der Videothek erworben – und bis auf die erste Folge nicht weiter geschaut. Nun hatte ich endlich die Muse dazu und bin am Ende etwas geteilter Meinung.

Die Geschichten sind teils recht originell („Battleground“, „Das Ende vom Ende“, „Rock ’n’ Roll wird niemals sterben“), aber teils auch bodenständig und relativ vorhersehbar. Die Qualität schwankt und obwohl es keine echten Ausreißer nach unten gab, gab es auch keine hervorstechenden Highlights.

Da die Serie schon ein paar Tage auf dem Buckel hat, bemerkt man durchwegs den Zahn der Zeit. Alles ist auf TV-Niveau inszeniert und die paar CGI-Effekte heute nicht mehr der Rede wert. Zwar gab es die Beteiligung einiger cooler Gaststars wie William Hurt, Claire Forlani, Tom Berenger oder William H. Macy – die allesamt wohl eher wegen der Thematik an sich, statt des großen Geldes mitgewirkt haben.

Die meisten Handlungsstränge haben mich aufgrund ihrer hier präsentierten Erzählweise sehr an „Outer Limits“ erinnert, obwohl ein Moderator natürlich gefehlt hat. Die in sich abgeschlossenen – und nicht zusammenhängenden – Episoden hatten zumeist ein offenes Ende und klärten den Kern der Sache meistens nicht auf. Dies erwies sich stellenweise als korrekte Entscheidung, manchmal ließ es aber auch fragend zurück. Da ich allerdings einen Teil der Geschichten selbst gelesen habe, kann ich jedoch die korrekte Umsetzung derer in dieser Form bescheinigen.

Ich liebe King und sauge eigentlich alles an seinen Werken auf und hatte trotz kleinerer Unzulänglichkeiten durchaus meinen Spaß mit „“Nightmares & Dreamscapes“. Gute Folgen wogen eher unspektakuläre auf und so war das Gesamtresultat durchaus in Ordnung. Sicherlich bemerkt man das mangelnde Budget an vielen Ecken, doch unterm Strich zählt die Originalität und die war stellenweise außergewöhnlich hoch.

7/10

Fotocopyright: Warner Home Video

Stephen King: Verdammt gute Band haben die hier

Inhalt

Fast schon haben Mary und Clark die Hoffnung aufgegeben. Seid Meilen nur Landweg und keine Menschenseele, doch plötzlich taucht ein Schild vor ihnen auf und die Straße wird besser. Der Schild preist die Ortschaft „Rock`n Roll Heaven“ an, welche ihrem Namen alsbald mehr als gerecht wird…

Fazit

Einer Geschichte wie diese gehört eigentlich eine tolle filmische Umsetzung spendiert. Zwar gab es meinen kurzen Recherche zur Folge einmal eine Serien-Episode, aber die wird dem Potential der Grundidee sicherlich nicht gerecht.

Selten habe ich in einer Kurzgeschichte so viel geschmunzelt und selten habe ich auch so viel parallel bei Wikipedia nachgeschaut. King bringt auf wenigen Seiten so viele Figuren unter, dass es einfach eine Freude ist, deren Auftritte zu erleben und deren Namen noch einmal nachzulesen. Er trifft mit seinem Umschreibungen voll ins Schwarze und vor geistigen Auge manifestiert sich eine perfekte Illusion seiner Gedanken. Ich konnte mein Kindle bis zum bitteren Ende kaum aus der Hand legen und noch hallen die Gedanken nach.

Zwar bin ich voll des Lobes und trotzdem schneidet das Spektakel insgesamt nur überdurchschnittlich gut ab. Das liegt an der Natur der Kurzgeschichte. Gerade kommt das Geschehen voll in Fahrt und der Leser ist voll dabei, da kommt der „Ende“-Schriftzug und es ist vorbei. Oftmals sollte man Aufhören, wenn es am Schönsten ist – hier aber hätte man sich noch so viel vorstellen können und die witzige Prämisse ruhig noch etwas ausschlachten können.

Wer sich ein bißchen für Rock`n Roll interessiert und nicht unbedingt ein großer Fan des Horrormeisters ist, sollte auf seine Kosten kommen. King serviert uns hier eine bitterböse und zugleich unfassbar schöne Handlung, die leider viel zu früh zum Ende kommt und locker für einen Wälzer herhalten könnte. Ich würde es begrüßen, wenn ich z.B. Netflix der Thematik annehmen und einen tollen Spielfilm aus dem bemerkenswerten Auftakt basteln würde. Gerade mit heutiger Technik sollte die Immersion perfekt sein.

7/10

Stephen King: Autopsieraum vier

Inhalt

Im Autopsieraum wartet eine Leiche zur Untersuchung. Es handelt sich um einen Mann mittleren Alters, der scheinbar beim Golfen eine Herzattacke hatte und direkt zusammenbrach. Wir erleben die Geschichte jedoch aus Sicht des Mannes, der da nun auf seine Obduktion wartet und vielleicht noch gar nicht tot ist…

Fazit

Zwischen zwei etwas umfangreicheren Romanen, musste ich mir einfach noch einmal eine Kurzgeschichte von King geben und wurde erwartungsgemäß nicht großartig enttäuscht.

Die Handlung steigt direkt beim Eingemachten an und fordert dem Leser zunächst etwas Orientierung ab. Dank flotter Sprüche und flüssiger Schreibweise klappt der Einstieg dann aber recht gut und die überschaubare Seitenanzahl ist schnell abgearbeitet.

Der Plot war jetzt nicht wahnsinnig originell – aber immerhin so unterhaltsam, dass man am Ball blieb und das Finale nicht verpassen wollte. Sonderlich überraschend war dies zwar auch nicht gestrickt, doch gemessen an dem knappen Text echt in Ordnung.

Zum Design der Figuren gibt es relativ wenig zu berichten, da hauptsächlich aus der Sicht unserer vermeintlichen Leiche berichtet wird. So nach und nach erfahren wir ein paar Details aus seinem Leben, die restlichen Charaktere blieben außen vor (was auch nicht für die Tiefe der Story erforderlich war).

Es ist immer schwierig, etwas zu einer Kurzgeschichte zu sagen. Diese hier war recht witzig, aber kein unbedingtes Muss. Sofern man die Zeit erübrigen kann und etwas typisches von King Schmökern möchte, darf man gerne zugreifen.

6/10

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