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Schlagwort: Splatter

VFW

Inhalt

Eines Abends flüchtet ein junges Mädchen in die Kneipe alter Kriegsveteranen. Sie hat einem Gangsterboss eine Menge Stoff entwendet – woraufhin dieser seine finsteren Gefolgsleute entsendet. Da die alten Herren gar nicht an Herausgabe der Gesuchten denken, beginnt eine blutige Schlacht…

Fazit

Für Filme wie „VFW“ bin ich irgendwie nicht (mehr) gemacht. Er bettet mehr oder minder lustige Splattereffekte in eine dürftige Handlung und versucht so seine knappen 90 Minuten Laufzeit zu überbrücken. Er lebt dabei hauptsächlich von einem Aufgebot an Darstellern – die letztlich auch für mich das größte Highlight darstellen.

Es gibt Momente, wo der Streifen durchaus Spaß macht. Seine schnörkellose Machart erinnert an die guten Action-Titel der 80iger und seine flachen Dialoge ebenso. Die Charaktere wirken übertrieben cool und dabei angenehm kantig – doch unterm Strich war mir das eindeutig zu wenig.

Nicht alle Gags vermochten zu zünden und so ganz konnte man den alten Recken nicht alles abkaufen. Mehr noch als bei „Expendables“ fühlten sich die Figuren zu „abgefuckt“ an und so traute man ihnen die aufzeigte Action nicht unbedingt zu. Stephen Lang, William Sadler und Fred Williamson sind zwar kultige Typen, hier jedoch einen Hauch zu kaputt, um irgendwie glaubwürdig zu sein.

Audiovisuell gab es in erster Linie dunkle Bilder und eine eigentlich ganz solide „Schmudeloptik“. Der Sound war eher unauffällig, fetzte im Gemetzel ganz gut. Die Bildqualität war dafür eher durchwachsen, passte so aber zum Retro-angehauchten Rest.

„VFW“ ist sicherlich ein launiger Kracher in gepflegter (alkoholisierter) Herren-Runde, jedoch ganz mein Fall für mal eben Zwischendurch. Früher hätte ich dem Titel wahrscheinlich wesentlich mehr abgewinnen könnte, heute bleibt abseits der charmanten Ansätze allerdings kein Werk, welches unbedingt in die Sammlung wandern muss. Beinharte Fans nehmen ein paar Macken in Kauf und freuen sich über Helden aus der Jugend – wenngleich der Streifen manchmal etwas langatmig daher kommt.

4/10

Fotocopyright: Alive

The Void – Es gibt eine Hölle. Dies hier ist schlimmer.

Inhalt

Für die nächtliche Notbesatzung in einem Krankenhaus beginnt der blanke Horror. Zuerst liefert der örtliche Sheriff einen Verletzten ein, dann macht eine furchtbare Kreatur den Laden unsicher. Zu allem Überfluss gibt es noch ein paar vermummte Typen, die das Gebäude umzingeln…

Fazit

Mir war von Anfang an klar, dass es sich bei diesem Titel um keine A-Produktion handelt, dennoch habe ich mich schon ein wenig auf die Sichtung gefreut. Das Cover erinnert stark an Lovecraft – doch auch ohne direkte Bezüge könnten dessen Fans auf Ihre Kosten kommen.

Für eine FSK 16 Freigabe geht es stellenweise recht grob zur Sache, was ordentlich Punkte auf das Wertungskonto spült. Bei Blutfontänen und bizarren Kreaturen lacht das Herz des Genreliebhabers und mittelprächtige Darsteller und schwach vertonte belanglos-Dialoge sind fast vergessen. Man setzt bei den deftigen Einlagen auf ordentliche Handarbeit und verdient hierdurch massig Lob.

Die Inszenierung hat ihren eigenen Charme und geht für einen wohl eher günstigeren Film vollkommen in Ordnung. Anfangs mögen die Bilder etwas nach Handy ausschauen und die Filter wenig prickelnd sein – mit der Zeit gewöhnt man sich dran und findet das Gesamtbild dennoch sehr stimmig und gar nicht mal so billig. Man behielt seinen Stil immerhin konsequent bei.

Auch wenn sich die Geschichte besonders zu ihrem Beginn sehr beliebig anfühlt, wird ein brauchbarer Spannungsbogen aufgebaut. Durch die düstere Atmosphäre bleibt man durchgehend am Ball und möchte die Auflösung nicht verpassen. Die zuweilen nervig-treibende Musik tut ihr Übriges zur merkwürdigen Faszination. Auf seine Art ist der Film stimmig und macht durchaus Spaß.

„The Void“ kann für Liebhaber durchaus ein kleiner Geheimtipp sein. In der breiten Masse der mittelprächtig-schwachen Direkt-to-Video Horror-Schinken, sticht er ein klein wenig hervor und hält brauchbar bei der Stange. Wer sich angesprochen fühlt schaut rein, ansonsten verpassen Genre-Verächter nicht wirklich viel. Ich fand den Titel sympathisch – nicht mehr und nicht weniger.

6/10

Fotocopyright: Ascot Elite Home Entertainment

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