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Schlagwort: Sci-Fi Seite 1 von 9

Predator 2

Inhalt

Es ist Sommer und die Stadt leidet nicht nur unter extremer Hitze. Die Drogenkartelle liefern sich einen öffentlichen Schlagabtausch nach dem Anderen und die Polizei kümmert sich um die hinterlassenen Leichen. Cop Mike Harrigan vermutet hinter den neusten Blutbädern jedoch noch eine weitere Partei…

Fazit

„Predator 2“ war damals eine vergleichsweise mutige und mustergültige Fortsetzung, die das eigentlich eher simple Konzept des kultigen Vorgängers nicht nur blind kopierte – sondern auch jede Menge eigene Ideen einbrachte und plötzlich wie ein komplett anderer, aber dennoch sehr guter Film rund um das bekannte Franchise erschein.

Die Macher haben nicht einfach nur den Dschungel in die Großstadt geholt, sondern sich bei der Hatz auf den außerirdischen Jäger viele interessante Storykniffe und Ansichten einfallen lassen. So passt das hitzige Großstadtszenario genauso gut zur Thematik, wie unsere Hauptfigur – die dieses mal einen Polizisten und keinen wortkargen Elitesoldaten darstellt.

Danny Glover hat dabei eine tolle Leistung an den Tag gelegt und nicht nur mit absolut modischen Outfits überzeugen können. Er war quasi Cop Harrigan, überzeugte in jeder Situation und trug das Geschehen im Grunde immer von ganz allein. Alle anderen – gar nicht mal so schlecht agierenden – Darsteller waren neben seinem Auftritt lediglich schlichtes und zuweilen sogar wirklich amünsantes Beiwerk.

Überhaupt gefiel der ganze Look des Streifens und seine eigenwillige Gangart. „Predator 2“ trifft genau den Nerv der frühen 90iger und bot eine bunte Mischung aus witzigen Charakteren, schrägen Stylings und zynischem Humors. Die Action war im Kontrast hierzu angehen nüchtern und hart. Man verlor keine großen Worte, ballerte sofort los – und das sogar als Polizist.

CGI war seinerzeit (zum Glück) noch kein großes Thema und von daher gab es jede Menge an Handarbeit zu bestaunen, die auch heute noch einen ausgezeichneten Eindruck hinterließ. Sei es die gelungene Inszenierung der Predator-Tarnfunktion oder schlichtweg der Killer an sich. Das Kostüm war klasse und die Kampfeinlagen darin absolut sehenswert, keineswegs angestaubt.

Ein bisschen trashig, unverhohlen brutal und mit jeder Menge Retro-Charme. „Predator 2“ gefällt mir heute vielleicht sogar einen Ticken besser als bei seinem VHS-Release. Er bewies damals schon, wie gut eine Fortsetzung gemacht sein kann und nicht alle Dinge eines erfolgreichen Erstlings unbedingt 1 zu 1 abgekupfert werden müssen. Wir gefällt die Härte des Streifens, obwohl er sich durch seine völlig überzeichnete Weise eigentlich gar nicht so ernst nahm…

8/10

Fotocopyright: 20th Century Fox

Lucy

Inhalt

Durch einen unglücklichen Zufall wird eine junge Dame zum Kurier der Unterwelt. In ihrem Körper transportiert sie ein Päckchen mit einer neuartige Droge, welches sich fatalerweise öffnet und den Körper verseucht. Nun fängt ihr Hirn plötzlich an, auf Höchstleistung zu arbeiten und immer weitere Fähigkeiten zu entwickeln…

Fazit

Im Laufe der Jahre habe ich „Lucy“ schon einige Male gesehen und bin mir mit dem Gebotenen noch immer etwas unschlüssig. Die Geschichte wirkt zwar relativ frisch, viele Inhalte wurden jedoch schon in Werken wie „Ohne Limit“ aufgegriffen. Glücklicherweise schaut Luc Besson allerdings über den Tellerrand hinaus und bringt die Entwicklung des Hirnes auf ein neues und wesentlich bizarreres Level.

Der Film ist grundsätzlich unterhaltsam und von seiner Abfolge verständlich gestrickt. Vermutlich störten mich einige arg abstrakte Elemente, um besser in die Handlung hin einzutauchen und eine größere Begeisterung zu entwickeln. Scarlett Johansson war zwar gewohnt klasse, dennoch war der Streifen nicht so recht nahbar für mich. Man wohnte den interessanten Ansätzen und bildstarker Umsetzung wissenschaftlicher Theorien bei, konnte aber nur selten richtig „mitreden“ und musste die Eindrücke auf sich wirken lassen.

Die Action war wirklich schön gemacht, top choreografiert und unterhaltsam. Abseits dessen verlor man sich aber in vielen philosophischen Themen und stellte uns vor das ein oder andere Rätsel. Auf der einen Seite wollte man leichtgängig und kurzweilig rüberkommen, auf der anderen Seite uns zum Nachdenken animieren, was zumindest bei mir nach einem langen Arbeitstag und dem ursprünglich gegebenen Rahmen nur bedingt auf Gegenliebe stieß.

Nichts gegen intelligente Sci-Fi-Filme mit einem guten Maß an Action, aber bei „Lucy“ haut mich das Gebotene selbst nach mehrmaliger und durchaus kritischer Sichtung einfach nicht vom Hocker. Der Film an sich ist nett und dank kurzer Laufzeit (<90 Minuten) ein Snack für Zwischendurch – aber leider auch nichts Tiefgründiges, welches unbedingt einer Empfehlung bedarf.

6,5/10

Fotocopyright: Universal Pictures Germany GmbH

Cyberpunk: Edgerunners – Staffel 1

Inhalt

Nach dem Tod seiner Mutter, steht David völlig mittellos da und hat zunächst keinen Plan, wie es weitergeht. Im Nachlass der Verstorbenen stolpert er über ein merkwürdiges Implantat, welches er erst beim nächsten „Ripper-Doc“ zu Geld machen möchte und sich dann selbst implementieren lässt…

Fazit

„Cyberpunk 2077“ gehört schon seit seiner Veröffentlichung und trotz seiner diversen Bugs zu meinen absoluten Lieblingsspielen und entsprechend habe ich mich auf eine Umsetzung in Film- oder Serienform gefreut. Bei Netflix hatte ich dabei keine Bedenken – eher wegen der Art dieser Apdation.

Die Macher haben sich für eine animierte Inszenierung in bester Anime-Tradition entscheiden und das mag Fluch und Segen zugleich darstellen. Ich hätte mir eine realere und düstere Aufmachung ala „Blade Runner“ – was höchstwahrscheinlich den Kostenrahmen gesprengt hätte und viele Dinge nicht so einfach abzubilden gemacht hätte.

„Edgerunners“ zieht die Register seiner Machart und serviert uns vor allem Actionszenen, die streckenweise völlig over-the-top und nicht gerade unblutig daher kommen. Auch setzt man auf überzeichnete Charakterzeichnung, die sich zum Glück gut in das Setting einfügt und nicht mit der eigentlichen Materie bricht.

Die Handlung war eigenständig und erforderte keine Vorkenntnisse. Kenner des Spiels erkennen jedoch ein paar vertraute Charaktere oder Ereignisse, die mal so nebenbei angesprochen wurden. Die Geschichte an sich war okay, auch wenn es an Originalität mangelte. Es hab nicht so viele oder zumindest nicht so schöne Wendungen wie in der Vorlage, stattdessen verlief das Geschehen sehr gradlinig.

Die Zeichnungen waren sicherlich gewöhnungsbedürftig, qualitativ aber nicht schlecht. Der Stil passte – wie die Figuren – eben ganz gut ins Setting und gab keinen Grund zur Klage. Die deutsche Synchro ging ebenso in Ordnung, bekannte Soundsamples aus dem Spiel sorgten für einen guten Wiedererkennungswert.

Unterm Strich war „Edgerunners“ eine solide Adaption des vielseitigen Stoffs. Man findet sich hier weniger als beispielsweise beim „Witcher“ wieder, aber das war sowieso nicht die Intention der Macher. Vielleicht bekommen wir ja noch eine detailreichere Nacherzählung – und dann sogar in realer Form. Bis dato muss diese Serie herhalten und deren Unterhaltungswert kann man durchaus zufrieden sein. Nicht mehr, nicht weniger.

7/10

Fotocopyright: Netflix

Das fünfte Element

Inhalt

Alle 5000 Jahre greift das unsagbar Böse nach der Erde und droht mit ihrer Vernichtung. Diesmal liegt unser Schicksal in den Händen von Taxifahrer Korben Dallas, der sich mit einer überraschenden Fracht eher unfreiwillig seiner überwältigen Aufgabe stellt…

Fazit

Zu einem Film wie diesen gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Mit „Das fünfte Elemente“ schuf Luc Besson vor nunmehr 25 Jahren einen Kult, um dessen Ausmaß ich mir schon als Jugendlicher im damaligen Kinositz vollkommen bewusst war. Ich hatte zwar keinen „Krieg der Sterne“ vor mir, aber einen großartiges und vor allem eigenständiges Sci-Fi- Erlebnis mit Unterhaltungswert auf höchstem Niveau – dass selbst nach dutzenden Sichtungen nichts von seinem großartigen Charme verlieren möchte.

Am vergangen Wochenende gab es diesen Kultstreifen endlich in 4K auf der heimischen Leinwand und rief erneut Begeisterungsstürme hervor. Weniger wegen seiner mittelprächtigen Handlung, vielmehr wegen der grandiosen Effekten, der hohen Gag-Dichte und dem geschmeidigen Tempo.

Die Optik ist durchwegs knallbunt, dennoch „seriös“ und irgendwie realistisch. Alles wirkt aus einem Guss, in sich stimmig und überhaupt total liebevoll ausgestaltet. CGI war zwar schon damals halbwegs ausgereift, dennoch beschränkten sich diese Effekte auf das Nötigste. Gerade in den „Morph“-Szenen sieht man der Produktion ihr Alter an, doch der stimmige und handwerklich perfekte Rest übertüncht dies mit Leichtigkeit. Die schwebenden Fahrzeuge und die tollen Stadt-Panoramas wirken noch immer sehr eindrucksvoll und gaben nichts zu meckern.

Die Geschichte hat noch nie einen Oscar verdient, doch schlimm war das nicht. Eigentlich ganz im Gegenteil: der simple Plot ist leicht zu verstehen, die Grenzen zwischen Gut und Böse klar getrennt und das Hirn kann einfach mal runterfahren. So bleibt mehr Konzentrationen für die kleinen Randelemente und vor allem auch für die unzähligen Anspielungen an andere Werke, bei denen sich der Regisseur teilweise selbst zitiert.

Auch wenn Bruce Willis zunächst gar nicht für seine Rolle vorgesehen war, hat er sich als Korben Dallas neben seinem berüchtigten John McClane im Hirn eingebrannt. Er war genau der richtige Gegenpart zur jungen Milla und brachte den unfreiwilligen Helden mit Glaubwürdigkeit rüber – sofern man dies in dem schrägen Gesamtkontext irgendwie behaupten kann.

Alle Charaktere hatten etwas schräges, etwas absurd überzeichnetes und dennoch viel sympathisches. Viele Dinge waren extrem „drüber“ und dennoch ergab sich ein stimmiges Gesamtbild ohne dabei lächerlich rüber zu kommen oder wie eine billige Space-Opera zu wirken. Man schien immer genau die Kurve zu bekommen, was beispielsweise in den Szenen von Chris Tucker prächtig rüberkam.

„Das fünfte Element“ ist ein fantastisches Weltraum-Abenteuer und gehört eigentlich in jede gut sortierte Filmsammlung. Die Macher gaben sich Mühe, behielten einen Blick für tolle Details und lieferten am Ende einen handwerklich eindrucksvollen Kracher mit hohem „Wiederschauwert“ ab!

9/10

Fotocopyright: LEONINE

Wing Commander

Inhalt

Die Erde befindet sich im Krieg mit den außerirdischen Kilrathi und steht kurz vor ihrem Untergang. Die letzte Hoffnung liegt jedoch in den Händen einer Crew, die mit einem Navigations-Tool das Ruder noch einmal wenden könnte…

Fazit

Mit dem Kinofilm zu „Wing Commander“ hatte sich Chris Roberts seinerzeit einen großen Traum erfüllt, doch nüchtern betrachtet macht ein passabler Spieldesigner leider noch keinen guten Spielfilm.

Schon bei seinem Release war der Film nicht konkurrenzfähig und kränkelte an vielen Designproblemen. Dinge wie merkwürdiges Schwerkraftverhalten, schlechte Schiffmodelle und lächerliche Masken waren da nicht einmal die Hauptknackpunkte. Vielmehr schwächelte die lahme Story und die fehlbesetzten Charaktere, die keinerlei Sympathie für sich verbuchen konnten.

Das Geschehen plätscherte vor sich hin und selbst die kleineren Flugszenen konnten nicht wach rütteln. Man konnte sich nicht besonders gut in die Lage unserer Figuren hineindenken und ihr schwaches Spiel auf „Soap“-Niveau machte es nicht besser. Die Dialoge waren langweilig, austauschbar und teils zu über dramatisch an den Mann gebracht. Man ließ kaum ein Klischee aus und verschenkte Darsteller wie Jürgen Prochnow total.

Mit dem Spiel hatte das Gebotene nur wenig zu tun – und schnitt wohl auch deshalb an den Kinokassen so miserabel ab. Vor allem die Kilrathi haben kaum Ähnlichkeit zu ihren Vorbildern und die Fahrzeuge stammten wortwörtlich aus einer anderen Epoche. Die CGI-Effekte waren damals sicherlich noch nicht so ausgefeilt, aber selbst mit geringeren Ansprüchen enttäuschen diese auf ganzer Linie. Alles schaut nach schlecht gerenderten Zwischensequenzen eines alten Videospiels aus und viele Elemente wirkten stets wie hineinkopierte Fremdkörper.

Harsch betrachtet, reiht sich „Wing Commander“ in die Riege der weniger geglückten Spielumsetzungen ein. Er besitzt zwar einen gewissen Trash-Faktor, aber dieser ist für eine unterhaltsame Sichtung einfach nicht hoch genug. Die meisten der hier präsentierten Schauspieler finde ich grundsätzlich nicht schlecht, doch hier lag deren Performance weit unter gewohnten Auftritten. Am Ende passte hier einfach wenig zusammen und eine Empfehlung geht auf keinen Fall raus. Das Setting hat allerdings so viel Potential, dass ich bei einer anderen Verfilmung (oder im Serienformat) gerne wieder mit dabei wäre.

3/10

Fotocopyright: Twentieth Century Fox

Stray (PC)

Inhalt

Der Spieler schlüpft in die Rolle einer Katze, die nach einem Missgeschick von ihrem Rudel getrennt wurde. Auf dem Weg zu ihnen zurück, durchstreift sie dabei finstere Städte unter der Erde, findet aber auch auch neue Freunde…

Gameplay

Wie bereits in der Inhaltsangabe angeteasert, steuert man in „Stray“ eine Katze aus der Third-Person Perspektive. Sie kann an vorgegebenen Stellen springen, mit anderen Wesen interagieren oder sich in Kartons verstecken.

Das Gameplay erinnert stellenweise an einen gradlinigen Walking-Simulator, erfordert jedoch mehr Eingreifen als bei anderen solcher Titeln. So gibt es Schleich-Passagen oder hektische Fluchteinlagen vor fiesen Widersachern. Hin und wieder dürfen wir auch etwas knobeln, beispielsweise Schalter in einer bestimmten Reihenfolge betätigen oder schlichtweg einen geeigneten Pfad zur weiteren Fortgang der Reise finden.

Spielzeit

Bis zum Abspann habe ich gemütlich zirka 4,5 Stunden benötigt – was im Anbetracht des Kaufpreises von rund 20 Euro (digitaler Download) gerade noch in Ordnung ist. Manche Spieler haben zwar von lediglich 1,5 Stunden berichtet – was aber keinesfalls mit entspannten Zocken, sondern eher mit Speedruns zu vergleichen ist.

Präsentation

Optisch wirkt die Welt von „Stray“ extrem stimmig und im gegebenen Rahmen sogar recht abwechslungsreich. Es gab schöne Licht- und Schatteneffekte, doch hin und wieder auch ein paar matschige Texturen. Unser Hauptprotagonist sah ziemlich gut aus, manchmal schien bei seinem Fell jedoch noch Luft nach oben.

Der Soundtrack war eher unauffällig, Geräusche und Laute standen im Vordergrund. Diese waren nicht weltbewegend, aber okay von ihrer Umsetzung.

Positiv

  • originelles Setting
  • stimmige Spielwelt
  • schöne Präsentation
  • abwechslungsreiche Locations

Neutral

  • überschaubare Spielzeit
  • Springen nur an vorgegebenen Stellen
  • insgesamt sehr gradlinig
  • wenig Interaktionen

Negativ

  • nervige Fluchteinlagen
  • nervige Stealth-Passagen
  • schwache Hilfestellungen vom Drohnen-Begleiter

Fazit

Der Hype war im Vorfeld groß und ist zum Release vollkommen eskaliert. Auch ich habe mich direkt am ersten Abend ins Geschehen gestürzt und war dann erst einmal bedient. „Stray“ mag eine hübsche Fasse mit witziger Hauptfigur besitzen, doch bleibt im Kern ein überdurchschnittliches Adventure. Ich habe nach einigen Tagen Pause das Spiel am letzten Sonntag dennoch beendet und kann nur eine bedingte Empfehlung aussprechen. Alles war irgendwo nett gemacht, konnte aber nirgends vom Hocker reißen.

„Stray“ spielt sich überwiegend entspannt weg, doch manchmal ging der rote Faden etwas unter. Neben ein paar nervigen, hektischen Momenten überzeugte mich die halbwegs offene Spielwelt in den überschaubaren „Hub-Bereichen“ wenig und der Funke vermochte nicht so recht überzuspringen. Stellenweise hat sich das Geschehen trotz überschaubarer Spielzeit nach Arbeit angefühlt und wollte einfach nur schnell beendet werden.

Für Katzenfreunde wahrscheinlich einen Blick wert und am Ende für ein kleines Indie-Spiel auch ein beachtliches Ergebnis, doch dicke Freunde werden „Stray“ und ich irgendwie nicht. Das Ding war ein netter Snack für Zwischendurch und wollte vielleicht auch nie was Größeres sein.

Grafik: 8/10
Sound: 7/10
Gameplay: 6,5/10
Gesamt: 6,5/10

Fotocopyright: Annapurna Interactive/Iam8bit Inc.

Doom: Annihilation

Inhalt

Wieder einmal laufen auf dem Mars seltsame Experimente und wieder einmal werden Soldaten zur Untersuchung abkommandiert. Als sie das Ziel erreichen, finden sie erst leere Gänge und später seltsam mutierte Wissenschaftler vor…

Fazit

Die erste Umsetzung von „Doom“ war seinerzeit schon kein Volltreffer, aber immerhin passable und gut besetzte Unterhaltung. Vom zweiten Teil habe ich zumindest ähnliches Unterhaltungs-Niveau erhofft, wurde dann aufgrund teils vernichtender Kritiken aber gewaltig abgeschreckt. Nun wird die Blu-Ray für kleines Geld verscherbelt, doch selbst für diesen überschaubaren Invest ist der Gegenwert nicht gegeben.

Die Geschichte ist konfus, was allerdings auch der Videospiel-Vorlage geschuldet ist und diesem Werk nicht unbedingt negativ anzukreiden sei. Über Hanebüchene Motive inklusiver ausgestorbener Sprachen und Logiklücken hätte ich bei einem fetzigen Verlauf irgendwo hinwegschauen können, aber hier lässt „Doom 2“ gehörig federn.

Es gab zwar vergleichsweise viel Action, doch leider nicht gut umgesetzt. Es wurde oft minutenlang am Stück geballert, was dank unaufgeregter Inszenierung unverhofft langweilig wirkte und nie abholen konnte. Original Wummen und Geräusche waren löblich, retteten insgesamt aber wenig.

Während die meisten CGI-Effekte noch okay daher kamen, sorgten triste und detailarme Gänge für Ernüchterung. Alles war auf Hochglanz poliert, offerierte damit aber auch seine Schwächen in der Ausarbeitung. Das Treiben wirkt billig, was sich spätestens mit dem Erscheinen der ersten Mutanten zusätzlich bestätigt. Auch wenn man sich hier an die Videospiele hielt, hätte man das Design und dessen Wirkung aus den Betrachter überdenken müssen.

„Doom: Annihilation“ ist so krude, dass er selbst in seinen lauten Baller-Szenen für schnarchende Gesichter sorgt und nicht einmal Trash-Punkte bei seinen unfreiwillig komischen Momenten einfahren konnte. Die Referenzen zu diversen Games waren zwar nett gedacht, viel zu plump in ihrer Umsetzung und verschenkten ebenfalls viel Potential. Darsteller, Handlung, Synchronisation und Effekte waren nicht der Rede wert, ordnen das Teil klar im unteren Mittelfeld ein. „Doom“ von 2005 war schon nicht das Gelbe vom Ei – bot immerhin ein paar coole Momente und witzige Charaktere, denen man hier nicht ansatzweise das Wasser reichen konnte.

4/10

Fotocopyright: Universal Pictures Germany GmbH

Nope

Inhalt

Eine abgehalfterte Pferde-Ranch steht kurz vor dem Ruin, doch eine echte Sensation könnte nun die Wende bringen. Seit langer Zeit schwebt eine seltsame Wolke über dem Anwesen und scheint sich keinen Meter von ihrer Stelle zu bewegen. Die Besitzer glauben an ein UFO und wollen mit Beweisaufnahmen im Fernsehen landen…

Fazit

Mit „Get Out“ und „Wir“ hat Jordan Peele interessante Titel geschaffen, die durchaus Lust auf Mehr gemacht haben. Nun hat er für seinen aktuellen Film ordentlich Budget in die Hand gedrückt bekommen, doch am Ende erzählt Geld noch keine gute Geschichte.

Was ich mit „Nope“ zu sehen bekam, lässt sich kaum mit Worten beschreiben. Das Werk geht einen deutlich anderen Weg als seine bisherigen Arbeiten und erinnerte stark an die etwas abstrakteren Erzeugnisse eines M. Night Shyamalan, der mich ebenfalls oft mit seltsamen Bilder fragend zurückgelassen hat.

Ein konservativer, fast schon langatmiger, Auftakt wandelt sich im letzten Drittel zu einem verqueren Sci-Fi Spektakel – das auf der einen Seite durchaus interessant daher kam und auf der anderen Seite zu völligem Quatsch ausartete. Man gab dem Zuschauer viel Raum für eigene Interpretationen, sofern er diesen überhaupt zu nutzen vermochte und bis dato nicht vollkommen abgeschaltet hatte.

Man nahm uns zu keiner Zeit richtig bei der Hand und besonders beim Finale brechen die Konventionen – was nicht unbedingt im positiven Sinne zu verstehen ist. Es wurde schräg, allerdings augenscheinlich ohne echte Aussage dahinter. Es wirkte eher so, als wolle man die Dinge irgendwie zu Ende bringen – auch wenn tatsächlich ein Masterplan dahinter steckte. Er wurde jedenfalls nicht so ganz sichtbar.

Die Darsteller haben ihre Sache allesamt gut gemacht und wurden angemessen lokalisiert. Mit ihrer charmanten, manchmal etwas vorlauten Art wurden wichtige Randthemen angeschnitten und – ich sag mal – erneut unterschwellige Politik betrieben. Nicht mit dem Holzhammer, aber immer so, dass gewisse kritische Untertöne schön zur Geltung kamen und nicht den Spaß beim Schauen verdarben.

Ich mag schwierige Filme. lasse mich auch gerne von opulenten Bildern faszinieren – und trotzdem sprang der Funke bei „Nope“ (noch) nicht über. Das Finale war durchaus ein ansehnliches Event, der beschwerliche Weg dorthin eher weniger. Gerne würde ich dem Titel zu Hause eine weitere Chance einräumen – doch ich weiß nicht, ob ich mich je zu einer erneuten Sichtung motivieren werde. Das Gebotene war zwar irgendwo nicht übel, aber neben seiner grundsätzlich sehr liebevollen Gestaltung auch ein bisschen langweilig.

5/10

Fotocopyright: Universal

Timecop

Inhalt

In naher Zukunft ist das Reisen durch die Zeit endlich möglich geworden und entsprechend reguliert. Um missbräuchlichen Umgang mit der Technik zu verhindern, wurde sogar eine neue Spezialeinheit der Polizei gegründet – zu der auch Max Walker gehört. Lange dauert es jedoch nicht, bis Max einer Verschwörung rund um den aktuellen Präsidentschaftskandidat auf die Schliche kommt und selbst auf der Abschlussliste landet…

Fazit

In meiner Jugend war ich großer Fan von Jean Claude VanDamme und würde man mich nach seinen besten Filmen fragen, wäre „Timecop“ definitiv im oberen Drittel anzusiedeln. Der Titel mag zwar mittlerweile in die Jahre gekommen sein, doch eine Sichtung am gestrigen Abend ließ nicht von seinem Charme aus der Vergangenheit missen.

Das Thema „Zeitreisen“ wird oft mit bunten Bildern in Szene gesetzt und versucht den Zuschauer mit schrillen Ideen von sich zu überzeugen. „Timecop“ kam da fast schon bieder und düster daher, was letztlich seinen großen Reiz ausmachte und unserem belgischen Kampfsportler eine angemessene Bühne verschaffte.

Der Film zieht schnell in seinen Bann und gefiel mit seiner schnörkellosen Inszenierung. Schöne Aufnahmen, keine hektischen Schnitte und ein stimmiger Soundtrack machten Spaß. Dazu markante Figuren deren Look unweigerlich an die 90iger erinnerte und entsprechende Vibes aufkommen ließen. Besonders die Kämpfe waren großartig in Szene gesetzt und trieben ein Lächeln auf die Lippen. An Van Damms berühmtem Spagat kam man nicht vorbei – und hier gab es wieder ideale Gelegenheiten hierzu.

Die Handlung war nicht unbedingt anspruchsvoll, aber komplex genug um ausreichend in die Tiefe zu gehen. Man hat das Spiel mit mehreren Zeitebenen geschickt und nachvollziehbar umgesetzt, nicht mit zu vielen verwirrenden Ideen verspielt. Während andere Mitstreiter den Weltuntergang in den Fokus nehmen, werden hier greifbarere Motive wie Macht und Geldgier in den Vordergrund gerückt.

Für mich gehört „Timecop“ nicht nur zu den besten Filmen von JCVD, sondern auch zu den besseren Actionfilmen seiner Epoche. Der Titel blieb im Gedächtnis und verliert auch nach regelmäßigem Anschauen in der heutigen Zeit einfach nichts von seinem großartigen Unterhaltungswert. Technisch mag das Ding leicht angestaubt sein, doch dem Spaßfaktor tut dies keinen Abbruch. Ein klassischer Streifen der „alten Schule“ und noch immer eine Empfehlung wert!

8/10

Fotocopyright: Warner

Prey

Inhalt

Amerika im 18tehn Jahrhundert. Ein Indianerstamm ist in Aufruhr. Irgendetwas scheucht die Tiere der Gegend auf und die junge Jägerin Naru begegnet schon bald dem Übeltäter…

Fazit

„Prey“ ist ein Film auf den ich nicht unbedingt fieberartig gewartet hatte, doch seine Sichtung direkt nach seiner Veröffentlichung wollte ich mir trotzdem keinesfalls entgegen lassen. Herausgekommen ist grundsätzlich, was zu erwarten war – jedoch auch leider nicht viel mehr.

Die Macher verfrachteten die altbekannte Jäger-Geschichte in eine andere Epoche, blieben allerdings ihren wesentlichen Zügen treu. Zwar schnetzelt sich der Eindringlich hier zahlreich durch Tierhorden, doch am Ende steht man endlich einem ebenbürtigen Gegner in Form einer recht innovativ gewählten Indianerin gegenüber.

Bis es jedoch soweit ist, vergeht einige Zeit und das Geschehen plätschert zunächst etwas vor sich hin. Es passiert nicht viel spannendes auf dem Schirm und die Verlockung zum Vorspulen war schon irgendwo groß. Ein paar tote Tierchen und ein schlimmes Bauchgefühl halten das Interesse erstmal nicht besonders hoch.

Sobald es gegen menschliche Kontrahenten ging, stieg nicht nur der Härtelevel – sondern glücklicherweise auch die Kurzweil. Der Streifen wurde immer launiger und mündete am Schluss in einem hübsch inszenierten Duell, welches wieder ein Lächeln auf die Lippen zauberte und über gähnende Momente hinwegschauen ließ.

„Prey“ ist nett gedacht, aber eben auch kein großer Wurf. Was er sich mit seinem ungewöhnlichen Szenario wagt, traut er sich nicht beim schematischen Ablauf anzutasten. Die Zitate aus dem Original und ein schönes Gerangel gen Ende machen zwar durchaus Laune, doch insgesamt wäre hier Mehr drin gewesen. Amber Midthunder war klasse und wird hoffentlich noch weiterhin von sich hören lassen, doch das war es schon mit echten Highlights. Fans des Franchise schauen rein und hoffen weiterhin auf eine knackigere Fortführung der Marke.

7/10

Fotocopyright: Disney

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