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Schlagwort: Sci-Fi (Seite 1 von 6)

Aliens: Fireteam Elite (PC)

Inhalt

Der Spieler übernimmt die Rolle eines Marines, der wahlweise von menschlichen oder vom Computer gesteuerten Mitstreitern auf einem fremden Planeten absetzt wird. Hier soll der Kontraktbruch zu anderen Teams untersucht werden. Natürlich dauert es nicht lang, bis der Grund hierfür gefunden ist und wilde Gefechte gegen außerirdische Geschöpfe stehen auf der Tagesordnung…

Gameplay

„Aliens: Fireteam Elite“ ist ein kooperativer Shooter aus der Third-Person-Ansicht. Während sich die Perspektive am ehesten mit der „Gears of War“-Reihe vergleichen lässt, so erinnert das eigentliche Gameplay an „Left 4 Dead“ oder „World War Z“. Das Team kämpft pro Abschnitt gegen mehrere Gegnerhorden und kann stellenweise auch Verteidigungsgeschütze oder Minen zur Hilfe platzieren.

Die Erkundung führt dabei über Planetenoberflächen, bis hin zum inneren eines Raumschiffes. Der größte Part spielt sich in geschlossenen Arealen ab und nur selten erblickt der Spieler einmal das Tageslicht.

Einige Gegner sind relativ schlau, Andere dumpfes Kanonenfutter ohne größere Ausweichreaktion. Anfangs sind die Shock-Einlagen (man wird überraschend von einem Alien besprungen) noch witzig – aber schnell wird die Methode der Macher klar und man ahnt gut, hinter welchen Ecken wohl wieder ein Viech platziert wurde.

Spieldauer

Die Kampagne ist in 4 Kapitel mit jeweils 3 Abschnitten unterteilt. Jeder Abschnitt beansprucht dabei zwischen rund 20 und 30 Minuten. Danach gibt es noch einzelne Herausforderungen ala „töte Anzahl x von y Gegnern in diesem Bereich“. Natürlich lebt der Titel von seinem höheren Wiederspielwert mit menschlichen Mitstreitern und da zockt man eine Map auch gerne mehrmals.

Präsentation

Grafisch ist „Aliens: Fireteam Elite“ sicherlich nicht mehr auf dem neusten Stand, doch stimmige Kulissen und gelungene Soundeffete erzeugen dennoch eine tolle Atmosphäre. Man erkennt viele Elemente aus der Alien-Saga bzw. dem Prometheus-Film wieder und genießt die interessante Stimmung.

Ich habe den Titel auf dem PC in 4K gespielt, wurde mit kurzen Ladezeiten und flüssigen Gameplay bei Laune gehalten. Lediglich im letzten Kapitel gab es mal kurze Nachlade-Ruckler als viele Gegner aus allen Ecken auf dem Schirm strömten, aber sonst war alles gut.

Klanglich gab es eher unauffällige Musik, aber vorlagengetreue Waffensounds und gut vertonte (englische) Konversationen. Das allseits bekannte piepende Gegner-Radar sorgte für zusätzliche Stimmung.

Positiv

  • tolle Atmosphäre
  • viele Design-Elemente aus den Filmen
  • unkompliziertes Gameplay
  • brauchbare KI-Mitstreiter
  • es wird kein Vollpreis aufgerufen

Neutral

  • Grafisch lediglich ordentlich
  • kurze Kampagnen-Dauer
  • überschaubare Anzahl an Gegnertypen

Negativ

  • repetitives Gameplay

Fazit

Lange hat man auf ein brauchbares Spiel im Aliens-Universum gewartet und trotz diverser Macken ist „Fireteam“ für Fans eine kleine Empfehlung wert. Die Kampagne bzw. Szenarien sind zwar nicht sonderlich umfangreich, aber für kurze Zeit durchaus spaßig. Ich habe den Titel zwar allein bestreiten müssen, aber dank brauchbarer KI-Begleiter ging das soweit in Ordnung und das Teamspiel hat irgendwie hingehauen. Mit menschlichen Kumpanen ist das Teil sicherlich noch einen Ticken spaßiger – weshalb jeder für sich überlegen sollte, ob das Gameplay etwas für ihn ist und ob Kumpels mit ähnlichem Interesse am Start sind. Als Überbrückung zu einem neuen „Left 4 Dead“ geht „Aliens“ für knapp 40 Euro absolut in Ordnung. Kein Überhit, aber auch kein Reinfall.

Grafik: 7/10
Sound: 6,5/10
Gameplay: 6/10
Gesamt: 7/10

Fotocopyright: 20th Century Studios

Testsystem: Ryzen 7, Vega 64, 32 GB RAM, SSD

Space Truckers

Inhalt

Der selbstständige Weltraum-Trucker John Canyon ist für jeden bezahlten Job dankbar und fackelt nicht lang beim Transport einer unbekannten Fracht zur Erde. Mit zwei Bekannten im Schlepptau beginnt die Reise – die aus Zeitgründen auch mal Abseits der offiziellen Routen stattfinden muss…

Fazit

Am gestrigen Abend musste ich feststellen, dass ich „Space Truckers“ irgendwie besser in Erinnerung hatte. Seinerzeit war die DVD eine nette Dreingabe zu irgendeiner Hardware (ich weiß schon gar nicht mehr welche) und ging dafür eigentlich noch in Ordnung. Möglicherweise lag es damals am viel kleineren Fernseher, denn auf der großen Leinwand schrammte das Gebotene nun knapp am Edel-Trash vorbei und konnte mir nur selten ein Lächeln abringen.

„Space Truckers“ ist schon ein seltsamer Film. Er lebt von schrägen Figuren, bizarren Kostümen und jeder Menge an CGI-Effekten – die qualitativ stark schwanken. Zwar hatten wir im Jahre 1996 schon längst Titel wie „Jurassic Park“ zu Gesicht bekommen, doch einige Aufnahmen waren gemessen an diesem großen Blockbuster dennoch ganz in Ordnung.

Die Handlung wirkte zusammengewürfelt und nicht immer klar definieret. Start und Ziel waren abzusehen, doch inmitten dessen gab es seltsame Momente mit ebenso seltsamen Charakteren. Die Kostümdesigner sind teils deutlich über das Ziel hinausgeschossen und Kopfschütteln war in vielerlei Hinsicht an der Tagesordnung.

Einige Dinge passten entweder vom Ablauf oder der allgemeinen Logik her nicht zusammen. So konnte ein Kampfrobotor eine bewaffnete Armee ausschalten und dennoch schafften es unsere tollpatschigen Helden mehreren davon problemlos Stand zu halten. Solche Passagen gab es häufig und irgendwann wollte man sich gar nicht mehr darüber aufregen.

Beachtlich, dass sich neben Hopper auch andere bekannte Kollegen (u.A. Charles Dance) für dieses Spektakel hergaben. Entweder wurde das Geld benötigt oder der Spaß an der Sache stand im Vordergrund. Sie verliehen dem Treiben zwar eine gewisse Eleganz, dennoch können sie am insgesamt durchwachsenen Gesamteindruck nur wenig retten.

Mit „Space Truckers“ hat Stuart Gordon (u.A. „Re-Animator“, „Fortress“) einen bunten und äußerst eigenwilligen Sci-Fi-Trip abgeliefert, der manchmal einfach zu Viel wollte. Im gewissen Rahmen war der Titel schon recht unterhaltsam und witzig, aber so richtig vermochte das finale Endprodukt dann doch nicht überzeugen. Ich habe mich durchaus brauchbar bespasst gefühlt – doch von einer erneute Sichtung werde ich auf absehbare Zeit wohl Abstand nehmen. Ich steh auf Sci-Fi-Trash ala „Lexx“, aber hier fehlt es definitiv am gewissen Etwas der Konkurrenz.

6/10

Fotocopyright: Wicked Vision Distribution GmbH

Virtuosity

Inhalt

Ein fieses Computerprogramm erhält eine menschliche Hülle und hinterlässt nach seiner Flucht aus dem Labor sogleich eine deftige Blutspur. Die Behörden wissen nicht, wie der unberechenbare Freak zu fassen ist und so wird ein ehemalige Cop – der immerhin im Ansatz in virtuellen Welten mit dem Gegner mithalten konnte – wieder in den Dienst berufen…

Fazit

Nach „American Gangster“ hatte ich mal wieder Appetit auf diesen vermeintlichen Klassiker, in dem sich Crowe und Washington bereits früh als Gegner gegenüberstanden. Zurecht habe ich allerdings das Wort „vermeintlich“ verwendet – denn so einen richtigen Kultstatus konnte der Titel trotz guter Vorzeichen bei mir nie einheimsen.

Man spürt an jeder Ecke, dass Computereffekte seinerzeit noch in den Kinderschuhen stecken – und diese teils inflationär verwendeten Elemente wie schmerzhafte Fremdkörper erschienen. Schlecht gealtert sind sie obendrein – was vollkommen zu erwarten war. Was bei anderen Filmen vielleicht ein wenig Charme ausmacht, wirkt hier einfach nicht mehr so gut anschaubar und durch ihre zuweilen dämliche Machart leicht nervig obendrein.

Die Handlung vermochte ebenfalls keine Bäume auszureißen, aber immerhin konnten sympathische Darsteller ein paar Punkte auf der „Haben-Seite“ verbuchen. Während Washington auf mich insgesamt zu blas wirkte, machte Crowe mit seiner ziemlich überzeichneten Darstellung schon ordentlich Laune. Das Geschehen bestand dann streng genommen aus einem soliden Verlauf, angereichert mit leichten Anflügen des Fremdschämens. Trotzdem insgesamt überwiegend kurzweilig.

Die Grundidee mag anno 1996 vielleicht halbwegs witzig gewesen sein, doch zu einer ernsthaft guten und glaubwürdigen Umsetzung hat es nicht ganz gereicht. „Virtuosity“ hat schon seine witzigen Momente, wirkt unterm Strich aber wiederum nicht „trashig“ genug, um als echter Geheimtipp durchzugehen. Die aktuelle Einstufung auf FSK16 (meine DVD hat noch die höhere 18er Freigabe) wird dem absurden Treiben absolut gereicht.

6,5/10

Fotocopyright: Paramount Pictures (Universal Pictures)

A Quiet Place 2

Inhalt

Nach der überraschenden Alien-Invasion sind Evelyn und ihre Kinde noch immer auf der Flucht. Sie treffen dabei auf einen alten Bekannten, der die Gäste jedoch nicht für lange Zeit beherbergen kann. Noch ehe sie einen Plan für das weitere Vorgehen fassen, werden sie leider getrennt…

Fazit

„A Quiet Place“ war seinerzeit recht originell, obgleich leider auch etwas anstrengend. Ich mochte das Konzept, war hingegen von der überwiegenden Stille hin und wieder schon leicht angenervt. Auch passierte insgesamt recht wenig und die Action kam erst am Ende.

In der Fortsetzung wurde zwar etwas mehr gesprochen, doch ansonsten gab es keine weiteren Highlights. Man sieht mehr Menschen und mehr außerirdisches Grobzeug, aber in der Handlung keine revolutionären Wendungen oder sonstige Innovationen. Man knüpfte stoytechnisch nahtlos an den Vorgänger an, lieferte durch Rückblenden ein paar Hintergründe, so richtig Fahrt kam das Geschehen aber immer nur kurz und dann auch viel zu wenig.

Ein paar spannendere Alien-Kontakte standen im Kontrast zu langatmigen Passagen, in denen einfach nicht viel passierte. Sicherlich mag die Darstellung des Themas somit weit realistischer als bei vielen Konkurrenten gemacht sein, doch es fiel oft schwer sich komplett in das träge präsentierte Setting hinein zu denken, geschweige denn großartig mitzufiebern. Man blieb am Ball, aber echter Nervenkitzel schaut irgendwie anders aus.

„A Quiet Place 2“ ist grundsätzlich kein schlechter Film. Er hat mich trotz seiner gemächlichen Art recht solide unterhalten, obwohl echte erinnerungswürdige Momente praktisch nicht vorhanden waren. Man führte die zuvor angerissene Handlung konsequent weiter, geizte aber diesmal mit neuen Ideen oder einem allzu befriedigenden Finale. Es ist wohl kein Geheimnis, dass eine weiterer Teil angedacht ist und sich dieser Part eher wie ein undankbares Mittelstück anfühlt. Fans des Vorgängers schauen rein, der Rest kann verzichten.

5,5/10

Fotocopyright: Paramount Pictures (Universal Pictures)

The Tomorrow War

Inhalt

Während einem Spiel bei der Fussball-Weltmeisterschaft zucken plötzlich Blitze über das Feld und zwischen den Sportlern tauchen Soldaten auf. Diese behaupten aus der Zukunft gekommen zu sein und dringend Hilfe für den dortigen Kampf gegen Außerirdische benötigen…

Fazit

Der Film geht knapp 2,5 Stunden und dennoch habe ich mich bei der Inhaltsangabe bewußt kurz gehalten. „The Tomorrow War“ mag storytechnisch sicherlich nicht zu den komplexesten seiner Art gehören, dennoch war der Rahmen für die zuweilen äußerst furiose Action gar nicht mal so übel und sollte Beachtung finden.

Vermutlich war es gut, dass ich im Vorfeld weder Trailer, Inhalt oder Kritiken studiert habe, denn sonst hätte ich mich vielleicht nicht so unbeschwert im Geschehen hätte fallen lassen können. Ich war von der ersten Minute an vom bunten Treiben gepackt und habe mich trotz der Überlange niemals gelangweilt.

Die Action war beeindruckend und vor allem technisch extrem hochwertig. Die Aliens haben nicht nur furchteinflössend ausgeschaut, sondern waren perfekt in ihrem Umgebung integriert. Sie wirkten nicht wie hässliche Fremdkörper und die Interaktion mit ihren menschlichen Widersachern war einwandfrei. Man wurde nie aus der perfekten Immersion gerissen und daran änderten selbst die lockeren Sprüche der Akteure nichts. Der Bogen wurde nie zu weit überspannt und alle Elemente wurden gekonnt aufeinander abgestimmt.

Der bereits aus der „Jurrasic World“-Reihe bekannte Charme von Chris Pratt war hier nicht fehl am Platz und hat gut zum Rest gepasst. Er spielte die Rolle des Familienvaters im Hingabe – und sein Soldaten-Background nahm man im Zuge der Dramatik einfach mal so zur Kenntnis. Hier gab es eh kaum übermäßig glaubwürdige Bestandteile und von daher möchte ich hier nichts bemängeln. Die Chemie aller Beteiligten hat gepasst und selbst das enorm aufgesetzte Vater-Sohn Drama ging irgendwo in Ordnung.

Streng genommen war „The Tomorrow War“ kein so richtig überragender Titel und hat viel bei der Konkurrenz zusammengeklaut, aber irgendwie hat es den richtigen Nerv bei mir getroffen. Ich war sofort in den Bann gezogen, habe mich durchgehend prächtig amüsiert und war aufgrund seiner starken Effekte mächtig vom Ergebnis beeindruckt. Für mich gehört der Film jedenfalls zum besten, was ich bisher im durchwachsenen Jahr 2021 erleben durfte und kann einfach nur eine Empfehlung aussprechen. Nach einem langen Arbeitstag muss es nicht immer sonderlich tiefgründig – sondern einfach mal brachial spaßig zur Sache gehen und da macht das Ding einfach alles richtig. Ich freue mich jetzt schon auf die erneute Sichtung!

8,5/10

Fotocopyright: Amazon

Die Bestimmung – Triple Feature

Inhalt

Chicago in der Zukunft. Nach einem verherenden Krieg haben sich die Menschen in unterschiedlichen Häusern organisiert und versuchen so den Frieden zu wahren. Ab dem 16ten Lebensjahr muss eine endgültige Entscheidung für eine Gruppe erfolgen und ein kleiner Test gibt hierzu Hilfestellung.

Bei Beatrice entpuppt sich dieses Verfahren jedoch als besonders schwierig, da sie Wesenszüge aller Parteien aufweißt und von daher als „Unbestimmt“ gilt. Sie verschleiert das Ergebnis, schließt sich den so genannten „Ferrox“ an und hofft, dass Niemand von ihrem Geheimnis erfährt…

Fazit

Es ist kein guter Stil, doch erneut werde ich drei Filme einer Reihe in einem Rutsch abfertigen. Handlungstechnisch knüpfen die Geschichten direkt aneinander an und zu viele Phrasen würden sich sowieso in einzelnen Artikeln wiederholen.


Teil 1: Die Bestimmung – Divergent

Schon beim Auftakt wirkte die Handlung wild aus anderen Genrevertretern zusammengeklaut und nur bedingt innovativ. Der Fokus lag hier noch klar auf der Charakterentwicklung gab seinen Zuschauern Hilfe bei der Identifikation mit seinen Hauptfiguren.

Nach einem leicht zähen Beginn wurde das Treiben zwar spannender, doch der Funke sprang einfach nicht über. Alles wirkt zu klischeebeladen und zu stark auf sein junges Publikum abgerichtet. Gegen Ende überschlugen sich die Ereignisse zu heftig, da bei Beginn einfach zu viel Zeit vertrödelt wurde.

Positiv waren die gelungene technische Seite, sowie die frischen Jungdarsteller. Der Unterhaltungswert war trotz kleinerer Längen in Ordnung.

6,5/10


Teil 2: Die Bestimmung – Insurgent

Die Fortsetzung knüpft nahtlos an den Vorgänger an und übernahm leider auch die alten Schwächen. Optisch gefiel der Streifen erneut, bei der Handlung griff man hingegen wieder auf zu viele ausgelutschte Bestandteile zurück.

Das Geschehen wirkte hier bereits unnötig gestreckt und ließ – insbesondere bei moralischen Entscheidungen – nur bedingt mitfühlen. Über weite Teile plätscherte die Geschichte vor sich hin und selbst in den Actionabschnitten kam nur wenig Schwung auf.

Viele Momente waren vorhersehbar und das Pacing insgesamt nur mittelprächtig. Anschaubar auf jeden Fall, aber schon einen Ticken schlechter als „Divergent“.

6/10


Teil 3: Die Bestimmung – Allegiant

Der Abschluss der Saga wirkt im Vergleich zu seinem direkten Vorläufer ziemlich aufgesetzt und unrund. Die grobe Rahmengeschichte war bereits abgeschlossen und nun wollte man mit aller Macht durch eine neue Fraktion frische Impulse ins Geschehen bringen.

Dies wurde mangels weiterer Fortsetzung nicht zufriedenstellend erledigt und auch sonst hielt sich die Begeisterung arg in Grenzen. Selbst Jeff Daniels konnte dem mäßigen Treiben keine größeren Sympathiepunkte abringen.

Für mich der schwächste und zugleich auch holprigste Teil der Saga. Vielleicht hatten auch deshalb die Darsteller keinen Bock mehr auf ein echtes Finale.

5,5/10


Gesamtfazit

„Die Bestimmung“ richtet sich klar an ein junges Zielpublikum, welches mit vielen Elementen wohl noch weniger versiert ist und einige Kröten lockerer zu schlucken vermag. Ich fand die Reihe insgesamt nicht übel, konnte mich jedoch in viele Figuren oder Handlungsabschnitte einfach nicht mehr hineindenken und langweilte mich immer mal wieder enorm. Dialoge, Fraktionen und Liebelein sprechen eine andere Generation an und mir fällt die Identifikation zu schwer.

Die Grundidee war im Ansatz noch passabel, doch mit laufender Zeit türmten sich die Logiklücken und die Leerläufe waren deutlich zu spüren. Wahrscheinlich wurde die Buchvorlage mal wieder enorm zusammengesetzt und nun wundert man sich über einige Ungereimtheiten, die sich gelegentlich fast als Showstopper entwickelten. Darüber hinaus zeigten sich bereits im zweiten Teil arge Abnutzungserscheinungen, die auf die Unterhaltung drückten.

Die Filmumsetzung der „Tribute von Panem“ war zwar auch nicht gerade das Gelbe vom Ei, aber immerhin eine Ecke besser als dieses größtenteils leider sehr bemühte Konstrukt. Ein offenes Ende ist dann ein zusätzlicher Abzug in der B-Note und so gibts nur für harte Genrefreunde eine kleine Empfehlung. Mir wurden die tollen Ansätze einfach zu weich und teils langatmig präsentiert.

6/10

Fotocopyright: Concorde Video

Eolomea

Inhalt

Die Erde ist in Sorge. Zu mehreren Raumschiffen ist der Kontakt abgebrochen und die Gründe sind nicht bekannt. Eine Wissenschaftlerin hat jedoch den Verdacht, dass einer ihrer Kollegen mehr über den Vorfall weiß, als er zunächst Preis geben möchte…

Fazit

Ich würde mich schon als Freund klassischer Sci-Fi bezeichnen und schätze beispielsweise Adaptionen von Jules Verne („Die erste Fahrt zum Mond“) oder die alten Enterprise-Folgen mit William Shatner sehr. Bei „Eolomea“ hoffte ich nun die selbe Kerbe zu bedienen, doch so recht hat mich dieser Titel dann nicht von sich überzeugt.

Die Technik war natürlich angestaubt, altbacken und stellenweise sehr belächelnswert – was immerhin den Charme ausmachte, den ich mir im Vorfeld erhofft habe. Leider konnte der Rest – und damit meine ich insbesondere die Handlung – einfach nicht mithalten.

Was zunächst ganz interessant begann, entwickelte sich zu einer echten Schlaftablette. Die Aufmerksamkeitsspanne wurde von Minute zu Minute geringer und höchstens die witzigen, nostalgischen Ausstattungsdetails hielten halbwegs am Schirm. Die Geschichte plätscherte vor sich hin und man konnte sich gar nicht so recht für die dramatisch-theaterhaften Auftritte der Akteure begeistern. Sie spielten teils so, als ob es um ihr Leben ging – doch in dieser präsentierten Form wollte keine überschwängliche Stimmung aufkeinem.

Es ist immer wieder putzig zu sehen, wie man sich vor etlichen Jahren einmal die Zukunft, respektive aktuelle Gegenwart vorgestellt hat und zumindest hier kann „Eolomea“ noch ein paar Ehrenpunkte erstreiten. Ansonsten blieb das Werk spannungs- und erzähltechnisch weit hinter ähnlich gelagerten Konkurrenten zurück. In den 1970igern hat man eigentlich schon viel von der Sci-Fi-Thematik gesehen und selbst da dürfte das Werk kaum mehr als ein müdes Lächeln abgerungen haben. Nostalgiebonus: auf jeden Fall – eine Empfehlung: nur für hartgesottene Genreliebhaber oder Fans vom Philosophieren über das Leben.

4,5/10

Fotocopyright: VZ-Handelsgesellschaft mbH (Label Icestorm)

Das schwarze Loch

Inhalt

Ein kleines Forschungsteam trifft im All zufälligerweise auf ein gigantisches Raumschiff, welche sie sogleich an Board bittet. Die Gäste sind erstaunt, da die Crew scheinbar komplett aus Robotern besteht und lediglich ihr Befehlshaber menschlicher Abstammung ist. Sie werden zwar freundlich aufgenommen, doch irgendwas scheint hier nicht mit rechten Dingen zuzugehen…

Fazit

Schon damals wollte Disney etwas vom Erfolg von „Krieg der Sterne“ abhaben und schickte mit „Das schwarze Loch“ einen eigenen Genrevertreter ins Rennen. Während mir jedoch seid Kindheitstagen die Jedi-Ritter ein stetiger Begleiter geworden sind, wurde ich schon seinerzeit nicht wirklich mit diesem leicht bizarren Konkurrenten warm. Ich hatte für klassische Sci-Fi Film („Buck Rogers“, „Krieg der Eispiraten“, etc.) schon immer eine Schwäche, doch dieses Werk hier ist schwierig einzunorden.

Der Streifen hinterließ einen halbwegs hochwertigen und teuren Eindruck, patzt aber bei seiner Inszenierung. Während die Effekte bei Lucas zwar wesentlich effizienter erschienen, ist ein hohes Budget an vielen Ecken hier durchaus wahrnehmbar. Aufwändige Kulissen, erstaunliche Außenaufnahmen und viel „Gewusel“ sprechen eine eindeutige Sprache. In jeder Szene ist etwas im Hintergrund los und der Zuschauer steht teilweise vor einer enormen Reizüberflutung. Getreu dem Moto: viel hilft viel.

Hinter der bunten Fassade steckt allerdings eine simple und mit wenig Inhalt bestückte Story, die recht austauschbar und vergleichsweise uninspiriert daher kam. Man wollte gar kein richtiges Weltraum-Märchen erzählen, sondern lediglich einen Rahmen für Fulminate Action liefern – die letztlich gar nicht so fulminant erschien. Durch schwach gezeichnete Charaktere und fragwürdiges Gegnerdesign fiel das Abtauchen nicht immer einfach und oftmals sorgten eher unfreiwillige Dinge für kleine Lacher. Die Rolle von Maximilian Schell als Dr. Hans Reinhardt war die Krönung.

„Das schwarze Loch“ ist zwar an und für sich kein allzu guter Film, hält aber mit seinen teils beachtlichen, teils lachhaften Momenten durchaus amüsant bei Laune und fällt in keinem Bereich extrem negativ aus dem Rahmen. Für die heutige Generation ist das angestaubte Erlebnis wohl nichts, für Nostalgiker und Genrefreunde jedoch noch immer einen kleinen Blick wert. Ich denke jedweder Vergleich zu Referenzen wie „Star Wars“ erübrigt sich von selbst.

6/10

Fotocopyright: Disney

Cosmic Sin – Invasion im All

Inhalt

Wir schreiben das Jahr 2524 und die Menschheit hat den Weltraum weitestgehend besiedeln können. Auf einem Außenposten kommt es jedoch zu einem verehrenden Erstkontakt mit einer fremden Spezies und ein ausgedienter General muss für diesen Einsatz noch einmal zu den Waffen greifen…

Fazit

Die Tage als ein Bruce Willis noch für hochwertige Qualität stand, sind lange vorbei und mittlerweile sollte dieser traurige Fakt auch beim letzten Filmfan angekommen sein. Bei Willis und Sci-Fi denkt man mit Wohlbehagen an das grandiose „fünfte Element“ zurück, doch von dessen Eleganz und Esprit ist man hier trotz etlicher Jahre an Fortschritt in der Branche weit entfernt.

„Cosmic Sin“ ist Fließbandware und wirkt entsprechend lustlos heruntergekurbelt. Die Optik ist so lala und erzeugt nur in wenigen Momenten ein Hauch von fremden Galaxien. Meist strahlen die Schauplätze etwas sehr Einfaches und Irdisches aus – was eher an bemühte Amateurfilme, denn ernsthafte Hollywood-Kost erinnert. Da helfen auch die glatte Digitaloptik und ein paar nette CGI-Effekte nicht viel.

Ausstattung, Kostüme und Effekte sind nicht einmal zweitklassig, sondern stellenweise weit drunter. Während besonders die Damen in ihren Outfits trotzdem eine halbwegs gute Figur abgeben, trübt das bei anderen Akteuren nicht über genervte Gesichtsausdrücke hinweg. Grillo gab sich gerade noch so bemüht und versucht hin und wieder betroffen in die Kamera zu blicken, doch Willis schien vollkommen resigniert zu haben und sich lediglich auf den Gehaltscheck zu freuen. Seine Präsenz war zwar weit größer als zu Beginn vermutet, dennoch sprang der Funke bei seiner lieblosen Darbietung nicht über.

Die Geschichte war simpel, wie austauschbar und nur selten spannend. Trotz seiner Laufzeit von 1,5 Stunden hätte man einige Dialoge straffen und vielleicht ein wenig mehr Tempo erreichen können. Oftmals verlieren sich die schablonenhaft gezeichneten Charaktere in endlosen Konversationen, bei denen aufgrund schwankender Aufmerksamkeit nicht immer ein tieferer Sinn herauszuhören war. Man versuchte sich weitaus Ernster zu geben, als es der dröge Rahmen überhaupt zulassen konnte und das wirkte meist ziemlich suboptimal.

Die Action war billig gemacht und lediglich gelungen choreografiert. Manche Aktionen wirkten nicht nur sehr unbeholfen, sondern auch sichtlich spontan und schier ohne Script. Die Akteure wuselten in Feuergefechten wild herum und rannten sich bald über den Haufen. Irgendjemand hielt dann verschachtelte Kameraperspektiven für sinnvoll – kaschierte man damit höchst fragwürdig manch Szene, der wohl kein höherer Etat zur Verfügung stand.

Ich möchte jetzt keine Lanze für „Cosmic Sin“ brechen, jedoch betonen, dass ich schon weitaus schlimmere Werke (besonders in Richtung Sci-Fi) gesehen – oder besser gesagt – ertragen habe. Mir war irgendwo klar, dass Willis das dürftige Geschehen nicht allein mit seiner Anwesenheit auf seinen Schultern stemmt und Grillo nach dem überraschenden „Boss Level“ wohl wieder ins Mittelmaß abrutscht. Durch seinen gewissen Trash-Faktor ist dieser Titel für den hartgesottenen Fan halbwegs anschaubar, obgleich meilenweit von einer echten Empfehlung entfernt.

4/10

Fotocopyright: Koch Media GmbH – DVD

Voyagers

Inhalt

In naher Zukunft wurde endlich ein adäquater Ersatz für die mittlerweile völlig ruinierte Erde gefunden, doch einen Haken gibt es letztlich bei dessen Bevölkerung. Die Reise dorthin beansprucht so viele Jahre, dass erst folgende Generationen dazu in der Lage sein werden. Exakt für diesen Auftrag züchtet die Regierung dann letztlich Kinder, die sich im Laufe des Fluges auch einst entsprechend fortpflanzen und die Zukunft der Menschheit retten sollen…

Fazit

So rein von der Idee, ist „Voyagers“ gar nicht mal so dumm und zumindest in Ansätzen hier und da recht brisant gedacht. Leider ist das Werk dann insgesamt ziemlich seicht ausfallen und konnte am Ende nicht vollends von sich überzeugen.

Während der Handlungsrahmen soweit in Ordnung ging und die Einführung zum eigentlichen Geschehen noch passabel verlief, keimte schon früh ein wenig Langweile und das Gefühl nach verschwendetem Potential auf. Im Anbetracht einer solch ernsten Lage verkamen viele Elemente zu einer lächerlichen Farce und die Glaubwürdigkeit des mühevoll erarbeiteten Konstruktes bröckelte zusehends.

Man wollte eine Art „Herr der Fliegen im Weltraum“ (passender Ausdruck, mehrmals in Verbindung mit dem Titel gelesen) etablieren und scheiterte mit seinen durchaus netten Ansätzen grandios. Was spannend begann, entwickelt sich zu einem öden Jugend-Drama – nur eben mit dem Weltraum als außergewöhnliches Setting.

Statt einer einsamen Insel, umgeben karge Gänge und die Weiten des Alls unsere Protagonisten. Trotz aller Enge und netten Versuche wollte trotzdem keine bedrohliche Stimmung aufkommen und das Treiben nie so recht in Fahrt kommen. Man fühlte nicht die Verzweiflung oder die Rebellion, die in vermeintlichen Vorbildern wesentlich greifbarer transportiert wurden.

Motivationen beider Parteien (also Projektleiter und der Insassen) waren irgendwo schon zu verstehen, doch überzeugend waren die Umsetzungen dann nicht. Frisches Setting hin oder her – das Thema fühlte sich altbacken und ausgelaucht an. Gute Ansätze verpufften am laufenden Band und die Aufmerksamkeit hing stellenweise extrem durch.

Auch wenn sich viele Teile in diesem kurzen Review nach einem Totalausfall anhören, ist „Voyager“ zum Glück noch ein Stück davon entfernt. Man ärgert sich über vergeudete Elemente und mochte das Szenario mit seinen durchaus symphytischen Gesichtern irgendwo mehr ins Herz schließen, doch die trockene Erzählweise stand sich dabei regelmäßig selbst im Weg. Technisch okay, aber vom Unterhaltungswert eher zäh. Als kostenlose Dreingabe zum bestehenden Prime-Account vielleicht einen kleinen Blick wert – Geld würde ich für diesen Titel nicht hinblättern wollen.

4/10

Fotocopyright: Amazon

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