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Schlagwort: Sci-Fi (Seite 1 von 2)

Cube

Inhalt

Eine Gruppe wild zusammengewürfelter Menschen erwacht in einer Art Labyrinth. Es handelt sich jedoch um kein klassisches Modell, sondern einer Anordnung von würfelförmigen Räumen, die ihre Konstellation verändern. In manchen befinden sich tödliche Fallen, andere wiederum die Aussicht auf einen Ausgang…

Fazit

Dank Netflix bin ich nach etlichen Jahren endlich mal wieder in den Genuß von „Cube“ gekommen. Ich weiß noch, wie wir uns damals die Videokassette aus der Videothek ausgeliehen haben und seitdem ist er erstaunlicherweise auf keinem Medium in die Sammlung gewandert.

Heutzutage sieht man der Produktion das niedrigere Budget mehr, als damals an – was dank seiner interessanten Handlung jedoch noch immer zu vernachlässigen ist. Das Kammerspiel klappt über weite Teile recht gut und hält den Zuschauer immer an der Hand. Ein roter Faden ist zwar jederzeit ersichtlich, allerdings kein allzu befriedigendes Finale.

Man erahnt mit fortschreitender Handlung, wie die Sache wohl ausgehen bzw. wer überlegen könnte, trotzdem bleibt man mit gemischten Gefühlen zurück. Eine richtige Aufklärung bleibt man dem Publikum schuldig und die Sinnhaftigkeit damit in der Schwebe. Immerhin machen die Darsteller ihren Job weitestgehend gut und laden zum Mitfiebern ein. Deren Tode sind dann recht kreativ und gemessen an den finanziellen Mitteln ganz nett umgesetzt. Die Synchro hat auch gepasst.

„Cube“ war seinerzeit kein absoluter Überflieger, konnte aber Aufmerksamkeit bei Filmfans erlangen und sogar ein paar Fortsetzungen mit sich ziehen. Mir hat der Titel laut meinen Erinnerungen ganz gut gefallen, mittlerweile ist er noch nur „ganz okay“. Er lebt von seiner witzigen Grundidee und hält trotz kleiner Längen passabel bei Laune.

6,5/10

Fotocopyright: WVG Medien GmbH

The Last Days of American Crime

Inhalt

Amerika scheint kurz davor das friedliche Land der Welt zu werden. In wenigen Tagen soll ein Signal ausgestrahlt werden, welches in das Hirn dringt und alle kriminellen Gedanken sofort eindämpft. Klar, dass sich in der Bevölkerung Widerstand regt und Verbrecher wie Rick ihre Felle davonschwimmen sehen…

Fazit

Interessante Ausgangslage, halbherzige Umsetzung. Ist „The Last Days of American Crime“ durch einen geschickt inszenierten Auftakt zunächst noch reaktiv spannend, verliert sich das Geschehen schon bald in unnötigen Längen – die wertvolle Punkte auf dem Wertungskonto kosten.

Bei der Aufmachung gibt es rein gar nichts zu Mäkeln. Technisch ist der Film hervorragend in Szene gesetzt und vermittelt mit gar nicht mal so extrem aufwändigen Mitteln eine stimmige Atmosphäre. Auch wenn man nur wenig vom Leben auf der Straße sieht, fühlt man die angespannte Situation in der Bevölkerung und kann sich erstaunlich gut in die Lage des Antihelden hinein versetzten.

Hier und da eine kleine Straffung und das Seherlebnis wäre richtig rund geworden. So setzt man immer wieder auf unnötige Einlagen oder belanglos ausgedehnte Dialoge, die alles in die Länge ziehen und den Verlaufs ins Stocken bringen. Dabei gab man sich nicht einmal tiefgründiger, als die Handlung im ersten Moment weiß machen will. Das Setting blieb erstaunlich simpel und baut seine halbwegs brisante Thematik überhaupt nicht aus. Gesellschaftskritik verpufft man konzentriert sich stattdessen lieber auf eine aufgesetzte Liebesgeschichte – die man so gar nicht nötig gehabt hätte. So gleicht man sich deutlich den üblichen Sehgewohnheiten an und geht erst recht keine eigenen Wege.

An allen Ecken und Enden schmerzt das vergeudete Potential. Natürlich macht „The Last Days of American Crime“ als quasi kostenfreier Inklusivtitel eine recht ordentliche Figur, aber man hätte so viel aus den audiovisuellen Stärken und dem tollen Szenario herausholen können. Nutzte zuletzt Spike Lee seine künstlerische Freiheit, hätte der Regisseur dieses Titels ruhig die Schere zu passenden Momenten einsetzen können. Unterm Strich ein durchaus empfehlenswertes Werk – welches trotz kleinerer Längen und enttäuschender Oberflächlichkeit insgesamt nett bei Laune hielt.

6,5/10

Fotocopyright: Netflix

Weitere Infos: https://www.netflix.com/de/title/80198975

Don’t Let Go

Inhalt

Jack Radcliff ist Cop und wie ein Vater für seine junge Nichte. Als die Kleine und deren Familie kaltblütig umgebracht wird, bricht für Jack eine Welt zusammen. Zwar übernimmt sein Partner die Ermittlungen, doch entgegen des Rates seines Chef recherchiert er selbst in dem Fall. Er bekommt die Puzzlestücke einfach nicht zusammen, bis auf einmal sein Telefon klingelt und die Stimme der Ermordeten auf der anderen Gesprächsseite ist..

Fazit

Mit seiner Prämisse rangiert „Don’t Let Go“ irgendwo zwischen „Butterfly Effect“ und „Frequency“ ohne deren starken Momente zu kopieren. Man hat die Geschichte also schon einige Male gesehen – und dies zumeist etwas besser.

Unterm Strich war „Don’t Let Go“ allerdings kein schlechter Film. Trotz Innovationsarmut konnte er durchgehend passabel bei Laune halten und leistete sich keine größeren Ausreißer. Einige Lücken bzw. die allgemein zweifelhafte Glaubwürdigkeit sind dem zu Grunde liegenden Kern geschuldet und ziehen keine Punkte in der Bewertung ab.

In meinen Augen lag das größte Manko in der Ausdruckslage der Akteure geschuldet. Alle agierten ganz ordentlich, aber so richtig abgeholt hat mich das Ganze nicht. Bei beispielsweise „Frequency“ konnte mich nicht nur in die Rollen hineinversetzten, sondern wurde auch gefühlstechnisch total mitgenommen. Durch die Bindung zu den Darstellern baute sich ein unglaublich dichter Bann auf, der hier leider vollkommen ausgeblieben ist. Sicherlich wollte man wissen, wie es weitergeht und wer der Täter ist – die Figuren ließen hingegen etwas kalt.

Zweites – immerhin deutlich kleineres – Problem, betrifft die Technik. Der Titel strotzt vor Filtern und Unschärfen, was mich zumindest zu Beginn sichtlich genervt hat. Irgendwie schien der Fokus nicht immer zu sitzen – oder Jemand hielt die falschen Schärfeeinstellungen wohl für ein modernes Stilmittel. Der Soundtrack hingegen war unauffällig und kaum kaum der Rede wert.

„Don’t Let Go“ macht wenig falsch, wirkt aber insgesamt kühl und uninspiriert. Gegen die recycelte Thematik habe ich erst einmal nichts, jedoch hätte die Umsetzung etwas packender und unvorhersehbarer sein können. Letztlich ein solider, durchaus schaubarer Titel, der nicht im Ansatz mit den Referenzen im Genre mithalten kann.

5,5/10

Fotocopyright: Blumehouse Productions

Walhalla

Inhalt

Durch ein Missgeschick landen die beiden Menschenkinder Tjelfe und Roskva in Asgard, der Heimat von Donnergott Thor und seinem Vater Odin. Sie geraten mitten in den Konflikt zwischen Göttern und Riesen, bei dem auch der sagenumwobene „Fenrir“-Wolf sein Unwesen treibt…

Fazit

In meiner Kindheit habe ich den Zeichentrickfilm geliebt und vor etlichen Jahren auch die DVD dazu erworben. Die erste Ankündigung der Realadaption habe ich mit Skepsis entgegen genommen, doch schon der Trailer brachte sichtlich Entspannung in die Sache.

Wer die Geschichte des Kinderfilms kennt, wird sich hier direkt wiederfinden und – soweit ich mich erinnern kann (die letzte Sichtung ist etliche Jahre her) – kaum Abweichungen in Kauf nehmen müssen. Die aktuelle Verfilmung hält sich nahezu sklavisch an die gemalte Vorlage und erzählt dessen Handlung im Grunde eins zu eins nach. Sogar Teile des Soundtracks und einige Aufnahmen schienen komplett übernommen – was das Herz des Fans wahrlich höher schlagen lässt.

Ich für meinen Teil empfand die nahezu exakte Aufbereitung als größte Stärke des Titels. So werden Kindheitserinnerungen geweckt und die Motivation weiter am Ball zu bleiben deutlich gestärkt. Man wollte unbedingt wissen, ob wirklich alles so eintrifft, wie man es noch bruchstückhaft im Kopf behielt – und freute sich umso mehr über liebevolle Details und der überhaupt würdigen Umsetzung.

Bei den Effekten gab es keinen Grund zur Klage. Die Welt wirkte jederzeit glaubwürdig und selbst Elemente wie riesige Ziegen oder der gigantische Fenrirwolf reihten sich optisch nahtlos ein. Helden und Gegenspieler wurden dargestellt, so wie man es sich damals vorgestellt hatte. Die Riesen waren keine echten Riesen, sondern nur schräg gekleidete Geschöpfe, Thor und Odin nicht so übermächtig, wie sie sonst oftmals geschildert werden. Wunderschöne Landschaften, ein toller Regenbogen und Ehrfurcht erregende Tore schützen eine schlichte, aber atmosphärische Halle der Götter. Alles erschien so realistisch und greifbar wie möglich – auch, wenn hier doch nur ein Märchen die Grundlage bildet.

Dieser Thor ist nicht vergleichbar mit dem grellen Typen, der in den Marvel-Comics zum unschlagbaren Superhelden stilisiert wurde. Die hier geschilderten Götter sind uns Menschen näher als die bunten Avengers-Recken und sprechen mich damit deutlich mehr an. „Walhalla“ bedient aber insgesamt eher die Fans der gleichnamigen Vorlage, statt Freunde krachender Action. Es geht hier wesentlich ruhiger, verträumter, gar märchenhafter zu und ist somit nicht jedermanns Sache. Ich war von dieser Variante mehr als angetan und lobe mir ausnahmsweise die nahezu identische Inszenierung. Schließlich beruhen beide Versionen auf einem gemeinsamen Comic. Jetzt ärgere ich mich, nicht direkt bei der „Ultimate Box“ zugeschlagen zu haben – denn diese enthält neben der Musik auch den alten Zeichentrickfilm als Bonus…

8/10

Fotocopyright: Koch Media GmbH

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Walhalla – Ultimate Box (+ 2 Blu-rays + 1 Bonus-DVD + 1 CD)

Terminator: Dark Fate

Inhalt

Die Terminatoren haben Sarah und ihren Sohn John aufgestöbert und kurzen Prozess gemacht. Der Junge stirbt und das Schicksal der Menschheit scheint besiegelt. Glücklicherweise erhält Sarah immer jeder Hinweise auf mögliche Angriffe und trifft nach etlichen Jahren auf eine junge Mexikanerin, die nun angeblich für die Rettung der Welt verantwortlich sein wird…

Fazit

Das Terminator-Franchise ist nach all den Jahren nicht tot zu kriegen und selbst die alten Darsteller sind wieder mit an Board. Ob dies nun gute Vorzeichen sind, sei Jedem selbst überlassen. Ich jedenfalls habe mich nicht sonderlich auf einen neuen Teil gefreut, aber letztlich wollte ich ihn (wenn er denn schon einmal da ist) auch nicht verpassen.

Die Handlung ist gewohnt dünn und gradlinig erzählt. Obwohl es gelegentlich äußerst krachende Action gibt, schleichen sich in den ruhigeren Momenten kleinere Längen ein. Man hat stets das Gefühl alles bereits zu kennen – nur eben technisch bislang etwas schlechter in Szene gesetzt. War doch insbesondere die zweite Auskopplung seinerzeit ein visuelles Meisterwerk, übertrifft ihn „Dark Fate“ selbst in kleinen Passagen.

Der neue Terminator mit seiner flüssigen Legierung ist nett gemacht, aber manchmal kommt der mit seinem pseudo-mexikanischen Akzent unfreiwillig komisch daher. Er hat zwar ne Menge drauf, dennoch wirkt er nicht so furchteinflößend wie seine Vorgänger in den ersten Serienteilen. Dennoch hätte ich mir einen spektakuläreren Abgang gewünscht – ohne dabei eine konkrete Idee im Kopf zu haben.

Erhofftes, persönliches Highlight war das aufeinandertreffen von Linda und Arni, welches überwiegend sehr ernüchternd ausfiel. Die Chemie zwischen den Beiden stimmte irgendwo schon, doch dem schwachen Drehbuch seien nur wenige knisternde Momente zu verdanken. Hier und da ein kleiner Spruch war schon ganz gut, aber aus dieser merkwürdigen Beziehung hätte man viel mehr raus kitzeln können, gar müssen. Sichtlich gealtert, stehlen sie dennoch der neuen Generation die Show.

Für Wen genau der neuste Ableger ist, vermag ich nicht zu sagen. Teil 1 und 2 begleiteten mich in meiner Jugend und werden auch für ewig die wahren Titel der Reihe bleiben. Alles danach war eher so lala und irgendwo dabei reiht sich letztlich auch „Dark Fate“ ein. Man kann ihn aufgrund einiger cooler Krawall-Abschnitte schon gucken – wirklich nötig wäre diese Fortsetzung garantiert nicht gewesen. Trotz der alten Veteranen fehlt es an Geist und – wie es zu erwarten war – auch deutlich an Innovation. Man sollte die Marke vielleicht mal wieder für längere Zeit ruhen lassen.

5,5/10

Fotocopyright: Twentieth Century Fox Home Entertainment

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Terminator – Dark Fate [Blu-ray]

I Am Mother

Inhalt

In der Zukunft wächst ein Mädchen unter der Obhut eines Roboters – genannt „Mutter“ – heran. Sie glaubte ihr Leben lang, dass es außer ihr keine anderen Menschen mehr gibt und eine schlimme Verwüstung außerhalb ihres Bunkers herrscht. Ihr Weltbild wird jedoch erschüttert, als erst eine Maus und später sogar eine andere Frau im Gebäude erscheint…

Fazit

Und wieder einmal ein Film, dessen Story locker aus einer Folge von „Outer Limits“ und ähnlichen Produktionen entsprungen sein könnte. Für knapp zwei Stunden erhält man hier vergleichsweise wenig Inhalt, der mit einigen Längen daher kommt und sich voll auf sein minimalistisches Kammerspiel beschränkt. Auch wenn die Schauspieler ihre Sache halbwegs passabel machen, können sie nicht über die dünne und durchaus bekannte Handlung hinweg täuschen.

Dadurch, dass viele Elemente so vertraut wirken, hängt die Aufmerksamkeit ein wenig durch. Das düster angehauchte Setting baut nicht unbedingt eine gigantische Spannungskurve auf und kratzt machmal an der Belanglosigkeit. Obwohl die Kulissen ansprechend und das eingestreute CGI hochwertig sind, kann mich der Titel audiovisuell nicht so recht begeistern. Die dunklen Gänge und Räume waren dabei nicht einmal ein Problem.

Der Ausgangslage geschuldet, ist schnell erkannt, dass ein tieferer Sinn hinter dem Titel steckt. Man möchte hier auf eigene Weise die Vermenschlichung von Maschinen abbilden und dabei andere Wege als beispielsweise ein „Blade Runner“ gehen. Ein hier raffinierter Twist betrifft die Liebe zur „Mother“, die hier eher als Mutterliebe, statt Zuneigung zum Partner verkörpert wird. Ist wird einigermaßen glaubwürdig geschildert und passabel gespielt – ändert allerdings nichts an langatmigen Passagen.

Im Großen und Ganzen nett gemacht, konnte mich „I Am Mother“ nicht packen. Ich war weder dem Setting, noch den Darsteller ablehnend, doch irgendwie sprang der Funke nicht über. Auch habe ich die Aussage der Macher durchaus verstanden, dennoch war mir alles nicht kurzweilig genug. Guter Durchschnitt und somit kein echtes „Must-See“.

6/10

Fotocopyright: Concorde Video

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I Am Mother [Blu-ray]

Upload

Inhalt

Das Leben nach dem Tod war bislang ein großes Rätsel. Im Jahr 2033 allerdings, kann der Sterbende – je nach Geldbeutel – eine großartige virtuelle Welt buchen, in die er quasi „hochgeladen“ wird.

Der junge Erfolgstyp Nathan kommt durch einen verehrenden Autounfall vorzeitig in den Genuss dieser neuen Technologie und macht dort Bekanntschaft mit Nora, die eine Art Moderatorin und Wegweiseren für die Verstorbenen darstellt. Schnell erkennt Nora, dass die Todesumstände Ihres Schützlings mehr als mysteriös sind…

Fazit

„Upload“ hat mich überrascht. Zum Einen wegen seiner schrägen Grundidee, zum Anderen weil der Mix aus Komödie, Drama und ein wenig Thriller hier erstaunlich gut funktioniert.

Die kurze Dauer der einzelnen Episoden (knapp 30 Minuten im Schnitt) tut dem Betrachter unglaublich gut, denn so ist der Verlauf immer schön straff und kurzweilig. Das Tempo ist stets angenehm und glücklicherweise gibt es trotz der kompakten Häppchen keinerlei Längen.

Im Vorfeld bin ich von einer Comedy-Serie ausgegangen und wurde wahrscheinlich auch deshalb so positiv überrascht, da sogar geschmeidig gemachte Thriller-Anleihen zugegen waren. Die Handlung entfaltete deutlich mehr Tiefgang, als zunächst erwartet und machte in jeder Situation mächtig Laune. Die unterschiedlichen Elemente griffen mustergültig ineinander und ließen dennoch den roten Faden nie aus dem Auge verlieren.

Überwiegend ging es witzig zur Sache, gelegentlich ein wenig traurig und letztlich galt es ein Rätsel um die verlorene Erinnerung des Hauptprotagonisten zu lösen. Einige Charaktere waren nicht so, wie auf den ersten Blick vermutet und änderten Ihre Gunst beim Zuschauer im Laufe des Geschehens. Es zeigte sich, wie wandlungsfähig manche Schauspieler waren und das die Chemie untereinander grundlegend prima passte. Man hat die wichtigsten Figuren schnell ins Herz geschlossen.

Neben den hervorragenden Darstellern war ich enorm von der Liebe zum Detail entzückt. In fast jeder Einstellung gab es interessante technologische Spielereien zu entdecken. Die Palette reichte hierbei von nah an der Realität, bis gekonnt auf die Spitze getrieben und total abgedreht. Es gab so viele Bezüge zur aktuellen Zeit und einige Entwicklungen schienen gar nicht mal so abwegig. Kleinere Gewaltspitzen wurden stets mit einem Augenzwingern vorgetragen und verloren ihren Schrecken. Von daher funktionierte die Produktion auch als Satire und Gesellschaftskritik wunderbar.

Mit „Upload“ hat Amazon eine wirklich erfrischende und kurzweilige Serie im Angebot, die sich durch ihr Setting und Liebe zum Detail angenehm von der Konkurrenz unterscheidet. Obwohl ich mich nicht zu einer Höchstwertung überwinden kann, habe ich keine echte Kritik zu äußern. Die kurze Anzahl an Episoden ist bei ersten Staffeln eigentlich normal und die bestenfalls überdurchschnittliche Synchronisation kein Beinbruch. Ich freue mich schon auf den Fortgang der Geschichte und schalte garantiert wieder ein!

7,5/10

Forocopyright: Amazon

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Underwater – Es ist erwacht

Inhalt

Eine Forschungsstation, die sich unterm dem Meer befindet, wird von einem schweren Beben erschüttert. Viele Systeme sind ausgefallen und nur ein Teil der Crew hat überlebt. Jeder Atemzug könnte aufgrund der Instabilität der Letzte sein – und irgendetwas lauert im Wasser…

Fazit

Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass dieser Film aufgrund von Kristen Stewart vielleicht ein paar Zuschauer weniger verzeichnet – was im Anbetracht ihrer hiesigen Leistung absolut ungerechtfertigt wäre.

Sie verkörpert die Rolle von Norah Price erstaunlich gut und übertrifft sogar ihren alteingesessenen Kollegen Vincent Cassel mit Bravur. Das dichte Spiel in den weiten des Meeres wird durch seine ernst auftretende Hauptfigur angenehm geprägt und durch Sie eigentlich erst richtig sehenswert gemacht.

Weitere Pluspunkte verdient die tolle Ausstattung, welche den Zuschauer perfekt in eine andere Welt versetzt. Schicke Anzüge, eine futuristische Station und jede Menge Computer erzeugen eher den Eindruck eines Besuchs im All, statt im tiefem Nass. Alles wirkt angenehm harmonisch, unterstützt die dichte Atmosphäre. Das „gluckern“ unter Wasser verstärkt die klaustrophobische Grundstimmung enorm – die düstere Soundkulisse passt dazu ohne Makel.

Auch wenn viele Passagen nicht neu, gar etwas vorhersehbar erscheinen, bricht der rote Faden nicht ab und man bleibt konzentriert am Ball. „Underwater“ sorgt dank solider Technik und eigenwilliger Optik für ein Sehgefühl, welches vielen Mitbewerbern abgeht. Das Teil wirkt hochwertig, teuer, zeitgemäß und weitestgehend glaubwürdig – selbst wenn die Taucheranzüge unweigerlich an Soldaten aus dem Videospiel „Gears of War“ erinnerten.

Es war zu erwarten, dass die Story nicht vollends neu sein wird und sich ungeniert bei großen Vorbildern bedient. Durch seine tolle audiovisuelle Umsetzung und diverser eigenständigen Elemente, ist „Underwater“ jedoch kein müder Abklatsch von „Alien“ und Konsorten. Durch sein tolles Ambiente und der hohen Spannugskurve macht das Teil von Anfang bis Ende ordentlich Spaß und verdient für Interessierte eine warme Empfehlung – trotz und gerade wegen seiner starken Hauptdarstellerin. Natürlich gibt es im Genre weitaus bessere – aber auch weitaus schlechtere Werke.

7/10

Fotocopyright: Twentieth Century Fox Home Entertainment

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Underwater [Blu-ray]

Titan – Evolve or die

Inhalt

Führende Wissenschaftler haben erkannt, dass die Erde in der heutigen Form nicht mehr lange Bestand haben wird und eine neue Heimat gefunden werden muss. Am ehesten bietet sich dafür der Mond „Titan“ an, der es aufgrund seiner Kälte nicht leicht für den Menschen macht. Fortan wird ein Programm ins Leben gerufen, welches Soldaten zu Supermenschen transformieren soll…

Fazit

Für mich hielt der Film nicht, was das Cover zunächst versprach. Ich bin irgendwie die ganze Zeit von einem actionreichen Sci-Fi Abendteuer ausgegangen, doch was sich hier bot war ein eher ruhiger Thriller – der unweigerlich an Folgen aus „Outer Limits“ und Konsortien erinnerte.

Wer Action erwartet, ist wahrlich an der falschen Adresse. Der Film ist eher gemächlich und lässt uns an der Transformation seiner Auserwählten teilhaben – was zumindest technisch hochwertig und inhaltlich einigermaßen unterhaltsam gestrickt wurde. Man beobachtet also Soldaten, die zu – man möge fast schon behaupten – Kreaturen heran gezüchtet werden und erkennt erst mit der Zeit, dass die eigentliche Reise gar nicht mehr im Vordergrund steht.

Sam Worthington dürfte den Meisten aus „Avatar“ bekannt sein, was möglicherweise auch zu falschen Erwartungshaltungen führt. War er dort trotz anfänglicher Einschränkung doch sehr aktiv und actionorientiert unterwegs, betrachten wir ihn hier nur bei seiner körperlichen Veränderung – was natürlich eher einen Gang weniger temporeich vonstatten geht. Er macht seine Sache dabei ordentlich, haut aber nicht wirklich vom Hocker. Seine Kostümbildner verdienen Lob, die CGI-Künstler litten dagegen am sichtlich eingeschränkten Budget.

Ob meine falsche Herangehensweise am mangelnden Studieren der Inhaltsangabe oder durch den Bezug zu „Avatar“ erstanden ist, vermag ich gar nicht zu sagen. Das Ding war an für sich gar nicht schlecht gemacht, mir jedoch einen Ticken zu langatmig. Es muss nicht immer an jeder Ecke krachen, hier hatte man stets das Gefühl nie ganz auf den Punkt zu kommen. Als Serienepisode wäre das Gezeigte durchaus brauchbar, als abendfüllender Spielfilm hingegen zu wenig. Durchschnitt auf ganzer Linie und selbst für einen mittlerweile günstigen Kaufpreis keine echte Empfehlung wert.

5,5/10

Fotocopyright: EuroVideo Medien GmbH

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Titan – Evolve or die [Blu-ray]

Bloodshot

Inhalt:

Elitesoldat Ray Garrison erwacht mit neuen Kräften in einem Forschungskomplex. Wissenschaftler Dr. Emil Harting behauptet, dass er vom Tod zurückgeholt und genetisch verbessert worden sei. Ray beginnt mit dem Training, um seine alte Form zu erlangen und erinnert sich plötzlich an den Mord an seiner Frau. Fortan kennt er nur noch Rache…

Fazit:

Im Leben von Vin Diesel gab es wohl so einige Fehlentscheidungen, die ihn immer wieder vom Olymp der großen Schauspieler fern hielten. Bei ihm ist es jedoch wie mit Nicholas Cage – auch wenn ich fürchte, dass kein allzu guter Film rauskommt, schaue ich trotzdem gerne rein. Die Erwartungen an „Bloodshot“ waren eher gering, die positive Überraschung daher umso erfreulicher.

Die Gesichte ist simpel gestrickt und eher zu vernachlässigen. Sie bietet allenfalls einen passenden Rahmen für ein paar wirklich nett inszenierte Actionszenen und kann ihre Vorhersehbarkeit nicht gänzlich übertünchen lassen. Alles läuft nach altbewährtem Schema und der Plot-Twist kommt nicht vom weiteren Himmel gefallen. Man hat die Figuren schnell durchschaut und scheint dem Hauptakteur gedanklich immer einen Schritt voraus zu sein.

Inmitten cooler Gefechte ist die Story schnell in den Hintergrund gerückt. Die Schusswechsel und Kloppereien sind optisch brachial in Szene gesetzt und machen wirklich Spaß. Richtig schön übertrieben und somit den Ansprüchen an eine Comicumsetzung gerecht. Opulente Explosionen oder hochwertige Zeitlupenaufnahmen machen Laune und sind makellos umgesetzt.

Ob Guy Pierce oder Vin Diesel himself – richtig oscarverdächtig ist hier keiner der Stars aufgefallen. Alle agierten etwas kühl und so mancher Dialog verlief arg holprig. Gerade in den ruhigeren Passagen wurde der Titel hierdurch etwas nervig und verlor an Fahrt. In diesen Niederrungen sind die Schwächen des Werks unverkennbar, doch andererseits lernt man die hitzige Action umso mehr zu schätzen. Es ist schade, dass mit Klischees gespielt wurde und man sich gar nicht erst an neue Impulse für die ausgelutschte Handlung versucht hat.

Durch die zum Reviewzeitpunkt widrigen Umstände, war „Bloodshot“ immerhin schon als legaler englischer Stream erhältlich und hat seine Leihgebühren grob gesagt passabel relativiert. Ich habe nicht viel erwartet und bekam einen unterhaltsamen Actionfilm mit wenig Tiefgang, dafür einigen erheiternden Momenten. Mit ein wenig Feinschliff hätte hier ein richtig guter Kracher entstehen können, so bleibt ein anschaubares „Hirn-Aus-Event“ mit kleinen Längen. Die kommende deutsche Blu-Ray werde ich mir wohl zulegen.

7/10

Fotocopyright: Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

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Bloodshot (Limited Blu-ray Steelbook)
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