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Schlagwort: PS4

The Quarry (PS4)

Inhalt

Das Sommercamp ist vorbei, die Kinder sind weg und die Betreuer packen zusammen. Wegen einer Panne können sie das leere Areal jedoch noch nicht verlassen und müssen eine weitere Nacht dort verbringen. Statt großer Party, wartet allerdings etwas Anderes auf sie…

Gameplay

„The Quarry“ versteht sich als Nachfolger von „Until Dawn“ und das merkt man seinem wesentlichen Spielzügen auch an. Ihr steuert abwechselnd diverse Protagonisten aus der Third-Person-Perspektive durch die Gegend und dürft an den passenden Stellen eine Aktion per X-Taste auslösen.

Das Spiel ist sehr gradlinig, stellt keine Rätsel und verlangt lediglich bei seinen Quicktime-Events etwas Konzentration. Diese lassen sich allerdings bequem über die Einstellungen justieren und auf Wunsch sogar komplett von der Konsole übernehmen lassen.

Bei den Entscheidungen und dem Buttongehämmer hat mich jedoch gestört, dass deren Konsequenz nicht immer offenkundig abzusehen war. Natürlich wird hierdurch der Reiz des erneuten Durchackerns befeuert – doch manchmal hätte ich trotzdem ansatzweise erahnen wollen, in welche Richtung sich meine Tat auswirkt.

Spielzeit

Das Spiel gliedert sich in 10 Kapitel von unterschiedlicher Länge. Insgesamt habe ich zirka 8,5-9 Stunden mit dem Programm verbracht und danach nur einen von dutzenden Abspännen erblicken dürfen.

Präsentation

Die Präsentation hinterließ gemischte Gefühle. Ich habe dieses Spiel noch auf der PS4 gespielt und musste mit häufigen Rucklern, verspätet nachladenden Texturen, fehlender Sprachausgabe oder doppelt vorgetragenen Dialogen kämpfen. Dies riss immer mal wieder aus der Immersion, da Optik und Sound ansonsten sehr stimmig waren. Zwar wirkten die Figuren manchmal etwas „puppenartig“, aber der Gesamtlook war sehr hübsch und die deutsche Vertonung hochwertig. Besonders der metal-lastige Soundtrack konnte begeistern.

Positiv

  • entspanntes Gameplay
  • gute deutsche Vertonung
  • toller Soundtrack
  • viele verschiedene Enden
  • ordentliche Spielzeit

Neutral

  • stereotype Figuren
  • Kapitelqualität schwankte

Negativ

  • keinerlei Jumpscares
  • keinerlei Rätsel
  • ausgelutschtes Szenario
  • technische Probleme (PS4)
  • Konsequenzen ließen sich nicht immer abschätzen

Fazit

Wer „Until Dawn“ oder die „Man of Medan“-Reihe mochte, wird mit „The Quarry“ trotz technischer Macken und austauschbarer Handlung seinen Spaß haben. Alles fühlte sich angenehm vertraut an und lieferte genau das, was man irgendwo auch erwarten konnte – jedoch auch nicht Mehr.

Mir persönlich hat der vermeintliche Vorgänger etwas besser gefallen, da dort ein durchgehend spannendes Niveau gehalten werden konnte und keine auffälligen Durchhänger wie hier entstanden. Manche Kapitel von „The Quarry“ waren einen Ticken zu lang, andere wiederum vergleichsweise kurz. Gruselig wurde es eigentlich nie und Jumpscares habe ich gar keine ausmachen können. Das Treiben plätscherte oft vor sich hin – allerdings so, dass man nie endgültig die Aufmerksamkeit verlor und dann doch stets am Ball blieb.

Für mich bleibts aufgrund anderer Projekte beim einmaligen Durchspielen, aber in ein paar Jährchen werde ich – wie auch bei „Until Dawn“ und Co. – sicherlich einen Blick auf die anderen Enden werfen. Unterm Strich eine grundsolide Angelegenheit für Genrefans.

Grafik: 8,5/10
Sound: 9/10
Gameplay: 5/10
Gesamt: 7/10

Fotocopyright: Supermassive Games/2K Games

Horizon Forbidden West (PS4/PS5) – Unboxing der Collector’s Edition

Da ich gerade erst mit dem Titel begonnen habe und mein Urlaub leider zu Ende ist, wird der Test wohl noch ein paar Tage auf sich warten lassen. So lange möchte ich euch aber ein paar Bilder der schicken (und leider auch recht teuren) Collector’s Edition nicht vorenthalten.

Fotocopyright: hard-boiled-movies.de

Horizon Forbidden West und Playstation sind eingetragene Marken.

Uncharted: The Lost Legacy (PS4/PS5)

Inhalt

Statt Nathan Drake übernehmen wir diesmal die Rolle von Chloe Frazer, die bereits eine gewisse Vorgeschichte zu ihren Serienkollegen verbindet. Gemeinsam mit der ebenfalls aus früheren Abenteuern bekannten Nadine Ross gehen sie in Indien auf die Suche nach einem wertvolleren goldenen Stoßzahn…

Gameplay

Zwar haben sich die Rollen verändert, doch beim ausgereiften Gameplay ist alles beim Alten geblieben. Auch als Nadine klettert Ihr fleißig in bunten Locations herum und nehmt eure Widersacher mit verschiedenen Waffen aufs Korn. Die aus dem letzten Teil hinzugekommenen Elemente wie Kletterhaken oder die Steuerung eines Jeeps sind natürlich wieder mit dabei und wurden vom Umfang etwas ausgebaut.

Die Spielwelt ist zuweilen auch etwas umfangreicher geworden und ermöglichst es uns einzelne Ziele nach eigener Reihenfolge abzuklappen. So orientieren wir uns anhand einer Karte und bestimmen selbst, welchen Tempel wir als Nächstes abklappern. Letztlich führen aber wieder alle Wege nach Rom und die dicht erzählte Hauptstory nimmt uns sowieso zur rechten Zeit wieder an der Hand.

Spielzeit

Bei seinem damaligen Release war „The Lost Legacy“ klar als (selbstständig laufendes) Addon zu Uncharted 4 angepriesen und nicht zum Vollpreis verkauft worden. Aufgerufen wurde ein Preis von rund 40 Euro, was bei einem Gegenwert von rund 8 bis 9 Spielstunden durchaus in Ordnung ging.

Präsentation

Optisch und Akustisch hat sich zum Hauptprogramm wenig verändert. Die Präsentation ist nachwievor erstklassig und sorgt mit atemberaubenden Umgebungen teils für offene Münder. Erneut schuffen die Macher eine glaubwürdige und enorm beeindruckende Spielwelt, die immer wieder mit eindrucksvollen Bauwerken oder Skulpturen überraschen konnte.

Die deutsche Synchronisation war abermals filmreif. Die vielen beiläufigen Konversationen sorgten für ein gutes Mittendrin-Gefühl und entfachten eigene Dynamik.

Positiv

  • audiovisuelle Spitzenklasse
  • abermals spannende Handlung
  • erneut nahezu perfekter Spielflow
  • veränderte Perspektiven
  • offenere Spielwelt
  • angemessene Spielzeit für ein Addon

Neutral

  • Kapitellängen variieren recht stark

Negativ

  • wieder Trial & Error-Passagen
  • Steuerung bei Nahkämpfen nicht optimal

Fazit

Ich habe die Uncharted-Reihe schon immer geliebt und war enorm traurig, als das grandiose „Uncharted 4“ den letzten Teil markieren sollte. Zum Glück hatten sich die Macher jedoch ein Herz für die Fans genommen und mit „The Lost Legacy“ einen tollen Kurztrip mit vertrauten Gesichtern abgeliefert.

Aufgrund seiner Kürze und dem Fehlen von Nathan reicht es zwar nicht für eine noch höhere Bewertung, doch qualitativ überstrahlt dieses Werk viele Konkurrenten trotzdem um Längen. Geboten wurde alles, was wir im Laufe der Jahre so kennen und schätzen gelernt haben und nun sogar auf der Playstation 5 in neuem Glanze erstrahlen darf.

Serienfans greifen natürlich blind zu und genießen jede einzelne Sekunde diese wundervollen Abenteuers, während Neulinge natürlich wieder von Vorn anfangen sollten – dann wird auch eine ganz andere Bindung zu Chole und Nadine hergestellt. Unterm Strich wieder ganz großes Kino, welches in die gut sortierte Spielesammlung gehört.

Grafik: 9,5/10
Sound: 9/10
Gameplay: 8,5/10
Gesamt: 9/10

Fotocopyright: Sony Interactive Entertainment Europe

Uncharted 4: A Thief’s End (PS4/PS5)

Inhalt

Nathan hat die wilden Abenteuer hinter sich gelassen, ist mittlerweile mit Reporterin Elena verheiratet und arbeitet als Bergungstaucher. Sein Leben läuft soweit in geordneten Bahnen, bis eines Tages sein tot geglaubter Bruder Sam an die Tür klopft und ihn um Hilfe bittet…

Gameplay

Erneut hüpft, klettert, knobelt und ballert sich Nathan durch unterschiedliche Locations und erneut wurde die immer mal wieder kritisierte Steuerung etwas optimiert. Alle Bewegungen fühlen sich noch einen Hauch direkter als bei den Vorgängern an und die Kollisionsabfragen sind zuweilen recht tolerant. Selbst wenn ein Sprung nicht zu hundertprozentig sitzt, hilft einem das Programm gegebenenfalls auf den letzten Zentimetern.

Zwar kann Nathe mittlerweile auch mit einem nützlichen Seil oder Kletterhaken ala Lara Croft agieren, doch die größte Neuerung ist die vermeintliche Vergrößerung der Spielwelt. Viele Passagen fühlen sich nicht mehr so schlauchartig und hierdurch viel weitläufiger an. Vermeintlich aber nur, weil letztlich doch ein roter Faden zu Grunde liegt und man zu Gunsten des zumeist erstklassigen Flows immer wieder an den richtigen Enden angelangt.

Die kleine Öffnung des Gameplay bringt überdies auch ein paar erweiterte Fahrzeugabschnitte mit sich. Statt festen (und derbe gescripteten) Wegen zu folgen, lenken wir unseren Jeep recht frei durch das Gelände und entscheiden, wo wir hinfahren möchten – natürlich auch wieder so verpackt, dass man den eigentlichen Spielverlauf nicht allzu heftig ausbremst und irgendwann am korrekten Ziel landet. Das macht aufgrund des witzigen Handlings durchaus Spaß, jedoch hätten diese Passagen auch nicht länger sein dürfen.

Spielzeit

Die Hauptkampnage schlug mit rund 15 Stunden zu Buche, die abermals außerordentlich unterhaltsam gestaltet wurden. Bis auf die freier gestalteten Autofahrten war das Geschehen straff und spannend durchinszeniert und gab keinen Grund zur Klage.

Präsentation

Optisch waren die Titel auf ihrer damaligen Plattform (Playstation 3) schon echte Kracher und sorgten später in ihren aufpolierten Versionen (Playstation 4) noch einmal für beachtliche Blicke – was immens hohe Erwartungen an einen reinen „Next-Gen“-Part weckte und dieser sie auch glücklicherweise erfüllen konnte.

Die Figuren sind extrem detailliert und deren Animationen geschmeidig. Die Zwischensequenzen bewegen sich fast auf Film-Niveau und überhaupt schauen manche Texturen fast fotorealistisch aus. Auf der PS4 war dies schon immens beeindruckend und durch das Update auf die aktuelle Konsolengeneration mit 4k ist endgültig für offene Münder gesorgt.

Musik und vor allem die perfekte deutsche Synchronisation tat ihren Rest zum Gelingen. Es ertönten die bekannten und liebgewonnen Sprecher und selbst kleine Dialoge aus dem Hintergrund (übrigens mit dem tollen 3D-Sound noch besser zu orten) wurden übersetzt. Man fühlte sich mitten im Geschehen und in einigen Szenen sogar wie ein echter Geheimagent, der inmitten von Menschenmassen seinen knallharten Plan verfolgt.

Positiv

  • beeindruckende audiovisuelle Präsentation
  • wirklich filmnahe Zwischensequenzen
  • herausragendes Script mit toller Story und guten Charakterzeichnungen
  • stimmige Handlung rund um Piraten
  • nahezu perfekter Spielflow mit tollem Pacing
  • schön gestaltete Rätsel
  • fühlt sich insgesamt einen Ticken weitläufiger an

Neutral

  • Offene Welt etwas vorgetäuscht (was nicht schlimm ist)
  • Steuerung noch immer manchmal etwas ungenau

Negativ

  • Wegfindung nicht immer klar
  • erneut kleinere Trial & Error Momente
  • explodierende Mumien

Fazit

Naughty Dog konnte die seinerzeit extrem hohen Erwartungen mit Bravour erfüllen und lieferte ein Spektakel, welches nachhaltig in Erinnerung geblieben ist. Ich habe den Titel zum Release direkt durchgezockt und wollte mir ihn all die Jahre irgendwann noch einmal vorknüpfen – was jetzt mit dem Update auf die aktuelle Playstation 5-Variante definitiv ein perfekter Zeitpunkt war.

Zwar machen die kleinen Detailverbesserungen nur einen unwesentlichen Mehrwert aus, doch unterm Strich lag die Qualität der „alten“ Versionen schon so hoch, das kaum noch Luft nach Oben bestand. Die Präsentation ist nachwievor über jeden Zweifel erhaben und das runde Gameplay trägt seinen Teil zum wohligen Abtauchen bei.

Erneut kreierten die Autoren eine packende Geschichte, die sogar mühelos neue Hauptakteure einführte und bestehende Figuren konsequent weiterentwickelte oder deren Vergangenheit noch genauer beleuchtete. Alles fühlte sich noch mehr nach einem waschechten Actionfilm an, was bei den ersten Teilen sowieso schon mehr als tadellos funktionierte.

Wer die Vorgänger mochte, wird auch Teil 4 lieben. Neueinsteiger könnten sich theoretisch zwar auch direkt in dieses Abenteuer stürzen, sollten idealerweise aber von Vorne beginnen. Dafür muss man zwar die Sperrigkeit aus den vergangenen Episoden in Kauf nehmen, freundet sich aber so umso intensiver mit den Protagonisten an und hat hier viel mehr Tiefgang.

Für mich gehört Uncharted 4 definitiv in den Spieleolymp und neben der „Last of Us“-Reihe zum besten Lineup auf der Playstation (wobei der dieser Ableger im Laufe des Jahres auch für den PC erscheinen soll). Dieses Spiel ist mehr denn je ein heißer Actionstreifen zum mitmachen und gehört – neben der Ursprungs-Trilogie – in die gut sortierte Sammlung. Ich bin eigentlich kein Fan von Piraten-Geschichten, doch hier blieb das Gebotene bis zum bitteren Ende extrem spannend und absolut spielenswert!

Grafik: 9,5/10
Sound: 9/10
Gameplay: 8,5/10
Gesamt: 9,5/10

Versionshinweise:

Die Änderungen von PS4 zu PS5 sind wirklich eher marginal. Schaut euch im Internet ruhig ein paar Vergleich-Videos hierzu an. Schon auf der letzten Konsolengeneration war der Titel technisch sehr beeindruckend und stand der nun in 4k erstrahlenden Version in Nichts nach. Zwar lassen sich nun Leistungsmodi bis 120 Frames (bei Full-HD) aktivieren, doch selbst bei 30 Bildern pro Sekunde lässt sich das cineastische Spektakel gut erleben. Es ist kein Shooter, bei dem krasseste Reaktionen gefragt sind und diese Bildrate vollkommen ausreicht.

Besitzer einer PS5 greifen natürlich zur aktuelleren Variante, wobei ich am ehesten die günstige PS4-Fassung kaufen und für einen kleinen Aufpreis (derzeit 10 Euro) auf die Next-Gen Fassung upgraden würde. Aktuell gibt es sogar noch ein Kinoticket für den bald erscheinen Film mit Tom Holland und Mark Wahlberg obendrauf – und zumindest bei uns kostet der Eintritt ins Lichtspielhaus für eine Einzelperson schon fast das doppelte, als das was für dieses „Update-Pauschale“ aufgerufen wird.

Fotocopyright: Sony Interactive Entertainment Europe

Uncharted™ 2: Among Thieves Remastered (PS4)

Inhalt

Schatzsucher Drake ist auf der Suche nach einer geheimnisvollen Stadt mit einem wertvollen Artefakt, welches die Unsterblichkeit verspricht. Leider ist er bei seinen Reisen nicht allein und hat obendrein noch mit Verrat aus den eigenen Reihen zu kämpfen…

Gameplay

Erneut schlüpft der Spiele in die Haut von Nathan Drake und steuert ihn sowohl durch actionreiche, aber auch kleinere Schleich-, Rätsel- oder Kletterpassagen. Durch eine deutlich verbesserte Steuerung sogar etwas frustfreier als bisher und in vielen Details spürbar optimiert. So klappt etwa die Wegfindung sehr viel besser und die meisten Aktionen fühlen sich geschmeidiger kontrollierbar an.

Spielzeit

Die Spielzeit hat sich gegenüber dem Vorgänger angenehm erhöht und belief sich bei meinem (mittlerweile zweiten) Durchgang auf rund 10 Stunden. Diese waren stets unterhaltsam und ohne Leerläufe befüllt, was durchaus beachtlich und nicht selbstverständlich war. Das Treiben fühle sich fortwährend wie ein guter Actionstreifen an und weiß keinerlei Längen auf. Die Story hielt uns stets im Griff und der berühmte rote Faden verlor sich nie aus den Augen.

Präsentation

Neben der Steuerung hat vor allem die Grafik noch eine Schippe draufgelegt. Sah der erste Teil noch immer ganz manierlich aus, so hält der Zweite definitiv noch mit aktuelleren Titeln mit. Die Figuren schauen nun um Einiges schöner aus – was vor allem in Zwischensequenzen ins Auge springt – und der Rest war top gestaltet wie zuvor.

Eindrucksvolle Bauwerke, weitläufige Blicke in die Ferne und stimmig gestaltete Ortschaften überzeugen auf ganzer Linie. Zusammen mit der tollen Synchronisation und den filmreifen Zwischensequenzen kam so echte Atmosphäre auf.

Positiv

  • deutlich optimierte Steuerung
  • tolle audiovisuelle Präsentation
  • spannende Hintergrundgeschichte
  • filmreife Inszenierung
  • perfekter Flow, kein Leerlauf
  • erneut einwandfreie deutsche Vertonung
  • angenehme Spielzeit
  • tolle, kleine Rätsel

Neutral

  • Steuerung könnte noch einen Ticken präziser sein
  • teils enorm hohes Gegneraufkommen
  • wenig Gegnertypen, wenig Waffenvariation

Negativ

  • spürbare Trigger (z.B. wenn Gegner erscheinen)
  • Trial & Error Abschnitte (z.B. bei Fluchten)
  • ein paar knackige Ballereinlagen

Fazit

„Draks Fortune“ hat etliche Jahre nach seinem Release noch einen erstaunlich guten, obgleich leicht angestaubten Eindruck gemacht und noch immer prima bei Laune gehalten. Selbiges gilt nun auch für dessen Fortsetzung, die in allen Bereichen behutsam weiterentwickelt wurde und ein wenig weniger altbacken wirkt.

Die Macher machten eigentlich alles richtig und drehten die richtigen Stellschauben. Der Titel fühlt sich noch mehr wie ein packender Spielfilm an und schien in entscheidenden Szenen weniger sperrig. Erneut haben sich actionreiche Momente mit Verschnaufpausen abgewechselt und langweilig wurde es bei dieser wunderschön ausbalancierten Mischung nie.

Wer aufregende und gut wegspielbare Abenteuer liebt, sollte Uncharted 2 auf jeden Fall mal gezockt haben – zumal die komplette Anfangs-Trilogie teils schon für unter 10 Euro über den Ladentisch geht. Ein Witz im Gegenzug zur grandiosen Zeit, die man mit diesem Feuerwerk erleben darf.

Grafik: 8,5/10
Sound: 8/10
Gameplay: 8,5/10
Gesamt: 8,5/10

Fotocopyright: Sony Interactive Entertainment Europe

God of War – PC-Version im Kurzcheck

Den ursprünglichen Test zur Playstation 4-Version findet ihr hier.

Fazit zur PC-Adaption

Ähnlich wie „Horizon Zero Dawn“ macht auch Kratos auf dem PC eine sehr gute Figur und überzeugt noch immer mit seiner hervorragenden audiovisuellen Präsentation, einem geschmeidigen Spielfluss und vergleichsweise hohem Umfang.

Eigentlich hatte ich den Titel nach dem letzten Durchspielen noch recht gut in Erinnerung, doch irgendwie hat es bei dieser Variante wieder in den Fingern gezuckt und so konnte ich nach einem kurzen Antesten das Gamepad bis zum melancholischen Abspann nicht mehr aus den Fingern legen.

Das Spiel hat zwar schon ein paar Tage auf dem Buckel, doch an keiner Stelle sind auch nur ansatzweise Ermüdungserscheinungen zu vernehmen. Die Grafik schaut gerade in 4K noch immer hervorragend aus und läuft selbst auf Mittelklasse-Systemen einwandfrei. Die weite Sicht, die vielen kleinen Details und die riesigen Gegner sind beeindruckend, die Animationen grandios. Es gab selten kleinere Clippingfehler oder ausgefranste Kanten, einzig der etwas unnatürliche Haarwuchs mancher Figuren trübte die tolle Optik minimal.

Die Spielmechanik geht noch immer tadellos von der Hand, kombiniert geschickt kleinere Rätseleinlagen mit harter Action und grandiosem Storytelling – was mal ebenso nebenbei in Dialogen während der Reise stattfindet und gar nicht großartig vom Zocken abhält. Auch von der filmreifen Inszenierung können sich die Mitbewerber noch immer eine dicke Scheibe abschneiden.

Auf der Konsole schon überragend und nun auf dem PC ein Pflichtprogramm. „God of War“ ist kein Tag gealtert und beeindruckt wie bei seinem Debut. Das eigentliche Spiel ist Spitzenklasse und bei der Portierung auf den Rechner gibt es nichts zu Mäkeln. Grafikfehler waren minimal, Abstürze gab es gar keine und höchstens die anfänglichen Ladezeiten aus dem Haupt-Menü heraus wären vielleicht zu erwähnen.

Ich bin kein großer Fan von DLCs, aber gegen ein paar neue oder zumindest etwas erweiterte Inhalte hätte ich allerdings nichts gehabt. So verpassen Playstation-Veteranen zwar nichts, werden jedoch auch nicht zwingend zu einem Neuerwerb getrieben. Neueinsteiger sollten auf jeden Fall zugreifen, Kenner erwartet bis auf ein wenig aufgehübschte Optik jedoch gar nix.

Positiv

  • schon zum Start ein ausgereifter PC-Port
  • hervorragende Grafik
  • erstklassige Vertonung
  • großartiges Storytellung
  • filmreife Inszenierung
  • gutes Rätseldesign
  • erstklassiker Spielflow
  • tolles Monsterdesign
  • interessante Hintergrundfakten zur nordischen Mythologie
  • ordentlicher Umfang

Neutral

  • manche Bosse (z.B. Walküren) erfordern Übung
  • Gegngervielfalt könnte etwas höher sein
  • Steuerung mit XBOX-Controller benötigt kurze Einarbeitung
  • trotz SSD ordentliche initiale Ladezeit aus dem Menü heraus

Negativ

  • keine neuen Inhalte

Grafik: 9/10
Sound: 9/10
Gameplay: 8,5/10
Gesamt: 9/10

Fotocopyright: SIE Santa Monica Studio / Sony Interactive Entertainment

God of War (PS4)

Inhalt

Göttersproß Kratos hat genug von seinen früheren Taten und möchte mit seiner Frau ein ruhiges Leben im hohen Norden verbringen. Nach deren unverhofften Tod nimmt er seinen Knaben an die Hand und möchte die Asche auf dem höchsten Berg des Landes verstreuen. Leider legen ihm diesmal die nordischen Götter die Steine in den ohnehin schon recht beschwerlichen Weg…

Einleitung

Schon seit jeher galten die „God of War“-Spiele als spaßige Prügler, die in erster Linie mit Ihrer Technik gewisse Maßstäbe setzten. Egal ob auf Playstation 2 (R), Playstation Portable (R) oder Playstation 3 (R) – ich habe die Reihe immer mal wieder in die jeweiligen Laufwerke geworfen und kurzweilige Action serviert bekommen. Nachdem es einige Jahre relativ ruhig geworden ist, wagte Sony im Jahr 2018 ein Reboot der Reihe, welches ich zwar unmittelbar bei Release erworben, jetzt aber erstmalig durchgezockt habe.

Gameplay

Der Spieler schlüpft in die Rolle von Kratos, der die meiste Zeit von seinem Sohn Atreus begleitet wird. Gespielt wird aus der 3rd-Person Perspektive, welche die Kamera hinter die Spielfigur positioniert und eine Steuerung nach genreüblichen Methoden erlaubt.

Innovativ ist hierbei das Handling seiner Axt, welche nicht nur für den Nahkampf, sondern auch für den Fernkampf bzw. das Lösen von Rätseln Verwendung findet. Per Tastendruck kann Kratos das gute Stück werfen und ebenso wieder in seine Hände zurückrufen. Das klappt nach kurzer Eingewöhnung und ausführlichen Tutorialaufgaben recht gut und macht durchaus Spaß. Die Steuerung an sich ist präzise und relativ genaues Zielen ist insbesondere für spätere Herausforderungen unabdingbar.

Atreus kommt nicht nur mit flotten Sprüchen daher, sondern kann per Tastendruck den Kampf sinnvoll bereichern. Er schießt unterschiedliche Pfeilarten auf die Gegner ab und macht viele Gefechte hierdurch angenehm taktisch. Oftmals blieb ich mit Kratos etwas im Hintergrund und ließ den Knaben einige Feinde selbstständig (oder per meinem Kommando) ausschalten. Man sollte also durchaus in seine Ausrüstung investieren und beim Schmied nicht nur an seinen Haupthelden denken.

Apropos Schmied. Regelmäßig treffen wir auf Zwerge, die nicht nur neue Ausrüstung anbieten, sondern auch vorhandenes Equipment verbessern. Gezahlt wird dies mit „Hacksilber“, welches sich immer mal wieder in den Welten findet.

Mit laufender Handlung gewinnt der Spieler überdies an Erfahrungspunkten, die sich Wiederrum in Fähigkeiten ummünzen lassen. Auch hier sollte man Atreu nicht vergessen, denn seine aufpolierten Kräfte sind stets hilfreich im Kampf. Das „Levelsystem“ ist hierbei recht simpel, aber übersichtlich und vollkommen ausreichend.

Spielzeit

Da ich „God of War“ in unzähligen, teils eher kurzen Etappen durchgespielt habe, konnte ich keine konkrete Spielzeit messen. Das Internet gibt allein für die Hauptstory zirka 15-20 Stunden an, was ich für absolut realistisch halte.

Durch wachsende Fähigkeiten und häufigem Backtracking eröffnen sich immer wieder neue Gebiete, die zu unzähligen Nebenaufgaben einladen. Einige habe ich bereits (mehr oder weniger absichtlich) absolviert, andere hebe ich mir für den nächsten Durchgang auf. Nach dem Spiel steht übrigens ein „New Game Plus“ zur Verfügung.

Präsentation

Die audiovisuelle Umsetzung des aktuellen „God of War“ ist eine wahre Pracht und zeigt, was die Programmierer aus der angestaubten Playstation 4 (R) noch einmal herausholen konnten. Lebendige Welten, unzählige Details, teils riesige Gegner oder erklimmbare Elemente und dabei überwiegend butterweich inszeniert. Seltene kleinere Ruckeln und geschickt verteilte Ladeszenen sorgen für ein rundes Gesamtbild, bei dem die Immersion stets aufrecht erhalten wird.

Die deutsche Lokalisation ist ebenso vorbildlich und überzeugt mit tollen Sprechern, gefühlvollen Betonungen und teils witzigen, teils äußerst informativen Konversationen. Die ständigen Dialoge erzeugten eine dichte Atmosphäre und überbrückten auch längere Laufwege mit mächtig Charme. Man fühlt sich (auch bei der Abwesenheit des Sohnes) nicht allein und nie vollkommen auf sich gestellt.

Das neue Setting ist nicht nur eine willkommene Abwechslung vom Altbekannten, sondern auch viel passender zum neuen Spieldesign gewählt. So hält die nordische Mythologie so viele Bestandteile und Sagen parat, um damit die unzähligen Rätsel und Schauplätze zu begründen. Ob nun alle Figuren korrekt integriert wurden, vermag ich zwar nicht zu beurteilen, dennoch konnte ich der gezeigten Dramatik viel abgewinnen.

Positiv:
– überragende Technik
– interessante Geschichte
– großartig gezeichnete Figuren
– tolle Dialoge
– erinnerungswürdige Passagen
– vergleichsweise lange Spielzeit mit vielen Nebenaufgaben

Neutral:
– recht häufiges Backtracking
– manch nervige „Fallenabschnitte“
– insgesamt recht gradlinig (was ich eigentlich eher begrüße)
– wenige Waffen (die aber aufrüstbar sind)

Negativ:
– Steuerung in einigen Passagen recht schwammig
– kleinere Kameraprobleme in hektischen Gefechten
– ein paar Trial & Error Bosse, bis die Taktik durchschaut ist

Fazit

Die alten „God of War“-Spiele waren sicherlich nicht schlecht und gemessen an ihrer Zeit auch technisch ganz hervorragend – doch die Spielmechanik ist heutzutage einfach veraltet. Mit diesem Reboot hat Sony jedenfalls an den richtigen Stellschrauben gedreht und die alten Stärken (die Technik) beibehalten.

„God of War“ (2018) vereint perfektes Stoytelling mit toller Spielbarkeit und richtig ausbalancierter Herausforderung. Man wächst wortwörtlich spielend in die Tücken der Steuerung und die neue Mechanik hinein und fühlt sich durch ständige Upgrades spürbar mächtiger als zuvor.

Steht mal der kleine Atreus nicht zur Seite, vertröstet ein anderer Begleiter mit hervorragenden Konversationen und hält den filmischen Charakter weiterhin oben. Man fühlt sich stets in einer lebendigen Geschichte und nicht wie in einem dumpfen Videospiel – was durch hochwertige Zwischensequenzen immer wieder in Erinnerung gerufen wird und dramatisch ungewohnt viel auf dem Kasten hat.

Für mich definitiv einer der besten Exklusivtitel für Sonys Konsole eine eine hohe Messlatte für einen Nachfolger auf der Playstation 5. „God of War“ spielt sich wie eine stimmige Mischung aus „The Last of Us“ und „Uncharted“, welche um die großartigen Elemente der nordischen Mythologie bereichert wurde und obendrein ausgefallene Steuerungskonzepte beinhaltet.

Ich bereue den damals recht teuren Kauf der „Collectors Edition“ jedenfalls nicht, doch alle anderen Zocker sollten spätestens jetzt zum aktuellen Kurs von rund 20 Euro (in der „Playstation Hits“-Edition) unbedingt zuschlagen.

Grafik: 9,5/10
Sound: 9,5/10
Gameplay: 8,5/10
Gesamt: 9/10

Fotocopyright: SIE Santa Monica Studio / Sony Interactive Entertainment

Playstation, Playstation 2, Playstation 3, Playstation Portable (PSP) sind eingetragene Marken.

Battlefield Hardline (PS4)

Inhalt

Statt klassischer Gefechte in den Weltkriegen, schlüpft der Spieler in die Rolle eines Cops, der für die Drogenfandung von Miami tätig ist. Man ist hinter fiesen Typen her und zweifelt gelegentlich an den Machenschaften der eigenen Partner…

Einleitung

Obwohl dieser Titel schon einige Jahre auf dem Buckel hat und sich eine ganze Weile in meinem Besitz befindet, kam ich nun an meinen freien Tagen erstmal zum Zocken des Battlefield-Ablegers. Die Erwartungen waren aufgrund damaliger Kritiken eher gering und so ging es relativ frei an das Werk heran.

Gameplay

Der Titel setzt seinen Schwerpunkt auf eine Singleplayer-Kampanie, die ähnlich einer TV-Serie in mehrere Episoden unterteilt ist und zu Beginn stets eine kurze Rückblende parat hält. Das Spiel an sich läuft dann komplett in Ego-Ansicht ab und beschränkt sich glücklicherweise nicht nur aufs Ballern. Idealerweise kann man Gegner mittels vorzeigen der Polizeimarke festnehmen und Punkte hierfür kassieren. Dies klappt gelegentlich recht gut, meist bleibt es jedoch beim unausweichlichen Schusswechsel.

Kleinere Schleich-, Erforschungs-, oder Fahrpassagen sorgen für Lockerung und lenken nie zu lang vom eigentlichen Geschehen ab. Leider bemerkt man auch hier den schlauchartigen Levelaufbau, bei dem sich alles in teils sehr eng eingezäunten Bereichen abspielt. Die Übersichtskarte am unteren Bildschirmrand zeigt klar die eingegrenzten Linien auf – sobald man diese überschreitet erfolgt nach wenigen Sekunden automatisch ein „Game Over“. Dies erhöht zwar stets das Vorankommen, wirkt aber nicht mehr zeitgemäß und lädt nicht zu sehr zum Entdecken ein.

Die Gesamtspielzeit betrug ca. 10 Stunden – ohne genau nachgemessen zu haben. Den Multiplayer habe ich mir nicht angeschaut.

Präsentation

Schon bei Release war der Titel laut diverser Fachpublikationen und Kritiken kein Augenschmaus, wie man ihn vom Battlefield-Team erhofft hatte. Gute fünf Jahre nach Veröffentlichung und meines ersten Durchgangs bleiben gemischte Gefühle zurück. Alles wirkt arg künstlich, kühl und manchmal auch hakelig animiert – auf der anderen Seite stehen stimmungsvolle Abschnitte, die auch heute noch beeindrucken. Genannt sei beispielsweise eine Mission in einem Einkaufszentrum, bei der ein gnadenloser Sturm das Gefecht erschwert und Regentropfen ins Sichtfeld donnern. Das macht mit einem guten Headset richtig Spaß und gefällt noch heute.

Der Sound geht soweit in Ordnung und stört zu keiner Zeit. Die deutsche Synchro ist überdurchschnittlich und passt zum leicht trashigen Fernsehserien-Charme des Werks.

Positiv:
– stellenweise sehr atmosphärisch
– gute Episodenlänge für Zwischendurch
– relativ Abwechslungsreich
– mittlerweile zum kleinen Preis erhältlich

Neutral:
– Verhaftungen wirken aufgesetzt
– Waffen könnten sich besser unterscheiden
– Gegner-KI so lala
– Spielzeit durchschnittlich
– Grafikqualität schwankt zwischen PS3- und PS4-Niveau
– Story mittelmäßig

Negativ:
– extrem schlauchartig
– Trial & Error-Passagen

Fazit

Der alte Titel hat mich satte drei Euro auf dem Flohmarkt gekostet und lieferte dafür ein extrem gutes Preis-/Leitungsverhältnis. Zum Vollpreis könnte ich „Hardline“ aufgrund seiner überschaubaren Spielzeit und des mittelprächtigen Gameplays allerdings nicht empfehlen. Im Großen und Ganzen wurde ich mit meinen geringen Ansprüchen erstaunlich gut unterhalten und einige Episoden (u.A. besagtes Einkaufszentrum) durchaus gefeiert. Shooterfans – die nichts gegen ein enges Storykorsett – haben, kommen also durchaus auf Ihre Kosten und dürfen mal reinschauen.

Grafik: 7/10
Sound: 7/10
Gameplay: 6,5/10
Gesamt: 7/10

Fotocopyright: Electronic Arts

Final Fantasy 7 Remake (PS4)

Inhalt

Unter dem Deckmantel einer fürsorglichen Firma, steuert Shinra die Geschicke auf Midgard. Einer ihrer ehemaligen Elitesoldaten schließt sich der Widerstandsgruppe „Avalanche“ an und möchte die finsteren Machenschaften seines alten Arbeitgebers endlich offen legen…

Einleitung

Seit Release im Jahre 1997 gehört „Final Fantasy 7“ zu meinen absoluten Favoriten. Erst auf der Playstation, später auch auf dem PC habe ich Cloud und seine Kollegen auf seine epische Reise begleitet und wurde immer wieder in den Bann gezogen. Mit Skepsis habe ich die Entwicklung des Remakes über die letzten Jahre hin begleitet, war jedoch bis zu dessen Veröffentlichung noch nicht richtig angefixt. Trotzdem habe ich direkt zugeschlagen – und bin im Nachhinein sehr zufrieden mit dieser Entscheidung.

Präsentation

Ausnahmsweise beginne ich meine Besprechung mit der Präsentation, obwohl diese bei den meisten Titeln gegenüber der Spielbarkeit eine untergeordnete Rolle spielt. Bei FF7 jedoch springt die opulente Optik sofort ins Auge und der Zuschauer denkt, eine neue Konsolengeneration vor sich zu haben. Figuren und Animationen bewegen sich auf dem Niveau, welches wir sonst nur aus vorgerenderten Zwischensequenzen kennen. Die Kulissen sind detailreich und der Weitblick enorm. Manchmal vergisst man förmlich den Controller in die Hand zu nehmen, da man sich noch in einem Video glaubt und geistig noch gar nicht auf Aktion eingestellt ist.

Kleinere Abzüge gibt es hingegen für ein paar grobkörnige Texturen oder nahezu einfarbige Türen, die aus der fabelhaften Traumwelt reißen. Zum Glück sind diese Momente eher selten und der positive Eindruck überwiegt.

Der Soundtrack verdient ebenfalls besonders Lob, denn die altbekannten Tracks wurden liebevoll aufbereitet und besitzen hohen Wiedererkennungs- und „Mitsumm“-Wert. Die tolle deutsche Synchronisation ist beachtlich und nicht unbedingt selbstverständlich. Bekannte Sprecher verleihen den ehemals stummen Figuren ein tolles Sprachrohr und leisten sich keine Patzer.

Gameplay und Spielzeit

Für den ersten Durchgang habe ich 24 Stunden und 4 Minuten benötigt. Dabei habe ich mich hauptsächlich auf die Hauptstory konzentriert und relativ wenig an Nebenaufgaben erledigt. Nur selten waren diese für den Fortgang zwingend notwendig und die Belohnungen hielten sich zudem in Grenzen. Da sich einige Abschnitte sowieso schon ein wenig in die Länge gezerrt anfühlten, habe ich auf die Nebenschauplätze zudem gut verzichten können.

Der Schwierigkeitsgrad war selbst in normal recht einfach beherrschbar, erst im letzten Drittel zog das Niveau gelegentlich an. Gegen Ende kamen tatsächlich Bosse, bei denen ich einen Recken wiederbeleben musste und die üppig vorhandenen Heiltränke häufiger eingesetzt werden mussten. Bei einem Zwischenboss habe ich gar 3-4 Ansätze gebraucht, der Ober-Endboss war dagegen wieder sehr einfach.

In meinen Augen hat das Verbessern der Ausrüstung spürbar wenig an meinen Figuren geändert. Statt in teure Rüstungen habe ich lieber in Heiltränke investiert und kam damit hervorragend über die Runden. Allgemein war die Auswahl bei den Händlern sehr überschaubar und das gesamte Upgrade-System eher simpel gehalten. Dies unterstreicht den Actionlastigen Touch, den der Echtzeit-Kampfmodus unterstreicht.

Eingeteilt war das Spiel in 18 Kapitel, wobei jedes Kapitel eine geschätzte Spielzeit von 1-3 Stunden mit sich brachte. Sicherlich hätte man dank bereits erwähnter Nebenaufgaben noch etwas mehr Zeit darin verbringen können, aber als grobe Hausnummer würde ich diese Einschätzung abgeben. Der letzte Akt bestand nur noch aus Kämpfen.

Die allermeisten Passagen waren recht schlauchartig aufgebaut und luden nur selten zum Verlaufen ein. Man hat eigentlich immer direkt den richtigen Weg gefunden und tappte nur selten (bei etwas ähnlich aussehenden Kulissen) im Dunkeln. Die eingebaute Karte war schlicht, half aber bei der Orientierung. Ein echtes Navi (wie beispielsweise in „The Witcher 3“) hätte es wohl zu einfach gemacht.

Backtracking war vorhanden, hielt sich aber im Rahmen. Hin und wieder mussten bereits erkundete Gebiete erneut ausgesucht werden, meist jedoch mit ordentlichen Abkürzungen verbunden. Hat insgesamt nicht gestört.

Nerviger hingegen einige spürbare Streckungen und das wiederholte Verwenden von kleineren Knobelaufgaben. Kräne und Pumpen haben mir fast graue Haare, aberwitzige Tanzeinlagen hingegen viel Freude bereitet.

Das Kampfsystem

Rundenbasierende Schlachten mussten Kämpfe in Echtzeit weichen. Nach kurzer Eingewöhnung gehen die temporeichen Gefechte super von der Hand und letztlich war die Entscheidung hierfür aus meiner Sicht richtig. Sie verleihen dem Spiel Dynamik und gewähren insbesondere bei zeitkritischen Szenen ein besseres Handling. Man hat jederzeit die perfekte Kontrolle und das fliessende Umschalten zwischen den Charakteren funktioniert tadellos. Um ehrlich zu sein, habe ich das ausgiebige „Switchen“ erst im letzten Drittel so richtig verwendet, aber dann war es inmitten hitzigerer Duelle auch unabdingbar geworden. Wenn tolle Angriffsketten gelingen, lacht das Herz und trotz ihrer Gleichförmigkeit motivierte dies immer wieder aufs Neue. Die Esper-Animationen waren nicht mehr so lang, wie beim Original und immer wieder eine optisch eindrucksvolle Freude.

Fazit

Der episodenhafte Aufbau sorgte für Unmut und selbst bei mir im Nachhinein noch für leichte Bauchschmerzen. Der Zeitpunkt des Absprungs bzw. das kleine Finale hat zwar überaus gut gefallen, jedoch bleibt im Kopf die Unsicherheit über den Fortgang. Ich gehe schon von weiteren Episoden aus, habe aber Angst, dass es ewig lang dauern wird und der bisherige Inhalt bis dahin in Vergessenheit geraten ist.

Allen Unkenrufen zum Trotz ist „Final Fantasy 7“ ein absolutes Meisterwerk geworden und gehört in jede Sammlung. Präsentation und Spielbarkeit sind auf höchsten Niveau und motivieren bis zum Schluss. Der Titel erinnert mich irgendwie an „The Last of Us“, der zum Ende der vorherigen Konsolengeneration auch nochmal alles aus den betagten Maschinen herausgeholt hat. Ich hoffe inständig auf Fortführung – und dass alle Tugenden der Neuauflage weiterhin beibehalten und vielleicht noch ausgebaut werden. Ein kleinwenig Luft nach Oben ist gegeben. Das Ende der bisherigen Reise ist versöhnlich und macht Appetit auf Mehr. Danke Square!

Grafik: 9,5/10
Sound: 9/10
Gameplay: 8/10
Gesamt: 9,5/10

Fotocopyright: Square

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Call Of Cthulhu (PS4)

Inhalt:

Es ist 1924 und der Spieler schlüpft in die Rolle von Privatdetektiv Pierce, der mit der Aufklärung eines Todesfalls betraut wird. Man reist nach Darkwater Island und trifft dort auf allerlei merkwürdige Bewohner…

Fazit:

Die Welt von H.P. Lovecraft fasziniert mich schon eine Weile und dank diverser Bücher und Filme sind mir natürlich die Geschichten um den Cthulhu-Kult ein Begriff. Mit Spannung habe ich seinerzeit die Entwicklung dieses Titels verfolgt und gleich bei Veröffentlichung zugeschlagen.

Im Großen und Ganzen gefiel mir das Spiel sehr gut. Die hübsche Grafik und die liebevoll gestaltete Welt schaffen eine angenehm schaurige Atmosphäre und wurden meinen Vorstellungen absolut gerecht. Sound und Steuerung gaben ebenfalls keinen Grund zur Klage und trugen ihren Teil zum raschen Abtauchen bei.

Das Spielprinzip würd ich als eher klassisches Adventure in Ego-Perspektive beschreiben. Hier und da gab es kleinere Actioneinlagen, doch der detektivische Anteil überwog. Die Rätsel waren allesamt recht einfach (bis auf ein nerviges Buch-Sortier-Rätsel) und somit meist auf Anhieb lösbar. Etwas störender waren hingegen die kleinen „Boss-Kämpfe“, die stupides Auswendiglernen erforderten und für minimale Frustschübe sorgten. Dank der erwähnt tollen Stimmung und der packenden Handlung nahm man das Gamepad jedoch nicht aus der Hand und biss sich irgendwie durch.

Wie so oft habe ich die Spielzeit nicht gemessen, hatte jedenfalls ein paar unterhaltsame Abende mit dem Teil und es sogar auf der großen Leinwand mit aufgedrehter Anlage gezockt. „Call Of Cthulhu“ mag seine Macken – wie beispielsweise ein paar frustige Passagen – aufweisen, unterm Strich bin ich allerdings ziemlich angetan. Es gab in den letzten Jahren zu wenig gute Umsetzungen des Autors und so nehme ich minimale Patzer gern in Kauf. Wer ein stimmiges Adventure mit brillanten Setting sucht, sollte gerade jetzt zum Schnäppchenpreis zuschlagen. Ich habe den Vollpreis damals nicht bereut und werde mich irgendwann erneut auf den Gruselausfug begegeben.

Grafik: 8/10
Sound: 8/10
Gameplay: 7,5/10
Gesamt: 8/10

Fotocopyright: Focus Home Interactive

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