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Schlagwort: Playstation

Call Of Cthulhu (PS4)

Inhalt:

Es ist 1924 und der Spieler schlüpft in die Rolle von Privatdetektiv Pierce, der mit der Aufklärung eines Todesfalls betraut wird. Man reist nach Darkwater Island und trifft dort auf allerlei merkwürdige Bewohner…

Fazit:

Die Welt von H.P. Lovecraft fasziniert mich schon eine Weile und dank diverser Bücher und Filme sind mir natürlich die Geschichten um den Cthulhu-Kult ein Begriff. Mit Spannung habe ich seinerzeit die Entwicklung dieses Titels verfolgt und gleich bei Veröffentlichung zugeschlagen.

Im Großen und Ganzen gefiel mir das Spiel sehr gut. Die hübsche Grafik und die liebevoll gestaltete Welt schaffen eine angenehm schaurige Atmosphäre und wurden meinen Vorstellungen absolut gerecht. Sound und Steuerung gaben ebenfalls keinen Grund zur Klage und trugen ihren Teil zum raschen Abtauchen bei.

Das Spielprinzip würd ich als eher klassisches Adventure in Ego-Perspektive beschreiben. Hier und da gab es kleinere Actioneinlagen, doch der detektivische Anteil überwog. Die Rätsel waren allesamt recht einfach (bis auf ein nerviges Buch-Sortier-Rätsel) und somit meist auf Anhieb lösbar. Etwas störender waren hingegen die kleinen „Boss-Kämpfe“, die stupides Auswendiglernen erforderten und für minimale Frustschübe sorgten. Dank der erwähnt tollen Stimmung und der packenden Handlung nahm man das Gamepad jedoch nicht aus der Hand und biss sich irgendwie durch.

Wie so oft habe ich die Spielzeit nicht gemessen, hatte jedenfalls ein paar unterhaltsame Abende mit dem Teil und es sogar auf der großen Leinwand mit aufgedrehter Anlage gezockt. „Call Of Cthulhu“ mag seine Macken – wie beispielsweise ein paar frustige Passagen – aufweisen, unterm Strich bin ich allerdings ziemlich angetan. Es gab in den letzten Jahren zu wenig gute Umsetzungen des Autors und so nehme ich minimale Patzer gern in Kauf. Wer ein stimmiges Adventure mit brillanten Setting sucht, sollte gerade jetzt zum Schnäppchenpreis zuschlagen. Ich habe den Vollpreis damals nicht bereut und werde mich irgendwann erneut auf den Gruselausfug begegeben.

Grafik: 8/10
Sound: 8/10
Gameplay: 7,5/10
Gesamt: 8/10

Fotocopyright: Focus Home Interactive

Resident Evil 3 (PC/XBOX One/PS4)

Inhalt:

Die Ereignisse von Resident Evil 3 setzen nur kurz nach dem Vorgänger ein und verfrachten den Spieler in das von Zombies überrannte Städtchen „Raccoon City“. Man spielt abwechselnd mit Jill Valentine und Carlos Oliveira, um den umkämpften Impfstoff zu finden, bevor Übeltäter „Umbrella“ das gesamte Gebiet dem Erdboden gleich macht…

Fazit:

Schon das Remake des Vorgängers konnte in allen Belangen (technisch, spielerisch) überzeugen und dank einiger neuen Gameplayelementen für kleinere Überraschungen sorgen. Die Neuauflage von Teil 3 (der mich übrigens auf der Playstation 1 damals nicht so recht begeistern konnte) greift die Tugenden auf und schraubt besonders am Pacing ein wenig herum.

So spielt sich Resident Evil 3 wesentlich flüssiger, actionreicher und mit überschaubarem Backtracking. Es gibt keinerlei ernsthafte Rätsel und passende Schlüssel finden sich immer auf dem Weg. Selten müssen vergangene Schauplätze erneut aufgesucht oder komplizierte Austauschaktionen (man erinnert sich an Wappen und Rubine) durchgeführt werden. Zwar kann man jederzeit zu fast allen Räumlichkeiten zurück (um etwa zuvor geschlossene Spinde oder Tresore zu öffnen), essentiell ist dies aber kaum (oder zumindest auf höheren Schwierigkeitsstufen vielleicht).

Die Anmutung eines kurzweiligen Actionstreifens wird nicht nur durch einige rasante Scriptszenen, sondern auch durch die überschaubare Spielzeit unterstrichen. Für den ersten Durchgang habe ich keine 5 Stunden benötigt – und dabei noch relativ viel an Material eingesammelt. Auf mittleren Schwierigkeitsgrad war das Spiel easy beherrschbar, lediglich beim Experimentieren von Endboss-Taktiken geriet man hin und wieder kurz ins Straucheln. Ansonsten ist der Titel sehr gradlinig und lädt höchstwahrscheinlich wieder zu witzigen Speedruns ein.

Grafisch ist Capcom wieder eine Augenweide gelungen. Die Engine des Vorgängers schaut größtenteils immer noch hervorragend aus und läuft in 4K (getestet habe ich die PC-Version) butterweich. Gelegentlich stolpert man über ruckelnde Figuren im Hintergrund oder mangelhaft texturierte Plakate, insgesamt schaut man drüber hinweg und verliert nicht die Immersion.

Resident Evil 2 war damals beim Lieblingsteil der Reihe und obwohl das Remake im vergangen Jahr nicht ganz den alten Glanz erreichte, wurde die Messlatte sehr hoch gelegt. „Nemesis“ macht eigentlich ebenso alles richtig und gefällt trotz gesteigerter Gradlinigkeit und weniger Knobeln deshalb genauso gut. Manche Kritiker sehen vielleicht einen minimalen Qualitätsabfall (meckern auf hohem Niveau), doch für mich stehen die Neuinterpretation in etwa auf gleichem Level. Serienfreunde greifen zu, alle Anderen warten auf „Verramschung“, die beim Vorgänger ziemlich schnell aufgetreten ist. Nun freue ich mich auf launige Speedruns – insbesondere von den Kollegen bei den Rocketbeans…

Grafik: 8,5/10
Sound: 7/10
Gameplay: 7/10
Gesamt: 8/10

Testsystem:
AMD Ryzen 7 2700 Eight-Core CPU
AMD Radeon RX Vega
16 GB RAM
Windows 10 (64 Bit)
SteelSeries »Arctis 9X« Gaming-Headset
Installation auf SSD-Festplatte

Fotocopyright: Capcom