Filme, Serien, Videospiele, Fotografie und Lifestyle

Schlagwort: PC

Trüberbrook (Nintendo Switch)

Inhalt

Deutschland, 1967. Hans gewinnt in einem fingierten Preisausschreiben eine Reise nach Trüberbrook. Erst vor Ort bemerkt der amerikanische Wissenschaftler, dass er eigentlich an gar keinem Gewinnspiel teilgenommen und irgendwas in diesem verschlafenen Kaff total schief läuft…

Einleitung

Als bekennender Fan von Point-and-Click Adventures der alten Schule, haben es mir die ersten Bilder von „Trüberbrook“ seinerzeit schon angetan – jedoch wollte ich erst warten, bis der Titel etwas günstiger zu erwerben ist und endlich war es dann soweit. Um die Wartezeit zwischen „Trials of Mana“ (Test) und dem „Xenoblade“-Remake zu überbrücken, fiel die Unterhaltung allerdings kürzer, als erhofft aus…

Gameplay

Der Spieler übernimmt hauptsächlich die Rolle von Hans und lediglich im Intro mal kurz die von Greta – von der wir im weiteren Verlauf noch mehr erfahren werden. Während die Steuerung auf dem PC ganz klassisch mit der Maus erfolgt, steht den Zockern auf der Switch das Gamepad zur Verfügung. Mit diesem steuert es sich – im Gegensatz zu anderen Genrevertretern, die ich bisher auf der Plattform ausprobiert habe – nach kurzer Eingewöhnung erstaunlich gut und flüssig. Manchmal ist der eigenwillige Curser etwas störrig, insgesamt kommt man aber durchwegs zurecht.

Schwierigkeitsgrad

Durch sein relativ einfaches Rätselsystem ist „Trüberbrook“ auch für Einsteiger (oder Kinder) geeignet. Durch Druck auf eine Taste können „Hotspots“ hervorgehoben (das ist nicht neu), aber auch automatische Kombinationsmöglichkeiten mit dem Inventar aufgerufen werden. So entfällt nerviges „ich kann das nicht kombinieren“ und der Spielfluss ist deutlich geschmeidiger. Nachteil jedoch, dass der Schwierigkeitsgrad nicht besonders hoch ausfällt und das Abklappern der Lokationen zum Haupträtsel mutiert. Gerade im Mittelteil muss man einfach mit allen Leuten quatschen, ständig Gegenstände ertauschen und immer wieder die Kombinationsmethode versuchen. Dies ist schon leicht ermüdend, da teilweise konkrete Vorstellungen der zu beschaffenden Teile fehlen.

Spielzeit

Die Spielzeit (ich habe nicht gemessen) betrug ca. 6 Stunden. Dabei ist man eigentlich immer ganz gut voran gekommen und hing nur selten an kleineren Grüblern fest. Es gibt zwar vergleichbar lange Mitstreiter, dennoch finde ich die Dauer für einen Vollpreistitel ein wenig zu kurz.

Präsentation

Grafisch hinterlässt das Spiel einen zwiespältigen Eindruck. Die zum Teil etwas dürftig animierten Figuren agierten vor wunderschönen und liebevoll gestalteten Hintergründen. Manchmal fühlt sich dies nicht ganz stimmig an, unterm Strich möchte ich den gesamten Stil jedoch und drücke ein Auge zu. Andere Kollegen haben nämlich genau das selbe Problem, jedoch nicht unbedingt so hübsche Kulissen.

Lobenswerte ist die hochwertige deutsche Vertonung, die mit bekannten Sprechen aufwarten kann und Gefühle passend zum Ausdruck bringt. Sie sorgt für ein ganz eignes Flair, welches fast schon einem Hörbuch gleich kommt. Gut auch, dass der Titel zwar dialoglastig, aber nicht zu langatmig daher kommt.

Fazit

Freunde klassischer Adventures kommen mit „Trüberbrook“ durchaus auf ihre Kosten. Das innovative „Gegenstand-Kombinier-System“, sorgt stets für Fortgang der witzigen Story und lassen nur selten Frust aufkeimen. Unterm Strich ist das Game jedoch nicht mehr als ein kleiner Snack, der mal schnell an einem freien Nachmittag durchgenudelt wird. Konsolenbesitzer sollten bei ernsthaften Interesse vielleicht lieber zum günstigen Steam-Key für den Computer greifen, der aktuell für deutlich unter 10 Euro erhältlich ist. Dafür ist das Spiel wiederrum richtig toll.

Grafik: 6,5/10
Sound: 8,5/10
Gameplay: 6,5/10
Gesamt: 6,5/10

Fotocopyright: bildundtonfabrik / Headup Games

Weitere Infos: http://trueberbrook.com/de/startseite/

Wenn Ihr möchtet, könnt Ihr diese Webseite durch einen Einkauf bei Amazon unterstützen. Das besprochene Produkt erhaltet Ihr über unten stehenden Link.

Trüberbrook – [Nintendo Switch]

SteelSeries Arctic 9X Gaming Headset

Einleitung:

Das Feld der Gaming-Headsets scheint umkämpft wie nie. Haben wir vor Jahren noch unsere normalen, kabelgebundenen Kopfhörer an den PC (oder den TV) gesteckt, buhlen immer mehr Hersteller nun sogar mit Drahtlos-Modell um die Kunst der Käufer.

Nach einem überraschend brauchbaren China-Headset, bin ich bei einem Modell von Razor („Razer Kraken Tournament Edition“) gelandet, wollte nun aber auch etwas flexibleres und bin nach kurzem Einlesen bei der Arctic-Reihe von Steelseries gelandet.

Fotocopyright: hard-boiled-movies.de

Welche Dinge waren mir wichtig?

  • drahtlose Verbindung (Bluetooth) auch zum Handy, Tablet, etc.
  • guter Klang
  • angenehmer Tragekomfort auch über Stunden
  • robuste Verarbeitung
  • passable Akku-Laufzeit
  • Preis-/Leistungsverhältnis
Fotocopyright: hard-boiled-movies.de

Wurden die Anforderungen erfüllt?

Im Großen und Ganzen ja.

Das Headset nimmt mühelos Kontakt zu PC (Bluetooth-Dongle – separat erhältlich), Notebook, Handy, Tablet und XBOX One auf. Das Koppeln ist recht einfach: bei der XBOX One muss lediglich die Sync-Taste auf der Vorderseite der Konsole betätigt werden, bei den anderen Geräten lässt sich das Arctic einfach über die Bluetooth-Suche (Power-Taste am Headset gedrückt halten) finden und koppeln.

Steht kein Bluetooth zur Verfügung, können alternativ auch Klinke (kein Kabel mitgeliefert) oder USB verwendet werden. Beides hat klaglos funktioniert.

Fotocopyright: hard-boiled-movies.de

Klanglich kann das Headset überzeugen. Dank verschiedener Profile (einfaches Umschalten durch Tippen auf die Powertaste oder in der optimalen Software) dürfte für Jeden das Passende dabei sein. Von ausgewogen bis basslastig ist alles dabei. Ich bin kein Soundprofi und habe erst recht keine Messgeräte, kann im Vergleich mit andren Konkurrenten (u.A. Beats-Kopfhörer) einem dem Preis angemessenen Klang bescheinigen.

Das Mikro lieferte zufrieden stellende Ergebnisse, beim Telefonieren konnte man sehr gut verstanden werden und bei einem kurzen Aufzeichnungstest am Rechner war alles in Ordnung. Ich denke für gelegentliches Streaming, muss man nicht zu anderen (teuren) Aufnahmegeräten greifen und wird hiermit glücklich. Das Mikro lässt sich über eine Taste an der Ohrmuschel jederzeit stumm schalten.

Fotocopyright: hard-boiled-movies.de

Der Tragekomfort ist gut, muss sich jedoch erarbeitet werden. Ich habe schon viele Kopfhörer besessen, aber bei absolut keinem Gerät wurde mein Kopf so zusammengedrückt wie hier. Nach der ersten Stunde an der Switch (diesmal mit Kabel) war mir extrem schwindelig und sogar etwas übel. Nachdem ich das Headset 2 Nächte lang auf einem Karton gedehnt habe, war jedoch alles in Ordnung und die Beschwerden sind nicht mehr aufgetreten. Die „Weitung“ hat sch direkt beim Aufsetzen bemerkbar gemacht.

Die Verarbeitung scheint robust (Eisengestell) und das Kopfband kann einfach gewechselt werden (Klettverschluss). Weitere Varianten sind im Shop des Herstellers erhältlich – oder können mit etwas Geschick vielleicht selbst auch gebastelt werden.

Fotocopyright: hard-boiled-movies.de

Laut Hersteller beträgt die Akkulaufzeit bis zu 20 Stunden. Dies konnte ich bis dato noch nicht genau nachmessen, gehe aber von einem realistischen Wert aus.

Fazit:

Das Headset tut, was es soll und schaut dabei noch sehr elegant aus. Die unterschiedlichen Klangprofile eignen sich hervorragend für Spiel, Film oder Musik und können mit vergleichbar teueren „normalen“ Kopfhörern mithalten.

Die Konnektivität ist so reichhaltig wie problemlos einrichtbar – wobei ich Features wie gleichzeitige Verbindung mit der XBOX One (WLAN) und Telefonie (Bluetooth) derzeit gar nicht nutze.

Kritik ernten der anfangs viel zu enge Sitz und die vielleicht auch etwas geringe (aber ausreichende) Gesamtlautstärke an meinem PC – wobei das vielleicht auch meinem alten Dongle geschuldet ist. An den anderen Geräten ist das Headset spürbar lauter. Ein bißchen wuchtig sind die Teile ebenfalls und eine Tasche fehlt. Hier wird wohl eher auf den stationären Gebrauch gesetzt.

Unterm Strich muss jeder selbst entscheiden, ob knappe 200 Euro für ein Headset ein guter Invest sind. Da ich die Teile auch zum Musikhören und Filmschauen verwende, beschränkt sich deren Einsatz nicht allein aufs zocken und so kann ich mir den Preis noch schön reden. Wie gesagt, im Vergleich zu normalen Kopfhörern bekommt man ein konkurrenzfähiges Produkt – welches ein paar nette Extras obendrein bietet.

Sound: 9/10
Konnektivität: 9/10
Verarbeitung: 10/10
Tragekomfort: 8/10
Gesamt: 9/10

Fotocopyright: hard-boiled-movies.de

Weitere Infos: https://de.steelseries.com/gaming-headsets/arctis-9x

Wenn Ihr möchtet, könnt Ihr diese Webseite durch einen Einkauf bei Amazon unterstützen. Das besprochene Produkt erhaltet Ihr über unten stehenden Link.

SteelSeries Arctis 9X – Integrierte Xbox Wireless- und Bluetooth-Konnektivität – Über 20 Stunden Akkulaufzeit – funktionabel mit Xbox Series X


Ich habe dieses Produkt selbst erworben und es wurde mir von keinem Hersteller/Händler zur Verfügung gestellt!

The Sinking City (PC)

Inhalt:

Von wirren Alpträumen geplagt, reist der Spieler als abgefrackter Detektiv nach Oakmont. Hier verspricht man ihm Abhilfe und verlangt dafür so einige Gefälligkeiten…

Fazit:

Beim meinen kleinen Review zu „Call Of Cthulhu“, ist mir in den Sinn gekommen, dass ich vergangen Jahr auch das großartige „The Sinking City“ auf der Platte hatte und innerhalb weniger Tage bis zum Ende durchgesuchtet hatte.

Erneut schlüpfen wir in die Rolle einen Privatschnüfflers und bewegen uns in einer von H.P. Lovecraft inspirierten Welt. Statt in der Ego-Perspektive, schaut man seiner Figur von hinten über die Schulter und statt schlauchigen Passagen gehts in eine echte Open World.

Das Setting ist dabei schön gestaltet und für meinen Geschmack genau richtig dimensioniert. Die titelgebende Stadt war groß genug zum ausgiebigen Erkunden, aber auch nicht zu riesig, um sich zu verlaufen. Man wußte stets, welches Ziel das nächste ist – und war dies nicht auf Anhieb der Fall half immer ein Blick ins Inventar. Hinweise konnten einfach kombiniert werden und dann ging’s zügig weiter.

Die Atmosphäre der Vorlage wurde perfekt eingefangen. Überall gab es witzige Details und viele Anspielungen auf die Romane. Den eigenen Vorstellung der Welt von Lovecraft wurde man vollkommen gerecht. Eine ausgezeichnete Synchronisation ließ zudem über hölzerne Animationen hinweg sehen und hielt die tolle Illusionen aufrecht. Neben jeder Menge Knobelarbeit gab es hin und wieder ein paar aufgesetzt wirkende Schusswechsel, die das Spiel aber nicht abwerten. Dank der besonders in diesen Szenen hakeligen Steuerung fühlten sich diese Momente erst nachträglich integriert an.

Viele Spieler beschwerten sich lautstark über Bugs – und dass, der Titel nahezu unspielbar sei. Ich habe den digitalen Download zum Release erworben, direkt finalisiert und dabei keine echten „Showstopper“ bemerkt. Klar hatte die hübsche Grafik ein paar Clipping-Fehler und einige Passanten auf der Straße zeigten merkwürdige Wegroutinen, aber flüssig spielbar war das Ding jederzeit. Auf sich wiederholende Texturen wurde nicht wirklich geachtet und von daher weiß ich davon wenig zu berichten – es war jedenfalls nicht so auffällig wie bei andren Titeln, wo man es tatsächlich negativ zur Kenntnis nahm.

Ich mochte die Sherlock-Adventures und hatte in Frogware schon ein gewisses Vertrauen aufgebaut. Auch wenn „The Sinking City“ technisch eher durchwachsen daher kommt, hat die krasse Handlung bis zum Ende gepackt und Schwächen verzeihen lassen. Nach dem richtig guten „Call Of Cthulhu“, war ich auch über diese Umsetzung entzückt und fühle mich als Fan des Autors endlich mit angemessenen Versoftungen versorgt. „The Sinking City“ ist ein echter Geheimtipp für Adventurefreunde, denen Substanz über Technik geht.

Grafik: 7,5/10
Sound: 8/10
Gameplay: 8/10
Gesamt: 8,5/10

Testsystem:
AMD Ryzen 7 2700 Eight-Core CPU
AMD Radeon RX Vega
16 GB RAM
Windows 10 (64 Bit)
SteelSeries »Arctis 9X« Gaming-Headset
Installation auf SSD-Festplatte

Fotocopyright: Frogware

To The Moon (PC, Nintendo Switch)

Inhalt:

Ein alter Mann liegt im Sterben und wird von zwei Wissenschaftlern besucht. Vor seinem letzten Ganz „klinken“ sie sich in sein Hirn ein und wollen seine Erinnerungen zum Positiven verändern…

Fazit:

Schon seinerzeit auf dem PC mit gewissen Kultstatus behaftet, besteht mittlerweile auch die Möglichkeit dieses ungewöhnliche Werk auf der Switch nachzuholen. Die Pixeloptik war schon damals eher zweckdienlich, als ein Hingucker – eigentliches Highlight ist das starke Storytelling, welches die Jahre unbeschadet überstanden hat.

Mit heutigen Worten würde man „To The Moon“ bestenfalls als „Walking-Simulator“ umschreiben. Die Interaktivität ist eher gering und sterben unmöglich. Ein paar simple Zwischenspiele sind nicht als ernsthafte Herausforderung zu betrachten, bringen den Spieler jedoch zur näheren Betrachtung von relevanten Details. Die Steuerung ist einfach, wie eingänglich, beim geringen Tempo gut berrschbar.

Ein Monster an Umfang ist „To The Moon“ sicherlich nicht, dennoch fühlen sich einige Passagen künstlich gestreckt an. Mag wahrscheinlich an machen wiederkehrenden Aufgaben liegen, verliert den Spieler glücklicherweise trotzdem nie. Die Geschichte bleibt durchwegs spannend und das Finale will unbedingt erlebt werden.

Eine packende Handlung, ein sympathisches Setting und ganz viel Herz machen „To The Moon“ zu einem kleinen Ausnahmetitel, bei dem über mangelende spielerische Freiheit und (gewollt) altbackene Optik hinweg gesehen werden kann. Wer einen entspannten Titel zwischen krachenden Blockbustern sucht, sollte sich durchaus mal auf diesen Tripp in die Erinnerungen eines alten Mannes einlassen. Zu einem persönlichen Top-Hit fehlt mir einfach zu viel, aufgrund seiner liebevollen Machart bleibt dennoch ein Dauerplatz im Gedächtnis reserviert.

Grafik: 3/10
Sound: 9/10
Gameplay: 6/10
Gesamt: 7/10

Testsystem:
AMD Ryzen 7 2700 Eight-Core CPU
AMD Radeon RX Vega
16 GB RAM
Windows 10 (64 Bit)
SteelSeries »Arctis 9X« Gaming-Headset
Installation auf SSD-Festplatte

Fotocopyright: Lace Mamba

Resident Evil 3 (PC/XBOX One/PS4)

Inhalt:

Die Ereignisse von Resident Evil 3 setzen nur kurz nach dem Vorgänger ein und verfrachten den Spieler in das von Zombies überrannte Städtchen „Raccoon City“. Man spielt abwechselnd mit Jill Valentine und Carlos Oliveira, um den umkämpften Impfstoff zu finden, bevor Übeltäter „Umbrella“ das gesamte Gebiet dem Erdboden gleich macht…

Fazit:

Schon das Remake des Vorgängers konnte in allen Belangen (technisch, spielerisch) überzeugen und dank einiger neuen Gameplayelementen für kleinere Überraschungen sorgen. Die Neuauflage von Teil 3 (der mich übrigens auf der Playstation 1 damals nicht so recht begeistern konnte) greift die Tugenden auf und schraubt besonders am Pacing ein wenig herum.

So spielt sich Resident Evil 3 wesentlich flüssiger, actionreicher und mit überschaubarem Backtracking. Es gibt keinerlei ernsthafte Rätsel und passende Schlüssel finden sich immer auf dem Weg. Selten müssen vergangene Schauplätze erneut aufgesucht oder komplizierte Austauschaktionen (man erinnert sich an Wappen und Rubine) durchgeführt werden. Zwar kann man jederzeit zu fast allen Räumlichkeiten zurück (um etwa zuvor geschlossene Spinde oder Tresore zu öffnen), essentiell ist dies aber kaum (oder zumindest auf höheren Schwierigkeitsstufen vielleicht).

Die Anmutung eines kurzweiligen Actionstreifens wird nicht nur durch einige rasante Scriptszenen, sondern auch durch die überschaubare Spielzeit unterstrichen. Für den ersten Durchgang habe ich keine 5 Stunden benötigt – und dabei noch relativ viel an Material eingesammelt. Auf mittleren Schwierigkeitsgrad war das Spiel easy beherrschbar, lediglich beim Experimentieren von Endboss-Taktiken geriet man hin und wieder kurz ins Straucheln. Ansonsten ist der Titel sehr gradlinig und lädt höchstwahrscheinlich wieder zu witzigen Speedruns ein.

Grafisch ist Capcom wieder eine Augenweide gelungen. Die Engine des Vorgängers schaut größtenteils immer noch hervorragend aus und läuft in 4K (getestet habe ich die PC-Version) butterweich. Gelegentlich stolpert man über ruckelnde Figuren im Hintergrund oder mangelhaft texturierte Plakate, insgesamt schaut man drüber hinweg und verliert nicht die Immersion.

Resident Evil 2 war damals beim Lieblingsteil der Reihe und obwohl das Remake im vergangen Jahr nicht ganz den alten Glanz erreichte, wurde die Messlatte sehr hoch gelegt. „Nemesis“ macht eigentlich ebenso alles richtig und gefällt trotz gesteigerter Gradlinigkeit und weniger Knobeln deshalb genauso gut. Manche Kritiker sehen vielleicht einen minimalen Qualitätsabfall (meckern auf hohem Niveau), doch für mich stehen die Neuinterpretation in etwa auf gleichem Level. Serienfreunde greifen zu, alle Anderen warten auf „Verramschung“, die beim Vorgänger ziemlich schnell aufgetreten ist. Nun freue ich mich auf launige Speedruns – insbesondere von den Kollegen bei den Rocketbeans…

Grafik: 8,5/10
Sound: 7/10
Gameplay: 7/10
Gesamt: 8/10

Testsystem:
AMD Ryzen 7 2700 Eight-Core CPU
AMD Radeon RX Vega
16 GB RAM
Windows 10 (64 Bit)
SteelSeries »Arctis 9X« Gaming-Headset
Installation auf SSD-Festplatte

Fotocopyright: Capcom