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Schlagwort: Netflix (Seite 1 von 12)

Intrusion

Inhalt

Ein junges Paar fühlt sich nicht mehr sicher im eigenen Haus. Nachdem sie für ein paar Stunden abwesend waren, wurde eingebrochen, doch seltsamerweise kein einziger Gegenstande entwendet. Irgendwas haben die Einbrecher wohl gesucht…

Fazit

Die Grundidee von „Intrusion“ war gar nicht mal übel, doch leider offeriert der Plot zu früh seine vermeintliche Auflösung und weicht dann auch nicht mehr von diesem eingeschlagenen Wege ab. Der geübte Zuschauer durchschaut die perfide Handlung nach relativ kurzer Zeit und beraubt sich so leider auch einem durchgehend hohem Spannungsbogen. Man konnte dem Treiben zwar weiterhin gut folgen, die Luft war jedoch etwas raus.

Die Darsteller haben ihre Sache gut gemacht und keinen Grund zur Beanstandung gegeben. Musste ich mich Anfangs etwas an den glatten Ehemann gewöhnen, hat es letztlich prima zu seiner Rolle gepasst. Die Inszenierung hat dagegen auf Anhieb einen guten Eindruck gemacht und trotz eingeschränkter Auswahl an Figuren und Schauplätzen mit hochwertiger Optik überzeugt. Einzig die deutsche Synchronisation war nicht immer referenzverdächtig, aber Schwamm drüber.

Das Geschehen war jederzeit unterhaltsam, trotz seiner relativ einfachen Machart und dem bereits erwähnten Schwächen beim Plot. Der Zuschauer blieb stets am Ball und wollte sich seiner Theorien bestätigt wissen.

Auch wenn „Intrusion“ das Rad nicht vollkommen neu erfindet, hat die Rahmenhandlung durchaus gefallen. Leider offeriert sich die Auflösung schon recht zeitig, so dass der Unterhaltungsfaktor im letzten Drittel spürbar abnimmt. Unterm Strich jedoch ein brauchbarer Thriller, den der Netflix-Kunde gerne mitnehmen kann.

6,5/10

Fotocopyright: Netflix

Kate

Inhalt

Eine Auftragskillerin wird selbst zum Opfer. Sie wird vergiftet und hat nur 24 Stunden Zeit, um ihre Peiniger innerhalb Tokyos ausfindig zu machen und Rache auszuüben…

Fazit

Beim neuen Actiontitel „Kate“ punktet Netflix vor allem beim atmosphärischen Setting, welches gut zur zur Handlung gepasst hat. Vielleicht sind manche Aufnahmen einen Ticken zu dunkel ausgefallen, doch insgesamt machte Tokyo als Schauplätz Einiges her und man konnte sich schnell im Geschehen fallen lassen.

Im Grunde möchte ich „Kate“ mehr mögen, doch irgendwie ist es mir nicht vollends gelungen. Dass es relativ wenig von Woody Harrelson zu sehen gab, habe ich im Vorfeld irgendwie vermutet – doch das der Verlauf insgesamt etwas schleppend ausfiel leider erst nicht wahr haben wollen. Abseits der schönen audiovisuellen Umsetzung versteckt sich lediglich ein recht bodenständiger, wie austauschbarer Rachefeldzug, der dem ausgelauchten Genre keine neuen Impulse verleihen konnte.

Der Streifen folgte einem bewährten, wie bekannten Muster und wich mangels wenig komplexer Rahmenhandlung auch nicht von seinem vorbestimmten Verlauf ab. Zwar versuchte man gen Finale die ein oder andere kleine Wendung zu integrieren, aber irgendwie wollten diese Ansätze dann auch nicht mehr zünden und ringen dem Betrachter höchstens ein beiläufiges „Aha“ ab.

Mary Elizabeth Winstead hat ihre Sache als „Titelhelden“ soweit souverän absolviert und überzeugte mit gut einstudierter Choreografie in manch schick gemachter Kampfsequenz. In diesem Momenten macht das Treiben dann so richtig Laune, die sich an anderer Stelle leider als Mangelware erwies.

Das Rad muss nicht immer neu erfunden werden und deshalb mache ich „Kate“ wegen seiner unerwartet konservativen Weise keinen Vorwurf. Während Technik und Darsteller soweit gepasst haben, schlug vielmehr das zuweilen äußert behäbigem Storytelling auf den Magen und so wirkte das Gesamtergebnis für mich nur mittelprächtig. Anschaubar, aber kein großer Hit und als „Inklusiv-Artikel“ irgendwo vollkommen in Ordnung.

6/10

Fotocopyright: Netflix

Eine wie keiner

Inhalt

Padgett kommt aus einfachen Verhältnissen, doch kann dank ihrer Kariere im Internet dennoch mit ihren Freundinnen mithalten. Als sie jedoch eines Tages ihren Freund beim Fremdgehen erwischt, alles live dokumentiert und dadurch Follower und Sponsor verliert, muss sie ihre Taktik neu überdenken. Erst mit einem neuen erfolgreichen Format kann sie wieder Kohle für das Studium erwirtschaften und so muss der naive Cameron für eine perfide Wette herhalten…

Fazit

Obwohl sich dieses Werk als offizielles Remake von „Eine wie keine“ ausgibt, waren die Parallelen (zumindest zu dem, was ich vom Original noch sehr wage im Gedächtnis hatte) eher gering. Im Grunde geht es um die altbackene Wandlung vom hässlichen Entchen, welches zu einem hübschen Schwan wird – nur eben diesmal mit einem Kerl im Mittelpunkt des bizarren Treibens.

Der Film richtet sich klar an das junge (weibliche) Publikum und macht seine Sache dafür sicherlich nicht schlecht. Für mich plätscherte alles ein wenig vor sich hin und kam nie so recht in die Gänge – die Zielgruppe wird es wohl wenig stören und ihren Spaß bei dem auf zeitgemäß getrimmten Szenario haben.

Technisch gab es dagegen wenig zu mäkeln. Optisch schaut das Teil absolut hochwertig aus und der eingängige Soundtrack kam mit einigen bekannten Klassikern daher. Besonders hier schlug man einigermaßen gekonnt die Brücke zu den Vertretern aus der eigenen Jungend – denn so manch Track wurde direkt hieraus entliehen.

Die Darsteller fügten sich natürlich perfekt zur Hochglanz-Optik ein und selbst das hässliche Entlein war zu Beginn nicht einmal sonderlich hässlich. Man sollte sich bewusst sein, dass hier überwiegend übertrieben gestylte und extrem geschminkte Modells umherlaufen und somit nicht alles direkt an das wahre Leben erinnert.

Ich habe den Film zusammen mit einer Freundin geschaut, denn allein wäre das Gebotene höchstwahrscheinlich nicht für mich geeignet gewesen. Das angepeilte Publikum wird sicherlich gut unterhalten werden und mit den harmlosen Gags seinen Spaß haben, der Rest wendet sich entgeistert hab. Sagt euch das Thema zu, wagt gerne einen Blick – habt ihr aufgrund der Inhaltsangabe so eure Bedenken, dann verzichtet lieber.

5,5/10

Fotocopyright: Netflix

Really Love

Inhalt

Ein begabter Maler versucht versucht in der Kunstwelt Aufmerksamkeit zu erreichen und von seinen Werken Leben zu können. Als er eines Tages eine junge Studentin kennenlernt, wird seine Gefühlswelt durcheinander gewirbelt…

Fazit

Diese Kritik zu verfassen fällt mir nicht leicht. So für sich genommen, ist „Really Love“ wahrlich kein schlechter Film, doch streng gesagt war er leider auch austausch- und somit verzichtbar. Mir war klar, dass das berühmte Rad nur schwerlich neu erfunden werden konnte, doch hier stützt sich alles auf bekannte Klischees und eine sichere Inszenierung. Keine Überraschungen, keine unvorhersehbaren Schicksalsschläge, einfach gradlinig bis zum Ende.

Während andere Genrekollegen noch kleinere, vielleicht auch traurige Elemente einbauen, bleibt „Really Love“ knallhart und zieht seine rein romantische Ader konsequent und ohne Abschweifung durch. Das lässt sich dann zwar prima nebenbei wegschauen, befriedigt irgendwie auch nur bedingt. Es gab Nichts, was sich nur ansatzweise im Hirn festgebrannt hätte und so blieb ein leichter Beigeschmack und schneller Gedächtnisverlust zurück.

Solide Schauspieler, solide Handlung und ein gewisser Unterhaltungswert. Die seichte Art mag nicht Jedem gefallen, geht zur Abwechslung aber auch mal in Ordnung. Ich fand den Film insgesamt okay, aber es fehlt mir schlichtweg an Highlights, die zu einer Empfehlung oder gar erneuten Sichtung animieren würden. Unterm Strich ein durchschnittliches Werk, welches es im breiten Feld der Mitbewerber sicherlich nicht einfach hat und definitiv auf die Gunst der Netflix-Abonnenten angewiesen muss. Als „Inklusivartikel“ okay, aber gegen extra Bezahlung ein Hauch zu wenig.

6/10

Fotocopyright: Netflix

Sweet Girl

Inhalt

Da ein Pharmakonzern ein neues Medikament nicht rechtzeitig auf den Markt bringen konnte, verstarb die Frau von Cooper ohne Aussicht auf eine mögliche Krebs-Heilung hierdurch. Als ein Reporter über den Fall aufmerksam wird, bittet er die Hinterbliebenen um Mithilfe. Er sieht eine gewollte Manipulation des Marktes und sucht Beweise für seine skandalösen Behauptungen…

Fazit

Bei „Sweet Girl“ schlagen wir zwei Herzen in meiner Brust. Auf der einen Seite bot sich ein stellenweise etwas behäbiger Thriller nach bewährtem Muster, auf der der anderen Seite versucht er sich an einem Twist – der gar nicht mal so ungeschickt konstruiert wurde und durchaus für ein kleines Aha-Erlebnis sorgen konnte.

Jason Momoa hat soweit ganz gut in seine Rolle gepasst, wird aber mitunter durch seine aufgeweckte Filmtochter in den Schatten gestellt. Die Chemie der Beiden hat soweit gepasst, dass der Betrachter gern am Ball geblieben ist und deren Rachefeldzug trotz kleinerer Durchhänger aufmerksam begleitet hat.

In der Inhaltsangabe kam es etwas schwierig rüber und auch die Darstellung im Film war mir etwas zu eindimensional. Es wird suggeriert, dass etliche Menschen aufgrund des verzögerten Mediamenten-Starts verstarben, doch Garantie auf eine Wunderwaffe hat es hier wahrscheinlich nie gegeben. Es war mir klar, dass sich die Familie an jeden Strohhalm klammerte – doch ob die Frau mit dem Mittel überhaupt überlebt hätte, steht auf einem anderen Blatt.

Nach einem interessanten und recht gefühlvollen Start kommt das Geschehen trotz netter Ansätze nicht immer in die Gänge. Es wurde sicherlich nie total langweilig, aber auch nicht immer vollends packend. Viele Elemente hat man einfach schon etliche Male gesehen – und bis auf eine witzige Wendung zum Auftakt des letzten Drittels gab es lediglich solide Hausmannskost ohne nennenswerte Highlights. Über diesen Moment lässt sich wiederrum ganz vorzüglich streiten, doch ich fand ihn ganz in Ordnung. Er mag von seiner Machart nicht so richtig zum Rest gepasst haben, von der Idee her war er jedoch lobenswert.

Die Trailer im Vorfeld versprachen gute Unterhaltung und das fertige Ergebnis konnte diese eher überschaubare Erwartungshaltung erfüllen. „Sweet Girl“ hatte so seine Logikprobleme und bot erschreckend wenig Innovation, hielt aber durch ein gefälliges Vater-Tochter-Gespann und einem charismatischen Gegenspieler durchaus passabel bei Laune. Im Rahmen eines Abos schaut man also mal rein und macht sich bei Interesse halt selbst ein Bild.

6,5/10

Fotocopyright: Netflix

Schwarze Insel

Inhalt

Jonas lebt bei seinem Großvater auf einer Nordseeinsel. Er hat sich gut in die Gemeinschaft integriert und zwischen ihm und einer Mitschülerin hat es bereits gefunkt. Die Gefühle spielen jedoch verrückt, als er dann von einer Lehrerin verführt wird…

Fazit

„Schwarze Insel“ ist schon eine recht spezielle Kost, die uns Netflix hier wieder einmal präsentiert. Es handelt sich hierbei um einen Film, der nicht klar einem Genre zugeordnet und auch nicht so leicht durchschaut werden kann.

Erst nach einigen Minuten bin ich so halbwegs in das Geschehen hineingekommen und war so ein bisschen auf der Suche nach einem roten Faden. Wir lernen verschiedene Figuren, eine tolle Landschaft und vermeintlich gute Absichten kennen. Die immer ungemütlicher werdende Spannungskurve baut sich langsam, aber geschickt auf und hat uns ab einem gewissen Punkt ganz gut am Haken.

Die – zumindest für mich – eher unbekannten Darsteller haben ihre Sache sehr gut und glaubwürdig gemacht. Man konnte sich in viele Situationen einigermaßen passabel hineindenken und deren Reaktionen durchaus verstehen. Dies ist bei vielen Filmen eben nicht der Fall und so gelang das Abtauchen trotz leicht komplizierten Einstieg dennoch super.

Der Verlauf war insgesamt recht kurzweilig. Durch seine verschrobene Weise gab sich das Setting ansprechend und interessant. Man konnte die Ereignisse schlecht vorhersehen und sich voll vom Geschehen treiben lassen. Das ging soweit gut und eigentlich ohne nennenswerte Längen. Man wollte immer wissen, wie sich die Lage weiter entwickelt und welche Motivationen hinter den Taten stecken.

Es fällt immer etwas schwer, um den heißen Brei herum zu reden und möglichst wenig von einem Film zu spoilern. Wer per se nichts gegen deutsche Filme und gute Thriller hat, sollte hier durchaus mal reinzappen. In seinen stärksten Momenten hat mich das Ganze ein wenig an „Dark“ erinnert und allein hierfür gibt es großes Lob. Der Rest war soweit in Ordnung und fühlte sich immerhin recht frisch und angenehm kurzweilig an.

7/10

Fotocopyright: Netflix

Aftermath

Inhalt

Zum kompletten Glück eines jungen Paares fehlt noch ein gemeinsames Heim, dessen Finanzierung gar nicht so leicht erscheint. Als sie dann endlich ein passendes Objekt finden und die Verkäufer ihnen extrem mit dem Preis entgegen kommen, ahnen sie noch nicht, wie sich der Erwerb ihr Leben auswirken wird…

Fazit

Filme, die auf wahren Begebenheiten beruhen, sind per se schonmal recht interessant. So ging es auch trotz wenig spektakulären Poltes recht unbeschwert an die Sichtung, doch am Ende blieb Ernüchterung zurück.

Schon zu Beginn hat sich die mittelprächtige Synchronisation etwas negativ auf meine Motivation ausgewirkt – aber man ist ja gerade in heutigen Zeiten über jeden komplett eingedeutschten Film bei Netflix dankbar. Die Stimmen waren nicht sonderlich passend gewählt und vor allem deren gelangweilte Betonung oft befremdlich.

Vielleicht lag es an den Sprechern oder tatsächlich nur an der dünnen Handlung, denn so richtig fesseln konnte das Geschehen nicht. Man präsentierte uns altbekannte Schauermomente, deren Taktung zu weit auseinander lag und so deutliche Längen nicht von der Hand zu weißen waren. Man versorgte uns mit 08/15-Grusel, den wir schon zigmal gesehen haben und keine Überraschung mehr darstellt. Alles lief nach bewährtem Muster und riskierte Nichts.

Die Darsteller haben ihre Sache – sofern an das aufgrund der mäßigen Synchronisation sagen kann – solide gemacht, ohne sonderlich zu glänzen. Sie agierten nicht übel, dennoch hätte man den Cast sicherlich etwas besser und irgendwie glaubhafter besetzten können. Mir schienen die Akteure etwas zu geleckt – was immerhin wieder zur Hochglanz-Inszenierung passte.

So hart es klingt, aber „Aftermath“ wäre meiner Auffassung nach nicht nötig gewesen. Er bereichert das ausgelauchte Genre um keine neuen Aspekte und besitzt auch sonst keinerlei nennenswerte Highlights. Der Verlauf war zwar okay, aber nie so richtig packend und von daher auch alles irgendwo verzichtbar. Kein Totalausfall, aber selbst als „Inklusivtitel“ nur bedingt empfehlenswert.

5/10

Fotocopyright: Netflix

The Kissing Booth 3

Inhalt

Der letzte gemeinsame Sommer ist bald vorüber und der Gang aufs Collage steht an. Noch einmal möchte Elle die Zeit mit ihren Freunden verbringen und sich währenddessen endlich im Klaren werden, wohin die Reise mit ihr noch geht…

Fazit

Die „Kissing Booth“-Filme gehören jetzt nicht zu meinen absoluten Favoriten, doch ich fühlte mich stets gut von ihnen unterhalten. Für mich sind sie typische Netflix-Filme, die man nicht unbedingt als Scheibe in der Sammlung haben muss – trotzdem gerne nebenbei mal wegschaut. So hatte ich mich dann durchaus auf den dritten Teil gefreut und wurde im Großen und Ganzen auch nicht wirklich enttäuscht.

Erneut hielt man sich mit größeren Innovationen zurück und präsentierte uns mehr vom Altbekannten. Man führte zwar neue Charaktere ein, doch insgesamt sehr geschmeidig und wenig aufdringlich. Man bewahrte das bewährte „Look & Feel“ der Vorgänger und fuhr damit recht sicher.

Abgesehen von einem witzigen „Mario-Kart“-Rennen gab es zwar wenige Highlights, aber glücklicherweise auch keine größeren Patzer. Man hielt ein gewisses, weitestgehend sehr unterhaltsames Niveau bei und lieferte unbeschwerte Unterhaltung ohne allzu dramatische Momente. Nichts zieht hier irgendwie runter und die gute Laune dominiert fast zu jeder Zeit.

Auch der nunmehr dritte Erguss von „The Kissing Booth“ ist nicht mehr als eine leichte Sommerkomödie, die abermals für einen spaßigen Abend sorgt und wahrscheinlich auch nie mehr sein wollte. Für mich bleibts eben ein klassischer Streaming-Titel, den man sich ruhig mal geben und schnell wieder vergessen kann.

6,5/10

Fotocopyright: Netflix

The Last Mercenary

Inhalt

Aufgrund von Familienangelegenheiten muss der ehemalige Geheimagent – Deckname „Der Nebel“ – schnell in die alte Heimat reisen. Die damals verhandelte, politische Immunität seines Sohnes wurde aufgehoben und die Mafia ist nun hinter dem Knaben her…

Fazit

Sofern ich es noch nicht in anderen Reviews breitgetreten habe, möchte ich hier noch einmal betonen, dass ich seit Kindheit ein großer Fan von Van Damme und vor allem dessen Actionfilme der 90iger bin und auf sein neues Abenteuer seit längerem extrem gespannt war. Mit der Rückendeckung von Netflix konnte eigentlich wenig schief gehen – doch herausgekommen ist eine seltsame Familienkomödie, die meinen Geschmack leider nur in ganz wenigen Augenblicken treffen konnte.

Die Geschichte ist nicht unbedingt neu und auch nicht sonderlich wendungsreich erzählt. Vater sucht Sohn, dieser kennt seinen Erzeuger überhaupt nicht, zack kommen ein paar Freunde hinzu und die teils tölpelhaften Bösewichte sind auch nicht fern. Nach einen durchaus launigen Auftakt kommt das Geschehen allerdings ziemlich ins Stocken und erholt sich von seiner zerfaserten Weise leider nur selten. Hin und wieder blitzen mit nett choreografierten Kampfszenen die Stärken des Meisters durch und dann haut man auch mal gelungene Gags raus – doch über weite Teile blieben diese Highlights dies leider Mangelware.

Van Damme fühlte sich inmitten seiner fragwürdig gestylten Mitstreiter fast wie ein Fremdkörper an und selbst wenn man sich mit der Prämisse eines halbwegs familientauglichen Filmes abgefunden hat, passt das Bild in meinen Augen trotzdem nicht gut zusammen. Die Inszenierung mag technisch makellos sein, mit tollen Aufnahmen und warmen Farben für große Sympathie sorgen, über schwachen Inhalt und langatmige Passagen konnte dies nicht hinwegtäuschen.

„The Last Mercenary“ mag sicherlich nicht der schlechteste Vertreter auf Netflix sein und auch seine klitzekleinen Lichtblicke haben, doch für mich bleibt unterm Strich eine große Ernüchterung zurück. Gerne hätte ich mir einen Actionfilm alter Schule gewünscht und seien es auch nur irgendwelche Neuinterpretation bekannter Klassiker mit anderen Schauplätzen oder kleinen Variationen. In meinen Augen hat der hier präsentierte Komödienansatz nicht so recht funktioniert, zumal Späße, Figuren und Handlung nicht so prall miteinander harmonierten. Ob der Belgier hiermit eine neue Zielgruppe erschließen kann, ist fraglich obendrein.

5/10

Fotocopyright: Netflix

Resort to Love

Inhalt

Nach ihrer gescheiterten Verlobung und nach ihrer ebenso gescheiterten Musikkarriere heuert die gebrochene Erica in einem Hotel auf Mauritius an. Nach der schwierigen Phase scheint es ihr endlich wieder besser zu gehen – bis Ihr Ex mit seiner neuen Flamme auftaucht und ausgerechnet sie dann als Hochzeitssängerin auftreten muss…

Fazit

Sofern man sich vor der Sichtung den Trailer angeschaut hat, dürfte die große Überraschung ausbleiben. Dieser bringt nämlich in wenigen Augenblicken schon alles auf den Punkt – lässt uns keineswegs an der gradlinigen Handlung zweifeln uns erst recht keine größeren Überraschungen erwarten.

Die Geschichte ist so simpel, wie extrem konstruiert – aber immerhin nicht unbedingt langweilig umgesetzt. Auch wenn so ziemlich alle Momente recht vorhersehbar verliefen, so kurzweilig war die Inszenierung dennoch. Dank seiner guten und überaus sympathischen Darsteller fiel das innere Abschalten keineswegs schwer und im Kopf schlichen sich dank großartiger Aufnahmen zudem schnell leichte Urlaubsgefühle ein.

Der Streifen überzeugte also eher mit seichter Unterhaltung, denn mit tiefgründigen Momenten und fuhr damit richtig gut. Er wollte wohl zu keiner Zeit mehr darstellen und versuchte dem entspanntem Zuschauer überhaupt nicht mit allzu tragischen Momenten zu überlasten. Hier war alles auf gute Laune gepolt und diese Gangart gefiel. Glücklicherweise waren die Gags auch nie unter der Gürtellinie und führten das gesittete Werk nicht ab absurdum.

„Resort to Love“ mag seicht und durchschaubar sein, hat dank liebenswerter Gesichter, verträumten Bildern, einem guten Soundtrack und niveauvollem Humor dennoch einen spaßigen Abend bereitet. Er ist das beste Beispiel dafür, dass es nicht immer hoch philosophisch zur Sache gehen muss und ein einfach gestrickter Plot trotzdem schön zu unterhalten vermag. Unterm Strich vielleicht kein Ausnahmetitel, aber eine äußerst angenehme Sommer-Komödie – die man als bestehender Abonnent von Netflix ruhig mal mitnehmen kann.

7/10

Fotocopyright: Netflix

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