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Thor: Love and Thunder

Inhalt

Nachdem die Bewohner von Asgard ihren Anführer Odin und ihre geliebte Heimat verloren haben, gründeten sie eine neue Siedlung auf der Erde. Thor hat sich mittlerweile den Guardians angeschlossen und erlebt mit ihnen ein wildes Abenteuer nach dem Anderen. Ein Auftrag führt ihn jedoch wieder zu seinem Volk – denn ein über Schurke hat es mit einem besonderen Schwert auf das Abschlachten von Göttern abgesehen…

Fazit

Die „Thor“-Filme gehörten für mich schon immer zu den besseren Comic-Adaptionen, doch „Love and Thunder“ hat mich schon nach wenigen Minuten sprachlos gemacht und ein breites Grinsen ins Gesicht gezaubert. Was hier geboten wurde, lässt sich mit simplen Worten kaum umschreiben und muss eigentlich selbst erlebt werden. Taika Waititi bricht mit vielen Konventionen, überspannt den Bogen maßlos und liefert ein Füllhorn der guten Laune. Selten haben Gags so gelungen gezündet und selten haben Referenzen auf andere Werke so hervorragend funktioniert wie hier.

Die Macher haben eigentlich alles richtig gemacht. Das Tempo war durchwegs hoch, die Action perfekt dosiert und der Humor stets auf den Punkt. Viele Sprüche sind direkt im Kopf geblieben und der rockige Soundtrack durchstreift noch immer das Hirn. Wenn sich unser Held zu markanten Songs durch die Gegner schnetzelt und dabei ein wildes Chaos hinterlässt, bleibt kein Auge trocken. Es fühlt sich in oftmals so an, dass viele Dinge endlich zusammen kommen – die schon lange zusammen gehören und man sich fragt, warum man nicht schon vorher auf manche absurd-geniale Idee gekommen ist.

Neben einer fantastischen Akustik werden die Sinne nicht nur durch hübsche Hauptdarsteller, sondern auch mit teils atemberaubenden CGI-Effekten verwöhnt. Alles wirkt aus einem Guss und die unterschiedlich designten Locations in sich total stimmig. Es macht Spaß hier abzutauchen und die vielen bunten Eindrücke auf sich wirken zu lassen – ohne von zu viel Action oder anderen Dingen abgelenkt zu werden.

„Love and Thunder“ ist Spaßkino in reinster Form und für mich eine Referenz in seinem Genre. Hier passt einfach alles zusammen, auch wenn der Mittelteil kurzzeitig nicht ganz mit dem Niveau von Anfang und Ende halten kann. Unterm Strich lieferte Waititi allerdings ein extrem rundes und unterhaltsames Gesamtergebnis, welches durchaus Potential zum häufigeren Anschauen bietet – und somit eine echte Empfehlung verdient. Wer auf bunten Quatsch steht, bekommt hier sensationellen Edel-Trash mit Kult-Eigenschaften und einem schönen Finale, bei dem man Lust auf Mehr bekommt!

9/10

Fotocopyright: Disney

Samaritan

Inhalt

Einst kämpften zwei Brüder mit gewaltigen Kräften gegeneinander. Während der Eine Rache für den Flammentod der Eltern ausüben möchte, hat sich der Andere dem Guten verschworen. Nachdem die Beiden in einer verehrenden Schlacht starben, hat die Menschheit schnell vergessen. Jahre später glaubt ein kleiner Junge, in seinem Nachbar den ehemaligen Streiter für die Gerechtigkeit gefunden zu haben…

Fazit

Erwartet habe ich eigentlich nichts – und bekommen habe ich einen ungewöhnlichen Superheldenfilm, der mich von Anfang bis Ende richtig gut bei Laune gehalten hat. Zwar gab die Story nicht allzu viel her und vor allem war der die Wendung in der Charakterzeichnung sehr vorherschaubar, aber trotzdem hat dies der Unterhaltung keinen Abbruch getan.

„Samaritan“ setzt den Fokus weniger auf Action, vielmehr auf die Zeichnung seiner Figuren. Diese war im gegebenen Rahmen bzw. der zu Grunde liegenden kompakten Spielzeit zwar ebenfalls eher rudimentär, schlimm war dies aber nicht. Man konnte sich schnell in die Gegebenheiten hineindenken und musste sich nicht mit übertrieben komplexen Handlungssträngen herumärgern.

Stallone wirkte alt und „langsam“, was aber prima zu seiner Rolle passt und somit als Pluspunkt zu verzeichnen war. Sein junger Kollege war aufgeweckt, aber niemals nervig – während sein Antagonist (Pilou Asbæk) richtig schön fies daher kam und Spaß brachte. Klar fühlte er sich ein wenig nach einem „Bane-Verschnitt“ an, doch gejuckt hats mich nicht.

Ein bisschen Zweigespalten war ich beim Überlegen, für welches Zielpublikum das Werk nun sei. Es ging überwiegend harmlos und kindgerecht daher, dennoch wiesen die unblutigen Kämpfe schon ein paar heftige Einlagen auf. Für 12jährige vielleicht zu hart – für ältere wohl insgesamt zu zahm. Überhaupt für Manche vom Pacing vielleicht auch ein wenig zu lahm – was mir allerdings gut gefiel und für Pluspunkte sorgte.

Ich kann es nur betonen, dass „Samaritan“ mir außerordentlich gut gefallen hat, auch wenn er so seine Schwächen und wenig innovativen Momente hatte. Im Gegensatz zu den großen „Marvel“-Filmen war die Action hier wesentlich angenehmer dosiert und der Grundton trotz schräger Figuren ebenfalls angenehm ernst. Es wurde nie langweilig und der simple Plot stieß nie sauer auf. Für mich ein durchaus ordentlicher Streaming-Tipp, sofern man die „Prime-Mitgliedschaft“ sowieso schon sein Eigen nennt und nicht extra Geld für diesen Titel in die Hand nehmen muss.

7,5/10

Fotocopyright: Amazon Prime

Spider-Man (PC)

Inhalt

Ein großer Bösewicht ist gefasst, doch die Stadt kommt nicht zur Ruhe. Überall tauchen maskierte Schergen auf und liefern sich Gefechte mit Polizei und Anhängern des Inhaftierten. Spiderman hat nun alle Hände voll zu tun…

Gameplay

„Spider-Man“ ist ein Open World Abenteuer, welches mit Genrevertretern wie „Assassins Creed“ oder „Batman: Arkham City“ oder „Batman: Dark Knight“ vergleichbar ist. Der Spieler steuert den Superhelden aus der Third-Person Perspektive durch eine gigantische und detailreich gestaltete Stadt, kann stringent der Hauptmission folgen oder sich in vielen Nebenquestes austoben.

Das Erobern, pardon >hacken< von Türmen schaltet nach und nach eine Karte frei und ermöglicht auf später eine Schnellreisefunktion zu nutzen. „Spidy“ ist durch seine grazilen Netzschwinger zwar schnell unterwegs, doch manchmal schadet dieser Komfort wahrlich nicht.

Das Kampfsystem erinnert ebenfalls an die Konkurrenz und ist so eingängig, wie effektiv. Es gibt Tasten für Angriffe, Auszeichen oder dem Einsatz von Gadgets – wie beispielsweise Drohnen oder Spinnennetze. Trotz Doppelbelegung gehen die Moves gut von der Hand und schnell entstehen elegante Kombos.

Spielzeit

Da ich das Spiel seinerzeit bereits auf Konsole gespielt habe, lag der Fokus beim erneuten Durchspielen klar auf der Hauptkampagne – für die ich etwa 12-13 Stunden gebraucht und dabei lediglich eine knapp 70% Komplettierung vorzuweisen habe. Für Sammler und Trophäenjäger ist hier sicherlich noch viel mehr drin.

Präsentation

Schon auf der Konsole hat „Spider-Man“ eine gute Figur gemacht und auch auf dem PC gibt es nichts zu Meckern. Die Weitsicht ist enorm, die Figuren hübsch animiert und die Details zuweilen atemberaubend. Man kann in viele Gebäude hineinschauen, toll gestaltete Bauwerke genießen oder einfach zwischen dutzenden Menschen auf den Straßen flanieren. Die Stadt wirkt lebendig und glaubwürdig – im Gegensatz zu den eher trist gestalteten „Batman“-Titeln.

Der Soundtrack war überwiegend unauffällig, spielte sich aber an den passenden Stellen angenehm in den Vordergrund. Die deutsche Sprachausgabe gab keinen Grund zur Klage, jedoch waren „Nebengeräusche“ oftmals auf englisch.

Positiv

  • tolle audiovisuelle Präsentation
  • schöne Atmosphäre
  • lebendige Stadt
  • geschmeidiges Schwingen in Häuserschluchten
  • launiges Kampfsystem
  • Quicktime-Events & kleinere Knobelaufgaben überspringbar
  • brauchbare Handlung
  • viele Nebenaufgaben
  • abwechslungsreiche Aufgaben
  • viele bekannte Charaktere gut umgesetzt

Neutral

  • Steuerung hin und wieder hakelig
  • ein paar nervige Schleich-Einlagen
  • kleinere Grafikfehler
  • kleinere Tonfehler

Negativ

  • immer gleiche Gegnertypen
  • nur Stadt-Setting

Fazit

Nach „Horizon Zero Dawn“ und „God of War“ haut Sony den nächsten Hit heraus und glänzt neben dem guten Inhalt auch mit einer hochwertigen Technik. Auch auf dem PC ist „Spider-Man“ ein kurzweiliger Spaß, der den hoch gelobten Fledermaus-Spielen in Nichts nachsteht.

Es gab kaum Leerläufe und das Pacing war sehr gut. Mit dem Sammel-Aspekt wurde es vielleicht etwas übertrieben, aber hierfür gibt es eben auch Fans und somit hatte ich damit keine Probleme. Das waghalsige Schwingen durch die Stadt litt manchmal unter der hakeligen Steuerung, was der ausgezeichnete Rest locker wieder kaschieren konnte.

Die „Miles Morales„-Auskoppelung war für mich einen kleinen Ticken runder, doch zunächst können sich PC-Spieler sorglos auf dieses Abenteuer einlassen und wieder einen bis dato verpassten Konsolentitel auf ihrer Wunschliste abhaken. Erneut hat sich das Warten gelohnt!

Grafik: 8,5/10
Sound: 8/10
Gameplay: 8/10
Gesamt: 8,5/10

Fotocopyright: Sony Interactive Entertainment

Moon Knight – Staffel 1

Inhalt

Museumsmitarbeiter Steven wird von seltsamen Visionen geplagt und muss sich während der Nacht sogar an sein Bett fesseln. Er erwacht regelmäßig an den unterschiedlichste Orten und hat keinerlei Erinnerung an seine seltsamen Reisen. Eines Tages jedoch, wird er mit der erstaunlichen Wahrheit konfrontiert…

Fazit

„Moon Kinght“ war wieder so eine Serie, bei der sich viele Kritiken völlig überschlugen und sie als heiligen Gral anpriesen. Entsprechend hoch waren dann meine Erwartungen, die ich nach den ersten Vorschaubildern eigentlich gar nicht so heftig nach Oben schrauben wollte.

Disney präsentierte uns hier eine Produktion, die für mich in erster Linie durch ihren frischen und unverbrauchten „Superhelden“ punkten konnte. „Moon Knight“ war durch seine verschiedenen Persönlichkeiten ein Charakter mit Kontur und wesentlich unberechenbarer als das übliche Genre-Klientel. Die witzigen inneren Konversation sorgten immer wieder für kleine Schmutzler und hoben das tolle Spiel von Oscar Isaac umso höher empor.

Überhaupt bekamen wir hier eine originelle Prämisse, die sich lobenswerterweise von den üblichen Verdächtigen abhob. Natürlich waren auch hier Gut und Böse klar in ihren Rollen getrennt, doch die Geschichte drumherum war interessant und mit vielen kleinen Details ausgearbeitet. Es gab auch mal so eben Nebenbei einen kleinen Unterricht in ägyptischer Mythologie und so fühlte man seinen gewissen Abendteuer-Drang stets gut befriedigt – immerhin wurde die Produktion auch mit Anleihen aus „Indiana Jones“ beworben.

Zwar umfasst die erste Staffel lediglich 6 Episoden, doch deren Balance war meist genau auf den Punkt und traf immer wieder den richtigen Nerv. Es gab nur selten kleinere Durchhänger, überwiegend ging es dafür flott und spaßig zur Sache. Ruhigere und actionreiche Ereignisse wechselten sich im passenden Rahmen ab und gaben dem Betrachter stets die Zeit zum Durchatmen.

Optisch wurden ein paar echt sehenswerte Schmankerl geboten, wobei man das stellenweise eher durchschnittliche CGI auch nicht unerwähnt lassen sollte. In jüngster Vergangenheit haben wir technisch definitiv bessere Werke gesehen, doch unterm Strich ging das hier Präsentierte schon in Ordnung. Neben ein paar merkwürdig konstruierten Figuren gab es nämlich ein paar echt hübsche Kulissen zu bestaunen und die Atmosphäre war eigentlich immer richtig klasse.

Mit seinen vielen frischen Elementen hebt sich „Moon Knight“ angenehm aus der Serienflut der letzten Monate hervor und liefert uns einen kurzen, aber weitestgehend spaßigen Tripp mit skurrilen Typen durch ferne Länder. Ich freue mich schon auf das Wiedersehen in weiteren Filmen oder gar neuen Episoden der Serie – den unser neuer Held hat durchaus Potential zu weiteren unterhaltsamen Auftritten.

8/10

Fotocopyright: Disney

Thor 3 – Tag der Abrechnung

Inhalt

Allvater Odin liegt im Sterben und seine Tochter Hela sieht endlich ihre Stunde gekommen. Sie jagt ihre Brüder Thor und Loki davon, unterjocht Asgard mit aller Härte. Nur wollen die Vertriebenen nicht kampflos aufgeben und planen die Wiederkehr in die Heimat…

Fazit

Der neuste Ableger steht vor der Tür und zur Einstimmung gab es am gestrigen Abend noch einmal den „Tag der Abrechnung“ – der zwar ohne Natalie Portman daher kam, trotzdem in bester Serienmanier trotzdem bestens funktionierte.

Erneut griffen die Autoren ganz tief in die Kiste der nordischen Mythologie und verbauten bekannte Figuren, Begrifflichkeiten und Gegenstände in eine rasant erzählte Handlung mit viel Kurzweil und tollen Effekten. Action, Dialog und Humor hielten sich nahezu perfekt die Waage und ließen kaum Längen aufkeimen.

Im Gegensatz zu den übertrieben auf Krawall gebürsteten „Avengers“-Teilen, stimmte hier nicht nur die Laufzeit, sondern auch das grundsätzliche Pacing. Kein Part kam zu kurz, kein Part nahm unangenehm die Überhand. Ich schätze hier die klare Struktur und die übersichtliche Einteilung in Anfang, Mittel- und Endpart. Das mag vielleicht blöd klingen und grundsätzlich auf die meisten Streifen zutreffen, doch hier war ich für den geordneten Ablauf sehr dankbar.

Es gab kein langgezogenes Finale, sondern ordentlich getrennte Bestandteile. Man arbeitete gut dem großen Endkampf entgegen, ließ aber Charakterzeichnung nicht zu kurz kommen und setze die Gefechte stets wohl dosiert und im richtigen Maße ein. Die Effekte waren dabei extrem hochwertig und gaben keinen Grund zur Klage. Die fremden Welten wirkten auf ihre Weise glaubhaft und schlichtweg stimmig konzipiert. Es hat auch nicht mal gestört, dass dieser Titel komplett außerhalb unseres Planeten gespielt hat – schließlich hatten die Vorgänger auch schon genügend „irdische“ Schauplätze.

Chris Hemsworth und Tom Hiddleston gaben erneut ein sympathisches Bruderpaar ab, während eine ungewohnt aufreizende Cate Blanchett ihnen allerdings die Schau gestohlen hat. Sie kam bösartig und zugleich anziehend daher – was für eine ausgezeichnete Umsetzung ihrer Figur sprach. Daneben hat mir ein Jeff Goldblum als halber Bowie-Verschnitt ebenfalls hervorragend gefallen. Vor allem der Humor traf meist voll ins Schwarze und viele Gags gingen wunderbar auf.

Für mich gehören die meisten Marvel-Filme eher zur Kategorie „einmal anschauen und wieder vergessen“, doch gerade die „Thor“-Saga bildet da eine nette Ausnahme. Ich habe alle Teile schon mehrfach gesehen und fühlte mich stets gut unterhalten – was ich von den teils arg langatmigen Mitstreitern nicht immer behaupten kann. „Tag der Abrechnung“ ist nicht nur ein passables Bindeglied inmitten der Reihe, sondern ein wirklich unterhaltsamer und optisch eindrucksvoller Titel mit hohem Spaßfaktor.

8/10

Fotocopyright: Disney

Doctor Strange in the Multiverse of Madness

Inhalt

Das Multiversum ist aus dem Gleichgewicht geraten und Dr. Strange wird um Hilfe gebeten. Er stürzt sich in die Schlacht und muss immer damit rechnen, dass sich vertraute Charaktere in anderen Dimensionen möglicherweise auch anders als gewohnt verhalten…

Fazit

Der erste Teil von Dr. Strange genießt zurecht einen recht ausgezeichneten Ruf unter Filmfreunden. Ich habe ihn im Laufe der Jahre auch mehrere Male gesehen und stets für gut befunden. Die Erwartungen an die Fortsetzung waren hierdurch recht hoch, doch erste Reviews haben mich zum Glück auf ein eher durchwachsenes Erlebnis eingestimmt und Recht damit behalten.

„Doctor Strange in the Multiverse of Madness“ war ein buntes Potpourri an verrückten Charakteren, wilden Zeitsprüngen und atemberaubender Action – was nicht allein genügte, um immense Begeisterungsstürme zu entfachen. Das Gesehen schritt zwar weitestgehend launig und mit nur wenigen echten Längen voran, aber irgendwie fehlte dabei stets der gewisse Kick. Das Pacing war gut, die Gefechte famos in Szene gesetzt, die vielen Handlungssprünge hingegen Fluch und Segen zugleich.

Durch häufige Szenenwechsel konnte zwar ein gewisse Tempo hochgehalten werden, erzählerisch was dies manchmal ein bisschen anstrengend. Auch wenn das Treiben insgesamt eigentlich gar nicht so verwirrend war, hatte ich fortwährend das Gefühl, essentielle Dinge zu verpassen bzw. nicht korrekt zu interpretieren. Da ich sowieso kein Experte im Marvel-Umfeld bin, war die Befürchtung umso schlimmer – obwohl man der grundlegenden Geschichte nach Selbsteinschätzung vermeintlich passabel folgen konnte.

Die Idee mit den verschiedenen Universum war grundsätzlich nicht verkehrt, aber nicht so launig wie beim letzten „Spider-Man“ umgesetzt worden. „Dr. Strange“ war hier viel „verkopfter“ und spulte das chaotische Treiben nicht so launig herunter. Die neu besetzten Kult-Figuren machten zwar Laune, wurden aber zu schnell abserviert und waren somit nur ein kleiner Gag am Rande. Hier hätte ich Potential für weitere Schauwerte – beispielsweise in Form von noch ausgefalleneren Schlachten – gesehen.

Der Film lebte natürlich von seinem Hauptdarsteller, der seine Sache erneut ganz ordentlich und mit viel Charisma absolviert hat. Gerne hätte ich noch ein paar weitere flotte Sprüche von ihm vernommen, gar den Humorfaktor ein wenig weiter nach Oben geschraubt. Höchstwahrscheinlich gab es viele Insider-Gags, die mir aufgrund der angesprochenen Unkenntnis leider verwehrt blieben. Ansonsten haben mir ein paar Nebendarsteller (die ich aus Spoiler-gründen nicht verraten möchte) recht viel Spaß gemacht.

Fans des Charakters kommen bei „Doctor Strange in the Multiverse of Madness“ sicherlich auf ihre Kosten und allen Anderen bietet sich ebenfalls ein solides Kinoerlebnis, doch mehr war es letztlich für mich dann einfach nicht. Man konnte den Titel angenehm wegschauen, aber lange wird er wohl nicht im Gedächtnis verweilen. Ich werde ihm im Heimkino natürlich eine weitere Chance einräumen, im Moment schließe ich mich dem allgemeinen Tenor der Kritiken an. Der Film war nett, hatte gute Momente, ein paar Durchhänger und kommt nicht ganz an den Erstling heran. Größer, lauter, schriller muss eben nicht immer automatisch auch besser bedeuten.

6,5/10

Fotocopyright: Disney

Morbius

Inhalt

Seit Jahren ist Dr. Morbius auf der Suche nach einem Mittel gegen seine Blutkrankheit, unter der auch sein bester Freund leidet. Als ihm dann endlich der Durchbruch gelingt und ihn die Welt der Wissenschaft zu feiern beginnt, treten gravierende Nebenwirkungen auf…

Fazit

Kurz und schmerzlos, aber insgesamt auch nix Besonderes. So würde mein reduziertes Fazit zu „Morbius“ ausfallen. Im Gegensatz zu den meisten seiner Mitstreiter ist diese Comic-Umsetzung mit knapp 1,5 Stunden recht kompakt, jedoch auch wenig innovativ ausgefallen.

Man präsentiert uns größtenteils bekannte Versatzstücke und bemüht ich kaum um neue Impulse. Vermutlich lag es schon an dessen Vorlage, denn alles fühlt sich stets „auf Nummer Sicher“, aber nie ansatzweise gewagt an. Der Plot ist simpel und nutzt einfach nicht das volle Potential seiner Schauspieler – denn gerade Jared Leto wirkt hier recht schwach und hat (beispielsweise als Joker) schon wesentlich besser in ähnlichen Rollen performt.

Gut gefiel mir allerdings die recht düstere Grundstimmung, die selbst im schillerndsten Tageslicht noch funktionierte. Das Setting hatte stets einen unbehaglichen Unterton, wirkte rau, trostlos, aber irgendwo auch realistisch. Die Optik war nicht so grell bunt – was natürlich hervorragend zu unseren fragwürdigen „Helden“ passte und an Kollegen wie „Venom“ erinnerte – mit dessen zweiten Teil man auch eine gewisse Kurzweiligkeit teilt.

So wenig voller neuen Ideen, doch so launig ging es voran. Es gab kaum spürbare Durchhängen und die einfach gestrickte Geschichte ging jederzeit prima voran. Die solide technische Seite machte Spaß und gab ebenfalls kein Grund zur Klage. Sicherlich stand der „Krawall“ nicht so sehr im Vordergrund, doch beim Finale ließ man es ganz angenehm krachen und stimmte uns versöhnlich.

„Morbius“ hat neben Kalibern wie „Spider-Man“ einen schwierigen Stand – zumal wenn der Betrachter aufgrund diverser Verschiebungen nun zuletzt „No Way Home“ begutachten und höchstwahrscheinlich für sehr gut befinden durfte. Mit dessen Effektgewitter und frischen Ansätzen kann unser Doktor zwar nicht mithalten, doch unterm Strich ist ein brauchbarer Film herausgekommen. Wer düstere und weniger „laute“ Comic-Adaptionen mag, kann gerne mal reinschauen. Einen Gang ins Kino vermag ich höchstens aus Solidaritätsgründen zur Branche empfehlen, ansonsten reicht eine spätere Sichtung bei einem Streaming-Dienst völlig aus.

7/10

Fotocopyright: Sony Pictures Home Entertainment

LEGO 76194 Marvel Tony Starks Sakaarianischer Iron Man

Schon seit Monaten im Haus, doch bisher noch keine Gelegenheit zum Aufbau gehabt. An diesem Sonntag hatte ich endlich die Muse und diesen „Mech“ endlich zusammenbasteln und Fotografieren können. Unterm Strich ein nettes kleines Modell, bei dem die knapp 8 Euro (im Angebot bei einem großen Versandhändler) nicht vollends fehlinvestiert waren. Allein wegen der drei netten Figuren eine ordentliche Bereicherung für meinen Avangers-Tower.

Fotocopyright: hard-boiled-movies.de

LEGO, Marvel, Avengers, etc. sind eingetragene Marken!

Spider Man – No Way Home

Inhalt

Die wahre Identität von Spider-Man wurde publik gemacht und seitdem gibt es für Peter und seine engsten Freunde kaum noch einen Flucht vor der Presse oder hysterischen Fans. Das Ganze geht sogar so weit, dass sie an keiner Universität mehr angenommen werden und scheinbar nie wieder ein normales Leben führen können. Kurzerhand sucht Peter seinen Avengers-Kollegen Steven alias Dr. Strange auf, um einen verehrenden Zauber auszuführen…

Fazit

Aufgrund der vielen – zum Teil extrem überschwänglichen – Kritiken war ich skeptisch. Alle neuen Blockbuster werden ja derzeit als „Retter des Kinos“ aufgebauscht und erst einmal weit in den Himmel gehoben, um dann erst im Nachgang mit eher realistischeren Meinungen auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt zu werden. Beim neuen „Spider-Man“ blieb die negative Beurteilung bisher noch aus und deshalb habe ich dann doch mal den Gang ins Lichtspielhaus gewagt.

Was soll ich euch groß berichten? Ja stellenweise saß ich leicht gelangweilt im Kinosessel, um an anderer Stelle wieder mir irrwitzigen Wendungen ein breites Grinsen ins Gesicht gezaubert zu bekommen. Das Ding ist mit knapp 2,5 Stunden definitiv zu lang – und zumindest zu Beginn viel zu sehr ein „Dr. Strange“-Film -, um dann plötzlich mit Einlagen aufzufahren, die bestimmt nicht Jeder auf dem Zettel hatte.

Ich will nicht sagen, dass sich Sony hier selbst auf die Schippe nimmt, doch der Titel steckt voller gelungener Selbstironie, die einen netten Bogen um das komplette Franchise spannte. Der Plot blieb dabei recht simpel und nicht mehr als zweckdienlich, doch erfüllte seine Aufgabe dann doch ganz ordentlich. Trotz einiger Längen passte die Handlung soweit und fasste die umfangreichen Gegebenheiten recht effektiv zusammen.

Über diesen Film zu schreiben und dabei nicht großartig zu spoilern, fällt schwer. Ich habe vor Anpfiff weder Inhaltsangabe noch Trailer geschaut und wurde so immens überrascht. Man kann zusammenfassen, dass beim Auftritt einiger Darsteller wohl der Computer stark in Aktion gewesen war, deren Spiel dennoch überzeugte und irgendwie gute Stimmung brachte. Alle Akteure schienen sichtlich Spaß bei der Arbeit gehabt zu haben und präsentierten entsprechendes Ergebnis.

Technisch war das Werk extrem ansprechend. Neben „normalen“ Hochglanzaufnahmen, kämpften sagenhafte Effekte um die Gunst der Zuschauer. Schon zu Beginn mit einem brachialen Kampf auf einer Brücke blieb kein Auge trocken und spätestens beim Finale ließ man die Muskeln spielen. Sicherlich mag ein „Avengers“ wesentlich mehr an Zerstörungsorgien bieten, doch mit seinen eher behutsamen Einlagen machte „No Way Home“ umso mehr Spaß.

Macht es am besten so wie ich und schaut euch den Streifen nach Möglichkeit ohne vorherige Spoiler an. Hier lohnt sich ein unbedarftes Zuschauen absolut und macht die zumindest anfänglich behäbige Gangart wieder wett. Der beste Superhelden-Film ists für mich zwar letztes nicht gewesen, dennoch ein sehr guter Titel mit schönen Gags und vorbildlichem Fanservice par excellence.

8/10

Fotocopyright: Sony

Avengers (R) Helicarrier (R) aus knapp 3.000 Klemmbausteinen

Über die Weihnachtsfeiertage hatte ich mir den Nachbau des legendären Helicarrier aus den Marvel (R)-Filmen vorgenommen und vor Kurzem endlich abschließen können. Gesetzt habe ich dabei auf einen Gebrauchtkauf von Steinen – die vom Verkäufer entsprechend der originalen Stückliste zusammengesucht wurden und ohne Anleitung oder Figuren daher kamen. Zum Glück ist aber Beides kein Problem – die Anleitung gibts per App und Superhelden sind aus anderen Sets sowieso reichlich in der Sammlung vorhanden.

Da die Teile nicht nach Bauabschnitten oder Farben sortiert waren, hat der Bau entsprechend lange (knapp 1,5 Wochen, nahezu täglich 1-2 Stunden) benötigt. Das Suchen hat den größten Zeitraum eingenommen, das Basteln an sich war eher einfach und ging gut von der Hand. Es gab keine überraschenden Techniken, aber ein angenehmes Zusammenspiel aus Funktion (bewegliche Rotorblätter) und Optik.

Gut finde ich den massiven Unterbau und auf den Verzicht zu vieler filigraner Elemente – wie es zuletzt bei der Abdeckung des „Tumblers“ (R) noch der Fall war. Es gibt zwar ein paar kritische Stellen (Vorderseite, am Rand des „Landebahn-Auflegers“), doch unterm Strich lässt sich das riesige Gefährt gefahrlos transportieren.

Fotocopyright: hard-boiled-movies.de

Marvel, Avengers, Helicarrier, Tumbler, etc. sind eingetragene Marken.

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