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Thor 3 – Tag der Abrechnung

Inhalt

Allvater Odin liegt im Sterben und seine Tochter Hela sieht endlich ihre Stunde gekommen. Sie jagt ihre Brüder Thor und Loki davon, unterjocht Asgard mit aller Härte. Nur wollen die Vertriebenen nicht kampflos aufgeben und planen die Wiederkehr in die Heimat…

Fazit

Der neuste Ableger steht vor der Tür und zur Einstimmung gab es am gestrigen Abend noch einmal den „Tag der Abrechnung“ – der zwar ohne Natalie Portman daher kam, trotzdem in bester Serienmanier trotzdem bestens funktionierte.

Erneut griffen die Autoren ganz tief in die Kiste der nordischen Mythologie und verbauten bekannte Figuren, Begrifflichkeiten und Gegenstände in eine rasant erzählte Handlung mit viel Kurzweil und tollen Effekten. Action, Dialog und Humor hielten sich nahezu perfekt die Waage und ließen kaum Längen aufkeimen.

Im Gegensatz zu den übertrieben auf Krawall gebürsteten „Avengers“-Teilen, stimmte hier nicht nur die Laufzeit, sondern auch das grundsätzliche Pacing. Kein Part kam zu kurz, kein Part nahm unangenehm die Überhand. Ich schätze hier die klare Struktur und die übersichtliche Einteilung in Anfang, Mittel- und Endpart. Das mag vielleicht blöd klingen und grundsätzlich auf die meisten Streifen zutreffen, doch hier war ich für den geordneten Ablauf sehr dankbar.

Es gab kein langgezogenes Finale, sondern ordentlich getrennte Bestandteile. Man arbeitete gut dem großen Endkampf entgegen, ließ aber Charakterzeichnung nicht zu kurz kommen und setze die Gefechte stets wohl dosiert und im richtigen Maße ein. Die Effekte waren dabei extrem hochwertig und gaben keinen Grund zur Klage. Die fremden Welten wirkten auf ihre Weise glaubhaft und schlichtweg stimmig konzipiert. Es hat auch nicht mal gestört, dass dieser Titel komplett außerhalb unseres Planeten gespielt hat – schließlich hatten die Vorgänger auch schon genügend „irdische“ Schauplätze.

Chris Hemsworth und Tom Hiddleston gaben erneut ein sympathisches Bruderpaar ab, während eine ungewohnt aufreizende Cate Blanchett ihnen allerdings die Schau gestohlen hat. Sie kam bösartig und zugleich anziehend daher – was für eine ausgezeichnete Umsetzung ihrer Figur sprach. Daneben hat mir ein Jeff Goldblum als halber Bowie-Verschnitt ebenfalls hervorragend gefallen. Vor allem der Humor traf meist voll ins Schwarze und viele Gags gingen wunderbar auf.

Für mich gehören die meisten Marvel-Filme eher zur Kategorie „einmal anschauen und wieder vergessen“, doch gerade die „Thor“-Saga bildet da eine nette Ausnahme. Ich habe alle Teile schon mehrfach gesehen und fühlte mich stets gut unterhalten – was ich von den teils arg langatmigen Mitstreitern nicht immer behaupten kann. „Tag der Abrechnung“ ist nicht nur ein passables Bindeglied inmitten der Reihe, sondern ein wirklich unterhaltsamer und optisch eindrucksvoller Titel mit hohem Spaßfaktor.

8/10

Fotocopyright: Disney

Doctor Strange in the Multiverse of Madness

Inhalt

Das Multiversum ist aus dem Gleichgewicht geraten und Dr. Strange wird um Hilfe gebeten. Er stürzt sich in die Schlacht und muss immer damit rechnen, dass sich vertraute Charaktere in anderen Dimensionen möglicherweise auch anders als gewohnt verhalten…

Fazit

Der erste Teil von Dr. Strange genießt zurecht einen recht ausgezeichneten Ruf unter Filmfreunden. Ich habe ihn im Laufe der Jahre auch mehrere Male gesehen und stets für gut befunden. Die Erwartungen an die Fortsetzung waren hierdurch recht hoch, doch erste Reviews haben mich zum Glück auf ein eher durchwachsenes Erlebnis eingestimmt und Recht damit behalten.

„Doctor Strange in the Multiverse of Madness“ war ein buntes Potpourri an verrückten Charakteren, wilden Zeitsprüngen und atemberaubender Action – was nicht allein genügte, um immense Begeisterungsstürme zu entfachen. Das Gesehen schritt zwar weitestgehend launig und mit nur wenigen echten Längen voran, aber irgendwie fehlte dabei stets der gewisse Kick. Das Pacing war gut, die Gefechte famos in Szene gesetzt, die vielen Handlungssprünge hingegen Fluch und Segen zugleich.

Durch häufige Szenenwechsel konnte zwar ein gewisse Tempo hochgehalten werden, erzählerisch was dies manchmal ein bisschen anstrengend. Auch wenn das Treiben insgesamt eigentlich gar nicht so verwirrend war, hatte ich fortwährend das Gefühl, essentielle Dinge zu verpassen bzw. nicht korrekt zu interpretieren. Da ich sowieso kein Experte im Marvel-Umfeld bin, war die Befürchtung umso schlimmer – obwohl man der grundlegenden Geschichte nach Selbsteinschätzung vermeintlich passabel folgen konnte.

Die Idee mit den verschiedenen Universum war grundsätzlich nicht verkehrt, aber nicht so launig wie beim letzten „Spider-Man“ umgesetzt worden. „Dr. Strange“ war hier viel „verkopfter“ und spulte das chaotische Treiben nicht so launig herunter. Die neu besetzten Kult-Figuren machten zwar Laune, wurden aber zu schnell abserviert und waren somit nur ein kleiner Gag am Rande. Hier hätte ich Potential für weitere Schauwerte – beispielsweise in Form von noch ausgefalleneren Schlachten – gesehen.

Der Film lebte natürlich von seinem Hauptdarsteller, der seine Sache erneut ganz ordentlich und mit viel Charisma absolviert hat. Gerne hätte ich noch ein paar weitere flotte Sprüche von ihm vernommen, gar den Humorfaktor ein wenig weiter nach Oben geschraubt. Höchstwahrscheinlich gab es viele Insider-Gags, die mir aufgrund der angesprochenen Unkenntnis leider verwehrt blieben. Ansonsten haben mir ein paar Nebendarsteller (die ich aus Spoiler-gründen nicht verraten möchte) recht viel Spaß gemacht.

Fans des Charakters kommen bei „Doctor Strange in the Multiverse of Madness“ sicherlich auf ihre Kosten und allen Anderen bietet sich ebenfalls ein solides Kinoerlebnis, doch mehr war es letztlich für mich dann einfach nicht. Man konnte den Titel angenehm wegschauen, aber lange wird er wohl nicht im Gedächtnis verweilen. Ich werde ihm im Heimkino natürlich eine weitere Chance einräumen, im Moment schließe ich mich dem allgemeinen Tenor der Kritiken an. Der Film war nett, hatte gute Momente, ein paar Durchhänger und kommt nicht ganz an den Erstling heran. Größer, lauter, schriller muss eben nicht immer automatisch auch besser bedeuten.

6,5/10

Fotocopyright: Disney

Morbius

Inhalt

Seit Jahren ist Dr. Morbius auf der Suche nach einem Mittel gegen seine Blutkrankheit, unter der auch sein bester Freund leidet. Als ihm dann endlich der Durchbruch gelingt und ihn die Welt der Wissenschaft zu feiern beginnt, treten gravierende Nebenwirkungen auf…

Fazit

Kurz und schmerzlos, aber insgesamt auch nix Besonderes. So würde mein reduziertes Fazit zu „Morbius“ ausfallen. Im Gegensatz zu den meisten seiner Mitstreiter ist diese Comic-Umsetzung mit knapp 1,5 Stunden recht kompakt, jedoch auch wenig innovativ ausgefallen.

Man präsentiert uns größtenteils bekannte Versatzstücke und bemüht ich kaum um neue Impulse. Vermutlich lag es schon an dessen Vorlage, denn alles fühlt sich stets „auf Nummer Sicher“, aber nie ansatzweise gewagt an. Der Plot ist simpel und nutzt einfach nicht das volle Potential seiner Schauspieler – denn gerade Jared Leto wirkt hier recht schwach und hat (beispielsweise als Joker) schon wesentlich besser in ähnlichen Rollen performt.

Gut gefiel mir allerdings die recht düstere Grundstimmung, die selbst im schillerndsten Tageslicht noch funktionierte. Das Setting hatte stets einen unbehaglichen Unterton, wirkte rau, trostlos, aber irgendwo auch realistisch. Die Optik war nicht so grell bunt – was natürlich hervorragend zu unseren fragwürdigen „Helden“ passte und an Kollegen wie „Venom“ erinnerte – mit dessen zweiten Teil man auch eine gewisse Kurzweiligkeit teilt.

So wenig voller neuen Ideen, doch so launig ging es voran. Es gab kaum spürbare Durchhängen und die einfach gestrickte Geschichte ging jederzeit prima voran. Die solide technische Seite machte Spaß und gab ebenfalls kein Grund zur Klage. Sicherlich stand der „Krawall“ nicht so sehr im Vordergrund, doch beim Finale ließ man es ganz angenehm krachen und stimmte uns versöhnlich.

„Morbius“ hat neben Kalibern wie „Spider-Man“ einen schwierigen Stand – zumal wenn der Betrachter aufgrund diverser Verschiebungen nun zuletzt „No Way Home“ begutachten und höchstwahrscheinlich für sehr gut befinden durfte. Mit dessen Effektgewitter und frischen Ansätzen kann unser Doktor zwar nicht mithalten, doch unterm Strich ist ein brauchbarer Film herausgekommen. Wer düstere und weniger „laute“ Comic-Adaptionen mag, kann gerne mal reinschauen. Einen Gang ins Kino vermag ich höchstens aus Solidaritätsgründen zur Branche empfehlen, ansonsten reicht eine spätere Sichtung bei einem Streaming-Dienst völlig aus.

7/10

Fotocopyright: Sony Pictures Home Entertainment

LEGO 76194 Marvel Tony Starks Sakaarianischer Iron Man

Schon seit Monaten im Haus, doch bisher noch keine Gelegenheit zum Aufbau gehabt. An diesem Sonntag hatte ich endlich die Muse und diesen „Mech“ endlich zusammenbasteln und Fotografieren können. Unterm Strich ein nettes kleines Modell, bei dem die knapp 8 Euro (im Angebot bei einem großen Versandhändler) nicht vollends fehlinvestiert waren. Allein wegen der drei netten Figuren eine ordentliche Bereicherung für meinen Avangers-Tower.

Fotocopyright: hard-boiled-movies.de

LEGO, Marvel, Avengers, etc. sind eingetragene Marken!

Spider Man – No Way Home

Inhalt

Die wahre Identität von Spider-Man wurde publik gemacht und seitdem gibt es für Peter und seine engsten Freunde kaum noch einen Flucht vor der Presse oder hysterischen Fans. Das Ganze geht sogar so weit, dass sie an keiner Universität mehr angenommen werden und scheinbar nie wieder ein normales Leben führen können. Kurzerhand sucht Peter seinen Avengers-Kollegen Steven alias Dr. Strange auf, um einen verehrenden Zauber auszuführen…

Fazit

Aufgrund der vielen – zum Teil extrem überschwänglichen – Kritiken war ich skeptisch. Alle neuen Blockbuster werden ja derzeit als „Retter des Kinos“ aufgebauscht und erst einmal weit in den Himmel gehoben, um dann erst im Nachgang mit eher realistischeren Meinungen auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt zu werden. Beim neuen „Spider-Man“ blieb die negative Beurteilung bisher noch aus und deshalb habe ich dann doch mal den Gang ins Lichtspielhaus gewagt.

Was soll ich euch groß berichten? Ja stellenweise saß ich leicht gelangweilt im Kinosessel, um an anderer Stelle wieder mir irrwitzigen Wendungen ein breites Grinsen ins Gesicht gezaubert zu bekommen. Das Ding ist mit knapp 2,5 Stunden definitiv zu lang – und zumindest zu Beginn viel zu sehr ein „Dr. Strange“-Film -, um dann plötzlich mit Einlagen aufzufahren, die bestimmt nicht Jeder auf dem Zettel hatte.

Ich will nicht sagen, dass sich Sony hier selbst auf die Schippe nimmt, doch der Titel steckt voller gelungener Selbstironie, die einen netten Bogen um das komplette Franchise spannte. Der Plot blieb dabei recht simpel und nicht mehr als zweckdienlich, doch erfüllte seine Aufgabe dann doch ganz ordentlich. Trotz einiger Längen passte die Handlung soweit und fasste die umfangreichen Gegebenheiten recht effektiv zusammen.

Über diesen Film zu schreiben und dabei nicht großartig zu spoilern, fällt schwer. Ich habe vor Anpfiff weder Inhaltsangabe noch Trailer geschaut und wurde so immens überrascht. Man kann zusammenfassen, dass beim Auftritt einiger Darsteller wohl der Computer stark in Aktion gewesen war, deren Spiel dennoch überzeugte und irgendwie gute Stimmung brachte. Alle Akteure schienen sichtlich Spaß bei der Arbeit gehabt zu haben und präsentierten entsprechendes Ergebnis.

Technisch war das Werk extrem ansprechend. Neben „normalen“ Hochglanzaufnahmen, kämpften sagenhafte Effekte um die Gunst der Zuschauer. Schon zu Beginn mit einem brachialen Kampf auf einer Brücke blieb kein Auge trocken und spätestens beim Finale ließ man die Muskeln spielen. Sicherlich mag ein „Avengers“ wesentlich mehr an Zerstörungsorgien bieten, doch mit seinen eher behutsamen Einlagen machte „No Way Home“ umso mehr Spaß.

Macht es am besten so wie ich und schaut euch den Streifen nach Möglichkeit ohne vorherige Spoiler an. Hier lohnt sich ein unbedarftes Zuschauen absolut und macht die zumindest anfänglich behäbige Gangart wieder wett. Der beste Superhelden-Film ists für mich zwar letztes nicht gewesen, dennoch ein sehr guter Titel mit schönen Gags und vorbildlichem Fanservice par excellence.

8/10

Fotocopyright: Sony

Avengers (R) Helicarrier (R) aus knapp 3.000 Klemmbausteinen

Über die Weihnachtsfeiertage hatte ich mir den Nachbau des legendären Helicarrier aus den Marvel (R)-Filmen vorgenommen und vor Kurzem endlich abschließen können. Gesetzt habe ich dabei auf einen Gebrauchtkauf von Steinen – die vom Verkäufer entsprechend der originalen Stückliste zusammengesucht wurden und ohne Anleitung oder Figuren daher kamen. Zum Glück ist aber Beides kein Problem – die Anleitung gibts per App und Superhelden sind aus anderen Sets sowieso reichlich in der Sammlung vorhanden.

Da die Teile nicht nach Bauabschnitten oder Farben sortiert waren, hat der Bau entsprechend lange (knapp 1,5 Wochen, nahezu täglich 1-2 Stunden) benötigt. Das Suchen hat den größten Zeitraum eingenommen, das Basteln an sich war eher einfach und ging gut von der Hand. Es gab keine überraschenden Techniken, aber ein angenehmes Zusammenspiel aus Funktion (bewegliche Rotorblätter) und Optik.

Gut finde ich den massiven Unterbau und auf den Verzicht zu vieler filigraner Elemente – wie es zuletzt bei der Abdeckung des „Tumblers“ (R) noch der Fall war. Es gibt zwar ein paar kritische Stellen (Vorderseite, am Rand des „Landebahn-Auflegers“), doch unterm Strich lässt sich das riesige Gefährt gefahrlos transportieren.

Fotocopyright: hard-boiled-movies.de

Marvel, Avengers, Helicarrier, Tumbler, etc. sind eingetragene Marken.

Hawkeye – Staffel 1

Inhalt

Für Clint sollte es endlich mal wieder ein gemeinsames Weihnachten mit der Familie werden, doch dann gerät ihm eine junge Dame in die Quere. Kate kann ebenfalls gut mit dem Bogen umgehen und zieht mit ihren waghalsigen Aktionen die Aufmerksamkeit der Unterwelt auf sich…

Fazit

Ich bin zwar weder großer Fan der „Avengers“, noch explizit der Figur von „Hawkeye“ und trotzdem wollte ich dieser kleinen Serie mal eine Chance geben. Bereits jetzt darf ich schon verraten, dass mir das Ergebnis erstaunlich gut gefallen hat und die 6 Episoden an gerade einmal zwei Abenden „durchgebincht“ wurden.

Die überschaubare Spielzeit kam der Kurzweil ungemein zu Gute. Man bewahrte jederzeit ein hohes Tempo mit einer guten Mischung aus Charakterentwicklung, Humor und Action bei. Kein Part kam zu kurz, kein Part nahm irgendwie die Überhand. Der Handlung war einfach zu folgen, dennoch bot sie eine gewisse Komplexität mit Tiefgang.

Die Figuren fühlten sich – im Gegensatz zu den gängigen Superhelden – angenehm frisch und unverbraucht an. Man erfährt zwar nicht wirklich viel über den Background von „Hawkeye“ himself, lernt ihn aber als sympathischen Familienvater kennen, der keine Scheu vor peinlichen Aktionen oder großen Gefühlen hat. Dabei wirkt alles harmonisch und keineswegs so aufgesetzt wie bei anderen Werken.

Überhaupt hat die Chemie zwischen den Hauptfiguren hervorragend gepasst. Das Geschehen fühlte sich nur selten wie ein typischer Buddymovie an, vielmehr zeigte es seine Akteure auf Augenhöhe und rasch als gleichwertige Partner. Flotte Sprüche – zum Teil auch während der hübsch gefilmten Action – machten ebenfalls einen großen Reiz aus und trugen ihren Teil zum Gelingen bei.

Optisch hat mir das Ganze sehr gut gefallen. Die Locations waren liebevoll ausgeschmückt und die gekonnt eingesetzte Action grandios inszeniert. Es ging verhältnismäßig wenig zu Bruch, dafür aber mit viel Stil und lockerer Gangart.

Für mich war „Hawkeye“ eine wunderschöne Serie zur Weihnachtszeit – auch wenn sie das Thema mehr oder weniger am Rande streift. Durch seine reichlich geschmückten Kulissen kamen ordentliche Vibes auf und der Rest hat sowieso gepasst. Klar schien Effekttechnisch alles eine Nummer kleiner, als bei den Kinofilmen, aber grade dieser Punkt hat mir wahrscheinlich am besten gefallen. Die Serie war greifbarer, menschlicher und insgesamt viel besser ausgelotet. Nicht zu viel Krawum und auch nicht zu wenig. Unterm Strich also eine runde Sache mit einwandfreiem Flow – gerne Mehr davon.

7,5/10

Fotocopyright: Disney

Venom: Let There Be Carnage

Inhalt

So langsam hat sich Eddie mit seinem Außerirdischen Begleiter und der Trennung von seiner Freundin abgefunden und geht wieder halbwegs normal seinem Job als Reporter nach. Als er einen Sträfling in der Todeszelle besucht und von diesem provoziert wird, begeht sein Begleiter allerdings einen fatalen Fehler…

Fazit

Obwohl ich den Vorgänger nicht unbedingt großartig gefeiert habe, hatte ich mich auf „Venom 2“ schon irgendwie gefreut. Konzept und Figuren hatten nach wie vor Potential, doch erneut bleibt hier so Manches davon auf der Strecke.

Es mag komisch klingen, doch irgendwie wirkte „Venom 2“ nicht wie ein riesiger Blockbuster, sondern ein eher kleineres B-Actionspektakel für Zwischendurch. Die Handlung war simpel, bot wenig Tiefgang, keine doppelten Böden und verlief jederzeit gradlinig. Die Anzahl an Schauplätzen, Darstellern und anderen Ausstattungsmerkmalen war vergleichsweise überschaubar und stand somit im (grundsätzlich angenehmen) Kontrast zu den meisten anderen Superheldenfilme der letzten Jahre.

Obwohl das Gebotene streckenweise auf Sparflamme kochte und sogar hin und wieder arg vor sich hinplätscherte, trumpfte die ebenfalls vergleichsweise kurze Spielzeit auf. Zwar verging das Treiben nicht wie im Flug, doch vom unerwartet frühen Showdown und Abspann war ich am Ende recht angetan. Der Film fokussiert sich auf seine übersichtlichen Elemente und zog sich nicht unnötig in die Länge. Man riss keine unnötigen Stränge auf und weckte keiner falschen Erwartungen.

Bei den Darstellern bin ich geteilter Meinung. Hardy hat sicherlich erneut gut in seine Rolle gepasst, doch bei Woody Harrelson hatte ich einen leichten Beigeschmack. Er ist zwar grundsätzlich ein toller Schauspieler und macht jede Komödie absolut sehenswert – und genau hier lag wohl auch der Knackpunkt. Bei „Natural Born Killers“ hat die Rolle des verrückten Antagonisten super gepasst, doch hier fühlte es sich nicht ganz richtig an. Man hatte stets das Gefühl er wäre einfach nur Dauergast an sämtlichen Fronten und als Allzweckwaffe wohl immer platziert.

Dauergast Harrelson hin oder her. „Venom: Let There Be Carnage“ ist kein Actionfeuerwerk und manchmal etwas unlustig-langweilig, aber insgesamt gut anschaubar. So leid es mir für die Lichtspielhäuser aber auch tut – eine Empfehlung zum Kinobesuch vermag ich nicht aussprechen. Der Streifen war einfach „okay“ und eher ein Kandidat für einem Streamingdienst – sofern er im Angebot oder gar für umme enthalten ist. Stabiler kleiner Film, aber schnell wieder vergessen.

6,5/10

Fotocopyright: Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

Black Widow

Inhalt

Schon als Kind wurde Natasha Romanoff das Töten in die Wiege gelegt und ihre Seele auf ein höheres Ziel eingeschworen. Nach ihrer Abspaltung zu den „Avengers“ sollte dies der Vergangenheit angehören, doch mit dem Aussuchen ihrer Schwester kochen plötzlich alte Erinnerungen und Rachegefühle in ihr auf…

Fazit

Schon im Vorfeld hatte es „Black Widow“ nicht gerade leicht. Während die Einen über den Sinn eines eigenständigen Spielfilmes dieser Nebenfigur diskutierten, hegten die Anderen aufgrund der häufigen Verzögerung des Kinostarts nunmehr deutliche Zweifel an der Qualität des Produktes. Pandemie hin oder her. Da ich mich nicht unbedingt als eingefleischter Marvel-Fan betrachte, konnte ich dem Treiben dann eher gefühlsneutral beiwohnen und habe mich schlichtweg über den – verspäteten, aber doch zeitigen – Release in den eigenen vier Wänden gefreut.

Vielleicht lag es an der langen Kino-Abstinenz oder die Macher haben tatsächlich den Nerv vieler Zuschauer getroffen, denn das Ergebnis wurde mit viel Lob überhäuft. So ganz konnte ich diese überschwängliche Begeisterung zwar nicht teilen, dem Film aber dennoch einen soliden Unterhaltungswert mit einigen Schauwerten bescheinigen. Der Streifen war jetzt nicht schlecht, aber auch kein Überhit.

Die Geschichte bot wenig Neues, wurde aber immerhin mit ordentlicher Geschwindigkeit auf die Leinwand gebracht und offerierte uns immerhin ein paar gelungene Einblicke in die Hintergründe unserer mehr oder weniger bekannten Figuren. Zwar schlichen sich dabei hier und da kleinere Längen auf, doch insgesamt wollte man schon am Ball bleiben. Dialoge wurden immer wieder mit technisch perfekten Actionszenen durchmischt und spätestens hier war volle Aufmerksamkeit garantiert.

Besonders gelungen war in meinen Augen die Machart, die sich mit ihren kleinlauten Momenten und Spionage-Aktionen deutlich von den lauten Marvel-Krachern unterscheidet und uns vor allem mehr Zeit zum Sammeln liefert. Obwohl die Handlung – wie bereits erwähnt – keine großartig neuen Ansätze vermittelt, so konnten wir diese Eindrücke nun aber wesentlich besser verarbeiten.

Erstmals treten die Figuren, die Musikuntermalung und überhaupt die gesamte Atmosphäre deutlicher in den Vordergrund und werden nicht von stumpfen CGI-Effekten erschlagen. Man feuert auch nicht in Sachen Superhelden aus allen Rohren und konzentriert sich auf seine wesentlichen Charaktere – von denen es hier schon genügend für einen einfachen Spielfilm gibt.

Einer sehenswerten Scarlett Johansson stand eine ebenso kesse Florence Pugh zur Seite – von der wir in Zukunft hoffentlich noch mehr sehen dürfen. Leider konnten die beiden Grazien nicht ganz über die – sagen wir mal „Anmutung“ – des Werkes hinwegtäuschen. So stehen vergleichsweise authentische Momente immer wieder im krassen Kontrast zur Übertreibung. Es handelt sich ja immer noch um eine Comic-Umsetzung, aber trotzdem hatten greifbarere Elemente schon gut zum bodenständigen Agenten-Thema gepasst.

Für mich ist „Black Widow“ nicht das Gelbe vom Ei und dennoch denke ich, dass die Studios auf dem richtigen Weg sind. Das Publikum verlangt nicht immer nach sich abnutzender Action und möchte auch mal etwas Storytelling erleben. Hier punktet der Titel schon enorm, doch so richtig rund war das Gebotene leider noch nicht. Fans schauen sowieso rein, der Rest darf allerdings auch mal einen Blick auf dieses ungewohnte Format riskieren.

7/10

Fotocopyright: Disney

Der unglaubliche Hulk

Inhalt

In der Hoffnung nicht entdeckt und in Ruhe an einem Gegenmittel forschen zu können, ist Wissenschaftler Bruce Banner abgetaucht. Noch bevor er seine Arbeit beenden kann, wird er jedoch vom Militär aufgespürt und aufs Neue gejagt. Unter seinen Häschern findet sich ein extrem motivierter Soldat, der bei der Hatz auch nicht vor Manipulationen an seinem Körper zurückschreckt…

Fazit

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und mittlerweile hat er sich an Comic-Verfilmungen im Stile der letzten Jahre gewöhnt und könnte von „unglaublichen Hulk“ leider ein wenig enttäuscht sein.

Im Gegensatz zu den letzten, eher lauten und actiongeladenen „Marvel“-Streifen, kam diese „Hulk“-Variante vergleichsweise leise, dafür mit realistischeren Ansätzen daher. Es gibt zwar etwas Action, aber bei weitem nicht im Ausmaße wie bei seinen Mitstreitern – die mit ihren übertriebenen Gefechten stellenweise ermüdend auf den Zuschauer einwirken.

Hier wirkt alles entschleunigt und die Zeichnung der Charaktere steht im Vordergrund. Es tut dem Film schon irgendwie gut, nur eine echte Hauptfigur zu besitzen und dieser mehr Raum zur Entfaltung zu geben. Man bekommt nicht im Sekundentakt neue Superhelden vorgesetzt und kann sich endlich mal auf „Banner“ und dessen Nöte einlassen.

Etwas schade, dass die vorhin erwähnten Stärken nicht mit einem kurzweiligeren Verlauf kombiniert werden konnten und ein charismatischer Bösewicht fehlt. So plätschert das Geschehen oftmals vor sich hin und so richtig konnte ich mich mit dem Gegenspieler trotz dessen annehmbarer Entwicklung nicht anfreunden.

Während Edward Norton seine Sache als grüner Mutant recht gut und soweit möglich glaubwürdig macht, schwächelt der Titel heutzutage bei der Technik. Die Computereffekte mochten für die damalige Zeit nicht schlecht gewesen sein, doch mittlerweile hat der Zahn der Zeit an ihnen genagt. Besonders bei der fantastisch ausschauenden 4k-Blu-Ray stechen die generieren Fremdkörper unschön ins Auge. Immerhin gewöhnt man sich schnell an diesen Look und irgendwie hat er auch seinen Charme.

„Der unglaubliche Hulk“ hebt sich angenehm von anderen Adaptionen ab, ist damit aber Fluch und Segen zugleich. Eigentlich fand ich die gezeigte Herangehensweise ans Thema gut, doch die Umsetzung ist streckenweise langatmig und läuft irgendwie nicht so rund. Es hab zu wenig „Aha“-Momente und echte Highlights könnte ich direkt nach der Sichtung nichtmal beim Namen nennen. Ein witziges End-Duell macht zwar wieder ein paar Punkte gut, aber so richtig gefesselt hat mich der Film leider nicht – weder bei der ersten, noch bei der zweiten Sichtung im tollen Ultra-HD.

6/10

Fotocopyright: Concorde Video

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