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Schlagwort: Lovecraft

The Void – Es gibt eine Hölle. Dies hier ist schlimmer.

Inhalt

Für die nächtliche Notbesatzung in einem Krankenhaus beginnt der blanke Horror. Zuerst liefert der örtliche Sheriff einen Verletzten ein, dann macht eine furchtbare Kreatur den Laden unsicher. Zu allem Überfluss gibt es noch ein paar vermummte Typen, die das Gebäude umzingeln…

Fazit

Mir war von Anfang an klar, dass es sich bei diesem Titel um keine A-Produktion handelt, dennoch habe ich mich schon ein wenig auf die Sichtung gefreut. Das Cover erinnert stark an Lovecraft – doch auch ohne direkte Bezüge könnten dessen Fans auf Ihre Kosten kommen.

Für eine FSK 16 Freigabe geht es stellenweise recht grob zur Sache, was ordentlich Punkte auf das Wertungskonto spült. Bei Blutfontänen und bizarren Kreaturen lacht das Herz des Genreliebhabers und mittelprächtige Darsteller und schwach vertonte belanglos-Dialoge sind fast vergessen. Man setzt bei den deftigen Einlagen auf ordentliche Handarbeit und verdient hierdurch massig Lob.

Die Inszenierung hat ihren eigenen Charme und geht für einen wohl eher günstigeren Film vollkommen in Ordnung. Anfangs mögen die Bilder etwas nach Handy ausschauen und die Filter wenig prickelnd sein – mit der Zeit gewöhnt man sich dran und findet das Gesamtbild dennoch sehr stimmig und gar nicht mal so billig. Man behielt seinen Stil immerhin konsequent bei.

Auch wenn sich die Geschichte besonders zu ihrem Beginn sehr beliebig anfühlt, wird ein brauchbarer Spannungsbogen aufgebaut. Durch die düstere Atmosphäre bleibt man durchgehend am Ball und möchte die Auflösung nicht verpassen. Die zuweilen nervig-treibende Musik tut ihr Übriges zur merkwürdigen Faszination. Auf seine Art ist der Film stimmig und macht durchaus Spaß.

„The Void“ kann für Liebhaber durchaus ein kleiner Geheimtipp sein. In der breiten Masse der mittelprächtig-schwachen Direkt-to-Video Horror-Schinken, sticht er ein klein wenig hervor und hält brauchbar bei der Stange. Wer sich angesprochen fühlt schaut rein, ansonsten verpassen Genre-Verächter nicht wirklich viel. Ich fand den Titel sympathisch – nicht mehr und nicht weniger.

6/10

Fotocopyright: Ascot Elite Home Entertainment

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The Void – Es gibt eine Hölle. Dies hier ist schlimmer. – Uncut [Blu-ray]

Die Farbe aus dem All

Inhalt

Eine Familie wird durch einen lauten Knall aus dem Schlaf gerissen. Nicht etwa, weil Ihr neues Anwesen einzustürzen droht, sondern ein Komet aus dem All auf dem Anwesen eingeschlagen ist. Zunächst denken die Bewohner sich nichts bei dem seltsamen Fundstück, doch vor allem Vater Nathan bemerkt schon bald die Verbreitung des Wahnsinns bei wirklich allen Beteiligten…

Fazit

Man kann von H.P. Lovecraft noch immer halten, was man will – aber ich verschlinge seine Bücher und freue mich über jede Adaption in Film- oder Videospielform. Als ich von diesem Werk hörte und dann auch noch die Beteiligung von Nicholas Cage vernahm, war es um mich geschehen.

Nach der Sichtung hielt sich meine Begeisterung jedoch in Grenzen. Nicht etwa, weil die Vorlage schlecht umgesetzt wurde, vielmehr weil ich mir einen höheren Unterhaltungswert versprochen habe. Alles plätscherte großenteils vor sich hin und bot kaum echte Highlights. Es wurde nie so richtig langweilig und man leistete sich keine gravierenden Fehler, aber irgendwie blieb der letzte Kick aus. Alles war schön konservativ und hochwertig inszeniert, jedoch hob sich zu wenig aus der breiten Masse hervor. Es hatte den Anschein, dass man sich langsam am die Materie heran tastete und den Zuschauer nicht mit zu wirren Hirngespinsten überfordern möchte. Spielraum hätte der Macher ja reichlich gegeben.

Cage hat hervorragend gefallen und stahl allen die Schau. Niemand gibt den verrückt gewordenen Familienvater so wie er. Die hervorstechenden Augen und seine passende Synchronstimmte ließen den Wahnsinn aus allen Poren triefen – und dem Zuschauer hin und wieder ein Grinsen auf die Lippen zaubern. Von ihm lebt die Handlung und dank ihm bleibt man überwiegend auch am Ball.

Wer keine Vorbehalte zum Autor hat und eine solide Umsetzung seiner Werke sucht, wird mit diesem Streifen wahrscheinlich halbwegs glücklich. „Die Farbe aus dem All“ bot einen sehenswerten Cage, eine makellose technische Präsentation und leistete sich keine nennenswerten Patzer. Mir fehlte trotz dieser vielversprechender Elemente irgendwie das gewisse Etwas und so kann ich für meinen Teil nur eine bedingte Empfehlung aussprechen. Fans schauen sowieso rein und machen sich ihr eigenes Bild – der Rest muss das Grusel-Genre an sich schon mögen. Ansonsten bleibt man lieber beim „Ding aus einer anderen Welt“ von Carpenter (oder auch dessen brauchbares Remake).

6,5/10

Fotocopyright: Koch Media GmbH

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Die Farbe aus dem All – Color Out of Space (Ultimate Edition, 4K Ultra HD+5 BRs+CD) [Blu-ray]

The Sinking City (PC)

Inhalt:

Von wirren Alpträumen geplagt, reist der Spieler als abgefrackter Detektiv nach Oakmont. Hier verspricht man ihm Abhilfe und verlangt dafür so einige Gefälligkeiten…

Fazit:

Beim meinen kleinen Review zu „Call Of Cthulhu“, ist mir in den Sinn gekommen, dass ich vergangen Jahr auch das großartige „The Sinking City“ auf der Platte hatte und innerhalb weniger Tage bis zum Ende durchgesuchtet hatte.

Erneut schlüpfen wir in die Rolle einen Privatschnüfflers und bewegen uns in einer von H.P. Lovecraft inspirierten Welt. Statt in der Ego-Perspektive, schaut man seiner Figur von hinten über die Schulter und statt schlauchigen Passagen gehts in eine echte Open World.

Das Setting ist dabei schön gestaltet und für meinen Geschmack genau richtig dimensioniert. Die titelgebende Stadt war groß genug zum ausgiebigen Erkunden, aber auch nicht zu riesig, um sich zu verlaufen. Man wußte stets, welches Ziel das nächste ist – und war dies nicht auf Anhieb der Fall half immer ein Blick ins Inventar. Hinweise konnten einfach kombiniert werden und dann ging’s zügig weiter.

Die Atmosphäre der Vorlage wurde perfekt eingefangen. Überall gab es witzige Details und viele Anspielungen auf die Romane. Den eigenen Vorstellung der Welt von Lovecraft wurde man vollkommen gerecht. Eine ausgezeichnete Synchronisation ließ zudem über hölzerne Animationen hinweg sehen und hielt die tolle Illusionen aufrecht. Neben jeder Menge Knobelarbeit gab es hin und wieder ein paar aufgesetzt wirkende Schusswechsel, die das Spiel aber nicht abwerten. Dank der besonders in diesen Szenen hakeligen Steuerung fühlten sich diese Momente erst nachträglich integriert an.

Viele Spieler beschwerten sich lautstark über Bugs – und dass, der Titel nahezu unspielbar sei. Ich habe den digitalen Download zum Release erworben, direkt finalisiert und dabei keine echten „Showstopper“ bemerkt. Klar hatte die hübsche Grafik ein paar Clipping-Fehler und einige Passanten auf der Straße zeigten merkwürdige Wegroutinen, aber flüssig spielbar war das Ding jederzeit. Auf sich wiederholende Texturen wurde nicht wirklich geachtet und von daher weiß ich davon wenig zu berichten – es war jedenfalls nicht so auffällig wie bei andren Titeln, wo man es tatsächlich negativ zur Kenntnis nahm.

Ich mochte die Sherlock-Adventures und hatte in Frogware schon ein gewisses Vertrauen aufgebaut. Auch wenn „The Sinking City“ technisch eher durchwachsen daher kommt, hat die krasse Handlung bis zum Ende gepackt und Schwächen verzeihen lassen. Nach dem richtig guten „Call Of Cthulhu“, war ich auch über diese Umsetzung entzückt und fühle mich als Fan des Autors endlich mit angemessenen Versoftungen versorgt. „The Sinking City“ ist ein echter Geheimtipp für Adventurefreunde, denen Substanz über Technik geht.

Grafik: 7,5/10
Sound: 8/10
Gameplay: 8/10
Gesamt: 8,5/10

Testsystem:
AMD Ryzen 7 2700 Eight-Core CPU
AMD Radeon RX Vega
16 GB RAM
Windows 10 (64 Bit)
SteelSeries »Arctis 9X« Gaming-Headset
Installation auf SSD-Festplatte

Fotocopyright: Frogware