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Schlagwort: Liebesfilm (Seite 1 von 2)

Sechzehn Stunden bis zur Ewigkeit

Inhalt

Teenager Mark steckt in einer sonderbaren Zeitschleife und erlebt den selben Tag immer wieder. Er kennt die Abläufe der Menschen mittlerweile perfekt auswendig und es gibt keine echten Überraschungen mehr. Plötzlich tauch jedoch ein Mädchen auf, welches sich nicht so gleichförmig wie der Rest verhält und scheinbar auch in diesem merkwürdigen Komplex festsitzt…

Fazit

Obwohl Filme mit dieser Thematik nicht unbedingt sonderlich neu sind, hat mich auf den ersten Blick die sympathische Inszenierung angesprochen und ich wollte „Sechzehn Stunden bis zur Ewigkeit“ unbedingt mal eine Chance einräumen.

Man verliert keine großen Worte und wirft den Zuschauer direkt ins Geschehen. Nach wenigen Momenten ist klar, dass sich unser Protagonist bereits in der Zeitschleife befindet und sich so gut wie möglich damit arrangiert hat. Genauere Hintergründe lernen wir erst mit der Zeit kennen – obwohl streng wissenschaftliche Aspekte hier eher zu vernachlässigen waren.

Es geht hier klar um gute Laune und Fantasien, was dem Ganzen selbstredend einen gewissen Reiz und Unterhaltungswert beschert. Die meiste Zeit geht es angenehm locker zu und die traurigeren Passagen wurden gefühlvoll inszeniert. Man merkt, dass der Fokus eher auf diesen Momenten, statt der Logik oder der Technik der Zeitschleife an sich lagen. So war dann auch eine leicht haarsträubende Auflösung nicht weiter verwunderlich, sondern ordentlicher Teil des Konzeptes.

Die Chemie der beiden Hauptfiguren hat soweit gepasst, täuscht aber nicht über offenbare Lücken in der Handlung hinweg. Man konnte sich zwar gut auf deren charmantes Zusammenspiel einlassen und Beweggründe durchaus nachvollziehen, doch so richtig begeistern wollte das Geschehen dann trotzdem nicht. Ab einer gewissen Stelle nimmt die Leichtigkeit ab und weicht der traurigen Filmrealität – die zumindest in mir nach einem nachvollziehbareren Konstrukt schreit.

„Sechzehn Stunden bis zur Ewigkeit“ fängt überraschend unterhaltsam an, um dann besonders gegen Ende hin erzählerisch ein bisschen einzuknicken. Richtig schlecht wird es zwar nie, doch man sollte das Gezeigte schon mit viel Wohlbehagen und wenig Anspruch auf irgendeine sinnvolle Begründung betrachten. Dies schmälert den Gesamteindruck, doch unterm Strich bleibt ein solider Titel für Zwischendurch – den Prime-Kunden ruhig mal mitnehmen dürfen.

6,5/10

Fotocopyright: Amazon

Kokon

Inhalt

Erwachsen zu werden ist nicht immer leicht – besonders in Berlin, wo viele Kulturen und Eindrücke auf die Jugend hereinbrechen. Inmitten bunter Partys entdeckt die junge Nora ihre Gefühle…

Fazit

Auch wenn die eigene Jugend weit weniger ausschweifend verlief, so konnte man sich gut in die Lage der hier präsentierten Figuren hin versetzen und ihre Gefühle und Handlungen durchaus nachvollziehen.

Regisseurin Leonie Krippendorff hat sich sicherlich nicht allzu viel aus den Händen saugen müssen und einfach mal eine durchaus alltägliche Geschichte zu einem sehenswerten Spielfilm zusammengebastelt. Durch die authentischen Figuren und Kulissen konnte man sich hervorragend fallen lassen und uneingeschränkt der ganz eigenen Dynamik des Titel folgen.

Mit knapp über 1,5 Stunden ist das Gezeigte weder zu kurz, noch zu lang ausgefallen. Ein – ich möchte sagen natürlicher – Spannungsbogen war von Anfang bis Ende gegeben und ließ keine Langweile aufkommen. Warme, klare Bilder und ein minimalistischer, aber ins Ohr hüpfender Soundtrack taten dann ihren Rest zum Gelingen des Ganzen und vermittelten einen Hauch von Sommer – selbst in diesen eher ungemütlichen Tagen.

Während Jella Haase bezaubernd und keck wie eh und je aufspielt, stiehlt ihr Filmpartnerin Lena Urzendowsky jederzeit die Schau. Die jungen Akteure animieren sich gegenseitig zu Höchstleistung, ohne dabei gekünstelt oder theaterhaft rüber zu kommen.

Ich rechne „Kokon“ sehr hoch an, dass er sich jederzeit absolut „echt“ anfühlt und trotzdem einen schönen Sog generiert. Seien es die Darsteller, der Sprachton oder die gewisse Berliner Schroffheit – ich bedanke mich für diesen herrlichen Trip ins Leben der heutigen Jugend und gebe diesen – man möge sagen- Geheimtipp mit Freude weiter.

8/10

Fotocopyright: Salzgeber & Co. Medien GmbH

Bliss

Inhalt

Das Leben meint es nicht gut mit Greg. Erst verlässt ihn seine Frau, dann schmeisst ihn sein Boss heraus. Kurz nachdem er einmal heftig die Geduld verlor, trifft er jedoch auf die bezaubernde Isabel. Diese mysteriöse Frau zeigt ihm die Welt aus einem anderen Blickwinkel und Greg scheint wie in Hypnose…

Fazit

Ich möchte gar nicht um den heissen Brei herumreden und direkt sagen, dass es sich bei „Bliss“ zum einen seltsamen Film handelte. Auf der einen Seite überzeugen tolle Darsteller und eine mystisch angehauchte Inszenierung, auf der anderen Seite gab es zu viele absurde Momente und zu viele offene Fragen.

Die Chemie zwischen Hayek und Wilson hat hervorragend gepasst und trug den Streifen über weite Teile von ganz allein – was zunächst man verwirrende Passage übersehen liess. Man konnte sich dank der verspielten Art der Beiden zunächst recht gut im Geschehen fallen lassen, doch irgendwie habe ich den Punkt zur Auflösung des Ganzen verpasst.

Die bizare Lovestory mutiert zu einem verwirrenden Sci-Fi-Streifen, beim dem sich dann irgendwie noch mehr offene Fragen als zuvor auftaten. Irgendwie ging plötzlich eine gewisse Mystik flöten und der Zuschauer wurde mehr zum Nachdenken und Verarbeiten gezwungen. Da hier aber nicht unbedingt die passenden Antworten geliefert wurden, blieb ein kleiner Beigeschmack zurück.

Der Erzählfluss ist überwiegend gut, auch wenn viele Szenen nicht immer rund zusammenspielen und ihren Teil zur Verwirrung beitrugen. Das ungewöhnliche Wesen sorgt immerhin mit seiner stetigen Unberechenbarkeit für einen gewissen Sog. Man kann den Verlauf selten voraussagen und so gibt es für dieses Feature immerhin ein paar Punkte auf dem Wertungskonto.

In seinem Kern ist „Bliss“ ein verrückter Liebestrip mit sympathischen Figuren. Er bietet trotz seltsamen Anwandlungen ein halbwegs versöhnliches Finale, doch nicht alle offenen Flanken wurden für mich befriedigend abgeschlossen. Wer auf solch spezielle Werke steht, darf als Primekunde gerne mal einen Blick wagen – eine gewisse Warnung sei allerdings ausgesprochen. Kein wirklich schlechter, aber auch kein so richtig guter Film.

7/10

Fotocopyright: Amazon

All My Life – Liebe, als gäbe es kein Morgen

Inhalt

Jenn und Col haben sich gesucht und gefunden. All ihre Freunde sind neidisch auf deren großen Liebe und fiebern der Hochzeit des glücklich Pärchens entgegen. Leider überschattet eine tragische Krankheit das geplante Event…

Fazit

Ich betone ja immer wieder, dass Liebesschnulzen – insbesondere aus Hollywood – nicht immer mein Fall sind und entsprechend kritisch ging es dann auch an die Sichtung von „All my Life“, von dem ich im Vorfeld vergleichsweise wenig zu Ohren bekommen habe.

Natürlich definiert auch dieser Vertreter das Genre nicht neu und liefert uns auch keine bahnbrechenden Innovationen, aber seine extrem charmante Art gleicht viele Stereotypen wieder aus. Vermutlich lag es auch den den überaus sympathischen – und für Hollywood-Verhältnisse ungewöhnlichen – Gesichtern, die dem Zuschauer schnell ans Herz wachsen und prima mitfiebern lassen.

Ich habe mir vor der Sichtung keinerlei Inhaltsangabe durchgelesen, konnte jedoch schnell den Braten riechen – was sich glücklicherweise nicht als sonderlich hinderlich und erst recht nicht als „Showstopper“ erwies. Die Geschichte wurde einfühlsam und trotz wirklich kitschiger Momente (u. A. eine bizarre Gesangseinlage) nicht realitätsfern erzählt und holte den Betrachter immer wieder mit viel Fingerspitzengefühl ab.

Es gab keine allzu krassen Zufälle und scheinbar hielt man sich damit an die reale Vorlage, die im Grunde schon genügend Dramatik im Gepäck hatte. Irgendwie wirkte der Streifen hierdurch wesentlich „echter“, greifbarer und vor allem spürbar weniger konstruiert, als manch Mitbewerber. Da sich traurige Passagen auch immer wieder mit fast schon übertrieben munteren Highlights abwechselten, überwog am Ende ein gutes Gefühl.

Die – zumindest für mich – eher unbekannten Darsteller haben ihren Job mit Bravour gemeistert. Insbesondere die Chemie der Hauptfiguren hat perfekt gepasst und man konnte ich zurücklehnen. Man stört sich ja oft an einem der beiden Parts, aber hier gab es absolut nichts zu beanstanden. Vergessen sollte man allerdings auch nicht den Rest, der ebenfalls hervorragend ins polierte Gesamtbild passte.

„Die besten Geschichten erzählt das echte Leben“ ist eine häufig verwendete Phrase, die auch hier zum Tragen kommt. Gerade durch seinen authentischen Hauch (inkl. Aufnahmen der echten Figuren im Abspann) zieht das Geschehen so richtig in seinen Bann und hält bis zum bitteren Finale äußerst gekonnt bei Laune. Wir haben hier sicherlich nicht den allerbesten und originellsten Liebesfilm vor uns – aber definitiv einer der Besseren seiner Gattung und für Fans solcher Titel eine echte Empfehlung wert.

7,5/10

Fotocopyright: Universal Pictures International Germany GmbH

Endless – Nachricht von Chris

Inhalt

Bei einem schweren Autounfall verliert die junge Riley ihre große Liebe Chris. Ihre äußerlichen Wunden heilen, doch ihr Freund scheint für immer gegangen zu sein – würde Chris aus seiner Zwischenwelt nicht einen Weg zur Kommunikation mit ihr finden…

Fazit

Ich erinnere mich noch gut an die erste Sichtung von „Ghost – Nachricht von Sam“, an dessen bewährtes Muster mich dieser Titel trotz einiger Diskrepanzen doch deutlich erinnert. So sind viele Parallelen einfach nicht zu übersehen und viele andere Kleinigkeiten einfach an die aktuelle Generation angepasst.

Im Großen und Ganzen schaute sich „Endless“ gar nicht schlecht und die Neuerungen waren wirklich noch so interessant, dass man bis zum Ende am Ball blieb und sich relativ gut in der Geschichte fallen lassen konnte. Natürlich sollte man bei knapp 1,5 Stunden Laufzeit nicht von großartigen Wendungen oder Verschwörungstheorien ausgehen, aber sich einfach auf eine recht gradlinig und gut erzählte Handlung freuen.

Die sympathischen Hauptdarsteller machen zum Glück nicht nur optisch eine gute Figur, sondern konnten soweit auch schauspielerisch mit ihren teils wirklich renommierten, älteren Kollegen (u. A. Famke Janssen) mithalten. Die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern hat soweit gepasst, dass man sich daran laben und im Gegenzug auch ein paar kleinere Logiklöcher verkraften konnte.

Mit einen hitverdächtigen Soundtrack, tollen Jungdarstellern und einer schnörkelosen Schnulzenstory, kommt „Endless“ sicherlich hervorragend bei seinem Zielpublikum an. Auch wenn ich mehr interessehalber reingeschaut habe, muss ich die starke Inszenierung schon irgendwo anerkennen und gebe – obwohl mein Geschmack nicht zu hundertprozentig getroffen wurde – eine Empfehlung für alle Genrefans ab – die wahrscheinlich noch ein Pünktchen zur Bewertung dazu addieren werden.

7/10

Fotocopyright: EuroVideo Medien GmbH

Titanic

Inhalt

Sie galt als das größte und vor allem als das unsinkbare Schiff schlechthin. Eine Überlebende berichtet von ihren Erlebnissen auf der Titanic und besonders von ihrer großen Liebe Jack…

Fazit

Zum einem Werk wie „Titanic“ muss man eigentlich nicht mehr viel schreiben. Es ist längst in die Geschichte als einer der teuersten, aber auch einer der erfolgreichsten Filme aller Zeiten eingegangen und hat einen Darsteller wie DiCaprio über Nacht an die Spitze von Hollywood verfrachtet. Es gab Leute, die dutzende Male ins Kino geströmt sind und Käufer, die einem ikonischen Soundtrack ebenfalls unsterblich machten.

Bisher bin ich meinen Lesern eine kleine Besprechung schuldig geblieben und da ich am gestrigen Silvesterabend sowieso nicht anders zu tun hatte – habe ich eine erneute Sichtung gewagt und werde nun ein paar Zeilen hierzu verfassen.

Die Geschichte ist so bekannt, wie vorhersehbar und leider auch relativ austauschbar. Die Liebelei zwischen Rose und Jack folgt einem bekannten Muster und weißt keinerlei markante Überraschung oder besondere Alleinstellungsmerkmale auf. Für die einen Zuschauer mag die Romanze sicherlich einer der Hauptgründe für den Titel sein, für Andere – wie mich – spielt dann eher die Titanic an sich und die imposante Technik obendrauf die eigentliche Hauptrolle.

Klar mag der Streifen nach nunmehr über 20 Jahren etwas angestaubt wirken, dennoch ist der damalige Aufwand nicht zu übersehen. Abseits von sich teils wiederholenden Hintergründen (ist aber auch irgendwo dem beengten Szenario geschuldet) sieht man schon das immense Ausmaß der Produktion und wird etwas eingeschüchtert. Ein gewaltiges Schiff, welches in Teilen nachgebaut und mit abertausenden Litern Wasser geflutet wurde, macht schon Einiges her und ist heute in dieser Form kaum mehr denkbar. Vor allem beim Untergang des Kolosses macht sich das Ganze bezahlt und einige Bilder wirken fast schon unglaublich und riechen nicht so sehr nach CGI, die es bei anderen Mitstreitern aktuell leider immer noch üblich ist.

Etwas hin- und her gerissen war ich von der 3D-Technik, die ich nun im Heimkino auf der großen Leinwand begutachten durfte. Das Bild war knackescharf, mit natürlichen, hellen Farben und ohne Doppelkonturen oder Schlieren – doch leider hat man auch stets gemerkt, dass der Film nachträglich konvertiert und nicht nativ in 3D gedreht wurde. So fehlt es oftmals an Räumlichkeit und es gibt auch keine spektakulären Pop-Out-Effekte. Dies sorgt zwar für ein ruhiges, aber auch nicht zwingend in dieser Technik benötigtes Sehvergnügen.

„Titanic“ mag ein Meisterwerk sein und auch seinem damaligen Hype gerecht geworden sein, doch für meinen Teil bleibe ich mit dem Urteil etwas auf dem Teppich. Eine ausdrucksstarke audiovisuelle Umsetzung, steht einer eher belanglosen Rahmenhandlung gegenüber und ein paar kleinere Längen waren bei der stolzen Laufzeit nicht von der Hand zu weisen. Für meinen Geschmack hätte man sich die (gut gespielten) Szenen in der Gegenwart sparen und somit einen strafferen Erzählfluss schaffen können. Unterm Strich jedoch ein Pflichttitel für die gut sortierte Sammlung und ein absolut solides Sprungbrett für einen der begnadetsten Schauspieler dieser Zeit. „Titanic“ ist ein Epos, das einfach für das Kino geschaffen wurde und bei dem das hohe Budget auch wirklich zu jeder Zeit sichtbar gewesen ist.

8/10

Fotocopyright: 20th Century Fox

After Truth

Inhalt

Nachdem sich Tess von Hardin getrennt hat, läuft es zumindest beruflich recht gut für sie. Das Praktikum bei einem großen Verlag bereitet ihr nicht nur Freude, sondern erste Erfolge und Lob von der Führungsetage. Bei einer Party jedoch betrinkt sie sich so heftig, dass sie ihren Verflossenen erneut kontaktiert und Chancen einräumt…

Fazit

Wer A sagt, muss auch B sagen und selbst wenn der Vorgänger bestenfalls mittelprächtig war, wollte ich der Fortsetzung fairerweise trotzdem eine Chance geben und wurde positiv überrascht.

Vielleicht lag es daran, dass ich mich mittlerweile an die Gesichter gewöhnt oder keine tiefgreifende Storyline mehr erwartet habe – aber ich kam in das Geschehen viel besser hinein und irgendwie gefiel mir das (zumindest etwas) erwachsenere Setting nun um Einiges besser.

Statt Schulmädchen und ihre eher unbedeutenden Probleme in Sachen Liebe, gab es diesmal eine junge Dame, die die ersten Schritte ins Berufsleben wagt (auch wenn es nur ein Praktikum war) und der Beigeschmack vom Collage zusehends ins Vergessen rückt.

Alles wirkt nun reifer, was sich auch in anderen Bereichen – beispielweise den Liebesszenen – bemerkbar macht. Zwar geht es noch vergleichsweise harmlos zur Sache, aber schon deutlich knisternder, als beim Erstling und es wirkt auch nicht mehr so verkrampft.

Die Grundgeschichte an sich ist überschaubar und erneut vorhersehbar gestaltet. Hübsche Bilder und hübsche Menschen kaschieren den minimalistischen Inhalt, wobei sie auch nicht ganz über die dürftige Dramaturgie hinwegtäuschen können. Man versucht Hardin durch ein traumatisches Ereignis in der Vergangenheit mehr Kontur zu verleihen, aber tatsächlich erschien dies mehr aufgesetzt, denn hilfreich.

Auch „After Truth“ hat seine Macken, aber unterm Strich gefiel mir dieser Teil wesentlich besser, als der lahme Auftakt und versöhnte mich ein wenig mit der gesamten Thematik. Auch wenn das Werk stellenweise wie ein noch besonders jugendfreier Abklatsch von „Shades of Grey“ wirkt und ich manchmal das Gefühl hatte, dass einige Passagen schlecht zusammengestückelt wurden, war ein gewisser Unterhaltungswert vorhanden. Die Zielgruppe wird man ganz sicherlich erreichen – und ich auch mag nach diesem Finale wissen, wie es mit den Beiden weitergeht…

6/10

Fotocopyright: Constantin Film (Universal Pictures)

After Passion

Inhalt

Die junge Tessa kommt aufs Collage und wird mit einer ihr völlig fremden Welt konfrontiert. Der Umgangston ist anders und auch das Verhalten ihrer Mitschüler viel freizügiger. Natürlich dauert es da nicht lange, bis ihre Jugendliebe von der High-School fast in Vergessenheit gerät…

Fazit

Einem „weltweiten Phänomen“ ist manchmal schwierig zu entgehen und nach der erfolgreichen „Shades of Grey“-Reihe ist der Betrachter auf Vieles eingestellt und der Kenner der Vorlage mit einigen (erotischen) Abstrichen vertraut.

Vielleicht hätte ich erst einmal mit dem Buch anfangen sollen, denn irgendwie fiel mir der Einstieg hier recht schwer. Ich habe die ganze Zeit über junge Menschen beobachtet, die über dramatische Geschichtsausdrücke zu nichtigen Themen präsentierten und stets irgendwie cool rüberkommen wollten. Alles wirkte bemüht und auf den Erfolg bei der Zielgruppe ausgerichtet – ohne mögliche reifere Zuschauer dabei abzuholen.

Die Geschichte – so tiefgreifend sie sich auch gibt – ist absolut austausch- und in den meisten Bereichen auch absolut vorhersehbar. Man hat alles irgendwo schon einmal gesehen und zeigt den spärlichen Wendungen daher weniger Beachtung. Alles plätschert vor sich hin und punktet nicht einmal mit besonders schönen Aufnahmen oder zumindest ein paar sinnlicheren Momenten. Das Geschehen bleibt harmlos, oberflächlich und nur leidlich flüssig erzählt. Das Ende kam dann zu abrupt und irgendwie unpassend.

Die Leistung der Darsteller war eine Sache für sich. Während die grundsätzliche Besetzung wohl noch Geschmackssache ist, darf man trotzdem über deren Auftritt diskutieren. Die Mimiken und Gestiken waren teils so drüber, dass man eher unfreiwillig Schmunzeln, denn Mitfiebern vermochte. Stellenweise hatte das Geschehen somit wirklich etwas vom Laientheater und konnte nur bedingt überzeugen.

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass „After Passion“ seine Fans hat und denen jedwede Kritik von einem alten Filmhasen egal ist – und das ist ja auch gut so. Mir hat dieses Werk jedenfalls nicht viel gegeben, aber eine solide Inszenierung und ein halbwegs erträglicher Verlauf haben irgendwo schon Anerkennung verdient. Für mich ist der Streifen dann eher nix, aber der Interessierte sollte sich von dieser mittelprächtigen Bewertung nicht abschrecken lassen und sich selbst ein Bild machen.

5,5/10

Fotocopyright: Constantin Film (Universal Pictures)

Undine

Inhalt

Mit der Trennung von ihrem Freund, bricht für Undine eine Welt zusammen. Sie glaubt, nie wieder über diesen Verlust hinweg zu kommen und sogar irgendwie verflucht zu sein. Im Laufe der Zeit lernt sie jedoch den Taucher Christoph kennen und lieben. Dieser unterscheidet sich von seiner Art komplett vom Ex und so langsam findet bei der einst so Unglücklichen ein Umdenken statt…

Fazit

Die Sage um „Undine“ mag nicht Jedem ein Begriff sein, doch für die ungestörte Sichtung dieses Filmes ist es jedoch kein Hinderungsgrund. Mit der Legende hat man bis auf den markanten Namen jedenfalls nicht allzu viel gemein und als romantische Komödie schlägt sich das Gezeigte recht wacker.

Erwartungsgemäß ist „Undine“ eher ruhig und aufgeregt inszeniert. Alles erinnert ein wenig an ein Fernsehfilm aus diesem Genre und weniger an große effektgeladene Blockbuster. Besonders dank seiner sympathischen Darsteller lässt man sich dann aber gern auf das Geschehen ein und die knappen 1,5 Stunden vergingen recht kurzweilig.

Auch ohne große Innovation wusste der Titel zu gefallen. Man hat zwar das allermeiste irgendwo schon einmal in ähnlicher Form gesehen, dennoch entfachte ein angenehmer Spannungsbogen, der bis zum Ende bei der Stange halten ließ. In seinen starken Momenten wirkte das Gezeigte fast wie ein Märchen, bei dem man allerdings schnell wieder auf den Boden der Tatsachen geholt wurde und ganz reale Sorgen wieder im Vordergrund standen.

Wenn man grundsätzlich nichts gegen deutsche Produktionen hat und Liebesfilmen nicht vollends abgeneigt ist, darf sich bei Gelegenheit ruhig mal „Undine“ anschauen. Die Grundidee war witzig und das Spiel der Darsteller sehenswert. Für eine unabdingbare Empfehlung fehlt mir irgendwie der letzte Kick, doch Interessierte schauen trotzdem rein.

6,5/10

Fotocopyright: Euro Video DVD

The Secret – Das Geheimnis: Traue dich zu träumen

Inhalt

Seit dem Tod des Mannes, schlägt sich Miranda allein mit ihren drei Kindern durch und die finanzielle Lage spitzt sich immer mehr zu. Da kommt ein Autounfall mit einem Fremden ziemlich ungelegen, doch immerhin scheint er Verständnis für die Lage zu haben und beschließt fortan hilfreich unter die Arme zu greifen. Der Nachwuchs mag den neuen Mann im Haus, aber eigentlich ist ihre Mutter schon fast wieder mit einem Anderen leirrt…

Fazit

Das Buch kenne ich nur vom markanten Einband, weiß aber nicht wirklich um was genau es dort geht und kann auch so nichts im Bezug auf die Interpretation der Film-Adaption sagen. Für mich wirkte „The Secret“ jedenfalls wie der Versuch einer Kopie eines Werkes von „Nicholas Sparks“  – der in allen Belangen zu zahm und unspektakulär daher kam.

Größtes Problem war sicherlich die viel zu einfach gestrickte Handlung, die extrem vorhersehbar und spannungsarm vor sich hin plätscherte. Alles verlief nach bewährtem Muster und ließ nie auch nur einen kleinsten Zweifel am Verlauf aufkeimen. Sicherlich mag dies im Genre üblich sein, doch andere Autoren haben sich immerhin ein paar dramatische Elemente einfallen lassen und ein wenig mehr Schwung in die Sache gebracht.

Statt Augenmerk auf eine unterhaltsamere Geschichte zu legen, wurden hier immerhin motivierende Botschaften an den Mann bzw. die Frau gebracht – und ich glaube, da liegt auch der eigentliche Kern der Buchvorlage vergraben. Mit fast schon christlichen Touch wird hier vom greifbaren Glück in der Not oder der Fügung des Schicksals gepredigt – was zuweilen arg aufgesetzt wirkt und nicht unbedingt so in den Dialogen hervorgehoben werden musste. Es war sowieso viel zu platt und offensichtlich inszeniert.

Ich mag Kathie Holmes und auch deshalb versuche ich „The Secret“ eher gnädig zu bewerten. Vermutlich kommen Fans solcher Titel schon irgendwo auf Ihre Kosten, doch mir was das Gezeigte zu seicht und eher uninteressant. Den Filmen von „Sparks“ konnte ich aufgrund ihrer variantenreicheren Art deutlich mehr abgewinnen, aber hier muss ich leider passen. Anderen Kritiken entnehme ich ebenfalls, dass sie nicht ganz glücklich mit der Umsetzung sind und den Sinn der Vorlage gerne anders interpretiert gehabt hätten. Macht euch bei Interesse einfach selbst in Bild und erwartet einfach nicht zu viel.

5/10

Fotocopyright: Capelight Pictures

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