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Schlagwort: Komödie (Seite 1 von 2)

S.H.I.T. – Die Highschool GmbH

Inhalt

Die Highschool ist endlich vorbei und die Welt des Collages wartet auf Bartleby und sei eine Freunde. Dumm nur, dass sie nirgendwo angenommen werden und der Druck der Eltern wächst. Kurzerhand beschließen sie von ihren Studiengeldern selbst ein Bildungsinstitut zu gründen…

Fazit

Dank Netflix kommt man endlich wieder in den „Genuss“ manch älterer Schinken, die man damals zwar in der Videothek geliehen – sich aber nie zu einem Kauf durchgerungen hat. „S.H.I.T. – Die Highschool GmbH“ ist so ein Fall und schmerzlich wurde mir klar, warum er bislang nie den Weg in die Sammlung fand.

Die Handlung ist grundsätzlich mal quatsch, aber das kann man dem Werk gar nicht mal krumm nehmen. Die Macher brauchten schließlich eine Grundlage für ihre Gags, die leider nicht immer zündeten. Anspruch oder sonstige Tiefe waren nie gefragt – dafür sinnfreien Unterhaltung und einen kurzweiligen Verlauf. Beides eher Fehlanzeige.

Ich weiß nicht, ob ich bei Erstveröffentlichung schon zu alt für den Film war oder im Gegensatz zu einigen Konkurrenten (z.B. „Old School“) mein Humor nicht getroffen wurde. Man schaut dem Treiben relativ uninteressiert zu und ringt sich nur selten ein Lächeln ab. Meist besteht der Inhalt aus Fremdschämen und sonst nichts. Der Streifen ist zumeist eher schleppend und wenig unterhaltsam. Vorhersehbar sowieso.

Auf Seiten der Darsteller gibt es zwar ein paar bekannte Gesichter zu verzeichnen, doch so richtig überzeugen konnte Niemand. Für Justin Long und Konsorten gilt der Titel möglicherweise sogar als Jugendsünde. Sie machen nette Mine und schauen in erster Linie hübsch aus – immerhin das Design ihrer Klamotten kommt heute noch witzig daher. Soweit alles Genre-Standard würde ich behaupten.

Filme wie „American Pie“ haben seinerzeit super gefallen und sind mittlerweile hoffnungslos überholt. „S.H.I.T.“ hat mir schon damals nicht sonderlich gemundet und ist mit all den Jahren sogar noch schlimmer geworden. Wer mit absolut flachen Teenie-Zoten etwas anfangen kann, wird vielleicht glücklich – alle Anderen sind so erwachsen, dass sie gern verzichten können. Punkte gibts lediglich für ein paar kleinere Lacher, die vielleicht eher aus Verzweiflung entstanden sind.

3,5/10

Fotocopyright: Universal Pictures Germany GmbH

Die Turteltauben

Inhalt

Ein frisch getrenntes Pärchen ist auf dem Weg zu Bekannten und überfährt dabei unachtsam einen Radfahrer. Als dann auch noch ein seltsamer Cop auftaucht, beginnt deren unverhofftes Abendteuer…

Fazit

Wer nicht viel erwartet, wird auch nicht groß enttäuscht. So ungefähr lautete mein Motto, als ich diesen Titel bei Netflix erblickte und ohne die Inhaltsangabe zu studieren den „Play-Button“ betätigte.

Was sich hier bot ist eine seichte und etwas ausgefallene Komödie, die hin und wieder ein paar überraschend gute Gags aufgefahren hat. Da der Verlauf durch seine Verrücktheit relativ unvorhersehbar verlief, war die Spannung sogar angenehm hoch und die verquere Handlung motivierte bis zum Ende.

Man hatte grundsätzlich nie das Gefühl erstklassig, aber irgendwie schon ganz passabel unterhalten worden zu sein. Echte Highlights waren eigentlich nicht zu verzeichnen, doch ein paar bissige Dialoge sorgten schon für einige Lacher. Zu Verdanken ist dies den wunderbaren Hauptdarstellern, deren Chemie zu jeder Zeit prima gepasst hat. Trotz der absurden Ereignisse, spielen sie das zankende Pärchen witzig-glaubwürdig und trösteten über manch unspektakuläre Szene hinweg.

Allgemein war die überraschend kurzweilige Handlung das größte Problem zugleich. Alles ergab irgendwie wenig Sinn und war an Löchern kaum zu überbieten. Wahrscheinlich sorgte gerade diese Prämisse für einen gewissen Spaßfaktor – bei dem man die Patzer einfach mal ausblendet und viele Dinge bewußt nicht hinterfragt.

Streng und objektiv betrachtet, würde ich „Die Turteltauben“ gnadenlos auf der Wertungsskala durchfallen lassen. Auf seine spezielle Art hingegen, hat das doofe Werk irgendwo schon halbwegs bei Laune gehalten und zwei wirklich tolle Darsteller aufgeboten. Manchmal muss man den klaren Verstand bei Seite schieben und sich Zwischendurch auch mal so einen Titel geben. Vielleicht spiegelt die Punktwertung nicht ganz meinen Spaß wieder – aber höher kann ich das Gebotene dann doch nicht einordnen.

6/10

Fotocopyright: Netflix

Weitere Infos: https://www.netflix.com/de/title/81248748

Die fantastische Reise des Dr. Dolittle

Inhalt

Die englische Queen ist schwer erkrankt und der exzentrische Der. Dolittle wird um Diagnose gebeten. Schnell wird ihm klar, dass die hohe Dame wohl sukzessive vergiftet wurde und nur eine seltene Pflanze Genesung verspricht. Er macht sich mit seinem tierischen Team auf eine abenteuerliche Reise…

Fazit

Ob man wirklich eine weitere Verfilmung des Stoffs gebraucht hätte, lasse ich mal so dahin gestellt. Dank Robert Downey Jr. und großen Budget war die Ausgangslage jedoch nicht die Schlechteste und so musste unbedingt mal ein Blick gewagt werden.

Die eher negativen Kritiken im Vorfeld versprachen nichts Gutes und so durchwachsen ist mein Fazit am Ende ebenfalls. Technisch ist der Titel wirklich sehr gut gemacht und ordnet sich locker in der gehobenen Klasse ein. Insbesondere die Animationen der Tiere haben gefallen und fügten sich ingesamt sehr stimmig ins Gesamtbild ein. Nur selten wirkten sie wie Fremdobjekte, fügten sich meist wunderbar ein.

Geschmacksache dagegen der Humor, der auf ein jüngeres Publikum abzielt und nicht jeden Gag beim reiferen Semester zünden lässt. Auch die Situationskomik ist überwiegend flach und nicht unbedingt der Brüller. Dies sorgt zwar für einen netten, aber keineswegs mega kurzweiligen Verlauf, der zuweilen sogar in Langweile ausartete. Schnell hat sich der Betrachter an den teuren und hochwertigen Bildern satt gesehen und siecht bei belanglosen Dialogen vor sich hin.

Downey machte seine Sache zwar ganz ordentlich, doch der Funke sprang nicht über. Es schien, als spiele er sein Standardprogramm herunter, ohne hier neue Maßstäbe seines Talentes präsentieren zu wollen. Darüber hinaus, hat mich die Sichtung von Banderas in einer solch mächtigen Produktion ein bisschen gefeiert, hätte mir jedoch einen umfangreicheren Auftritt und mehr Action seinerseits gewünscht. Der Rest agierte solide – so richtig ist nichts hängen geblieben.

Große Namen, tolle Effekte und keine grundsätzlich schlechte Handlung machen noch keinen Top-Titel. „Die fantastische Reise des Dr. Dolittle“ ist bestenfalls ein netter, belangloser Familienfilm – der sich durchaus für einen verregneten Nachmittag mit den Kids eignet, aber keineswegs auf meiner Empfehlungsliste steht. Ich hätte zwar keine weitere Verfilmung benötigt, empfand das durchaus ersichtliche Potential dieser Variante bedauerlicherweise für vergeudet.

5/10

Fotocopyright: Universal Pictures

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Die fantastische Reise des Dr. Dolittle [Blu-ray]

Jojo Rabbit

Inhalt

Deutschland in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs. Noch einmal wird die Jugend mobilisiert und für die Verteidigung der Heimat abgerichtet. Unter ihnen auch Johannes Betzler, der von seinen Kameraden schlicht Jojo Hasenfuss genannt wird. Was die Anderen allerdings nicht wissen – er besitzt Adolf Hitler höchstpersönlich als imaginären Freund und versucht es ihm jederzeit Recht zu machen…

Fazit

Die Satire darf bekanntlich Alles und genau diesen Leitspruch vereinnahmt dieses schräge Machwerk von und mit Taika Waititi für sich. Wie spielerisch und unterhaltsam hier mit ernsten Themen umgegangen wird, ist einfach fantastisch und sucht seines Gleichen. Ohne die tragischen Hintergründe zu verwässern bekommt der Zuschauer ein unglaublich lustigen und dabei zum Nachdenken animierenden Film serviert – den es so in der Form noch nicht gegeben hat.

Der ganze sprichwörtliche Wahnsinn beginnt bereits mit der Eröffnungssequenz. Begleitet zu Musik von den „Beatles“ sehen wir Aufnahmen der Wochenschau und können diese Eindrücke im Hirn kaum ordnen. Alles wirkt so surreal und dennoch beängstigend. Die Macher versuchen geschickt die junge Generation abzufangen und die im ersten Moment doch sehr trockene Thematik ansprechbar zu vermitteln.

Der Humor – mal fein, mal mit dem Holzhammer – zieht sich wie ein roter Faden durch den kompletten Film. Selbst in eher bedrückenden Momenten bleibt man aufmerksam am Ball und verliebt nie das Interesse. Sicherlich ist das Ende irgendwo bekannt – aber der Weg dorthin so unvorhersehbar und sehenswert gestaltet. Es gab so viel zu entdecken und die Liebe zum Detail schier unermeßlich.

Bei den Akteuren hat natürlich der kleine Roman Griffin Davis die größte Aufmerksamkeit auf seiner Seite. Er – und auch die anderen Kinderdarsteller – machen ihre Sache ganz hervorragend und eine erfolgreiche Zukunft sei ihnen gegönnt. Taika Waititi hat zwar grundsätzlich nicht die krasseste Ähnlichkeit zu seiner Figur, passt mit seinen schrägen Grimassen dann doch irgendwo super in die unliebsame Rolle. Die eher moderne Sprechweise sorgt für Lacher und zielt ebenfalls auf bereits erwähntes, neues Publikum ab.

Ob in heutigen Tagen oder irgendwann anders. Ich denke, dass „Jojo Rabbit“ ein zeitloses Meisterwerk geworden ist, welches seine Botschaft immer und überall vermitteln kann. Wie hier mit brisanten Dingen umgegangen wurde ist vorbildlich und mit ruhiger Hand ausbalanciert. Das Szenario wirkt erstaunlich frisch und trotz seiner Lustigkeit auch noch sehr respektvoll. Der Trailer verrät wiedermal arg viel, trotzdem sollte man damit austarieren, ob man mit dem Streifen grundsätzlich kompatibel ist. Ich hoffe es für euch – denn dieser Streifen lohnt ohne jeglichen Zweifel.

8,5/10

Fotocopyright: Twentieth Century Fox Home Entertainment

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Jojo Rabbit [Blu-ray]

Ich liebe dich, Spinner!

Inhalt

Als Marcos von seiner fast Verlobten verlassen wird, bricht eine Welt zusammen und der Mittdreißiger muss wieder bei seinen Eltern einziehen. Mit Hilfe einer dubiosen Webseite und einer alten Schulfreundin versucht er mit frischem Mut und neuem Styling zum Frauenheld zu werden…

Fazit

Konnte mich Spanien zuletzt mit außergewöhnlich spannenden Thrillern und Horrorfilmen begeistern, musste ich dieser neuen Netflix-Komödie auch einmal eine Chance geben. Was sich mir bot, lag jedenfalls irgendwo zwischen mäßig spannend und leidlich unterhaltsam.

Wie zuletzt beim deutschen „Traumfrauen“ kritisiere ich auch hier die mangelnde Innovation. Die Geschichte gab es in ganz ähnlicher Form schon dutzende Male und kaum ein Alleinstellungsmerkmal könnte diesen Streifen aus der breiten Masse hervor heben. Seine leicht eingeflochtene Dramatik war kaum der Rede wert und lenkt nicht vom absehbaren Finale ab. Man weiß nach kurzer Zeit, wie die Sache ausgehen wird und kein Bluff in der Handlung konnte einen Zweifel entfachen.

Dank seiner sympathischen (und für uns eher unbekannten) Darsteller kann man dem Teil einen gewissen Unterhaltungswert jedoch nicht absprechen. Sie machten ihre Sache gut und gaben keinen Grund zur Klage. Einige Gags waren durchaus in Ordnung und ein paar hübsche Bilder übertünchen die angesprochenen Mankos immerhin für ein paar Minuten. Ein netter Soundtrack tat sein Übriges.

Mit „Ich liebe dich, Spinner!“ beweisen die Spanier, dass sie Komödien können. Nicht auf Referenzniveau – aber genau so, dass man von passabler Unterhaltung sprechen konnte. Ohne großartige Kosten geht der Film damit schon irgendwo klar, aber sonst würde ich mir mit einer kleinen Empfehlung schwer tun. Freunde seichter Schnulzen schauen mal rein, der Rest sollte sich lieber bei anderen Werken des Landes umschauen.

6/10

Fotocopyright: Netflix

Weitere Infos: https://www.netflix.com/de/title/81043103

Traumfrauen

Inhalt

Leni wird von ihrem Freund betrogen und hat dummerweise schon die eigene Wohnung gekündigt. Unterschlupf findet sie glücklicherweise bei Ihrer Schwester und deren Mitbewohnerin. Alle Mädels und sogar Lenis Mutter haben ein kleines Problem mit dem anderen Geschlecht und versuchen sich gegenseitig Mut zuzusprechen und auf die Piste zu gehen…

Fazit

„Traumfrauen“ erfüllt wieder einmal viele Klischees. Zum Einen was die Handlung, zum Anderen was den Cast betrifft. So ziemlich alle bekannten deutschen Gesichter waren wieder mit an Board und die Geschichte war nur netter Rahmen für deren halbwegs humorigen Auftritte.

Die Geschichte ist flach und könnte während einer kurzen Fahrt zum Set entstanden sein. Sie bot keinerlei Überraschung, dafür konstruierte Zufälligkeiten ohne Ende. Alles in bester Genre-Tradition könnte man sagen. Größter Fehler hierbei allerdings wiedermal der zu viel verratende Trailer – der sämtliche Highlights offenbart und dem Werk seiner Highlights beraubt.

Mit Darstellern wie Karoline Herfurth, Palina Rojinski, Elyas M’Barek oder Frederick Lau sind die Macher auf „Nummer sicher“ gegangen und wollten für stabile Einspielergebnisse an den Kinokassen sorgen. Hierdurch wird zwar eine gewisse Qualität garantiert, die Austauschbarkeit aber deutlich erhöht.

Persönlich kann ich die Produktionen mit deren Beteiligung schon fast gar nicht mehr auseinanderhalten, zumal wenn sie so uneigenständig in ihrer Machart sind. Drückten Titel wie „Fack ju Göhte“ dem Genre immerhin ein paar eigene Merkmale auf, geht dieses Feature bei „Traumfrauen“ völlig verloren. Man schien Angst vor außergewöhnlichen Ideen zu haben und einfach eine unaufgeregte Handlung mit unausweichlichem Happy-End präsentieren. Schade – denn hierdurch wird neben der Austauschbarkeit auch die Belanglosigkeit immens befeuert.

Völlig überzeugen konnte jedoch die technische Seite, die mit warmen Bildern und stimmigen Soundtrack bestens zur Wohlfühlatmosphäre passte. Hier gab es nichts, was irgendwelche negativen Schwingungen vermittelte und sich als „Showstopper“ verstand.

Ich habe die Blu-Ray vor geraumer Zeit für knapp 3 Euro auf einem Wühltisch abgegriffen und dafür war das Gebotene in Ordnung. Man bekam, was erwartet wurde – und leider auch nicht mehr. „Traumfrauen“ ist eine typische deutsche Komödie von der Stange und unterscheidet sich trotz seiner eigenen Handlung nicht wirklich von der Konkurrenz des eigenen Landes. Wer sich damit abfinden kann, erhält einen halbwegs unterhaltsamen Titel mit gewohnten Darstellern und immerhin einigen ganz ordentlichen Gags. Für mehr als eine mittelprächtige Wertung reicht es in meinen Augen dennoch nicht.

5,5/10

Fotocopyright: Warner Home Video

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Traumfrauen [Blu-ray]

Highway 10 nach San Bernardino

Inhalt

Unverhofft kommen zwei Freunde an seltene Konzerttickets und beschließen einen letzten Roadtrip mit ihrer Karre, die eigentlich zum Verkauf steht. Statt einer reibungslosen Reise erleben die Beiden jedoch ein wildes Abendteuer – bei dem sogar die Drogenmafia ihre Wege kreuzt…

Fazit

Auch auf Netflix muss es zur Abwechslung mal flache Komödien nach altbewährtem Stil geben und so ist „Highway 10 nach San Bernardino“ in deren Portfolio vertreten.

Für mal eben Zwischendurch geht der sinnfreie Titel vollkommen in Ordnung, doch wer tiefgründige Unterhaltung sucht, sollte unbedingt weiterzappen. Flacher Humor und versaute Sprüche gehören hier zur Tagesordnung, allerdings alles ein wenig unter Referenzen im Genre und nicht immer auf dem Punkt.

Die mittelprächtige deutsche Synchronisation passt im Grunde ganz gut zum Geschehen und verstärkt den C-Movie-Charme immens. In kleineren Nebenrollen sind ein paar bekannte Gesichter zu erblicken, der Hauptcast war mir zumindest eher unbekannt – was nicht wirklich schlimm war und für keinerlei Vorbehalte sorgte.

Die Story ist arg schwach auf der Brust, doch glücklicherweise recht kurzweilig umgesetzt. Es passiert eigentlich immer was auf dem Schirm und ein gewisser Erzählfluss ist durchaus gegeben. Zwar nie sonderlich hochwertig, aber immerhin ganz passabel und nie total langweilig.

Zu Filmen, wie diesem muss man eigentlich keine großen Worte verlieren. Er ist technisch anschaubar gemacht, aber trotzdem sehr austauschbar und mit keinerlei Innovationen bestückt. Für seinen gewissen Unterhaltungswert gibt’s eine kleine Anerkennung, aber keine echte Empfehlung. Wer nicht viel erwartet und vielleicht nur ein bißchen Gedudel für Nebenbrei braucht, kann gerne mal reinschauen. Für einen richtigen Kinoabend würde ich zu anderen Titeln auf der Streaming-Plattform raten.

5,5/10

Fotocopyright: Netflix

Weitere Infos: https://www.netflix.com/de/title/80100936

Umweg nach Hause

Inhalt

Nach den Tod seines Kindes, ist auch die Ehe nicht mehr zu retten. Schriftsteller Ben fällt in eine Depression und versucht sich durch ein Hilfsprogramm wieder aufzurichten. Er absolviert die Ausbildung zur Pflegekraft und wird schon bald mit seinem ersten Fall betraut – der ihm Einiges abverlangt…

Fazit

Keine allzu leichte Kost, die uns Netflix hier serviert. Der Trailer versprach eine relativ beschwingte Komödie, doch zunächst muss der Zuschauer das Tief seiner Hauptfigur durchleben und bekommt immer wieder harte Brocken aufgetischt.

Loben möchte ich, dass die Balance aus Dramaturgie und witzigen Elementen passt. Der Film gibt sich jederzeit angenehm ausgewogen und behandelt keinen Part stiefmütterlich. Bevor man zu traurig wird, holen gelungene Gags immer wieder zur rechten Zeit ab und vermitteln irgendwie auch so etwas wie Hoffnung – die hier das zentrale Thema bildet.

Alle Figuren haben einen Sprung in der Schüssel und finden durch die gemeinsame Reise zusammen. Nach anfänglichen Berührungsängsten, halten sie aneinander fest und geben sich gegenseitig neuen Mut. Dies ist nicht nur sehr gut, sondern auch glaubhaft gespielt. Paul Rudd zeigt, was er abseits von eher platten Comedyeinlagen drauf hat und Selena Gomez kommt ebenfalls ungewohnt ernst daher. Natürlich übertüncht sie oftmals Craig Roberts, der vor allem mit bissigen Dialogen punkten konnte.

Technisch gab sich das Spektakel eher unauffällig und solide. Großartige Effekte waren nicht gefragt und die dezente Musikuntermalung passt zu feinfühligen Momenten, ohne Aufdringlich zu wirken.

Für Filme wie „Umweg nach Hause“ muss man wirklich in der geeigneten Stimmung sein, aber dann wird man mit einem sehenswerten Ereignis beglückt. Der Streifen ist wunderbar kleinlaut, nah am Leben und trotz tiefsinniger Momente sehr feinhumorig gestaltet. Vielleicht nicht ganz mein Genre, aber eine heiße Empfehlung für alle Interessierten.

7,5/10

Fotocopyright: Netflix

Weitere Infos: https://www.netflix.com/de/title/80097349

Das Vermächtnis des geheimen Buches

Inhalt

Nachdem Ben Gates als großer Entdecker anerkannt wird und eine spannende Rede über seine Urahnen abhält, bekommt die heile Fassade schmerzliche Risse. Einer der anwesenden Zuschauer behauptet, dass besagter Vorfahre kein Held, sondern Anführer der Attentäter auf Präsident Lincoln gewesen sein soll. Gates muss den Familiennamen wieder rein waschen…

Fazit

Wer A sagt, muss auch B sagen und nachdem am Vortag schon der Vorgänger erneut zur Sichtung im Player lag, musste auch der zweite Teil wieder herbei zitiert werden.

Ich möchte nicht behaupten, dass der zweite Part seinen Vorgänger übertrifft – doch im Großen und Ganzen befinden sie sich Beide wirklich auf Augenhöhe, was bei Fortsetzungen nicht selbstverständlich ist. Das etablierte Muster wurde beibehalten und die Schauplätze ausgeweitet. Statt einzig in Amerika, geht es hier auch in Frankreich oder England auf große Schatzsuche. Ein bißchen mit Vorurteilen bzw. wie Amerikaner über manche Europäer denken, inklusive.

Erneut werden fleißig Hinweise kombiniert, mit realen Verschwörungstheorien jongliert und witzige Dialoge abgefeuert. Das macht wiedermal viel Spaß und hält über knappe zwei Stunden komplett bei Laune. Das angenehme Tempo wurde beibehalten und der kleine Geschichtsunterricht wirkt nicht aufgesetzt.

Beim Cast wurde auf Nummer sicher gegangen und besonders die Neuzugänge in Form von Helen Mirren und Ed Harris waren gefällig. Alle machten ihre Sache erwartungsgemäß gut und haben keinen Grund zur Klage.

Verbessert hat sich in meinen Ohren der tolle Soundtrack, der jede Situation passend untermalt, gar antreibt. Mir fällt die Hintergrundmusik ja eher selten auf, in diesem Fall allerdings sehr positiv.

Auf einen dritten Teil (der gerne auch mal in Deutschland spielen könnte) bin ich nach all den Jahren wieder regelrecht gehypt. Eine solch gelungene Fortführung gelingt nur extrem selten und verdient Anerkennung. „Das Vermächtnis des geheimen Buches“ ist abermals Popcorn-Kino in Reinform und macht einfach Lust auf Mehr. Hoffentlich geht es schon in absehbarer Zeit weiter…

8,5/10

Fotocopyright: Disney

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Das Vermächtnis des geheimen Buches [Blu-ray]

Das Vermächtnis der Tempelritter/Das Vermächtnis des geheimen Buches [Blu-ray]

The Wrong Missy

Inhalt

Bei einem Betriebsausflug nach Hawaii, hat Tim versehentlich die falsche Frau eingeladen und sieht dank ihrer verrückten Art seine Aufstiegschancen in der Firma schwinden…

Fazit

Geschmäcker und Humor sind bekanntlich verschieden – und das ist so auch vollkommen in Ordnung. Im Gegensatz zu vielen Bekannten, kann ich mit der Art von Adam Sandler und dessen Komödien durchaus etwas anfangen und hatte wahrscheinlich auch deshalb so sehr meine Freude an „The Wrong Missy“, der aktuell auf Netflix zu bestaunen ist.

Im Grunde reiht der Streifen einen flachen Gag nach dem Anderen und versucht erst gar nicht eine sonderlich tiefgründige Aussage zu kaschieren. Hauptdarsteller David Spade bleibt einfach nichts erspart und das stark konstruierte Geschehen nimmt immer einen ungünstigen Verlauf. Dies ist immerhin gut gespielt und schnell wächst seine Figur ans Herz.

Es geht immer launig voran und der berühmte rote Faden geht nie verloren. Auch wenn alles sehr unwirklich erscheint, kann man prima abtauchen und der sogar halbwegs spannenden Handlung folgen. Man möchte schon irgendwo wissen, wie sich die Geschichte weiterentwickelt – und was auf dem Weg zum obligatorischen Happy-End noch alles erfolgt. Schließlich ist die weibliche Hauptfigur arg unberechenbar.

Als größte Stärke wäre eigentlich nur die hervorragende technische Seite zu nennen. Die kristallklaren, mitunter farbenprächtigen Aufnahmen und ein stimmiger Soundtrack entfachen Urlaubssehnsucht beim Zuschauer. Selbst die kleinen CGI-Effekte schauten fabelhaft aus und gaben nichts zum Meckern.

Fans der „Happy Madison Productions“ (die Produktionsfirma von Adam Sandler) erkennen zudem in kleineren Nebenrollen altbekannte Gesichter (die eigentllich immer in dessen Filmen mitmachen) und erfreuen sich an deren schrägen Auftritten – die kein Auge trocken lassen.

Flach, flacher, „The Wrong Missy“. Der Titel ist irgendwie doof und gerade deshalb auch so unterhaltsam. Ich habe teilweise richtig laut lachen müssen und mich zu keiner Zeit gelangweilt. Dies schafft nicht jeder Film und deshalb muss es einfach eine Empfehlung geben. Wer mit dem speziellen Humor klar kommt, sollte unbedingt mal reinschauen – dank Netflix ist es ja problemlos möglich und ohne Zusatzkosten verbunden.

8/10

Fotocopyright: Netflix

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