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Schlagwort: Komödie (Seite 1 von 18)

Klassentreffen

Inhalt

25 Jahre sind vergangen und endlich treffen sich die alten Klassenkameraden auf einer kleinen Feier wieder. Während zwar einige untereinander geheiratet haben, verloren sich andere komplett aus den Augen und wurden in alle Richtungen verstreut. Je später Abend allerdings, desto emotionaler die Geschichten…

Fazit

Rein von seinem Cast ist „Klassentreffen“ ein recht beeindruckender Titel geworden. Es tummeln sich zwar keine großen internationalen Stars auf dem Filmparkett, dafür jede Menge bekannter Gesichter aus der hiesigen TV-Landschaft – und deren Zusammenspiel machte weitestgehend Spaß, auch wenn technisch nicht Alles ganz rund lief.

Die Handlung war – fast schon erwartungsgemäß – flach und wirkte vielerorts improvisiert. Es schien nur ein grobes Drehbuch vorzuliegen und die Figuren mussten ihre Konversationen augenscheinlich selbst ausformulieren. Das hatte zwar Witz, schien gelegentlich etwas unkoordiniert und nicht immer geschmeidig. Während einige Momente zum Brüllen komisch waren, zogen sich andere Abschnitte wie Kaugummi. Manchmal schienen den Akteuren die Themen auszugehen oder man wusste nicht, wie man den aktuellen Dialog sinnvoll zu Ende bringen konnte.

Technisch war das Geschehen eher durchwachsen. Wie die scheinbar eher spontan entstandenen Gespräche, hielt die Kamera mal da mal da aufs Geschehen und folgte kaum einer geraden Spur. Die Schnitte fielen dabei hart und ohne Übergang aus – so erzeugte man immerhin einen fast dokumentarischen und halbwegs passenden Look, kam manchmal leider auch stockend und unsauber daher.

Als kleiner Fernsehfilm geht „Klassentreffen“ vollkommen in Ordnung. Er punktet in erster Linie mit sympathischen Cast und weniger durch protzigen Rest. Das hinterließ einen leicht kantigen, aber überwiegend seicht-unterhaltsamen Eindruck. Kein Highlight, aber anschaubar und wahrscheinlich ganz schnell wieder vergessen.

6/10

Fotocopyright: Release Company

Luca

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Luca ist ein Meerungeheuer und lebt folgerichtig mit seinen Eltern im tiefen Meer. Eines Tages jedoch wird der kleine Racker pflüge und will unbedingt wissen, woher die seltsamen Menschen in ihren Fischböten stammen und wagt sich ans Land…

Fazit

Wahrscheinlich war auch Luca ein Opfer des erneut gebeutelten Kino-Jahres und erschien infolgedessen direkt im Streaming. Um ganz ehrlich zu sein, wurde uns optisch erneut ein fabelhaftes Erlebnis präsentiert, aber vom filmischen Aspekt bestenfalls solide solide Kost geboten.

So originell die Grundidee an sich auch sein mag, so bodenständig und vorhersehbar der Verlauf jedoch. Man erahnt früh, wie das Hase läuft und wie sich diese Geschichte wohl entfalten wird und so blieben größere Überraschungen schlicht weg aus. Das war im Anbetracht eines jüngeren Zielpublikums zum Glück nicht weiter tragisch und geht somit ausnahmsweise in Ordnung.

Die Animationen waren fabelhaft, die warmen Farben vermittelten Urlaubsfeeling. Das Seeting fühlte sich trotz abstrakt proportionierter Figuren irgendwo glaubwürdig und zum Wohlfühlen an. Alles wirkte wie aus einem Guss und sorgfältig konstruiert. Sicherlich war die Welt etwas kleiner als bei anderen Werken, aber immerhin sehr detailreich und hübsch gestaltet.

Technisch gab es nichts zu bemängeln. Audiovisuell lieferte uns Pixar erneut einen Kracher ab, dessen eigentlicher Inhalt da nicht ganz Schritt halten konnte. Im Kern ist „Luca“ recht bodenständig, unaufgeregt und zielstrebig. Für die Jüngeren mag das trotzdem ein großer Spaß sein, für uns Ältere fehlt da ein bisschen war. Unterm Strich bleibt der Titel aber sehenswert und sympathisch.

7/10

Fotocopyright: Disney

In Berlin wächst kein Orangenbaum

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Aufgrund seiner schweren Erkrankung, kommt Nabil vorzeitig aus dem Gefängnis. Um seine Angelegenheiten zu regeln, nimmt er Kontakt zu einer ehemaligen Liebschaft auf und erfährt erstmals von seiner Tochter…

Fazit

Manchmal sind spontane Entscheidungen nicht immer die Schlechtesten und so konnte ich mich auch nicht über diesen Mediatheken-Vorschlag des Firesticks beschweren. „In Berlin wächst kein Orangenbaum“ ist ein kleiner, aber feiner Film – der trotz der schweren Krankheit und dem absehbaren Tod des Protagonisten so etwas wie Hoffnung vermittelte. Dabei präsentierte man uns von der Technik und vom filmischen Ablauf her wirklich kaum etwas Neues – doch die geschmeidige Zusammenarbeit der Darsteller hat ungemein viel Charme transportiert.

Kida Khodr Ramadan trägt das Geschehen über weite Teile von ganz allein – was natürlich seiner darauf abgerichteten Rolle zu verdanken ist. Er macht seine Sache gewohnt fantastisch und gibt keinen Grund zur Klage. Die Chemie zu seiner Filmtochter hat vollends gepasst und die Wortgefechte mitunter sehr amüsant. Man konnte sich gut in beide Parteien hineindenken und deren Argumentationen verstehen.

Die Handlung an sich war nicht übel, aber im Grunde genommen auch nicht sonderlich innovativ. Man hat alles irgendwo schon einmal gesehen und mit Spannung erwartete Überraschungen blieben leider aus. Immerhin hat der Erzählfluss durchwegs gepasst, so dass man trotz alledem bis zum bitteren Ende am Ball blieb und sich glücklicherweise nie gelangweilt hat.

„In Berlin wächst kein Orangenbaum“ ist ein etwas anderes Vater-Tochter-Drama und lebt vor allem von einem brillanten Kida Khodr Ramadan der hier wieder sein Können unter Beweis stellen konnte. Viel Geld hätte ich für diesen Titel ehrlich gesagt nicht auf die virtuelle Ladentheke geblättert, aber als mehr oder weniger kostenloser Abruf in der Mediathek nimmt man ihn gerne mal mit.

7/10

Fotocopyright: ARD

Rock Star

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Chris träumt von einem Leben als Rockstar auf der großen Bühne. Leider teilt seine Band nicht alle seiner Eigenarten und so kommt es noch vor dem Durchbruch zum Zerwürfnis. Glücklicherweise fungiert seine Freundin als Managerin und so klappt es d beim Einstieg bei einer bereits äußerst erfolgreichen Formation…

Fazit

Das Thema betreffend, ist „Rock Star“ im Grunde kein schlechter Film. Er zeigt auf relativ unterhaltsame Weise wie ein motivierter Musiker mit den richtigen Verbindungen zum Star avanciert und welche Hürden dabei auf seinem Weg lagen. Das Flair vergangener Tage wurde dabei mit Outfits und Stylings hervorragend getroffen, die rockige Mucke rundet den stimmigen Eindruck ab.

Leider fühlt sich der Titel dabei etwas seicht, austauschbar und harmlos an. Zwar gibt es auch mal blanke Brüste zu bestaunen, doch insgesamt gibt sich das Szenario sehr handzahm und vergleichsweise hochgeschlossen. Werke wie „The Dirt“ mögen zwar in einer anderen Zeit adaptiert worden sein, aber hier hinterließ das Geschehen mehr Eindruck und irgendwie auch mehr Nähe zur Realität – zumindest so, wie man sich das Leben der Kerle vorstellt.

Wahlberg und Aniston gaben ein sympathisches Paar und haben prima miteinander harmoniert. Gerade Wahlberg schien für die schillernde Rolle geradezu prädestiniert und hierdurch glaubhaft. Wahrscheinlich gab es auch einige Gastauftritte bekannter Musiker – die mir mangels Kenntnis einfach nicht aufgefallen sind. Die Inszenierung war routiniert und leistete sich keinerlei Patzer. Alles schaut hochwertig und eben wie ein richtiger Kinofilm aus.

Ich bin nicht zu hundertprozentig mit der Materie vertraut und betrachte den Film daher recht neutral. Für mich ist „Rock Star“ trotz seiner starken Momente und netten Darstellern lediglich solide, aber nicht überragend. Die Geschichte hatte kleinere Durchhänger und verlief insgesamt ziemlich vorhersehbar. Für mal eben Zwischendurch schon passabel geeignet, doch letztlich nicht mehr als gehobener Durchschnitt. Ich kann die guten Bewertungen bei Amazon und Co. durchaus verstehen – bin wie bereits erwähnt eben nicht voll mit der Sache verheiratet und bewerte die nüchterne filmische Qualität. Beinharte Metal-Fans rechnen sicherlich noch ein Pünktchen dazu. Für mich bleiben „The Dirt“ oder „The Doors“ einen Ticken besser.

6,5/10

Fotocopyright: LEONINE

Vacation Friends

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Emily und Marcus wollten nur ein paar romantische Tage in Mexiko verbringen, doch die Pläne wurden schon beim Eintreffen im Luxushotel durchkreuzt. Da ihr Zimmer durch eine Panne völlig ruiniert wurde, werden sie vom Pärchen Kyla und Ron in deren riesigem Domizil aufgenommen. Statt ruhiger Tage steht jedoch ein wilder Trip als Drogen und Alkohol an…

Fazit

Streng genommen ist „Vacation Friends“ eine weitere, austauschbare Komödie, die man vielleicht nicht unbedingt gebraucht hätte. Objektiv betrachtet habe ich mich bei den zuweilen relativ platten Gags so köstlich wie schon lange nicht mehr amüsiert und unerwartet großen Gefallen an der Sache gefunden.

Besonders Jon Chena konnte mich wieder überzeugen. Nach seinem eher schwachen Auftritt in letzten „Fast and the Furios“ hat ihm diese lockere Rolle wieder besser gestanden und sichtlich Spaß gemacht zu haben. Seine Präsenz verleiht dem zuweilen recht vorhersehbaren Treiben einen ungemeinen Charme und trotz mancher schräger Eskapaden konnte man seiner Figur nie böse sein.

Überhaupt hat die Chemie aller Darsteller hervorragend gepasst und so viele eher dürftig gescriptete Passagen dennoch sehenswert gemacht. Es wurde nie langweilig und die Zeit verging fast wie im Flug. Man hat zwar alles irgendwo schonmal gesehen oder konnte sich diverse Ereignisse relativ einfach herleiten, doch schmälern tat dies die gute Unterhaltung nicht im Geringsten. Man konnte sich fallen lassen und das Geschehen genießen.

Vermutlich hatte „Vacation Friends“ nie den Anspruch das Genre neu zu definieren oder mit etwas Außergewöhnlichem zu bereichern. Er ist trotz seiner verrückten Art fast schon ein wenig konservativ gestrickt, trifft aber dennoch zu den passenden Momenten den richtigen Nerv. Als seichte Angelegenheit für mal eben Zwischendurch hat mir das Teil jedenfalls eine gute Zeit bereitet und für ordentlich Lacher gesorgt. Wer solche Filme mag, wird auf seine Kosten kommen und manch Logiklücken sowieso nicht weiter hinterfragen.

7/10

Fotocopyright: Disney

Eine wie keiner

Inhalt

Padgett kommt aus einfachen Verhältnissen, doch kann dank ihrer Kariere im Internet dennoch mit ihren Freundinnen mithalten. Als sie jedoch eines Tages ihren Freund beim Fremdgehen erwischt, alles live dokumentiert und dadurch Follower und Sponsor verliert, muss sie ihre Taktik neu überdenken. Erst mit einem neuen erfolgreichen Format kann sie wieder Kohle für das Studium erwirtschaften und so muss der naive Cameron für eine perfide Wette herhalten…

Fazit

Obwohl sich dieses Werk als offizielles Remake von „Eine wie keine“ ausgibt, waren die Parallelen (zumindest zu dem, was ich vom Original noch sehr wage im Gedächtnis hatte) eher gering. Im Grunde geht es um die altbackene Wandlung vom hässlichen Entchen, welches zu einem hübschen Schwan wird – nur eben diesmal mit einem Kerl im Mittelpunkt des bizarren Treibens.

Der Film richtet sich klar an das junge (weibliche) Publikum und macht seine Sache dafür sicherlich nicht schlecht. Für mich plätscherte alles ein wenig vor sich hin und kam nie so recht in die Gänge – die Zielgruppe wird es wohl wenig stören und ihren Spaß bei dem auf zeitgemäß getrimmten Szenario haben.

Technisch gab es dagegen wenig zu mäkeln. Optisch schaut das Teil absolut hochwertig aus und der eingängige Soundtrack kam mit einigen bekannten Klassikern daher. Besonders hier schlug man einigermaßen gekonnt die Brücke zu den Vertretern aus der eigenen Jungend – denn so manch Track wurde direkt hieraus entliehen.

Die Darsteller fügten sich natürlich perfekt zur Hochglanz-Optik ein und selbst das hässliche Entlein war zu Beginn nicht einmal sonderlich hässlich. Man sollte sich bewusst sein, dass hier überwiegend übertrieben gestylte und extrem geschminkte Modells umherlaufen und somit nicht alles direkt an das wahre Leben erinnert.

Ich habe den Film zusammen mit einer Freundin geschaut, denn allein wäre das Gebotene höchstwahrscheinlich nicht für mich geeignet gewesen. Das angepeilte Publikum wird sicherlich gut unterhalten werden und mit den harmlosen Gags seinen Spaß haben, der Rest wendet sich entgeistert hab. Sagt euch das Thema zu, wagt gerne einen Blick – habt ihr aufgrund der Inhaltsangabe so eure Bedenken, dann verzichtet lieber.

5,5/10

Fotocopyright: Netflix

Nena – Viel mehr geht nicht

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Das Leben von Teenagerin Nena ist nicht einfach. Während die erste Liebe an die Tür klopft, macht ihr die Trennung der Eltern und vor allem die neuerlichen Selbstmordversuche des Vaters große Sorgen…

Fazit

„Nena“ ist ein so ungewöhnlicher, wie frischer Film – der neben einer tollen Hauptdarstellerin mit einem überragenden Uwe Ochsenknecht auffahren konnte.

Obwohl das Thema „Erwachsenwerden“ wahrlich kein Neuland mehr darstellt, so fühlen sich viele Elemente dennoch unverbraucht und entsprechend unterhaltsam an. Dabei haben die Macher zwar einige schräge Passagen inkludiert, keineswegs die Authentizität aus den Augen gelassen. Befremdliche Momente relativieren sich relativ schnell und der Erzählfluss wird nicht geschmälert.

Der Verlauf war kurzweilig und interessant. Man kann sich in viele Situation hineindenken, während man sich mit anderen irgendwie arrangieren konnte und sie als weiteren unvorhersehbaren Aspekt gerne mitnahm. In so einigen Momenten konnte man sogar Parallelen zu eigenen Erfahrungen feststellen und das sorgte für erhöhte Aufmerksamkeit. Mag irgendwie komisch klingen, aber war tatsächlich so.

Die Darsteller haben ihre Sache sehr gut und vor allem glaubhaft gemacht. Wie Eingangs erwähnt konnte Ochsenknecht mit seinem Auftritt im Rollstuhl überaus punkten und für nachdenkliche Minuten sorgen. Seine Filmtochter war nicht nur charmant und aufgeweckt, sondern ebenfalls toll von ihrer Leistung her gewesen. Die Chemie hat gepasst und so man Dialog in auswegloser Lage doch irgendwie wieder Mut gespendet.

„Nena“ war ein kleiner, aber vielschichtiger Film. Er hebt sich durch Tiefgang von vielen Konkurrenten ab – ohne in seinen dramatischen Abschnitten zu deprimierend rüber zu kommen. Man ging nicht nur behutsam mit dem Älterwerden, sondern auf dem Tod um und verlor dabei nie seine erwähnte Leichtigkeit. Sicherlich kein Film für jeden Tag, aber ein Insider-Tipp für alle, die am Thema interessiert sind.

7/10

Fotocopyright: Lighthouse Home Entertainment

Free Guy

Inhalt

Das Leben von Guy folgt fest definierten Mustern und viele Ereignisse wiederholen sich entsprechend oft. Bis zu einem gewissen Tag weiß Guy weiß allerdings nicht, dass er nur ein künstlicher Statist in einem Computerspiel ist und er lediglich zur Unterhaltung anderer, realer Menschen dient…

Fazit

Originell und zeitgemäß. Mit diesen Worten würde ich das Gebotene kurz zusammenfassen. Mangels Alternativen (alles Andere gabs bereits im Stream) ist „Free Guy“ mein erster Kinofilm seit rund zwei Jahren geworden und ich verließ den Raum am Ende mit einem breiten Grinsen im Gesicht – was nicht nur an meiner charmanten Begleitung lag.

Sicherlich ist die Grundgeschichte simpel, nicht jeder Gag ein Highlight und manch darstellerische Leistung jenseits von Gut und Böse, aber das Konzept des Popcorn-Kinos ging vollkommen auf. „Free Guy“ vereint aktuelle popkulturelle Dinge (Videospiele, Sprechweisen, etc.) und bastelt ein kurzweilies Event hieraus. Vermutlichen lassen sich nicht alle Elemente mit purer Logik nachvollziehen, doch sollte man sich diesbezüglich gedanklich frei machen und keinen Anstoß daran finden.

Der Film steckt voller kleiner Details, die vor allem das Herz der Gamer (und somit seiner primären Zielgruppe) höher schlagen lassen. Auch ohne tiefere Kenntnis von beispielsweise „Fortnite“ hatte ich dank Anleihen aus anderen Klassikern („GTA“, „Half Life 2“) dennoch meine Freude und konnte gut folgen. Obendrein gab es kurze Einspieler größerer YouTuber, bei denen ich sogar den ein oder anderen wiedererkannt habe.

Wenn jemand gut in die Rolle des Guy gepasst hat, dann Ryan Reynolds. Seine Weise hat wie die berühmte Faust aufs Auge gepasst und das Geschehen über weite Teile von selbst getragen. Manchmal erinnerte sein Auftritt ein wenig an „Deadpool“, aber das war keineswegs negativ aufzufassen. Hier hat manch übertriebene Aktion wirklich gepasst und am Ende gabs einen dazu passenden Boss-Kampf obendrein. Technisch gab sich das Treiben natürlich zeitgemäß – mit schönen CGI-Effekten und solidem Sound.

Ich habe schon oft genug erwähnt, dass man hin und wieder auf Tiefgang verzichten kann und sich mit eher einfach gestrickten Werken prima anfreunden kann. „Free Guy“ ist hierfür ein typisches Beispiel, welches natürlich stark auf ein bestimmtes Publikum abgerichtet ist. Auch wenn der Streifen insgesamt keine neue Referenz darstellt und einige Logikschwächen nicht von der Hand zu weisen waren, hat der Kinoabend mächtig Spaß gemacht. Schaut euch den Trailer an und entscheidet, obs was für euch sein könnte – oder ihr später daheim eine Annäherung probiert.

7,5/10

Fotocopyright: 20th Century Studios

Jay and Silent Bob Reboot

Inhalt

Erneut soll ein Film über die stadtbekannten Kiffer Jay und Silent Bob gedreht werden und erneut wollen unsere Helden dies verhindern. Sie machen sich auf die Reise zu einer Convention, um den Regisseur Kevin Smith persönlich zur Rede zu stellen…

Fazit

Der Inhalt ist so bescheuert, wie es die grobe Beschreibung bereits vermuten lässt. Smith philosophiert in diesem Streifen nicht nur über Remakes und Reboots, sondern setzt hier quasi selbst auf ein Reboot bzw. aber auch irgendwie eine Fortsetzung seines eigenen Werkes aus dem Jahr 2001. Streng genommen ist dieser Film allerdings nicht sein Bester, doch schon wieder auf eigene Weise unterhaltsam und gespickt mit viel Fan-Service.

Ich habe den Streifen bei seinem damaligen Erscheinen selbstverständlich im O-Ton geschaut und nun dank Prime die deutsche Variante nachgeholt. Wie erwartet gingen bei der Übersetzung wieder einige Gags verloren und die Stimmen wurden nicht immer passend gewählt, doch unterm Strich war das Ganze dennoch halbwegs passabel anschaubar. Die Filme von Smith leben von ihren Dialogen – deren „Eindeutschung“ wohl nicht immer einfach ist und für jedes Label gewisse Probleme erzeugen.

Der Film an sich ist schwer zu greifen. Der grobe Ablauf ist fast mit „Jay und Silent Bob schlagen zurück“ identisch, nur währenddessen gibt es ein paar Änderungen – die den Charakter eines Reboots trotzdem nicht vollends abschütteln können oder wollen. Viele Dinge fühlen sich extrem vertraut an, worin hier allerdings auch wieder die Stärke des Ganzen liegt.

Die Dichte bekannter Gesichter ist gewohnt hoch, Themen derer Gespräche für Kenner keine echte Überraschung und natürlich jede Menge Schmutzler wert. Auf der einen Seite ist deren gewohnter Auftritt schön, auf der anderen Seite deren Weiterentwicklung ein kleiner Schritt nach Vorn. Trotz zuweilen derben Humors unter der Gürtellinie, fühlt sich der Titel gegenüber seinem Vorgänger stellenweise schon einen Ticken reifer an – was im Anbetracht der alternden Zuschauer sicherlich keine Fehlentscheidung war.

Über Sinn und Unsinn des gesamten Konstruktes lässt sich vortrefflich streiten. Ich mag den Stil von Smith, hatte auch hier enorm viel Spaß – doch unterm Strich blieb ein kleiner Beigeschmack und vielleicht auch ein wenig Enttäuschung zurück. Der Film war zweifelsohne kurzweilig, aber irgendwie auch nicht richtig gut. Neueinsteigern rate ich mangels benötigter Vorkenntnis dringend ab, alte Hasen schauen unabhängig von Bewertungen ja sowieso rein und machen sich ihr eigenes Bild. Smith lieferte viel für seine Anhänger – aber eben keinen richtigen Kracher klassischer Machart. Schauen wir mal was „Clerks 3“ mit sich bringt…

7/10

Fotocopyright: Universal Pictures Germany GmbH

Space Jam: A New Legacy

Inhalt

Nach der Vorführung eines bahnbrechenden neuen Computersystems wird der berühmte Sportler LeBron James mitsamt seines kleinen Sohnes in die Welt der Bits und Bytes gezogen. Die einzige Fluchtmöglichkeit aus dieser bizarren Welt besteht aus einem Sieg bei einem Basketball-Spiel gegen eine Truppe übermächtiger virtueller Konkurrenten…

Fazit

Die Kritiken waren überwiegend negativ und so wirklich viel Lust hatte ich auf den Titel zunächst auch nicht. Irgendwie habe ich mich dann doch zu einer Sichtung aufgerafft – und war aus meiner cineastischen Sichtweise doch angenehm vom Resultat überrascht worden.

Die Rahmenhandlung war zunächst wenig originell und fühlte sich lediglich wie eine moderne Variante seines Vorgängers an. Das Setting wurde an aktuelle Gegebenheiten angepasst und optisch bewegte man sich auf einem entsprechenden Level. Nicht nur die Zeichnungen, sondern auch die mit Hilfe von CGI animierten Figuren und Areale sahen wunderschön und teilweise extrem beeindruckend aus.

Eigentliches Highlight aber waren aber die vielen Anspielungen auf Produktionen des Hauses Warner bzw. die Einbindung bekannter Charaktere. So fanden nicht nur Figuren aus „Matrix“ ihren Weg ins Publikum, sondern auch Vertreter aus „Game of Thrones“, „Batman“, „Scooby Doo“ oder gar King Kong höchstpersönlich waren anwesend. Klar waren diese Gäste nur eine Randnotiz, aber ich fühlte mich davon ähnlich mitgenommen wie in „Ready Player One“.

Wie schon sein Vorgänger ist auch der aktuelle Teil ein gelungener Spaßfilm für Zwischendurch. Er ist kein tiefgründiges Meisterwerk und hat mit Logik oder dergleichen nichts an Hut – er ist schlichtweg ein Film für Kinder, bei dem die Erwachsenen dank vieler vertrauter Elemente ebenfalls ihre Freude haben. Audiovisuell braucht man sich definitiv nicht vor der Konkurrenz zu verstecken und das Aufgebot bekannter Gesichter – abseits der Filmcharaktere – nicht von schlechten Eltern. Mit den passenden Erwartungen und einem cineastischen Faible also ein erfreulich lohnender Titel mit hohem Unterhaltungswert.

7/10

Fotocopyrigt: Warner Bros (Universal Pictures)

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