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Schlagwort: Horror (Seite 1 von 15)

Sløborn – Staffel 2

Inhalt

Evi hat es zurück auf die Insel und in die Arme ihrer Brüder geschafft, doch von ihren Eltern gibt es nachwievor keine Spur. Sie arrangieren sich mit dem Leben mit wenigen anderen Überlebenden, wissen allerdings auch nicht, wie es im Rest der Welt mit der Pandemie ausschaut. Bald werden auch neue Gefahren auf sie zukommen…

Fazit

Kaum habe ich die ersten Staffel auf Netflix abgeschlossen, stand auch schon die Fortsetzung in der Mediathek vom ZDF zum Abruf bereit. Lange habe ich natürlich nicht gefackelt und die Produktion am Wochenende komplett durchgezogen.

Die Geschehnisse knüpfen nahtlos an die Vorherigen an. Noch immer befinden wir uns auf Sløborn und treffen auf vertraute Gesichter. Aufgrund der herrschenden Isolation und Einsamkeit konnte man sich gut in deren Lage hineindenken und schmerzlich mit ihnen fühlen. Die Thematik hat nichts an Aktualität verloren und zeigt schmerzliche Parallelen zu realen Gegebenheiten auf.

Besonders gut hat Alvart die trostlose Atmosphäre eingefangen. Die leeren Straßen sorgen für Gänsehaut und lassen uns prima darin abtauchen. Dabei wirkt das Gebotene glaubhaft und nicht einfach wie bei einem 08/15-Endzeitfilm dahingeklatscht. Alles hat einen verständlichen Ursprung und eine konsequente Weiterentwicklung erlebt.

In den gerade einmal 6 Episoden macht die Handlung keine extremen Sprünge, gefiel aber mit dichter und ungemein spannender Erzählweise. Es gab keinerlei Durchhänger und man blieb gebannt am Ball. Die großartigen Darsteller wuchsen weitestgehend ans Herz (sofern nicht durch den Vorgänger schon geschehen) und boten interessante Eindrücke in deren unterschiedlichen Verhaltensweisen.

Zum Horror gesellte sich die Gesellschaftskritik noch deutlicher hinzu. Eindrucksvoll erleben wir erneut, wie Menschen sich in Extremsituation verändern, aber auch wie so etwas zusammenschweißen kann. Richtig gut gefiel hierbei die Zeichnung von Gruppendynamiken und wie schnell eine aussichtsreiche Stimmung noch einmal umschlagen kann.

„Sløborn“ geht ein bisschen in die Richtung „Herr der Fliegen“ und macht grundsätzlich wieder alles richtig. Die Spannungskurve passt und der Unterhaltungswert ist gegeben. Man suchtete das neue Futter innerhalb kürzester Zeit durch und bot am Ende einen Cliffhanger, der natürlich zum Dranbleiben animiert. Ich freue mich jedenfalls schon auf weiteres Material!

8/10

Fotocopyright: ZDF

Die Einöde

Inhalt

Eine kleine Familie flüchtet vor dem Krieg aufs Land. Sie verbringen ihre Tage in der Einöde, bis sich der Vater zum Aufbruch entscheidet. Bange warten Frau und Sohn auf seine Wiederkehr und erleben währenddessen die Hölle in der Einsamkeit…

Fazit

Für viele Filme muss man in einer gewissen Stimmungslage sein und „Die Einöde“ macht da keine Ausnahme. Der Titel ließ schon vermuten, dass es hier etwas ruhiger zugehen könnte – und genau hier teilt sich die Spreu vom Weizen.

Zu Beginn der Erzählfluss noch ganz in Ordnung, doch spätestens als der Vater den Rest verlässt wird das Geschehen zu einem Kammerspiel, bei dem Aufmerksamkeit abverlangt wird. Man konzentriert sich ganz auf die beiden verbleibenden Personen, was mitunter recht anstrengend erschien.

Die Bilder insgesamt waren zwar sehr hochwertig, aber auch sehr ruhig und boten optisch wenig an Abwechslung. Es gab eigentlich nur die kleine Hütte und mal kurze Ausschnitte vor deren Tür, weitere Schauplätze Fehlanzeige. Das muss nicht unbedingt verkehrt sein (ich liebe effiziente Filme ohne großen Aufwand), machte die Sache hier allerdings nicht viel runder.

Der Horror war erwartungsgemäß subtil und endete nicht in Gewaltexzessen. Die Einsamkeit und Ungewissheit waren greifbare Ausgangslagen, doch nur bis zu einem gewissen Punkt mitgehen konnte. Irgendwann übernahm das „Übersinnliche“ die Kontrolle und man konnte dem Geschehen dann nur noch relativ emotionslos beiwohnen.

Die Darsteller haben ihre Sache gut gemacht, ohne sonderlich aus dem Rahmen zu fallen. Natürlich war der kleine Junge aber besonders hervorzuheben, denn er hat für sein junges Alter doch wirklich gut performt. Ansonsten wurde die ordentliche Optik bereits erwähnt, der Soundtrack war eher unauffällig.

„Die Einöde“ setzt auf Effektivität, was in diesem Falle wenige Kulissen und eine überschaubare Anzahl an Figuren bedeutet – und damit leider nur ein eingeschränktes Ergebnis liefert. Das Treiben kommt zu schwerfällig in die Gänge und macht im letzten Drittel auch keinen verlorenen Boden mehr gut. Sicherlich mag die langsame und eher unterschwellige Art dem Ein oder Anderen gefallen – mein Ding ists allerdings nicht und so gibt es nur eine eingeschränkte Empfehlung.

5/10

Fotocopyright: Netflix

Resident Evil: Welcome to Raccoon City

Inhalt

Auf der Suche nach ihrem Bruder, kehrt Claire Redfield in die alte Heimat zurück. Nach dem Abzug des großen Arbeitgebers Umbrella ist mittlerweile eine echte Geisterstadt entstanden, doch eine Notbesetzung harrt weiterhin aus. Die letzten verbleibenden Einwohner und Polizisten sind jedoch nicht allein und grausame Experimente des zweifelhaften Konzerns bliebe zurück…

Fazit

Viele Fans der Videospiele waren nicht glücklich mit den Adaptionen von Paul W. S. Anderson, aber immerhin waren sie unterm Strich kurzweilige Spaßtitel für Zwischendurch. Nun schickt sich mit „Welcome to Raccoon City“ ein Reboot an – welches zumindest nach den ersten Trailer Lust auf Mehr gemacht hatte.

Vorweg (und mit Blick auf die Wertung) sei gesagt, dass auch hier die Macher nicht ins Schwarze treffen konnten. Man bot zwar jede Menge an Fan-Service, doch so richtig munden möchte das Ergebnis dennoch nicht. Viele Szenen fühlten sich zu bemüht an. Es gab zwar stets einen gewissen Widererkennungswert zur Vorlage, doch irgendwie wirkten diese Momente zu konstruiert und mit aller Macht zu gestellt und ohne sinnvolle, eigene Ideen.

Schlimmer jedoch Cast und die Handlung an sich. Wenn man schon so viel aus den Spielen adaptiert, warum hat man dann nicht dessen Schauspieler oder zumindest dessen Geschichte übernommen? Die Figuren agierten hölzern und grundsätzlich alles andere als glaubhaft in ihren Rollen. Man hat vollkommen überzeichnete Facetten hinzugefügt und manche neuen Details oder auf witzig getrimmten Dialoge wären überhaupt nicht nötig gewesen.

Man griff viele Elemente, wie auch Schauplätze auf, verwurstete sie teilweise etwas anders als wir es gewohnt sind und das fühlte sich komisch an. Entweder hätte man sich mehr auf die Action im Revier bzw. der Stadt oder dem unheimlichen Anwesen konzentrieren sollen. So versuchte man alles abzudecken und pfiff auf ein besseres Drehbuch, wollte mit Gewalt alles unterbringen.

Durch seine Ortswechsel und dem Abarbeiten von Teilen der ersten beiden Games hätte man eigentlich von reichlich Tempo ausgehen können, doch hier war in meinen Augen der aller größte Knackpunkt. Der Film war langweilig. Am Anfang war man noch guter Dinge und hoffte auf den großen Spaß in der zweiten Hälfte, aber Nada. Das Ding kam nie in die Gänge und verzichtete auf ein fuluminantes Finales. Man ließ das Treiben mehr oder weniger auflaufen, gab uns eine Witzfigur als Endgegner. Ob das „Ende auf Sparflamme“ vielleicht dem Budget geschuldet ist, vermag ich nicht zu sagen.

Die Umsetzungen mit Mila schossen sicherlich extrem am Ziel vorbei, boten aber immerhin kurzweilige Unterhaltung für Zwischendurch. „Welcome“ gibt sich zwar um Nähe zu den Spielen etwas mehr bemüht, scheitert aber mit langatmiger Erzählweise, schlechten Darstellern und unausgegorenem Drehbuch. „Silent Hill“ hats vorgemacht, doch erneut bekommt das „Resi-Franchise“ keinen angemessenen Gruselstreifen spendiert. Fans schauen sich lieber bei den Produktionen von Netflix um und setzen diesen Film am besten auf die „Ignorieren“-Liste. Wir haben hier zwar keinen Totalausfall, aber einen schnarchigen Zombie-Vertreter (mit wenigen Zombies) vor uns.

5/10

Fotocopyright: Constantin Film (Universal Pictures Germany GmbH)

Die Zwei

Inhalt

Zwei Menschen erwachen gemeinsam in einem fremden Bett. Sie sind nackt und perfiderweise aneinander zusammengenäht. Sie scheinen weder sich, noch die Hintergründe für diese Tat zu kennen…

Fazit

Für Filme wie diesen muss man Netflix einfach lieben. Sicherlich ist den Spaniern hier insgesamt nicht der aller größte Wurf gelungen, doch ein kleiner Geheimtipp für Freunde des ungewöhnlichen Abenteuers auf jeden Fall.

„Die Zwei“ warf Akteure, wie Zuschauer ins kalte Wasser und rekonstruiert seine Handlung erst nach und nach. Dabei kann der Außenstehende zwar wenig miträtseln, sich dennoch eines immer klarer werdenden Bildes erfreuen. Sicherlich ist hier so Einiges an den Haaren herbei gezogen, der Spannung und der mysteriösen Stimmung tat dies keinen Abbruch.

Mit knapp über einer Stunde Nettolaufzeit war das Werk nicht sonderlich lang, aber genau richtig konzipiert. Seine im Grunde recht überschaubare Handlung wurde hierdurch nicht überstrapaziert und keine Sekunde langweilig. Zudem baute man recht behutsam ein paar unerwartet lustige Situationen ein, die das düstere Konzept jedoch nicht verwässerten.

Das Aufgebot der Darsteller war überschaubar und an einer Hand abzuzählen. Die paar wenigen Beteiligten haben ihre Sache aber sehr gut gemacht und gaben keinen Grund zur Klage. Vor allem hat die Chemie der beiden Hauptakteure gepasst und so manche – man möchte sagen leicht überstürzte Aktion – nicht mehr ganz so unglaubwürdig eingebracht.

In der Kürze liegt bekanntlich die Würze und das trifft bei „Die Zwei“ auch absolut zu. Zu Videotheken-Zeiten hätte ich mich vielleicht ein wenig über das „magere“ Vergnügen geärgert, doch als Abo-Inklusiv-Artikel war die Freude dann umso höher. Wie Eingangs erwähnt lieferten die fleißigen Spanier nicht den ultimativen Thrill, aber ein beachtliches Werk für Zwischendurch.

7/10

Fotocopyright: Netflix

Sløborn – Staffel 1

Inhalt

Sløborn ist eine kleine verschlafene Nordseeinsel und nur selten im Zentrum von weltbewegenden Ereignissen. Als jedoch ein Boot mit Leichen angeschwemmt wird, bricht das Unbehagen aus. Eine schlimme Seuche macht sich breit und die Eindämmung gestaltet sich als extrem schwierig…

Fazit

Gerade in der heutigen Zeit sind die Menschen wohl etwas sensibilisiert für Produktionen, die sich mit Pandemien beschäftigen und teils drastische Bilder zeigen. „Sløborn “ ist jedoch vor der aktuellen Eskalationslage entstanden und trug hierdurch glücklicherweise auch nie den Beigeschmack des schnellen Geldes. Vielmehr steht – zumindest am Anfang – weniger das dramatische Großereignis, vielmehr die Alltags-Schicksale seiner einzelnen Anwohner im Fokus. Und das haben die Produzenten auf eigene Weise richtig gut in Szene gesetzt.

Schon auf den ersten Blick fällt die extravagante, fast schon künstlerische Optik ins Auge. Mit warmen Farben, harten Kontrasten und interessanten Kameraperspektiven wird ein eigenwilliger, jedoch extrem hochwertiger Look geschaffen. Alles fühlt sich nach großen Kino an und das Abtauchen fiel da umso einfacher.

Bei den Darstellern gab es bekannte Gesichter aus der hiesigen Fernsehlandschaft zu erblicken und an deren Leistung hier keineswegs etwas zu beanstanden. Erneut hat mir Wotan Wilke Möhring sehr gut gefallen, wobei ihm seine Filmtochter Emily Kusche in Nichts nach stand und meist sogar eine noch wichtigere Rolle im Gesamtbild einnahm. Überhaupt haben alle ihre Sache hervorragend gemacht und trugen mit ihrem zuweilen recht befremdlichen Auftreten ihren Teil zum gelungenen Grusel bei.

Die Handlung war im Grunde gar nicht mal so originell oder tiefgründig, doch seine unkonventionelle Machart gab dem Ganzen einen andere Sichtweise. Viele Momente waren verdammt nah an der Realität und gaben der Produktionen gerade im letzten Drittel immense Schübe an Gänsehaut. Man könnte meinen, dass die Macher sich ausführlich mit dem Thema beschäftigt und Fachleute hinzugeschaltet haben – und nun zu echten Experten geworden sind und die derzeitige Lage sicherlich gut einsortieren können.

Durch seine irgendwie leicht bizarre Machart mit schrägen Charakteren und einem recht unvorhersehbaren Verlauf zog die ersten Staffel von „Sløborn“ in ihren Bann. Plätscherte die erste Folge noch etwas vor sich hin, nahm das Geschehen alsbald ordentlich an Fahrt auf und ließ uns bis zum bitteren Ende nicht mehr vom Haken. Die vielen Parallelen zur aktuellen Realität waren beängstigend und packend zugleich. Wer mit dem Thema keine Probleme hat und grundsätzlich nichts gegen europäische Produktionen hat, sollte unbedingt mal reinschauen. Ich fiebere einer (wohl zum Glück bereits genehmigten) Fortsetzung entgegen und kann nur eine warme Empfehlung aussprechen.

8,5/10

Fotocopyright: Tobis (Vertrieb LEONINE)

The Dark Pictures Anthology: House of Ashes (PC, PS5)

Inhalt

Amerikanische Truppen stoßen im Irak auf den letzten Widerstand und einen geheimnisvollen Zugang zu mysteriösen Gängen unter der Erde. Scheinbar sind sie auf die Überbleibsel eines alten Tempels gestoßen, doch haben zugleich auch seine unliebsamen Bewohner geweckt…

Gameplay

Wer die Vorgänger (Men of Medan, Little Hope) kennt, der weiß auch hier sofort, wie der Hase läuft. „House of Ashes“ lebt von langen Zwischensequenzen und gelegentlichen Interaktionsmöglichkeiten, die sich meist auf kurzes Steuern von Figuren, dem genaueren Betrachten von Gegenständen und simplen Quicktime-Events beschränken.

Der Spieler schlüpft in vorgegebener Reihenfolge in die Haut von verschiedenen Charakteren und erkundet die Umgebung. Die Areale sind dabei sehr schlauchartig aufgebaut und interessante Hotspots mit gut sichtbaren Lichtblitzen deutlich markiert. Man kann sich eigentlich nie verlaufen und muss sich um das Verpassen von notwendigen Hinweisen keine Gedanken machen. Es gibt zwar immer mal wieder kleinere Abzweigungen, doch in den arg eingeschränkten Bereichen findet man schnell wieder auf den rechten Pfad.

In der Regel entscheiden Quicktime-Events über die Stärke eurer Truppe. Bei falschen Eingaben kann ein Teamkollege das zeitliche Segnen und die folgenden Zwischensequenzen verändern sich dann entsprechend. Je nach Schwierigkeitsgrad kann eingestellt werden, ob ein frühzeitiger Hinweis auf baldiges Tastengehämmer aufmerksam machen soll.

Spielzeit

Die genaue Spielzeit habe ich nicht gestoppt, würde sie jedoch auf rund 4 bis 5 Stunden schätzen. Ich kam in den letzten Tagen leider immer nur sporadisch zum Zocken und muss mich bei diesen Angaben auch ein wenig auf das allgemeine Echo aus dem Netz verlassen.

Zwar besitzt das Werk durch unterschiedliche Entscheidungen bzw. variablen Ergebnissen von Quicktime-Events einen gewissen Wiederspielfaktor, aber das muss jeder für sich selbst einordnen. Ich lege die Games nach dem Durchzocken erstmal zur Seite und schaue – wenn überhaupt – erst längere Zeit später wieder rein und probiere erst dann weitere Abzweigungen aus.

Präsentation

Abgesehen vom Setting gleicht „House of Ashes“ grafisch seinen Vorgängern. Die Kulissen wurden stimmig konzipiert und meist überzeugt die Optik auch. Hin und wieder drüben grob aufgelöste Texturen und kleinere Clippingfehler das Gesamtbild, doch darüber konnte man einigermaßen hinwegschauen.

In den ersten Teilen fiel es mir nicht so stark auf, doch hier wirkten die Charaktere manchmal die Puppen. Während die Mimik bei Dialogen eigentlich immer normal rüberkommt, macht die seltsame Körperhaltung und die schrägen Gesichtsanimationen bei manchen Zwischensequenzen einen extrem komischen Eindruck.

Die deutsche Vertonung ist okay, aber nicht das Maß aller Dinge. Die Sprecher passten, hin und wieder hätten sie etwas emotionaler zur Sache gehen dürfen. Untertitel sollte man jedoch nicht komplett deaktivieren, da einige Passagen auf arabisch vorgetragen wurden.

Positiv

  • ansprechende Präsentation
  • grundsätzlich interessante Handlung
  • tolles Setting
  • witziges Spielkonzept

Neutral

  • überschaubare Spielzeit
  • einfache Quicktime-Events
  • Identifikation mit den Figuren nur bedingt möglich

Negativ

  • wenig Interaktion
  • schlauchartige Abschnitte
  • Charaktere wirken manchmal wie Puppen

Fazit

Wer die Vorgänger möchte und somit auch weiß worauf man sich hier einlässt, der erhält erneut eine nette Gruselmär mit eingeschränktem Gameplay-Elementen. Ich zocke solche Titel jedenfalls recht gern und ärgere mich von daher nicht über das grundsätzliche Design – würde „House of Ashes“ aber aber auch nicht als den stärksten Vertreter seiner Gattung ansehen.

Die Geschichte war ansprechend, die Ausarbeitung stellenweise etwas lahm und gut gemeinte Dinge (z.B. Freundschaft verfeindeter Parteien) wirkten etwas aufgesetzt und nicht vollends überzeugend zu Ende erzählt. Das sind Mankos, die bei der überschaubaren Spielzeit und einigen temporeichen Momenten glücklicherweise relativ schnell vergessen sind und von daher möchte ich gar nicht so sehr Meckern.

Für ein paar kurze Abende wurde ich jedenfalls passabel bei Laune gehalten – auch wenn ich diesen Titel qualitativ hinter seinen direkten Vorgängern einordnen möchte. Fans der Reihe machen jedoch nichts verkehrt.

Grafik: 8/10
Sound: 7/10
Gameplay: 4/10
Gesamt: 6,5/10

Fotocopyright: Supermassive Games / BANDAI NAMCO Entertainment

Escape Room 2: No Way Out

Inhalt

Die Gewinner aus den bisherigen „Escape Room“-Turnieren, werden zusammengepfercht und erneut perfiden Ideen der Entwickler ausgesetzt. Unter diesen unfreiwilligen Teilnehmern befindet sich auch Zoey, die mit den Veranstaltern eine gewaltige Rechnung offen hat und sie endgültig enttarnen will…

Fazit

Eine Kenntnis des Vorgängers ist zwar nicht unbedingt notwendig, könnte aber ein wenig bei der Orientierung von „Escape Room 2“ helfen. Erneut ist die grobe Rahmenhandlung aber eher simpel gestrickt und konzentriert sich ganz auf die mit Rätseln gespickten Räumlichkeiten.

Die Anzahl der Schauplätze fiel eher gering, dafür umso detaillierter gestaltet aus. Mit unglaublich viel Liebe wurden die extrem unterschiedlichen Locations aufgebaut und diese wirken auf den ersten Blick fast schon erschlagend.

Es gab viel fürs Auge, allerdings wenig zum Miträtseln. Man war als Zuschauer nicht nah genug an der Materie und bekam von den Akteuren auch zu wenig Brocken für eigene Gedankengänge vorgeworfen. Sobald ein passendes Element erschien, wurde es sogleich auch entsprechend verwendet.

Fairerweise möchte ich den Machern diesbezüglich aber keinen Vorwurf machen. Nicht jeder Betrachter möchte Hirnschmalz investieren und zu Gunsten der kurzweiligeren Unterhaltung war da aktuelle Design absolut in Ordnung. Es ging stets munter voran und selbst wenn nicht jede Aktion zu hundertprozentig nachvollziehbar erschien, konnte man gut zuschauen.

Wer den ersten Teil mochte, wird auch die Fortsetzung in Ordnung finden. Klar besitzt das Teil ein paar technisch bedingte Einschränkungen, doch aus seiner Lage macht man wirklich das Beste. Stellenweise kamen leichte „Cube“- oder „Saw“-Vibes auf und ich fühlte mich unterm Strich echt brauchbar bei Laune gehalten. Über Sinn und Glaubwürdigkeit möchte ich gar nicht erst nachdenken und gebe „Escape Room 2“ somit grünes Licht für alle Interessierten.

6/10

Fotocopyright: Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

Book of Blood

Inhalt

Eine von seltsamen Störungen geplagte und scheinbar von fremden Mächten gejagte Dame büxt von zu Hause aus und findet in einer kleinen Pension Unterschlupf. Eigentlich wollte sie dort nur für eine Nacht verbringen, doch die liebevollen Gastgeber laden zum weiteren verweilen ein. Noch ahnt sie nicht, welches schreckliche Geheimnis in deren Wänden lauert…

Fazit

Die Werke von „Clive Barker“ könnten qualitativ manchmal kaum unterschiedlicher sein, sind aber meist einen zumindest kleinen Blick wert. Auf „Book of Blood“ habe ich mich aber wirklich gefreut und an diesem Halloween endlich in seiner deutschen Synchronfassung zu Gesicht bekommen. Bei einer endgültigen Empfehlung bin ich mir unschlüssig, möchte aber die Stärken des Titel auch keineswegs unerwähnt lassen.

Auch wenn die Handlung mit einigen Sonderbarkeiten und Lücken aufwartet, konnte man sich gut in das Setting hineindenken und den zumeist recht kurzweiligen Verlauf genießen. Das Genre wurde zwar weder bei Story, noch Inszenierung neu erfunden, doch die hochwertige Optik und die symphytischen Darsteller gaben keinen Grund zur Klage. „Book of Blood“ wirkte wie eine aktuelle Kinoproduktion und keineswegs wie ein billiger Direct-to-Video Erguss – den so mancher vermeintliche Kult-Horror-Regisseur in den letzten Jahren rausgehauen hat.

Der Film ist in mehrere Kapitel eingeteilt, ergibt aber dennoch ein rundes Gesamtbild und wirkt nicht allzu lose zusammengestückelt. Die Übergänge sind fließend und fallen eigentlich kaum auf. Das Tempo insgesamt war angenehm und es ging stets kurzweilig zur Sache. Die herrlich düstere und ansprechende Atmosphäre konnte durchwegs beibehalten werden und ein paar kleine Splattereinlagen runden den guten Eindruck ab. Es hab sogar ein paar richtig spannende Momente, bei denen man fast selbst den Atem anhielt – spoilern möchte ich an dieser Stelle aber nicht.

Größter Kritikpunkt bildet jedoch die Geschichte an sich. Natürlich kann man viele Dinge einfach hinnehmen und der Spannung wegen akzeptieren, doch es fehlt an vielen Ecken an nachvollziehbaren Motiven. Man kann nicht alle Motivationen hinter den Handlungen verstehen und das Gebilde schlichtweg nicht ganz greifen. Als alter Fantasy-Hase konnte ich natürlich weitestgehend darüber hinwegsehen, doch sicherlich wird dies nicht die breite Maße ebenfalls so sehen.

Zwar konnte ich nicht alle Elemente von „Book of Blood“ vollends nachvollziehen, doch unterm Strich hat mir dieses stimmige Werk ganz gut gefallen. Eine allgemeine Empfehlung fällt mir aufgrund angesprochener Mankos jedoch nicht leicht – den vermutlich wird nicht Jeder die Merkwürdigkeiten in der Erzählung so entspannt ignorieren können. Gebt dem Teil bei Interesse einfach mal eine Chance und schaut, ob ihr am Ende zufrieden seid. Für mich bot der Streifen jedenfalls eine gute Unterhaltung.

7/10

Fotocopyright: Hulu

Halloween Kills

Inhalt

Halloween im Jahre 1998. Während die verletzte Laurie ins Krankenhaus gebracht wird, kann sich der im brennenden Haus eingeschlossene Michael befreien und sogleich seine tödliche Hatz durch Haddonfield fortsetzen…

Fazit

Pünktlich zu Halloween (und meinem Geburtstag) schlug der neue Halloween auf und eine Sichtung ließ natürlich nicht lange auf sich warten. Vornweg möchte ich schon mal verraten, dass der Titel grundsätzlich nicht schlecht und sogar recht unterhaltsam war – Fans tiefgründiger Stories oder neuen Ideen ziemlich enttäuschen dürfte.

Zwar knüpft die Handlung unmittelbar und ohne Unterbrechung an den direkten Vorgänger an, jedoch kocht die Erzählung im Gegensatz zu ihm fortwährend auf Sparflamme und rückt die Action dafür umso deutlicher in den Vordergrund. Man kommt ohne Umschweife in das Geschehen hinein und scherrt sich nicht viel um Spannungsaufbau. Michael ist nach wenigen Momenten einsatzbereit und hangelt sich bis zum bitteren Ende von Mord zu Mord.

Die Schlagzahl ist hierbei erfreulich hoch und deren Ausarbeitungen immerhin zum Teil ganz witzig, aber viel Mehr gibt das Werk unterm Strich nicht her. Es gab einen groben Rahmen, eine ungefähre Fahrtrichtung – doch keine sonderlich toll ausgearbeitete Geschichte mit auch nur im Ansatz vorhandenen Wendungen. Der Killer marschiert vornweg und wir als Betrachter hinterher – ohne weitere Ebenen oder dem Versuch dem Ganzen einen anderen Anstrich zu verleihen. Scheinbar muss die Story vom Vorgänger ausreichen und hier ein verständliches Motiv an den Mann (oder die Frau) bringen.

Michael galt schon immer als ziemlich stark, doch hier mutiert der Psychopath schon fast zu einem unbezwingbaren Gegner. Er walzt sich durch seine Opferhorden und gibt sich selbst von Angriff bewaffneter und wahrscheinlich gut trainierter Feuerwehrleute extrem unbeeindruckt. Das animiert zwar zum Schmunzeln, macht aber irgendwie auch irgendwie auf die Missstände – wie mangelnden Tiefgang – deutlich aufmerksam. Man schmunzelt so manch deftige Splattereinlage weg, ärgert sich dann aber über den offenkundig zu flachen Plot.

Wer einen spannenden Horrorfilm sucht, liegt hier falsch und sollte sich bei der Konkurrenz umschauen. „Halloween Kills“ ist ein reines Action-Vehikel mit kaum vorhandenem Gruselfaktor, aber hohem Bodycount. Das mag spaßig sein, ist jedoch nur bedingt zufriedenstellend. Für mal eben Zwischendurch geht das brutale Treiben sicherlich in Ordnung, doch grade von einem echten Thronfolger der legendären Reihe hätte ich mir mehr Atmosphäre und Thrill gewünscht. Vielleicht kriegt Carpenter mit dem Abschluss der Trilogie noch einmal besser die Kurve.

6,5/10

Fotocopyright: Universal Pictures Germany GmbH

Live or let Die

Inhalt

Eine Seuche hat die Welt überrannt und einen Großteil der Bevölkerung in menschenfressende Zombies verwandelt. Inmitten dieser trostlosen Apokalypse trifft der einsame Nick auf einen neuen Gefährten und durchstreift die gefährlichen Wälder fortan nicht mehr allein. Auf der Suche nach einem sicheren Zufluchtsort kreuzen sich die Wege mit gnadenlosen Plünderern, die eiskalt über Leichen gehen…

Fazit

Für mich war „Live or let Die“ in erster Linie eine Solidaritäts-Angelegenheit und ein Kauf aus Neugier. Ich schaue sehr gerne die Videos eines Youtubers, der hier eine größere Rolle übernahm und auf seinem Kanal schon seit einiger Zeit recht gut die Werbetrommel für dieses Werk gerührt hat. Da mich die Elemente „Amateurfilm“ und „Zombies“ sowieso brennend interessieren, fiel der Griff zum finalen Produkt nicht unbedingt schwer und im Großen und Ganzen habe ich den Erwerb nicht wirklich bereut.

„Live of let Die“ ist kein großer Blockbuster und das wird nach wenigen Minuten bereits klar. Die Optik erreicht trotz toller Drohnenaufnahmen und dem fast schon übertriebenen Einsatz von Filtern keine edle Hollywood-Optik, aber das habe ich auch nicht erwartet. Da ich das Ganze aus der Amateur-Schiene sehe, finde ich Elemente wie die aufwändige Intro-Sequenz und so manch wilde Verfolgungsjagd dennoch im gewissem Maße recht beeindruckend und handwerklich hervorragend inszeniert.

Die Handlung hatte jedoch Luft nach Oben. Die Geschichte steigt Mittendrin ein und lässt uns Mittendrin zurück – trotz einem vermittelten Funken von Hoffnung und trotz vieler zuvor gesehener Anspielungen auf große Klassiker blieb ich jedoch etwas ernüchternd zurück. Für mich gab es nur einen roten Alibi-Faden und sogar einige Ungereimtheiten zu erblicken, dazwischen sogar einige Längen. Dazu großenteils austauschbare und fast schon auf übertrieben cool gebürstete Dialoge – die nicht immer einen wahrhaft tieferen Sinn herauslesen ließen und oft einfach nur klischeehaft wirkten.

Die Darsteller haben ihre Sache soweit ordentlich gemacht. Während die beiden Hauptfiguren manchmal etwas unbeholfen agierten, hat der Antagonist – eben jener „Reedeema“ von YouTube – auf ganzer Linie mit seiner genial gespielten Boshaftigkeit überzeugt. Ihm war die Freude an diesem Projekt am deutlichsten anzumerken und das investierte Herzblut bei jedem seiner Auftritte fühlbar. Er gab optisch und vor allem mit seiner Mimik und Gestik einen mehr als überragenden Widersacher und hätte das Erscheinen in weiteren Produktionen absolut verdient.

„Live or let Die“ hat seine technischen Stärken und seine kleinen filmischen Highlights, bleibt aber unterm Strich wirklich was für Fans und Alle, die sich gut in das Genre reindenken und mit diversen Kompromissen leben können. Mich hat das Werk insgesamt solide unterhalten und die Darstellung einiger Akteure wahrlich begeistert, doch ein paar langatmige Abschnitte waren trotzdem nicht von der Hand zu weißen. Am Ende bleibt es bei einer leider nur überdurchschnittlichen Bewertung meinerseits, aber dennoch kleinen Empfehlung für Fans der Materie.

6/10

Fotocopyright: M-Square / daredo (Soulfood)

YouTube-Kanal von Reedeema*

*externer Link, keine Verantwortung für den Inhalt

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