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Schlagwort: Horror (Seite 1 von 3)

Manchmal kommen Sie wieder

Inhalt

Nach etlichen Jahren verschlägt es Lehrer Jim in seine alte Heimat, die mit schmerzlichen Erinnerungen verbunden ist. Vor vielen Jahren verlor er hier seinen Bruder durch die Hand von einigen Halbstarken – die dann selbst einem Zug zum Opfer gefallen sind. Nun steht er im Unterricht und muss feststellen, dass einige Schüler den damaligen Peinigern verdammt ähnlich sehen…

Fazit

Nach der tollen „The Outsider“-Serie, hatte ich mal wieder Lust auf eine weitere Umsetzung von King und spontan fiel die Wahl auf „Manchmal kommen Sie wieder“ – den ich schon länger nicht mehr gesehen habe.

Der Film an sich bricht ein wenig mit heutigen Sehgewohnheiten und macht seine Herkunftsepoche (und das wohl eher geringere Budget) vielerorts sichtbar. Ein ruhiger Spannungsaufbau und gar nicht mal so hektische Schnitte führen behutsam durch die recht spannende Handlung ein und laden zum versinken ein. Alles wirkt herrlich altbacken, entschleunigt und wie aus der frühen Jugend.

Der Plot ist verhältnismäßig simpel, wurde aber unterhaltsam auf eine normale Laufzeit gestreckt. Größenteils verlässt man sich dabei auf eine guten Darsteller, die bei uns in der deutschen Fassung mit grandiosen Sprechern bestückt wurden. Sie machen die übernatürliche Handlung etwas bodenständiger und somit greifbarer. Obwohl die Geschichte schwerlich nachvollziehbar ist, gelingt das Hineinsetzen in die Charaktere erstaunlich gut. King-typische Rückblenden geben dem Geschehen die notwenige Hintergrundtiefe und lockeren die Erzählstruktur angenehm auf.

„Manchmal kommen Sie wieder“ ist eine der früheren und durchwegs solideren King-Adaptionen, die auch heute noch mit ihrem Charme gefallen. Durch seine altbackene Art sicherlich nichts für Jedermann, aber insgesamt noch eine Empfehlung wert. Sollte nur Interesse am ersten Teil bestehen, kann ich bedenkenlos die „Horror Collection“ auf Blu-Ray ans Herz legen. Diese beinhaltet zum schmalen Taler zusätzlich die Klassiker „Katzenauge“ und „Der Werwolf von Tarker Mills“ – in ähnlich hervorragender HD-Qualität.

6,5/10

Fotocopyright: Koch Media GmbH

Cube

Inhalt

Eine Gruppe wild zusammengewürfelter Menschen erwacht in einer Art Labyrinth. Es handelt sich jedoch um kein klassisches Modell, sondern einer Anordnung von würfelförmigen Räumen, die ihre Konstellation verändern. In manchen befinden sich tödliche Fallen, andere wiederum die Aussicht auf einen Ausgang…

Fazit

Dank Netflix bin ich nach etlichen Jahren endlich mal wieder in den Genuß von „Cube“ gekommen. Ich weiß noch, wie wir uns damals die Videokassette aus der Videothek ausgeliehen haben und seitdem ist er erstaunlicherweise auf keinem Medium in die Sammlung gewandert.

Heutzutage sieht man der Produktion das niedrigere Budget mehr, als damals an – was dank seiner interessanten Handlung jedoch noch immer zu vernachlässigen ist. Das Kammerspiel klappt über weite Teile recht gut und hält den Zuschauer immer an der Hand. Ein roter Faden ist zwar jederzeit ersichtlich, allerdings kein allzu befriedigendes Finale.

Man erahnt mit fortschreitender Handlung, wie die Sache wohl ausgehen bzw. wer überlegen könnte, trotzdem bleibt man mit gemischten Gefühlen zurück. Eine richtige Aufklärung bleibt man dem Publikum schuldig und die Sinnhaftigkeit damit in der Schwebe. Immerhin machen die Darsteller ihren Job weitestgehend gut und laden zum Mitfiebern ein. Deren Tode sind dann recht kreativ und gemessen an den finanziellen Mitteln ganz nett umgesetzt. Die Synchro hat auch gepasst.

„Cube“ war seinerzeit kein absoluter Überflieger, konnte aber Aufmerksamkeit bei Filmfans erlangen und sogar ein paar Fortsetzungen mit sich ziehen. Mir hat der Titel laut meinen Erinnerungen ganz gut gefallen, mittlerweile ist er noch nur „ganz okay“. Er lebt von seiner witzigen Grundidee und hält trotz kleiner Längen passabel bei Laune.

6,5/10

Fotocopyright: WVG Medien GmbH

Possession – Das Dunkle in dir

Inhalt

Nach der Scheidung hat Clyde endlich wieder ein neues Haus gefunden, um seine Kinder regelmäßig zu sich zu holen. Alle sind bester Laune, bis Tochter Emily plötzlich seltsame Verhaltenszüge aufweist. Möglicherweise hat eine sonderbare Kiste von einem Flohmarkt etwas damit zu tun…

Fazit

Normalerweise sind Filme mit Horror-Häusern oder Grusel-Kindern nicht ganz mein Thema, da sie oft einfach nur langweilig und uninspiriert daher kommen. Es gibt wenige Ausnahmen und „Possession – Das Dunkle in dir“ fällt glücklicherweise in diese Kategorie.

Ob sich die Handlung wirklich an wahren Begebenheiten orientiert, ist mir relativ egal. Die meisten solcher Titel behaupten so etwas von sich und von daher gibt es diesbezüglich keine Sonderpunkte von mir. Wie dem aber auch sei, die Geschichte ist bodenständig, unaufgeregt und dennoch sehr kurzweilig. Dank einer schönen Inszenierung und hervorragenden Darstellern kann man sich gut „fallen lassen“ und dem durchaus spannend gestrickten Verlauf folgen.

Zum Gelingen tragen natürlich die Darsteller ihren Teil bei – und genau hier liegt dann letztlich auch die allergrößte Stärke bei diesem Werk. Insbesondere die jungen Darstellerinnen überzeugen auf ganzer Linie und sorgen mit ihrer Gestik immer mal wieder für leichte Schauer. Sie halten die Balance aus „Gruselkindern“ und sympathischen Wesen wunderbar und verleihen der eher flachen und fast schon ausgelutschten Handlung neue Akzente.

Außer einer flachen Story, die durch geschickte Inszenierung und tolle Charaktere am Leben blieb, vermag ich zu „Possession – Das Dunkle in dir“ gar nicht zu sagen. Diese Art von Film ist und bleibt Geschmackssache, dürfte bei Genreliebhabern dennoch ordentlich punkten. Er hebt sich durch seine Figuren schon von ähnlich gelagerten Titeln ab und konnte mich zumindest kurzweilig (und bei einer einmaligen Sichtung) prima an den Schirm fesseln. Sicherlich kein Streifen fürs regelmäßige Anschauen, definitiv einer der besseren in seinem Fach.

7/10

Fotocopyright: STUDIOCANAL

Vivarium – Das Haus ihrer (Alp)Träume

Inhalt

Ein junges Paar will endlich Nägel mit Köpfen machen und sucht nach der Arbeit einen Immobilienmakler auf. Dieser fackelt auch nicht lang und führt seine potentiellen Kunden direkt zu einem schönen Anwesen. Noch während sich die Interessenten umschauen, macht der Vermittler die Biege und schnell wird klar, dass hier etwas nicht stimmt…

Fazit

„Vivarium“ ist einer jener Filme, die zunächst ganz beschaulich beginnen und den Zuschauer dann mit einem „was zur Hölle?“ vor dem Abspann zurück lassen. Das Gezeigte lässt sich kaum in Worte fassen und über Sinn und Auflösung muss man sich erst einmal ein paar Gedanken machen.

Der Weg zum verstörenden Finale (okay, eigentlich war der Großteil der Handlung auch schon ziemlich schräg) ist seltsam, aber irgendwie auch unterhaltsam. Durch seine absolute Unberechenbarkeit weckt der Streifen merkwürdiges, fast schon voyeurhaftes Interesse und der Betrachter bleibt am Ball. Man ist zwar nicht gänzlich frei von Längen, überwiegend jedoch sehr ansprechend und verfolgenswert gestaltet.

Kulissen und Anzahl an Darsteller waren sehr überschaubar, doch so baut das Geschehen seinen ganz eigenen Charme auf. Alles wirkt wie ein perfides Kammerspiel, dessen Ausgang bis zuletzt ungewiss erscheint. Poots und Eisenberg machen ihre Sache dabei sehr gut und gefallen als verliebtes Päärchen – das meist die passende Mine zum seltsamen Spiel im Gesicht mit sich trägt.

Auf mich wirkte „Vivarium“ wie eine solide Mischung aus „Cube“ und einer überdurchschnittlichen Folge von „Outer Limits“. Das Setting hatte seinen Reiz, der Spannungsbogen war überwiegend gut, doch die schwierig ersichtliche Message kratzt an meiner Bewertung. Mehr als eine überdurchschnittliche Punktevergabe ist leider nicht drin und so sei der Film mit leichten Vorbehalten allen Mysteriefreunden empfohlen. Loben muss ich auf jeden Fall die innovative Geschichte, die gerade in heutigen Zeiten nicht selbstverständlich ist.

6/10

Fotocopyright: Concorde Video

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Vivarium – Das Haus ihrer (Alp)Träume [Blu-ray]

Countdown

Inhalt

Eine neuartige App soll dem User den genauen Zeitpunkt seines Todes vorhersagen. Die angehende Krankenschwester Quinn hält davon wenig, doch nachdem ein Patient pünktlich das zeitliche segnet und der eigene Counter in den nächsten Tagen abzulaufen droht, bricht etwas Panik aus…

Fazit

Eigentlich sollte man diesen Film aufgrund seiner hinrissigen Story direkt zur Seite legen und nicht unbedingt einer Sichtung würdigen. Nachdem ich allerdings in die ersten Minuten hineingeschaut habe, blieb ich aber bizarr-gefesselt am Ball und habe mich unerwartet gut unterhalten gefühlt.

Die Darsteller machten ihre Sache im gegebenen Rahmen recht passabel und deren auffälligen Synchronstimmen haben echt gefallen. Man konnte sich gut in das Szenario hineindenken, auch wenn die allgemeine Glaubwürdigkeit so ein Thema war. Mit all den Vorbehalten ausgeblendet, ging es kurzweilig und äußerst unterhaltsam voran, so dass es ansonsten keinen Grund zur Klage gab.

So schwach die Handlung, so unterhaltsam der Verlauf. Es ging eigentlich immer was auf dem Schirm ab und Langweile keimte nicht auf. Man regte sich vielleicht über manche Aktion auf, fühlte sich dabei trotzdem nicht angeödet an und blieb am Ball. Auch wenn die Todeszenen recht stümperhaft hergeleitet wurden, waren sie einigermaßen originell und sehenswert gemacht.

Ein bißchen „Final Destination“ und jede Menge Teenie-Horror-Genre-Standard und fertig ist „Countdown“, der als Kind seiner Zeit trotz mangelnder Authentizität dennoch bei Laune hielt und für einen überraschend kurzweiligen Abend sorgte. Wer mit den richtigen Erwartungen an die Sache geht, erhält einen soliden Titel mit schöner Inszenierung und sympathischen Figuren. Natürlich von Vorn bis Hinten ein gewaltiger Quatsch und vielleicht auch deshalb so amüsant.

6,5/10

Fotocopyright: LEONINE

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Countdown [Blu-ray]

Come to Daddy

Inhalt

Norval ist eigenwilliger, junger Mann, der bislang keinen Kontakt zu seinem Erzeuger pflegte. Als er eines Tages einen Brief mit einer ungewöhnlichen Einladung erhält, nimmer er sich ein Herz und besucht seinen alten Herren.

Schon ab dem ersten Moment scheint die Lage etwas angespannt und schnell merkt Norval, dass hinter der Fassade seines Vaters etwas nicht stimmt…

Fazit

Wieder einmal beweißt Elijah Wood, wie wandlungsfähig er ist und in welch unterschiedlichen Rollen sein Talent zum tragen kommt. Es schien, als wolle er der Welt unbedingt zeigen, was in ihm schlummert und von daher wird sich auch solcher Figuren angenommen.

An und für sich ist „Come to Daddy“ für mich abseits von Wood schon etwas schwierig zu bewerten, denn alles wirkt ein bunt zusammengewürfelt und dabei nicht immer stimmig ausbalanciert.

Fängt der Titel zunächst wie ein waschechtes (und etwas langatmiges) Drama an, gibt es plötzlich einen seltsamen Break und die Dinge laufen weniger vorhersehbar ab. Die absurden Ereignisse überschlagen sich und die Handlung nimmt ungewöhnliche Fahrt auf. Da mag zwar der Kurzweil zu Gute kommen, störte jedoch ein wenig auf erzählerischer Hinsicht. Einige Elemente passen einfach nicht richtig zueinander und der Handlungsumschwung erscheint vergleichsweise hektisch. Er bricht mit dem Auftakt und wollte im Kopf des Betrachters auch nicht vollends logisch zusammenpassen.

„Come to Daddy“ war im Grunde okay, aber nicht ganz mein Fall. Nach dem lahmen Beginn folgte ein Genre-Mix, der mir leider nicht so recht mundete. Einen gewissen Unterhaltungswert vermag ich dem Streifen gar nicht absprechen, doch in die Sammlung wandern muss er trotzdem nicht. Elijah war super, der Rest arg durchwachsen.

5/10

Fotocopyright: Splendid Film/WVG

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Jacobs Ladder – In der Gewalt des Jenseits

Inhalt

Seit seiner Rückkehr von Vietnamkrieg wird Briefträger Jacob von seltsamen Visionen geplagt. Als diese immer wieder schlimmer, trifft er sich mit seinen alten Kameraden und bringt das Thema zur Sprache. Auch sie werden heimgesucht und vermuten dahinter eine zwielichtige Aktion der Regierung…

Fazit

Vorneweg sei gesagt, dass man mir mit der Wertung verzeihen möge. Ich habe diesen Film vor etlichen Jahren im Fernsehen gesehen und seither auf eine anständige Veröffentlichung gewartet – doch mittlerweile hat der Zahn der Zeit deutliche Spuren hinterlassen.

Größtes Problem ist die mittlerweile bekannte Erzählstruktur, die kaum mehr Raum für Überraschungen lässt. Man hat zu viele, ähnlich gemachte Filme gesehen und ringt dem Verlauf und der Auflösung letztlich nur noch ein müdes Lächeln ab. Was damals Sensation, ist heute eher Standard und durch seine gemütliche Art schon fast ein wenig ermüdend.

Tom Robbins agiert außerordentlich gut und vermutlich habe ich ihn – bis auf „Die Verurteilten“ – auch nie besser gesehen. Schade nur, dass er die Geschichte allein nicht beschleunigen kann und der Abend hierdurch nicht unterhaltsamer – aber immerhin glaubwürdiger – wird.

Die Handlung an sich ist durchaus spannend und bietet ein paar krasse Szenen, die den Zuschauer aus seinem herunterfahren heraus reissen und neue Motivation ins Spiel bringen. So wurden Jacobs Visionen angenehm abgedreht und fast schon anstrengend betängstlich umgesetzt.

Nach der Sichtung von „Jacob’s Ladder“ habe ich fast schon ein wenig Angst um andere Klassiker, wie beispielsweise „Angel Heart“. Haben diese Werke doch einst so gut funktioniert, sind sie derweil nicht nur gemächlich inszeniert, sondern auch nicht mehr so originell und unvorhersehbar wie früher. Die aktuelle Scheibe von „Jacob’s Ladder“ macht trotz durchwachsener Bildqualität Spaß und wandert bei Liebhabern sowieso im Regal.

6,5/10

Fotocopyright: Koch Media GmbH

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Ready or Not? – Auf die Plätze, fertig, tot

Inhalt

Das Abendessen bei den künftigen Schwiegereltern hat sich Grace wahrscheinlich völlig anders vorgestellt. Statt eines harmonischen Zusammentreffens findet eine merkwürdige Zeremonie statt und die Braut wird plötzlich zur Gejagten…

Fazit

So richtig ernst kann man „Ready or Not?“ eigentlich nicht nehmen, aber das haben die Macher auch sicherlich nicht verlangt. Wir erhalten eine Handlung mit äußerst schräger Ausgangslage – die bis zu seinem tragischen Ende überaus geschmeidig bei Laune hielt.

Am besten gefiel mir, dass die Darsteller wohl sichtlich Spaß bei der Arbeit hatten und ein angenehmes Feeling an den Zuschauer vermitteln. Alle scheinen gut drauf und machen ihre Sache außerordentlich gut – was im Kontext mit der sonderlichen Story nicht unbedingt einfach war.

Der Verlauf ist extrem kurzweilig und besaß keine nennenswerte Längen. Der ruhigere Anfang ging relativ schnell über die Bühne und ab Beginn der wilden Jagd gab es kaum Pausen zum Verschnaufen. Es ging witzig und sogar ein bisschen blutig zur Sache. Der gehobene Härtegrad war nicht übertrieben und passte ausgezeichnet zum befremdlichen und trotzdem ansprechenden Szenario.

Ob man in diesem Werk nun eine Komödie, überspitzte Gesellschaftssatire oder einfach nur einen sinnfreien Actionthriller sieht – er macht jederzeit eine gute Figur und lebt von seiner Kurzweil. Als absoluten Pflichttitel würde ich „Ready or Not?“ auf keinen Fall bezeichnen – ihn aber gerne Weiterempfehlen und im oberen Wertungsdrittel ansiedeln. Freunde von beispielsweise „Get Out“ kommen garantiert auf Ihre Kosten!

7/10

Fotocopyright: Twentieth Century Fox Home Entertainment

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Wounds

Inhalt

Nach einer Schlägerei in seiner Bar findet Will ein Handy auf dem Boden und nimmt es mit nach Hause. Bei einem Bierchen knackt er den Entsperrcode und findet auf dem Gerät einige Dinge, die er besser nie gesehen hätte…

Fazit

An der Geschichte vermag man grundsätzlich zu zweifeln, doch zu Gunsten der Spannung nimmt man dieses Konstrukt schonmal in Kauf. Wird anderen Titeln stets mangelnde Innovation vorgeworfen, kann „Wounds“ zumindest diesbezüglich schon etwas punkten.

Die Atmosphäre des Films ist von Beginn an sehr düster und fast schon bedrohlich, was dank einer intensiven Musikuntermalung noch einmal verstärkt wird. Alles wirkt soweit recht stimmig, wären da nicht ein paar Löcher in der Handlung – die man zwar irgendwo geschluckt werden, dennoch den Eindruck ein wenig trüben. Im Grunde baut die ganze Geschichte auf solchen Kompromissen auf und bietet überdies diverse Interpretationsmöglichkeiten.

Man könnte dieses Werk als Horror-Thriller, oder einfach nur überspitze Gesellschaftskritik bezeichnen. Für Ersteres geht es trotz aller Düsternis vielleicht doch ein wenig zu blutleer und für letzteres etwas verworren zu. Man ehesten könnte man noch die fatalen Folgen von Alkoholkonsum als Fazit herbeiziehen – was mir als Einziges relativ logisch erschien und sich mit besagten Lücken gut vereinbaren ließ.

Die Darsteller gaben hin und wieder Grund zur Sorge. Bei Armie Hammer war zwischen ziemlich gut bis katastrophal alles dabei. Auch seine Partnerin Dakota Johnson rangierte zwischen nettes Beiwerk und unfreiwillig komisch, die mit der gesamtem Situation sichtlich überfordert schien. Von Zazie Beetz hätte ich hingegen gern mehr gesehen.

„Wounds“ ist eine Sache für sich. Die schwammige Kernaussage hat mir weniger, die interessante Atmosphäre hingegen passabel gefallen. Als kostenloser Inklusivtitel ging das Gebotene sicherlich in Ordnung, in der Sammlung bräuchte ich ihn allerdings nicht.

5,5/10

Fotocopyright: Netflix

Weitere Infos: https://www.netflix.com/de/title/80207495

Der Unsichtbare

Inhalt

Die gepeinigte Cecilia beschließt ihren besitzergreifenden Freund zu verlassen und bei einem Bekannten unterzukommen. Als sich ihr Leben endlich zu normalisieren beginnt, erhält sie die Mitteilung vom Tod des ehemaligen Partners. Unerwartet wird sie mit einem reichhaltigen Erbe bedacht, doch merkt schnell, dass etwas an der ganzen Sache faul ist…

Fazit

Die Geschichte um einen Unsichtbaren wurde schon oft und in vielen Varianten verfilmt. Vom Horrorfilm bis zur Komödie wurde der Stoff mit Umsetzungen bedacht und im Rahmen der Wiedererweckung alter Klassiker gibt es nun eine neue Adaption.

Gleich vorweg sei gesagt, dass die aktuelle Variante (soweit ich die anderen Adaptierungen kenne) eigene Wege geht und aus der bekannten Ausgangslage etwas Neues erschafft und den Transfer ins aktuelle Zeitalter vollzieht.

Die Handlung versucht sich sehr glaubwürdig zu geben und zieht hiermit ganz ordentlich in seinen Bann. Statt krachender Action oder Leichenberge, erlebt der Zuschauer einen ruhigen, stellenweise unterschwelligen Grusel – der durchwegs funktioniert. Es gab zwar immer wieder kleinere Gewaltspitzen, aber die Macher blieben „auf dem Teppich“ und brachen nicht mit dem authentischen und bedrohenden Grundton.

Die kleinlauten Passagen werden mit Aufritt des Unsichtbaren immer wieder zu neuen Höhen getrieben, was im Übrigen auch dem brachialen Soundtrack in diesen Momenten zu verdanken ist. Aus der Stille wird plötzlich so etwas wie Panik, die dank eindrucksvoller Akustik auf den Zuschauer überschwappt und richtig zu begeistern wußte.

Die tollen Darsteller trugen ihren Teil zum stimmigen Gesamtbild bei und unterstrichen die bereits gelobte Atmosphäre. Sie agieren genau im richtigen Maße und übertrieben es zu keiner Minute. Loben möchte ich auch, dass – im Gegensatz zu manchen Konkurrenten – nicht nur Models zu erblicken waren und vielleicht auch deshalb das Hineinversetzen in deren Schicksale so hervorragend funktionierte. Die Figuren waren greifbar und durch die Bank weg sympathisch – bis auf den Gegenspieler. So gehört sich das.

Operation gelungen, Neuauflage geglückt. „Der Unsichtbare“ ist nun keine neue Referenz im Horrorsektor, aber eine ordentliche Bereicherung des selbigen. Der Film ist gut geschrieben, top besetzt und nahezu meisterhaft in Szene gesetzt. Seine gewisse Glaubwürdigkeit unterstreicht den vorzüglichen Gesamteindruck und so habe ich nicht wirklich viel zum kritisieren. Man darf sich vom gemächlichen Auftakt nicht direkt abschrecken lassen – der Film dreht atmosphärisch noch so richtig auf und behält seinen ausgezeichneten Spannungsbogen bis zum bitteren Ende bei.

Der aktuellen Situation geschuldet, ist „Der Unsichtbare“ bereits auf Streaming-Plattformen erhältlich. Die Blu-Ray kann allerdings vorbestellt werden.

8/10

Fotocopyright: Universal Pictures Germany GmbH

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Der Unsichtbare [Blu-ray]
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