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Schlagwort: Horror (Seite 1 von 11)

Alien vs. Predator

Inhalt

Industriegigant Weyland scharrt eine Truppe Wissenschaftler um sich. Bei Untersuchungen in der Antarktis ist seine Firma auf ein seltsames Bauwerk unter der Erde gestoßen und nun möchte er eine Expedition vor Ort anführen. Voller Euphorie erkennen sie jedoch nicht, dass sie in eine gewaltige Falle und mitten in den Konflikt zweier außerirdischer Rassen laufen…

Fazit

Seinerzeit war der Hype um das Thema noch relativ groß. Es gab zwar schon diverse Comics und Videospielumsetzungen, aber eine Kinoauswertung dieses hübschen Franchise blieb man uns noch schuldig. Entsprechend hoch waren die Erwartungen – und entsprechend groß die Ernüchterung. „Alien vs. Predator“ war sicherlich kein schlechter Film und voller stimmiger Momente, doch schon damals erschien viel Potential verschenkt, welches auch die Fortsetzung nicht abschöpfen konnte.

In meinen Augen ist der Streifen über die Jahre allerdings etwas gereift. Natürlich gehört er nicht zu den absoluten Spitzentiteln und wird es auch nie tun, aber sein Unterhaltungswert ist schon ganz in Ordnung. Die Gefechte zwischen den Kreaturen wurden hübsch und brachial inszeniert, lediglich das Finale hätte da gerne bombastischer ausfallen dürfen.

Spannungsaufbau, Kulissen, Kostüme und Darsteller gingen voll in Ordnung, auch wenn es bei der Figurenzeichnung etwas schablonenartig zur Sache ging. Manche eingestreuten Gags hätte man sich ebenfalls sparen können, richtig nervig waren sie aber glücklicherweise nicht. Der Erzählfluss war gut, die Gliederung der Ereignisse sehr übersichtlich.

Lieder hapert es ein wenig beim Tiefgang. Man konnte sich kaum mit den Figuren identifizieren und deren Dialoge konnte man großenteils ignorieren. Es wurden im bekannten Universum keine neuen Fakten geschaffen, keine überraschenden Wendungen inszeniert. Alles lief nach vorhersehbarem Schema und wollte stets auf „Nummer sicher“ gehen. Man lieferte Standardkost, wagte nichts Abseits diverser Vorlagen.

Um ehrlich zu sein, hätte ich selbst keinen Plan, wie das Aufeinandertreffen der ikonischen Bösewichter am besten ausgeschaut hätte. Der Film war zwar nicht schlecht, doch irgendwie hat der gewisse Kick oder besondere „Aha“-Effekte einfach gefehlt. Ich weiß nicht genau was – aber irgendwas hätte man noch aus dem Ärmel hervorzaubern müssen oder zumindest den Endkampf weitaus spektakulärer gestalten müssen. Zum Teil haben mir die kleineren Rangeleien im Laufe der Hatz innerhalb der Pyramide deutlich besser gefallen. Das Tempo war höher, die Aufmachung dort viel gelungener.

Fans der Ungetüme kommen in einigen Momenten sicherlich auf ihre Kosten. Seine insgesamt berechenbare und wenig mutige Art hebt die Produktion allerdings nicht aus dem gehobenen Mittelmaß empor und spricht in erster Linie Freunde seichter Sci-Fi-Kost an. Der Unterhaltungswert passt schon, doch irgendwie schwankt immer das Gefühl über verpasstes Potential mit. Mit den ersten beiden „Alien“-Filmen oder dem Erstling von „Predator“ sind Neueinsteiger noch immer weitaus besser beraten.

7/10

Fotocopyright: 20th Century Fox

Die Killerhand

Inhalt

Anton ist eher von der faulen Sorte und bemerkt noch nicht einmal, dass seine Eltern seit Tagen nicht mehr zu Hause waren. Er lebt sein Leben vor sich hin, bis er mit seinen Freunden eine grausige Entdeckung macht. Möglicherweise ist er selbst der seit Tagen von der Polizei gesuchte Serienkiller aus der Nachbarschaft und er hat in seinem Kifferwahn möglicherweise alle Erinnerungen an diese Schandtaten vergessen…

Fazit

Wer mir auf Instagram folgt, hat sicherlich mitbekommen, dass mir die DVD von „Die Killerhand“ beim Neusortieren meiner Filmregale nach langer Zeit mal wieder in die Hand gefallen ist. Am gestrigen Abend hatte ich endlich die Gelegenheit zur erneuten Sichtung – und blieb fast schon erwartungsgemäß mit gemischten Gefühlen zurück.

Zum Einen war „Idle Hands“ ein netter Sprung in die Vergangenheit. Er bot einen Humor, der typisch für die Werke aus den 90igern war und die gesamte Inszenierung versprühte einen naiven Charme – der stellenweise noch immer recht gut funktionierte. Die Effekte waren für damalige Verhältnisse absolut in Ordnung und manch Splattereinlage ebenfalls nicht zu verachten – sofern man bedenkt, was zu diesen Zeiten noch alles auf dem Index stand.

Leider ist jedoch gerade besagter Humor so eine Sache für sich. Was damals noch cool und angesagt war, lud heute mehr zum Fremdschämen und über manch Szene hätte man am liebsten einfach hinweg gespult. Ähnlich wie beispielsweise „American Pie“ haben diese Titel in jungen Jahren prima funktioniert, doch heute ist man den Themen einfach entwachsen und das Interesse ist stark gesunken. Natürlich funktioniert mancher Gag noch immer, doch viele Passagen waren eher nervig.

Seinerzeit hat mir Seth Green (der gerade mit „Buffy – Im Bann der Dämonen“ durchgestartet ist) am besten gefallen und daran hat sich bis dato nichts geändert. Er stiehlt mit seinen witzigen Sprüchen der Hauptfigur die Show und passt ganz hervorragend ins Setting. Die junge Jessica Alba ist sowieso immer ein Hingucker. Prima übrigens auch der Gastauftritt von „The Offspring“ auf dem Abschlussball gegen Ende des Films.

„Die Killerhand“ ist ein netter Trip in vergangene Tage, haut aber heute nicht mehr ganz vom Hocker. Letztlich bleibt ein netter Zeitvertrieb, der sich definitiv als Kind seiner Zeit erweist und nicht mehr die Faszination von Einst ausübt. Netter Retro-Spaß, allerdings auch nicht viel mehr.

6/10

Fotocopyright: Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

The Stand – Das letzte Gefecht (2020) – Staffel 1

Inhalt

Eine schlimme Seuche hat 99 Prozent der Erdbevölkerung dahin gerafft und die wenigen Überlebenden ziehen nun mehr oder weniger zerstreut umher. Diese Menschen sind allerdings durch ihre Träume verbunden. Während die Einen darin von der gutmütigen Abagail Freemantle erfahren, werden die Anderen von dem geheimnisvollen Randall Flagg in das noch immer sündige Las Vegas abgerufen…

Fazit

Das Buch besitze ich seit meiner Kindheit, doch bis dato habe ich es nie über das erste Viertel heraus geschafft. Die Geschichte an sich ist zwar recht interessant, doch der dicke Wälzer stellenweise etwas langatmig geraten. Gefreut habe ich mich dann damals über die erste TV-Umsetzung, welche man sich vorab in der Videothek auf VHS geliehen und durchgesuchtet hatte.

Seit Jahren verfolgt man nun schon die Entwicklung einer Neuinterpretation – und statt einem angeblichen Kinofilm von Ben Affleck ist es nun wieder ein Serienformat geworden, welches augenscheinlich dem umfangreichen Stoff etwas gerechter zu werden schien.

Zuerst möchte ich sagen, dass mir beide Apdationen recht gut gefielen. Jede hat ihre Stärken und Schwächen, doch der Kern ist bei allen gleich. King liefert uns hier eine epische Geschichte, in der sich Gut und Böse gegenüber stehen und das Ende der Menschheit endgültig bevorsteht. Beide Fraktionen besitzen ihre charismatischen Anführer und das Thema Versuchung nimmt dabei einen gewissen Stellenwert ein.

Erwartunsggemäß nimmt sich die aktuelle Verfilmung etwas mehr Zeit, um Details und Figuren besser auszuarbeiten und krempelt dabei die Erzählstruktur ein wenig um. Stand damals der Weg im Fokus, sind hier die Überlebenden bereits an ihren Zielen angekommen und durch Rückblenden erfahren wir mehr über deren Schicksale. Die höhere Episodenanzahl bringt jedoch auch kleinere Längen mit sich, die aber zum Glück immer wieder schnell vorüber gehen und durch einen guten Spannungsbogen (trotz bekannter Handlung) immer wieder überspielt werden. Man bleibt auf jeden Fall bis zum bitteren Ende am Geschehen und kann gut eine Folge nach der anderen wegschauen.

Technisch gibt sich die Produktion hochwertig. Zwar sind nicht alle Computereffekte absolut State-of-the-Art, aber insgesamt hinterließ alles einen mehr als guten Eindruck. Durch den leicht veränderten Ablauf wirkt das Epos sowieso etwas zeitgemäßer, obgleich dies in dieser Form nicht unbedingt nötig gewesen wäre. Man möchte so vielleicht etwas mehr Komplexität vortäuschen und sich von der ersten Adaption deutlicher abheben, aber das geht in Ordnung.

Mein größter Kritikpunkt ist der Cast. Ich halte eigentlich viel von Whoopi Goldberg oder Alexander Skarsgård aber hier wollten sie nicht so recht ins Geschehen passen. Gerade Skarsgård erschien mir als Bösewicht trotz einiger wirklich cooler Momente einfach nicht charismatisch genug. Irgendwie verbinde ich Jamey Sheridan im lässigen Jeans-Outfit mit dieser Rolle, der mit seinen unkonventionellen Auftritt seinerzeit für echte Begeisterung sorgte. Der Rest erledigt seinen Job jedoch sehr gut und auch die Synchro (so eine Sache in den letzten Monaten) hat gefallen. Im Vergleich erscheinen hier einige Figuren fast schon zu hübsch und geleckt – aber damit hat nicht nur „The Stand“ aus 2020 zu kämpfen.

Wie bereits erwähnt sind beide bisher gesehenen Umsetzungen des wuchtigen Buches eine runde Sache. Mir persönlich hat jedoch die etwas straffere und sympathischer besetzte alte TV-Fassung einen Ticken besser gefallen – obgleich die Neuauflage aus heutiger Sicht wesentlich zeitgemäßer daher kommt. Ich mag den alten Charme und die gradlinigere Erzählweise etwas mehr, doch schlecht ist die 2020er-Version auf keinen Fall. Fans schauen sowieso Beides und lesen die noch immer erschreckend aktuelle Vorlage. Neueinsteiger hingegen greifen vielleicht besser zur modernen Adaption, da sie wohl mehr den derzeitigen Sehgwohnheiten und Technikansprüchen gerecht wird.

7,5/10

Fotocopyright: Starzplay

Rogue Hunter

Inhalt

Sam ist Anführerin einer Söldnertruppe, die für Geld fast jeden Job übernimmt. Als sie im Herzen von Afrika eine verschleppte Dame aus den Fängen übler Räuber befreien, beginnt jedoch ein echter Kampfs ums Überleben. Nicht nur die unerwartet gut bewaffneten Beraubten sind fortan hinter dem Trupp her, sondern auch die wilden Tiere aus den Steppen mischen sich auf brutalste Weise in den Konflikt ein…

Fazit

Fast schon erwartungsgemäß entpuppt sich die bezaubernde Megan Fox als Zugpferd für dieses stellenweise schon fast abgenudelte Vehikel. Die Story an sich ist zwar nett, aber im Grunde nicht wirklich neu. Den Kampf gegen wilde Bestien in der Steppe haben bereits andere Mitstreiter mehr oder weniger erfolgreich aufgegriffen, doch unterm Strich konnte dieser Titel mit relativ hohem Unterhaltungswert punkten.

Zunächst hebt sich die Inszenierung schon ein wenig vom Rest ab. Mit knalligen Farben, scharfen Bildern und recht guten CGI-Effekten punktet „Rogue Hunter“ ganz ordentlich. Explosionen, wie Raubkatzen schauen ziemlich gut aus und eine kleine Szene mit wandernden Elefanten war recht beeindruckend. Man fühlte sich sofort wohl und konnte entsprechend rasch abtauchen.

Durch wohl dosierte Action war die Kurzweil überwiegend hoch, doch Abseits derer gab es schonmal kleinere Durchhänger, die letztlich eine höhere Bewertung verhagelten. Die Dialoge bestanden überwiegend aus Klischees und trugen nicht ernsthaft zur Tiefe oder weiteren Charakterbildung bei. Mehr als schablonenhaft skizzierte Figuren und bemühte Coolness durfte man einfach nicht erhoffen.

Die Darsteller haben ihre Sache im Rahmen der eingeengten Möglichkeiten ganz solide erledigt und passten zumindest optisch einwandfrei zu ihren markigen Sprüchen. Megan Fox war natürlich wieder mal ein Hingucker und weit mehr als schnödes Beiwerk. Sie beweis sich gut in der Rolle des Alpha-Leaders und überzeugte auch in den rabiateren Abschnitten – wobei das stets perfekt sitzende Make-Up schon etwas bizarr erschien.

Zum Glück habe ich mir vor der Sichtung keine Inhaltsangabe durchgelesen, denn sonst hätte der Titel wohl noch einige Zeit auf dem allseits bekannten „Pile of Shame“ verbringen dürfen. Normalerweise ist das Tier-Horror-Genre nicht unbedingt mein Fall, doch „Rogue“ möchte ich einen soliden Unterhaltungswert und einige recht spaßige Momente bescheinigen. Wer dem Thema nicht abgeneigt ist und auf unkomplizierte Action abfährt, sollte also durchaus mal reinschauen. Der Rest kann den Titel allerdings gerne überspringen und verpasst nicht sonderlich viel.

6,5/10

Fotocopyright: SquareOne Entertainment

The Mortuary – Jeder Tod hat eine Geschichte

Inhalt

Leichenbestatter Montgomery Dark sucht einen Nachfolger und plötzlich steht die bezaubernde Sam vor seiner Tür. Um zu prüfen, ob sie den künftigen Aufgaben überhaupt gewachsen sei, beginnen die Beiden sich gegenseitig mit morbiden Geschichten einschüchtern…

Fazit

„The Mortuary“ fühlt sich irgendwie herrlich an. Herrlich altbacken und erinnert an Klassiker wie „Geschichten aus der Gruft“ bzw. den kultigen „Gespenster“-Heftchen, die man als Kind verschlungen hat. Wir bekommen hier wirklich morbide und bitterböse Kurzgeschichten, die es nicht nur handlungstechnisch in sich haben, sondern dank hübscher und nicht minder blutiger Inszenierung optisch mächtig auftrumpfen können.

Eine richtige Lieblingsgeschichte hatte ich jetzt nach der ersten Sichtung zwar nicht, kann aber allen Episoden eine sehr gute Unterhaltung bescheinigen – was letztlich viel wichtiger als nur einzelne Highlights ist. So machen alle Abenteuer ordentlich Laune und stehen sich in Sachen Ekelhaftigkeit und Gedärm in Nichts nach. Erstaunlich auch, dass man nicht nur hierauf, sondern auch auf witzige Wendungen geachtet hat und den Zuschauer mit brauchbaren Twists immer mal wieder zum Schmunzeln brachte.

Im Gegensatz zu anderen Mitstreitern empfand ich den Rahmen um die kurzen Ausflüge ebenfalls als sehr gelungen erdacht. Gerade weil die Figuren von Dark und Sam so geheimnisvoll erschienen, machte deren Wortduell besonders viel Spaß. Man hängt förmlich an deren Lippen und weiß nie, wie sich das zwischenmenschliche Spiel entwickeln wird und vor allem – wie das gegenseitige Anstacheln wohl enden wird. Bei anderen Titeln gibt es oftmals nur blasse Erzähler, die einfach nur irgendwie zur nächsten Folge überleiten und zum Teil gar nicht notwendig gewesen wären.

Die Darsteller haben ihre Sache allesamt sehr gut gemacht. Es gab einige mehr oder weniger bekannte Gesichter, die sich lustigerweise in manchen Episoden auch mal doppelt eingeschlichen haben. Besonders gut hat mir jedoch der charismatische Leichenbestatter (Clancy Brown) gefallen – der auf der einen Seite recht einschüchtern wirkte und trotzdem irgendwie eine gewisse Sympathie erzeugen konnte. Mal was anderes, als der allseits bekannte „Crypt Keeper“.

„The Mortuary“ ist ein Segen für die Fans Eingangs erwähnter Kultobjekte. Er transferiert altbekannten Charme in ein technisch aktuelles Korsett und bietet wirklich sehenswerte Geschichten, denen es an Nichts mangelt. Für mich ein kleiner Überraschungstitel, der sicherlich noch einmal im Player landen wird.

8/10

Fotocopyright: Capelight Pictures

Arac Attack

Inhalt

Durch einen Unfall gelangen merkwürdige Chemikalien in einen See in der Nähe einer amerikanischen Kleinstadt. Das Ganze hat dann insofern Konsequenzen, dass die Spinnen einer benachbarten Farm innerhalb kürzester Zeit zu riesigen Monstern mutieren und die Einwohner schon bald in Schach halten…

Fazit

Bei seiner damaligen Erstveröffentlichung auf DVD, war „Arac Attack“ ein absoluter Blindkauf und ich würde glücklicherweise nicht enttäuscht. Sicherlich ist die Story nichts weiter, als ein einfacher Rahmen für vergleichsweise plumpe Action und auch bei den Dialogen ist nicht viel tiefgründiges enthalten – aber genau das erwartet man bei einer solchen Produktion bereits im Vorfeld schon.

„Arac Attack“ ist ehrlich und verstellt sich nicht. Er zielt klar auf eine Fanbase alter Klassiker ab und trifft damit voll ins Schwarze. Trotz gewaltigem technischen Fortschritt fängt der Streifen den Charme vergangener Tage perfekt ein und unterhält damit sehr gut. Natürlich sind die Effekte heute wiederum ein wenig angestaubt, aber insgesamt noch gut anschaubar und tragen in meinen Augen durchaus zum leicht trashigen Eindruck bei.

Die Handlung ist so simpel, wie effektiv. Es gibt keine größeren wissenschaftlichen Abhandlungen, doppelte Böden oder Verschwörungen. Ein paar Fässer giftiges Material und schon mutieren die Langbeiner. Kein drumherum, keine Hintermänner – einfach unkomplizierte Action und der geeignete Zuschauer ist nach einem langen Arbeitstag damit nicht überfordert.

Das Tempo ist angenehm hoch und bremst nicht mit langen Dialogen oder unnötigen Schnickschnack aus. Zwar konnte man sich eine kleine Lovestory nicht verkneifen, aber die fiel nicht negativ ins Gewicht. Sie war so klein und witzig gemacht, dass man getrost ein Auge zukneifen konnte. Überhaupt hat sie mit ihrer naiv-blöden Machart gut zum Rest gepasst.

„Arac Attack“ ist ein herrlich altbacken wirkender Film, der sein angepeiltes Zielpublikum auch nach Jahren noch ganz gut unterhält. Er ist zwar unterm Strich nicht wirklich zu ernsthafteren Werken konkurrenzfähig, doch war das wohl nie so recht die Intention der Macher. Alles fühlt sich unkompliziert, leichtgängig und spaßig an – und mehr braucht es manchmal einfach nicht.

7/10

Fotocopyright: Warner Home Video

Peninsula

Inhalt

Die Epidemie hat Südkorea überrollt und die Grenzen wurden geschlossen. Überlebende suchen auf der ganzen Welt Asyl und der Norden hat Einige von ihnen aufgenommen. Ein paar Flüchtlingen wird jedoch ein unmoralisches Angebot unterbreitet. Gut ausgestattet sollen sie noch einmal in die von Zombies besetzte Heimat aufbrechen, um dort einen Geldtransporter ausfindig zu machen und eine hohe Provision für dessen Plünderung zu kassieren…

Fazit

Mit dem eher schleichend aufbauenden Grusel von „Train to Busan“ hat dessen Fortsetzung leider nicht mehr so viel am Hut. Der Zuschauer wird direkt in die Unglückslage hineingeworfen – und kann sich ansonsten im Gegensatz zum Vorgänger aber leider nicht über weitere Innovation freuen.

Technisch ist „Peninsula“ über jeden Zweifel erhaben und präsentiert uns glaubwürdige Endzeitkulissen, die optisch selbst in absoluter Dunkelheit einen überzeugenden Eindruck machen. Auch die konsequente Weiterentwicklung der Handlung gefiel, obwohl man nicht mehr direkt auf die Figuren von „Train to Busan“ aufbaut und neue Charaktere einführte.

Ein wenig enttäuscht hat mich jedoch der eher bodenständige Verlauf, der sich kaum noch aus der breiten Masse abzusetzen schien. Man bediente sich bei diversen Zombie- und Endzeit-Titeln, brachte aber keinerlei eigene Ideen ein. Was einst den großen Reiz an der Sache ausmachte, verkommt hier zu einer „Nummer sicher“ und wagt einfach nichts mehr Neues.

Für mich zwar zudem die Identifikation mit den Hauptfiguren schwierig. Konnte man sich damals noch hervorragend in die überraschende Lage der Protagonisten hineinversetzten, so verkommt das aktuelle Motiv eher zur Farce. Alles fühlt sich ziemlich bemüht und wenig ausgeklügelt an – oder anders gesagt: viel zu nah an den meisten Konkurrenten angelehnt.

Für sich genommen ist „Peninsula“ ein solider Zombie-Film ohne echte Highlights. Er wirkt zwar technisch makellos, aber unterm Strich nicht mehr so erfrischend und kurzweilig wie es einst „Train to Busan“ war. Genrefreunde dürfen natürlich mal reinschauen, sollten aber mit etwas gedämpften Erwartungen an die Sache rangehen. Für Neueinsteiger bleibt die Empfehlung für den Erstling – auf den Zweiten kann man zur Not noch gut verzichten.

6,5/10

Fotocopyright: Splendid Film/WVG

Train to Busan

Inhalt

Während ein Vater mit seinem Kind im Zug unterwegs zur Mutter ist, bricht eine seltsame Seuche über das Land her. Menschen verwandeln sich in fleischfressende Bestien und selbst deren Transportmittel wird davon nicht verschont. Gemeinsam mit Anderen versuchen sie der Lage in den Abteilen wieder Herr zu werden und der Zugführer sucht nach einer geeigneten Haltemöglichkeit…

Fazit

Die Fortsetzung ist soeben auf Blu-Ray erschienen und das Ami-Remake in trockenen Tüchern. „Train to Busan“ befindet sich schon etwas länger in meiner Sammlung, doch bisher hatte ich noch nicht die Muse zu einer Sichtung gehabt. Am vergangenen Samstag habe ich dann einfach mal ein „Double-Feature“ auf die heimische Leinwand geworfen und möchte hier ein kleines Urteil zum Besten geben.

Im extrem breit besetzten „Zombie-Genre“ ist echte Innovation selten und genau hier macht der Titel so Einiges richtig – und für unsere Sehgewohnheiten angenehm anders. Zum Einen sind asiatische Produktionen solcher Machart doch relativ exotisch und zum Anderen bringt man mit dem Schwerpunkt der Zugfahrt einen witzigen, wie spannenden Aspekt ein.

Im Gegensatz zu vielen anderen Werken kann man sich hier äußerst gut in die Situation der Figuren hineinversetzen und bei der Suche nach einem geeigneten Ausstieg ordentlich mitfiebern. Man spürt, welchem Informationsdefizit die Reisenden ausgesetzt sind und wie ungewiss die Lage außerhalb des Zuges wohl sein mag – trotz aller Technologie, die den Koreanern eigentlich zur Verfügung steht.

Durch gelegentliche Schauplatzwechsel, der beklemmenden Atmosphäre und dem schnörkellosen Verlauf wird es nie wirklich langweilig. Das Pacing ist hervorragend und gibt zwischen hektischen Momenten immer wieder kleinere Verschnaufpausen – ohne die Zeichnung seiner Figuren zu vernachlässigen. Diese ist zwar nicht umfassend tief, für einen derartigen Genrevertreter jedoch mehr als ausreichend. Schnell wachsen Sympathien zu Figuren und schnell wird klar, wer hier in der Not nur an sich selbst denkt.

Technisch ist das Ganze – wie für ein Film aus Südkorea gewohnt – extrem hochwertig und edel. Viele Szenen spielen überwiegend am hellen Tag und geben hervorragenden Einblick auf hochwertige Masken und lässt keine Details entgehen. Beim Härtegrad kommt man völlig ohne abgetrennte Körperteile und herumfliegende Gedärme aus, ohne dabei unblutig und weniger eindringlich zu wirken.

Durch seine interessanten und vergleichsweise frischen Ideen und Gesichter, hebt sich „Train to Busan“ angenehm und lobenswert hervor. Er macht Vieles richtig und das Ergebnis überzeugt auf ganzer Linie. Zur Höchstwertung fehlt zwar noch der gewisse Kick, doch Zombie-Fans sollten sich diesen Titel unbedingt malm auf den Zettel schreiben – auch wenn er gerade in heutigen Zeiten wieder mulmige Gefühle beim Betrachter erweckt.

8/10

Fotocopyright: Splendid Film/WVG

Invasion

Inhalt

Der Absturz eines Space Shuttles brachte merkwürdige Viren auf die Erde und die damit in Verbindung geratenen Menschen weißen spürbare Auffälligkeiten auf. Sie sind blas, gefühlskalt und einfach nicht mehr die selben, wie vorher. Gemeinsam mit einem befreundeten Arzt versucht Psychiaterin Carol Bennell der Sache auf den Grund zu gehen und heil mit ihrem Sohn aus der veränderten Umgebung zu entkommen…

Fazit

Die Geschichte um die „Körperfresser“ ist schon fast so alt, wie das Medium Film an sich. Ich habe im Laufe meinen Lebens schon so einige Vertreter gesehen und am gestrigen Abend war mal wieder eine der neueren Umsetzungen an der Reihe – und hinterließ erneut einen äußerst brauchbaren Eindruck.

Wie bereits erwähnt, ist weder Thema, noch die Herangehensweise sonderlich originell. „Invasion“ aus 2007 lebt von seinen guten Darstellern, der zeitgemäßen Inszenierung und einer damit verbundenen, stimmigen Atmosphäre.

Der Streifen ist zuweilen herrlich düster, ohne dabei zu sehr auf die Nerven zu gehen. Er besitzt außerdem einen angenehmen Flow, der dramatischere Momente immer wieder mir ruhigeren Passagen abfedert und insgesamt einen kurzweiligen Eindruck hinterließ. Die Spannung ist gut konstruiert, da die Handlung an sich vergleichsweise bodenständig und nachvollziehbar gemacht wurde. Man kann sich relativ gut ins Setting hineinfühlen und sich hin und wieder eigene Gedanken zur Lage machen – was nicht jedem Konkurrenten so geschmeidig gelingt.

Richtig blutig war das Geschehen eigentlich nicht, aber das war nicht weiter schlimm. Die veränderten Persönlichkeiten und deren seltsame Verhaltensweisen waren entsprechend dem Thema gruselig genug und ließen keine heftigeren Einblicke missen. Ich fand das Auftreten mancher Infizierter jedoch in der Tat etwas seltsam – beispielsweise der Ex-Mann unserer Hauptdarstellerin verhielt sich anders und vor allem charismatischer, als der Rest – aber „Schwamm drüber“.

„Invasion“ ist für mich kein absolutes Highlight, aber insgesamt eine nette Interpretation des bekannten Stoffs. Er hielt erneut gut bei Laune und gefiel besonders durch seine Hauptdarsteller in Form von Nicole Kidman und Daniel Craig. In der heutigen Zeit sind einige Aspekte erstaunlich brisant und seine eher ruhige und fast schon sachliche Machart unterstützten den beängstigenden Eindruck. Wie dem auch sei: für Genrefans definitiv einen Blick wert.

7/10

Fotocopyright: Warner Home Video

The Vigil – Die Totenwache

Inhalt

Im jüdischen Brauchtum gibt es die sogenannte „Totenwache“ – was im Grunde nichts anderes bedeutet, als einen Verstorbenen bis zu seiner Beerdigung fortwährend mit Anwesenheit zu begleiten und so vor bösen Mächten zu schützen. Aus finanziellen Gründen nimmt Yakov einen solchen Job an und erlebt eine wahrhaft alptraumhafte Nacht…

Fazit

Ich hatte keinerlei Erwartungen an diesen Film und wurde schon nach kurzer Laufzeit bitter enttäuscht. „The Vigil“ kommt eigentlich mit einer recht interessanten Grundidee daher, doch seine langweilige und teils anstrengende Inszenierung berauben ihm jeglicher Unterhaltung und am Ende sah ich das Werk nur als vergeudete Lebenszeit an.

Wenige Darsteller, wenige Locations und eher unterschwelliger Grusel sind im Grunde nicht verkehrt und können im besten Falle viel aus diesen überschaubaren Elementen basteln. So etwas nenne ich dann gerne „effektiv“. „The Vigil“ hingegen macht gar nichts aus seiner spannenden Prämisse und fährt sein Erzähltempo bereits nach wenigen Minuten ganz nach unten.

Nachdem man sich zu Beginn noch über das nervige Lesen von Untertiteln mokiert hat, sinkt die Akzeptanz des Filmes dann spätestens mit dem Beginn der Totenwache Stück um Stück. Es passiert so gut wie überhaupt nichts mehr auf dem Schirm und die Konzentration fiel sichtlich schwer. Wir beobachten eine Person beim Lesen, beim Tippen auf dem Handy und letztlich auch beim Einnicken. Selten habe ich in letzter Zeit etwas so unspektakuläres und langweiliges gesehen.

Technisch ist das Werk in Ordnung. Das Setting war ansprechend, die düstere Optik hochwertig und der dezente Soundtrack nicht weiter störend. Auch die kleineren Effekte schauten soweit gut aus, retten jedoch nichts am trägen Gesamteindruck. Man konnte den Zuschauer trotz solider Machart einfach nicht mehr aufschrecken – und so richtig originell war das Einfallsreichtum in Sachen Horror sowieso nicht. Man hat alles irgendwo schon einmal gesehen, meist jedoch deutlich besser.

Filme sind Geschmackssache – und das ist auch gut so. Selbst als bekennender Filmfan kann man nicht alle Werke lieben und muss nicht immer verzweifelt nach möglichst positiven Worten suchen. Für mich gehört „The Vigil“ zu den schnarchigsten und schlechtesten Filmen der letzten Zeit und wird wohl so schnell nicht mehr im Player landen. Selten hab ich mich so gelangweilt und so sehr dem Abspann entgegengefiebert. Ich hatte keinerlei Abneigung gegen Darsteller, Szenario, oder anderen Komponenten und bekam einfach nur ein bescheidenes Werk zu Gesicht – dass so überhaupt nicht meinem Geschmack entsprach. Man sollte sich bei Blumhouse lieber nach anderen Werken umschauen – denn die haben ansonsten ein paar äußerst brauchbare Genrevertreter im Sortiment.

2/10

Fotocopyright: EuroVideo Medien GmbH

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