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Schlagwort: Horror (Seite 1 von 2)

Wounds

Inhalt

Nach einer Schlägerei in seiner Bar findet Will ein Handy auf dem Boden und nimmt es mit nach Hause. Bei einem Bierchen knackt er den Entsperrcode und findet auf dem Gerät einige Dinge, die er besser nie gesehen hätte…

Fazit

An der Geschichte vermag man grundsätzlich zu zweifeln, doch zu Gunsten der Spannung nimmt man dieses Konstrukt schonmal in Kauf. Wird anderen Titeln stets mangelnde Innovation vorgeworfen, kann „Wounds“ zumindest diesbezüglich schon etwas punkten.

Die Atmosphäre des Films ist von Beginn an sehr düster und fast schon bedrohlich, was dank einer intensiven Musikuntermalung noch einmal verstärkt wird. Alles wirkt soweit recht stimmig, wären da nicht ein paar Löcher in der Handlung – die man zwar irgendwo geschluckt werden, dennoch den Eindruck ein wenig trüben. Im Grunde baut die ganze Geschichte auf solchen Kompromissen auf und bietet überdies diverse Interpretationsmöglichkeiten.

Man könnte dieses Werk als Horror-Thriller, oder einfach nur überspitze Gesellschaftskritik bezeichnen. Für Ersteres geht es trotz aller Düsternis vielleicht doch ein wenig zu blutleer und für letzteres etwas verworren zu. Man ehesten könnte man noch die fatalen Folgen von Alkoholkonsum als Fazit herbeiziehen – was mir als Einziges relativ logisch erschien und sich mit besagten Lücken gut vereinbaren ließ.

Die Darsteller gaben hin und wieder Grund zur Sorge. Bei Armie Hammer war zwischen ziemlich gut bis katastrophal alles dabei. Auch seine Partnerin Dakota Johnson rangierte zwischen nettes Beiwerk und unfreiwillig komisch, die mit der gesamtem Situation sichtlich überfordert schien. Von Zazie Beetz hätte ich hingegen gern mehr gesehen.

„Wounds“ ist eine Sache für sich. Die schwammige Kernaussage hat mir weniger, die interessante Atmosphäre hingegen passabel gefallen. Als kostenloser Inklusivtitel ging das Gebotene sicherlich in Ordnung, in der Sammlung bräuchte ich ihn allerdings nicht.

5,5/10

Fotocopyright: Netflix

Weitere Infos: https://www.netflix.com/de/title/80207495

Der Unsichtbare

Inhalt

Die gepeinigte Cecilia beschließt ihren besitzergreifenden Freund zu verlassen und bei einem Bekannten unterzukommen. Als sich ihr Leben endlich zu normalisieren beginnt, erhält sie die Mitteilung vom Tod des ehemaligen Partners. Unerwartet wird sie mit einem reichhaltigen Erbe bedacht, doch merkt schnell, dass etwas an der ganzen Sache faul ist…

Fazit

Die Geschichte um einen Unsichtbaren wurde schon oft und in vielen Varianten verfilmt. Vom Horrorfilm bis zur Komödie wurde der Stoff mit Umsetzungen bedacht und im Rahmen der Wiedererweckung alter Klassiker gibt es nun eine neue Adaption.

Gleich vorweg sei gesagt, dass die aktuelle Variante (soweit ich die anderen Adaptierungen kenne) eigene Wege geht und aus der bekannten Ausgangslage etwas Neues erschafft und den Transfer ins aktuelle Zeitalter vollzieht.

Die Handlung versucht sich sehr glaubwürdig zu geben und zieht hiermit ganz ordentlich in seinen Bann. Statt krachender Action oder Leichenberge, erlebt der Zuschauer einen ruhigen, stellenweise unterschwelligen Grusel – der durchwegs funktioniert. Es gab zwar immer wieder kleinere Gewaltspitzen, aber die Macher blieben „auf dem Teppich“ und brachen nicht mit dem authentischen und bedrohenden Grundton.

Die kleinlauten Passagen werden mit Aufritt des Unsichtbaren immer wieder zu neuen Höhen getrieben, was im Übrigen auch dem brachialen Soundtrack in diesen Momenten zu verdanken ist. Aus der Stille wird plötzlich so etwas wie Panik, die dank eindrucksvoller Akustik auf den Zuschauer überschwappt und richtig zu begeistern wußte.

Die tollen Darsteller trugen ihren Teil zum stimmigen Gesamtbild bei und unterstrichen die bereits gelobte Atmosphäre. Sie agieren genau im richtigen Maße und übertrieben es zu keiner Minute. Loben möchte ich auch, dass – im Gegensatz zu manchen Konkurrenten – nicht nur Models zu erblicken waren und vielleicht auch deshalb das Hineinversetzen in deren Schicksale so hervorragend funktionierte. Die Figuren waren greifbar und durch die Bank weg sympathisch – bis auf den Gegenspieler. So gehört sich das.

Operation gelungen, Neuauflage geglückt. „Der Unsichtbare“ ist nun keine neue Referenz im Horrorsektor, aber eine ordentliche Bereicherung des selbigen. Der Film ist gut geschrieben, top besetzt und nahezu meisterhaft in Szene gesetzt. Seine gewisse Glaubwürdigkeit unterstreicht den vorzüglichen Gesamteindruck und so habe ich nicht wirklich viel zum kritisieren. Man darf sich vom gemächlichen Auftakt nicht direkt abschrecken lassen – der Film dreht atmosphärisch noch so richtig auf und behält seinen ausgezeichneten Spannungsbogen bis zum bitteren Ende bei.

Der aktuellen Situation geschuldet, ist „Der Unsichtbare“ bereits auf Streaming-Plattformen erhältlich. Die Blu-Ray kann allerdings vorbestellt werden.

8/10

Fotocopyright: Universal Pictures Germany GmbH

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Der Unsichtbare [Blu-ray]

Crawl

Inhalt

Inmitten eines heftigen Hurrikan, versucht Haley ihren Vater zu kontaktieren. Die Bewohner der Region müssen evakuiert werden, doch ihr Erzeuger meldet sich nicht. Kurzerhand beschließt sie ihn selbst nach ihm zu besuchen und findet schnell heraus, warum er das Haus nicht früher verlassen konnte…

Fazit

Tierhorrorfilme gibt es wie Sand am Meer, doch die Wenigsten sind dabei richtig gut. Die Euroshop sind nahezu überflutet mit billigen Hai- oder Alligator-Trashproduktionen, die idealerweise durch ihre Unfähigkeit etwas unterhaltsam sind und trotzdem selten zu empfehlen sind.

Mit „Crawl“ präsentiert man uns zur Abwechslung einen höher budgetierten Titel, der endlich mal wieder auf das anspruchsvollere Kinopublikum gemacht wurde und handwerklich Einiges auf dem Kasten hat.

Glücklicherweise sieht man die besseren Finanzmittel, insbesondere was CGI-Effekte und Setting betrifft. Die halb unter Wasser stehende Stadt wirkt glaubwürdig und sorgt für leichte Schauer beim trockenen Zuschauer. Die Alligatoren wirken glaubwürdig und reihen sich nahtlos ins Szenario ein. Sie verhalten sich nicht wie Fremdkörper und untermauern das stimmige Gesamtbild.

Durch eine schöne Technik hat der Film einen besonderen Charakter. Es kommt dem Betrachter nicht wie ein belangloses Fantasyevent, vielmehr wie ein durchaus authentisches Ereignis vor. Das Spiel mit den Ängsten ist realistischer – auch wenn das Vorkommen dieser Tierchen bei uns wohl eher die Seltenheit darstellen.

Die Darsteller agieren ordentlich. Durch das eingeschränkte Setting und die relativ schlichte Handlung wird Ihnen kein übermäßig großer Rahmen für exzellentes Schauspiel geboten, doch sie machen das Beste daraus. Vor allem die Hauptfiguren sind sympathisch und laden zum Mitfiebern ein. Ihr Schicksal ist uns nicht völlig egal und so bleiben wir auch am Ball.

Eine hochwertige Inszenierung übertüncht die dünne Story, die durch gute Darsteller ordentlich besetzt wurde. Alles läuft relativ unspektakulär, aber immerhin halbwegs spannend vor sich hin und die knappen 1,5 Stunden bieten durchwegs solide Unterhaltung. Eine neue Genre-Referenz ists nicht geworden, dennoch kommen Fans auf Ihre Kosten. Ich habe die investierte Zeit nicht bereut, aber auf eine erneute Sichtung kann ich erst einmal verzichten.

6,5/10

Fotocopyright: Paramount Pictures (Universal Pictures)

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Crawl [Blu-ray]

1922

Inhalt

Im Jahr 1922 erlebt ein Farmer die Höhen und Tiefen seines Lebens. Gemeinsam mit seinem Sohn, bringt er seine quengelnde Frau um und damit beginnt sein Höllentrip. Sie verscharren die Leiche im Brunnen neben dem Haus, doch ihr Geist scheint den Beiden anzuhaften…

Fazit

Basierend auf einer Kurzgeschichte von Stephen King, präsentiert uns Netflix seit einigen Monaten schon diesen kleinen Titel und endlich habe ich die Zeit zur Sichtung gefunden.

In erster Linie überzeugt ein großartiger Thomas Jane, der bereits bei „Der Nebel“ oder „Dreamcatcher“ des gleichen Autos überzeugen konnte. Er lebt den schwitzenden, eigenwilligen Farmer – der beim Reden kaum die Zähne auseinander bekommt.

Ein überragender Schauspieler ist auch bitter nötig, trägt er doch die Handlung in weiten Teilen von Allein. Es passiert – fast schon Genre-typisch – relativ wenig und oft betrachtet der Zuschauer nur die Hauptfigur, die sichtlich am Abdrehen ist. Man spürt schon, das eine Novelle zu Grunde liegt, denn so richtig umfangreich fühlt sich die Gesichte leider nicht an – ist neben Jane aber glücklicherweise auch in einem ansprechenden Setting präsentiert.

Im Großen und Ganzen würde ich behaupten, dass der Erzählfluss recht ausgewogen ist. Manchmal driftet das Geschehen fast ins Langatmige ab, fängt sich davor aber immer wieder und verkommt nicht zur Einschlafhilfe. Man setzt die kleinen Highlights gezielt ein und hält hierdurch immer wieder bei Laune. Vor der Abflachung erfolgt noch immer etwas aufregendes und man bleibt mit neuer Spannung am Ball.

Ich liebe die Romane des Meister und habe durchaus Gefallen an einigen seiner Filmadaptionen, die mich seit Klein auf begleiteten. „1922“ ist kein großer Big-Budget-Titel und kann seine Kurzgeschichtenherkunft nicht verleugnen, überzeugt dennoch auf ganzer Linie und sei Fans damit ans Herz gelegt. Es gibt bessere, aber auch wesentlich schlechtere Interpretationen – und diese hier gehört definitiv zum oberen Bereich. Seit allerdings für etwas ruhigeres in der Laune, sonst klappt das Erlebnis vielleicht nicht.

7/10

Fotocopyright: Netflix

Underwater – Es ist erwacht

Inhalt

Eine Forschungsstation, die sich unterm dem Meer befindet, wird von einem schweren Beben erschüttert. Viele Systeme sind ausgefallen und nur ein Teil der Crew hat überlebt. Jeder Atemzug könnte aufgrund der Instabilität der Letzte sein – und irgendetwas lauert im Wasser…

Fazit

Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass dieser Film aufgrund von Kristen Stewart vielleicht ein paar Zuschauer weniger verzeichnet – was im Anbetracht ihrer hiesigen Leistung absolut ungerechtfertigt wäre.

Sie verkörpert die Rolle von Norah Price erstaunlich gut und übertrifft sogar ihren alteingesessenen Kollegen Vincent Cassel mit Bravur. Das dichte Spiel in den weiten des Meeres wird durch seine ernst auftretende Hauptfigur angenehm geprägt und durch Sie eigentlich erst richtig sehenswert gemacht.

Weitere Pluspunkte verdient die tolle Ausstattung, welche den Zuschauer perfekt in eine andere Welt versetzt. Schicke Anzüge, eine futuristische Station und jede Menge Computer erzeugen eher den Eindruck eines Besuchs im All, statt im tiefem Nass. Alles wirkt angenehm harmonisch, unterstützt die dichte Atmosphäre. Das „gluckern“ unter Wasser verstärkt die klaustrophobische Grundstimmung enorm – die düstere Soundkulisse passt dazu ohne Makel.

Auch wenn viele Passagen nicht neu, gar etwas vorhersehbar erscheinen, bricht der rote Faden nicht ab und man bleibt konzentriert am Ball. „Underwater“ sorgt dank solider Technik und eigenwilliger Optik für ein Sehgefühl, welches vielen Mitbewerbern abgeht. Das Teil wirkt hochwertig, teuer, zeitgemäß und weitestgehend glaubwürdig – selbst wenn die Taucheranzüge unweigerlich an Soldaten aus dem Videospiel „Gears of War“ erinnerten.

Es war zu erwarten, dass die Story nicht vollends neu sein wird und sich ungeniert bei großen Vorbildern bedient. Durch seine tolle audiovisuelle Umsetzung und diverser eigenständigen Elemente, ist „Underwater“ jedoch kein müder Abklatsch von „Alien“ und Konsorten. Durch sein tolles Ambiente und der hohen Spannugskurve macht das Teil von Anfang bis Ende ordentlich Spaß und verdient für Interessierte eine warme Empfehlung – trotz und gerade wegen seiner starken Hauptdarstellerin. Natürlich gibt es im Genre weitaus bessere – aber auch weitaus schlechtere Werke.

7/10

Fotocopyright: Twentieth Century Fox Home Entertainment

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Underwater [Blu-ray]

The Void – Es gibt eine Hölle. Dies hier ist schlimmer.

Inhalt

Für die nächtliche Notbesatzung in einem Krankenhaus beginnt der blanke Horror. Zuerst liefert der örtliche Sheriff einen Verletzten ein, dann macht eine furchtbare Kreatur den Laden unsicher. Zu allem Überfluss gibt es noch ein paar vermummte Typen, die das Gebäude umzingeln…

Fazit

Mir war von Anfang an klar, dass es sich bei diesem Titel um keine A-Produktion handelt, dennoch habe ich mich schon ein wenig auf die Sichtung gefreut. Das Cover erinnert stark an Lovecraft – doch auch ohne direkte Bezüge könnten dessen Fans auf Ihre Kosten kommen.

Für eine FSK 16 Freigabe geht es stellenweise recht grob zur Sache, was ordentlich Punkte auf das Wertungskonto spült. Bei Blutfontänen und bizarren Kreaturen lacht das Herz des Genreliebhabers und mittelprächtige Darsteller und schwach vertonte belanglos-Dialoge sind fast vergessen. Man setzt bei den deftigen Einlagen auf ordentliche Handarbeit und verdient hierdurch massig Lob.

Die Inszenierung hat ihren eigenen Charme und geht für einen wohl eher günstigeren Film vollkommen in Ordnung. Anfangs mögen die Bilder etwas nach Handy ausschauen und die Filter wenig prickelnd sein – mit der Zeit gewöhnt man sich dran und findet das Gesamtbild dennoch sehr stimmig und gar nicht mal so billig. Man behielt seinen Stil immerhin konsequent bei.

Auch wenn sich die Geschichte besonders zu ihrem Beginn sehr beliebig anfühlt, wird ein brauchbarer Spannungsbogen aufgebaut. Durch die düstere Atmosphäre bleibt man durchgehend am Ball und möchte die Auflösung nicht verpassen. Die zuweilen nervig-treibende Musik tut ihr Übriges zur merkwürdigen Faszination. Auf seine Art ist der Film stimmig und macht durchaus Spaß.

„The Void“ kann für Liebhaber durchaus ein kleiner Geheimtipp sein. In der breiten Masse der mittelprächtig-schwachen Direkt-to-Video Horror-Schinken, sticht er ein klein wenig hervor und hält brauchbar bei der Stange. Wer sich angesprochen fühlt schaut rein, ansonsten verpassen Genre-Verächter nicht wirklich viel. Ich fand den Titel sympathisch – nicht mehr und nicht weniger.

6/10

Fotocopyright: Ascot Elite Home Entertainment

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The Void – Es gibt eine Hölle. Dies hier ist schlimmer. – Uncut [Blu-ray]

Die Farbe aus dem All

Inhalt

Eine Familie wird durch einen lauten Knall aus dem Schlaf gerissen. Nicht etwa, weil Ihr neues Anwesen einzustürzen droht, sondern ein Komet aus dem All auf dem Anwesen eingeschlagen ist. Zunächst denken die Bewohner sich nichts bei dem seltsamen Fundstück, doch vor allem Vater Nathan bemerkt schon bald die Verbreitung des Wahnsinns bei wirklich allen Beteiligten…

Fazit

Man kann von H.P. Lovecraft noch immer halten, was man will – aber ich verschlinge seine Bücher und freue mich über jede Adaption in Film- oder Videospielform. Als ich von diesem Werk hörte und dann auch noch die Beteiligung von Nicholas Cage vernahm, war es um mich geschehen.

Nach der Sichtung hielt sich meine Begeisterung jedoch in Grenzen. Nicht etwa, weil die Vorlage schlecht umgesetzt wurde, vielmehr weil ich mir einen höheren Unterhaltungswert versprochen habe. Alles plätscherte großenteils vor sich hin und bot kaum echte Highlights. Es wurde nie so richtig langweilig und man leistete sich keine gravierenden Fehler, aber irgendwie blieb der letzte Kick aus. Alles war schön konservativ und hochwertig inszeniert, jedoch hob sich zu wenig aus der breiten Masse hervor. Es hatte den Anschein, dass man sich langsam am die Materie heran tastete und den Zuschauer nicht mit zu wirren Hirngespinsten überfordern möchte. Spielraum hätte der Macher ja reichlich gegeben.

Cage hat hervorragend gefallen und stahl allen die Schau. Niemand gibt den verrückt gewordenen Familienvater so wie er. Die hervorstechenden Augen und seine passende Synchronstimmte ließen den Wahnsinn aus allen Poren triefen – und dem Zuschauer hin und wieder ein Grinsen auf die Lippen zaubern. Von ihm lebt die Handlung und dank ihm bleibt man überwiegend auch am Ball.

Wer keine Vorbehalte zum Autor hat und eine solide Umsetzung seiner Werke sucht, wird mit diesem Streifen wahrscheinlich halbwegs glücklich. „Die Farbe aus dem All“ bot einen sehenswerten Cage, eine makellose technische Präsentation und leistete sich keine nennenswerten Patzer. Mir fehlte trotz dieser vielversprechender Elemente irgendwie das gewisse Etwas und so kann ich für meinen Teil nur eine bedingte Empfehlung aussprechen. Fans schauen sowieso rein und machen sich ihr eigenes Bild – der Rest muss das Grusel-Genre an sich schon mögen. Ansonsten bleibt man lieber beim „Ding aus einer anderen Welt“ von Carpenter (oder auch dessen brauchbares Remake).

6,5/10

Fotocopyright: Koch Media GmbH

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Die Farbe aus dem All – Color Out of Space (Ultimate Edition, 4K Ultra HD+5 BRs+CD) [Blu-ray]

Becoming – Das Böse in ihm

Inhalt:

Ein junges Paar steht kurz vor der Hochzeit und reist noch einmal quer durch das Land, um die Verwandschaft zu besuchen. Lisa und Alex scheinen glücklich, bis plötzlich etwas merkwürdiges passiert. Die Persönlichkeit von Alex verändert sich zusehens und alsbald glaubt Lisa einen anderen Menschen vor sich zu haben…

Fazit:

„Becoming“ sitzt zwischen den Stühlen. Auf der einen Seite möchte man ein bißchen Grusel verbreiten und auf der anderen Seite ein mysteriöser Thriller mit einem Hauch von Drama sein. Leider funktioniert keine der verwursteten Komponnten so recht und die unschöne Langweile überwiegt.

Gerne würde ich mich ausführlicher zur Geschichte äußern, doch so viel gab sie leider nicht her und ich habe die grundsätzliche Aussage nicht verstanden. So portaitiert man einen Menschen, der sich von seinem Wesen deutlich verändert und sagt nicht, warum. Haben hier wirklich außerirdische Kräfte seine Ursprünge, oder fällt einfach nur eine Maske? Der Film zeigt (gewollt) wenig, regt den Zuschauer durch seine nahezu dilletantische Machart aber nicht unbedingt zum Nachdenken an.

Technisch wirkt „Becoming“ billig. Zwar schön klar und sauber, aber irgendwie schaut die Optik nach preiswerter Kamera oder Handy aus. Der Soundtrack war so öde, dass er kaum aufgefallen ist. Die Darsteller agierten so lala, schwangten zwischen ernsthaftem Schauspiel und Statisten einer Soap-Opera. Im Grunde nicht der Rede wert – auch nicht die ach so krasse Veränderung von Alex. Die war höchstens unfreiwillig komisch und verfehlte so den gewünschten Effekt.

Auch Filme wie „Becoming“ wollen Besprochen werden – und sei es nur als Warnhinweis für potentielle Käufer, die vom hübschen Cover angesprochen werden. Das Teil war billig, uninspiriert und in sich nicht vollkommen schlüssig konstruiert. Zum weiteren Sinnieren über den Inhalt fehlt mir im Nachgang der Nerv und dieses kleine Review beendet das Thema für mich.

3/10

Fotocopyright: LEONINE

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Becoming – Das Böse in ihm [Blu-ray]


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Black Christmas

Inhalt:

Pünktlich zur Weihnachtszeit reisen die meisten Studenten heim zu Ihren Familien. Nur Riley und ein paar ihrer Verbindungsschwestern halten die Stellung im Haus. Statt einem beschaulichen Fest im Kreise der Freunde, findet jedoch ein übles Massaker statt und die blutige Spur führt zu einem benachbarten Wohnheim…

Fazit:

Die Story ist altbacken, Imogen Poots wunderhübsch anzuschauen und der Rest kaum der Rede wert – so würde eine kurze Beschreibung von „Black Christmas“ ungefähr ausschauen und eine ausführliche Begründung wäre nicht erforderlich. Um diese Besprechung zumindest etwas ausführlicher zu gestalten, schreibe ich dennoch ein paar weitere Sätze hinzu.

Freunden klassischer Horrorstreifen dürfte die dünne Handlung einigermaßen bekannt sein und wenige Überraschungen bereiten. Man versucht zwar immer wieder eine kleine Varianz bekannter Facetten, drückt dem Genre allerdings keinen eigenen Stempel auf. Alles läuft letztlich nach bewährtem Muster und des Rätsels Auflösung ist weit daher geholt.

Die Geschichte plätschert weitestgehend vor sich hin und nimmt erst im letzten Drittel ein wenig Fahrt auf. Die Slasher-Einlagen waren ordentlich in Szene gesetzt, haben sich jedoch ebenfalls nicht von der Konkurrenz ab. Weder technisch, noch vom Einfallsreichtum. Man hat wirklich alles schon einmal irgendwo gesehen – und oftmals viel besser.

Der Markt von unterhaltsamen Horror-Produktionen ist hart umkämpft und mit verhältnismäßig vielen Nieten besetzt. „Black Christmas“ war nüchtern betrachtet sicherlich kein Totalausfall, aber auch nicht das Gelbe vom Ei. Genrefreunde erhalten einen durchaus nett anschaubaren Vertreter, der Rest kann getrost verzichten. So richtig gelangweilt habe ich mich jetzt nicht, von einer erneuten Sichtung in nächster Zeit sehe ich hingegen ab. Purer Durchschnitt.

6/10

Fotocopyright: Universal Pictures Germany GmbH

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Black Christmas [Blu-ray]


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Plagi Breslau – Die Seuchen Breslaus

Inhalt:

Nachdem die Polizei von Breslau mehrere verstümmelte Leichen findet, zeichnet sich ein grauenvolles Bild ab. Jemand scheint eine alte Mordserie aus dem 18. Jahrhundert nachzustellen und kennt bei seiner Brutalität keine Grenzen…

Fazit:

Für Filme, wie diesen, bin ich Netflix dankbar. Nicht weil er etwa ein krasser Geheimtipp wäre – sondern für das Hineinschnuppern in Werke, für die ich sonst keine Kohle locker gemacht hätte.

„Plagi Breslau“ ist nicht nur ein merkwürdiger Name, sondern insgesamt auch ein sehr merkwürdiger Film mit verworrener Handlung. Verworren deshalb, weil man oftmals weder den Ordnungshütern, noch den Aktionen des Täters folgen kann. Motive können absolut nicht nachvollzogen werden bzw. sind überaus schlecht begründet und alles ist irgendwie sehr holprig erzählt.

Echte Sympathie kann zu keiner der Figuren auch nur im Ansatz aufgebaut werden. Alle wirken kühl, befremdlich, schlecht frisiert und schlichtweg uninteressant. Durch Randnotizen versucht man deren Hintergründe geringfügig verständlicher zu machen, im allgemeinen Desinteresse geht jedoch das meiste vollkommen unter und die Geschichte wird hierdurch nicht durchsichtiger.

Audiovisuell wird bestenfalls Mittelmaß geboten. Verwackelte Aufnahmen erinnern eher an billige Kameraführung, denn gewollte Effekte und von der schwachen deutschen Synchronisation braucht man gar nicht zu sprechen. Im direkten Vergleich wirken die „Tatorte“ der letzten Jahre wesentlich hochwertiger und zumeist runder inszeniert. Positiv eigentlich nur die derben Szenen, bei denen sichtlich die meiste Mühe in ordentliche Handarbeit und hohen Ekelfaktor gesteckt wurde. Statt einer 18er Freigabe hätte es eine Jugendfreigabe ab 16 allerdings auch getan. Da sind wir heute entspannter drauf.

„Plagi Breslau“ mag nette Ansätze aufweisen, bleibt unterm Strich nicht mehr als ein verschrobener Thriller mit nicht immer nachvollziehbaren Momenten. Mein Ding wars jetzt nicht, aber vielleicht findet es trotzdem seine Fans – zumal die Hürden seiner Sichtung durch Netflix nicht allzu hoch erscheinen. Empfehlen würde ich da eher ein erneuter Filmabend mit „Sieben“, „The Horsemen“ oder den erstklassigen Jussi Adler Olsen Buchumsetzungen.

4,5/10

Fotocopyright: Netflix

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