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Schlagwort: Fantasy

The Old Guard

Inhalt

Eine Eliteeinheit sorgt seit Jahrhunderten für ein wenig Ordnung in der Gesellschaft. Sie befreit Geiseln oder versucht mit anderen Dingen zu helfen. Ein großer Konzern ist dem Trupp jedoch auf die Schliche gekommen und möchte sich deren Unsterblichkeit zu Nutze machen…

Fazit

Bei der Kombination „Netflix“ und „Charlize Theron“ konnte eigentlich wenig schief gehen, doch unterm Strich enttäuschte das Ergebnis allerdings.

Die Geschichte gab sich im Grunde ganz solide und bot einen brauchbaren Rahmen – der leider nicht immer optimal genutzt wurde. Neben einigen wirklich guten Actionpassagen schlichen sich immer wieder kleinere Längen und unnötig ausufernde Dialoge ein.

Das gar nicht mal üble Grundgerüst wurde insgesamt zu wenig ausgereizt, was für mich die vielleicht größte Enttäuschung darstellte. Der vermeintliche Bösewicht erschien trotz fieser Aktionen irgendwo viel zu zahm und oberflächlich dargestellt. Zwar begründete seine Gier seine Motivation, überzeugen vermochte deren Inszenierung aber nicht. Höchstwahrscheinlich lag es einfach an seinem blassen und wenig charismatischen Gesichtsausdruck.

Es tat mir schon fast weh, Frau Theron in diesen Outfits und diesem Styling zu sehen. Ähnlich wie bei „Aeon Flux“ ging es kreativ, aber eher zum Fremdschämen zur Sache. Sie bewies etwas Mut zur Hässlichkeit – was sie durchaus aus anderen Titel („Monster“) allerdings schon gewohnt ist und irgendwo von ihrem Können zeigt. Der Rest vom Fest war (bis auf den Gegenspieler) ganz in Ordnung, rief aber keine Begeisterungsstürme hervor.

Wer mit der Story etwas anfangen kann und bereit für ein paar Längen und Ungereimtheiten ist, bekommt mit „The Old Guard“ einen durchschnittlichen Genrebeitrag – der als Inklusivtitel bei Netflix wenigstens kein Geld kostet. Der Streifen ist insgesamt okay, in Anbetracht seiner Bestandteile hätte ich jedoch weitaus mehr erwartet. Zum Weggucken durchaus geeignet.

6/10

Fotocopyright: Netflix

VFW

Inhalt

Eines Abends flüchtet ein junges Mädchen in die Kneipe alter Kriegsveteranen. Sie hat einem Gangsterboss eine Menge Stoff entwendet – woraufhin dieser seine finsteren Gefolgsleute entsendet. Da die alten Herren gar nicht an Herausgabe der Gesuchten denken, beginnt eine blutige Schlacht…

Fazit

Für Filme wie „VFW“ bin ich irgendwie nicht (mehr) gemacht. Er bettet mehr oder minder lustige Splattereffekte in eine dürftige Handlung und versucht so seine knappen 90 Minuten Laufzeit zu überbrücken. Er lebt dabei hauptsächlich von einem Aufgebot an Darstellern – die letztlich auch für mich das größte Highlight darstellen.

Es gibt Momente, wo der Streifen durchaus Spaß macht. Seine schnörkellose Machart erinnert an die guten Action-Titel der 80iger und seine flachen Dialoge ebenso. Die Charaktere wirken übertrieben cool und dabei angenehm kantig – doch unterm Strich war mir das eindeutig zu wenig.

Nicht alle Gags vermochten zu zünden und so ganz konnte man den alten Recken nicht alles abkaufen. Mehr noch als bei „Expendables“ fühlten sich die Figuren zu „abgefuckt“ an und so traute man ihnen die aufzeigte Action nicht unbedingt zu. Stephen Lang, William Sadler und Fred Williamson sind zwar kultige Typen, hier jedoch einen Hauch zu kaputt, um irgendwie glaubwürdig zu sein.

Audiovisuell gab es in erster Linie dunkle Bilder und eine eigentlich ganz solide „Schmudeloptik“. Der Sound war eher unauffällig, fetzte im Gemetzel ganz gut. Die Bildqualität war dafür eher durchwachsen, passte so aber zum Retro-angehauchten Rest.

„VFW“ ist sicherlich ein launiger Kracher in gepflegter (alkoholisierter) Herren-Runde, jedoch ganz mein Fall für mal eben Zwischendurch. Früher hätte ich dem Titel wahrscheinlich wesentlich mehr abgewinnen könnte, heute bleibt abseits der charmanten Ansätze allerdings kein Werk, welches unbedingt in die Sammlung wandern muss. Beinharte Fans nehmen ein paar Macken in Kauf und freuen sich über Helden aus der Jugend – wenngleich der Streifen manchmal etwas langatmig daher kommt.

4/10

Fotocopyright: Alive

Dark – Die komplette Serie

Inhalt

Alles beginnt mit dem Selbstmord eines Familienvaters und dem Verschwinden eines Kindes. Die kleine Stadt Winden ist in Aufruhr und hat Angst.

Einige Personen erinnern sich derweil an ähnlich gelagerte Fälle aus der Vergangenheit. Was hat die mysteriöse Höhle im Wald oder das benachbarte Atomkraftwerk damit zu tun?…

Fazit

Auf meiner alten Webseite habe ich seinerzeit bereits die erste Staffel besprochen und war dabei voller warmer Worte. Da relativ früh bekannt wurde, dass es insgesamt drei Staffeln geben wird, habe ich die Zweite direkt übersprungen und mir das Gesamtwerk nun am Stück (inklusive der erneuten Sichtung der ersten Staffel) betrachtet und komme trotz kleiner Haken zu einem versöhnlichen Urteil.

Man kann den Machern Vieles vorwerfen – nicht aber, dass es keinen Masterplan gab. Die Serie ist von Anfang bis Ende bis ins kleinste Detail durchkonstruiert und greift „flüssig“ die offenen Punkte vorheriger Episoden auf. Im Gegensatz zu anderen Produktionen wirkte das Zusammenziehen der einzelnen Fäden nicht krampfhaft und künstlich, sondern durchdacht und konsequent. Mit fortlaufender und stets komplexer werdenden Handlung hatte ich so meine Bedenken, doch letztlich erschien alles sorgfältig geplant und sinngemäß Richtung Finale zu laufen. Dieses war dann an sich sehr stimmig und entschädigte für einige Lücken, die bei einer „Nebenher-Sichtung“ schnell auftaten. Dies fand ich sehr genial, denn mit dem überaus verständlichen Abschluss schlossen sich kleinere Fragen und waren dann nicht mehr der Rede wert.

„Dark“ lebt von einem grandios gestrickten Mikrokosmos, dem besagte Sorgfältigkeit absolut in die Hände spielt. Schnell baut der Zuschauer eine Bindung zu den überschaubar vorhandenen, aber umso besser agierenden Darstellern auf. Man durchblickt ihre Figuren nach etwas Übung relativ gut, wird jedoch durch gewisse Handlungselemente (keine Spoiler an dieser Stelle) immer wieder aus der bisherigen Denkschiene geschleudert. Man muss sich stets auf neue Situationen einstellen und die teilweise etwas heftigen Sprünge dazu addieren. Dies sorgt durchaus für ein paar Fragezeichen und stellenweise für leichten Frust – beweißt man allerdings Durchhaltevermögen kommt das befriedigend erklärende Finale daher und macht diese Patzer wieder wett.

Ich kenne mich in der deutschen Serienlandschaft leider nicht so gut aus, daher waren die meisten Gesichter für mich relativ unbekannt – was durch mangelnde Unbefangenheit sogar ein Vorteil gewesen sein könnte. Persönlich hat mich Oliver Masucci („Er ist wieder da“, „4 Blocks“) am meisten beeindruckt, wobei der Rest sich überdies keine Schwäche leistete. Egal ob alt oder jung – die Charaktere hatten Profil und wurden mit Hingabe verkörpert. Geschliffene Dialoge rundeten den hervorragenden Eindruck ab.

Technisch muss sich „Dark“ vor keiner anderen Serie verstecken. Angefangen bei der kalten, mysteriösen Optik, bis zum krassen Soundtrack. Keine andere Produktion erweckte allein durch seine Akustik solch eine Gänsehaut und Stimmung. Natürlich wiederholen sich die Effekte sehr oft, aber jedes Mal packen sie den Betrachter und deuten unbehagliches an. Selten hat eine Klangkulisse so intensiv zum Geschehen beigetragen.

Man ist fast schon froh, mal keine deutsche Produktion, die sich ausschließlich um den Zweiten Weltkrieg (oder dessen unmittelbar folgende Epoche) handelt vor sich zu haben. „Dark“ ist eine Ausnahmeserie, die in allen Belangen auf internationalem Niveau rangiert und dank Netflix hoffentlich auch entsprechend aufschlägt und eine Lanze bricht. Die Serie erfordert Aufmerksamkeit, belohnt aber mit Details ohne Ende und einem durchgängigen roten Faden. „Dark“ sollte auf jeden Fall als Ganzes angesehen und idealerweise ohne Unterbrechung durchgesuchtet werden. Es lohnt sich definitiv!

8,5/10

Fotocopyright: Netflix

Artemis Fowl

Inhalt

Völlig überraschend wird der Vater vom 12jährigen Artemis von den Behörden verhaftet. Um das Geld für dessen Kaution aufzutreiben, erinnert sich der hochbegabte Junge an die mystischen Geschichten aus seiner Jugend und versucht zur Lösung einen Weg ins Reichen der Elfen und Feen zu finden…

Fazit

„Artemis Fowl“ ist so ein Film, der mit gespaltenen Gefühlen zurück ließ. Auf der einen Seite weil die aktuelle Kinosituation für diese Produktion arg ungünstig ausfällt, auf der anderen Seite weil das Resultat – zumindest für mich – keinen Gang in das teure Lichtspielhaus gerechtfertigt hätte.

Augenscheinlich teuren und toll gemachten Effekten steht eine wirre und schwierig nachvollziehbare Handlung gegenüber. Trotz netter Stimme aus dem Off bleiben manche Zusammenhänge nicht vollends logisch oder sonstwie glaubwürdig gestaltet. Vielleicht lag es aber auch an mancher Länge, die dem bunten Treiben immer wieder in Beine grätschte und aufkommendem Genuss den Nährboden strittig machte.

Die Geschichte plätscherte vor sich hin und blieb fast durchwegs unspektakulär. Gab es dann mal sowas wie Action, wurde der Bildschirm mit den schrägsten Kreaturen zugeballert und die Übersicht litt. Allgemein konnte ich mich schwerlich mit dem – im Grunde genommen witzigen – Setting anfreunden und hätte mir jederzeit mehr Kurzweil gewünscht.

Bei den Darstellern ist Regisseur Kenneth Branagh auf Nummer sicher gegangen und verpflichtete neben eher unbekannten Jungdarstellern auch Altstars wie Colin Farrell oder Judi Dench. Da allesamt Ihre Aufgabe recht gut erfüllen, ist es umso trauriger dass sie in so eine schlecht ausbalancierte Rahmenhandlung hineingepresst wurden. In meinen Augen konnte hier Niemand sein volles Potential entfalten und höchstens durch unfreiwillig komisches Kostümdesign in den Vordergrund preschen.

Ich kann es drehen und wenden, wie ich will. Mir fällt schwer ein gutes Haar an „Artemis Fowl“ zu lassen. Technisch hab sich das Werk äußerst hochwertig und einem Blockbuster gerecht, doch bei den inneren Werten wollte kein freudiger Funken entflammen. Entweder war die Geschichte zu langweilig, zu verwirrend oder schlicht zu überladen. Für mich unterm Strich ein (höchstwahrscheinlich kostspieliger) Flop, durch seine Streaming-Veröffentlichung aber dennoch auf bestem Wege ein geeignetes Zielpublikum zu finden.

4,5/10

Fotocopyright: Disney

They Reach – Manche Tore sollte man nie öffnen

Inhalt

1979. Während der Arbeit an einem Wissenschaftsprojekt findet die kleine Jessica ein Tonbandgerät und erweckt damit unheimliche Dämonen zu neuem Leben. Gemeinsam mit ihren Freunden muss sie das Verderben aufhalten…

Fazit

Ein bißchen „Tanz der Teufel“ und ganz viel „Strange Things“. Schon das Cover zielt mit seiner bekannten Schriftart auf das angesprochene Publikum ab und versucht mit netten Anspielungen von seinen Unzulänglichkeiten abzulenken.

„They Reach“ ist in meinen Augen zwar gut gedacht, aber schlecht zu Ende gebracht. Der Film wirkt von Anfang bis Ende bemüht, überzeugt aber in keinem Moment vollends. Die witzigen Verneigungen an die 80iger gehen inmitten der schwachen Technik und des durchgehend billigen Looks fast vollends unter. Man erkennt zwar immer wieder etwas Stärke durchblitzen, wird dann aber durch Längen und billige Effekte immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück geholt.

Die unbekannten Darsteller machten ihre Sache solide, keineswegs überragend. Einen Teil zum gemischten Eindruck trug dann auch die mittelprächtige Synchronisation bei, deren Stimmen nicht immer zu den Figuren passte. Ansonsten gab sich alles bemüht und nie wirklich spitzenmäßig. Auch deren Zeichnung geriert oberflächlich und beinahe uninteressant.

Einen gewissen Unterhaltungswert vermag ich „They Reach“ ja gar nicht absprechen, doch für seine knappe Laufzeit von rund 80 Minuten sind einfach zu viele Längen und technische Mankos vertreten. Gute Ansätze verirren sich in der inszenierten Mittelmäßigkeit und unterm Strich kann ich so keine Empfehlung herausgeben. Dann lieber nochmal eins der zitierten Vorbilder anschauen und sich die Zeit für dieses Werk ersparen.

3/10

Fotocopyright: M-Square / daredo (Soulfood)

ULYSSES – A Dark Odyssey

Inhalt

Nach langer Zeit kommt Soldat Ulysses zurück in seine Heimatstadt „Taurus City“. Vieles hat sich mittlerweile verändert, doch nicht sein bester Freund Niko – mit dem er sich auf die Suche nach seiner verschleppten Frau Penelope macht…

Fazit

Um ganz ehrlich zu sein, habe ich schon beim Studieren des Covers sehr wenig von diesem Streifen erwartet. Selbst große Namen wie Danny Glover oder Udo Kier stehen mittlerweile nicht unbedingt für große Qualität und so habe ich die Scheibe während dem Montieren von Klemmbausteinen eingelegt – und wurde so nebenbei einige Male davon abgelenkt.

Der Streifen beginnt mit wuchtiger Musik und moderner Inszenierung. Bestandteile der griechischen Mythologie wurden witzig ins aktuelle Setting übertragen und lieferten eine nette Rahmenhandlung – die mit ein paar netten Actioneinlagen garniert wurden.

Insgesamt wirkt der Titel eher trashig, wusste aber irgendwie zu unterhalten. Die Geschichte ging stets voran und war relativ frei von Längen. Es ging immer etwas auf dem Schirm ab – und obwohl nicht immer alles hochwertig ins Licht gerückt wurde – gab es wenig zu beklagen. Die Kampfeinlagen waren solide choreografiert und boten durchaus was fürs Auge. Über manch pathetischen Dialog vermag man hinwegsehen, obwohl sie im Nachhinein mit dem Szenario harmonierten.

Es muss nicht immer Hollywood sein. Mit Ulysses liefern uns die Italiener einen Edeltrash ab, der kurzweilig gut unterhalten konnte. Inwieweit die Anspielung auf die Mythologie halbwegs werksgetreu sind, vermag ich nicht zu sagen – empfand sie dennoch als ziemlich gelungen. Der Film ist wahrlich kein großartiger Geheimtipp – sollte aber mit der richtigen Einstellung den ein oder anderen Genrefan bei Laune halten. Der Film ist eine charmante Abwechslung für Zwischendurch.

6/10

Fotocopyright: Lighthouse Film

Vivarium – Das Haus ihrer (Alp)Träume

Inhalt

Ein junges Paar will endlich Nägel mit Köpfen machen und sucht nach der Arbeit einen Immobilienmakler auf. Dieser fackelt auch nicht lang und führt seine potentiellen Kunden direkt zu einem schönen Anwesen. Noch während sich die Interessenten umschauen, macht der Vermittler die Biege und schnell wird klar, dass hier etwas nicht stimmt…

Fazit

„Vivarium“ ist einer jener Filme, die zunächst ganz beschaulich beginnen und den Zuschauer dann mit einem „was zur Hölle?“ vor dem Abspann zurück lassen. Das Gezeigte lässt sich kaum in Worte fassen und über Sinn und Auflösung muss man sich erst einmal ein paar Gedanken machen.

Der Weg zum verstörenden Finale (okay, eigentlich war der Großteil der Handlung auch schon ziemlich schräg) ist seltsam, aber irgendwie auch unterhaltsam. Durch seine absolute Unberechenbarkeit weckt der Streifen merkwürdiges, fast schon voyeurhaftes Interesse und der Betrachter bleibt am Ball. Man ist zwar nicht gänzlich frei von Längen, überwiegend jedoch sehr ansprechend und verfolgenswert gestaltet.

Kulissen und Anzahl an Darsteller waren sehr überschaubar, doch so baut das Geschehen seinen ganz eigenen Charme auf. Alles wirkt wie ein perfides Kammerspiel, dessen Ausgang bis zuletzt ungewiss erscheint. Poots und Eisenberg machen ihre Sache dabei sehr gut und gefallen als verliebtes Päärchen – das meist die passende Mine zum seltsamen Spiel im Gesicht mit sich trägt.

Auf mich wirkte „Vivarium“ wie eine solide Mischung aus „Cube“ und einer überdurchschnittlichen Folge von „Outer Limits“. Das Setting hatte seinen Reiz, der Spannungsbogen war überwiegend gut, doch die schwierig ersichtliche Message kratzt an meiner Bewertung. Mehr als eine überdurchschnittliche Punktevergabe ist leider nicht drin und so sei der Film mit leichten Vorbehalten allen Mysteriefreunden empfohlen. Loben muss ich auf jeden Fall die innovative Geschichte, die gerade in heutigen Zeiten nicht selbstverständlich ist.

6/10

Fotocopyright: Concorde Video

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Die fantastische Reise des Dr. Dolittle

Inhalt

Die englische Queen ist schwer erkrankt und der exzentrische Der. Dolittle wird um Diagnose gebeten. Schnell wird ihm klar, dass die hohe Dame wohl sukzessive vergiftet wurde und nur eine seltene Pflanze Genesung verspricht. Er macht sich mit seinem tierischen Team auf eine abenteuerliche Reise…

Fazit

Ob man wirklich eine weitere Verfilmung des Stoffs gebraucht hätte, lasse ich mal so dahin gestellt. Dank Robert Downey Jr. und großen Budget war die Ausgangslage jedoch nicht die Schlechteste und so musste unbedingt mal ein Blick gewagt werden.

Die eher negativen Kritiken im Vorfeld versprachen nichts Gutes und so durchwachsen ist mein Fazit am Ende ebenfalls. Technisch ist der Titel wirklich sehr gut gemacht und ordnet sich locker in der gehobenen Klasse ein. Insbesondere die Animationen der Tiere haben gefallen und fügten sich ingesamt sehr stimmig ins Gesamtbild ein. Nur selten wirkten sie wie Fremdobjekte, fügten sich meist wunderbar ein.

Geschmacksache dagegen der Humor, der auf ein jüngeres Publikum abzielt und nicht jeden Gag beim reiferen Semester zünden lässt. Auch die Situationskomik ist überwiegend flach und nicht unbedingt der Brüller. Dies sorgt zwar für einen netten, aber keineswegs mega kurzweiligen Verlauf, der zuweilen sogar in Langweile ausartete. Schnell hat sich der Betrachter an den teuren und hochwertigen Bildern satt gesehen und siecht bei belanglosen Dialogen vor sich hin.

Downey machte seine Sache zwar ganz ordentlich, doch der Funke sprang nicht über. Es schien, als spiele er sein Standardprogramm herunter, ohne hier neue Maßstäbe seines Talentes präsentieren zu wollen. Darüber hinaus, hat mich die Sichtung von Banderas in einer solch mächtigen Produktion ein bisschen gefeiert, hätte mir jedoch einen umfangreicheren Auftritt und mehr Action seinerseits gewünscht. Der Rest agierte solide – so richtig ist nichts hängen geblieben.

Große Namen, tolle Effekte und keine grundsätzlich schlechte Handlung machen noch keinen Top-Titel. „Die fantastische Reise des Dr. Dolittle“ ist bestenfalls ein netter, belangloser Familienfilm – der sich durchaus für einen verregneten Nachmittag mit den Kids eignet, aber keineswegs auf meiner Empfehlungsliste steht. Ich hätte zwar keine weitere Verfilmung benötigt, empfand das durchaus ersichtliche Potential dieser Variante bedauerlicherweise für vergeudet.

5/10

Fotocopyright: Universal Pictures

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Walhalla

Inhalt

Durch ein Missgeschick landen die beiden Menschenkinder Tjelfe und Roskva in Asgard, der Heimat von Donnergott Thor und seinem Vater Odin. Sie geraten mitten in den Konflikt zwischen Göttern und Riesen, bei dem auch der sagenumwobene „Fenrir“-Wolf sein Unwesen treibt…

Fazit

In meiner Kindheit habe ich den Zeichentrickfilm geliebt und vor etlichen Jahren auch die DVD dazu erworben. Die erste Ankündigung der Realadaption habe ich mit Skepsis entgegen genommen, doch schon der Trailer brachte sichtlich Entspannung in die Sache.

Wer die Geschichte des Kinderfilms kennt, wird sich hier direkt wiederfinden und – soweit ich mich erinnern kann (die letzte Sichtung ist etliche Jahre her) – kaum Abweichungen in Kauf nehmen müssen. Die aktuelle Verfilmung hält sich nahezu sklavisch an die gemalte Vorlage und erzählt dessen Handlung im Grunde eins zu eins nach. Sogar Teile des Soundtracks und einige Aufnahmen schienen komplett übernommen – was das Herz des Fans wahrlich höher schlagen lässt.

Ich für meinen Teil empfand die nahezu exakte Aufbereitung als größte Stärke des Titels. So werden Kindheitserinnerungen geweckt und die Motivation weiter am Ball zu bleiben deutlich gestärkt. Man wollte unbedingt wissen, ob wirklich alles so eintrifft, wie man es noch bruchstückhaft im Kopf behielt – und freute sich umso mehr über liebevolle Details und der überhaupt würdigen Umsetzung.

Bei den Effekten gab es keinen Grund zur Klage. Die Welt wirkte jederzeit glaubwürdig und selbst Elemente wie riesige Ziegen oder der gigantische Fenrirwolf reihten sich optisch nahtlos ein. Helden und Gegenspieler wurden dargestellt, so wie man es sich damals vorgestellt hatte. Die Riesen waren keine echten Riesen, sondern nur schräg gekleidete Geschöpfe, Thor und Odin nicht so übermächtig, wie sie sonst oftmals geschildert werden. Wunderschöne Landschaften, ein toller Regenbogen und Ehrfurcht erregende Tore schützen eine schlichte, aber atmosphärische Halle der Götter. Alles erschien so realistisch und greifbar wie möglich – auch, wenn hier doch nur ein Märchen die Grundlage bildet.

Dieser Thor ist nicht vergleichbar mit dem grellen Typen, der in den Marvel-Comics zum unschlagbaren Superhelden stilisiert wurde. Die hier geschilderten Götter sind uns Menschen näher als die bunten Avengers-Recken und sprechen mich damit deutlich mehr an. „Walhalla“ bedient aber insgesamt eher die Fans der gleichnamigen Vorlage, statt Freunde krachender Action. Es geht hier wesentlich ruhiger, verträumter, gar märchenhafter zu und ist somit nicht jedermanns Sache. Ich war von dieser Variante mehr als angetan und lobe mir ausnahmsweise die nahezu identische Inszenierung. Schließlich beruhen beide Versionen auf einem gemeinsamen Comic. Jetzt ärgere ich mich, nicht direkt bei der „Ultimate Box“ zugeschlagen zu haben – denn diese enthält neben der Musik auch den alten Zeichentrickfilm als Bonus…

8/10

Fotocopyright: Koch Media GmbH

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Walhalla – Ultimate Box (+ 2 Blu-rays + 1 Bonus-DVD + 1 CD)

I Am Legend

Inhalt:

Eine schlimme Seuche hat einen Großteil der Menschheit dahin gerafft. Dr. Robert Neville scheint nun der einzige Überlebende in New York zu sein und kreiert sich in seiner Einsamkeit einen eigenen Mikrokosmos, um nicht endgültig den Verstand zu verlieren. Er versucht nebenbei herauszufinden, warum manche überdies Bürger zu seltsamen Kreaturen mutiert sind und wird dabei von ihrer steigenden Intelligenz überrascht…

Fazit:

Als ich gestern am Filmregal vorbeigewandert und die Scheibe von „I Am Legend“ in den Händen hielt, war mir im ersten Moment gar nicht klar, wie sehr die Bilder ein mulmiges Gefühl in diesen Zeiten entfachen. Das menschenleere New York war seinerzeit nicht nur erstklassig inszeniert, sondern sorgt heute für richtige Schauer beim Erhaschen von Parallelen zu aktuellen Ereignissen. Die Sichtweise hat sich grundlegend verändert.

So glaubwürdig und angenehm trostlos das Werk allerdings scheint, umso mehr hauen einige technische Macken aus der sonst so perfekten Immersion. Schon bei Veröffentlichung konnten die Mutanten die Herkunft aus dem Computer nicht verleugnen und wirkten wie Fremdkörper. Während die Tiere noch stimmig ausschauen, reißen die versuchten Menschen komplett aus dem Geschehen und sorgen für Punktabzug.

Bei wiederholtem Schauen packt die Handlung natürlich nicht mehr wie am ersten Tag, trotzdem wird man noch passabel in den Bann gezogen. Hier handelt sich ja um eine Neuverfilmung, die halt in erster Linie mit ihren technischen Möglichkeiten zu begeistern wusste und durch starke Aufnahmen immer wieder fasziniert.

Will Smith machte seine Sache erwartungsgemäß gut und beeindruckt mit durchtrainiertem Körper, der ihm bei seinen Ausflügen zu den Monstern ungemein zu Gute kommt. Man kann sich hervorragend in seine Figur hineinversetzen und erhält dank nett gemachter Rückblenden umso mehr Einblicke in seine Verhaltensweisen. Das Teamspiel mit seinem Hund ist genial, wie gefühlvoll. Der stumme Begleiter platziert sich als wichtiger Angelpunkt im Leben des Protagonisten und wächst dem Zuschauer ebenso schnell an Herz.

Der Stoff mag nicht neu sein und die Umsetzung einige Makel haben, dennoch packen verlassene Flugzeugträger und eine toll visualisierte leere Großstadt immer wieder. „I Am Legend“ hat sicherlich einiges an Potential verschenkt (insbesondere was das Finale betrifft – selbst in der alternativen Schnittfassung), gewisse Sympathie sei ihm gewiß. Das Zusammenspiel von Mensch und Tier ist hier ein echtes Highlight und bei Weitem nicht so aufgesetzt, wie bei manchen Mitstreiter. Wer beklemmende Endzeit ohne großartige Action ala „Mad Max“ sehen möchte, ist hier jedenfalls bestens aufgehoben.

7/10

Fotocopyright: Warner