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Schlagwort: Fantasy Seite 1 von 19

Black Adam

Inhalt

5000 Jahre hat Adam in geheimer Gefangenschaft verbracht, bis ihn eine Gruppe von Rebellen endlich befreit. Zunächst hofften sie auf die Hilfe des gottähnlichen Superhelden – doch der hat eigene Pläne und sinnt nach Rache an seinen Peinigern…

Fazit

Auf einen Superheldenfilm mit Dywane „The Rock“ Johnson hat die Gemeinde lange gewartet, doch die ersten Kritiken waren eher verhalten. „Black Adam“ wurde bereits mit Werken wie „Möbius“ verglichen und sein schneller Release im Stream heizte meine Erwartungshaltung nicht zusätzlich an. Ist der Streifen aber wirklich so schlecht? Ich finde jedenfalls nicht.

Es war schon ein wenig ungewohnt, unsere vielseitiges Muskelpaket in einer ziemlich ernsten Rolle zu sehen – die sich vielleicht ernster nahm, als es das Szenario überhaupt hergab. Es gab kaum lockere Sprüche, dafür eine stets finstere Mimik und eine schwierige Beziehung dem Publikum gegenüber. Man konnte zur Figur von Dywane leider kaum Sympathie aufbauen und konzentrierte sich dafür umso mehr auf die bildgewaltigen Kampfeinlagen, die den Streifen dann auch insgesamt sehenswert machten.

Auf dem Schirm ging es oft heiß her und nahezu perfekte Effekte schufen eine tolle Immersion. Es flogen stets Kugeln oder Menschen umher, das Treiben war oft sehr wild, hektisch und immerzu hochwertig in Szene gesetzt. Es dröhnte aus allen Ecken und der Subwoofer hatte ordentlich was zu tun. In diesem Momenten war dann auch die alibimäßige Hintergrundgeschichte schnell vergessen und das Grinsen auf den Lippen umso breiter. So geht Popcorn-Kino.

Die Geschichte war wirklich eher so lala, aber immerhin mit einem kleinen Intro zu deren genaueren Hintergründen ausgeschmückt. Der Film selbst nahm sich während seiner brachialen Action irgendwann gar keine Zeit mehr vom richtigen Erzählen und so blieb es bei den anfänglichen Details, die gar nicht mehr großartig weiterentwickelt wurden. Durch sein hohes Tempo war das Pacing allerdings durchwegs passabel und Längen kaum zu verzeichnen.

Gestört haben mich die jüngeren Darsteller, die im Grunde keine gewichtige Rolle spielten – dennoch immer wieder in den Vordergrund gerückt wurden. Hätte man deren Einlagen gestrichen, würde Eingangs erwähnte Ernsthaftigkeit von Adam wesentlich passender rüberkommen. So saß man gelegentlich zwischen den Stühlen und konnte sich – Abseits der Action – kaum für eine klare Linie entscheiden.

Auch ein „Black Adam“ erfindet das Rad nicht neu und stützt sich auf bewährte Mechaniken, die wieder einmal prima funktionieren. Viel Krawall und Hingucker lenken von schwacher Handlung und Darstellern ab, unterhielten knappe zwei Stunden vorzüglich. Ein richtiges Highlight wurde das Werk dann am Ende zwar nicht, aber ein kurzweiliger Comicspaß mit Potential zu erneuten Anschauen. Nichts Herausragendes, aber ein amüsanter, kleiner Snack.

7/10

Fotocopyrigt: Warner Bros (Universal Pictures)

Peacemaker – Staffel 1

Inhalt

Nach dem eher durchwachsenen Einsatz mit dem „Suicide Squad“, soll „Peacemaker“ trotzdem weiterhin für die Regierung arbeiten. Er wird einen kleinen Team zugewiesen, welche die Hatz auf außerirdische Parasiten verfolgt…

Fazit

Es war keine Liebe auf den ersten Blick, doch ab einem gewissen Zeitpunkt war ich dann doch sehr von „Peacemaker“ und seinen Eskapaden angetan. James Gunn brach ein wenig mit den üblichen Sehgewohnheiten und lieferte uns hier sympathische „Superhelden“, die in erster Linie mit ihrer groben Umgangsweise überraschend für Laune sorgten.

Die Serie richtet sich klar an ein erwachsenes Publikum und zementiert dies von Folge zu Folge immer wieder. Sei es der hohe Gewaltgrad, der abwertende Umgang mit Personen oder schlichtweg die derben Sprüche aller Protangonisten. Man nahm hier kein Blatt vor den Mund und strebte keine niedrige Freigabe an – so wie es sich oft gezwungen bei der Konkurrenz anfühlt.

John Cena gab sich ungewohnt rüpelhaft, auf der anderen Seite aber extrem menschlich und nicht nur in ruhigeren Momenten sehr nahbar. Besonders hier zeigte sich, wie gut die Mischung aus wieder Action und zwischenzeitlicher Figurenzeichnung funktioniert. Vielleicht mögen einige Elemente nicht sonderlich tiefgründig erscheinen, dennoch gab man sich bemüht und lieferte ein – zumindest für mich – absolut ausreichendes Ergebnis.

Die Story war insgesamt nicht sonderlich originell oder komplex, bot aber einen soliden Rahmen für das Geschehen. Man kam immer wieder schnell rein und musste am Folgetrag nicht überlegen, um was es zuletzt ging. Das Tempo war ansonsten durchwegs hoch und es gab nur selten kleinere Längen. Typische Cliffhanger sorgten dafür, dass man am Ball blieb und die nächste Folge unbedingt schauen musste.

Für Fans der Materie waren auch sicherlich die vielen Spitzen auf andere Superhelden von Belang. Man konnte sich viele Seitenhiebe nicht verkneifen und sorgte mit böse Sprüchen auf die Mitstreiter immer wieder für Lächler. Natürlich durften Betroffene mit klitzekleinen Gastauftritten dann auch nicht fehlen – wobei mir Nebendarsteller wie Robert Patrick noch wesentlich mehr Freude bereitet haben.

„Peacemaker“ war für mich eine willkommene Abwechslung im Serien-Wahn, der mittlerweile auch vor dutzenden Comic-Adaptionen kein Halt mehr macht. Man hebt sich allerdings nicht nur durch seine absichtlich schroffe Weise von den Mitstreitern ab, sondern hat auch inhaltlich ordentlich was zu bieten. Ich bin jedenfalls gespannt, wohin die Reise hier noch geht und wäre bei weiteren Staffeln definitiv wieder mit an Bord. „Peacemaker“ ist vielleicht nicht der stellenweise zitierte Überhit, aber bislang eine runde und zuweilen urkomische Angelegenheit – die sich nicht so angepasst wie viele andere Produktionen ähnlichen Genres anfühlte.

7,5/10

Fotocopyright: Warner Bros (Universal Pictures)

Men in Black

Inhalt

Mit einem rasanten Einsatz qualifiziert sich ein New Yorker Cop für eine ganz besondere und seit Jahrzehnten im Hintergrund agierende Behörde. Er wird Mitglied bei den „Men in Black“ und muss sich mit seinem Partner direkt um einen besonderen außerirdischen Fiesling kümmern…

Fazit

„Men in Black“ ist Kult und hat durchaus einen Teil der jüngeren Popkultur geprägt. So an sich war das Konzept seinerzeit auch stimmig und die Figurengestaltung recht charmant – aber in meinen Augen war insbesondere der erste Ableger gar nicht mal so richtig gut.

Als ich damals das Kino verließ, war ich mir unschlüssig. Unterhaltsam war der Film auf jeden Fall und bot vor allem technisch ein paar tolle Schauwerte, doch restlos begeistern konnte das Gebotene nicht. Irgendwie plätschert das Geschehen immer vor sich hin – zwar nie wirklich langweilig, aber auch nie sonderlich mitreißend.

Die Handlung war simpel, aber im Grunde auch nur ein Rahmen für allerlei bunte Wesen, die hier sicherlich die Hauptrolle spielten. Auch wenn Will Smith und Tommy Lee Jones ein nettes Pärchen abgaben, stahlen ihnen die wilden außerirdischen Kreationen oftmals die Schau.

Man spürt, dass es sich damals um eine teure Kinoproduktion handelte. Alles wirkt noch immer sehr hochwertig, professionell und mit vermeintlich dicken Budget ausstaffiert. Schöne Schauplätze, viele Komparsen und selbst heutzutage noch größtenteils überzeugende Computereffekte hinterlassen einen guten Eindruck.

Eigentlich wollte ich den „Men in Black“ eine wesentlich schlechtere Bewertung verpassen, aber letztlich habe ich ein Auge zudrücken können. Der Film an sich ist abgesehen von seinen ansprechenden Designelementen gar nicht mal so spektakulär, doch er unterhielt mich im Laufe der Jahre immer wieder aufs Neue. Das schafft nicht jeder Streifen und von daher lasse ich Gnade walten – auch wenn das Starbesetzte Vehikel im Grunde nur so lala ausgefallen ist.

6,5/10

Fotocopyright: Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

Die Mumie 3: Rückkehr des Drachenkaisers

Inhalt

Diesmal ist es nicht Richard selbst, sondern sein Sohn, der eine historische Entdeckung macht. Er findet das Grab eines chinesischen Kaisers – auf dessen Überreste oder besser gesagt deren Wiederbelebung es auch finstere Schergen abgesehen haben…

Fazit

„Die Mumien“-Reihe mit Brendan Fraser gehört eindeutig in die Kategorie des seichten, aber nicht minder opulenten Popcorn-Kinos, welches in erster Linie mit tollen Effekten zu glänzen wusste und alle Jahre wieder für Kurzweil sorgt. Bei Teil 3 lag der Sachverhalt seinerzeit eigentlich nicht viel anders, doch irgendwie konnte das Ding weder damals, noch heute so richtig von sich überzeugen.

Zumindest in technischer Hinsicht ist das Werk gut gealtert und überzeugt noch immer mit einer hochwertigen Optik und sehenswerten Effekten. Viele computergenerierte Figuren und Landschaften wirken angenehm plastisch und halten locker mit aktuellen Produktionen mit. Gleiches gilt auch für den wuchtigen Sound, der vor allem bei der Finalschlacht das Wohnzimmer zum Beben brachte.

Mit rund zwei Stunden ist das Treiben per se nicht zu lang, doch einige Durchhänger waren trotzdem nicht von der Hand zu weisen. Während die Action immer recht kurzweilig ausfiel, waren grade die ruhigeren Schnitte einen Ticken zu zäh. Es dauerte, bis das Geschehen in Fahrt kam und eher uninteressante und zudem wenig witzige Passagen nahmen stetig Tempo raus.

Überhaupt mangelte es dem Film an einer interessanten Geschichte, die an den Bildschirm fesselte. Dies mag sicherlich noch nie eine Stärke der Reihe an sich gewesen sein, hätte hier aber besagte Längen retuschieren müssen. Man gab sich zwar um einen schlüssigen – und von den Vorgängern abweichenden – Hintergrund bemüht, die Handlung wusste trotz netter Einleitung nicht zu zünden.

Abgesehen von ihren Effekten war die Reihe für mich noch nie ein echtes Highlight – auch wenn sie durchaus regelmäßig im Player landen. Der vorliegende dritte Teil fiel qualitativ sogar noch etwas ab und markierte somit wohl auch zurecht die letzten Ausflug mit Fraser und Konsorten. Weil ich allerdings weiterhin Bock auf die Thematik und vor allem auf unseren sympathischen und mittlerweile optisch etwas veränderten Hauptdarsteller habe, wäre ich an einem Fortgang dennoch sehr interessiert. Die Gerüchteküche (u.A. Stichwort Azteken) brodelt ja schon seit Jahren…

6/10

Fotocopyright: Universal

John Wick 3

Inhalt

Die Jagd auf John Wick ist offiziell eröffnet. Nachdem er gegen die Regeln der Organisation verstoßen hat, wurde ein hohes Kopfgeld auf ihn ausgesetzt. Die halbe Unterwelt ist nun hinter ihm her – und es zeigt sich, wer trotz der horrenden Summe und drohenden Strafen noch zu ihm hält…

Fazit

Was die Macher seinerzeit mit dem dritten Teil von „John Wick“ abgeliefert haben, lässt sich kaum vernünftig in Worte fassen. Hatte man mit dem eher wenig prickelnden Vorgänger die Marke beinahe zu Grabe getragen, so ging man hier den mutigen Schritt nach vorn und brach mit vielen Konventionen.

Von Anfang bis Ende gab man hier Vollgas und gönnte Hauptfigur und Zuschauer kaum eine Atempause. In allen Belangen haben die Macher einfach noch ein paar Schippen draufgelegt und trotz identischer Thematik ein etwas anderes Seherlebnis gegenüber den Vorgängern geschaffen. Wick hat nicht nur neue Moves gelernt, sondern Härtegrad, allgemeine Kreativität bei den Tötungsakten, sowie das komplette Pacing wurden generalüberholt und wirken wie ein irrer Rausch.

Auf dem Schirm ist ständig etwas los und die toll choreografierten Auseinandersetzungen sorgen für Laune. Man hat sich kaum an einer Szene satt gesehen, da bricht schon der nächste Akt vom Zaum. Viele Eindrücke wirken oft in Sekundenschnelle auf uns ein und die Bewunderung für die dargebotene Kreativität kann gar nicht richtig zum Ausdruck gebracht werden. Man hat so unglaublich viele Ideen in die zwei Stunden gepackt – anderswo hätte man gleich mehrere Filme draus gemacht.

Überhaupt tat es dem Geschehen gut, dass es sich selbst nicht zu ernst nahm. Die teils arg überspitzen Gewalteinlagen sorgten zwar für eine höhere Freigabe, sorgten im schnellen und überdrehten Gesamtbild nicht für Brechreize. Alles wirkte angenehm comichaft und mit einer gesunden Brise Humor, mit dem man letztlich auch über die hanebüchene Story und die schrägen Charaktere hinwegschauen konnte.

Keanu Reeves hat seinen Job abermals toll und vielleicht auch besser als bisher erledigt. Sicherlich wurden seine Bewegungen vielerorts mit CGI unterstützt, aber trotzdem macht dies einen stimmigen Eindruck und seine stets passende Mimik war sowieso nicht mit künstlicher Intelligenz aufzuwiegen. Ansonsten gab es wieder viele bekannte Gesichter, die zum Teil ein paar größere Auftritte als bisher einnahmen und durchaus für das ein oder andere Grinsen sorgten.

„John Wick 3“ ist ein durchgeknallter Actionspaß, der sich endgültig aller Realität entsagt und rein auf Unterhaltung abzielt. Mit mehr Action, mehr Blut, mehr eigensinnigen Figuren, neuen Schauplätzen und einem hohem Tempo ist das Konzept dann auch voll aufgegangen und am Ende der beste Teil der bisherigen Saga geschaffen. Bei manchen Titeln (u.A. Marvel) sorgt die ständige Daueraction für Langeweile, hier blieb ich jedoch bis zum Abspann ohne die Augen zu verdrehen am Ball.

„John Wick 3“ ist kein Film für Jedermann, aber eine unerwartet gute Fortsetzung einer mittlerweile doch recht beliebten Marke. Zu meinen Favoriten gehört auch dieses Werk nicht, aber trotzdem möchte ich es als kurzweiliges Action-Event nicht in der Sammlung missen.

7,5/10

Fotocopyright: Studiocanal

Teenage Mutant Ninja Turtles: Out Of The Shadows

Inhalt

Nachdem die Turtles den Fluchtversuch von Shredder nicht verhindern konnten, droht neues Ungemach. Ein außerirdisches Wesen versucht mit Hilfe einer zerschlagenen Maschine ein Dimensionsportal in unsere Welt zu erschaffen. Bevor das Teil wieder zusammengesetzt ist, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit…

Fazit

Warum es seinerzeit kein Review zu „Out Of The Shadows“ gegeben hat, kann ich leider nicht mehr ganz nachvollziehen. Ich habe mir jedenfalls am gestrigen Abend noch einmal beide neuen Turtles-Filme hintereinander angeschaut – und kann irgendwie verstehen, warum es um diese Marke zumindest in Kinosektor etwas ruhiger geworden ist.

Der erste Teil war keine Offenbarung, aber eine grundsolide Umsetzung der grünen Kindheitshelden. Man setzte die Thematik angemessen mit viel Action, aber wenig Innovation um. Selbiges galt dann eigentlich auch für dessen Fortsetzung – die irgendwie auch wenig Innovatives mag, mehr Figuren aus dem Franchise präsentierte und leider ebenfalls ein wenig seelenlos wirkt.

Es schien, als hätten sich die Macher anhand der Serie eine Checkliste erstellt und nun einfach weitere Punkte abgehakt. Die Grundgeschichte war weder von sich aus spannend geschrieben, noch mit unerwarteten Wendungen bestückt. Sie lieferte einen Rahmen, um weitere bekannte Charaktere zu verwursten und in gut platzierten Dosen nett choreografierte Action zu präsentieren.

Technisch gab sich der Titel abermals sehr stark. Die Schildkröten sahen nett aus und fügten sich vor allem gut ins Gesamtbild ein. Sie wirkten nicht wie Fremdkörper und sogar deren Bewegungen waren unter den klobigen „Rüstungen“ wunderbar geschmeidig. Grade bei den wilden Gefechten machte das Zuschauen dann auch enorm Freude – was man vom Rest nicht ganz so euphorisch behaupten konnte.

Der Filmbesaß zwar ein solides Pacing, bot aber nur wenige nennenswerte Highlights in seinem Verlauf. Alles plätscherte vor sich hin, nichts stach übermäßig heraus. Der Humor richtete sich klar an das jüngere Publikum, war jedoch nicht anders zu erwarten und von daher keine echte Kritik wert.

Vielmehr wurmte mich, dass dem Ganzen irgendwie die Seele gefehlt hat. Man erkannte oft viel Liebe zum Detail, aber meist fühlte sich das Treiben nach einem weiteren Blockbuster ins Transformers-Manier an – bei dem die persönliche Ausarbeitung von Figuren und vor allem deren Motivationen etwas auf der Strecke blieb und die Effekte klar im Vordergrund standen.

Unterm Strich lieferte man uns mit „Out Of The Shadows“ wieder unterhaltsames Popcorn-Kino ohne Schnörkel ab, doch so richtig Begeisterung vermochte dabei nicht aufzukeimen. Das Gebotene war nett, aber einfach nicht mehr – und die Freude auf eine weitere Fortsetzung hält sich zumindest bei mir dezent in Grenzen. Anschauen und schnell wieder vergessen.

6,5/10

Fotocopyright: Paramount

Gotham Knights – Zwischenfazit

Inhalt

Batman ist tot, doch das Verbrechen in Gotham lebt weiter. Der Spieler schlüpft in die Rolle eines jungen Nachwuchs-Superhelden und versucht den letzten Fall des Verstorbenen zu rekonstruieren…

Gameplay

Das Gameplay von „Gotham Knights“ orientiert sich an seinen geistigen Vorgängern, der Arkham-Reihe. Auch hier steuert ihr einen Superhelden (Ihr dürft nun diesmal aus unterschiedlichen Charakteren wählen) aus der Third-Person-Perspektive durch die Stadt. Ihr könnt euch entweder mit waghalsigen Kletteraktionen durch die Häuserschluchten manövrieren oder ein Motorrad zu Hilfe rufen.

Eure Figur kann mittels Erfahrungspunkten aufgelevelt und Talentbäume entsprechend ausgebaut werden. So werdet ihr im Laufe des Spieles immer stärker und erlernt neue Fähigkeiten. Das Kampfsystem ist dabei relativ simpel und intuitiv steuerbar, spielt sich aber nicht so gut weg wie bei den Arkham-Titeln. Man kommt hier zwar auch mit 1-2 Tasten relativ weit und benötigt nur selten etwas Taktik, aber die Action fühlt sich einfach nicht so flüssig an.

Es bleibt euch überlassen, ob Ihr primär die Hauptgeschichte verfolgt oder euch in unzähligen Nebenaufgaben austobt. Leider sind einige Fleißaufgaben für den Fortgang des roten Fadens unabdingbar und trüben den Spielspaß. Die Aufgaben sind oft sehr gleichförmig und nehmen sich durch häufige Wiederholung selbst den Spaß. Meist rufen wir die Karte auf, lokalisieren das nächste Verbrechen, machen uns auf den Weg und verprügeln dort ein paar Gangster.

Spielzeit

Ich habe bisher rund 10-12 Stunden in diesen Titel investiert und den Abspann bis dato noch nicht erblickt (deshalb das Wort „Zwischenfazit“ im Titel). Bisher fühlt sich das Geschehen recht eintönig an und die Handlung vermochte einfach nicht zu packen – weshalb ich das gute Stück nun erst einmal zur Seite legen und mich anderen Spielen zuwenden werde.

Präsentation

Optisch gibt sich der Titel durchwachsen. Zwar schauen die Hauptcharaktere nett aus, beim Rest gibt es allerdings viele Wiederholungen und wenig echte Akzente. Die Stadt wird immerzu im Dunkeln durchstreift, doch ein paar stimmige Licht- und Schattenspiele trösten kaum über die leere Metropole hinweg. Hat man sich in früheren Spielen noch um eine Begründung dafür gekümmert, präsentiert man uns hier einfach nur karg bewohnte Kulissen mit fortwährend gleichen Figuren.

Die deutsche Vertonung war okay, jedoch wiederholten sich auch hier viele Kommentare während den Missionen. Der Humor war oft bemüht, nicht richtig zündend.

Positiv

  • nettes Setting
  • teilweise stimmige Atmospäre
  • ein paar launige Abschnitte
  • ingesamt recht solide technische Seite

Neutral

Negativ

  • viele gleichförmige Fleißaufgaben
  • wenig packende Handlung
  • wenig echte Highlight-Momente
  • oberflächliche Charaktere / wenig spielerische Nuancen
  • leere, stets dunkle Spiellandschaft

Fazit

„Gotham Knights“ ist kein schlechtes Spiel, doch in meinen Augen domminieren die negativen Kritikpunkte. Mit den Arkham-Titeln (insbesondere Arkham Asylum und City) hat man einst die Messlatte sehr hoch gelegt und kommt nun nicht ansatzweise an deren Qualität heran. „Knights“ fühlt sich in vielen Bereichen wie ein Rückschritt an, liefert weder ein annähernd immersives Spielerlebnis, noch einen deutlich verbesserten Eindruck bei der Technik. Es zockte sich solide, aber eben nicht so „fluffig“ wie einst und die Story kommt neben all den gleichförmigen Fleißaufgaben nicht in Fahrt. Unsere jungen Protagonisten unterscheiden sich nur in Nuancen, letztlich war die Auswahl irgendwie egal.

Wie beim Punkt >Spielzeit< erwähnt, habe ich noch nicht das komplette Ergebnis betrachten können und es zu Gunsten von beispielsweise „God of War“ unterbrochen – aber ich fürchte, dabei wird es letztlich auch bleiben. „Gotham Nights“ mag (nach einer gewissen Zeit, zu einem besseren Kurs) sicherlich ein netter Superhelden-Ausflug sein, doch eine echte Kaufempfehlung vermag ich bei aller Liebe zur Materie nicht auszusprechen.

Schaut euch lieber (noch einmal) die älteren Titel an, von denen Ihr sicherlich ein Komplettpaket zu einem Bruchteil des aktuelles Kaufpreises von „Gotham Knights“ abgreifen könnt.

Grafik: 7,5/10
Sound: 7/10
Gameplay: 6/10
Gesamt: 6/10

Fotocopyright: Warner Bros. International Enterprises

Last Days of Lazarus

Inhalt

Der Spieler übernimmt die Rolle von Lazarus, der aufgrund des Todesfalles seiner Mutter wieder in die alte Heimat zurückkehrt. Kaum in der Wohnung angekommen, ereignen sich bizarre Ereignisse und er kann seltsame Visionen kaum noch von der Wirklichkeit unterscheiden…

Gameplay

„Last Days of Lazarus“ lässt sich am einfachsten als „Walking Simulator“ mit kleineren Knobelaufgaben umschreiben. Das Spiel ist in mehreren Kapitel aufgeteilt, in denen es in zumeist stark eingegrenzten Schauplätzen etwas zu absolvieren gilt. Entweder müssen wir einfach nur bestimmte Gegenstände in einer gewissen Reihenfolge inspizieren, Dinge von A nach B bringen oder Elemente miteinander kombinieren. Der Anspruch war hierbei eher gering und die größte Hürde stellt manchmal das schlichte Auffinden besagter Objekte inmitten der enorm hübschen, aber auch grellen Optik dar.

Spielzeit

Man konnte weder sterben, noch sich längere Zeit in Sackgassen verrennen. Manchmal hielt besagtes Auffinden von Objekten ein wenig auf, ansonsten war das Geschehen in rund 4 bis 5 Stunden gemütlich zu Ende gebracht und bot im Schnitt ein solides Pacing.

Präsentation

Optisch war „Last Days“ durchwegs auf einem sehr hohen Niveau, stellenweise sogar fast fotorealistisch. Manchmal gestaltete sich das Erkennen von Gegenstände schwierig, dennoch war das Gesamtbild äußerst stimmig und (zumindest auf der Series X) jederzeit flüssig. Besonders gut gefiel hierbei das opulente Art-Design, welches auch sicherlich einige Texturen aus dem Vorgänger (Gray Dawn) entliehen hat. Auch hier standen christliche Symbole in bunter Präsentation im Fokus, welche in einem krassen Kontrast zu den eher düster angelegten Kulissen standen.

Sprachausgabe und Untertitel waren zum Testzeitpunkt jeweils nur auf Englisch verfügbar, glücklicherweise aber nicht allzu schwierig zu verstehen. Die Sprecher waren wahrscheinlich keine absoluten Profis, jedoch unterm Strich ganz in Ordnung.

Positiv

  • hervorragende Präsentation
  • interessante Geschichte
  • einfache Spielmechanik
  • gelungenes Art-Design
  • vielfältige Inetrpretationsmöglichkeiten

Neutral

  • eingeschränkte Schauplätze mit Backtracking
  • simple Rätsel

Negativ

  • Rätsel erschienen nicht immer logisch, waren meist mit Herumklicken zu lösen
  • Handlung allgemein etwas schräg und bewußt auf Verwirrung getrimmt
  • einige angefangene Rätsel in einigen Locations wurden nicht zu Ende gebracht/nicht erneut besucht

Fazit

Schon der geistige Vorläufer „Gray Dawn“ wusste mit seiner eigensinnigen Weise zu faszinieren und Gleiches hat mich hier dann wieder ereilt. „Last Days of Lazarus“ mag wegen seiner bewusst spröden Art etwas zu polarisieren, doch letztlich führte dies – zumindest bei mir – für erhöhte Aufmerksamkeit und durchwegs hervorragende Unterhaltung.

Alle Details der Handlung habe ich beim ersten Durchgang nicht verstanden, was jedoch nicht nur an der ausschließlich englischen Version lag. Viele Dinge waren verkopft, mit Metaphern bestückt und leicht holprig erzählt dazu. Das hatte seinen Charme, erforderte aber erst recht ein wenig Aufmerksamkeit – die ich abermals sehr gerne investiert habe.

Schaut euch am besten mal ein paar Bilder oder kurze Videos an und prüft, ob ihr euch mit dem Setting anfreunden könnt. Ich konnte mich nach kurzer Eingewöhnung jedenfalls gut im Geschehen fallen lassen und habe das Spiel weitestgehend genossen. Zwar blieben am Ende ein paar Fragezeichen und man hatte das Gefühl, dass einige Baustellen unbearbeitet blieben – trotzdem habe ich den Kauf nicht bereut und würde mich über weitere solcher Werke der Macher freuen.

Grafik: 8,5/10
Sound: 7/10
Gameplay: 6/10
Gesamt: 7/10

Fotocopyright: GrimTalin

Don’t Worry Darling

Inhalt

Für Alice scheint das Leben perfekt zu sein. Sie hat einen tollen Ehemann, ein bezauberndes Häuschen und lebt zusammen mit sympathischen Nachbarn in einer perfekten Kleinstadt. Eines Tages jedoch beginnt sie an der glänzenden Fassade zu zweifeln und scheinbar den Verstand zu verlieren…

Fazit

Große Erwartungen hatte ich an „Don’t Worry Darling“ wahrlich nicht und saß am Ende mit einem breiten Grinsen vor der Leinwand. Sicherlich waren viele Elemente altbekannt und der Verlauf insgesamt recht vorhersehbar konstruiert – aber das Geschehen hat dank toller Darsteller und hochwertiger Inszenierung richtig Spaß gemacht und einen äußerst unterhaltsamen Abend bereitet.

Regisseurin Olivia Wild spielt auf gelungene Weise mit dem Publikum, indem sie mit deren Erfahrungen und Vermutungen spielt, dennoch die Karten nicht direkt auf den Tisch legt. Man wusste die ganze Zeit, in welche Richtung sich die Ereignisse entwickeln werden – nur eben nicht genau, wie und vor allem wann die Bombe platzen wird.

Dank der schönen Bilder und der kuriosen 50iger Atmosphäre hebt man sich angenehm aus der breiten Masse hervor und ergänzt die bizarre Grundthematik hiermit perfekt. Alles wirkt noch verstörender, auch wenn man sicherlich die schönen Seite des Settings nicht verschweigen möchte. Man fühlt sich (beim eher behäbigen Beginn) durchaus wohl und kann dem Amerika einer vergangenen Epoche mit ihrem Charme etwas abgewinnen.

Die Darsteller haben allesamt prima miteinander harmoniert und gaben keinen Grund zur Klage. Sie fügten sich mit ihren ebenfalls teils seltsamen Verhaltensweisen super ins Gesamtgefüge ein und trugen ihren Teil zur unbehaglichen Stimmung bei. Man konnte deren Beweggründe – besonders im Nachhinein – allerdings verstehen – was die Handlung vielleicht noch einen Ticken besser begründen ließ.

„Don’t Worry Darling“ erfindet was Rad nicht neu und möchte uns auch gar nicht mit absurden neuen Ideen vor den Kopf stoßen. Olivia Wild lieferte uns einen runden Thriller, der sich bekannte Elemente zu nutzen macht und dennoch ein extrem spannendes Vehikel daraus präsentiert. Mir hat das Gebotene unterm Strich sehr gut gefallen – auch wenn sich das erneute Schauen leider in Grenzen halten wird.

8/10

Fotocopyright: Warner Bros (Universal Pictures)

Barbaren – Staffel 2

Inhalt

Die Germanen haben zwar eine Schlacht, aber noch nicht den kompletten Kampf gegen das übermächtige römische Imperium gewonnen. Noch immer stehen die Truppen der Besatzer vor den Toren, der zum Teil wieder vereinten Stämme und diesmal fahren sie mit neuen Geschützen auf…

Fazit

Auch wenn die erste Staffel teils übelst von den Kritiken verrissen wurde, konnten die Quoten Netflix wohl von einer Fortsetzung überzeugen – was mich als sehr wohlwollenden Betrachter natürlich immens gefreut hat. Wer jedoch auf die Wertung geschaut hat, erkennt, dass die – meiner Meinung nach – hohe Qualität diesmal nicht ganz gehalten werden konnte und berechtigte Kritik an einigen Stellen angebracht ist.

Ich bin weder Geschichtsprofessor, noch habe ich irgendwas in diesem Bereich studiert. Bereits in jungen Jahren habe ich mich allerdings mit dem Thema „Herrmanns-Schlacht“ auseinandergesetzt, viele Artikel und Lexika-Einträge hierzu verschlungen. Haben sich die Macher zunächst noch recht gut an den überlieferten Begebenheiten orientiert, schienen mir nun viele Elemente aus der Luft gegriffen und zu Gunsten der kurzweiligen Unterhaltung „optimiert“ worden zu sein.

Die Unterhaltung stand klar im Vordergrund und genau das hatten die Autoren wohl im Fokus. Wichtige Figuren schleifte man bis zum bitteren Ende mit und ließ sie nicht vorzeitig versterben – auch wenn es vielleicht so überliefert wurde. Dabei hat man sich hin und wieder jedoch selbst ein Bein gestellt und geriert beim Storytelling ins Straucheln. So wiederholten sich viele Elemente und zerrte damit an den Nerven des Betrachters. Ständig lag irgendwer wach in seinem Bett und sinnierte über den Fortgang des Konfliktes, während der entsprechende Partner gute Ratschläge von sich gab.

Technisch war die zweite Staffel von Barbaren nicht übel, wirkte aber weniger teuer als die erste. So gab es nicht nur kleinere Schlachten, sondern auch sehr eingeschränkte Kulissen und eine überschaubare Darsteller-Riege. Die Dörfer und Festungen schienen winzig, ständig wiederholten sich die gleichen Tore, Zelte oder Gefängnisse. Scheinbar war das Budget sehr überschaubar, doch immerhin hat es für einen überzeugenden Gesamtlook gereichet und eine nichtsdestotrotz glaubwürdige Immersion geschaffen.

Auch wenn das hohe Niveau der vorherigen Ereignisse nicht gehalten und Defizite durchaus sicht- und spürbar waren, hatte ich erneut meinen Spaß mit diesem grobschlächtigen Geschichtsunterricht. Die Darsteller haben erneut gut gefallen, das Pacing war in Ordnung, Härte und Inszenierung haben gefallen. Ich war froh, dass hier überhaupt weiterging und drücke für weitere Episoden fest die Daumen.

7,5/10

Fotocopyright: Netflix

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