Filme, Serien, Videospiele, Fotografie und Lifestyle

Schlagwort: Fantasy

Die fantastische Reise des Dr. Dolittle

Inhalt

Die englische Queen ist schwer erkrankt und der exzentrische Der. Dolittle wird um Diagnose gebeten. Schnell wird ihm klar, dass die hohe Dame wohl sukzessive vergiftet wurde und nur eine seltene Pflanze Genesung verspricht. Er macht sich mit seinem tierischen Team auf eine abenteuerliche Reise…

Fazit

Ob man wirklich eine weitere Verfilmung des Stoffs gebraucht hätte, lasse ich mal so dahin gestellt. Dank Robert Downey Jr. und großen Budget war die Ausgangslage jedoch nicht die Schlechteste und so musste unbedingt mal ein Blick gewagt werden.

Die eher negativen Kritiken im Vorfeld versprachen nichts Gutes und so durchwachsen ist mein Fazit am Ende ebenfalls. Technisch ist der Titel wirklich sehr gut gemacht und ordnet sich locker in der gehobenen Klasse ein. Insbesondere die Animationen der Tiere haben gefallen und fügten sich ingesamt sehr stimmig ins Gesamtbild ein. Nur selten wirkten sie wie Fremdobjekte, fügten sich meist wunderbar ein.

Geschmacksache dagegen der Humor, der auf ein jüngeres Publikum abzielt und nicht jeden Gag beim reiferen Semester zünden lässt. Auch die Situationskomik ist überwiegend flach und nicht unbedingt der Brüller. Dies sorgt zwar für einen netten, aber keineswegs mega kurzweiligen Verlauf, der zuweilen sogar in Langweile ausartete. Schnell hat sich der Betrachter an den teuren und hochwertigen Bildern satt gesehen und siecht bei belanglosen Dialogen vor sich hin.

Downey machte seine Sache zwar ganz ordentlich, doch der Funke sprang nicht über. Es schien, als spiele er sein Standardprogramm herunter, ohne hier neue Maßstäbe seines Talentes präsentieren zu wollen. Darüber hinaus, hat mich die Sichtung von Banderas in einer solch mächtigen Produktion ein bisschen gefeiert, hätte mir jedoch einen umfangreicheren Auftritt und mehr Action seinerseits gewünscht. Der Rest agierte solide – so richtig ist nichts hängen geblieben.

Große Namen, tolle Effekte und keine grundsätzlich schlechte Handlung machen noch keinen Top-Titel. „Die fantastische Reise des Dr. Dolittle“ ist bestenfalls ein netter, belangloser Familienfilm – der sich durchaus für einen verregneten Nachmittag mit den Kids eignet, aber keineswegs auf meiner Empfehlungsliste steht. Ich hätte zwar keine weitere Verfilmung benötigt, empfand das durchaus ersichtliche Potential dieser Variante bedauerlicherweise für vergeudet.

5/10

Fotocopyright: Universal Pictures

Wenn Ihr möchtet, könnt Ihr diese Webseite durch einen Einkauf bei Amazon unterstützen. Das besprochene Produkt erhaltet Ihr über unten stehenden Link.

Die fantastische Reise des Dr. Dolittle [Blu-ray]

Walhalla

Inhalt

Durch ein Missgeschick landen die beiden Menschenkinder Tjelfe und Roskva in Asgard, der Heimat von Donnergott Thor und seinem Vater Odin. Sie geraten mitten in den Konflikt zwischen Göttern und Riesen, bei dem auch der sagenumwobene „Fenrir“-Wolf sein Unwesen treibt…

Fazit

In meiner Kindheit habe ich den Zeichentrickfilm geliebt und vor etlichen Jahren auch die DVD dazu erworben. Die erste Ankündigung der Realadaption habe ich mit Skepsis entgegen genommen, doch schon der Trailer brachte sichtlich Entspannung in die Sache.

Wer die Geschichte des Kinderfilms kennt, wird sich hier direkt wiederfinden und – soweit ich mich erinnern kann (die letzte Sichtung ist etliche Jahre her) – kaum Abweichungen in Kauf nehmen müssen. Die aktuelle Verfilmung hält sich nahezu sklavisch an die gemalte Vorlage und erzählt dessen Handlung im Grunde eins zu eins nach. Sogar Teile des Soundtracks und einige Aufnahmen schienen komplett übernommen – was das Herz des Fans wahrlich höher schlagen lässt.

Ich für meinen Teil empfand die nahezu exakte Aufbereitung als größte Stärke des Titels. So werden Kindheitserinnerungen geweckt und die Motivation weiter am Ball zu bleiben deutlich gestärkt. Man wollte unbedingt wissen, ob wirklich alles so eintrifft, wie man es noch bruchstückhaft im Kopf behielt – und freute sich umso mehr über liebevolle Details und der überhaupt würdigen Umsetzung.

Bei den Effekten gab es keinen Grund zur Klage. Die Welt wirkte jederzeit glaubwürdig und selbst Elemente wie riesige Ziegen oder der gigantische Fenrirwolf reihten sich optisch nahtlos ein. Helden und Gegenspieler wurden dargestellt, so wie man es sich damals vorgestellt hatte. Die Riesen waren keine echten Riesen, sondern nur schräg gekleidete Geschöpfe, Thor und Odin nicht so übermächtig, wie sie sonst oftmals geschildert werden. Wunderschöne Landschaften, ein toller Regenbogen und Ehrfurcht erregende Tore schützen eine schlichte, aber atmosphärische Halle der Götter. Alles erschien so realistisch und greifbar wie möglich – auch, wenn hier doch nur ein Märchen die Grundlage bildet.

Dieser Thor ist nicht vergleichbar mit dem grellen Typen, der in den Marvel-Comics zum unschlagbaren Superhelden stilisiert wurde. Die hier geschilderten Götter sind uns Menschen näher als die bunten Avengers-Recken und sprechen mich damit deutlich mehr an. „Walhalla“ bedient aber insgesamt eher die Fans der gleichnamigen Vorlage, statt Freunde krachender Action. Es geht hier wesentlich ruhiger, verträumter, gar märchenhafter zu und ist somit nicht jedermanns Sache. Ich war von dieser Variante mehr als angetan und lobe mir ausnahmsweise die nahezu identische Inszenierung. Schließlich beruhen beide Versionen auf einem gemeinsamen Comic. Jetzt ärgere ich mich, nicht direkt bei der „Ultimate Box“ zugeschlagen zu haben – denn diese enthält neben der Musik auch den alten Zeichentrickfilm als Bonus…

8/10

Fotocopyright: Koch Media GmbH

Wenn Ihr möchtet, könnt Ihr diese Webseite durch einen Einkauf bei Amazon unterstützen. Das besprochene Produkt erhaltet Ihr über unten stehenden Link.

Walhalla – Ultimate Box (+ 2 Blu-rays + 1 Bonus-DVD + 1 CD)

I Am Legend

Inhalt:

Eine schlimme Seuche hat einen Großteil der Menschheit dahin gerafft. Dr. Robert Neville scheint nun der einzige Überlebende in New York zu sein und kreiert sich in seiner Einsamkeit einen eigenen Mikrokosmos, um nicht endgültig den Verstand zu verlieren. Er versucht nebenbei herauszufinden, warum manche überdies Bürger zu seltsamen Kreaturen mutiert sind und wird dabei von ihrer steigenden Intelligenz überrascht…

Fazit:

Als ich gestern am Filmregal vorbeigewandert und die Scheibe von „I Am Legend“ in den Händen hielt, war mir im ersten Moment gar nicht klar, wie sehr die Bilder ein mulmiges Gefühl in diesen Zeiten entfachen. Das menschenleere New York war seinerzeit nicht nur erstklassig inszeniert, sondern sorgt heute für richtige Schauer beim Erhaschen von Parallelen zu aktuellen Ereignissen. Die Sichtweise hat sich grundlegend verändert.

So glaubwürdig und angenehm trostlos das Werk allerdings scheint, umso mehr hauen einige technische Macken aus der sonst so perfekten Immersion. Schon bei Veröffentlichung konnten die Mutanten die Herkunft aus dem Computer nicht verleugnen und wirkten wie Fremdkörper. Während die Tiere noch stimmig ausschauen, reißen die versuchten Menschen komplett aus dem Geschehen und sorgen für Punktabzug.

Bei wiederholtem Schauen packt die Handlung natürlich nicht mehr wie am ersten Tag, trotzdem wird man noch passabel in den Bann gezogen. Hier handelt sich ja um eine Neuverfilmung, die halt in erster Linie mit ihren technischen Möglichkeiten zu begeistern wusste und durch starke Aufnahmen immer wieder fasziniert.

Will Smith machte seine Sache erwartungsgemäß gut und beeindruckt mit durchtrainiertem Körper, der ihm bei seinen Ausflügen zu den Monstern ungemein zu Gute kommt. Man kann sich hervorragend in seine Figur hineinversetzen und erhält dank nett gemachter Rückblenden umso mehr Einblicke in seine Verhaltensweisen. Das Teamspiel mit seinem Hund ist genial, wie gefühlvoll. Der stumme Begleiter platziert sich als wichtiger Angelpunkt im Leben des Protagonisten und wächst dem Zuschauer ebenso schnell an Herz.

Der Stoff mag nicht neu sein und die Umsetzung einige Makel haben, dennoch packen verlassene Flugzeugträger und eine toll visualisierte leere Großstadt immer wieder. „I Am Legend“ hat sicherlich einiges an Potential verschenkt (insbesondere was das Finale betrifft – selbst in der alternativen Schnittfassung), gewisse Sympathie sei ihm gewiß. Das Zusammenspiel von Mensch und Tier ist hier ein echtes Highlight und bei Weitem nicht so aufgesetzt, wie bei manchen Mitstreiter. Wer beklemmende Endzeit ohne großartige Action ala „Mad Max“ sehen möchte, ist hier jedenfalls bestens aufgehoben.

7/10

Fotocopyright: Warner