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Schlagwort: Fantasy (Seite 1 von 5)

Monty Python’s Jabberwocky

Inhalt

Noch auf dem Sterbebett wurde Dennis von seinem Vater verstoßen und so flüchtet er aus dem kleinen Heimatdörfchen und macht sich auf den Weg in die große Stadt. Hier warten neue Abenteuer auf den naiven Landjungen und sogar ein Duell mit einer wilden Bestie wird alsbald auf seinem Plan stehen…

Fazit

Manche Filme reifen wie guter Wein, oder überlassen diese ehrenvolle Aufgabe seinem Publikum. Schon als Kind habe ich „Die Ritter der Kokosnuss“ geliebt, doch empfand „Jabberwocky“ dagegen als etwas sperrig. Nach etlichen Jahren ist der Streifen nun endlich als (bildtechnisch eher enttäuschende) Blu-Ray erhältlich und erhielt erneut eine gerechte Chance – bei der er leider noch immer nicht so recht überzeugen vermag.

Im Grunde ist „Jabberwocky“ keine richtige Fortsetzung zum angesprochenen Comedy-Klassiker, da er weit weniger auf eindeutigen Klamauk setzt und viele witzigen Anspielungen eher am Rande ablaufen lässt. Vielmehr porträtiert hier Macher Terry Gilliam das finstere, raue Mittelalter an sich und versucht die weitestgehend ernsten Bilder mit ein wenig Humor zu unterfüttern. Stellenweise gelingt dies recht ansehnlich und ein ein paar Gags sitzen perfekt, andere wiederum verkommen zum dämlichen Klamauk und täuschen nicht über deutlich vorhandene Längen hinweg.

Die Story ist simpel und relativ vorhersehbar, orientiert sich wohl lose an der Saga vom „Jabberwocky“. Oftmals plätschert das Geschehen vor sich hin und besonders nach einem launigen Auftakt schaltet man mindestens einen Gang zurück. Obwohl die meisten Darsteller – allen voran Michael Palin – eine gute Figur machen, blieben nur die wenigsten Sketche wirklich im Kopf haften und oftmals bleibt bestenfalls ein müdes Grinsen zurück.

Allein wegen meinem Lieblingsfilm „Brazil“ verehre ich Terry Gilliam und auch sonst habe ich eine Schwäche für die Spielfilme der Monty Python-Truppe, doch der Humor von „Jabberwocky“ geht mir nach Jahren der Reifung noch immer nicht vollends ab. Der Film hat durchaus seine lustigen Momente und grandiosen Anspielungen, doch den stellenweise lahmen Unterhaltungswert können sie nicht vollends aufwiegen. Dabei stören nicht einmal die einfache Machart und die hoffnungslos veralteten Effekte, die immerhin viel Charme besitzen. Bei aller Liebe reicht es leider nicht für eine höhere Bewertung.

6,5/10

Fotocopyright: Capelight Pictures

Die neun Pforten

Inhalt

Ein wohlhabender Buchliebhaber überträgt dem zwielichtigen Händler Dean Corso eine nahezu heilige Aufgabe. Dieser soll prüfen, ob sein Exemplar von „Die neun Pforten“ echt sei und dafür um die halbe Welt reisen, um es mit den restlichen verbleibenden Exemplaren zu vergleichen. Corso sieht die Kohle und nimmt den Job an, doch schon bald gerät er tief ins Schlamassel…

Fazit

Etliche Jahre nach Klassikern wie „Tanz der Vampire“ oder „Rosemaries Baby“ hat sich Roman Polański mal wieder an eine düsterere Romanumsetzung gewagt und sich anno 1999 auch schlagkräftige Unterstützung von Zugpferd Johnny Depp dazu geholt. Das Ergebnis überzeugte damals, wie heute und gehört in meinen Augen mit zu dem Besten, was die beiden jemals auf die Beine gestellt haben.

Der Film lebt von seiner unglaublich dichten Atmosphäre, die sofort in den Bann zieht und bis zum bitteren Ende nicht mehr vom Haken lässt. Schleichend, aber absolut stilsicher wird der Zuschauer in die spannende Handlung eingesogen und das Rätselraten um die Bücher fasziniert auf ganzer Linie.

Mit überwiegend simplen, aber wohl überlegten und geschickt integrierten Details wird ein ganz tolle Setting generiert, welches die wenigen eher angestaubten CGI-Effekte locker übersehen lassen und nie aus der Immersion reißen. Die Macher haben nicht nur großartige Schauplätze, sondern auch prachtvolle Gebäude und beneidenswerte Bibliotheken in Szene gesetzt, so dass im Vorfeld schon leichter Grusel zugegen ist.

Der Film weißt ein gutes Tempo auf, ohne zu hastig zu sein oder gar Längen aufzuweisen. Alles ist perfekt ausbalanciert und macht im richtigen Moment einen Schritt nach Vorn. Man nimmt sich dabei genügend Zeit, um seine Figuren ausführlich zu beleuchten und deren Motivationen verständlich zu machen. Obwohl fantastische Elemente eingeflochten wurden, bleibt das Treiben stets auf dem Teppich und vom Verlauf durchgehend nachvollziehbar konstruiert.

Depp spielt hier ungewohnt ernst und völlig ohne jegliche Übertreibung – was ihm wirklich gut tut und dem Streifen sichtlich zuträglich ist. Besonders fantastisch hat auch Frank Langella als verschrobener Auftraggeber gefallen, der eine zentrale Rolle im Geschehen einnimmt und stets herrlich undurchsichtig, gar furchteinflößend daher kommt.

Mit „den neun Pforten“ schuf Polański einen erstklassigen Horrorfilm, der ohne großes Blutvergießen oder sonderbare Monster daher kommt. Er baut mit tollen Kulissen eine grandiose Stimmung auf, die durch einen erstklassigen Depp auf spannende Weise abgeklappert werden. Der eher unterschwellige Grusel ist durchwegs vorhanden und hält selbst nach erneuter Sichtung noch immer an. Ich kann diesen Titel nur jedem Interessierten ans Herz legen und würde mich freuen, wenn mal wieder ein Werk ähnlicher Gattung produziert werden würde.

8,5/10

Fotocopyright: STUDIOCANAL

Die Königin der Verdammten

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Eigentlich sollten Vampire ihre Identität geheim halten, doch Lestat – der mittlerweile als Sänger einer Metalband weltberühmt wurde – outet sich ganz offen als Untoter und nicht Jeder glaubt an einen Marketing-Gag. Während Vampirjäger auf Hochtouren recherchieren, rasseln andere Blutsauger mit den Säbeln und wollen den Spalter bei einem großen Konzert hinrichten…

Fazit

Das Vampir-Genre ist so alt, wie der Film an sich und wurde schon in frühen schwarz-weiß Jahren mit berühmten Umsetzungen wie „Nosferatu“ aufgegriffen. Man hat in diesem Bereich extrem viel gesehen und oft waren Innovationen Mangelware. Um das Fazit ein wenig vorweg zu nehmen sei gesagt, das auch „Königin der Verdammten“ kein ultimatives Meisterwerk darstellte, aber immerhin sehr um neue Ideen und Ansätze bemüht war.

Nicht immer gelingt der Transfer alter Thematik in die aktuelle Zeit, doch hier ist die Transformation seinerzeit ganz ansehnlich gelungen. Ein Vampir, der in einer Gothic-Band auftritt ist so simpel, wie vortrefflich passend gewählt und der zugehörige Soundtrack verleiht dem Titel zu einem weiteren, sehr coolen Alleinstellungsmerkmal.

Die düstere Optik passt vorzüglich zum Setting und schlägt auch nicht zu sehr auf die Laune. Alles war sehr schön eingefangen und lediglich leicht angestaubte Effekte rissen stellenweise etwas aus der Immersion. Im Großen und Ganzen waren die meisten CGI-Einlagen noch sehr anschaubar, doch hin- und wieder war deren Mithilfe mehr als deutlich zu erkennen.

Die Darsteller haben recht gut harmoniert und deren Leistungen ging durchwegs in Ordnung. Kleines Highlight war natürlich die Coverfigur Aaliyah, die hier einen bemerkenswerten – und leider auch letzten – Auftritt an den Tag legte und Potential für einen eigenen, kompletten Film mit weitaus mehr Screentime gehabt hätte.

Nachdem ich in den letzten Tagen mal wieder den modernen Klassiker „Romeo must die“ angeschaut habe, wurde auch die Lust auf „Die Königin der Verdammten“ neu entfacht. Unterm Strich blieb der Film so gut, wie ich ihn noch in Erinnerung hatte und noch immer sprechen sehenswerte Ansätze absolut für ihn. Genrefans sollten den Titel unbedingt auf dem Zettel haben, der Rest bei Interesse gern mal reinzappen. Für mich definitiv einer der besseren aktuelleren Vampirfilmen – obwohl er mittlerweile auch schon fast wieder 20 Jahre auf dem Buckel hat.

7/10

Fotocopyright: Warner Bros (Universal Pictures)

Dämon

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Kaum hat Detective John Hobbes einen lang gesuchten Killer verhaftet und zur Hinrichtung verfrachtet, da erschüttert eine ähnliche Mordserie das Präsidium. Möglicherweise hatte der Verrückte doch Komplizen – die vielleicht in den eigenen Reihen der Polizei zu suchen sind…

Fazit

Auch die letzte Sichtung von „Dämon“ liegt schon wieder viel zu lange zurück und die Feiertage boten genügend Gelegenheit, auch diese angestaubte DVD mal wieder aus dem Regal zu ziehen und in den Player zu legen.

Noch immer kann die Geschichte trotz leicht altbackender Inszenierung überzeugen und schon nach kurzer Zeit in ihren Bann ziehen. Insbesondere der Auftakt mit einem überragend gespielten Bösewicht ist einfach zum Niederknien und führt schnell in die ungewöhnliche Handlung ein.

Zwar wartete der Plot mit einigen Logiklöchern und Ungereimtheiten auf, doch dem hohen Unterhaltungswert tat dies keinen Abbruch. Die Geschichte ist bis zum bitteren Ende spannend erzählt und die Atmosphäre gefiel.

Optisch gab es solide Hausmannskost ohne übertriebene Spezialeffekte – aber dies hatte die stimmige Aufmachung auch gar nicht nötig. Alles wirkt wie ein typischer Film der 90iger, von der Bildgestaltung, über Outfits, bis hin zur Kameraführung.

Prima ins Geschehen hat auch John Goodman gepasst, der sich mindestens auf Augenhöhe mit dem gewohnt guten Denzel Washington befand. Die Beiden gaben ein super Team ab und es macht Spaß ihren Konversationen zu lauschen.

„Dämon“ ist ein durch und durch solider Titel, der mit guten Darstellern und einer interessanten Prämisse aufwartet. Definitiv kein Film zum mehrfachen Anschauen innerhalb kürzester Zeit, aber alle paar Jahre auf Neue ein stimmiger Thrill.

7,5/10

Fotocopyright: Warner

Wonder Woman 1984

Inhalt

Wir schreiben das Jahr 1984 und die letzten Tage der Menschheit scheinen gezählt. Ein merkwürdiger Dämon hat von einem windigen Geschäftsmann Besitz ergriffen und durch das Erfüllen von Träumen gerät das Gleichgewicht der Welt ins Wanken. Die Freude über das Wiedersehen mit ihrem geblieben Steve währt für Diana dann nicht besonders lange…

Fazit

Mit einem mehr oder weniger lauten Knall geht das schlimme Jahr 2020 zu Ende und mit „Wonder Woman 1984“ startet ein großer Blockbuster parallel zum Kino auch im heimischen Streaming. Da der Streifen mit knapp 2,5 Stunden auch eine mehr als stolze Laufzeit aufweist, versuche ich in der verfrühten Heimkino-Sichtung zumindest damit einen weiteren, positiven Aspekt für mich abzugewinnen.

Wie es fast schon zu erwarten war, ist der Streifen insgesamt ein wenig zu lang ausgefallen. Nach einem furiosen (und wohl mit IMAX-Kameras gedrehten) Auftakt sinkt das Tempo drastisch nach unten und erst mit ein paar Gags beim Erscheinen von Steve geht es wieder aufwärts. Man nahm sich stellenweise zu viel Zeit, um seine Charaktere zu zeichnen oder uns mit der jeweiligen Situation vertraut zu machen. Die ruhigeren Passagen drücken fast zu sehr auf die Bremse, um dann glücklicherweise wieder von actionreichen Abschnitten hinwegkaschiert zu werden.

Wenn es mal kracht, dann aber auch richtig. Die Aufnahmen sind spektakulär und die Choreografie aller Beteiligten erstklassig. Die witzige Ausstattung und die ungewöhnlichen Kostüme tragen dann den Rest zum Unterhaltungswert bei – der wie gesagt in einigen Momenten dann fast vor sich hin plätscherte.

Gal Gadot bestätigte sich erneut als richtige Wahl und eine andere Besetzung für die Titelfigur vermag ich mir gar nicht mehr zu denken. Sie bringt auf der einen Seite die notwendige Eleganz, auf der anderen Seite den perfekten, kriegerischen Charme, um als Amazone durchzugehen. Loben sollte man allerdings auch den sonstigen Cast. „Mandalorian“-Star Pedro Pascal gab einen grandiosen Gegenspieler, während Kristen Wiig so richtig sexy daher kam. Selbstredend war Chris Pine für lockere Spruche und ein paar nette Stunts gut.

„Wonder Woman“ war damals ein unerwartet guter Film und trotz kleinerer Beanstandungen hat mir die aktuelle Fortsetzung auch prima gefallen. Ich hatte an einigen Stellen gerne die Schere angesetzt und denke mit rund zwei Stunden wäre der Streifen insgesamt viel flüssiger geworden. Nichtsdestotrotz ein großer Spaß für alle Fans stilvoller Comicumsetzungen.

7,5/10

Fotocopyright: Warner

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 1 & 2

Inhalt

Nun ist es offiziell: Voldemort ist lebendig und hat mit seinen Handlangern bereits den Angriff auf Hogwarts vorbereitet. Harry und seinen Freunden bleibt wenig Zeit, einen Weg zur endgültigen Bezwingung des Bösewichtes zu finden…

Fazit

Endlich stand am gestrigen Abend das große Finale der Kultreihe ins Haus und etwas Wehmut ging da schon mit. Obwohl ich mich abschließend noch immer nicht als der größter Fan von Potter bezeichnen kann, habe ich einige durchaus unterhaltsame und vor allem kreativ gestaltete Stunden mit meinen liebenswerten Figuren in einer detailverliebten Welt verbracht.

Da der letzte Akt in Vornherein als Zweiteiler konzipiert wurde, möchte ich die beiden Werke auch mit einer Besprechung abfrühstücken – gleichwohl ich mich eh schon viel zu oft in den vorherigen Texten wiederholen durfte und immer wieder gleiche Phrasen zum Besten gab.

Natürlich erreichen die Effekte ihren erwarteten Zenit, alles wurde wieder einen Ticken düsterer und natürlich sind die Darsteller wieder etwas gealtert. Soweit, so serientypisch und konsequent. Von seinen Vorgängern hebt sich das Finale aber mit noch krasseren Elementen, als zuvor ab. So gibt es tatsächlich Leichenberge, tote befreundete Charaktere und knallharte Offenbarungen. „Heiligtümer des Todes“ ist definitiv in der Erwachsenenwelt angekommen und somit für neue, junge Fans etwas schwierig. Der Kontrast zum verträumten Kinderfilm ist deutlich zu sehen und in Anbetracht seiner mitgewachsenen Leserschaft aber absolut nachvollziehbar.

Vielleicht kann man einige zu heftige Wendungen als leicht gekünstelt kritisieren, doch unterm Strich taten diese Momente dem Unterhaltungswert absolut gut. Überhaupt war das Tempo trotz knappen fünf Stunden (beide Teile zusammen) angenehm hoch und im Gesamten viel kurzweiliger als beispielsweise der fünfte Part. Alles wirkte runder, actionreicher und packender als bei jedem Ableger zuvor.

Die Darsteller – allen voran Daniel Radcliffe – war anzusehen, das sie alsbald aus ihren Rollen als Schüler entweichen und der Bartwuchs nicht mehr aufzuhalten ist. Von daher war gut, nun einen (vorläufigen) Schlussstrich zu ziehen und die Tage als Lehrlinge zu beenden. Erneut lieferten alle eine tolle Performance ab und Antagonist Voldemort (Ralph Finnes) konnte ein bisschen größer aufspielen.

Ich habe nicht viel von den Büchern (nur das erste und das – bisher unverfilmte, aber Theaterstück inszenierte letzte Buch) gelesen und würde mich nicht als Fan bezeichnen. Der Hype ist nahezu komplett an mir vorbei gegangen und so bin ich vielleicht etwas nüchterner an die Sache heran gegangen. Mit der nunmehr komplett vorliegenden Saga habe ich sicherlich keine neuen Lieblingsfilme gefunden, doch kann viele Anhänger dieser faszinierenden Welten gut verstehen. Meiner Meinung nach haben wir mit „den Heiligtümern des Todes“ einen aufregenden, abwechslungsreichen und vor allem lauten Titel bekommen, der mehr als versöhnlich mit dem Thema „Harry Potter“ abschließt und einen perfekten Cut für weitere Fortführung liefert.

7,5/10

Fotocopyright: Warner

Harry Potter und der Halbblutprinz

Inhalt

Während Liebestränke bei den Freunden für mehr oder minder unterhaltsame Abwechslung sorgen, spürt Harry derweil die Präsenz seines Widersachers Voldemort umso deutlicher. Der dunkle Fürst scheint im Hintergrund zu erstarken und seine ersten Boten gen Hogwarts auszusenden…

Fazit

Mit „Harry Potter und der Halbblutprinz“ befinden wir uns langsam auf der Zielgeraden der beliebten Filmreihe und vorneweg sei gesagt, dass dieser Ableger zum Glück wieder ein bisschen gelungener, als sein direkter Vorgänger ausgefallen ist.

Wieder einmal versuchte man viel Material in ein enges Korsett zu zwängen, doch diesmal ist den Autoren dieses Zugeständnis ein wenig besser als beim letzten Mal gelungen. Alles fühlt sich wieder runder, nachvollziehbarer und wieder wesentlich unterhaltsamer an. Natürlich bemerkt man insbesondere am Ende, dass wir einen typischen „Zwischenfilm“ vor uns haben, doch war dies schon bei Veröffentlichung weitestgehend bekannt und sollte somit keinen echten Grund zur Kritik geben.

In meinen Augen haben die Darsteller in diesem Teil zumindest optisch den größten Sprung in die Welt der Erwachsenen gemacht. Alle schienen sichtlich gereift und nun tatsächlich im Teenageralter angekommen zu sein. Als logische Konsequenz dann auch das Einflechten der Liebeszauber und die Auswirkungen auf deren Gefühle. Dies hätte zwar manchmal etwas straffer ausfallen können, aber insgesamt war der Erzählfluss doch ziemlich in Ordnung. Darüber hinaus die obligatorische Einführung neuer Figuren, die alsbald in der ersten Reihe stehen und schnell zu wichtigen Handlungsträgern wurden.

Serientypisch ist die Grundstimmung wieder einen Ticken finsterer geworden. Die Auswirkungen auf die Außenwelt wirken dramatischer und die unterschwellige Präsenz von Voldemort schön gruselig eingeflochten. Überhaupt ist der Streifen stellenweise sehr dunkel und damit für einen Kinderfilm recht ungewöhnlich inszeniert. Selbstredend schauen die Effekte aber jederzeit erstklassig aus und entsprechen auf jeden Fall aktuellen Maßstäben.

Sowohl der fünfte Roman, als auch die fünfte filmische Umsetzung waren kleinere Ausrutscher, die glücklicherweise durch diesen Teil wieder glattgebügelt wurden. „Der Halbblutprinz“ gibt sich angenehm erwachsen, düster und für Unkundige endlich wieder nachvollziehbarer. In seinen starken Momenten macht das Stück richtig Laune und erfreut das Herz der Fans. Freuen wir uns auf das große Finale!

7/10

Fotocopyright: Warner

Harry Potter und der Orden des Phönix

Inhalt

Gleich zu Beginn des neuen Schuljahres muss sich Harry Potter vor einem Gericht verantworten und sogar ein Rauswurf aus Hogwarts steht zur Debatte. Er soll vor Menschenaugen gezaubert haben und Niemand glaubt an ein Handeln in Notwehr. Harry bekräftigt von Dementoren angegriffen worden zu sein, doch seine Ausführungen stehen auf wackeligen Beinen…

Fazit

Nach einer kurzen Pause ging es nun mit dem fünften Teil der Potter-Reihe weiter und meine bisherigen Eindrücke haben sich nicht großartig gewandelt. Erneut kann ich von einer konsequenten Weiterführung bisheriger Charakterentwicklungen sprechen und das beispielsweise die Technik wieder einen guten Sprung nach Vorn gemacht hat. Die Geschichte schreitet inhaltlich immer weiter auf ein großes Finale zu, führt einen bekannten und stets zugegeben Bösewicht erneut in sichtbarer Form ein.

Ich habe die Buchvorlage nicht gelesen und lediglich die Diskussion über deren Qualität und deren Machbarkeit bezüglich der Umsetzung in einem einzigen Film mitbekommen. Erneut musste umfangreicher Stoff in einen halbwegs kompakten Film gepresst und viele Abstriche bereits im Vorfeld in Kauf genommen werden. Persönlich empfand ich den Streifen alsdann als eher „ruckelig“, denn viele Themen werden angesprochen – aber nicht zufriedenstellend abgearbeitet – anderen Passagen war gänzlich schwer zu folgen.

Es kam nur selten ein richtig guter Flow auf und viele Szenen wirkten trotz ihrer allseits bekannten Detailverliebtheit eher oberflächlich präsentiert. So war die Gerichtsverhandlung zu Beginn eher langweiliges Beiwerk und von ihrer Dramaturgie schlecht umgesetzt. Manche Abschnitte fühlten sich ebenfalls eher zäh an, obwohl man von einem besseren Erzählfluss (aufgrund der vielen Kürzungen) ausgegangen war.

Nichts zu bemängeln gibts bei den Hauptdarstellern, die ihre Sache noch immer gut und sympathisch machten. Man erkennt erneut wie sie reifen und immer besser in die düster werdende Handlung hineinwachsen. Letztlich sind Hermine, Harry und Ron boh immer die Stützfeiler der Saga und enttäuschen mit ihren Auftritten glücklicherweise nicht. Natürlich wurden aber auch hier wieder neue Figuren eingeführt, die noch innerhalb des Geschehens zur Hauptfigur aufstiegen und sofort wieder abgesägt wurden. Ich mag diesesn Stil nicht unbedingt (da er so berechnend ist), aber eine Integration war wohl nicht anders möglich.

„Harry Potter und der Orden des Phönix“ ist grundsätzlich eine solide Fortsetzung, die unter seinem schwachen Drehbuch und anderen Ermüdungserscheinungen leidet. Die Reduzierung des Ausgangsmaterials war selbst für Unkundige deutlich spürbar und so langsam nutzt sich ein immergleicher Bösewicht mit immergleichen Vorahnungen der Protagonisten ein wenig ab. Für mich bleibts ein solides Werk, jedoch einen kleinen Ticken schwächer und langatmiger als die bisherigen Umsetzungen.

6,5/10

Fotocopyright: Warner

Harry Potter und der Feuerkelch

Inhalt

Wieder muss Harry für seine Schule die Kohlen aus dem Feuer holen. Hogwarts ist in diesem Jahr zum Austragungsort eines magischen Turniers auserwählt worden und der kleine Zauberlehrling ist für seine Bildungseinrichtung als Teilnehmer auserwählt worden…

Fazit

Wer bereits auf die Punktwertung schielt, erkennt, dass sich auch der vierte Teil in etwa auf dem Niveau seiner Vorgänger bewegt und keine merklichen Ausreißer aufweist. Das Szenario ist erwartungsgemäß wieder etwas reifer und düsterer geworden, wächst weiterhin mit seinen Darstellern und dem Publikum.

Es gab gefühlt etwas mehr an Action, die sich tricktechnisch noch einmal angenehm verbessert hat und nunmehr auch mit aktuelleren Produktionen mithalten kann. Ich war selbst erstaunt, wie angestaubt die früheren Teile mittlerweile wirkten, hatte sie doch seinerzeit wahrscheinlich auch ein recht hohe Budget zur Verfügung gehabt.

Ich möchte jetzt nicht spoilern, aber immerhin andeuten, dass der Abschluss diesmal nicht so ganz zufrieden stellte. Waren die Vorgänger doch relativ gut in sich abgeschlossen, so wird man nun mit einem Cliffhanger zurück gelassen. Ist vermutlich der Buchvorlage geschuldet, bei der es dann irgendwann klar war, das die Reihe weitergeht und alles noch korrekt zu Ende erzählt werden kann. Zumal kann man bei Wikipedia anschaulich nachlesen, welche Passagen für den Film umgebogen wurden – gerade um zu Verhindern, dass hier noch ein weiterer Film entstehen musste, um alle Elemente unterzubringen.

Loben muss ich hier allerdings wieder die Darsteller. Neben unsrem tollen Stamm-Cast gab es wieder außergewöhnliche Randfiguren, die mit prominenten Gesichtern besetzt wurden. Hier harmoniert alles prima und auch das verstärkt durchdringende „Erwachsenwerden“ kommt – im gegebenen Rahmen – sehr glaubhaft rüber. Diesmal ist Harry nicht immer der Strahlemann und muss sich auch mal dem Spott seiner Mitschüler hergeben. Erst fand ich die Wandlung um seinen Charakter etwas seltsam, im Nachhinein aber nur konsequent. Wir haben es hier mit jungen Figuren zu tun und deren Meinungen können eben schnell schwanken und der reifere Betrachter muss dies im Hinterkopf behalten.

„Harry Potter und der Feuerkelch“ fühlt sich ein wenig wie ein „Zwischenfilm“ an, was im Anbetracht einer mittlerweile erhältlichen Komplettbox nicht mehr allzu dramatisch ins Gewicht fällt. Das Ende machte Appetit auf Mehr, doch nun kann man einfach die nächste Disk einlegen und direkt Weiterschauen. Ansonsten wird das Level der bisherigen Titel beibehalten und um ein klein weg häufigere Action bereichert. Das hat soweit gut gefallen, doch ein paar nervige Längen verweigern dann letztlich eine höhe Bewertung. Auch wenn viel im Vergleich zum Buch geändert werden musste, bekommen Fans einen soliden viertenTeil und ich halte euch bezüglich weiterer Besprechungen natürlich auf dem Laufenden.

7/10

Fotocopyright: Warner

Harry Potter und der Gefangene von Askaban

Inhalt

Auch dieses Schuljahr beginnt recht ungewöhnlich. Seltsame Kreaturen sind auf der Suche nach einem Insassen, der aus dem berühmten Zaubergefängnis Askaban entflohen ist. Es herrschen hohe Sicherheitsvorkehrungen, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass der Übeltäter in Hogwarts auftaucht. Ausgerechnet Harry scheint eine besondere Bindung zum Geflohenen zu haben…

Fazit

Am gestrigen Abend war der nunmehr dritte Teil der weltbekannten Reihe dran und wieder einmal fällt mein Resümee ähnlich wie bei seinen Vorgängern aus. Man präsentiert uns einen routiniert inszenierten, kindgerechten Fantasy-Film, der nach bewährter Formel agiert und sein Publikum wieder einmal für über zwei Stunden weitestgehend in seinen Bann zieht. Es gab erneut ein paar neue Gesichter, die sodann als neue Handlungsträger integriert wurden und soweit gut ins Gesamtbild passten.

Die Geschichte an sich ist weder besonders komplex, noch tiefgründig – reicht aber vollkommen für einen gewissen Unterhaltungsfaktor aus und bot ein paar nette Details. Rowling vermengte diesmal wieder ein paar reifere Themen mit bekannten mythischen Elementen (z.B. Werwölfen) und lieferte eine Mischung für grundsätzlich alle Altersgruppen. Auch wenn „Der Gefangene von Askaban“ nicht mehr ganz so düster wie der letzte Teil war, tat der dennoch ernstere Ton dem Streifen recht gut – zumal seine Hauptdarsteller – wie Ihr Publikum – am wachsen waren und so eine andere Ausgangslage bieten.

Technisch hat dieses Werk auf jeden Fall etwas zugelegt. Die Effekte sahen meines Erachtens deutlich besser aus und fügten sich wesentlich harmonischer ins Gesamtbild ein. Insbesondere die tierischen Begleiter waren sehr gelungen und die Aufnahmen vom wunderschönen Schloss sowieso ein Augenschmaus. Überhaupt wirkt die ganze Welt sehr lebendig und detailverliebt ohne Ende.

Als absoluten Fan der Saga würde ich mich nach dem dritten Abenteuer des Zauberlehrlings noch immer nicht bezeichnen, doch erneut habe ich wenig zu kritisieren. Eine übersichtlich gestrickte Handlung und blutleere Action geht mit Betrachtung der Zielgruppe völlig in Ordnung und alles hat grundsätzlich einem gewissen Charme. Zwar steigerte sich der Titel von der Qualität nicht wirklich, dennoch gelang es ein mehr als solides Niveau zu behalten – und das verdient auch irgendwo Lob. Ich bleibe jedenfalls weiter dran.

7/10

Fotocopyright: Warner

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