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Schlagwort: Fantasy (Seite 1 von 6)

Thunder Force

Inhalt

Pünktlich zu einem Klassentreffen, finden zwei zur Schulzeit beste Freundinnen nach etlichen Jahren endlich wieder zusammen – doch leider nicht so, wie man es vielleicht erwarten möchte. Die Eine platzt beim Abholen der Anderen zufällig in merkwürdige Experimente hinein und bekommt eine Superkraft verpasst. Kurzerhand versuchen sich dann Beide als „Thunder Force-Team“ an der Jagd von ebenso übermächtigen Schurken…

Fazit

Noch vor ein paar Tagen habe ich beim Review zu „Superintelligence“ bemängelt, dass Melissa McCarthy von ihrem Humor bzw. Gestik immer recht gleichförmig daher kommt und irgendwie wenig an Facettenreichtum aufzuweisen hat – und genau dieses Verhalten präsentierte sich nun beim neuen vermeintlichen Highlight auf Netflix erneut.

„Thunder Force“ mag mit einem Rahmen um Superhelden und übermenschlichen Bösewichtern daher kommen, bleibt in seinem Kern jedoch eine flache Komödie mit zuweilen übelsten Gags – die eher zum Fremdschämen, statt zum herzhaften Lachen animierten. Die Story ist von der Basis her eigentlich nicht sonderlich verworren, durch seine Erzählweise und dämlichen Kalauern gerät der Flow aber immer wieder böse ins Stocken.

Stellenweise ist das Werk eigentlich recht unterhaltsam und man kann dem Treiben gut folgen, aber ein paar seltsame – sagen wir Designentscheidungen – stellen sich selbst immer wieder ein Bein. Manche Szenen wirken zu Beginn herrlich lustig, werden dann allerdings so in die Länge gezogen, bis die Ernüchterung wieder triumphiert. Man konnte nicht immer zur passenden Zeit den Absprung finden und minderte zumindest ein paar gut gemeinte Momente enorm.

Das unfreiwillige Heldenduo lieferte insgesamt solide Leistung ab und passten immerhin optisch und von ihrem ungleichen Wesen ziemlich gut zueinander. Man konnte ihnen zwar deren Hintergründe und Motivationen nie wirklich abkaufen, doch in diesem Genre musste man die Dinge einfach mal so hinnehmen und viele schwierig nachvollziehbare Aktionen mit einem lächelnden Kopfschütteln abtun. Richtig gut hat mir hingegen der Gastauftritt von Jason Bateman gefallen. Der Typ war als „Krabbenmann“ insbesondere optisch weit drüber und konnte mit seinen markigen Sprüchen noch am ehesten von Allen überzeugen. Eine besondere Tanzszene markierte übrigens mein Highlight an diesem Filmabend.

Neben viel Mittelmaß überzeugte wenigstens die Technik. Optisch machte der Streifen jederzeit eine tolle Figur, gefiel mit hochwertigen Bildern und zeitgemäßen CGI-Effekten. Leider bemerkte man, dass hierauf nicht wirklich der Fokus lag – denn sonst hätte man vielleicht mehr an Action geboten und den Flachwitzanteil dafür mal ordentlich herunter gedreht. Sicherlich hätte man sich damit mehr der Konkurrenz angebiedert, wäre eventuell trotzdem der richtige Weg gewesen.

Ich mag Superheldenfilme und habe gelegentlich auch nichts gegen Komödien. Die Verquickung beider Genres gab es schon mehrmals, dennoch habe ich mich davon noch längst nicht satt gesehen. Bereits im Vorfeld war eher mit familientauglicher Gangart zu rechnen gewesen und letztlich wich das harmlose Ergebnis nicht sonderlich von dieser Vorstellung ab. „Thunder Force“ ist eine austauschbare, seichte Angelegenheit, die man sich Zwischendurch ruhig mal geben kann – aber von einer echten Empfehlung ist das Gebotene doch leider weit entfernt. Einen Sonderpunkt gibt es für den großartigen Jason Bateman, der sich hier als Einer von Wenigen nicht unnötig ernst nimmt und immerhin ein wenige gute Laune verbreitet. Unterm Strich hat sich der Anbieter auf den ersten Blick keinen großen Gefallen getan, doch vielleicht reichen die Quoten auch für eine bereits angedeutete Fortsetzung…

5/10

Fotocopyright: Netflix

Hello World

Inhalt

Naomi Katagaki ist eher der zurückhaltende, strebsame Schüler, der kaum Freunde besitzt und sich selten Etwas traut. Eines Tages bekommt er Besuch von einem mysteriösen Fremden, der sich als sein Ich aus der Zukunft ausgibt und ihn um einen Gefallen bittet. Der junge Naomi soll verhindern, dass die künftige Jugendliebe ins Koma fällt und so den Verlauf vieler Dinge verändert…

Fazit

„Weathering With You“ war zuletzt kein schlechter Film, doch konnte nicht alle Erwartungen zur vollsten Zufriedenheit erfüllen. Nun gab es kurz darauf „Hello World“, der schon auf dem Cover mit einem ebenfalls großartigen Zeichenstil und einer fantasievollen Geschichte punkten wollte, allerdings auch nicht vor Begeisterung vom Stuhl hauen konnte.

Meine Tochter und ich waren sich am Ende einig. „Hello World“ begeisterte mit tollen Zeichnungen, zum teil atemberaubenden Aufnahmen und vielen detailreichen Szenarien, stolperte aber letztlich über seine verworrene und unschlüssige Handlung, die mit merkwürdigen Designentscheidungen und unnötigen Abschnitten nicht immer für positive Resonanz sorgte.

Normalerweise lieben wir bei Animes eine gewisse Verrücktheit, doch hier fiel diese nicht immer gefällig genug aus. Man gab dem Betrachter vielleicht ein wenig zu viel Interpretationsfreiraum, um ein klares Fazit möglich zu machen. Auf seine vergleichsweise grundsolide Story setzte man eine Komplexität, die sich irgendwie unnötig und aufgesetzt angefühlt hat. Man brach zwar mit seiner gewissen Vorherschaubarkeit, rundete seine Ideen aber nicht passend ab.

Optisch gehört „Hello World“ zur Spitzenklasse. Während die Figuren zuweilen eher zweckdienlich daher kamen, überzeugten Hintergründe und deren Einzelheiten auf ganzer Linie. Der Stil war stimmig und besonders zum Finale hin auch stellenweise faszinierend bunt. Der Soundtrack ging gut ins Ohr und vermittelte stets die passende Stimmung. Hier waren definitiv erfahrene Macher am Werk.

„Hello World“ ist trotz aller Kritik einer der besseren Animes, rein von seinem Stil und seiner Technik her. Die deutsche Synchro geht in Ordnung und wirklich langweilig war das Gebotene eigentlich auch nie. Jeder Genrefan darf also mal reinschauen – und eventuell einen Ticken besser mit dem seltsamen Storykonstrukt als wir zurecht kommen. Bei uns hat die vermeintliche Auflösung jedenfalls einige Punkte gekostet und so bleibt am Ende nicht mehr als eine ordentliche, allerdings nicht überragende Bewertung zurück.

6,5/10

Fotocopyright: Koch Media GmbH

Fast Color – Die Macht in Dir

Inhalt

Eine Frau ist auf dem beschwerlichen Weg nach Hause. Wegen ihrer besonderen Kräfte verließ sie einst ihre Familie und nun wird sie von anderen Menschen dafür gejagt. Am Ziel ihrer Reise muss sie feststellen, dass ihre Tochter mittlerweile auch besondere Gaben besitzt…

Fazit

Es gibt gute und leider auch weniger gute Superheldenfilme und in letztere Kategorie würde ich „Fast Color“ definitiv einordnen. Ich brauche wirklich nicht immer viel Action oder eine übertriebene Effektorgie, doch der hier präsentierte Minimalismus war mir dann auch deutlich zu wenig.

Im gesamten Film passiert recht wenig und in den vielen Dialogen war nicht immer ein tieferer Sinn herauszulesen. Man unterhielt sich oft, doch irgendwie fehlte mir eine wichtige Grundaussage oder zumindest ein paar sinnvolle Ratschläge – beispielsweise zum Leben mit diesen ungewöhnlichen Talenten.

Woher kommen die Superkräfte und wie geht man im Alltag am Besten damit um? Was ist der Sinn dieser Fähigkeiten und was genau will die Gegenseite damit anfangen? Fragen über Fragen und keine wurde angemessen beantwortet. Dabei hing es ja auch nicht an den Darstellern, die ihre Sache soweit ordentlich erledigten und prima miteinander harmonierten.

Ab einem gewissen Punkt war das Gezeigte dann auch so langweilig, dass man kein Interesse mehr am Beantwortung der offenen Themen hatte. Insgesamt blieb das Gefühl nicht viel gesehen oder mitgenommen zu haben – was unbefriedigend erschien und durch das offene Finale nicht mit besseren Erinnerungen zurück ließ.

Die Grundidee von „Fast Color“ mag nicht schlecht sein und auch der Cast ging in Ordnung, doch zu einem – für mich – guten Film fehlt einfach zu viel an der Substanz und ein insgesamt höherer Unterhaltungswert. So kann ich leider nur abraten und eindeutig zur starken Konkurrenz greifen lassen.

3/10

Fotocopyright: Lighthouse Home Entertainment

Jiu Jitsu

Inhalt

Alle paar Jahre saust ein Komet an der Erde vorbei und genau zu dieser Zeit stellt sich ein außerirdischer Krieger zum Kampf gegen ein paar Außerwählte. Einer von diesen Herausforderern hat jedoch sein Gedächtnis verloren und muss von seinen Mitstreitern für das entscheidende Gefecht wieder fit gemacht werden…

Fazit

Wer mal wieder einen richtig schlechten Film sehen möchte, der sollte unbedingt zu diesem Meistergreifen – und hoffentlich schnell wieder andere Werke umso mehr zu schätzen wissen. Wieder einmal tut es mir insbesondere um das durchaus noch vorhandene Talent von Nicolas Cage leid – doch es blieb die Hoffnung, dass er für diesen Quatsch wenigstens ein bisschen dringend benötigtes Schmerzensgeld einstreichen konnte.

Das der Auftritt des vermeintlichen Zugpferdes relativ kompakt ausfiel, war eigentlich im Vorfeld schon klar und im Grunde nicht einmal der größte Punkt zur Kritik. Scharfe Worte hingegen verdient eher das Gesamtresultat an sich – denn es ähnelt in vielen Bereichen einem echten Totalausfall, der über seine eigenen Ambitionen stolpert.

Während die schwache Hintergrundgeschichte grade noch in Ordnung geht und als belangloser Rahmen abgetan werden kann, stolpert man schon nach wenigen Minuten an seiner seltsamen Erzählweise. Der Streifen versucht sich wesentlich komplexer zu verkaufen, als er eigentlich ist und verliert den Betrachter fast schon in seinen frühen Anfangen – wo nicht nur eine miese Synchronisation, sondern direkt auch die bemitleidenswerten schauspielerischen Leistungen zum Tragen kommen.

Keiner der Akteure konnte auch nur ansatzweise überzeugen und zu keiner Sekunde an die Leistungen aus anderen Werken (und seien es schon eher mittelprächtige B-Movies) heranreichen. Dank billig wirkender Kostüme gab es immerhin ein wenig unfreiwillige Lacher – die dann aber eigentlich wieder durch das langweilige „Wald- und Wiesen-Setting“ getrübt wurden und Lichtblicke nicht ausmachen waren.

An seinem Tiefpunkt ist „Jiu Jitsu“ dann allerdings in seinen Actionszenen angelangt. Die Kämpfe mögen im Ansatz her ganz nett choreografiert sein, doch eine stümperhafte Umsetzung und eine merkwürdige Kameratechnik ersticken die hellen Momente im Keim. Mit seltsamen Geräuschen stürmen hier lächerlich kostümierte Figuren aufeinander zu und scheinen sich ohne (oder nur mit leichter) Berührung von den Socken zu kippen. Was bei anderen Mitstreitern bestenfalls nach einer Trainingseinheit ausschaut, wurde hier knallhart als Hauptshow verkauft und Kameramann und Cutter schien dabei auch noch einen schlechten Tag zu haben. Inmitten peinlicher Kloppereien wandert die Kamera wild hin- und her, wechselt mal spontan in die Egoperspektive und wilde Schnitte sorgten zusätzlich für Frust. Das Anschauen ist stellenweise eine echte Herausforderung, die ich so nach einem anstrengenden Arbeitstag nicht gebrauchen kann.

Es gibt Filme, die so schlecht sind, dass man schon wieder von Kult sprechen kann – doch „Jiu Jitsu“ bleibt diese fragwürdige Ehre hoffentlich verwehrt. Er ist einfach nur schwach konzipiert, miserabel umgesetzt und selbst in Sachen CGI um etliche Jahre zurück. Alles erinnert an die Power Rangers, ohne jedoch deren trashigen Charme zu erreichen und von einem Unterhaltungswert möchte ich gar nicht sprechen. So schnell wie er kam, wird er wieder vergessen sein – und eine Empfehlung gibt es selbstverständlich nicht.

2/10

Fotocopyright: Capelight Pictures

Danny’s Doomsday – Alleine hast du keine Chance

Inhalt

Der Sommer ist extrem heiß und keine Besserung in Sicht. Wie seine Mitschüler leidet auch der schüchterne Danny unter der Hitze und weiß nicht viel mit sich anzufangen. Als dann plötzlich die Hunde in der Nachbarschaft nicht mehr mit dem Bellen aufhören, wird klar, dass irgendwas Seltsames vorgeht…

Fazit

So rein von der Grundidee ist „Danny’s Doomsday“ gar nicht mal so schlecht gedacht – doch wieder einmal hapert es gewaltig bei der Umsetzung.

Ich habe generell nichts gegen Filme aus Dänemark und insbesondere auch nichts gegen Filme, die mit einfachen Mitteln eine beklemmende Atmosphäre aufzubauen versuchen. Unseren Nachbarn ist jedoch kein zweites „Signs“, sondern vielmehr eine langweilige Teenie-Variante davon geglückt.

Allgemein gelang keine richtige Identifikation mit den Figuren und deren Verhalten ließ mich absolut kalt. Alles fühlte sich nicht so recht greifbar an und eine schwache Vertonung gab der Figurenzeichnung dann den Rest. Irgendwie waren die meisten Charaktere so komisch drauf, dass ein Aufbau von Sympathien nur schwer zu bewerkstelligen war.

Fast schon erwartungsgemäß gab es vergleichsweise wenig an Action und kaum etwas an Kreaturen zu erblicken. Was bei anderen Mitstreitern irgendwie geschickt gemacht wurde, wich hier zuweilen heftiger Langweile. Es passt oftmals – gefühlt für endlose Minuten – überhaupt nichts auf dem Schirm und jeder Versuch ein bisschen Spannung aufzubauen, wird nicht passend abgeschlossen. Dies erfolgt beispielsweise beim Einläuten dramatischer Musik und dann verpufft die angespannte Lage direkt wieder.

Die eher unbekannten Darsteller machten ihre Sache so lala. Wie bereits erwähnt waren deren Figuren nicht unbedingt nachvollziehbar oder irgendwie großartig charismatisch geschrieben. Sie gaben sich zwar Mühe möglichst ängstlich dreinzublicken – doch weder als Grusel-, noch als Teeniestreifen wollte dies überzeugen. Selbst die wenigen Erwachsenen wirkten blas und uninspiriert.

Selbst als harmloser Jugendfilm betrachtet, macht „Danny’s Doomsday“ seine Sache leider nicht ordentlich gut. Man vergibt eine möglicherweise sogar sozialkritische Komponente und liefert einen belanglosen Langweiler mit wenig Substanz ab. Aufgrund seiner immensen Längen vermag ich letztlich keine höhere Bewertung auszusprechen. Für mich nach dem missglückten „Tribes of Europa“ die nächste europäische Pleite innerhalb kürzester Zeit.

3/10

Fotocopyright: Jakob GmbH

Insel des Schreckens

Inhalt

Auf einer Insel wird eine Leiche ohne Knochenrückstände gefunden und der dortige Mediziner ist ratlos. Er holt sich Unterstützung vom Festland und schon bald stolpern sie über weitere Tote…

Fazit

Hin und wieder habe ich einen Titel wie „Insel des Schreckens“ recht gern. Solche Filme leben von ihrer kultverdächtigen Stimmung und einer zumeist etwas naiv geratenen Inszenierung. Die Geschichte lässt sich locker auf einen Bierdeckel schreiben, aber viel Charme kaschiert dieses Manko wieder aus.

Schon in den erste Minuten konnte mich dann auch die schöne Inszenierung begeistern und für sich gewinnen. Der Streifen hat ein ganz eigene Art, die mit relativ einfachen Mitteln eine spannende Handlung generiert. Alles wirkt herrlich altbacken und aus einer anderen Zeit – was sich auch in Kostümen, Monsterdesign und Mundart widerspiegelt.

Die Darsteller – allen voran Peter Cushing – passen wie die berühmte Faust aufs Auge. Mit ihrer Mimik und gesamten Art passen sie wunderbar ins Geschehen und die alten Synchronstimmen unterstreichen den kultverdächtigen Eindruck immens.

Dank seiner kompakten Laufzeit weißt das Teil einen angenehmen Flow auf, der gänzlich ohne Längen daher kommt. Die Handlung geht eigentlich immer rasch voran, auch wenn hierbei nicht im Detail auf manche Fakten oder Forschungsergebnisse eingegangen werden kann. Manche Dinge nimmt man mal so dahin und macht sich keinen weiteren Kopf über Logik oder dergleichen.

Lob geht auch an die Restaurateure, die eine ausgezeichnete Arbeit ablieferten. Das HD-Bild ist naturgemäß etwas kieselig, aber schön kontrastreich und von den Farben sehr neutral. Das passt hervorragend zum Look der Produktion und lässt alles wohl noch schöner, als einst bei der Premiere erstrahlen.

Sofern man mit solch älteren Werken etwas anfangen und entsprechend mit eher simplen Effekten und vergleichsweise schlichter Machart leben kann, erhält mit „Die Insel des Schreckens“ einen der besseren Genrevertreter – der mit uneingeschränkter Kurzweil enorm bei mir punkten konnte. Wir haben hier vielleicht nicht den allerbesten, aber in meinen Augen definitiv einer der besseren Vertreter der „Hammer-Studios“ (okay, es ist kein offizieller Teil der Reihe) vor uns. Fans kommen auf Ihre Kosten.

7/10

Fotocopyright: Koch Media GmbH

The Black String

Inhalt

Nach einer heißen Nacht wacht Jonathan mit einem merkwürdigen Hautausschlag auf und sucht panisch einen Arzt auf. Dieser vermag dem aufgeregten Mann leider nicht direkt helfen zu können und vertröstet auf baldige Laborergebnisse. Schon bald vermutet Jonathan allerdings von einem Fluch belegt zu sein und versucht dringend seine Affäre ausfindig zu machen…

Fazit

Schon lange habe ich nichts mehr von „Malcom mittendrin“-Star Frankie Muniz gehört und etwas Freude kam beim Betrachten des Covers schon auf. Der Darsteller schaute zwar hier zwar recht kaputt aus, doch letztlich passte dies gut zu seiner Rolle und der schrägen Handlung an sich.

Die Geschichte selbst verdient wohl keinen Innovationspreis, kaschiert dieses Manko mit einem guten Flow und solidem Spannungsbogen. Der Zuschauer möchte stets wissen, wie es mit unserem armen Jonathan weitergeht und ob er sein grausiges Schicksaal noch einmal abzuwenden vermag.

Es mag vielleicht etwas blöd klingen, doch hoch rechne ich dem Titel seine bodenständige Herangehensweise ans Thema an. Man kann sich ausgesprochen gut in die Lage des Hauptdarstellers hineinversetzten und seine Aktion weitestgehend nachvollziehen. Auch ist die Handlung so anschaulich konstruiert, dass man jederzeit folgen und den roten Faden nicht verlieren sollte. Die Abläufe sind logisch und die Spannung möglicherweise hierdurch noch greifbarer, als bei manchen „übernatürlicheren“ Konkurrenten.

Stellenweise gibt es ein paar eklige Szenen (aufgeschnittener Arm, etc.), aber der Härtegrad hielt sich in Grenzen und keine solcher kurzem Momente wirkte unnötig ins Geschehen eingeflochten. Man lebte von seiner stimmungsvollen Atmosphäre, die auch durch eine solide Inszenierung passend unterstützt wurde. Die Optik pendelte irgendwo zwischen Hochglanz und Direct-to-Video-Produktion, gefiel mir damit recht gut. Ist schwierig zu beschreiben, aber unterm Strich absolut im grünen Bereich. Die paar CGI-Effekte gingen ebenfalls in Ordnung.

Auch wenn „The Black String“ das Rad nicht neu erfindet, lebt es von einer kurzweiligen Aufmachung und einem sympathischen Hauptdarsteller. Ich habe mich jedenfalls durchwegs amüsiert, auch wenn ich im Nachhinein nicht von extrem besonderen Glanzpunkten oder einer übermäßig einfallsreichen Story sprechen würde. Geboten wurde eine seichte, aber jederzeit ansprechende Unterhaltung, die mich zu einer positiven Bewertung einstimmt.

7/10

Fotocopyright: 99999 (Alive)

Outside the Wire

Inhalt

In naher Zukunft herrscht Krieg in Osteuropa und Amerika steht mit neuer Technologie hilfreich zur Seite. Durch einen fatalen Fehler wird ein Drohnenpilot zu einem Spezialkommando abberufen, welches offenbar eigene Ziele verfolgt…

Fazit

Ich bin froh, dass „Outside the Wire“ (im Rahmen des Abos) kostenfrei auf „Netflix“ lief und keine zusätzlichen Kosten verursachte. Der Streifen ist in vielen Bereichen gar nicht mal so schlecht und dennoch vermochte der Funken einfach nicht überzuspringen.

Die Handlung war nett, mehr aber auch nicht. Das Szenario mit Osteuropa wirkte erwartungsgemäß kühl und eher uninteressant – was durch grundsolide Technik jedoch wieder ein wenig aufgewertet wurde. Die Action sah gut aus und gab sich von der Inszenierung keine Blöße.

So etwas wie Tiefgang hat mir allerdings durchwegs gefehlt. So wurden die Hintergründe des Konfliktes zwar zaghaft im Intro abgefrühstückt, aber ansonsten hat mir eine bessere Verwebung mit dem Rest gefehlt. Haupt- und Randfiguren blieben eher blass und man hatte eher das Gefühl vom simplen Abklappern von Stationen, statt ernsthaftes Eingehen auf bestimmte Charaktere oder Zustände.

Spätestens gen Finale wurden einige gute Ansätze zu Nichte gemacht und der Streifen schadete sich selbst. Man vermutete zwar, dass es so oder so ähnlich mit unseren Recken ablaufen würde, aber sonderlich Originell war es dann eben nicht. Wieder lagen allseits bekannte Motive zu Grunde und am Ende gab man außer lahmen Wort Phrasen und ein bisschen Geballer nicht mehr viel zum Besten.

„Outside the Wire“ ist im Grunde nicht übel und hält trotz etlicher Manko ganz passabel bei Laune. Richtig empfehlen vermag ich ihn allerdings nicht und rate nur zur Sichtung falls einem beispielsweise der Trailer halbwegs zusagt. Geboten wird ein mittelprächtiger Actionfilm, der höchstens beinharte Fans über seine moderate Laufzeit ausreichend zu bespaßen vermag.

5,5/10

Fotocopyright: Netflix

Paradise Hills

Inhalt

Uma erwacht in einem bizarren Gebäude auf einer scheinbar gut abgeschotteten Insel. Alles wirkt jedoch unerwartet paradiesisch und fungiert offenbar als Erziehungsanstalt für Mädchen aus höher situierten Kreisen. Die seltsame Leiterin offenbart ihren Gästen jedoch nicht, welch grausame Techniken hier im Einsatz sind…

Fazit

Während „Paradise Hills“ optisch ein echter Augenschmaus war, konnte man sich insbesondere über das ausgefallene Kostümdesign streiten. Die Macher haben sich hier mit Kreationen ausgetobt, bei denen stellenweise selbst eine „Lady Gaga“ vor Neid erblassen würde. Das wirkt zuweilen unfreiwillig komisch, passt aber dennoch harmonisch ins bizarre Gesamtbild und lässt den Zuschauer auf ganz eigene Weise abtauchen.

Die Handlung erinnert an diverse andere Genrevertreter, offeriert aber zum Glück erst recht spät ihren Twist und hält bis dato einigermaßen gekonnt den Spannungsbogen oben. Ich möchte an dieser Stelle jedoch nicht die Namen der Mitstreiter nennen – denn so würde sich die Auflösung zu leicht ableiten lassen und der Witz an der Sache ginge flöten.

Auf dem Cover wurde die Leistung von Milla Jovovich gelobt, doch für meinen Geschmack war sie insgesamt viel zu wenig präsent. Sie machte ihre Sache zwar recht ordentlich, hatte aber eben nicht die größere Bühne um heller zu glänzen. Eigentliche Hauptdarstellerin ist und bleibt Emma Roberts, die tapfer auch die auch die schrillsten Outfits mit Würde trägt und durch ihre charmante Art stets angenehm rüber kommt.

„Paradise Hills“ ist eine bunte Wundertüte, die mich nicht nur an „Alice im Wunderland“, sondern von seiner Art doch sehr stark an „Die Insel der verschwundenen Kinder“ erinnerte – allerdings ohne dessen Qualität zu erreichen. Das Gezeigte war unterhaltsam und technisch hervorragend gemacht, jedoch trüben kleinere Längen und eine relativ unspektakuläre Auflösung ein wenig das Gesamtbild. Unterm Strich bleibt ein netter und äußerst bunter Titel für Zwischendurch – aber lange wird er wahrscheinlich nicht in Erinnerung verweilen.

7/10

Fotocopyright: Koch Media GmbH

Monty Python’s Jabberwocky

Inhalt

Noch auf dem Sterbebett wurde Dennis von seinem Vater verstoßen und so flüchtet er aus dem kleinen Heimatdörfchen und macht sich auf den Weg in die große Stadt. Hier warten neue Abenteuer auf den naiven Landjungen und sogar ein Duell mit einer wilden Bestie wird alsbald auf seinem Plan stehen…

Fazit

Manche Filme reifen wie guter Wein, oder überlassen diese ehrenvolle Aufgabe seinem Publikum. Schon als Kind habe ich „Die Ritter der Kokosnuss“ geliebt, doch empfand „Jabberwocky“ dagegen als etwas sperrig. Nach etlichen Jahren ist der Streifen nun endlich als (bildtechnisch eher enttäuschende) Blu-Ray erhältlich und erhielt erneut eine gerechte Chance – bei der er leider noch immer nicht so recht überzeugen vermag.

Im Grunde ist „Jabberwocky“ keine richtige Fortsetzung zum angesprochenen Comedy-Klassiker, da er weit weniger auf eindeutigen Klamauk setzt und viele witzigen Anspielungen eher am Rande ablaufen lässt. Vielmehr porträtiert hier Macher Terry Gilliam das finstere, raue Mittelalter an sich und versucht die weitestgehend ernsten Bilder mit ein wenig Humor zu unterfüttern. Stellenweise gelingt dies recht ansehnlich und ein ein paar Gags sitzen perfekt, andere wiederum verkommen zum dämlichen Klamauk und täuschen nicht über deutlich vorhandene Längen hinweg.

Die Story ist simpel und relativ vorhersehbar, orientiert sich wohl lose an der Saga vom „Jabberwocky“. Oftmals plätschert das Geschehen vor sich hin und besonders nach einem launigen Auftakt schaltet man mindestens einen Gang zurück. Obwohl die meisten Darsteller – allen voran Michael Palin – eine gute Figur machen, blieben nur die wenigsten Sketche wirklich im Kopf haften und oftmals bleibt bestenfalls ein müdes Grinsen zurück.

Allein wegen meinem Lieblingsfilm „Brazil“ verehre ich Terry Gilliam und auch sonst habe ich eine Schwäche für die Spielfilme der Monty Python-Truppe, doch der Humor von „Jabberwocky“ geht mir nach Jahren der Reifung noch immer nicht vollends ab. Der Film hat durchaus seine lustigen Momente und grandiosen Anspielungen, doch den stellenweise lahmen Unterhaltungswert können sie nicht vollends aufwiegen. Dabei stören nicht einmal die einfache Machart und die hoffnungslos veralteten Effekte, die immerhin viel Charme besitzen. Bei aller Liebe reicht es leider nicht für eine höhere Bewertung.

6,5/10

Fotocopyright: Capelight Pictures

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