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Schlagwort: Fantasy (Seite 1 von 8)

Space Jam: A New Legacy

Inhalt

Nach der Vorführung eines bahnbrechenden neuen Computersystems wird der berühmte Sportler LeBron James mitsamt seines kleinen Sohnes in die Welt der Bits und Bytes gezogen. Die einzige Fluchtmöglichkeit aus dieser bizarren Welt besteht aus einem Sieg bei einem Basketball-Spiel gegen eine Truppe übermächtiger virtueller Konkurrenten…

Fazit

Die Kritiken waren überwiegend negativ und so wirklich viel Lust hatte ich auf den Titel zunächst auch nicht. Irgendwie habe ich mich dann doch zu einer Sichtung aufgerafft – und war aus meiner cineastischen Sichtweise doch angenehm vom Resultat überrascht worden.

Die Rahmenhandlung war zunächst wenig originell und fühlte sich lediglich wie eine moderne Variante seines Vorgängers an. Das Setting wurde an aktuelle Gegebenheiten angepasst und optisch bewegte man sich auf einem entsprechenden Level. Nicht nur die Zeichnungen, sondern auch die mit Hilfe von CGI animierten Figuren und Areale sahen wunderschön und teilweise extrem beeindruckend aus.

Eigentliches Highlight aber waren aber die vielen Anspielungen auf Produktionen des Hauses Warner bzw. die Einbindung bekannter Charaktere. So fanden nicht nur Figuren aus „Matrix“ ihren Weg ins Publikum, sondern auch Vertreter aus „Game of Thrones“, „Batman“, „Scooby Doo“ oder gar King Kong höchstpersönlich waren anwesend. Klar waren diese Gäste nur eine Randnotiz, aber ich fühlte mich davon ähnlich mitgenommen wie in „Ready Player One“.

Wie schon sein Vorgänger ist auch der aktuelle Teil ein gelungener Spaßfilm für Zwischendurch. Er ist kein tiefgründiges Meisterwerk und hat mit Logik oder dergleichen nichts an Hut – er ist schlichtweg ein Film für Kinder, bei dem die Erwachsenen dank vieler vertrauter Elemente ebenfalls ihre Freude haben. Audiovisuell braucht man sich definitiv nicht vor der Konkurrenz zu verstecken und das Aufgebot bekannter Gesichter – abseits der Filmcharaktere – nicht von schlechten Eltern. Mit den passenden Erwartungen und einem cineastischen Faible also ein erfreulich lohnender Titel mit hohem Unterhaltungswert.

7/10

Fotocopyrigt: Warner Bros (Universal Pictures)

The Forever Purge

Inhalt

In diesem Jahr haben sich die Regeln geändert. Für Einige ist eine kurze „Purge-Nacht“ einfach nicht genug und so geht das grausame Morden an den Folgetagen einfach weiter. Die Regierung verurteilt diese Aktionen, doch kann die Lage nicht mehr unter Kontrolle bringen…

Fazit

Die „Purge“-Filme (und auch die Serie) standen für mich immer für brauchbare Unterhaltung – die sich von ihrer witzigen Prämisse jedoch immer weiter abgenutzt hat. Mit „The Forever Purge“ versucht man dem Treiben einen neuen Aspekt hinzuzufügen, doch letztlich reicht es nicht für eine höhere Bewertung meinerseits.

Die Handlung ist erneut recht simpel gestrickt und verlässt sich nach wie vor auf seine bekannte Ausgangslage. Ich finde jedoch gut, dass viele Ereignisse am hellen Tage abliefen und dem Szenario nicht mehr den typischen Stempel des Verbarrikadieren aufdrückten. Alles wirkt etwas weitläufiger, größer und durchaus ansprechender als noch bei den letzten Ausflügen.

Erneut hatte ich allerdings das Gefühl, dass man einige Ideen zwar angerissen, aber nicht genügend ausgebaut hat. Gute Ansätze wurden teils halbherzig und zu wenig zu Ende gedacht ausgeführt. Oft hatte man das Gefühl, dass es wohl am mangelnden Budget lag und den Machern hierdurch die Hände gebunden waren. Eigentlich mochte ich ja den Charme der bisherigen B-Produktionen, aber mittlerweile zieht es einfach nicht mehr – dafür ist das Franchise einfach zu groß geworden.

Die Darsteller haben ihre Sache soweit ordentlich gemacht, warfen nicht vom Hocker. Sie agierten im gegebenen Rahmen ganz solide, die deutsche Synchronisation hingegen war nicht sonderlich prickelnd. Gelangweilte Sprecher und mangelnde Betonung waren für einen aktuellen Kinofilm äußerst ungewöhnlich. Effekte und Maske waren in Ordnung, der Splatter-Gehalt angenehm noch.

Mangelnde Innovation sind wir ja von der Reihe gewohnt und auch die fortgesetzte Menschenhatz bei Tageslicht können dem altbackenen Thema nur wenig neue Impulse verleihen. Zwar habe ich mich nicht großartig gelangweilt, aber irgendwie fehlt der gewisse Kick. Man hebt sich nicht mehr aus der breiten Masse hervor – denn allein der Plot haut heute keinen Zuschauer mehr vom Hocker. Unterm Strich ein netter Actionfilm, dem es leider an Grusel mangelt und seine tolle Idee immer weiter verwässert.

6,5/10

Fotocopyright: Universal Pictures Germany GmbH

Sindbads 7. Reise

Inhalt

Auf dem Weg zu seiner Hochzeit rettet Sindbad einen Magier vor einem gefährlichen Zyklopen. Dieser möchte das Biest jedoch endgültig vernichten, doch der Seefahrer und seine Crew lehnen zunächst ab. Als der Gerettete weiterhin auf taube Ohren stoßt, greift er zu drastischeren Maßnahmen…

Fazit

Mit diesem Titel habe ich endlich meine Pflicht erfüllt und nun zumindest die berühmte Sindbad-Reihe von Harryhausen nach etlichen Jahren erneut abgeschlossen. Wieder einmal haben mir die erstklassigen Spezialeffekte uneingeschränkt gut gefallen, doch vom reinen Storytelling hätte die Sache einen Ticken runder ausfallen dürfen.

Während die Rahmengeschichte im Grunde ganz passabel ausfiel, war die Umsetzung eher so lala und warf wahrscheinlich schon damals nicht unbedingt vom Hocker. Die Handlung war simpel, leicht zu Durchschauen und lediglich eine Bühne für die optisch beeindruckenden Kunststückchen der kreativen Effektgestalter.

Alles verlief nach bewährtem Muster und steuerte wie das Segelschiff von Sindbad unweigerlich einem Happy-End entgegen. Figuren und Ereignisse aus der Mythologie wurden mehr oder weniger lose miteinander zusammengewürfelt, was für sich wieder ganz okay war.

Klar wirkt das Gebotene mittlerweile recht angestaubt, doch wenn man sich mal die Entstehungszeit (1958) vor Augen führt, dann gab es dort lange Zeit keine ernstzunehmende Konkurrenz. Ich kann mir gar nicht ausmalen, wie der Streifen seinerzeit wohl im Kino gewirkt hat und zumindest mit seinen animierten Kreaturen für offene Münder gesorgt hat. Das hätte ich gern mal erlebt.

„Sindbads 7. Reise“ mag für mich der beste Teil der Reihe sein, bleibt unterm Strich jedoch ein äußerst solider Abenteuerfilm mit viel Kurzweil. Genrefreunde machen ihr definitiv nichts falsch und kommen auf ihre Kosten. Behaltet stets das Alter des Streifens im Hinterkopf – dann verändert sich zumindest bei den audiovisuellen Ereignissen schon Einiges im Kopf.

6,5/10

Fotocopyright: Koch Media GmbH

The Suicide Squad

Inhalt

Erneut stellt die Regierung Teams mit Superschurken auf, um sie auf eine gefährliche Mission zu schicken. Bei ihrer Ankunft auf einer exotischen Insel ahnen sie jedoch noch nicht, mit welchem sonderbaren Bösewicht sie es zu tun haben werden…

Fazit

Meine Beziehung zum ersten Teil der Reihe ist etwas schizophren. Ich fand ihn bei seinem damaligen Release recht enttäuschend und stellenweise gar ziemlich unausgegoren, aber irgendwie hatte er das gewisse Etwas – welches mich bislang bestimmt schon zu 5 oder 6 Sichtungen (sogar in 3D) bewog und einige Szenen in meinem Hirn festbrannten ließen. Bei der Ankündigung einer Fortsetzung habe ich mich also durchaus gefreut – doch statt einem erhofften Film des Jahres zu bekommen, folgte am Ende wieder die große Ernüchterung.

Trotz einiger recycelter Figuren, wirkt „The Suicide Squad“ schon fast wie ein anderes Franchise und fühlte sich gar nicht mehr so vertraut an. Er ist viel bunter, viel übertriebener, viel blutiger – aber leider nicht viel besser als sein Vorgänger. Am Anfang macht die hohe Gagdichte und die vielen schrägen Charaktere noch irgendwo Spaß, doch schnell nutzt sich der veränderte Umgangston ab und konnte trotz technisch furiosem Finale keinen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.

Schon beim Trailer hätte ich es ahnen müssen. James Gunn quetscht viele „Superhelden“ in einen einzigen Film und baut sie dann stellenweise zu wenig aus bzw. verdammt sie zu stumpfen Kanonenfutter. Das war zunächst eigentlich auch lustig, macht den Film aber insgesamt zu bunt und weniger atmosphärischer als der erste Streich. Allgemein war mir alles zu stark auf Klamauk getrimmt und markante Persönlichkeiten (bis auf Harley Quinn) oder bekannte Elemente (z.B. irgendwas von Batman) haben mir sehr gefehlt. Ich habe die gewisse Düsternis, die gewisse Boshaftigkeit (Joker) vermisst und fühlte mich hierdurch erst recht wie in einer puren Komödie, die einen bemühten Sketch nach dem Anderen abspulte.

Nichts zu Meckern gab es bei den CGI-Effekten, die mit ihrer tollen Machart vollends überzeugen konnten. Sogar Stallone als Hai-Charakter fügte sich optisch einwandfrei zum Rest ein und wirkte trotz seiner grundsätzlichen Befremdlichkeit nicht wie ein Fremdkörper. Auch das Finale verlief audiovisuell ähnlich imposant (und langatmig), wie bei den „Avengers“ und ließ auch mal kurzzeitig staunen. Alles wirkte wie aus einem Guss – was man von manchen komischen Texteinblendungen nicht behaupten konnte.

Vielleicht ergeht es „The Suicide Squad“ wie seinem Vorgänger und er reift über die Jahre in meiner Gunst. Im Moment kann ich es mir zwar noch nicht vorstellen, doch man sollte bekanntlich niemals „Nie“ sagen. Für mich wird er es schwer haben, da viele vertraute Dinge schlichtweg gefehlt haben und die neuen Ansätze nicht immer Begeisterung entfachen konnten. Sicherlich reden wir immer noch über eine Comic-Adaption – die prinzipiell etwas schriller ausfallen darf – doch für mich war die seriösere Machart des Erstlings einfach stimmiger gelungen. Ich weiß, dass ich so meinen eigenen Geschmack habe – schließlich bleibt für mich Jared Leto auch der beste Joker, schlechthin mit dem ich unbedingt mal einen komplettem Film haben möchte. Eine Fluchtszene mit Harley war mein Highlight, der Rest trotz herrlich hohem Gewaltfaktor eher leicht überdurchschnittlich.

6,5/10

Fotocopyright: Warner Bros (Universal Pictures)

Brothers Grimm

Inhalt

In ganz Deutschland sind die Gebrüder Grimm für ihre vermeintlichen Heldentaten bekannt. Sie reisen von Ort zu Ort und helfen den Menschen bei der Beseitigung böser Geister. Keiner ahnt, dass die Beiden jedoch Scharlatane sind und hinter den Dämonenaustreibungen lediglich gute Trickeffekte, mitsamt Abzock-Gedanken stecken. Als sie eines Tages auf die Suche nach verschwundenen Kindern angesetzt werden, droht das falsche Spiel aufzufliegen…

Fazit

Beim Namen „Terry Gilliam“ wurde ich seinerzeit hellhörig und habe bei diesem Titel (damals noch auf DVD) blind zugeschlagen. Zur leichten Ernüchterung hat es dann nicht lange gedauert und selbst über die Jahre ist „Brothers Grimm“ leider auch nicht besser geworden – wie ich am gestrigen Abend feststellen durfte.

Die Grundidee war eigentlich ganz charmant, der Cast und die visuelle Inszenierung haben auch gepasst, aber irgendwie wollte der Funke trotzdem nie überspringen. Man stellte viele Parallelen zu den populären Sagen auf, ohne diese jedoch konsequent auszubauen bzw. geschickter auszuformulieren. Vielmehr machte der Film schon sein eigenes Ding und schien besagte Referenzen nur alibimäßig zu streifen, ohne ernster damit umgehen zu wollen.

Sein eigenes Ding zu machen ist ebenfalls nicht verkehrt, doch dann muss die Handlung entweder wesentlich interessanter oder eben optisch opulenter ausgearbeitet werden – was Gilliam hier leider nicht tat. Alles wirkte sehr realistisch und zuweilen schon beeindruckend (vor allem die alten deutschen Städtchen), aber auf Dauer war dies zu wenig. Es mangelte an markanten Eindrücken, die sich im Hirn festbrennen. Da hat der Meister schon wesentlich nachhaltigere Kaliber abgeliefert.

Knappe zwei Stunden waren für ein Werk mit solch einem Potential an Inhalten sogar relativ knapp bemessen, doch erstaunlicherweise schlichen sich dennoch gehörige Längen ein. Am liebsten hätte ich nicht nur bei der Dauer, sondern auch an den Figuren angesetzt und einige Randpersonen einfach weggeschnitten. Manche Akteure traten eher nervig, statt unterhaltsam in Erscheinung und peppten die austauschbare Erzählweise nicht hilfreich auf.

Ledger und Damon spielt gut, kamen allerdings gegen die Macken der eher langweiligen Handlung nicht so recht an. Ihre Dialoge und vor allem ihre Streitigkeiten waren nett, aber oftmals so oberflächlich und belanglos wie der Rest. Auch hier wollte das Konzept nicht vollends aufgehen und darstellerische Leistung nicht genügend vom traurigen Drumherum kaschieren.

Weil „Brazil“ mein absoluter Lieblingsfilm ist und ich bisher eigentlich jedem Erguss von Gilliam etwas abgewinnen konnte, war die Zuversicht damals extrem hoch. Im Prinzip war „Brothers Grimm“ ja auch kein schlechter Film und handwerklich sogar richtig gut gelungen, doch die lahme und unerwartet uninspirierte Machart stachen einfach nicht lobenswert genug hervor. Für mich bleibts ein überdurchschnittlicher Fantasystreifen mit netten Ansätzen und vielen vergebenen Chancen.

6/10

Fotocopyright: Concorde Video

Jason und die Argonauten

Inhalt

Um endlich sein rechtmäßiges Erbe anzutreten und das Reich erneut zu vereinen, macht sich der junge Jason auf die Suche nach dem goldenen Flies. Er scharrt eine Horde tapferer Männer um sich und macht sich auf die beschwerliche Reise voller Gefahren und seltsamen Kreaturen…

Fazit

Wer andere Werke von Harryhausen zu schätzen weiß, kommt auch um diesen Titel nicht herum. Erneut beindrucken die bombastischen Spezialeffekte, doch die Handlung konnte trotz wunderschönem Setting nicht ganz Schritt halten.

Abermals bot die griechische Mythologie eine Grundlage für Fabelwesen und unglaubliche Ereignisse aller Art. Jedoch fühlt sich der Streifen durch seine Effekthascherei wie ein Sprung von Abenteuer zu Abenteuer an und die Handlung reduziert sich nicht nur auf ein Minimum, sondern verkommt zur absoluten Nebensache.

Der rote Faden war simpel gestrickt, doch inmitten der gewaltigen visuellen Eindrücke immer mal wieder fast vergessen. Besonders schmerzlich, weil die Szenen zwischen den atemberaubenden Passagen eher langatmig, teils uninteressant daher kamen. Dabei waren die Darsteller ganz okay, fielen aber in erster Linie mit ulkigen Kostümen, denn hervorragender Leistung ins Auge.

Natürlich wurden geschichtliche Überlieferungen im Rahmen der Dramaturgie etwas zurechtgestutzt, aber hier will ich den Machern keinen Vorwurf machen. Das Gesamtbild vom Ablauf her wirkt einigermaßen rund versucht eben stets von Highlight zu Highlight zu springen.

„Kampf der Titanen“ bleibt meine filmische Referenz, aber von seinen Animationen (besonders beim großartigen Finale mit den Skeletkriegern) gehört „Jason und die Argonauten“ zur ersten Garde. Schade, dass der Rest eher verhalten ausfiel, aber Freunde der Materie schauen aufgrund seiner Schauwerte sowieso rein. Auf Anhieb fallen mir zudem nicht viele erwähnenswerte Konkurrenten ein….

7/10

Fotocopyright: Koch Media GmbH

Sindbad und das Auge des Tigers

Inhalt

Ein verwunschener Prinz führt Sindbad erneut auf eine große Reise. Um den Fluch zu brechen muss er ein geheimnisvolles Land finden und sich auf dem Wege mit allerlei Monstern herumschlagen…

Fazit

„Sindbad und das Auge des Tigers“ ist ein weiterer hervorragender Abenteuerfilm, der aufgrund seiner grandiosen Effekte überraschend gut gealtert und somit noch immer einen Blick wert ist.

Im Grunde könnte ich nun viele Phrasen des bereits vor Kurzem besprochenen „Sindbad Gefährliche Abenteuer“ wiederholen, denn das Allermeiste trifft hier exakt auch zu. Die Geschichte und die Spannungskurve mag einen kleinen Ticken geringer ausfallen, doch gerade an den fantastischen Animationen schaut man sich nachwievor kaum satt. Was Harryhausen seinerzeit geschaffen hat, ist immer noch enorm beeindruckend.

Erneut wurden fantasievolle Kreaturen zum Leben erweckt und erstklassig in die Umgebung der Schauspieler eingebunden. Selbst die Affenpuppe wirkt mit ihrer Mimik weitaus realistischer, als es weitaus spätere CGI-Varianten (ich denke an „Congo„) jemals geschafft haben. Vor allem die Kämpfe sind ein optischer Leckerbissen und waren von ihrer Choreografie sicherlich nicht leicht zu bewältigen.

Bei einem solchen Effektfilm zeichnete sich ab, dass die Handlung nicht ganz mit dem pompösen Rest mithalten kann. Sie war relativ übersichtlich gestrickt und präsentierte eine simple Aufteilung von Gut und Böse, hielt keine Überraschungen bereit. Immerhin konnte man so recht entspannt im Geschehen abtauchen eine solide Immersion von 1001 Nacht erleben.

Rein vom filmischen Aspekt fand ich „Sindbad und das Auge des Tigers“ etwas schwächer als sein Vorgänger, aber trotzdem noch immer für einen sehr gelungenen Genrebeitrag. Wegen seiner wahnwitzigen Tricktechnik übt das Teil noch immer eine gewisse Faszination aus und so darf selbst an die jüngeren Zuschauer eine Empfehlung ausgesprochen werden.

7/10

Fotocopyright: Koch Media GmbH

Sindbads Gefährliche Abenteuer

Inhalt

Den Erhalt eines seltsames Kartenfragmentes und die drauf folgende Ankunft in einem fremdem Land, hält Abenteurer Sindbad dies für ein Zeichen Gottes. Gemeinsam mit einem neuen Freund macht er sich auf die gefährliche Reise nach Lemuria…

Fazit

Als Kind habe ich die Filme von Ray Harryhausen (bzw. Filme mit dessen Effekten) geliebt und dieser Teil seiner Sindbad-Reihe hatte es mir seinerzeit besonders angetan. Mit Erscheinen der aktuellen Blu-Ray Neuauflagen habe ich die alten DVDs noch einmal hervorgeholt und am gestiegen Abend mit diesem herrlich altbackenen Kunstwerk meine erneute Reise in die orientalische Welt angefangen.

Noch immer ist der Film prächtig gealtert und einen genaueren Blick wert. Natürlich ist die Handlung eher einfach gestrickt und die damals so unglaublichen Trickeffekte schlecht gealtert – doch an Charme hat man keineswegs eingebüßt und man fühlt bei den vertrauten Synchronstimmen wieder wie ein Kind.

Es dauert nicht lang, bis man in den fremden Schauplätzen versunken ist und der langsam steigenden Spannungskurve erliegt. Alles wirkt so abenteuerlich und von seinen Schauplätzen trotzdem bodenständig genug, um nicht zu abgedreht zu wirken. Man kann sich prima in die Settings hineinfühlen und immer wieder staunen, welche Untiere in der neuen Lokation ihr Unwesen treiben und mit welchen genialen Kniffen sie zum Leben erweckt wurden.

„Sindbads Gefährliche Abenteuer“ gehört zu den späteren Werken des Meisters und dies ist vor allem bei den Effekten zu beobachten. Natürlich hat hier eine Überalterung stattgefunden, aber sehenswert sind die damaligen Methoden allemal. Die Figuren schauen nicht nur herrlich originell aus, sondern wurden ernsthaft gut animiert. Man erkennt deutlich, wann die menschlichen Darsteller in Szenen hineingeschnitten wurden – aber allein die Machbarkeit zur damaligen Zeit finde ich extrem beeindruckend und als Filmliebhaber enorm faszinierend.

Wer Abenteuerfilme mag und nichts gegen „oldschoolige“ Aufmachung hat, kommt um die Harryhausen Referenzen wohl nicht herum. Im Prinzip ist es fast egal, welcher der Sindbad-Filme hier empfohlen werden sollte, den unterm Strich sind alle eine klasse für sich. Wahrscheinlich sehe ich die Dinge wegen der schönen Kindheitserinnerungen noch etwas verschwommener, aber geht diesem Filmen wirklich eine Chance. Abendteuer, Fabelwesen und fremde Welten haben sich selten besser angefühlt – und nicht wie heute nach lieblosem CGI geschmeckt.

8/10

Fotocopyright: Koch Media GmbH

Jungle Cruise

Inhalt

Zu Zeiten des Ersten Weltkrieges macht sich die britische Forscherin Lily Houghton auf den Weg nach Brasilien. Hier am Amazonas hofft sie einen geheimnisvollen Baum zu finden, der die „Blüte des Lebens“ trägt und somit Hoffnung auf die Heilung vieler Krankheiten macht…

Fazit

Nach dem eher ernüchternden Ausflug nach Frankreich (The Last Mercenary), lag die Hoffnung auf dem anschließend über die Leinwand flimmernden „Jungle Cruise“, der immerhin mit „Disney“ als großes Produktionsstudio und „The Rock“ als einer der Hauptdarsteller extrem gute Karten auf kurzweilige Unterhaltung mit sich brachte.

Bei Filmen wie diesen sollte man zunächst bei der Handlung etwas zurückstecken. Der fast 2,5 Stündige Trip richtete sich in erster Linie an großartigen Spezialeffekten und einigen wirklich launigen Gags aus, während Glaubwürdigkeit oder gar so etwas wie Tiefe fast vollkommen über den Haufen geworfen wurden. Die Handlung erinnert zwar an klassische Genrefilme, reißt aber unterm Strich keine echten Bäume heraus oder fuhr mit irgendwelchen krassen Wendungen auf.

Optisch erfüllte das Werk auf jeden Fall die Ansprüche an einen aktuellen Kinofilm. Auch wenn die Macher es hin und wieder mit Filtern bzw. etwas grell eingestellten Farben (und das lag nicht auf meinem neuen Beamer) übertrieben haben, so funktionierte der Transfer in eine fremde Welt und andere Zeiten ganz hervorragend. Man bemerkte das scheinbar sehr hohe Budget zu jeder Sekunde und selbst gen Finale schien das fantasievolle Gemälde nicht hastig zusammengeschustert worden zu sein.

Fluch und Segen allerdings seine Ähnlichkeit zu anderen Werken des Hauses. Stellenweise fühlte sich das Geschehen nicht nur wie eine Attraktion aus einem Vergnügungspark an, sondern zeigte auch deutliche Parallelen zu „Fluch der Karibik“ oder „Indiana Jones“. Liegt sicherlich irgendwo im Kern der Sache, aber irgendwie fehlte mir etwas mehr Eigenständigkeit – könnte jedoch nicht sagen, wie diese am besten ausgeschaut hätte.

Die Zusammenarbeit von Emily Blunt und Dwayne Johnson hat gut gefallen, die Darstellung des deutschen Gegenspielers (Jesse Plemons) war vielleicht etwas zu drüber. Das ganze Setting mit U-Booten und „Schlangengeistern“ war schon krass, aber die Crew der Widersacher mit ihren peinlichen Gesängen selbst für diese Verhältnisse knapp am Ziel vorbei. Die CGI-Raubkatze war ordentlich umgesetzt, obgleich immer die Herkunft aus dem Rechner zu erkennen war.

„Jungle Cruise“ hatte seine bizarren Momente, aber unterm Strich gefielen die sehenswerten Effekte, die gut harmonierenden Darsteller und die herrlich altmodische Grundidee. Für meinen Geschmack hätte man das wilde Treiben allerdings gerne um eine halbe Stunde kürzen und damit den gelegentlich leicht stockenden Erzählfluss aufwerten können. Immerhin hatte man stets das Gefühl endlich wieder einen echten Blockbuster vor sich zu haben – und das bedeutet mir in diesen traurigen Kinozeiten schon Einiges.

7/10

Fotocopyright: Disney

Masters of the Universe: Revelation – Staffel 1

Inhalt

Dank des Bösewichtes Skeletor scheint das Böse endlich zu siegen und sämtliche Magie aus Eternia zu verschwinden. Um gegen die dunkeln Kräfte etwas auszurichten, schließen sich sogar ehemalige Widersacher den aufrechten Streitern an…

Fazit

„Masters of the Universe“ ist unbestrittener Kult und für Viele schon eine Art von heiligem Gral – was einige negative Kommentare (insbesondere aus Amerika) irgendwie zu begründen vermag. Ich persönlich würde mich zwar nicht als den größten Fan des Franchise bezeichnen (obwohl ich früher nahezu alle Figuren, Fahrzeuge und Burgen besaß), habe mich dennoch auf das Reboot gefreut. Da Kevin Smith („Clerks“, „Mallrats“, „Dogma“, etc.) das Ruder übernahm, war die Motivation sogar noch ein Stückchen größer.

Lange möchte ich nicht um den heißen Brei herum reden. Obwohl man in den kurzen fünf Episoden relativ wenig vom Titelhelden He-Man zu sehen bekam, hat mir das Gebotene mit seiner etwas anderen Herangehensweise recht gut gefallen. Statt einzelner Storys bekommen wir hier eine durchgehende Rahmenhandlung, die mit weiteren Staffeln (bzw. weiteren Episoden der aktuellen Staffel) hoffentlich noch zu Ende erzählt werden.

Genau wie seine ursprünglichen Fans ist die Serie gereift. Klingt vielleicht blöd, aber irgendwie fühlte sich das Treiben trotz bunter Farben und vertraut schriller Figuren nicht mehr so trashig wie damals an. Sicherlich ist man von „seriös“ noch weit entfernt, doch man spürt mehr Tiefe und mehr Mühe beim Zeichnen seiner Figuren.

Apropos Figuren. Während neue Zuschauer alle Gesichter wohl relativ verständlich eingeführt bekommen, strahlt die alte Garde bis über beide Ohren. Auch wenn sich die Verwüstung möglichst vieler Kreaturen als etwas gequetscht anfühlt, ging deren mehr oder weniger kurze Momente im Gesamtbild völlig in Ordnung. Man schien allen Lieblingen einen kurzen Auftritt spendieren zu wollen und als Fan-Service konnte man dies einfach durchwinken.

Audiovisuell sind die „Masters“ endlich im aktuellen Zeitalter angekommen, ohne ihren bewährtem Charme zu verlieren. Jedes noch so kleine Detail wirkte nun zwar sehr modern, ohne hingegen seinen Wiedererkennungswert zu verlieren. Man fühlte sich sofort heimisch, obwohl beispielsweise auch ein frischer Soundtrack für neue Akzente sorgte.

Nach gerade einmal einer Handvoll an neuen Episoden kann ich eigentlich noch nicht allzuviel zu den neuen Abenteuern aus Eternia berichten. Die Inszenierung passt, Neues und Altes gaben sich gut die Waage und man spürt das Herzblut der Macher. Technisch und erzählerisch ging es vielversprechend los und gerne bleibe ich weiter am Ball. Negative Kritik wird es beim Aufleben von Kindheitserinnerungen und deren Neuinterpretationen wohl immer geben, aber mir hat es bis dato ausnahmsweise mal sehr gut gefallen.

7,5/10

Fotocopyright: Netflix

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