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Schlagwort: Drama (Seite 1 von 44)

Intrusion

Inhalt

Ein junges Paar fühlt sich nicht mehr sicher im eigenen Haus. Nachdem sie für ein paar Stunden abwesend waren, wurde eingebrochen, doch seltsamerweise kein einziger Gegenstande entwendet. Irgendwas haben die Einbrecher wohl gesucht…

Fazit

Die Grundidee von „Intrusion“ war gar nicht mal übel, doch leider offeriert der Plot zu früh seine vermeintliche Auflösung und weicht dann auch nicht mehr von diesem eingeschlagenen Wege ab. Der geübte Zuschauer durchschaut die perfide Handlung nach relativ kurzer Zeit und beraubt sich so leider auch einem durchgehend hohem Spannungsbogen. Man konnte dem Treiben zwar weiterhin gut folgen, die Luft war jedoch etwas raus.

Die Darsteller haben ihre Sache gut gemacht und keinen Grund zur Beanstandung gegeben. Musste ich mich Anfangs etwas an den glatten Ehemann gewöhnen, hat es letztlich prima zu seiner Rolle gepasst. Die Inszenierung hat dagegen auf Anhieb einen guten Eindruck gemacht und trotz eingeschränkter Auswahl an Figuren und Schauplätzen mit hochwertiger Optik überzeugt. Einzig die deutsche Synchronisation war nicht immer referenzverdächtig, aber Schwamm drüber.

Das Geschehen war jederzeit unterhaltsam, trotz seiner relativ einfachen Machart und dem bereits erwähnten Schwächen beim Plot. Der Zuschauer blieb stets am Ball und wollte sich seiner Theorien bestätigt wissen.

Auch wenn „Intrusion“ das Rad nicht vollkommen neu erfindet, hat die Rahmenhandlung durchaus gefallen. Leider offeriert sich die Auflösung schon recht zeitig, so dass der Unterhaltungsfaktor im letzten Drittel spürbar abnimmt. Unterm Strich jedoch ein brauchbarer Thriller, den der Netflix-Kunde gerne mitnehmen kann.

6,5/10

Fotocopyright: Netflix

Klassentreffen

Inhalt

25 Jahre sind vergangen und endlich treffen sich die alten Klassenkameraden auf einer kleinen Feier wieder. Während zwar einige untereinander geheiratet haben, verloren sich andere komplett aus den Augen und wurden in alle Richtungen verstreut. Je später Abend allerdings, desto emotionaler die Geschichten…

Fazit

Rein von seinem Cast ist „Klassentreffen“ ein recht beeindruckender Titel geworden. Es tummeln sich zwar keine großen internationalen Stars auf dem Filmparkett, dafür jede Menge bekannter Gesichter aus der hiesigen TV-Landschaft – und deren Zusammenspiel machte weitestgehend Spaß, auch wenn technisch nicht Alles ganz rund lief.

Die Handlung war – fast schon erwartungsgemäß – flach und wirkte vielerorts improvisiert. Es schien nur ein grobes Drehbuch vorzuliegen und die Figuren mussten ihre Konversationen augenscheinlich selbst ausformulieren. Das hatte zwar Witz, schien gelegentlich etwas unkoordiniert und nicht immer geschmeidig. Während einige Momente zum Brüllen komisch waren, zogen sich andere Abschnitte wie Kaugummi. Manchmal schienen den Akteuren die Themen auszugehen oder man wusste nicht, wie man den aktuellen Dialog sinnvoll zu Ende bringen konnte.

Technisch war das Geschehen eher durchwachsen. Wie die scheinbar eher spontan entstandenen Gespräche, hielt die Kamera mal da mal da aufs Geschehen und folgte kaum einer geraden Spur. Die Schnitte fielen dabei hart und ohne Übergang aus – so erzeugte man immerhin einen fast dokumentarischen und halbwegs passenden Look, kam manchmal leider auch stockend und unsauber daher.

Als kleiner Fernsehfilm geht „Klassentreffen“ vollkommen in Ordnung. Er punktet in erster Linie mit sympathischen Cast und weniger durch protzigen Rest. Das hinterließ einen leicht kantigen, aber überwiegend seicht-unterhaltsamen Eindruck. Kein Highlight, aber anschaubar und wahrscheinlich ganz schnell wieder vergessen.

6/10

Fotocopyright: Release Company

Reminiscence: Die Erinnerung stirbt nie

Inhalt

Der Krieg und Umweltkatastrophen haben der Erde und den Menschen stark zugesetzt. Nick Bannister hält sich seitdem mit dem Visualisieren von Erinnerungen über Wasser und schenkt seinen Kunden so wenigstens für eine kurze Zeit eine heile Welt. Sein Leben ändert sich jedoch schlagartig, als eine neue Kundin die Räume betritt und ihm sofort mit ihren Blicken verführt…

Fazit

Filme mit Hugh Jackman gehen eigentlich immer und die Prämisse von „Reminiscence“ hat sich eigentlich auch ganz spannend angehört – doch sehr ich diesen Film mit seiner stimmigen Atmosphäre auch mögen möchte, so sehr war ich dann vom Endergebnis enttäuscht..

Die grundsätzlich ansprechende Handlung wird viel zu schleppend und uninspiriert erzählt. Durch ihre träge Machart verliert man trotz interessantem Inhalt immer mal wieder den roten Faden und konnte manchen Aktionen nur schwerlich folgen. Vielleicht hat man als geübter Zuschauer in einigen Bereichen einfach zu komplex gedacht – denn die anfänglich vermutete Verschwörung fiel gar nicht so weitreichend, wie befürchtet aus.

Entweder hätte man das Geschehen noch viel packender, oder zumindest etwas straffer gestalten müssen. Mit knapp zwei Stunden war die Länge human, aber dennoch zu langatmig ausgefallen. Die Bildsprache zwar stellenweise recht eindrucksvoll, dennoch konnte sie nicht über die Schwächen beim Storytelling hinweg täuschen. Gleiches gilt übrigens auch für Jackman. Sein Spiel war routiniert gut, aber eben nicht zu dominant zum Ablenken.

Eine schöne audiovisuelle Präsentation und ein gefälliger Hauptdarsteller sind markante Eckpfeiler, die leider nicht über den streckenweise schnarchigen Inhalt hinwegtrösten können. „Reminiscence“ zeigte gute Ansätze und versank im Mittelmaß. Gerne hätte ich dem Titel eine höhere Wertung verpasst, aber einige Passagen waren so langweilig, das mich das Werk fast verloren hätte. Wer sich von der Geschichte angesprochen fühlt zappt vielleicht bei einem Streaming- Anbieter mal rein, der Rest kann getrost ignorieren.

6/10

Fotocopyright: Warner Bros (Universal Pictures)

Deadly Voltage – Gefangen im Gewittersturm

Inhalt

Ein verehrender Gewittersturm durchquert die Gegend von Wisconsin. Forscher sind sich um die schlimme Lage bewusst, doch ausgerechnet einer von ihnen befindet sich dort zu einem Ausflug mit seiner Familie…

Fazit

Normalerweise stehe ich auf gute und zuweilen auch anspruchsvolle Filme, doch irgendwie hab ich auch ein Herz für günstigere Produktionen von Asylum und Konsorten. Meist schlage ich im EuroShop entsprechend günstig zu habe schon beim Betrachten des Covers keine sonderlich hohen Erwartungen an das Endprodukt. Ich möchte nach einem langen Arbeitstag lediglich seicht bei Laune gehalten werden – und genau in diese Kerbe schlagen diese Genrefilme dann meist auch. „Deadly Voltage“ jedoch hinterließ einen merkwürdigen, fast schon fragenden Eindruck…

Gefragt habe ich mich die ganze Zeit, wann das Treiben endlich loslegt, wann es endlich ein paar Effekte zu bestaunen (oder zu belächeln gilt) und dann sich endlich ein gemütlicher Flow einschleichen wird. Mit schlechten Schauspielern, unterirdischer Synchronisation und dünner Handlung hatte man bereits gerechnet – doch das ausgerechnet am Kern der ganzen Sache so gewaltige Abstriche gemacht wurden, war schon erstaunlich übel.

Das Geschehen plätscherte vor sich hin und nahm nie richtig Fahrt auf. Einzig in den letzten Minuten markierten minimalistische und keineswegs gut integrierte Blitze für etwas Stimmung, doch da hatte der leidensfähige Zuschauer längst innerlich abgeschaltet. Es war zu viel und zu wenig – und vor allem weil bisherige Verlauf zu träge, zu uninteressant, zu dämlich konstruiert wurde. Man redete immer mal wieder über die Ereignisse, stützte aber nichts mit brauchbarem Material. Es gab ein paar pixelige TV-Aufnahmen oder nichts sagende Grafiken auf einem iPad und das wars mit dem ach so tollen Aufbau einer Atmosphäre.

Bei einem Katastrophenfilm erwarte ich in erster Linie aufregende Bilder und bin beim Rest zu Abstrichen bereit. Allerdings ist es fast schon vermessen, „Deadly Revenge“ diesem Genre zuzuordnen – denn außer langatmigen Konversationen gibts wenig bis gar nichts zum eigentlich Thema zu sehen und eine Spannungskurve war faktisch nicht vorhanden. Selbst für kleines Geld ein schwacher, kaum unterhaltsamer Titel, der in allen Ebenen einfach nur enttäuscht.

2,5/10

Fotocopyright: Lighthouse Home Entertainment

Zwielicht – Primal Fear

Inhalt

Ein junger Mann wird des Mordes an einem Pfarrer beschuldigt und die Beweise scheinen erdrückend. Kurz vor der Resignationen seines Strafverteidigers, tut sich jedoch ein kleiner Lichtblick auf. Scheinbar leidet der Angeklagte unter einer physischen Störung und wäre somit nur bedingt straffähig…

Fazit

Filme mit Richard Gere oder Edward Norton gehen eigentlich immer und so habe ich mich am vergangenen Wochenende spontan an „Zwielicht“ auf „Prime“ gewagt. Die letzte Sichtung lag etliche Jahre zurück, doch relativ schnell kam die nüchterne Erleuchtung. Obwohl sich das Teil leicht mysteriös und bemüht undurchschaubar ausgibt, ist der Plot eigentlich erschreckend simpel und das Finale schon viel zu früh erkennbar.

Die Ansätze waren wirklich gut. Man erzeugt eine spannende Atmosphäre und trotz oder gerade wegen seiner leicht altbackenden Optik lässt man sich gerne ins Geschehen fallen. Das Spiel zwischen Gere und Norton hat zuweilen gut unterhalten, zuweilen aber auch leicht durchgehangen. Die Figur von Norton war allzu deutlich zu durchschauen und nur selten bis überhaupt nicht kam der Zuschauer ins leichte Schlingern. Alles folgte mit gewisser Beharrlichkeit einem durchschaubaren Muster und echte Gänsehaut blieb schlichtweg aus.

Der Streifen war stellenweise etwas trocken und nicht immer vollends packend gestaltet. Man blieb zwar stets am Ball, doch gerade manche Szenen vor Gericht waren zu langatmig. Vom Kern her ansprechend gedacht, doch von der Umsetzung teils zu trocken und monoton gemacht. Alles wirkte grundsätzlich leicht angestaubt und macht so immerhin einige Passagen glaubwürdiger.

Vielleicht liegt es an den heutigen Sehgewohnheiten, aber „Zwielicht“ konnte mich mit seiner fast schon transparenten Weise wenig blenden. Zwar harmonierten die hervorragend agierenden Darsteller prima miteinander, doch gegen die Tücken der Handlung waren sie nicht gefeilt. So bleibt bei einem soliden, aber keineswegs überragend gutem Filmerlebnis.

6/10

Fotocopyright: Paramount Pictures (Universal Pictures)

In Berlin wächst kein Orangenbaum

Inhalt

Aufgrund seiner schweren Erkrankung, kommt Nabil vorzeitig aus dem Gefängnis. Um seine Angelegenheiten zu regeln, nimmt er Kontakt zu einer ehemaligen Liebschaft auf und erfährt erstmals von seiner Tochter…

Fazit

Manchmal sind spontane Entscheidungen nicht immer die Schlechtesten und so konnte ich mich auch nicht über diesen Mediatheken-Vorschlag des Firesticks beschweren. „In Berlin wächst kein Orangenbaum“ ist ein kleiner, aber feiner Film – der trotz der schweren Krankheit und dem absehbaren Tod des Protagonisten so etwas wie Hoffnung vermittelte. Dabei präsentierte man uns von der Technik und vom filmischen Ablauf her wirklich kaum etwas Neues – doch die geschmeidige Zusammenarbeit der Darsteller hat ungemein viel Charme transportiert.

Kida Khodr Ramadan trägt das Geschehen über weite Teile von ganz allein – was natürlich seiner darauf abgerichteten Rolle zu verdanken ist. Er macht seine Sache gewohnt fantastisch und gibt keinen Grund zur Klage. Die Chemie zu seiner Filmtochter hat vollends gepasst und die Wortgefechte mitunter sehr amüsant. Man konnte sich gut in beide Parteien hineindenken und deren Argumentationen verstehen.

Die Handlung an sich war nicht übel, aber im Grunde genommen auch nicht sonderlich innovativ. Man hat alles irgendwo schon einmal gesehen und mit Spannung erwartete Überraschungen blieben leider aus. Immerhin hat der Erzählfluss durchwegs gepasst, so dass man trotz alledem bis zum bitteren Ende am Ball blieb und sich glücklicherweise nie gelangweilt hat.

„In Berlin wächst kein Orangenbaum“ ist ein etwas anderes Vater-Tochter-Drama und lebt vor allem von einem brillanten Kida Khodr Ramadan der hier wieder sein Können unter Beweis stellen konnte. Viel Geld hätte ich für diesen Titel ehrlich gesagt nicht auf die virtuelle Ladentheke geblättert, aber als mehr oder weniger kostenloser Abruf in der Mediathek nimmt man ihn gerne mal mit.

7/10

Fotocopyright: ARD

Rock Star

Inhalt

Chris träumt von einem Leben als Rockstar auf der großen Bühne. Leider teilt seine Band nicht alle seiner Eigenarten und so kommt es noch vor dem Durchbruch zum Zerwürfnis. Glücklicherweise fungiert seine Freundin als Managerin und so klappt es d beim Einstieg bei einer bereits äußerst erfolgreichen Formation…

Fazit

Das Thema betreffend, ist „Rock Star“ im Grunde kein schlechter Film. Er zeigt auf relativ unterhaltsame Weise wie ein motivierter Musiker mit den richtigen Verbindungen zum Star avanciert und welche Hürden dabei auf seinem Weg lagen. Das Flair vergangener Tage wurde dabei mit Outfits und Stylings hervorragend getroffen, die rockige Mucke rundet den stimmigen Eindruck ab.

Leider fühlt sich der Titel dabei etwas seicht, austauschbar und harmlos an. Zwar gibt es auch mal blanke Brüste zu bestaunen, doch insgesamt gibt sich das Szenario sehr handzahm und vergleichsweise hochgeschlossen. Werke wie „The Dirt“ mögen zwar in einer anderen Zeit adaptiert worden sein, aber hier hinterließ das Geschehen mehr Eindruck und irgendwie auch mehr Nähe zur Realität – zumindest so, wie man sich das Leben der Kerle vorstellt.

Wahlberg und Aniston gaben ein sympathisches Paar und haben prima miteinander harmoniert. Gerade Wahlberg schien für die schillernde Rolle geradezu prädestiniert und hierdurch glaubhaft. Wahrscheinlich gab es auch einige Gastauftritte bekannter Musiker – die mir mangels Kenntnis einfach nicht aufgefallen sind. Die Inszenierung war routiniert und leistete sich keinerlei Patzer. Alles schaut hochwertig und eben wie ein richtiger Kinofilm aus.

Ich bin nicht zu hundertprozentig mit der Materie vertraut und betrachte den Film daher recht neutral. Für mich ist „Rock Star“ trotz seiner starken Momente und netten Darstellern lediglich solide, aber nicht überragend. Die Geschichte hatte kleinere Durchhänger und verlief insgesamt ziemlich vorhersehbar. Für mal eben Zwischendurch schon passabel geeignet, doch letztlich nicht mehr als gehobener Durchschnitt. Ich kann die guten Bewertungen bei Amazon und Co. durchaus verstehen – bin wie bereits erwähnt eben nicht voll mit der Sache verheiratet und bewerte die nüchterne filmische Qualität. Beinharte Metal-Fans rechnen sicherlich noch ein Pünktchen dazu. Für mich bleiben „The Dirt“ oder „The Doors“ einen Ticken besser.

6,5/10

Fotocopyright: LEONINE

A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn

Inhalt

Nash ist ein eigenwilliger Typ, aber auch ein Genie. Neben seinem Job als Lehrer an der Universität, hilft er dem Geheimdienst beim Entschlüsseln abgefangener Code-Elemente. Mit zunehmender Forderung seiner Fähigkeiten, spaltet sich Nashs Persönlichkeit jedoch immer mehr…

Fazit

„A Beautiful Mind“ war und ist für mich in erster Linie ein Film, bei dem Russel Crowe seinerzeit enorme Wandlungsfähigkeit und hohe schauspielerisches Talent bewies. Seine verkörperte Hauptfigur besaß sicherlich ein interessantes Leben, doch abgesehen von ein paar filmischen Freiheiten war die Umsetzung für mich dann eher so durchwachsen, statt echtes Highlight.

Der echte Nash bot eine interessante Lebensgeschichte für echten Hollyood-Stoff, doch für dessen uneingeschränkte Tauglichkeit mussten einige Eskapaden unter den Tisch gekehrt werden müssen. Diese waren (alles nachgelesen bei Wikipedia) wohl nicht immer vollends für die Handlung relevant, hätten aber einen kritischeren Blick auf die Figur geworfen. So fühlt sich das Geschehen leicht zensiert und weichgespült an.

Die knapp über 2 Stunden lebten vom einem sehr charmant agierenden Crowe, der das Geschehen meist von allein trug. Mit seinen passenden Gestiken macht er die Krankheit seiner Figur vor allem optisch sehr greifbar und gibt die Kontur, welche die Erzählung zumindest teilweise missen ließ. Klar habe ich insgesamt kein Action-Spektakel er watet, doch hin und wieder ein Hauch mehr an Tempo herbeigesehnt. Das Treiben wird zwar nie langweilig, allerdings auch selten richtig packend.

Wer auf Dramen steht und mit lediglich solider Kost zufrieden ist, darf hier gerne einen Blick riskieren. Ich habe das Werk noch auf DVD in der Sammlung stehen und nach der gestrigen Sichtung auf Prime wurde schnell klar, warum es bisher kein Update auf Blu-Ray gab. „A Beautiful Mind“ lässt sich dank vorzüglichem Hauptdarsteller prima schauen, doch so richtig gefesselt hat mich das zuweilen leicht behäbige Geschehen nicht. Trotzdem bleibt am Ende ein äußerst stabiler Film.

7/10

Fotocopyright: Paramount Pictures (Universal Pictures)

Die große Liebe

Inhalt

Bei einem Heimaturlaub lernt Offizier Paul die bezaubernde Sängerin Hanna kennen und lieben. Obwohl sie aus völlig unterschiedlichen Welten stammen, wollen sie es miteinander versuchen. Leider verwehrt ihnen der Krieg eine längere, gemeinsame Zeit…

Fazit

Nach “ Wunschkonzert“ ist auch der zweite, sogar noch etwas größere Erfolg „Die große Liebe“ endlich in aufpolierter HD-Qualität frei erhältlich. Zwar trägt auch dieser eine – gemessen am eigentlichen Inhalt – übertriebene FSK18-Freigabe, doch womöglich könnte man unbedarfter Zuschauer mach Details nicht korrekt einordnen. Es handelt sich um ein „Kind seiner Zeit“, welches mit etwas Abstand betrachtet und bewertet werden muss.

Im Gegensatz zu „Wunschkonzert“ hat es mir hier allerdings ein bisschen an Substanz und markanten Momenten gefehlt. Zarah Leander ist natürlich nicht nur toll anzuschauen und erst recht famos anzuhören, aber die Handlung war einfach zu seicht, austauschbar und stellenweise sogar etwas langatmig erzählt. Zieht man den ungemütlichen Hintergrund ab, bleibt eine simple Liebesgeschichte, die zielstrebig, vorhersehbar und wenig aufregend abgespult wurde.

Von Krieg und plakativer Propaganda gab es glücklicherweise wenig zu vermelden, doch die hier präsentierte heile Welt war mir einen Ticken zu drüber. Sicherlich wollte man genau diese entspannte und herzergreifende Stimmung erzeugen, aber für den waschechten Cineast war diese filmische Darbietung insgesamt zu unspannend. Klar war der Titel mangels Alternativen ein riesiger Hit, doch streng genommen hätte man seine flache Erzählweise seinerzeit schon kritisieren dürfen.

Optisch hat der Film wohl noch nie besser ausgeschaut. Zwar besaß das 4:3 Bild einige Defekte, gewaltiges Filmkorn und gelegentlich starkes Rauschen, doch der Ton war verhältnismäßig gut und alles durchaus problemlos genießbar. Ich hatte vor Jahren mit wesentlich schlechteren Abzügen Vorlieb nehmen müssen und bin mit der aktuellen Variante höchst zufrieden und möchte die besprochenen technischen Makel nicht negativ bewerten. Es geht wohl einfach nicht besser.

Die Veröffentlichung solcher Kunstwerke ist für uns informierte und aufgeklärte Filmfreunde ein wahrer Segen. Ich finde die Einblicke in die Kinohistorie immer höchst interessant, auch wenn hier der tatsächliche Inhalt leider etwas dürftig ausgefallen ist. Für die Aufbereitung und „ans Licht bringen“ ein großes Lob, auch wenn nüchtern getrachtet nur ein passabel anschaubarer Film vorgelegt wurde. Ich drücke mal ein Auge zu und gebe dennoch knappe 7 von 10 auf meiner persönlichen Skala – nicht zuletzt dank des Soundtracks, der mir beim Schreiben dieses Reviews gerade fleißig im Kopf herumschwirrt. Hoffen wir mal, dass noch mehr „Wunder geschehen“ und weitere Filme dieser Art alsbald legal in den Händlerregalen liegen.

7/10

Fotocopyright: WVG Medien GmbH

Vacation Friends

Inhalt

Emily und Marcus wollten nur ein paar romantische Tage in Mexiko verbringen, doch die Pläne wurden schon beim Eintreffen im Luxushotel durchkreuzt. Da ihr Zimmer durch eine Panne völlig ruiniert wurde, werden sie vom Pärchen Kyla und Ron in deren riesigem Domizil aufgenommen. Statt ruhiger Tage steht jedoch ein wilder Trip als Drogen und Alkohol an…

Fazit

Streng genommen ist „Vacation Friends“ eine weitere, austauschbare Komödie, die man vielleicht nicht unbedingt gebraucht hätte. Objektiv betrachtet habe ich mich bei den zuweilen relativ platten Gags so köstlich wie schon lange nicht mehr amüsiert und unerwartet großen Gefallen an der Sache gefunden.

Besonders Jon Chena konnte mich wieder überzeugen. Nach seinem eher schwachen Auftritt in letzten „Fast and the Furios“ hat ihm diese lockere Rolle wieder besser gestanden und sichtlich Spaß gemacht zu haben. Seine Präsenz verleiht dem zuweilen recht vorhersehbaren Treiben einen ungemeinen Charme und trotz mancher schräger Eskapaden konnte man seiner Figur nie böse sein.

Überhaupt hat die Chemie aller Darsteller hervorragend gepasst und so viele eher dürftig gescriptete Passagen dennoch sehenswert gemacht. Es wurde nie langweilig und die Zeit verging fast wie im Flug. Man hat zwar alles irgendwo schonmal gesehen oder konnte sich diverse Ereignisse relativ einfach herleiten, doch schmälern tat dies die gute Unterhaltung nicht im Geringsten. Man konnte sich fallen lassen und das Geschehen genießen.

Vermutlich hatte „Vacation Friends“ nie den Anspruch das Genre neu zu definieren oder mit etwas Außergewöhnlichem zu bereichern. Er ist trotz seiner verrückten Art fast schon ein wenig konservativ gestrickt, trifft aber dennoch zu den passenden Momenten den richtigen Nerv. Als seichte Angelegenheit für mal eben Zwischendurch hat mir das Teil jedenfalls eine gute Zeit bereitet und für ordentlich Lacher gesorgt. Wer solche Filme mag, wird auf seine Kosten kommen und manch Logiklücken sowieso nicht weiter hinterfragen.

7/10

Fotocopyright: Disney

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