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Schlagwort: Adventure

God of War (PS4)

Inhalt

Göttersproß Kratos hat genug von seinen früheren Taten und möchte mit seiner Frau ein ruhiges Leben im hohen Norden verbringen. Nach deren unverhofften Tod nimmt er seinen Knaben an die Hand und möchte die Asche auf dem höchsten Berg des Landes verstreuen. Leider legen ihm diesmal die nordischen Götter die Steine in den ohnehin schon recht beschwerlichen Weg…

Einleitung

Schon seit jeher galten die „God of War“-Spiele als spaßige Prügler, die in erster Linie mit Ihrer Technik gewisse Maßstäbe setzten. Egal ob auf Playstation 2 (R), Playstation Portable (R) oder Playstation 3 (R) – ich habe die Reihe immer mal wieder in die jeweiligen Laufwerke geworfen und kurzweilige Action serviert bekommen. Nachdem es einige Jahre relativ ruhig geworden ist, wagte Sony im Jahr 2018 ein Reboot der Reihe, welches ich zwar unmittelbar bei Release erworben, jetzt aber erstmalig durchgezockt habe.

Gameplay

Der Spieler schlüpft in die Rolle von Kratos, der die meiste Zeit von seinem Sohn Atreus begleitet wird. Gespielt wird aus der 3rd-Person Perspektive, welche die Kamera hinter die Spielfigur positioniert und eine Steuerung nach genreüblichen Methoden erlaubt.

Innovativ ist hierbei das Handling seiner Axt, welche nicht nur für den Nahkampf, sondern auch für den Fernkampf bzw. das Lösen von Rätseln Verwendung findet. Per Tastendruck kann Kratos das gute Stück werfen und ebenso wieder in seine Hände zurückrufen. Das klappt nach kurzer Eingewöhnung und ausführlichen Tutorialaufgaben recht gut und macht durchaus Spaß. Die Steuerung an sich ist präzise und relativ genaues Zielen ist insbesondere für spätere Herausforderungen unabdingbar.

Atreus kommt nicht nur mit flotten Sprüchen daher, sondern kann per Tastendruck den Kampf sinnvoll bereichern. Er schießt unterschiedliche Pfeilarten auf die Gegner ab und macht viele Gefechte hierdurch angenehm taktisch. Oftmals blieb ich mit Kratos etwas im Hintergrund und ließ den Knaben einige Feinde selbstständig (oder per meinem Kommando) ausschalten. Man sollte also durchaus in seine Ausrüstung investieren und beim Schmied nicht nur an seinen Haupthelden denken.

Apropos Schmied. Regelmäßig treffen wir auf Zwerge, die nicht nur neue Ausrüstung anbieten, sondern auch vorhandenes Equipment verbessern. Gezahlt wird dies mit „Hacksilber“, welches sich immer mal wieder in den Welten findet.

Mit laufender Handlung gewinnt der Spieler überdies an Erfahrungspunkten, die sich Wiederrum in Fähigkeiten ummünzen lassen. Auch hier sollte man Atreu nicht vergessen, denn seine aufpolierten Kräfte sind stets hilfreich im Kampf. Das „Levelsystem“ ist hierbei recht simpel, aber übersichtlich und vollkommen ausreichend.

Spielzeit

Da ich „God of War“ in unzähligen, teils eher kurzen Etappen durchgespielt habe, konnte ich keine konkrete Spielzeit messen. Das Internet gibt allein für die Hauptstory zirka 15-20 Stunden an, was ich für absolut realistisch halte.

Durch wachsende Fähigkeiten und häufigem Backtracking eröffnen sich immer wieder neue Gebiete, die zu unzähligen Nebenaufgaben einladen. Einige habe ich bereits (mehr oder weniger absichtlich) absolviert, andere hebe ich mir für den nächsten Durchgang auf. Nach dem Spiel steht übrigens ein „New Game Plus“ zur Verfügung.

Präsentation

Die audiovisuelle Umsetzung des aktuellen „God of War“ ist eine wahre Pracht und zeigt, was die Programmierer aus der angestaubten Playstation 4 (R) noch einmal herausholen konnten. Lebendige Welten, unzählige Details, teils riesige Gegner oder erklimmbare Elemente und dabei überwiegend butterweich inszeniert. Seltene kleinere Ruckeln und geschickt verteilte Ladeszenen sorgen für ein rundes Gesamtbild, bei dem die Immersion stets aufrecht erhalten wird.

Die deutsche Lokalisation ist ebenso vorbildlich und überzeugt mit tollen Sprechern, gefühlvollen Betonungen und teils witzigen, teils äußerst informativen Konversationen. Die ständigen Dialoge erzeugten eine dichte Atmosphäre und überbrückten auch längere Laufwege mit mächtig Charme. Man fühlt sich (auch bei der Abwesenheit des Sohnes) nicht allein und nie vollkommen auf sich gestellt.

Das neue Setting ist nicht nur eine willkommene Abwechslung vom Altbekannten, sondern auch viel passender zum neuen Spieldesign gewählt. So hält die nordische Mythologie so viele Bestandteile und Sagen parat, um damit die unzähligen Rätsel und Schauplätze zu begründen. Ob nun alle Figuren korrekt integriert wurden, vermag ich zwar nicht zu beurteilen, dennoch konnte ich der gezeigten Dramatik viel abgewinnen.

Positiv:
– überragende Technik
– interessante Geschichte
– großartig gezeichnete Figuren
– tolle Dialoge
– erinnerungswürdige Passagen
– vergleichsweise lange Spielzeit mit vielen Nebenaufgaben

Neutral:
– recht häufiges Backtracking
– manch nervige „Fallenabschnitte“
– insgesamt recht gradlinig (was ich eigentlich eher begrüße)
– wenige Waffen (die aber aufrüstbar sind)

Negativ:
– Steuerung in einigen Passagen recht schwammig
– kleinere Kameraprobleme in hektischen Gefechten
– ein paar Trial & Error Bosse, bis die Taktik durchschaut ist

Fazit

Die alten „God of War“-Spiele waren sicherlich nicht schlecht und gemessen an ihrer Zeit auch technisch ganz hervorragend – doch die Spielmechanik ist heutzutage einfach veraltet. Mit diesem Reboot hat Sony jedenfalls an den richtigen Stellschrauben gedreht und die alten Stärken (die Technik) beibehalten.

„God of War“ (2018) vereint perfektes Stoytelling mit toller Spielbarkeit und richtig ausbalancierter Herausforderung. Man wächst wortwörtlich spielend in die Tücken der Steuerung und die neue Mechanik hinein und fühlt sich durch ständige Upgrades spürbar mächtiger als zuvor.

Steht mal der kleine Atreus nicht zur Seite, vertröstet ein anderer Begleiter mit hervorragenden Konversationen und hält den filmischen Charakter weiterhin oben. Man fühlt sich stets in einer lebendigen Geschichte und nicht wie in einem dumpfen Videospiel – was durch hochwertige Zwischensequenzen immer wieder in Erinnerung gerufen wird und dramatisch ungewohnt viel auf dem Kasten hat.

Für mich definitiv einer der besten Exklusivtitel für Sonys Konsole eine eine hohe Messlatte für einen Nachfolger auf der Playstation 5. „God of War“ spielt sich wie eine stimmige Mischung aus „The Last of Us“ und „Uncharted“, welche um die großartigen Elemente der nordischen Mythologie bereichert wurde und obendrein ausgefallene Steuerungskonzepte beinhaltet.

Ich bereue den damals recht teuren Kauf der „Collectors Edition“ jedenfalls nicht, doch alle anderen Zocker sollten spätestens jetzt zum aktuellen Kurs von rund 20 Euro (in der „Playstation Hits“-Edition) unbedingt zuschlagen.

Grafik: 9,5/10
Sound: 9,5/10
Gameplay: 8,5/10
Gesamt: 9/10

Fotocopyright: SIE Santa Monica Studio / Sony Interactive Entertainment

Playstation, Playstation 2, Playstation 3, Playstation Portable (PSP) sind eingetragene Marken.

Horizon Zero Dawn (PC/PS4)

Inhalt

Der Spieler übernimmt die Rolle der jungen Kriegerin Aloy, die mit ihrem Vater einst vom eigenen Stamm verstoßen wurde. Die Erde ist verwüstet, seltsame Maschinen bewegen sich auf der Oberfläche und bedrohen das Leben der unterschiedlichen Clans jeden Tag aufs Neue. Aloy möchte herausauffinden, wie es mit der Zivilisation soweit kommen konnte und welche Last ihr dabei auf die Schultern gelegt wurde…

Einleitung

Bereits auf der Playstation 4 (R) war „Horizon Zero Dawn“ ein tolles und vor allem wunderschönes Spiel. Nun ist das gute Stück auf dem PC erschienen und dies nahm ich zum Anlass das Game noch einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Gameplay

Am ehesten lässt sich das Spielprinzip mit „The Witcher 3“ oder ähnlich gelagerten „Open World“-Titeln vergleichen. Der Spieler übernimmt ausschließlich die Kontrolle von Aloy und steuert die Dame (manchmal auch reitend) durch eine recht große Spielwelt. Hier bleibt dem Anwender überlassen, der durchaus interessanten Handlung zu folgen oder kleinere Nebenmissionen anzunehmen. Es kann zwar nicht frei gespeichert werden, doch in der Landschaft sind reichlich Lagerfeuer (=Speicherpunkte) verteilt und gelegentlich gibt es automatische Rücksetzpunkte.

Gekämpft wird klassisch in Echtzeit – was aktuell bei der PC-Version prima mit Maus und Tastatur ablief. Hin- und wieder gab es kleinere Sprung- und Klettereinlagen, die ein wenig an „Uncharted“ erinnerten und grundsätzlich keine echte Herausforderung darstellten. Der Abwechslung kam es jedoch zu Gute.

Meine Spielzeit auf einfacher Schwierigkeitsstufe betrug etwa 15 Stunden, wobei ich mich hauptsächlich auf die Hauptstory konzentriert habe und so gut wie keinerlei Nebentätigkeiten erledigte. Es blieb dabei stets unterhaltsam und lediglich ein paar längere Botengänge im Endgame sorgten für einen kleineren Dämpfer.

Präsentation

Grafisch gehört „Horizon Zero Dawn“ meiner Meinung nach zu den aktuell schönsten Spielen, welches in 4K und Details auf „Ultra“ selbst den betagten „Witcher“ mit diversen Verschönerungs-Mods in den Schatten stellt. Figuren, Kulissen, Bauwerke – alles sorgt für regelmäßiges Staunen und offene Mundwinkel. Wenn man dazu noch die Open-World-Bauweise einbezieht, ist der technische Aspekt umso herausragender zu betrachten. Übrigens kommt das Ganze ohne Ladezeiten und nur seltensten Mikrorucklern daher. Offenbar haben die Programmierer alles perfekt mit den sehenswerten Zwischensequenzen (in Spieloptik) verbandelt und eine schöne Immersion geschaffen.

Auch akustisch muss sich der Titel ebenfalls nicht verstecken. Die komplett deutsche Synchronisation war zwar nicht immer hundertprozentig lippensynchron, überzeugte jedoch mit tollen Sprechen – die auch viel Gefühl in ihre Dialoge stecken und nicht alles langweilig heruntergelesen haben.

Positiv:
– herausragende Grafik
– tolle Lokalisation
– lebendige Open-World mit vielen Aufgaben
– interessante Storyline
– gute Steuerung
– schönes Charakter- und Monsterdesign

Neutral:
– hin und wieder längere Laufwege (ohne Reisepacks)

Negativ:
– recht verspätet auf dem PC erschienen
– minutenlange „Spieloptimierung“ bei jedem Grafikkartentreiber-Update (PC)
– große Installationsgröße (PC)
– Gamepad-Support (PC) erst nach Patch

Fazit

„Horizon Zero Dawn“ war seinerzeit zurecht ein Kritiker- und Publikumsliebling und nach ein paar Jährchen nichts von seinem Glanz und seiner Faszination verloren.

Die audiovisuelle Präsentation war auf der Konsole schon hochwertig, aber die aktuelle PC-Version legt einfach noch eine Schippe drauf. Letztlich hat mich dann auch die tolle Grafik noch einmal enorm getriggert und eigentlich DIE Motivation zum erneuten Durchgang geboten.

Die Handlung wirkt noch immer angenehm frisch und bietet mit kleinen Häppchen stets einen Anreiz zum Weiterzocken. Dazu gesellen sich Kämpfe, die im Laufe der Zeit immer besser von der Hand gehen und eine nette Dynamik aufwiesen.

In seinen stärksten Momenten fühlte sich „Horizon“ wie eine gelungene Mischung aus „The Witcher 3“ und „Uncharted“ an – welche ja sowieso zu meinen Favoriten gehören. Zwar bietet der Hexer insgesamt einen kleinen Ticken besseres Gesamtpaket, doch gehört Aloys Ausflug mit zum Besten, was man derzeit überhaupt zocken kann.

Wer einen halbwegs ordentlichen PC sein Eigen nennt, sollte zu dieser Variante greifen. Preislich haben Konsolenjünger jedoch schon einen enormen Vorteil und erhalten die „Game of the Year“-Edition mittlerweile für recht kleines Geld. Egal, welche Plattform letztlich den Vorzug bekommt – „Horizon Zero Dawn“ gehört einfach in die gut sortierte Sammlung und die Erwartungen an einen Nachfolger (bereits für Playstation 5(R) angekündigt) sind enorm.

Grafik: 10/10
Sound: 8,5/10
Gameplay: 8/10
Gesamt: 9/10

Fotocopyright: Guerrilla Games / Sony Interactive Entertainment

Playstation ist eine eingetragene Marke.

Trüberbrook (Nintendo Switch)

Inhalt

Deutschland, 1967. Hans gewinnt in einem fingierten Preisausschreiben eine Reise nach Trüberbrook. Erst vor Ort bemerkt der amerikanische Wissenschaftler, dass er eigentlich an gar keinem Gewinnspiel teilgenommen und irgendwas in diesem verschlafenen Kaff total schief läuft…

Einleitung

Als bekennender Fan von Point-and-Click Adventures der alten Schule, haben es mir die ersten Bilder von „Trüberbrook“ seinerzeit schon angetan – jedoch wollte ich erst warten, bis der Titel etwas günstiger zu erwerben ist und endlich war es dann soweit. Um die Wartezeit zwischen „Trials of Mana“ (Test) und dem „Xenoblade“-Remake zu überbrücken, fiel die Unterhaltung allerdings kürzer, als erhofft aus…

Gameplay

Der Spieler übernimmt hauptsächlich die Rolle von Hans und lediglich im Intro mal kurz die von Greta – von der wir im weiteren Verlauf noch mehr erfahren werden. Während die Steuerung auf dem PC ganz klassisch mit der Maus erfolgt, steht den Zockern auf der Switch das Gamepad zur Verfügung. Mit diesem steuert es sich – im Gegensatz zu anderen Genrevertretern, die ich bisher auf der Plattform ausprobiert habe – nach kurzer Eingewöhnung erstaunlich gut und flüssig. Manchmal ist der eigenwillige Curser etwas störrig, insgesamt kommt man aber durchwegs zurecht.

Schwierigkeitsgrad

Durch sein relativ einfaches Rätselsystem ist „Trüberbrook“ auch für Einsteiger (oder Kinder) geeignet. Durch Druck auf eine Taste können „Hotspots“ hervorgehoben (das ist nicht neu), aber auch automatische Kombinationsmöglichkeiten mit dem Inventar aufgerufen werden. So entfällt nerviges „ich kann das nicht kombinieren“ und der Spielfluss ist deutlich geschmeidiger. Nachteil jedoch, dass der Schwierigkeitsgrad nicht besonders hoch ausfällt und das Abklappern der Lokationen zum Haupträtsel mutiert. Gerade im Mittelteil muss man einfach mit allen Leuten quatschen, ständig Gegenstände ertauschen und immer wieder die Kombinationsmethode versuchen. Dies ist schon leicht ermüdend, da teilweise konkrete Vorstellungen der zu beschaffenden Teile fehlen.

Spielzeit

Die Spielzeit (ich habe nicht gemessen) betrug ca. 6 Stunden. Dabei ist man eigentlich immer ganz gut voran gekommen und hing nur selten an kleineren Grüblern fest. Es gibt zwar vergleichbar lange Mitstreiter, dennoch finde ich die Dauer für einen Vollpreistitel ein wenig zu kurz.

Präsentation

Grafisch hinterlässt das Spiel einen zwiespältigen Eindruck. Die zum Teil etwas dürftig animierten Figuren agierten vor wunderschönen und liebevoll gestalteten Hintergründen. Manchmal fühlt sich dies nicht ganz stimmig an, unterm Strich möchte ich den gesamten Stil jedoch und drücke ein Auge zu. Andere Kollegen haben nämlich genau das selbe Problem, jedoch nicht unbedingt so hübsche Kulissen.

Lobenswerte ist die hochwertige deutsche Vertonung, die mit bekannten Sprechen aufwarten kann und Gefühle passend zum Ausdruck bringt. Sie sorgt für ein ganz eignes Flair, welches fast schon einem Hörbuch gleich kommt. Gut auch, dass der Titel zwar dialoglastig, aber nicht zu langatmig daher kommt.

Fazit

Freunde klassischer Adventures kommen mit „Trüberbrook“ durchaus auf ihre Kosten. Das innovative „Gegenstand-Kombinier-System“, sorgt stets für Fortgang der witzigen Story und lassen nur selten Frust aufkeimen. Unterm Strich ist das Game jedoch nicht mehr als ein kleiner Snack, der mal schnell an einem freien Nachmittag durchgenudelt wird. Konsolenbesitzer sollten bei ernsthaften Interesse vielleicht lieber zum günstigen Steam-Key für den Computer greifen, der aktuell für deutlich unter 10 Euro erhältlich ist. Dafür ist das Spiel wiederrum richtig toll.

Grafik: 6,5/10
Sound: 8,5/10
Gameplay: 6,5/10
Gesamt: 6,5/10

Fotocopyright: bildundtonfabrik / Headup Games

Weitere Infos: http://trueberbrook.com/de/startseite/

Wenn Ihr möchtet, könnt Ihr diese Webseite durch einen Einkauf bei Amazon unterstützen. Das besprochene Produkt erhaltet Ihr über unten stehenden Link.

Trüberbrook – [Nintendo Switch]

Call Of Cthulhu (PS4)

Inhalt:

Es ist 1924 und der Spieler schlüpft in die Rolle von Privatdetektiv Pierce, der mit der Aufklärung eines Todesfalls betraut wird. Man reist nach Darkwater Island und trifft dort auf allerlei merkwürdige Bewohner…

Fazit:

Die Welt von H.P. Lovecraft fasziniert mich schon eine Weile und dank diverser Bücher und Filme sind mir natürlich die Geschichten um den Cthulhu-Kult ein Begriff. Mit Spannung habe ich seinerzeit die Entwicklung dieses Titels verfolgt und gleich bei Veröffentlichung zugeschlagen.

Im Großen und Ganzen gefiel mir das Spiel sehr gut. Die hübsche Grafik und die liebevoll gestaltete Welt schaffen eine angenehm schaurige Atmosphäre und wurden meinen Vorstellungen absolut gerecht. Sound und Steuerung gaben ebenfalls keinen Grund zur Klage und trugen ihren Teil zum raschen Abtauchen bei.

Das Spielprinzip würd ich als eher klassisches Adventure in Ego-Perspektive beschreiben. Hier und da gab es kleinere Actioneinlagen, doch der detektivische Anteil überwog. Die Rätsel waren allesamt recht einfach (bis auf ein nerviges Buch-Sortier-Rätsel) und somit meist auf Anhieb lösbar. Etwas störender waren hingegen die kleinen „Boss-Kämpfe“, die stupides Auswendiglernen erforderten und für minimale Frustschübe sorgten. Dank der erwähnt tollen Stimmung und der packenden Handlung nahm man das Gamepad jedoch nicht aus der Hand und biss sich irgendwie durch.

Wie so oft habe ich die Spielzeit nicht gemessen, hatte jedenfalls ein paar unterhaltsame Abende mit dem Teil und es sogar auf der großen Leinwand mit aufgedrehter Anlage gezockt. „Call Of Cthulhu“ mag seine Macken – wie beispielsweise ein paar frustige Passagen – aufweisen, unterm Strich bin ich allerdings ziemlich angetan. Es gab in den letzten Jahren zu wenig gute Umsetzungen des Autors und so nehme ich minimale Patzer gern in Kauf. Wer ein stimmiges Adventure mit brillanten Setting sucht, sollte gerade jetzt zum Schnäppchenpreis zuschlagen. Ich habe den Vollpreis damals nicht bereut und werde mich irgendwann erneut auf den Gruselausfug begegeben.

Grafik: 8/10
Sound: 8/10
Gameplay: 7,5/10
Gesamt: 8/10

Fotocopyright: Focus Home Interactive