Filme, Serien, Videospiele, Fotografie und Lifestyle

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Obi-Wan Kenobi – Staffel 1

Inhalt

Das Imperium hat die Herrschaft über weite Teile der Galaxie übernommen und fast alle Jedi-Ritter vernichtet. Zurückgezogen wollte Meister Obi-Wan Kenobi nur einen ruhigen Lebensabend in der Einöde verbringen, doch eines Tages ruft ihn wieder die Pflicht. Statt seine Schützlinge passiv aus dem Hintergrund im Auge zu behalten, muss er aktiv bei der Suche nach der vermissten Prinzessin Leia helfen und erneut das Laserschwert schwingen…

Fazit

Für mein Empfinden hat diese Serie die Gemüter weitaus mehr als andere Spin-Offs aus dem belieben Franchise gespalten. Während „The Mandalorian“ eigentlich überall überraschend gut angekommen und „Das Buch von Boba Fett“ als solide Kost betrachtet wurde, kam „Obi Wan“ in vielen Foren leider ziemlich bescheiden davon. Gründe dafür gab es ehrlich gesagt reichlich, aber auch viele Lichtblicke – die gnädig über manch Patzer hinwegschauen ließen.

Zunächst fand ich die Idee rund um Obi Wan als Hauptfigur sehr sympathisch. Da ich großer Fan der klassischen Filme bin, war mir das Setting auf Anhieb wesentlich vertrauter und die zeitliche Einordnung im Kopf gelang viel schneller. Es war aber auch schön, dass man neben vielen bekannten Dingen dennoch einwandfrei neue Elemente (Charaktere, Schauplätze, etc.) einbinden konnte und nicht zu stark auf reine Nostalgie abzielte – wie es bei anderen Werken oft der Fall und scheinbar der letzte Greifhaken ist.

Ewan Ewan McGregor zeigte sich von seiner besten Seite und sorgte besonders im Zusammenspiel mit seinem ehemaligen Schüler wieder für Gänsehaut. Klar habe ich erwähnt, dass ich Liebhaber der Ur-Trilogie bin – aber einen Gregor als Kenobi ist trotzdem für immer in meinem Gedächtnis eingespeichert und gehörte zu den Glanzpunkten der eher mittelprächtigen Prequels. Ihm zur Seite stand eine pfiffige junge Prinzessin, die nie um einen Spruch verlegen und zu keiner Zeit negativ aufgefallen war. Normalerweise haben altkluge Figuren meist einen gewissen Nerv-Faktor, aber diese Miniatur-Leia verzückte auf ganzer Linie.

Technisch gab sich „Obi Wan“ solide und ohne größere Mängel. Natürlich sahen einige Szenen wie Cosplay-Veranstaltungen von Fans aus, doch diesen Look haben sich auch die anderen Auskopplungen der Sternen-Saga gefallen zu lassen. Ich fand dies bei „Mandalorian“ sogar noch etwas auffälliger – wenngleich auch nicht wirklich störend. Ansonsten spielte der gewohnt großartige Soundtrack wieder eine gewichtige Rolle und verlieh den Bildern den letzten Schliff. Typisch Star Wars eben.

Freud und Leid lagen bei dieser Serie unverhofft eng beieinander. Die Produktion hat eklatante Schwächen, die selbst ungeübten Zuschauern sofort ins Auge springen und dennoch vermag ich das Ergebnis nicht in der Luft zerreißen. Für mich boten die 6 überschaubaren Episoden mehr Star Wars-Feeling als die letzten 3 Kinofilme und die Serien „Mandalorian“ und „Boba Fett“ zusammen. Endlich gab es wieder viele erinnerungswürdige Momente und einen toll inszenierten Bösewicht. Endlich trieb es uns wieder wohlige Schauer über den Rücken und endlich wurden junge Darsteller ihren späteren Figuren gerecht. Luke zwar noch etwas weniger, aber die kleine Leia war enorm toll ausgearbeitet.

Für mich als langjähriger Fan ist „Obi-Wan Kenobi“ (abgesehen von den Zeichentrick-Varianten) die bis dato beste Serienumsetzung des bekannten Stoffes – allen Unkenrufen zum Trotze. Ich habe meinen Glauben an das Franchise wieder und freue mich auf die anderen, zum Teil bereits in Arbeit befindlichen Abenteuer.

8,5/10

Fotocopyright: Disney

Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen

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Die Welt steht vor einem großen Krieg und nur ein paar ganz auserwählte Helden könnten dies in einer verborgenen Geheimmission noch verhindern. Noch ahnen die außergewöhnlichen Gentleman nicht, wer genau hinter diesem Vorhaben steht und ob es nicht sogar Verrat in den eigenen Reihen gibt…

Fazit

Ich hatte immer so den Eindruck, dass „Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen“ immer etwas geschmäht wurde und sich neben den krachenden Marvel- oder DC-Produktionen nicht so recht behaupten konnte. Gerüchte um eine Neuauflage gab es Indies auch schon etwas länger, doch am vergangenen Wochenende war erst einmal wieder die Sichtung des Originals an der Reihe.

Grundsätzlich gefiel mir die Inszenierung und besonders die Wahl der Darsteller sehr gut. Sean Connery passt zum Setting wie die Faust aufs Auge und trug mit seiner tollen Präsenz das Geschehen oftmals von ganz allein. Optisch machte das Treiben dann ebenfalls einen prächtigen Eindruck und erinnerte an klassische Abenteuer wie „Sherlock Holmes“ und stand damit von Beginn an recht hoch in meiner Gunst.

Leider schwächelt der Titel bei seinem Erzählfluss. Es gab durchaus unterhaltsame Passagen und witzige Dialoge, aber leider auch ein paar Längen und offenkundige Ungereimtheiten. Manchmal schien man einfach zu viel Content in die knappen zwei Stunden hineinquetschen zu wollen, um an anderer Stelle trotzdem langatmige Momente zu präsentieren. Man ließ die Aufmerksamkeit immer mal wieder schleifen und am Ende konnte auch kein bombastisches Finale dieses Manko wieder ausbügeln.

Obwohl sich „Die Liga“ erfrischend aus der breiten Maße der üblichen Genrevertreter abhebt, hält sich die Begeisterung insgesamt leider etwas in Grenzen. Er macht zwar überall einen soliden Job, sticht aber abgesehen von einigen fantastischen Bildern kaum irgendwo sonderlich heraus. Zu Vorhersehbar, zu gemächlich und wenig mitreißend gab sich der Titel. Größtenteils zwar unterhaltsam, aber nicht zu hundertprozentig überzeugend und ein durchaus interessanter Kandidat für eine weitere Umsetzung – die dann aber hoffentlich nicht im Effektgewitter untergeht. Solides Fantasy-Kino. Nicht mehr, nicht weniger.

6,5/10

Fotocopyright: 20th Century Fox

Teenage Mutant Ninja Turtles: Shredder’s Revenge (PC)

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Das Böse in Form von Shredder und seinen finsteren Konsorten bedrohen mal wieder die Stadt und die kampferprobten Schildkröten nehmen selbstverständlich den Kampf auf…

Gameplay

Da sich das Spiel als Fortsetzung des Super Nintendo Klassikers „Turtles in Time“ versteht, wurden natürlich auch dessen wesentlichen Gameplay-Elemente übernommen. „Teenage Mutant Ninja Turtles: Shredder’s Revenge“ ist ein klassisches Side-Scroll/Beat ’em up in 16Bit Optik und bietet mit einem unkompliziertem Einstieg den perfekten Snack für Zwischendurch.

Der Spieler kann aus den vier bekannten Turtles-Figuren, deren Meister Splinter oder Reporterin April auswählen. Alle haben unterschiedliche Stärken, Reichweiten oder Geschwindigkeiten, die sich in den Kämpfen spührbar unterscheiden. Auf Knopfdruck kann zudem eine zuvor aufgeladene Spezialattacke freigesetzt werden.

Im Story-Modus gibt es eine Karte, auf denen die einzelnen Level eingezeichnet sind – ähnlich der Oberwelt von Beispielsweise „Super Mario 3“ oder „Mario World“. So können wir bereits besuchte Locations noch einmal aufsuchen und bis dato unerledigte Aufgaben zu erledigen. Erfreulicherweise gibt es nun auch eine Speicherfunktion, so dass man nicht jedes Mal von Neuem beginnen muss.

Spielzeit

Zu Zweit haben wir die Kampange in rund 3 Stunden bezwungen. Das mag zwar nicht nach sonderlich viel klingen, übertrifft das Original aber um Längen und bot durchgehend hohen Spielspaß. Durch bereits erwähnte Aufgaben und der Jagd nach neuen Highscores ist allerdings für längere Motivation gesorgt.

Präsentation

Besonders optisch orientiert sich der Titel klar am SNES Vorbild und überzeugt mit tollen Animationen, flüssigen Ablauf und vielen witzigen Details am Rande. Natürlich wirkt das grafische Gesamtpaket nicht mehr zeitgemäß, doch auf seine Weise stimmig und der Sache absoult angemessen. Ich hätte mir kein Spiel mit gerenderten Schildkröten oder den „Schauspielern“ aus dem Film vorstellen wollen und bin über diese weitere Hommage an die alten Tage wirklich dankbar.

Im Gegensatz zur visuellen Präsentation kommt der Soundtrack jedoch wesentlich moderner daher. Neben den serientypischen Klängen, gefiel vor allem der dröhnende Metall-Sound, der dem Geschehen eine weitere Dynamik hinzufügt und zum Schunkeln animiert. Die Sprachausgabe war ebenfalls recht gut gemacht.

Positiv

  • herrliche Retro-Präsentation
  • tolle Animationen
  • fetziger Soundtrack
  • schneller Einstieg
  • flüssiges Gameplay
  • fühlbar unterschiedliche Charaktere
  • Kampange mit Speicherfunktion

Neutral

  • kurze Spielzeit
  • viel Recycling, wenig richtig neue Ideen
  • technisch gewollt altbacken

Negativ

  • stellenweise etwas unübersichtlich
  • Kämpfe aus der Luft suboptimal steuerbar

Fazit

Für mich gehört „Turtles in Time“ zu den besseren Titeln für das Super Nintendo und landet auch heute noch regelmäßig im Modulschacht der alten Konsole. „Shredder’s Revenge“ mag wegen seiner Präsentation auf Neulinge vielleicht etwas verstörend wirken, doch alte Hasen fühlen sich sofort heimisch und drehen im Kopf die Zeit zurück.

Das Spiel fühlt sich tatsächlich wie ein Nachfolger des Klassikers an und erinnert in vielen Momenten an vergangene Tage. Das ist auf der einen Seite sehr gut, doch auf der anderen Seite leider auch ein wenig ernüchternd. So verlässt man sich voll auf den alten Charme und vergisst dabei grundlegend neue Mechaniken einzuführen. Selbst die Gegner wurden allesamt neu aufgewärmt und auf neue Figuren hofft man vergebens.

Unterm Strich erhalten Fans einen schönen Retro-Flashback, der für ein paar Stündchen vorzüglich unterhalten könnte – bei mir aber höchstens für 20 Euro eine echte Empfehlung verdienen würde.

Grafik: 6,5/10
Sound: 8/10
Gameplay: 7/10
Gesamt: 7/10

Fotocopyright: DotEmu / Gamera Games

Top Gun

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Sie sind jung und draufgängerisch veranlagt. Maverick und seine Kumpanen werden ausgewählt, um an einem Elitewettbewerb von Kampffliegern teilzunehmen und präsentieren dort ihre waghalsigen Aktionen….

Fazit

Da „Maverik“ gerade die Kinos unsicher macht und sicherlich bereits in Kürze im Heimkino einschlagen wird, war die ideale Gelegenheit dessen Vorgänger noch einmal einer genaueren Sichtung zu überziehen. Dieser mag einen sehr guten Ruf aufweisen, aber damals wie heute tue ich mir mit dem Präsentierten ein wenig schwer.

Einen gewissen Charme vermag ich dem Streifen gar nicht absprechen, doch seine Thematik rund um die Flugakrobatik muss man schon irgendwo mögen. Grade diese Abschnitte heben das Werk nämlich aus der breiten Masse der 80iger hervor – auch wenn sie heute leider nicht mehr so viel hermachen und in ihrem Zusammenschnitt etwas überholt wirken.

Ansonsten gab es eine gradlinige und wenig beeindruckende Rahmenhandlung, die in erster Line seine durchgängig hübschen Akteure in den Vordergrund stellt. Die meisten Abschnitte sind absolut vorhersehbar gestaltet und ein paar Machosprüche wollen einfach nicht mehr zünden. Immerhin gefällt der zeitgemäße Soundtrack mit einigen nachhaltigen Ohrwürmern, die man unabdingbar mit diesem Film in Zusammenhang bringt.

Tom Cruise hat mir zuletzt in „Geboren am 4. Juli“ besser gefallen, aber natürlich lag das auch an den unterschiedlichen Thematiken und den damit verbundenen Anforderungen. Er allerdings gut in die Rolle des strahlenden Piloten gepasst, was sich der junge und glänzende Val Kilmar auch für sich behaupten durfte.

„Top Gun“ ist sicherlich Kult, doch der Zahn der Zeit ist nicht gänzlich an diesem Klassiker vorbei gegangen. Da ich aus meiner Kindheit/Jugend nur wenig Bezug dazu habe und zusätzlich wenig am Plot interessiert bin, wirkt sich das entsprechend auf die Bewertung aus. Für mich bleibt das Ding nicht mehr als ein solider Vertreter der seiner Epoche, aber kein so richtig guter Film. Mögt mir verzeihen, doch hier gibt es bei mir keine rosarote Brille…

6/10

Fotocopyright: Paramount Pictures (Universal Pictures)

American Ultra

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Auf den ersten Blick scheint Mike ein richtiger Looser und Kleinkrimineller zu sein – der neben dem Kiffen und Zeichnen aber immerhin seiner halbwegs geregelten Arbeit in einer Tankstelle nachgeht. Eines Tages jedoch wird ein Trigger in ihm aktiviert, der auf ein gänzliches anderes Vorleben schließen lässt und sogar ihn völlig verwundert…

Fazit

Gestern Abend wurde mir klar, warum ich diesen Streifen nach seiner damaligen Sichtung zu Blu-Ray-Release nahezu vollständig aus meinem Gedächtnis gestrichen habe. Die Macher haben sich hier an einer wilden Mischung versucht, die in keinem Bereich so richtig überzeugen konnte und durchwegs zum Fremdschämen animierte.

Positiv möchte ich zunächst die soliden Leistungen der Akteure und ein paar schönen und teils äußerst blutig choreografierte Actionszenen hervorheben. Stewart und Eisenberg gaben ein nettes Paar ab und machten zu Beginn wirklich List auf Mehr – doch beim traurigen Rest haperte es dann qualitativ gewaltig und Kopfschütteln gehörte zum Standardprogramm beim Zuschauer.

Über die schwache Story hätte ich bei einem brauchbaren Unterhaltungswert noch hinwegschauen können, aber nicht einmal dieser Punkt war gegeben. Das anfänglich nette Geschehen plätscherte trotz erster Krawallszenen irgendwann vor sich hin, wühlte ständig fragen auf und schoss bei vielen Ideen unschön über das Ziel hinaus.

Statt seine Handlung zu ergründen und den Figuren einen Hauch von Kontur zu verleihen, verrannte man sich in immer ausgefallenere Action und versuchte von seinem mageren Inhalt abzulenken. Man gab uns keine sinnvolle Botschaft, keine halbwegs verkraftbare Begründung für den Quatsch und ließ uns nach hektischen Bildern einfach enttäuscht zurück. Was bei anderen Mitstreitern in ähnlicher Manier sogar halbwegs funktioniert, war hier ein totaler Fehlschlag und eine Vergeudung seiner überaus bekannten Stars.

Stellenweise erinnerte mich das wilde Treiben an „Smokin Aces“, der ebenfalls mit verrückten Charaktere aufwartete und brachiale Gefechte mit derben Humor in den Fokus rückte. Bei „American Ultra“ jedoch mag diese gar nicht mal schlechte Grundidee gar nicht zünden. Hier war alles zu weit drüber, arg zusammenhangslos und völlig ohne Konzept in den Raum geworfen. Nichts gegen sinnfreie Unterhaltung mit hohen Schauwerten – aber hier war ich trotz deftiger Momente meilenweit von guter Laune entfernt. Einer der größten Flops der letzten Zeit, trotz gratis Beigabe zum Prime-Abo…

3,5/10

Fotocopyright: Leonine

Hexenjagd in L.A.

Inhalt

In einem alternativen Los Angeles der 40iger Jahre verdient sich Philip Lovecraft seinen Lebensunterhalt als Privatdetektiv. Er gehört zu den wenigen Personen, die sich dabei nicht die Kraft der weit verbreiteten Hexerei zu nutzen machen und auf herkömmliche Weise an die Arbeit geht. Eines Tages bekommt er den Auftrag ein geheimnisvolles Buch zu finden und dramatische Ereignisse nehmen ihren lauf…

Fazit

Als großer Fan von Lovecraft kam ich nicht um diesen Film umher. Ich habe den Eintrag zufällig auf einer Liste seiner adaptierten Werke erspäht und war von den positiven Kritiken bei einem großen Versandhändler mehr als angetan. Nach der Sichtung muss sich jedoch einigen der angemahnten Punkten recht geben – denn so richtig nach den Legenden „der Alten“ fühlt sich das Werk nur selten an.

Der Streifen an sich war gut und durchwegs unterhaltsam, dafür wenig gruselig und überhaupt nicht düster. Es wurden zwar vertraute Elemente des Meisters eingeflochten, jedoch wirkten sie stellenweise fast schon ein wenig aufgesetzt und unnötig. Die Handlung wird von ihrer eigenen Kreativität getragen und setzt überhaupt nicht auf das, was ich eigentlich gehofft hätte. Vielleicht war dies dann letztlich auch besser so – denn stellenweise war der Humor recht albern, Dialoge zum Fremdschämen und die Optik viel zu bunt.

Da es sich um einen ursprünglich für das TV entwickelten Film handelt, muss man bei der Technik natürlich Abstriche machen. „Hexenjagd“ stammt noch aus einer Epoche, wo es noch kein Netflix-Bombast-Kino für Daheim gab und das Budget für derartige Produktionen knapper bemessen war. Die Effekte sind also eher so lala, aber immerhin haben die handgemachten Kostüme und Gummi-Monster einen gewissen Charme. Sicherlich Nichts für die aktuelle Generation, doch eine nette Hommage an die Anfänge des Genres.

Wer nicht unbedingt den blanken Horror erwartet und sich mit einem leicht altbackenden Detektiv-Film mit dezent übernatürlichen Randerscheinungen zufrieden gibt, erhält einen brauchbaren Zeitvertreib. Ich fand das Ding insgesamt in Ordnung – es war eben nur nicht ganz das, was ich mir eigentlich gewünscht hätte.

6/10

Fotocopyright: Cargo Records DVD

Lake Placid

Inhalt

Eine Tierattacke am Lake Placid ruft die Forstbehörde auf den Plan. Zunächst geht man noch einem riesigen Bären aus, doch schon bald befürchten die Wissenschaftler ein anderes Wesen hinter den blutigen Ereignissen…

Fazit

Tierhorrorfilme sind ein Untergenre für sich und schwanken für mein Empfinden oft stark in der Qualität. „Lake Placid“ markierte seinerzeit sicherlich kein unabdingbares Highlight, doch mit ein paar Jahren Abstand ein durchaus gelungenes Ereignis.

Dem Streifen fehlt es hin und wieder an einer klaren Ausrichtung – was wahrscheinlich aber auch seinen spröden Charme vortrefflich unterstrich. Man konnte sich nicht immer zwischen Horror oder Komödie entscheiden, vermischte beide Genres mal mehr und mal weniger gut. Wichtig war hierbei aber, dass der Unterhaltungsfaktor gegeben war und trotz der lediglich kurten 80 Minuten kein Leerlauf aufgekommen ist.

Bei den Darstellen zeichnete sich ähnlich Bild war. Aich sie fanden nicht immer die Balance zwischen glaubwürdiger und aufgesetzter Ernsthaftigkeit, doch ihr Spiel war einfach in Ordnung und der Sache vollkommen angemessen. Es gab verrückte Typen mit irrwitzigen Aktionen, trotzdem fühlt sich das Geschehen insgesamt nicht zu abgedreht und lachhaft an. Selbst krasse Charakterwendungen nahm man mit einem Lächeln hin – was bei anderen Streifen definitiv weniger geschmeidig über die Bühne ging.

„Lake Placid“ hat mich irgendwie an den zuletzt mal wieder gesichteten „The Faculty“ erinnert. Beide erfinden das Genre nicht neu, nutzen bekannte Versatzstücke und liefern einen kurzweiligen Spaß, der nie sonderlich lange im Gedächtnis bleibt und in regelmäßigen Abständen für unterhaltsame Abende sorgt. Unterm Strich nichts wirklich besonders, aber nett anschaubar und auf jeden Fall sehr kurzweilig. Für eine höhere Wertung fehlt es zwar an Klasse, aber eine kleine Empfehlung gibt es dennoch.

6,5/10

Fotocopyright: Studiocanal

Moon Knight – Staffel 1

Inhalt

Museumsmitarbeiter Steven wird von seltsamen Visionen geplagt und muss sich während der Nacht sogar an sein Bett fesseln. Er erwacht regelmäßig an den unterschiedlichste Orten und hat keinerlei Erinnerung an seine seltsamen Reisen. Eines Tages jedoch, wird er mit der erstaunlichen Wahrheit konfrontiert…

Fazit

„Moon Kinght“ war wieder so eine Serie, bei der sich viele Kritiken völlig überschlugen und sie als heiligen Gral anpriesen. Entsprechend hoch waren dann meine Erwartungen, die ich nach den ersten Vorschaubildern eigentlich gar nicht so heftig nach Oben schrauben wollte.

Disney präsentierte uns hier eine Produktion, die für mich in erster Linie durch ihren frischen und unverbrauchten „Superhelden“ punkten konnte. „Moon Knight“ war durch seine verschiedenen Persönlichkeiten ein Charakter mit Kontur und wesentlich unberechenbarer als das übliche Genre-Klientel. Die witzigen inneren Konversation sorgten immer wieder für kleine Schmutzler und hoben das tolle Spiel von Oscar Isaac umso höher empor.

Überhaupt bekamen wir hier eine originelle Prämisse, die sich lobenswerterweise von den üblichen Verdächtigen abhob. Natürlich waren auch hier Gut und Böse klar in ihren Rollen getrennt, doch die Geschichte drumherum war interessant und mit vielen kleinen Details ausgearbeitet. Es gab auch mal so eben Nebenbei einen kleinen Unterricht in ägyptischer Mythologie und so fühlte man seinen gewissen Abendteuer-Drang stets gut befriedigt – immerhin wurde die Produktion auch mit Anleihen aus „Indiana Jones“ beworben.

Zwar umfasst die erste Staffel lediglich 6 Episoden, doch deren Balance war meist genau auf den Punkt und traf immer wieder den richtigen Nerv. Es gab nur selten kleinere Durchhänger, überwiegend ging es dafür flott und spaßig zur Sache. Ruhigere und actionreiche Ereignisse wechselten sich im passenden Rahmen ab und gaben dem Betrachter stets die Zeit zum Durchatmen.

Optisch wurden ein paar echt sehenswerte Schmankerl geboten, wobei man das stellenweise eher durchschnittliche CGI auch nicht unerwähnt lassen sollte. In jüngster Vergangenheit haben wir technisch definitiv bessere Werke gesehen, doch unterm Strich ging das hier Präsentierte schon in Ordnung. Neben ein paar merkwürdig konstruierten Figuren gab es nämlich ein paar echt hübsche Kulissen zu bestaunen und die Atmosphäre war eigentlich immer richtig klasse.

Mit seinen vielen frischen Elementen hebt sich „Moon Knight“ angenehm aus der Serienflut der letzten Monate hervor und liefert uns einen kurzen, aber weitestgehend spaßigen Tripp mit skurrilen Typen durch ferne Länder. Ich freue mich schon auf das Wiedersehen in weiteren Filmen oder gar neuen Episoden der Serie – den unser neuer Held hat durchaus Potential zu weiteren unterhaltsamen Auftritten.

8/10

Fotocopyright: Disney

Shinobi X / Shinobi Legions (Sega Saturn)

Inhalt

Die bezaubernde Aya wird entführt und der Spieler geht in Form des Ninja Sho auf die Suche nach ihr. Die Spur führt zu Bruder Kazuma, der anscheinend höhere Ziele mit der jungen Dame verfolgt…

Gameplay

Obwohl sich „Shinobi X“ seinerzeit mit gefilmten Darstellern und Videosequenzen präsentierte, blieb das eigentliche Gameplay seinen Vorgängern treu. Ihr übernehmt die Rolle des Sho und schnetzelt euch durch die Gegnerhorden – was in der Praxis wesentlich einfacher, als so manch Geschicklichkeitseinlage ausgefallen ist.

Hin und wieder müsst Ihr nämliche kniffelige Sprungeinlagen – etwa dem Erklimmen von Bäumen oder Schächten oder dem Überwinden von Abhängen – absolvieren. Dies ist stellenweise frustrierend, denn die Sprünge müssen gut getimt werden und verbrauchen schnell das Konto eurer verbleibenden Leben.

Die Level sind gradlinig aufgebaut und die Orientierung fällt meist nicht schwer. Das komplette Geschehen findet in 2D statt und das Scrolling erfolgt typisch von links nach rechts. Natürlich geht es dabei auch mal nach Oben oder Unten – verlaufen tut man sich aber nicht.

Spielzeit

Auch leichtesten Schwierigkeitsgrad habe ich rund 1,5 Stunden mit dem Titel verbracht und hatte fast fortwährend schweißnasse Hände. Die Spielzeit mag sich nach nicht viel anhören, jedoch erfordert das Werk nicht nur bereits angesprochene Frustresistenz, sondern auch ordentlich an Übung. Da man während dem Zocken nicht speichern kann (so war das damals), kommt zusätzlicher Druck dazu. Ich muss gestehen, den Titel damals nie durchgerockt zu haben und nun erst mit dem Steam Deck (und den wertvollen Save-Stats des Saturn-Emulators) das Trauma abarbeiten konnte.

Präsentation

Optisch macht der Titel zwar heutzutage nicht mehr allzuviel her, aber seinerzeit konnten mich die digitalisierten Schauspieler, die realitätsnahen Hintergründe und die nett produzierten (und leider extrem verpixelten) Videosequenzen in ihren Bann ziehen. Ich habe das Spiel allerdings erst einige Zeit nach dem Erwerb des Saturns in die Sammlung holen können und zu diesem Zeitpunkt war man schon opulentere 3D-Welten gewohnt – die ehrlicherweise aber teils deutlich schlechter gealtert sind.

Positiv

  • hübsche Präsentation
  • guter Soundtrack
  • flottes Gameplay
  • spaßiges Geschnetzel
  • abwechslungsreiche Locations

Neutral

  • wenig unterschiedliche Gegnertypen
  • Story eher so lala
  • Videosequenzen von mäßiger Qualität
  • kurze Spielzeit

Negativ

  • frustige Sprungeinlagen
  • häufig wiederholende Animationen
  • … mittlerweile recht teuer geworden

Fazit

Als Kind habe ich die „Shinobi“und „Ninja Gaiden“-Titel geliebt und hauptsächlich auf dem legendären „Game Gear“ bestritten. Als dann die ersten Bilder zu „X“ in den Heften veröffentlicht wurden, war ich hin und weg – auch wenn ich erst mit leichter Verzögerung zugegriffen hab.

Die Spielbarkeit dieses 2D-Plattformers ist nach wie vor recht gut, auch wenn die Sprungpassagen noch immer nicht meinen Geschmack treffen. Zum Glück macht der Rest aber so Laune, dass man diese Gameplay-Kröte schlucken und insgesamt grade noch darüber hinwegschauen kann.

Habt Ihr den Nerv für schwierige Stellen, aber Freunde an der Reihe – und mittlerweile auch die Motivation die aufgerufenen Preise für die Scheibe auf den Tisch zu legen – dann erwartet euch ein netter Ninja-Slasher für Zwischendurch. Zockt es idealweise auf einem Emulator und nutzt euch die Funktion der Save-Stats – dann ist alles noch gut meisterbar und man kann sich mal eine Pause gönnen…

Ich bin froh, diese „Perle“ in meiner Sammlung zu wissen und regelmäßig das Schwert durch die Gegnerhorden gleiten zu lassen.

Grafik: 7/10
Sound: 7,5/10
Gameplay: 6,5/10
Gesamt: 7/10

Fotocopyright: Sega

Batman Arkham City (PC)

Inhalt

Das Gefängnis von Arkham ist Geschichte und der Wahnsinn hat sich nun über einen kompletten Stadtteil ausgebreitet. Die Regierung hat eine große Mauer errichtet und die Kriminellen sich selbst überlassen. Batman jedoch ahnt, dass etwas im verlassenen Gebiet brodelt und versucht das Geheimnis zu lüften…

Gameplay

Am besten (und durch das im Gegensatz zum Vorgänger deutlich erweiterten Gebiet) lässt sich der Titel am eheste mit „Assassins Creed“ vergleichen, obwohl sich das Game dabei etwas kompakter und wesentlich straffer erzählt anfühlt.

Es gibt zwar ein großes Areal zu erkunden, doch sind Felißaufgaben und unbedingtes Aufleveln für die eigentliche Handlung gar nicht erforderlich. Man kann sich gut auf seine Hauptaufgabe konzentrieren und erhält zur richtigen Zeit die notwendigen Skillpunkte, um Ausrüstung, Moves oder Gadgets zu verbessern.

Batman hat es aber nicht nur mit dem Verkloppen von feindlichen Schergen zu tun, sondern muss auch hin und wieder kleine Knobbeleinlagen meistern. Im einfachsten Fall gilt es mit der zuschaltbaren Detektiv-Optik ein paar verstecke Gänge zu finden, im schwierigsten Fall muss man mit dem Batarang ein paar schwer erreichbare Schalter umlegen oder sich einen sicheren Weg über Säureflüsse zu überlegen.

Spielzeit

Mein Steam-Account hat mir nach dem Abschluss der Hauptstory knappe 11 Stunden Spielzeit angegeben – wobei hier nur ein kleiner Bruchteil an Zusatzmissionen und Sammelaufgaben absolviert wurden. Für mich ist das vollkommen ausreichend, Komplettisten dürfen aber gerne noch etliche Stunden dazu addieren.

Präsentation

Obwohl der Titel mittlerweile einige Jährchen auf dem Buckel hat, überzeugt die Optik mit ihrem düsteren, verregneten Look auf ganzer Linie. Mittlerweile ist die Hardware auch so stark, die komplett sichtbare Stadt (ordentliche Weitsicht!) flüssig und ohne Ruckler darzustellen – was für durchaus beeindruckende Ansichten sorgt.

Gezockt habe ich auf meinem Steamdeck, was die Auflösung natürlich stark beschränkt (1280×800), aber dennoch einen ansehenlichen Eindruck hinterließ. Die Animationen der Figuren war klasse und die Details (Löcher im Umhang, etc.) noch immer recht beachtlich.

Der Ton (wahlweise deutsch oder englisch) war in beiden Lokalisationen gelungen, wobei die leicht „knurrigere“ Originalspur wesentlich mehr mitreißen konnte.

Positiv

  • stimmige Präsentation
  • spannende Handlung
  • viele Gadgets
  • flüssige Kämpfe
  • cooles Figurendesign
  • ordentliche Spielzeit
  • einfaches Auflevel-System
  • teils gute Kopfnüsse…

Neutral

  • … teils nervige Kopfnüsse
  • Moves gehen nicht immer so gut von der Hand
  • teils fummelige Gadget-Bedienung
  • manchmal leichte Orientierungsprobleme
  • Sammelobjekte/Nebenmissions-Marker reißen aus der Immersion

Negativ

  • Trial & Error Passagen
  • Steuerung reagiert nicht immer wie gewünscht
  • Schwierigkeitsgrad schlecht abgestimmt (Kämpfe zu leicht, andere Einlagen zu schwer)

Fazit

„Arkham City“ ist sicherlich nicht perfekt, aber eine spürbare Weiterentwicklung zu seinem Vorgänger und in allen Belangen deutlich epischer – ohne dabei zu überladend riesig zu wirken.

Die spannende Geschichte wurde knackig und frei von Längen erzählt, die vertrauten Figuren ganz toll in Szene gesetzt und unerwartet frisch präsentiert. Das Kampfsystem mag auf den ersten Blick simpel erscheinen, doch wird im Laufe der Zeit – nicht zuletzt wegen der ganzen Spielzeuge – immer komplexer und erfordert etwas Gedächtnistraining.

Wer „Batman“ mag und nichts gegen das offenere Setting hat, wird bei diesem Spiel noch immer auf seine Kosten kommen. Die tolle Technik sorgt auch heute noch für gute Spielbarkeit und die Rätsel sind sowieso noch nicht aus der Mode gekommen. Manchmal habe ich geflucht, doch mich überwiegend köstlich amüsiert und mit innerlichem Grinsen denke ich noch an so manch kultige Passage zurück.

„Arkham City“ ist ein Musterbeispiel, wie man eine beliebte Vorlage mit Bravour in ein tolles Videospiel verwandeln kann!

Grafik: 8/10
Sound: 8/10
Gameplay: 8/10
Gesamt: 8,5/10

Fotocopyright: Warner/Rocksteady

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