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Schlagwort: Action (Seite 1 von 6)

Greyhound – Schlacht im Atlantik

Inhalt

Mitten im Zweiten Weltkrieg wird Commander Ernest Krause sein erstes Kommando über ein hochmodernes Kriegsschiff übertragen. Seine Nervosität ist bei der Mannschaft zu spüren und so stehen sie ihrem Auftrag skeptisch gegenüber…

Fazit

Um es bereits zu Beginn ganz ehrlich auszudrücken, war „Greyhound“ so etwas wie „Viel Lärm um Nichts“ für mich. Im Vorfeld gab es Diskussionen wie eine Kinoveröffentlichung in diesen Tagen realisiert werden kann und wie kostspielig dann der Erwerb seitens Apple an war – und am Ende hat sich die Aufregung gar nicht recht gelohnt. Mit einer soliden Grundgeschichte und vorn allem wegen Tom Hanks hätte das Ding eigentlich enorm Potential gehabt, doch noch während der Sichtung machte sich schnell die Ernüchterung breit.

Man muss schon ein Faible für Kriegsfilme und Schiffs- bzw. U-Boat-Schlachten an sich haben, um die volle Brandbreite des Titels auszuschöpfen. Sicherlich stand der unerfahrene Commander (durch Tom Hanks verkörpert) im Vordergrund, doch kompakte Laufzeit und reichlich drumherum nahmen dem Schauspiel-Veteranen ein wenig die Bühne und seine Figur wurde gefühlsmäßig nicht voll ausgebaut. Seine Einführung (zusammen mit der bezaubernden Elisabeth Shue) verlief recht sehenswert und emotional, im weiteren Geschehen war davon immer weniger zu erblicken.

Besonders holprig empfand ich das gesamte Storytelling. Ich bin trotz aufmerksamer Betrachtung kaum in die Handlung hinein gekommen und konnte mich einfach nicht „fallen lassen“. Alles wirkte hektisch, nicht immer direkt nachvollziehbar und irgendwie immer wie für beinharte Historienfilm-Fans – die hier sicherlich besser folgen konnten und zumindest ansatzweise die aktuellen Szenarien erkennen konnten. Als logische Konsequenz tat sich dann auch die ein oder andere Länge auf und der Verlauf war trotz vergleichsweise geringer Laufzeit (knapp 90 Minuten – inklusive längerem Abspann) recht zäh.

Schön anzusehen immerhin die reichlich vorhandenen Schlachten, die durch ihre kühle Inszenierung und teils arg blassen Figuren schon wieder kühl und fast leblos wirkten. Man sah das Budget immer mal wieder durchblitzen, aber rein mit Gefechten auf hoher See (ohne jegliche Abwechslung) konnte ich zumindest eher wenig anfangen.

An der Geschichte vermag ich aufgrund der realen Gegebenheiten nicht mäkeln. Hanks war ebenfalls gut, nur gefühlt weniger präsent als in seinen anderen Hauptrollen. Größte Kritik die schleppende Struktur, die selbst ein zeitlich überschaubares Werk unerwartet lang erschienen ließ und nicht immer genügend Tiefe bot. Bis auf Hanks gab es kaum Charakterzeichnung – und von ihm noch viel zu wenig. Genrefans haben bestimmt ihren Spaß an „Greyhound“ – für mich, der eher andere Filmrichtungen bevorzugt – war es dann eher etwas schwach und zu unrund. Entweder geschmeidige Ausarbeitung von Figuren und Gefühlen – oder stilvolle Action ohne Ende – „Greyhound“ bot mir von Allem zu wenig.

6/10

Fotocopyright: Apple

Becky

Inhalt

Becky fährt mit Ihrem Vater raus aufs Land und möchte in einem abgelegenen Ferienhäuschen ein paar entspannte Tage verbringen. Zu ihrem Ärger hat sich jedoch Daddys neue Flamme mitsamt Nachwuchs ebenfalls einquartiert und die trotzige Teenagern meidet den Kontakt. Richtig brenzlig wird es allerdings, als ein paar finstere Gestalten aufkreuzen und das Pärchen als Geiseln halten. Becky ist nun auf sich allein gestellt….

Fazit

Ein paar gute Splattereffekte machen noch keinen guten Film und „Becky“ ist da ein gutes Beispiel. Die Story ist weder neu, noch sonderlich keck in Szene gesetzt und erlangt einzig durch seinen männlichen Hauptdarsteller Kevin James etwas mehr Aufmerksamkeit, als ihm vielleicht zusteht.

„Becky“ fühlt sich jederzeit wie ein typischer Genrevertreter an und hebt sich nie wirklich aus der breiten (und überwiegend mittelprächtigen) Masse hervor. Alles wirkt kalkuliert, nach stringentem Muster runtergespult und gelegentlich langweilig in Szene gesetzt – trotz einer jungen Darstellerin (Lulu Wilson), der hoffentlich noch einige Türen in Hollywood offen stehen werden.

Lulu agiert – besonders gemessen an ihrem Alter – richtig gut und lässt im manchmal leicht trostlosen Geschehen ein breites Lächeln aufkeimen. Sie tritt den Widersachern mutig entgegen und bringt in den deftigen Abschnitten einen angenehmen Kontrast zu ihrem kindlichen Wesen. Ihre freche Art lockert das eher ernste Treiben wunderbar auf und stellt somit ein kleines Alleinstellungsmerkmal gegenüber der Konkurrenz.

Kurzweil ja, aber empfehlenswert nur bedingt. Es tat durchaus gut, Herrn James mal in einer ungewöhnlichen Rolle zu erblicken, doch so recht überzeugen konnte der Auftritt leider nicht. Er spielte seine Figur mit viel Routine, aber ohne echtes Herzblut. Alles wirkte jederzeit wie berechnete Hausmannskost, konnte trotz kleinerer Ekelszenen keine uneingeschränkte Anschau-Pflicht herausarbeiten. Nichtsdestotrotz hatte „Becky“ ein wenig Charme und so dürfen Interessierte (und nicht unbedingt zart besaitete Gemüter) ruhig mal reinschauen. Richtig super war das Gebotene nicht, aber glücklicherweise auch kein Totalausfall.

6/10

Fotocopyright: Yale Productions

Blue Jean Cop

Inhalt

Ein Drogendealer erschießt einen Polizisten und muss sich dafür vor Gericht verantworten. Während er sich mit seiner Lage abgefunden hat, wittert sein Anwalt eine größere Verschwörung bei den Ordnungshütern…

Fazit

So rein von der Optik und Inszenierung ist „Blue Jean Cop“ ein typischer Vertreter seiner Zeit und somit wirklich eher was für Genreliebhaber dieser Epoche. Handwerklich solide gemacht und noch relativ jungen Stars bestückt unterhält der Film schon einigermaßen gut, reißt aber keinen Betrachter mehr vom Hocker

Der Titel wirkt schon etwas altbacken und damit wenigstens sehr charmant. Alles wurde routiniert und für damalige Verhältnisse hochwertig inszeniert. Gemächliche Schnitte, handwerklich stabile Action und ein paar nett dreinblickende Gesichter geben auch heute noch keinen echten Grund zur Klage – nur bleibt es eben eigene Ermessungssache, inwieweit dies noch anschaubar ist.

Der Verlauf ist insgesamt ordentlich und weißt nur kleinere Längen auf. Es ging eigentlich immer unterhaltsam zur Sache und leistete sich vom Ablauf her keine nennenswerten Mängel. Natürlich schien die brisante Thematik recht harmlos umgesetzt, ändern tut sich beim Spaßfaktor jedenfalls nichts.

„Blue Jean Cop“ ist ingesamt ein ordentlicher Vertreter seiner Zunft und bietet durch und durch herrlich altmodische Unterhaltung. Wer damit leben kann und einfach nicht Mehr erwartet, kann somit glücklich werden. Elliot und Weller zu ihren besten (aber nicht unbedingt filmisch besten) Zeiten, machen durchaus Spaß und der Unterhaltungsfaktor passt soweit.

6,5/10

Fotocopyright: 375 Media

Arkansas

Inhalt

Zwei Nachwuchsgangster wollen endlich mehr Verantwortung und somit größere Geschäfte erledigen. Als deren Chef plötzlich ermordet wird, stehen sie allein da und müssen sich um Aufträge kümmern. Dabei treffen sie auf einen zwielichtigen Typen, der ebenfalls an seinem Aufstieg in der Unterwelt arbeitet…

Fazit

Schon auf den ersten Blick wird klar, dass sich „Arkansas“ von altbewährten Gangsterfilmen unterscheidet. Seine Optik wirkt fast schon amateurhaft und seine bestenfalls mittelprächtige deutsche Synchronisation unterstreicht den zunächst gar nicht mal so erbaulichen Ersteindruck. Es dauert glücklicherweise nicht allzu lange und der Zuschauer erkennt das gewollt merkwürdige Stilmittel und wird in einen angenehmen Sog gezogen.

Die Handlung unterteilt sich in mehrere Teile, die jeweils knapp 20 Minuten einnehmen und die Hintergründe des jeweils anzutreffenden Finales erläutern. Fokus liegt dabei auf die Zeichnung der Hauptfiguren, die sich wahrlich eine Auszeichnung verdient. Auf allen Seiten begegnen wir schräge Vögel, die doch irgendwo ans Herz wachsen und hierdurch zum dranbleiben animieren. Deren Handeln und Motivation wird unterhaltsam und frei von Längen präsentiert.

Der Cast ist für so einen eher kleinen Film recht beachtlich. Von John Malkovich über Liam Hemsworth bis Vince Vaughn sind hier einige bekannte Namen zugegen. Nicht nur in kleinen Nebenrollen, sondern in echten Hauptrollen mit entsprechend viel Screentime. Vaughn begeisterte erneut in einer ungewohnt krassen Figur und macht damit Appetit auf Mehr. Gerne würde ich noch ein paar Actionfilme mit ihm sehen.

Zugegeben: Die Meisten Kritiken waren nicht so der Hammer, aber mir hat „Arkansas“ erstaunlich gut gefallen. Ob die technischen Schwächen gewollt oder wirklich nur kleinem Budget und mangelnder Erfahrung geschuldet ist, sei einfach mal dahin gestellt. Für mich lieferten die Macher einen dreckigen kleinen Thriller mit schrägen Figuren und durchwegs unterhaltsamer Handlung ab. Ein gelungenes Ende rundete dann den launigen Verlauf ab. Den Streifen würde ich mir durchaus noch ein weiteres Mal reinziehen.

7/10

Fotocopyright: Lionsgate / Storyboard Media

The Old Guard

Inhalt

Eine Eliteeinheit sorgt seit Jahrhunderten für ein wenig Ordnung in der Gesellschaft. Sie befreit Geiseln oder versucht mit anderen Dingen zu helfen. Ein großer Konzern ist dem Trupp jedoch auf die Schliche gekommen und möchte sich deren Unsterblichkeit zu Nutze machen…

Fazit

Bei der Kombination „Netflix“ und „Charlize Theron“ konnte eigentlich wenig schief gehen, doch unterm Strich enttäuschte das Ergebnis allerdings.

Die Geschichte gab sich im Grunde ganz solide und bot einen brauchbaren Rahmen – der leider nicht immer optimal genutzt wurde. Neben einigen wirklich guten Actionpassagen schlichen sich immer wieder kleinere Längen und unnötig ausufernde Dialoge ein.

Das gar nicht mal üble Grundgerüst wurde insgesamt zu wenig ausgereizt, was für mich die vielleicht größte Enttäuschung darstellte. Der vermeintliche Bösewicht erschien trotz fieser Aktionen irgendwo viel zu zahm und oberflächlich dargestellt. Zwar begründete seine Gier seine Motivation, überzeugen vermochte deren Inszenierung aber nicht. Höchstwahrscheinlich lag es einfach an seinem blassen und wenig charismatischen Gesichtsausdruck.

Es tat mir schon fast weh, Frau Theron in diesen Outfits und diesem Styling zu sehen. Ähnlich wie bei „Aeon Flux“ ging es kreativ, aber eher zum Fremdschämen zur Sache. Sie bewies etwas Mut zur Hässlichkeit – was sie durchaus aus anderen Titel („Monster“) allerdings schon gewohnt ist und irgendwo von ihrem Können zeigt. Der Rest vom Fest war (bis auf den Gegenspieler) ganz in Ordnung, rief aber keine Begeisterungsstürme hervor.

Wer mit der Story etwas anfangen kann und bereit für ein paar Längen und Ungereimtheiten ist, bekommt mit „The Old Guard“ einen durchschnittlichen Genrebeitrag – der als Inklusivtitel bei Netflix wenigstens kein Geld kostet. Der Streifen ist insgesamt okay, in Anbetracht seiner Bestandteile hätte ich jedoch weitaus mehr erwartet. Zum Weggucken durchaus geeignet.

6/10

Fotocopyright: Netflix

VFW

Inhalt

Eines Abends flüchtet ein junges Mädchen in die Kneipe alter Kriegsveteranen. Sie hat einem Gangsterboss eine Menge Stoff entwendet – woraufhin dieser seine finsteren Gefolgsleute entsendet. Da die alten Herren gar nicht an Herausgabe der Gesuchten denken, beginnt eine blutige Schlacht…

Fazit

Für Filme wie „VFW“ bin ich irgendwie nicht (mehr) gemacht. Er bettet mehr oder minder lustige Splattereffekte in eine dürftige Handlung und versucht so seine knappen 90 Minuten Laufzeit zu überbrücken. Er lebt dabei hauptsächlich von einem Aufgebot an Darstellern – die letztlich auch für mich das größte Highlight darstellen.

Es gibt Momente, wo der Streifen durchaus Spaß macht. Seine schnörkellose Machart erinnert an die guten Action-Titel der 80iger und seine flachen Dialoge ebenso. Die Charaktere wirken übertrieben cool und dabei angenehm kantig – doch unterm Strich war mir das eindeutig zu wenig.

Nicht alle Gags vermochten zu zünden und so ganz konnte man den alten Recken nicht alles abkaufen. Mehr noch als bei „Expendables“ fühlten sich die Figuren zu „abgefuckt“ an und so traute man ihnen die aufzeigte Action nicht unbedingt zu. Stephen Lang, William Sadler und Fred Williamson sind zwar kultige Typen, hier jedoch einen Hauch zu kaputt, um irgendwie glaubwürdig zu sein.

Audiovisuell gab es in erster Linie dunkle Bilder und eine eigentlich ganz solide „Schmudeloptik“. Der Sound war eher unauffällig, fetzte im Gemetzel ganz gut. Die Bildqualität war dafür eher durchwachsen, passte so aber zum Retro-angehauchten Rest.

„VFW“ ist sicherlich ein launiger Kracher in gepflegter (alkoholisierter) Herren-Runde, jedoch ganz mein Fall für mal eben Zwischendurch. Früher hätte ich dem Titel wahrscheinlich wesentlich mehr abgewinnen könnte, heute bleibt abseits der charmanten Ansätze allerdings kein Werk, welches unbedingt in die Sammlung wandern muss. Beinharte Fans nehmen ein paar Macken in Kauf und freuen sich über Helden aus der Jugend – wenngleich der Streifen manchmal etwas langatmig daher kommt.

4/10

Fotocopyright: Alive

Cops

Inhalt

Schon während seines ersten Einsatzes bei der Sondereinheit muss ein neues Mitglied eine Person erschießen. Die Kollegen halten zwar alle zu ihm, doch innerlich kämpft er mit seinen Dämonen…

Fazit

Polizeifilme kann es eigentlich nie genug gegeben und sofern ihre Herkunft zudem nicht aus Hollywood stammt – wird die Sichtung quasi zur Pflicht.

Was unsere Nachbarn hier abgeliefert haben, ist rundum solide und auf jeden Fall eine kleine Empfehlung wert. Schon zu Beginn gefällt die unerwartet düstere Atmosphäre und der raue Umgangston. Hier wird definitiv kein schöner Werbefilm, sondern eine düstere Seite der Ordnungshüter gezeigt. Vielleicht manchmal ein wenig zu dramatisiert und am Hang zur Unglaubwürdigkeit – aber jederzeit spannend konstruiert und hervorragend gespielt.

In den knappen 1,5 Stunden wird es nie langweilig und die eher überschaubare Story bleibt dank besagt toller Inszenierung stets interessant. Technisch möchte ich vor allem die exquisite Kameraführung loben, die durch ihre Bildsprache tatsächlich Gefühlslagen ohne Worte gekonnt zum Ausdruck bringt. Die Schnitte variieren dabei von angemessen-hektisch, bis besinnlich-ruhig. Einzig bei den Dialogen bedarf es hin und wieder etwas Fantasie, um die Akzente der Österreicher richtig zu deuten. Letztlich aber kein Problem – lässt es doch nie vergessen, wo die Handlung spielt.

Daumen hoch für Austria. „Cops“ ist ein überzeugend dreckiger Thriller mit einer soliden Story und äußerst sehenswerten Schauspielern. Für meinen Geschmack hätte er ruhig ein wenig länger und komplexer ausfallen dürfen, zu Gunsten der Kurzweil war seine jetzige Form jedoch vollkommen auf dem Punkt. Wer das Genre mag, sollte ruhig mal reinschauen. Eine absolute Referenz ist es zwar nicht, aber ein sehr guter Beitrag.

7/10

Fotocopyright: HOANZL

ULYSSES – A Dark Odyssey

Inhalt

Nach langer Zeit kommt Soldat Ulysses zurück in seine Heimatstadt „Taurus City“. Vieles hat sich mittlerweile verändert, doch nicht sein bester Freund Niko – mit dem er sich auf die Suche nach seiner verschleppten Frau Penelope macht…

Fazit

Um ganz ehrlich zu sein, habe ich schon beim Studieren des Covers sehr wenig von diesem Streifen erwartet. Selbst große Namen wie Danny Glover oder Udo Kier stehen mittlerweile nicht unbedingt für große Qualität und so habe ich die Scheibe während dem Montieren von Klemmbausteinen eingelegt – und wurde so nebenbei einige Male davon abgelenkt.

Der Streifen beginnt mit wuchtiger Musik und moderner Inszenierung. Bestandteile der griechischen Mythologie wurden witzig ins aktuelle Setting übertragen und lieferten eine nette Rahmenhandlung – die mit ein paar netten Actioneinlagen garniert wurden.

Insgesamt wirkt der Titel eher trashig, wusste aber irgendwie zu unterhalten. Die Geschichte ging stets voran und war relativ frei von Längen. Es ging immer etwas auf dem Schirm ab – und obwohl nicht immer alles hochwertig ins Licht gerückt wurde – gab es wenig zu beklagen. Die Kampfeinlagen waren solide choreografiert und boten durchaus was fürs Auge. Über manch pathetischen Dialog vermag man hinwegsehen, obwohl sie im Nachhinein mit dem Szenario harmonierten.

Es muss nicht immer Hollywood sein. Mit Ulysses liefern uns die Italiener einen Edeltrash ab, der kurzweilig gut unterhalten konnte. Inwieweit die Anspielung auf die Mythologie halbwegs werksgetreu sind, vermag ich nicht zu sagen – empfand sie dennoch als ziemlich gelungen. Der Film ist wahrlich kein großartiger Geheimtipp – sollte aber mit der richtigen Einstellung den ein oder anderen Genrefan bei Laune halten. Der Film ist eine charmante Abwechslung für Zwischendurch.

6/10

Fotocopyright: Lighthouse Film

Blue Story

Inhalt

Das Leben auf den Straßen von London ist nicht immer einfach. Dies müssen auch die Jugendfreunde Timmy und Marco am eigenen Leibe spüren. Durch unglückliche Umstände werden die Beiden zu verbitterten Feinden und schrecken sogar vor Morden nicht mehr zurück…

Fazit

Bandenfilme gibt es fast wie Sand am Meer und locken fast Niemanden mehr hintern Ofen hervor. „Blue Story“ jedoch punktet durch sein Setting – welches ausnahmsweise in England und nicht im Amerika angesiedelt ist und damit nicht zu abgedroschen wirkt.

Die Geschichte um zwei zerstrittene Freunde mag zunächst nicht sonderlich originell klingen, gefällt aber dank seiner strammen und hochwertigen Inszenierung. Man verfällt schnell in einen gefälligen Bann, der bis zum bitteren Ende an den Schirm fesselt und durchgehend überzeugen konnte.

Der Film ist spannend und – soweit ich das beurteilen kann – recht nah an der Realität. Man präsentiert uns keine unverwundbaren Superhelden, sondern Figuren mit Ecken und Kanten – die durchaus verletzt aus Konflikten entkommen. Die Figuren scheinen aus dem Leben gegriffen und werden durch hervorragende Darsteller eindrucksvoll verkörpert. Nicht nur die Hauptpersonen, auch sämtliche Nebenrollen wurden prima besetzt und nach kurzer Eingewöhnung auch passend synchronisiert.

Viel Neues bietet „Blu Story“ eigentlich nicht, aber seine unterhaltsame Art heben den Titel schon ein wenig aus der breiten Masse empor. Ich habe mich in den knapp 90 Minuten jedenfalls nie gelangweilt und war froh, dass die niedrigen Erwartungen bei Weitem übertroffen wurden. Genrefreunde sollten unbedingt mal einen Blick wagen!

7/10

Fotocopyright: Paramount

Der Spion von Nebenan

Inhalt

Bei seinem neusten Auftrag wird Agent JJ an eine besondere Front geschickt: dem Mehrparteienhaus einer Familie, die er beschatten soll. Ausgerechnet durch die kleine Tochter seines Observationszieles fliegt seine Tarnung auf und er muss erst recht den netten Nachbarn mimen. Es dauert nicht lang, bis sich dabei eine besondere Beziehung zu seinen Mandanten entwickelt…

Fazit

Anscheinend gibt es ein ungeschriebenes Gesetz, dass bekannte Muskelmänner auch mal in weiche Familienrollen schlüpfen müssen und so folgt „Der Spion von Nebenan“ seinen Kollegen „Der Kindergarten-Cop“ oder „Der Babynator“ – und platziert sich letztlich irgendwo dazwischen.

Die Geschichte kann man getrost vergessen und sollte als Rahmen für ein paar ordentliche Situations-Gags und ein wenig Action gesehen werden. Nach Logik oder dergleichen sollte man gar nicht erst fragen und den Kopf ausschalten.

Mit den richtigen Voraussetzungen ist der Titel dann genau das, was man von Anfang an erwartet hat – eine solide Unterhaltung für die ganzen Familie und durch seine kurzweilige Art eigentlich nie wirklich langweilig.

Die Chemie der Hauptpersonen (insbesondere von Bautista und seiner jungen Mitstreiterin) hat gepasst und für ein paar echte Lacher gesorgt. Sicherlich sehr simpel gestrickt, durch deren charmante Weise allerdings gefällig und witzig. Bautista zeigt nach einigen eher durchwachsenen Auftritten ausgerechnet in der Komödie, wozu er im Stande ist. Seine Mimik und Gestik überzeugt – insbesondere in slapstickhaften Situationen.

Die rund 100 Minuten vergingen nicht ganz wie im Flug, waren jedoch überwiegend sehr kurzweilig und sehenswert gestaltet. Man wußte, dass weder Handlung noch Charakterentwicklung ernst zu nehmen waren und kein überraschende Ende zu erwarten ist und trotzdem fühlte man sich jederzeit nett unterhalten. Die Mischung aus Action, Herzschmerz und Humor war genau richtig ausgelotet und sorgte für einen angenehmen Verlauf.

Technisch gab man sich keine Blöße und zeigte insbesondere in den kleinen Actionszenen, dass die Macher weitaus mehr als witzige Dialoge drauf haben. Selbst bei den temporeichen Elementen kam der Witz nie zu kurz und die Gags fühlten sich nicht zu abgegriffen an.

Mit den richtigen Erwartungen ist „Der Spion von Nebenan“ ein durchaus kurzweiliger Spaß, der Interessierte bestimmt erfreuen dürfte. Der Film setzt zwar in keinster Weise neue Maßstäbe oder sprudelt vor innovativen Ideen – die gute Unterhaltung steht klar im Vordergrund und sollte nicht weiter hinterfragt werden. Eine höhere Bewertung vermag ich mir nicht abzuringen – eine Empfehlung gibts dennoch. Bautista war nie besser und insgesamt halte ich den hohen Unterhaltungswert für absolut lobenswert.

6,5/10

Fotocopyright: LEONINE

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