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Schlagwort: Abenteuer Seite 1 von 2

Horizon Forbidden West (PS4/PS5) – Unboxing der Collector’s Edition

Da ich gerade erst mit dem Titel begonnen habe und mein Urlaub leider zu Ende ist, wird der Test wohl noch ein paar Tage auf sich warten lassen. So lange möchte ich euch aber ein paar Bilder der schicken (und leider auch recht teuren) Collector’s Edition nicht vorenthalten.

Fotocopyright: hard-boiled-movies.de

Horizon Forbidden West und Playstation sind eingetragene Marken.

Uncharted

Inhalt

Der ehemalige Waisenjunge Nathan steht mittlerweile auf eigenen Füßen, jobbt als Barkeeper und verdient sich mit kleinen Diebstählen etwas dazu. Eines Tages wird er von Viktor Sullivan angesprochen und mit seinen ganz eigenen Mitteln zu einem vermeintlich lukrativen Abenteuer eingeladen…

Fazit

Durch ein Update meiner Playstation 4-Version bin ich in den Genuss eines kostenfreien Kinotickets gekommen und habe mir ein Besuch direkt zum Start des Streifens dann natürlich nicht nehmen lassen. Nachdem ich alle Titel im Vorfeld noch einmal durchgezockt habe (siehe sämtliche Tests auf dieser Webseite), war ich natürlich entsprechend heiß auf die Materie – trotzdem mit etwas Vorsicht an die Sache heran gegangen. Im Laufe der Jahre hat man schon viele Umsetzungen von bekannten Games erlebt und blieb zumeist mit einem langen Gesicht zurück. „Uncharted“ jedoch sollte eine waschechte und äußerst positive Überraschung werden.

Das Leinwandabenteuer begann mit Szenen, die man nicht nur aus den Trailern, sondern erst recht aus den Spielen bereits in ganz ähnlicher Form erlebt hat. Weiter ging es dann mit Rückblenden, durch die man sich ebenfalls selbst schon bewegt hat und direkt wieder passende Bilder im Kopf hatte. Der Widererkennungswert war unglaublich hoch und dennoch wirkte das Gebotene nicht aufgesetzt oder deplatziert. Was Andere als so genannten Fan-Service verbuchen, fügte sich hier mal ganz locker ins Gesamtkonstrukt ein und bediente zur passenden Zeit die richtigen Trigger – ohne auch nur eine Sekunde mit Gewalt erzwungen zu wirken.

Gleiches möchte ich allerdings vom Cast behaupten. Hier wurden viele Figuren aus der Vorlage verwurstet, ohne dass sich das prominente Aufeinandertreffen irgendwie falsch angefühlt hat. Auch wenn es bei den Hintergründen bzw. der Beziehung der Charaktere untereinander ein paar kleine Abweichungen gab, wurde alles schlüssig und unterhaltsam zusammengefügt. Anfangs war ich der Meinung, dass die Darsteller allgemein viel zu jung erschienen und vielleicht ein Wahlberg besser in die Hauptrolle als Nathan gepasst hätte, doch letztlich war dies ein cleverer Schachzug von Sony. Auf der einen Seite erzählt man hier die Vorgeschichte zur eigentlichen Reihe (Kennenlernen von Nathe und Sully) und zum Anderen ist nun noch jede Menge Raum für mögliche Fortsetzungen, bei denen die Darsteller nicht nur optisch weiter reifen dürfen.

Die Action war erstklassig choreografiert und erinnerte in vielen Passagen ebenfalls an die Spiele. Nathe hat ein paar bekannte Bewegungen im Repertoire und sorgte bei witzigen Zweikämpfen oder dem Erklimmen von Hindernissen für vertraute Momente. Die Computereffekte waren erstklassig und gaben keinen Grund zur Klage. Die Umgebungen wirkten – wie auch schon auf der Konsole – beeindruckend und verschwenderisch ausgestattet. Man konnte von Szene zu Szene ein Quäntchen drauflegen und wurde so dem Konzept der Reihe wirklich gerechnet. Auch hier steigerte man sich dem Finale entgegen und bot fortwährend atemberaubende Schauwerte.

„Uncharted“ ist nicht nur ein Glücksgriff für das Kino, sondern auch ein Lichtblick in Sachen Videospielumsetzungen. Der Titel trifft den Nerv der grandiosen Spiele und weicht in wohl überlegten Nuancen von der bekannten Vorlage ab, ohne zu krass sein eigenes Ding zu machen. Gamer werden etliche offene und mehr oder weniger verstecke Anspielungen (achtet mal auf die Deko oder Aufkleber im Hintergrund) entdecken und sich wohlig die Hände reiben. Ich saß jedenfalls die meiste Zeit mit einem breiten Grinsen auf meinem unerwartet gemütlichen Kinositz und habe mich köstlich amüsiert. Nun kann ich die Variante für das Heimkino kaum noch abwarten – denn beim Schreiben dieses Textes habe ich direkt Lust auf eine weitere Sichtung und das Erhaschen weiterer Easter-Eggs in den eigenen vier Wänden bekommen. Beide Daumen hoch für diesen Film und ein Daumendrücken für mögliche Fortsetzungen, bei denen ich direkt wieder im Kinosessel Platz nehmen würde.

8,5/10

Fotocopyright: Sony Pictures

Uncharted™ 3: Drake’s Deception Remastered (PS4)

Inhalt

Drake und seine Gefährten wandeln diesmal auf den Spuren von Lawrence von Arabien höchstpersönlich. Sie vermuten, dass der Kriegsheld wohl so einige Schätze vergraben hat und möglicherweise auch das „Atlantis der Wüste“ entdeckt zu haben…

Gameplay

Am Gameplay hat sich gegenüber der Vorgänger wenig verändert. Erneut steuert Ihr Nathan aus der Third-Person-Perspektive, ballert, klettert und rätselt euch durch die abwechslungsreich gestalteten Kapitel.

Beim Kampf hat sich der Fokus auf den Nahkampf verlagert, da ihr nicht nur beim Finale, sondern auch während des Verlaufs immer mal wieder die Fäuste in direkten Fights fliegen lassen müsst. Dank der relativ toleranten Steuerung ging das aber jederzeit gut von der Hand und galt als willkommene Abwechslung zum Altbekannten.

In einigen Kapiteln dürfen wir sogar die Rolle über den jungen Drake übernehmen und so seine Beziehung zu Ziehvater Sullivan enorm vertiefen. Zwar beschränken sich hier die Interaktionsmöglichkeiten auf Erkunden und Klettern, aber trug dies ungemein zur Atmosphäre bei.

Spielzeit

Die genaue Zeit habe ich natürlich nicht gestoppt, würde aber rund 8 bis 10 Stunden für die Kampagne veranschlagen. Mag erneut übersichtlich klingen, lieferte jedoch erneut auch ein geniales Pacing mit ruhigeren und fast schon übertrieben actionreichen Einlagen. Langweilig wurde es nie und die Handlung blieb spannend bis zum bitten Ende.

Präsentation

Wie schon beim Vorgänger haben sich sichtbare grafische Verbesserung hervorgetan. So schauen die Figuren abermals einen Hauch besser aus und das Set-Design war erneut über jeden Zweifel erhaben. Man konnte sich stellenweise kaum satt sehen und viele liebevoll gestaltete Passagen in hektischen Momenten leider gar nicht richtig bestaunen.

An den Zwischensequenzen merkt man den Alter des Titels, doch dramatisch schlecht sind sie allerdings nicht. Sie könnten etwas besser komprimiert sein, doch optische Verbesserungen waren auch hier zu erkennen.

Positiv

  • abermals tolle audiovisuelle Präsentation
  • noch ein Quäntchen cineastischer inszeniert
  • hohe Abwechslung
  • erinnerungswürdige Kapitel (u. A. brennende Villa, untergehendes Schiff, etc.)
  • wieder mal spannende Geschichte
  • gute Balance aus Action und Adventure

Neutral

  • erneut unrealitisch hohes Gegneraufkommen
  • simple, aber gut gemachte Rätsel

Negativ

  • Trial & Error Momente
  • Passagen mit nervigen Spinnen

Fazit

Einmal wie Lawrence von Arabien fühlen. Uncharted 3 ermöglicht dieses Feeling zumindest in seinen letzten Kapiteln und lässt uns zu treibendem Soundtrack auf Kamelen durch die Wüste reiten. Abermals gelang es den Machern in allen Bereichen einen kleinen Ticken zuzulegen und mit kleinsten Detailverbesserung erneut zu begeistern.

Legten die tollen Vorgänger die Messlatte immens hoch, so konnte sie hier an allen Ecken noch einmal minimal getoppt werden. Die Steuerung geht noch ein bisschen besser von der Hand, die Action fühlt sich weniger getriggert an und die gesamte Inszenierung ist noch filmreifer geworden.

Für eine deutliche Aufwertung (siehe Punktevergabe) reicht es zwar nicht, es sei euch aber versichert, dass das Niveau des genialen zweiten Teils durchaus überschritten wurde. Ich lasse hier lediglich für den Nachfolger noch etwas Luft nach oben und eine ganze 9 von 10 ist hier noch nicht ganz drin.

Wer die ersten beiden Teile mochte, kommt um diesen Teil sowieso nicht herum und dürfte keineswegs enttäuscht werden. Ein Pflichttitel für die gut sortierte Sammlung und in der Remastered-Version noch absolut prima spielbar!

Grafik: 8,5/10
Sound: 8/10
Gameplay: 8,5/10
Gesamt: 8,5/10

Fotocopyright: Sony Interactive Entertainment Europe

Uncharted™ 2: Among Thieves Remastered (PS4)

Inhalt

Schatzsucher Drake ist auf der Suche nach einer geheimnisvollen Stadt mit einem wertvollen Artefakt, welches die Unsterblichkeit verspricht. Leider ist er bei seinen Reisen nicht allein und hat obendrein noch mit Verrat aus den eigenen Reihen zu kämpfen…

Gameplay

Erneut schlüpft der Spiele in die Haut von Nathan Drake und steuert ihn sowohl durch actionreiche, aber auch kleinere Schleich-, Rätsel- oder Kletterpassagen. Durch eine deutlich verbesserte Steuerung sogar etwas frustfreier als bisher und in vielen Details spürbar optimiert. So klappt etwa die Wegfindung sehr viel besser und die meisten Aktionen fühlen sich geschmeidiger kontrollierbar an.

Spielzeit

Die Spielzeit hat sich gegenüber dem Vorgänger angenehm erhöht und belief sich bei meinem (mittlerweile zweiten) Durchgang auf rund 10 Stunden. Diese waren stets unterhaltsam und ohne Leerläufe befüllt, was durchaus beachtlich und nicht selbstverständlich war. Das Treiben fühle sich fortwährend wie ein guter Actionstreifen an und weiß keinerlei Längen auf. Die Story hielt uns stets im Griff und der berühmte rote Faden verlor sich nie aus den Augen.

Präsentation

Neben der Steuerung hat vor allem die Grafik noch eine Schippe draufgelegt. Sah der erste Teil noch immer ganz manierlich aus, so hält der Zweite definitiv noch mit aktuelleren Titeln mit. Die Figuren schauen nun um Einiges schöner aus – was vor allem in Zwischensequenzen ins Auge springt – und der Rest war top gestaltet wie zuvor.

Eindrucksvolle Bauwerke, weitläufige Blicke in die Ferne und stimmig gestaltete Ortschaften überzeugen auf ganzer Linie. Zusammen mit der tollen Synchronisation und den filmreifen Zwischensequenzen kam so echte Atmosphäre auf.

Positiv

  • deutlich optimierte Steuerung
  • tolle audiovisuelle Präsentation
  • spannende Hintergrundgeschichte
  • filmreife Inszenierung
  • perfekter Flow, kein Leerlauf
  • erneut einwandfreie deutsche Vertonung
  • angenehme Spielzeit
  • tolle, kleine Rätsel

Neutral

  • Steuerung könnte noch einen Ticken präziser sein
  • teils enorm hohes Gegneraufkommen
  • wenig Gegnertypen, wenig Waffenvariation

Negativ

  • spürbare Trigger (z.B. wenn Gegner erscheinen)
  • Trial & Error Abschnitte (z.B. bei Fluchten)
  • ein paar knackige Ballereinlagen

Fazit

„Draks Fortune“ hat etliche Jahre nach seinem Release noch einen erstaunlich guten, obgleich leicht angestaubten Eindruck gemacht und noch immer prima bei Laune gehalten. Selbiges gilt nun auch für dessen Fortsetzung, die in allen Bereichen behutsam weiterentwickelt wurde und ein wenig weniger altbacken wirkt.

Die Macher machten eigentlich alles richtig und drehten die richtigen Stellschauben. Der Titel fühlt sich noch mehr wie ein packender Spielfilm an und schien in entscheidenden Szenen weniger sperrig. Erneut haben sich actionreiche Momente mit Verschnaufpausen abgewechselt und langweilig wurde es bei dieser wunderschön ausbalancierten Mischung nie.

Wer aufregende und gut wegspielbare Abenteuer liebt, sollte Uncharted 2 auf jeden Fall mal gezockt haben – zumal die komplette Anfangs-Trilogie teils schon für unter 10 Euro über den Ladentisch geht. Ein Witz im Gegenzug zur grandiosen Zeit, die man mit diesem Feuerwerk erleben darf.

Grafik: 8,5/10
Sound: 8/10
Gameplay: 8,5/10
Gesamt: 8,5/10

Fotocopyright: Sony Interactive Entertainment Europe

The Water Man

Inhalt

Kurz nach dem Umzug in eine neue Stadt erfährt der kleine Gunner von der schweren Krankheit seiner Mutter. Der Bücherwurm informiert sich natürlich umgehend über mögliche Heilmittel und stößt dabei auf die regionale Legende vom „Water Man“, der möglicherweise die Rettung versprechen könnte. Kurzerhand haut er von zu Hause ab und macht sich mit einer Freundin auf einen Trip durch die Wälder…

Fazit

„The Water Man“ war mal wieder so ein Film, der mich auf positive Weise eiskalt erwischt hat. Einfach mal so „nebenbei“ angeworfen – und nach kurzer Zeit in der wunderschön erzählten Geschichte versunken.

Was der Handlung an Komplexität fehlt, machen die tollen Darsteller und die von Herzen gute Aussage locker wieder wett. Man kann sich hervorragend in das Setting hineindenken und besonders mit unseren jungen Akteuren mitfühlen. Ihre Sorgen und Nöte sind greifbar und trotz aller traurigen Hintergründe geht der Lebensmut nicht verloren.

Die Mischung aus Drama und dennoch lockerem Jugendfilm ist hervorragend geglückt und die Kurzweil jederzeit gegeben. In seinen starken Momenten hat mich das Gebotene angenehm an Klassiker wie „Stand by Me“ oder „Die Goonies“ erinnert, was ich den Machern extrem hoch anrechne. Besonders gelungen, da hier nicht mit aller Macht auf die Referenzen angespielt wurde, sondern der Streifen irgendwie schon sein eigenes Ding macht – und trotzdem diese großartigen Gefühle in mir erweckte.

Der Film richtet sich nicht nur an das jüngere, sondern auch besonders an das ältere Publikum. Er schafft den Spagat für alle Altersgruppen etwas zu bieten und seine mysteriöse Machart auf alle Schichten wirken zu lassen. Während die Kids vielleicht noch nicht alle Details verstehen, freue sich die Erwachsenen aber umso mehr über die reife Herangehensweise an viele Themen und vor allem wie konsequent die Inszenierung am Ball blieb.

„The Water Man“ ist der perfekte Familienfilm für einen verregneten Sonntag-Nachmittag. Solltet ihr die im Text erwähnten Kultfilme schon in- und auswendig kennen, so ist dieser Titel definitiv eine schöne Ergänzung hierzu. Er ist kurzweilig gestaltet, prima besetzt und für alle Zuschauer geeignet. Ein rundherum gelungener Abenteuerfilm, der auch ohne Gewalt oder ausgelutschte Elemente daher kommt und von Anfang bis Ende wundervoll fasziniert.

8/10

Fotocopyright: Netflix

Congo

Inhalt

Drei Fraktionen und ein gemeinsames Ziel: den Kongo. Während die Einen nach Überlebenden einer Expedition suchen und die Andren einen Affen in die Heimat zurückbringen wollen, ist einer der Mitreisenden auf der Suche nach einer verschollenen Stadt. Doch schon der Weg in den Dschungel ist beschwerlich…

Fazit

Lange ist die letzte Sichtung her und noch liegt der Streifen als schnöde DVD vor, doch das hielt mich nicht von der gestrigen Sichtung auf der großen heimischen Leinwand ab – und erneut konnte mich der Titel in seinen Bann ziehen und einen unterhaltsamen Abend bescheren.

Als erstes möchte ich loben, wie gut Masken und Spezialeffekte die Zeit überdauert haben und noch heute einen mehr als hochwertigen Eindruck machen. Selten zuvor (und danach) habe ich solch gelungenen Affenkostüme gesehen und die Optik (gerade beim Finale) schaut noch immer fantastisch aus. Sicherlich erkennt man zum Teil die Herkunft aus dem Computer, doch im Gegensatz zu anderen Produktionen ist alles noch immer sehr ansehnlich geraten.

Der Film an sich ist nachwievor keine Referenz, gefällt aber mit einer guten Grundstimmung, schöner Inszenierung und sympathischen Darstellern. Zwar zünden nicht alle Gags, doch insgesamt ist der Verlauf recht kurzweilig und lässt einen gelungen Eindruck zurück.

Bei den Darstellern mochte ich vor allem Tim Curry, der auf seine nervig-seltsame Weise das Geschehen immer wieder auflockerte und seinen Teil zur Unterhaltung beitrug. Allgemein stand dem Titel gut, immer wieder kleine Lacher einzubauen und so eine vielleicht übertriebene Ernsthaftigkeit abzubauen.

Die Handlung rund um sprechende Affen, eine versunkene Stadt und Juwelen mag stark klischeebeladen sein, doch die Umsetzung reißt mit ihrer charmanten Art vieles wieder raus und versprüht ordentlich Abenteuer-Feeling. Man fühlt sich schnell wohl und schätzt das geschmeidige Pacing. Action und ruhigere Moment sind nahezu perfekt ausbalanciert.

Klischee und Abenteuer reichen sich die Hand und am Ende steht ein spaßiger Genrevertreter mit hohem Unterhaltungswert. „Congo“ mag seine kleinen Macken haben und zuweilen etwas befremdlich wirken, doch unterm Strich bleibt ein Werk, in dem ich sehr gerne abtauche und es nicht in der Sammlung missen möchte. Wer einen waschechten Abenteuerfilm sucht, liegt hier jedenfalls goldrichtig und kann sich nicht über angestaubte Technik beklagen.

7,5/10

Fotocopyright: Paramount

Pakt der Wölfe

Inhalt

Frankreich im Jahr 1766. In einer Region hält eine schreckliche Bestie die Bewohner in Atem und fordert immer mehr Todesopfer. Der König entsendet daraufhin seinen besten Forscher aus Paris, um der Sache auf den Grund zu gehen…

Fazit

Seinerzeit galt „Pakt der Wölfe“ als echter Geheimtipp, den ich mir sogar als französische DVD weit vor dem Start in Deutschland importiert und eine Sichtung – vollkommen ohne Sprachkenntnisse – absolviert habe. Ich habe zwar so gut wie nichts verstanden, aber die starken Bilder sprachen für sich. Über die Jahre hat man ihn (u.A. dank Auswertung auf Heft-DVDs) auch mal auf deutsch gesehen und nun gibt es endlich mal ein kleines Fazit dazu.

An erster Stelle vermag ich eigentlich noch immer die hübsche Optik mitsamt der stimmungsvollen Atmosphäre loben, doch mittlerweile hat der berühmte Zahn der Zeit sichtbar an der Produktion genagt. So zerstören hoffnungslos veraltete CGI-Effekte die perfekte Immersion und reißen immer wieder unangenehm aus dem Geschehen heraus. Die Bestie wirkt stets wie ein Fremdkörper und je mehr von ihr sichtbar wird, desto schlimmer die Desillusion. Das ist mehr als bedauerlich, denn der Rest vom Film ist ordentlich gemacht.

Die Darsteller mir ihren zeitgenössischen Kostümen und Make-Up lassen eine vergangene Epoche aufleben. Die Ausstattung und der Detailgrad sind enorm und bewegen sich jederzeit auf höchstem Niveau. „Pakt der Wölfe“ kommt rundherum als aufwändiger Blockbuster daher und bot eine Menge an bekannter Gesichter aus der europäischen Filmlandschaft. Alle legten eine großartige Leistung an den Tag und gaben keinen Grund zur Klage.

Die Geschichte hat mir gut gefallen, auch wenn sie streng genommen schon viel zu früh ihre Auflösung preis gab und dem geübten Filmfan hierdurch nur ein kleines Lächeln abringt. Dies war aufgrund der erwähnten Machart jedoch gar nicht mal so tragisch, denn das Werk gab sich immer so geheimnisvoll und düster, dass man sich der Handlung nur bedingt sicher war und stets mit sich haderte. Mit etwas über zwei Stunden ist der „Director`s Cut“ für meinen Geschmack etwas zu lang ausgefallen und die Kinofassung könnte durchaus bevorzugt werden. Die Schere wurde an den richtigen Stellen angesetzt und manche Dialoge waren immer noch einen Ticken zu lang.

So sehr ich diesen Titel auch loben und gerne haben möchte. Aus aktueller Sicht macht seine Technik der grandiosen Inszenierung einen gewaltigen Strich durch die Rechnung und die Bedrohlichkeit des Monsters hat deutlich eingebüßt. Für einen europäischen Film war das Resultat seinerzeit eindrucksvoll, doch mittlerweile sind wir höhere Standards gewohnt. „Pakt der Wölfe“ ist trotzdem interessantes Kino, doch mit ein paar Reißern muss man einfach irgendwo klar kommen.

7/10

Fotocopyright: EuroVideo Medien GmbH

Auf der Suche nach dem goldenen Kind

Inhalt

Chandler Jarrel ist spezialisiert auf das Aufspüren vermisster Kinder und macht durch schräge Fernsehauftritte von sich reden. Dies bleibt natürlich nicht unbemerkt und so bittet eine Dame, um das Suchen eines verschollenen Kaben aus dem Tibet. Zunächst lehnt Chandler dankend ab, doch schon bald wird ihm bewusst, dass nur er der Auserwählte für diesen Job ist…

Fazit

So langsam, erstrahlen auch die letzten „Klassiker“ aus der Kindheit in neuem Glanze und so ist das Wiedersehen umso schöner. Ich habe das Wort „Klassiker“ hier allerdings in Anführungsstriche gesetzt, da „Auf der Suche nach dem goldenen Kind“ zwar in meiner Jugend durchaus zum Programm gehörte – sich aber nie einen Status wie beispielsweise „Der Prinz aus Zamunda“ erobern konnte.

Damals wie heute gefällt zwar das großartige Spiel von Eddy Murphy, doch die Inszenierung kann sich einfach nicht für eine Richtung entscheiden. So wechseln sich komödienhafte Bestandteile mit Abenteuer-Elementen ab und kein Part kann dabei so wirklich überzeugen. Man baut kein Genre tiefer aus und verhaspelt sich immer wieder.

Abgesehen von ein paar lockeren Sprüchen ist der Humor eher seltsam und der gesamte Verlauf trotz vergleichsweise kompakter Laufzeit eher schleppend. Hin und wieder fehlen gar Zusammenhänge bzw. kann man den Schlussfolgerungen unserer Akteure nicht immer folgen und muss Szenenwechsel einfach mal so in Kauf nehmen. Abgesehen davon, ist die Handlung nie übertrieben spannend gestaltet und fesselt somit nicht unbedingt an den Schirm. Ab einem gewissen Punkt war das Schicksal der gesuchten Person sogar relativ egal, denn man konnte wieder mit der Handlung, noch den grundsätzlich witzigen Figuren eine echte Bindung aufbauen.

In meinen Augen hätte man an der Story Pfeilen und bei der Umsetzung dann auf einen waschechteren Abenteuerfilm setzen sollen. Natürlich hätte der Hauptdarsteller auch hier ein paar Kommentare raushauen können, doch der Rahmen hätte einfach dichter konstruiert werden müssen. So war das Gebotene in allen Bereichen weder Fisch, noch Fleisch. Keine richtige Komödie und auch kein reiner Entdeckerfilm oder gar Thriller. Man versucht überall seine Finger im Spiel zu haben und nichts entschlossen durchzuziehen.

Die technische Seite geht – gemessen am Alters des Films – durchaus in Ordnung. Es gab ein paar nette Effekte (Pepsi-Dose), aber sonst hielt man sich für einen halben Abenteuerfilm dezent zurück. Ob es am Budget gelegen hat, vermag ich nur zu spekulieren. Meines Wissens wurde das Werk damals relativ groß angekündigt und beworben – wahrscheinlich ist die meiste Kohle einfach für den Hauptdarsteller draufgegangen.

Allein wegen Murphy ist der Titel eigentlich seine Sichtung wert. Abseits seiner Kalauer bleibt allerdings nur ein mittelprächtiger Film ohne konkreten Schwerpunkt oder Aussage zurück und so kann es im Grunde keine echte Empfehlung geben. Das Ding hat durchaus seinen Charme, fühlt sich aber unausgegoren an und hat offensichtlich viel Potential verschenkt. Als Kind hat mir der Streifen irgendwie nicht so zugesagt und im Alter hat sich daran leider nichts geändert.

5,5/10

Fotocopyright: Paramount Pictures (Universal Pictures)

SpongeBob Schwammkopf: Eine schwammtastische Rettung

Inhalt

Um sich ein für alle Mal an Spongebob zu rächen, liefert der ewige Bösewicht Plankton Schnecke Gary an dem übellaunigen Herrscher aus Atlantic City aus. Dieser benötigt die Kriechtiere, um sich deren Schleim ins Gesicht zu schmieren und hierdurch einen jugendlichen Glanz zu erhalten. Klar, dass sich Spongebob und sein Freund Patrick bald auf den Weg ins sündige Viertel machen…

Fazit

Mit dem Kinostart hat es auch beim aktuellen Spongebob-Film nicht so ganz geklappt, aber Streming-Anbieter Netflix ist glücklicherweise in die Breche gesprungen und bringt uns das Werk bereits ins heimische Wohnzimmer.

Im Großen und Ganzen kann man behaupten, dass „Eine schwammtastische Rettung“ zwar passabel unterhalten hat, insgesamt aber nicht an die Qualität einer guten Serienfolge heran reicht. Es hab einige wirklich gute Gags, aber leider auch ein paar kleinere Längen oder eher unpassende Abschnitte – die man vielleicht lieber durchwegs mit komplett animierten Figuren umgesetzt hätte.

Der ominöse Auftritt von Keanu Reeves gleicht eher kurzen Drogentripps, denn erinnerungswürdigen Momenten – aber sei es drum. Die herrlich gefühlvollen Rückblenden in die Jugend unserer bekannten Protagonisten gleichen solche Patzer wieder aus uns stimmt sehr versöhnlich.

Zu den positiven Aspekten gehört insbesondere auch die Optik, die mit tollen Computeranimationen besticht und dabei nicht den Charme der Handzeichnung verliert. Auf der einen Seite wunderschön minimalistisch, aber der andren Seite dennoch mit vielen kleinen Details, die erst beim zweiten Blick ins Auge fallen. Die Synchro hält weitestgehend bekannte Sprecher parat und zum Glück mussten nur wenige Randfiguren ersetzt werden.

Fans der Serie freuen sich über neues Futter und nehmen „Eine schwammtastische Rettung“ natürlich gerne mit. Der Titel hat ein paar Schwächen, liefert aber durchaus prima Unterhaltung für Zwischendurch und viel mehr muss es bei einem solchen Werk letztlich gar nicht sein.

6,5/10

Fotocopyright: Netflix

Stephen King: Das Haus der Maple Street

Inhalt

Gemeinsam mit mit dem neuen Lebensgefährten der Mutter, leben ein paar Kinder in einem Häuschen in der Maple Street. Eigentlich steht bald ein Umzug an, doch das alte Gebäude weckt noch einmal das Interesse seiner jungen Bewohner. Plötzlich entstehen Risse an den Wänden und an verschiedensten Stellen drückt sich seltsames Metall durch das Gemäuer. Noch ahnen die Eltern davon nichts, doch die Kids wollen der Veränderung auf den Grund gehen…

Fazit

Nach zwei kompletten (aber im Grunde nicht allzu umfangreichen) Büchern von Clive Barker, hatte ich mal wieder Lust auf etwas – zumindest für mich – Neues von Meister King und habe spontan zu einer seiner vielen Kurzgeschichten gegriffen.

Was soll man zu King noch großartig sagen? Die Geschichte liest sich angenehm flüssig herunter und ist dank knapp 60 Seiten auch keine langwierige Herausforderung. Es bedarf keinen langen Vorlauf und der Leser wird direkt ins Geschehen geworfen. Für einen kurzen Moment sind die ersten Dialoge ein klein wenig unübersichtlich, doch mit etwas Konzentration stellt dies keine weitere Hürde dar. Irgendwann ist man im Flow und kann dem Treiben uneingeschränkt beiwohnen.

Die Handlung ist so ungewöhnlich, wie spannend. Die seltsame Ausgangslage lädt bestenfalls zu Fantasien, nicht aber zu echtem Ergründen der Vorfälle ein – und genau damit hat King den Leser letztlich am Haken. Die Spannungskurve ist hoch und bleibt dank des kompakten Formates auch bis zum Ende ohne Durchgänger erhalten. Einzig beim Finale muss man Kompromisse eingehen – sagen wir es so, auch hier ist Vorstellungskraft gefragt.

Die Schilderung aus Sicht der jungen Figuren erlaubt abermals andere Blickwinkel – und Vorangehensweisen. Die Charaktere an sich sind optisch (wie sollte es auch anders sein) relativ wenig umschrieben und laden somit zu eigenen Interpretationen ein. Die Dialoge sind – fast schon untypisch – frei von Kraftausdrücken oder Ähnlichen – was wohl ebenfalls dem jungen Alter der im Fokus stehenden Kinder geschuldet ist.

Wer nichts gegen Kurzgeschichten und erst recht nichts gegen die verrückten Ergüsse von King hat, darf sich „Das Haus der Maple Street“ gerne einmal zu Gemüte führen. Das Ganze mag weit weniger brutal und pervers als andere seiner großartigen Werke daher kommen, ist aber keineswegs übel gemacht und seine Handschrift leuchtet schon irgendwo durch. Für Zwischendurch keine große Zeitverschwendung und auf jeden Fall recht kreativ.

7/10

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