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Schlagwort: Abenteuer

The Water Man

Inhalt

Kurz nach dem Umzug in eine neue Stadt erfährt der kleine Gunner von der schweren Krankheit seiner Mutter. Der Bücherwurm informiert sich natürlich umgehend über mögliche Heilmittel und stößt dabei auf die regionale Legende vom „Water Man“, der möglicherweise die Rettung versprechen könnte. Kurzerhand haut er von zu Hause ab und macht sich mit einer Freundin auf einen Trip durch die Wälder…

Fazit

„The Water Man“ war mal wieder so ein Film, der mich auf positive Weise eiskalt erwischt hat. Einfach mal so „nebenbei“ angeworfen – und nach kurzer Zeit in der wunderschön erzählten Geschichte versunken.

Was der Handlung an Komplexität fehlt, machen die tollen Darsteller und die von Herzen gute Aussage locker wieder wett. Man kann sich hervorragend in das Setting hineindenken und besonders mit unseren jungen Akteuren mitfühlen. Ihre Sorgen und Nöte sind greifbar und trotz aller traurigen Hintergründe geht der Lebensmut nicht verloren.

Die Mischung aus Drama und dennoch lockerem Jugendfilm ist hervorragend geglückt und die Kurzweil jederzeit gegeben. In seinen starken Momenten hat mich das Gebotene angenehm an Klassiker wie „Stand by Me“ oder „Die Goonies“ erinnert, was ich den Machern extrem hoch anrechne. Besonders gelungen, da hier nicht mit aller Macht auf die Referenzen angespielt wurde, sondern der Streifen irgendwie schon sein eigenes Ding macht – und trotzdem diese großartigen Gefühle in mir erweckte.

Der Film richtet sich nicht nur an das jüngere, sondern auch besonders an das ältere Publikum. Er schafft den Spagat für alle Altersgruppen etwas zu bieten und seine mysteriöse Machart auf alle Schichten wirken zu lassen. Während die Kids vielleicht noch nicht alle Details verstehen, freue sich die Erwachsenen aber umso mehr über die reife Herangehensweise an viele Themen und vor allem wie konsequent die Inszenierung am Ball blieb.

„The Water Man“ ist der perfekte Familienfilm für einen verregneten Sonntag-Nachmittag. Solltet ihr die im Text erwähnten Kultfilme schon in- und auswendig kennen, so ist dieser Titel definitiv eine schöne Ergänzung hierzu. Er ist kurzweilig gestaltet, prima besetzt und für alle Zuschauer geeignet. Ein rundherum gelungener Abenteuerfilm, der auch ohne Gewalt oder ausgelutschte Elemente daher kommt und von Anfang bis Ende wundervoll fasziniert.

8/10

Fotocopyright: Netflix

Congo

Inhalt

Drei Fraktionen und ein gemeinsames Ziel: den Kongo. Während die Einen nach Überlebenden einer Expedition suchen und die Andren einen Affen in die Heimat zurückbringen wollen, ist einer der Mitreisenden auf der Suche nach einer verschollenen Stadt. Doch schon der Weg in den Dschungel ist beschwerlich…

Fazit

Lange ist die letzte Sichtung her und noch liegt der Streifen als schnöde DVD vor, doch das hielt mich nicht von der gestrigen Sichtung auf der großen heimischen Leinwand ab – und erneut konnte mich der Titel in seinen Bann ziehen und einen unterhaltsamen Abend bescheren.

Als erstes möchte ich loben, wie gut Masken und Spezialeffekte die Zeit überdauert haben und noch heute einen mehr als hochwertigen Eindruck machen. Selten zuvor (und danach) habe ich solch gelungenen Affenkostüme gesehen und die Optik (gerade beim Finale) schaut noch immer fantastisch aus. Sicherlich erkennt man zum Teil die Herkunft aus dem Computer, doch im Gegensatz zu anderen Produktionen ist alles noch immer sehr ansehnlich geraten.

Der Film an sich ist nachwievor keine Referenz, gefällt aber mit einer guten Grundstimmung, schöner Inszenierung und sympathischen Darstellern. Zwar zünden nicht alle Gags, doch insgesamt ist der Verlauf recht kurzweilig und lässt einen gelungen Eindruck zurück.

Bei den Darstellern mochte ich vor allem Tim Curry, der auf seine nervig-seltsame Weise das Geschehen immer wieder auflockerte und seinen Teil zur Unterhaltung beitrug. Allgemein stand dem Titel gut, immer wieder kleine Lacher einzubauen und so eine vielleicht übertriebene Ernsthaftigkeit abzubauen.

Die Handlung rund um sprechende Affen, eine versunkene Stadt und Juwelen mag stark klischeebeladen sein, doch die Umsetzung reißt mit ihrer charmanten Art vieles wieder raus und versprüht ordentlich Abenteuer-Feeling. Man fühlt sich schnell wohl und schätzt das geschmeidige Pacing. Action und ruhigere Moment sind nahezu perfekt ausbalanciert.

Klischee und Abenteuer reichen sich die Hand und am Ende steht ein spaßiger Genrevertreter mit hohem Unterhaltungswert. „Congo“ mag seine kleinen Macken haben und zuweilen etwas befremdlich wirken, doch unterm Strich bleibt ein Werk, in dem ich sehr gerne abtauche und es nicht in der Sammlung missen möchte. Wer einen waschechten Abenteuerfilm sucht, liegt hier jedenfalls goldrichtig und kann sich nicht über angestaubte Technik beklagen.

7,5/10

Fotocopyright: Paramount

Pakt der Wölfe

Inhalt

Frankreich im Jahr 1766. In einer Region hält eine schreckliche Bestie die Bewohner in Atem und fordert immer mehr Todesopfer. Der König entsendet daraufhin seinen besten Forscher aus Paris, um der Sache auf den Grund zu gehen…

Fazit

Seinerzeit galt „Pakt der Wölfe“ als echter Geheimtipp, den ich mir sogar als französische DVD weit vor dem Start in Deutschland importiert und eine Sichtung – vollkommen ohne Sprachkenntnisse – absolviert habe. Ich habe zwar so gut wie nichts verstanden, aber die starken Bilder sprachen für sich. Über die Jahre hat man ihn (u.A. dank Auswertung auf Heft-DVDs) auch mal auf deutsch gesehen und nun gibt es endlich mal ein kleines Fazit dazu.

An erster Stelle vermag ich eigentlich noch immer die hübsche Optik mitsamt der stimmungsvollen Atmosphäre loben, doch mittlerweile hat der berühmte Zahn der Zeit sichtbar an der Produktion genagt. So zerstören hoffnungslos veraltete CGI-Effekte die perfekte Immersion und reißen immer wieder unangenehm aus dem Geschehen heraus. Die Bestie wirkt stets wie ein Fremdkörper und je mehr von ihr sichtbar wird, desto schlimmer die Desillusion. Das ist mehr als bedauerlich, denn der Rest vom Film ist ordentlich gemacht.

Die Darsteller mir ihren zeitgenössischen Kostümen und Make-Up lassen eine vergangene Epoche aufleben. Die Ausstattung und der Detailgrad sind enorm und bewegen sich jederzeit auf höchstem Niveau. „Pakt der Wölfe“ kommt rundherum als aufwändiger Blockbuster daher und bot eine Menge an bekannter Gesichter aus der europäischen Filmlandschaft. Alle legten eine großartige Leistung an den Tag und gaben keinen Grund zur Klage.

Die Geschichte hat mir gut gefallen, auch wenn sie streng genommen schon viel zu früh ihre Auflösung preis gab und dem geübten Filmfan hierdurch nur ein kleines Lächeln abringt. Dies war aufgrund der erwähnten Machart jedoch gar nicht mal so tragisch, denn das Werk gab sich immer so geheimnisvoll und düster, dass man sich der Handlung nur bedingt sicher war und stets mit sich haderte. Mit etwas über zwei Stunden ist der „Director`s Cut“ für meinen Geschmack etwas zu lang ausgefallen und die Kinofassung könnte durchaus bevorzugt werden. Die Schere wurde an den richtigen Stellen angesetzt und manche Dialoge waren immer noch einen Ticken zu lang.

So sehr ich diesen Titel auch loben und gerne haben möchte. Aus aktueller Sicht macht seine Technik der grandiosen Inszenierung einen gewaltigen Strich durch die Rechnung und die Bedrohlichkeit des Monsters hat deutlich eingebüßt. Für einen europäischen Film war das Resultat seinerzeit eindrucksvoll, doch mittlerweile sind wir höhere Standards gewohnt. „Pakt der Wölfe“ ist trotzdem interessantes Kino, doch mit ein paar Reißern muss man einfach irgendwo klar kommen.

7/10

Fotocopyright: EuroVideo Medien GmbH

Auf der Suche nach dem goldenen Kind

Inhalt

Chandler Jarrel ist spezialisiert auf das Aufspüren vermisster Kinder und macht durch schräge Fernsehauftritte von sich reden. Dies bleibt natürlich nicht unbemerkt und so bittet eine Dame, um das Suchen eines verschollenen Kaben aus dem Tibet. Zunächst lehnt Chandler dankend ab, doch schon bald wird ihm bewusst, dass nur er der Auserwählte für diesen Job ist…

Fazit

So langsam, erstrahlen auch die letzten „Klassiker“ aus der Kindheit in neuem Glanze und so ist das Wiedersehen umso schöner. Ich habe das Wort „Klassiker“ hier allerdings in Anführungsstriche gesetzt, da „Auf der Suche nach dem goldenen Kind“ zwar in meiner Jugend durchaus zum Programm gehörte – sich aber nie einen Status wie beispielsweise „Der Prinz aus Zamunda“ erobern konnte.

Damals wie heute gefällt zwar das großartige Spiel von Eddy Murphy, doch die Inszenierung kann sich einfach nicht für eine Richtung entscheiden. So wechseln sich komödienhafte Bestandteile mit Abenteuer-Elementen ab und kein Part kann dabei so wirklich überzeugen. Man baut kein Genre tiefer aus und verhaspelt sich immer wieder.

Abgesehen von ein paar lockeren Sprüchen ist der Humor eher seltsam und der gesamte Verlauf trotz vergleichsweise kompakter Laufzeit eher schleppend. Hin und wieder fehlen gar Zusammenhänge bzw. kann man den Schlussfolgerungen unserer Akteure nicht immer folgen und muss Szenenwechsel einfach mal so in Kauf nehmen. Abgesehen davon, ist die Handlung nie übertrieben spannend gestaltet und fesselt somit nicht unbedingt an den Schirm. Ab einem gewissen Punkt war das Schicksal der gesuchten Person sogar relativ egal, denn man konnte wieder mit der Handlung, noch den grundsätzlich witzigen Figuren eine echte Bindung aufbauen.

In meinen Augen hätte man an der Story Pfeilen und bei der Umsetzung dann auf einen waschechteren Abenteuerfilm setzen sollen. Natürlich hätte der Hauptdarsteller auch hier ein paar Kommentare raushauen können, doch der Rahmen hätte einfach dichter konstruiert werden müssen. So war das Gebotene in allen Bereichen weder Fisch, noch Fleisch. Keine richtige Komödie und auch kein reiner Entdeckerfilm oder gar Thriller. Man versucht überall seine Finger im Spiel zu haben und nichts entschlossen durchzuziehen.

Die technische Seite geht – gemessen am Alters des Films – durchaus in Ordnung. Es gab ein paar nette Effekte (Pepsi-Dose), aber sonst hielt man sich für einen halben Abenteuerfilm dezent zurück. Ob es am Budget gelegen hat, vermag ich nur zu spekulieren. Meines Wissens wurde das Werk damals relativ groß angekündigt und beworben – wahrscheinlich ist die meiste Kohle einfach für den Hauptdarsteller draufgegangen.

Allein wegen Murphy ist der Titel eigentlich seine Sichtung wert. Abseits seiner Kalauer bleibt allerdings nur ein mittelprächtiger Film ohne konkreten Schwerpunkt oder Aussage zurück und so kann es im Grunde keine echte Empfehlung geben. Das Ding hat durchaus seinen Charme, fühlt sich aber unausgegoren an und hat offensichtlich viel Potential verschenkt. Als Kind hat mir der Streifen irgendwie nicht so zugesagt und im Alter hat sich daran leider nichts geändert.

5,5/10

Fotocopyright: Paramount Pictures (Universal Pictures)

SpongeBob Schwammkopf: Eine schwammtastische Rettung

Inhalt

Um sich ein für alle Mal an Spongebob zu rächen, liefert der ewige Bösewicht Plankton Schnecke Gary an dem übellaunigen Herrscher aus Atlantic City aus. Dieser benötigt die Kriechtiere, um sich deren Schleim ins Gesicht zu schmieren und hierdurch einen jugendlichen Glanz zu erhalten. Klar, dass sich Spongebob und sein Freund Patrick bald auf den Weg ins sündige Viertel machen…

Fazit

Mit dem Kinostart hat es auch beim aktuellen Spongebob-Film nicht so ganz geklappt, aber Streming-Anbieter Netflix ist glücklicherweise in die Breche gesprungen und bringt uns das Werk bereits ins heimische Wohnzimmer.

Im Großen und Ganzen kann man behaupten, dass „Eine schwammtastische Rettung“ zwar passabel unterhalten hat, insgesamt aber nicht an die Qualität einer guten Serienfolge heran reicht. Es hab einige wirklich gute Gags, aber leider auch ein paar kleinere Längen oder eher unpassende Abschnitte – die man vielleicht lieber durchwegs mit komplett animierten Figuren umgesetzt hätte.

Der ominöse Auftritt von Keanu Reeves gleicht eher kurzen Drogentripps, denn erinnerungswürdigen Momenten – aber sei es drum. Die herrlich gefühlvollen Rückblenden in die Jugend unserer bekannten Protagonisten gleichen solche Patzer wieder aus uns stimmt sehr versöhnlich.

Zu den positiven Aspekten gehört insbesondere auch die Optik, die mit tollen Computeranimationen besticht und dabei nicht den Charme der Handzeichnung verliert. Auf der einen Seite wunderschön minimalistisch, aber der andren Seite dennoch mit vielen kleinen Details, die erst beim zweiten Blick ins Auge fallen. Die Synchro hält weitestgehend bekannte Sprecher parat und zum Glück mussten nur wenige Randfiguren ersetzt werden.

Fans der Serie freuen sich über neues Futter und nehmen „Eine schwammtastische Rettung“ natürlich gerne mit. Der Titel hat ein paar Schwächen, liefert aber durchaus prima Unterhaltung für Zwischendurch und viel mehr muss es bei einem solchen Werk letztlich gar nicht sein.

6,5/10

Fotocopyright: Netflix

Stephen King: Das Haus der Maple Street

Inhalt

Gemeinsam mit mit dem neuen Lebensgefährten der Mutter, leben ein paar Kinder in einem Häuschen in der Maple Street. Eigentlich steht bald ein Umzug an, doch das alte Gebäude weckt noch einmal das Interesse seiner jungen Bewohner. Plötzlich entstehen Risse an den Wänden und an verschiedensten Stellen drückt sich seltsames Metall durch das Gemäuer. Noch ahnen die Eltern davon nichts, doch die Kids wollen der Veränderung auf den Grund gehen…

Fazit

Nach zwei kompletten (aber im Grunde nicht allzu umfangreichen) Büchern von Clive Barker, hatte ich mal wieder Lust auf etwas – zumindest für mich – Neues von Meister King und habe spontan zu einer seiner vielen Kurzgeschichten gegriffen.

Was soll man zu King noch großartig sagen? Die Geschichte liest sich angenehm flüssig herunter und ist dank knapp 60 Seiten auch keine langwierige Herausforderung. Es bedarf keinen langen Vorlauf und der Leser wird direkt ins Geschehen geworfen. Für einen kurzen Moment sind die ersten Dialoge ein klein wenig unübersichtlich, doch mit etwas Konzentration stellt dies keine weitere Hürde dar. Irgendwann ist man im Flow und kann dem Treiben uneingeschränkt beiwohnen.

Die Handlung ist so ungewöhnlich, wie spannend. Die seltsame Ausgangslage lädt bestenfalls zu Fantasien, nicht aber zu echtem Ergründen der Vorfälle ein – und genau damit hat King den Leser letztlich am Haken. Die Spannungskurve ist hoch und bleibt dank des kompakten Formates auch bis zum Ende ohne Durchgänger erhalten. Einzig beim Finale muss man Kompromisse eingehen – sagen wir es so, auch hier ist Vorstellungskraft gefragt.

Die Schilderung aus Sicht der jungen Figuren erlaubt abermals andere Blickwinkel – und Vorangehensweisen. Die Charaktere an sich sind optisch (wie sollte es auch anders sein) relativ wenig umschrieben und laden somit zu eigenen Interpretationen ein. Die Dialoge sind – fast schon untypisch – frei von Kraftausdrücken oder Ähnlichen – was wohl ebenfalls dem jungen Alter der im Fokus stehenden Kinder geschuldet ist.

Wer nichts gegen Kurzgeschichten und erst recht nichts gegen die verrückten Ergüsse von King hat, darf sich „Das Haus der Maple Street“ gerne einmal zu Gemüte führen. Das Ganze mag weit weniger brutal und pervers als andere seiner großartigen Werke daher kommen, ist aber keineswegs übel gemacht und seine Handschrift leuchtet schon irgendwo durch. Für Zwischendurch keine große Zeitverschwendung und auf jeden Fall recht kreativ.

7/10

Das Vermächtnis des geheimen Buches

Inhalt

Nachdem Ben Gates als großer Entdecker anerkannt wird und eine spannende Rede über seine Urahnen abhält, bekommt die heile Fassade schmerzliche Risse. Einer der anwesenden Zuschauer behauptet, dass besagter Vorfahre kein Held, sondern Anführer der Attentäter auf Präsident Lincoln gewesen sein soll. Gates muss den Familiennamen wieder rein waschen…

Fazit

Wer A sagt, muss auch B sagen und nachdem am Vortag schon der Vorgänger erneut zur Sichtung im Player lag, musste auch der zweite Teil wieder herbei zitiert werden.

Ich möchte nicht behaupten, dass der zweite Part seinen Vorgänger übertrifft – doch im Großen und Ganzen befinden sie sich Beide wirklich auf Augenhöhe, was bei Fortsetzungen nicht selbstverständlich ist. Das etablierte Muster wurde beibehalten und die Schauplätze ausgeweitet. Statt einzig in Amerika, geht es hier auch in Frankreich oder England auf große Schatzsuche. Ein bißchen mit Vorurteilen bzw. wie Amerikaner über manche Europäer denken, inklusive.

Erneut werden fleißig Hinweise kombiniert, mit realen Verschwörungstheorien jongliert und witzige Dialoge abgefeuert. Das macht wiedermal viel Spaß und hält über knappe zwei Stunden komplett bei Laune. Das angenehme Tempo wurde beibehalten und der kleine Geschichtsunterricht wirkt nicht aufgesetzt.

Beim Cast wurde auf Nummer sicher gegangen und besonders die Neuzugänge in Form von Helen Mirren und Ed Harris waren gefällig. Alle machten ihre Sache erwartungsgemäß gut und haben keinen Grund zur Klage.

Verbessert hat sich in meinen Ohren der tolle Soundtrack, der jede Situation passend untermalt, gar antreibt. Mir fällt die Hintergrundmusik ja eher selten auf, in diesem Fall allerdings sehr positiv.

Auf einen dritten Teil (der gerne auch mal in Deutschland spielen könnte) bin ich nach all den Jahren wieder regelrecht gehypt. Eine solch gelungene Fortführung gelingt nur extrem selten und verdient Anerkennung. „Das Vermächtnis des geheimen Buches“ ist abermals Popcorn-Kino in Reinform und macht einfach Lust auf Mehr. Hoffentlich geht es schon in absehbarer Zeit weiter…

8,5/10

Fotocopyright: Disney

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Das Vermächtnis des geheimen Buches [Blu-ray]

Das Vermächtnis der Tempelritter/Das Vermächtnis des geheimen Buches [Blu-ray]

Das Vermächtnis der Tempelritter

Inhalt

Wissenschaftler Benjamin Gates ist besessen von der Suche nach einem legendären Schatz, zu dem seine Vorfahren wohl einst eine geheimnisvolle Route gelegt haben. Als er endlich einen entscheidenden Hinweis in den Händen hält, wird er jedoch von den eigenen Mitstreitern verraten und muss sein Ziel in kleinerer Besetzung nachverfolgen…

Fazit

Schon bei seiner damaligen Erstveröffentlichung habe ich einen Narren an diesem Titel gefressen und mich vor allem in sein enormes Detailreichtum verliebt. Der Film versprüht geschichtliche Anleihen aus jeder Pore und besitzt dabei ein nahezu perfekt ausgelotetes Tempo.

Während andere Titel von Schauplatz zu Schauplatz sprinten, nimmt man sich hier die Zeit, alle Schritte so nachvollziehbar wie möglich zu konstruieren und so ganz nebenbei etwas kurzweiligen Geschichtsunterricht abzuhalten.

Trotz seiner Erläuterungen wird der Film nicht langweilig, sondern baut hierdurch noch eine dichtere und greifbarere Atmosphäre auf. Zwar kann der Zuschauer relativ wenig „mit rätseln“, dennoch macht es einfach Laune den fantastisch aufspielenden Figuren bei ihrem Treiben zuzuschauen.

Nicolas Cage war selten besser und besonders die Chemie mit unserer deutschen Diane Kruger war famos. Mimik, Gestik, Dialoge – hier passt wirklich alles, um einen hervorragenden Fluss beizubehalten. Sean Bean gab auch wieder einen coolen Bösewicht mit Kontur.

Während der letzte „Indiana Jones“ („Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“) extrem enttäuschte, hatte Disney mal so nebenbei eine kleine, aber feine Reihe im ähnlichen Stil aufgebaut und den Fans seit Jahren die Nase bezüglich einer Fortsetzung (mittlerweile wohl bestätigt) lang gezogen. „Das Vermächtnis der Tempelritter“ hat alles was ein spitzenmäßiger Abenteuerfilm braucht und sollte das Herz eines jeden Genreliebhabers höher schlagen lassen. Hier passt von der spannenden Handlung, über tolle Darsteller und einem flüssigen Tempo einfach alles!

8,5/10

Fotocopyright: Walt Disney

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Das Vermächtnis der Tempelritter [Blu-ray]

Das Vermächtnis der Tempelritter/Das Vermächtnis des geheimen Buches [Blu-ray]

Walhalla

Inhalt

Durch ein Missgeschick landen die beiden Menschenkinder Tjelfe und Roskva in Asgard, der Heimat von Donnergott Thor und seinem Vater Odin. Sie geraten mitten in den Konflikt zwischen Göttern und Riesen, bei dem auch der sagenumwobene „Fenrir“-Wolf sein Unwesen treibt…

Fazit

In meiner Kindheit habe ich den Zeichentrickfilm geliebt und vor etlichen Jahren auch die DVD dazu erworben. Die erste Ankündigung der Realadaption habe ich mit Skepsis entgegen genommen, doch schon der Trailer brachte sichtlich Entspannung in die Sache.

Wer die Geschichte des Kinderfilms kennt, wird sich hier direkt wiederfinden und – soweit ich mich erinnern kann (die letzte Sichtung ist etliche Jahre her) – kaum Abweichungen in Kauf nehmen müssen. Die aktuelle Verfilmung hält sich nahezu sklavisch an die gemalte Vorlage und erzählt dessen Handlung im Grunde eins zu eins nach. Sogar Teile des Soundtracks und einige Aufnahmen schienen komplett übernommen – was das Herz des Fans wahrlich höher schlagen lässt.

Ich für meinen Teil empfand die nahezu exakte Aufbereitung als größte Stärke des Titels. So werden Kindheitserinnerungen geweckt und die Motivation weiter am Ball zu bleiben deutlich gestärkt. Man wollte unbedingt wissen, ob wirklich alles so eintrifft, wie man es noch bruchstückhaft im Kopf behielt – und freute sich umso mehr über liebevolle Details und der überhaupt würdigen Umsetzung.

Bei den Effekten gab es keinen Grund zur Klage. Die Welt wirkte jederzeit glaubwürdig und selbst Elemente wie riesige Ziegen oder der gigantische Fenrirwolf reihten sich optisch nahtlos ein. Helden und Gegenspieler wurden dargestellt, so wie man es sich damals vorgestellt hatte. Die Riesen waren keine echten Riesen, sondern nur schräg gekleidete Geschöpfe, Thor und Odin nicht so übermächtig, wie sie sonst oftmals geschildert werden. Wunderschöne Landschaften, ein toller Regenbogen und Ehrfurcht erregende Tore schützen eine schlichte, aber atmosphärische Halle der Götter. Alles erschien so realistisch und greifbar wie möglich – auch, wenn hier doch nur ein Märchen die Grundlage bildet.

Dieser Thor ist nicht vergleichbar mit dem grellen Typen, der in den Marvel-Comics zum unschlagbaren Superhelden stilisiert wurde. Die hier geschilderten Götter sind uns Menschen näher als die bunten Avengers-Recken und sprechen mich damit deutlich mehr an. „Walhalla“ bedient aber insgesamt eher die Fans der gleichnamigen Vorlage, statt Freunde krachender Action. Es geht hier wesentlich ruhiger, verträumter, gar märchenhafter zu und ist somit nicht jedermanns Sache. Ich war von dieser Variante mehr als angetan und lobe mir ausnahmsweise die nahezu identische Inszenierung. Schließlich beruhen beide Versionen auf einem gemeinsamen Comic. Jetzt ärgere ich mich, nicht direkt bei der „Ultimate Box“ zugeschlagen zu haben – denn diese enthält neben der Musik auch den alten Zeichentrickfilm als Bonus…

8/10

Fotocopyright: Koch Media GmbH

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Walhalla – Ultimate Box (+ 2 Blu-rays + 1 Bonus-DVD + 1 CD)