Inhalt

Julian Kaye lebt in Los Angeles und finanziert sich seinen hohen Lebensstil durch die Arbeit als Callboy für gut betuchte Kunden. Eines Tages gerät seine heile Welt jedoch ins Wanken. Durch einen Mordfall rückt er ins Visier der Polizei und die angeblichen Beweise werden immer erdrückender…

Fazit

Richard Gere ist einfach ein cooler Typ und hinterlässt – zumindest mir gegenüber – immer einen äußerst sympathischen Eindruck. Bei der Aufzählung seiner bekannteren Werke darf natürlich „Ein Mann für gewisse Stunden“ nicht fehlen und nach all den Jahren hinterließ der Titel noch immer einen guten Eindruck.

Sicherlich mögen einige Elemente (inkl. der Kleidung unserer Akteure) etwas altbacken wirken, doch irgendwie strahlt dies auch einen gewissen Charme aus. Der noch recht junge Gere kommt in seiner – ich möchte fast sagen Paraderolle – glaubwürdig, witzig und elegant daher. Man schien ihm den Callboy fast auf den Leib geschrieben zu haben und dank seiner großartigen Vorstellung kommt seine Figur auch liebenswert daher.

Damals wie Heute ist die Story ein Knackpunkt. Für meinen Geschmack ließ man sich beim Auftakt und der Charaktereinführung zu viel Zeit – die dann in Richtung Finale leider auf der Strecke blieb. Im letzten Drittel überschlugen sich die Ereignisse und die Handlung wirkte nicht rund zu Ende erzählt. Möglicherweise wollte man einige Dinge dem Kopf des Zuschauers überlassen, doch ein klein wenig mehr Mühe bei der Ausformulierung hätte ich mir schon gewünscht.

Der Erzählfluss insgesamt war gut. Wie bereits erwähnt ging man den Auftakt recht langsam, aber glücklicherweise keineswegs langweilig an. Man erhielt einen guten Einblick in die Welt unserer Hauptfigur und fühlte keinerlei Berührungsängste oder Sympathieverluste. Wie es für eine normale Hollywoodproduktion jedoch zu erwarten war, wirkte das Treiben insgesamt sehr harmlos. Es gab zwar ein paar nackte Tatsachen, aber insgesamt blieb man auf einem gewissen – eher oberflächlichen – Niveau.

Fans von Gere erzähle ich nichts Neues. Der Film ist trotz seiner vermeintlich verruchtem Thematik ein wenig seicht und hin und wieder etwas stockend präsentiert. Spaß machts weitestgehend trotzdem und so ist unterm Strich eine gute Bewertung drin.

7/10

Fotocopyright: Paramount Pictures (Universal Pictures)