Inhalt:

Die Erde wird von schlimmen elektrischen Stürmen heimgesucht, die scheinbar immer stärker werden. Firma SpaceCom ruft ihren Astronaut und Ingenieur Roy McBride zu sich und stellt ihn vor krasse Tatsachen. Laut geheimen Informationen soll sein im Weltraum verschollener Vater hinter diesen Vorkommnissen stecken und er muss ihn an weiteren Taten hindern…

Fazit:

Auch wenn „Ad Astra“ noch nicht allzu lang auf dem Markt ist, hat sich eine kleine Hassliebe entwickelt – die mich mittlerweile zur zweifachen Sichtung gewogen hat.

Der Streifen beginnt extrem stark und Bildgewaltig. Ruhig und mit famosen Aufnahmen wird eine ganz eigene Atmosphäre aufgebaut, der man sich einfach nicht entziehen konnte. Alles scheint, trotz kurioser Elemente erstaunlich realistisch und glaubwürdig konstruiert.

Brad Pitt verkörpert keinen Superhelden, sondern eine Figur, die von inneren Zwiespälten zerfressen ist. Obwohl er in einigen, wenigen Action-Szenen durchaus als Held daher kommt, wirkt er nicht so strahlend, wie es sonst dafür typisch wäre.

Nach einem interessanten Auftakt, einem rasanteren Mittelpart, verläuft sich das letzte Drittel in ausufernden Dialogen und genau wie lag der Hund begraben. Der Titel läuft unweigerlich zu einem pompösen Finale hin und holt den Zuschauer mit seiner fast schon langweiligen Bodenständigkeit wahrlich auf den Boden der Tatsachen zurück. Man verliert sich in pseudo-philosophischen Gesprächen, die aufgesetzt wirkten und nicht zünden wollen. Motive waren schwer nachvollziehbar und der aufgebaute Realismus bröckelt dahin.

„Ad Astra“ bietet ein total geniales Setting, einen überragenden Pitt und weitestgehend packenden Verlauf. Dafür liebe ich den Titel eigentlich schon, aber das merkwürdig-unpassende Ende trübt den ausgezeichneten Gesamteindruck immens. Da ich beim Schreiben dieser Worte schon wieder über die nächste Sichtung sinniere, zeugt dennoch von gewissen Qualitäten, die einfach nicht von der Hand zu weisen sind. Mit anderem Abgang, würden wir ein echtes und vielleicht auch zeitloses Meisterwerk vor uns haben – aber so verstehe ich die durchaus vernichtenden Kritiken irgendwo schon. Da ich den Film trotz aller Makel zu schäten weiß, gibt es unterm Strich eine sehr gute Bewertung.

8,5/10

Fotocopyright: Twentieth Century Fox Home Entertainment

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