Inhalt

Mitten in der Übergabe von Hong Kong zurück an China, geraten die zwielichtigen Geschäftsmänner Ray und Tommy in arge Probleme. Sie haben nicht nur mit Fälschungen zu kämpfen, sondern auch mit anderem Material, welches in ihren Waren geschmuggelt wird…

Fazit

Lang ists her, doch nach etlichen Jahren konnte ich mir am vergangenen Wochenende endlich mal wieder „Knock Off“ auf der heimischen Leinwand reinziehen und meine damaligen Erinnerungen daran wurden sogar noch etwas übertroffen.

Schon damals galt der Titel als solider Action, der seinem Hauptdarsteller natürlich absolut auf den Leib geschneidert wurde, doch sein superber Flow ist das eigentliche Highlight an der Sache.

Das Geschehen ist zu jederzeit leichtgängig und kurzweilig, obwohl die Handlung sogar ein wenig komplexer, als der sonstige Durchschnitt erscheint. Natürlich mag der Kern nicht unbedingt sonderlich glaubwürdig sein, dennoch gab man sich um Tiefe und plausible Momente bemüht.

Während unser belgischer Superstar erwartungsgemäß im Vordergrund steht, hat sein Sidekick Rob Schneider überraschend gut gefallen. Er spielt zwar wieder den leicht naiven Trottel (dessen Geheimdienstmitgliedschaft nur schwerlich abzukaufen ist), gibt sich hier aber weniger nervig und peinlich, als sonst. Die beiden Darsteller geben ein grandioses Team, die das Treiben in vielen Momenten locker tragen und zur guten Stimmung beitragen.

Allgemein ist auf dem Schirm immer was los und Unterhaltung wird mehr als groß geschrieben. Sicherlich erscheinen viele Effekte heutzutage leicht angestaubt, doch gut choreografierte Kämpfe und witzige Ideen darin machen dieses Defizit wieder wett.

Aufgrund seiner vielen asiatischen Gesichter und seiner ungewöhnlichen Location hebt sich „Knock Off“ angenehm aus der breiten Masse der damaligen VanDamme-Welle hervor. Die Zusammenarbeit mit Kultregisseur Tsui Hark hat einen guten Eindruck hinterlassen und ist in meinen Augen sogar mit den Jahren noch weiter gereift. Der Streifen kommt zwar insgesamt nicht an die absoluten Klassiker wie „Double Impact“ heran, doch gehört er unbedingt in die gut sortierte Sammlung des Handkanten-Meisters.

7,5/10

Fotocopyright: Alive AG