Inhalt

Jack Crow und seine schlagkräftige Truppe sind Vampirjäger und heimlich im Auftrag der Kirche unterwegs. Sie rotten die Nester der Blutsauger aus und feiern ihre Triumpfe. Bei seiner aktuellen Mission schaut es jedoch etwas anders aus: scheinbar haben sie sich mit einem uralten Meister angelegt – und dieser dezimiert die feindliche Gilde mit Hingabe und erschreckender Leichtigkeit…

Fazit

Ich weiß noch genau, wie hoch anno 1998 die Erwartungen an das neuste Werk von John Carpenter waren und wie enttäuscht man nach der Sichtung zurückblieb. Sicherlich ist „Vampire“ kein richtig schlechter Film, doch für meinen Geschmack ist er erst über die Jahre zu einem brauchbaren Werk gereift.

Die Geschichte ist im Grunde ganz okay, aber manchmal etwas langweilig und unspektakulär erzählt. Alles ist recht vorhersehbar und selbst die ach so gewaltige Wendung am Ende haut Niemand vom Hocker. Dank witziger Dialoge und gelegentlichen Actioneinlagen bleibt man trotzdem am Ball und kann sich einigen gelungenen Spannungsmomenten dann doch nicht entziehen.

Stellenweise ist die Atmosphäre richtig gelungen – was besonders an Carpenters Soundtrack liegt. Man wünschte sich, dass der gesamte Titel so stimmig in Szene gesetzt und auf behäbige Road-Movie-Abschnitte verzichtet würde.

James Woods beweist erneut, dass er eine coole Socke ist und haut einen markanten Spruch nach dem Anderen aus. Mag zwar manchmal etwas aufgesetzt wirken, stellt für mich jedoch ein gewisses Highlight an der gesamten Produktion. Er passt hervorragend in die Rolle des rebellischen Vampirjägers und hat sogar ein paar ebenso charmante Begleiter zur Seite gestellt bekommen. So vom Schauspiel war das Geschehen nicht immer erstklassig, aber mit Optik und Sympathie machte man den verlorenen Boden wieder gut.

Mittlerweile habe ich mich abgefunden, dass Carpenter keinen Überhit gelandet hat und sehe seinen „Vampire“ trotzdem regelmäßig an. Manche Passagen mögen ein bißchen zäh daherkommen, doch unterm Strich ist eine gewisse Kurzweil gegeben. Obendrauf noch ein ausgezeichneter Woods und ein paar handwerklich solide Splatterszenen und fertig ist der überdurchschnittliche Genrevertreter. Mittlerweile sogar vom Index und ungeschnitten ab 16 erhältlich.

6,5/10

Fotocopyright: STUDIOCANAL