Inhalt

Nach dem großen Klassentreffen wird endlich geheiratet. Thomas scheint endgültig sesshaft zu werden, doch eine ausgerechnet eine unerwartete Beerdigung stellt seine Loyalität auf eine harte Probe. Gemeinsam mit seinen Kumpels tragen sie einen ehemaligen Mitstreiter zu Grabe und verbringen eine gemeinsame Nacht auf einem luxuriösen Anwesen mit allerlei anderen und insbesondere weiblichen Gästen…

Fazit

Auch wenn ich gerade an deutschen Komödien oftmals kein gutes Haar lasse und sie sicherlich nie zu meinen Lieblingsfilmen gehören werden, schaue ich mir die vermeintlichen Highlights doch regelmäßig an und bleibe stets mit gemischten Gefühlen zurück.

Der Vorgänger „Klassentreffen 1.0“ war schon kein allzu hervorragender Titel, doch scheinbar haben die Zahlen soweit gepasst und dieser Nachfolger wurde produziert. Hoch anrechnen dabei die konsequente Weitererzählung, die sich nahtlos einreiht und einen schnellen Einstieg ermöglicht. Der allgemeine Klamauk-Faktor ist zwar weiterhin allgegenwärtig, wurde allerdings etwas zurückgeschraubt und der Titel wirkt etwas erwachsener. Es gab war immer noch ein paar Gags unter der Gürtellinie, insgesamt ging der Humor jedoch in Ordnung.

Die Chemie zwischen Schweiger und seinen Kumpanen hat soweit gepasst und die wohl auch reale Freundschaft ist den Akteuren deutlich anzumerken. Sie spielen sich die Bälle unbeschwert zu und scheinen sich – genau wie Ihre Filmfiguren – gut leiden zu können. Teile der echten Familie sind natürlich auch wieder am Start – sonst hätten wir keinen hundertprozentigen Schweiger vor uns.

Wer den Vorgänger kennt, kann die Machart von „Die Hochzeit“ recht gut erahnen. Es handelt sich um eine typisch deutsche Fließbandkomödie, die Vieles erstaunlich gut, aber nichts übermäßig lobenswert macht. Ohne Vorkenntnis ist das Ding jedenfalls anschaubar, gewinnt durch die Vorgeschichte jedoch etwas an Tiefe – sofern man bei einem solchen Werk hiervon überhaupt sprechen kann. Da ich letztlich passabel unterhalten wurde und Til insgemein sowieso sympathisch finde, bleibt es bei einer überdurchschnittlichen Bewertung – und für Genrefreunde natürlich bei einer Empfehlung.

6/10

Fotocopyright: Warner Home Video