Inhalt

Bei seinem neusten Auftrag wird Agent JJ an eine besondere Front geschickt: dem Mehrparteienhaus einer Familie, die er beschatten soll. Ausgerechnet durch die kleine Tochter seines Observationszieles fliegt seine Tarnung auf und er muss erst recht den netten Nachbarn mimen. Es dauert nicht lang, bis sich dabei eine besondere Beziehung zu seinen Mandanten entwickelt…

Fazit

Anscheinend gibt es ein ungeschriebenes Gesetz, dass bekannte Muskelmänner auch mal in weiche Familienrollen schlüpfen müssen und so folgt „Der Spion von Nebenan“ seinen Kollegen „Der Kindergarten-Cop“ oder „Der Babynator“ – und platziert sich letztlich irgendwo dazwischen.

Die Geschichte kann man getrost vergessen und sollte als Rahmen für ein paar ordentliche Situations-Gags und ein wenig Action gesehen werden. Nach Logik oder dergleichen sollte man gar nicht erst fragen und den Kopf ausschalten.

Mit den richtigen Voraussetzungen ist der Titel dann genau das, was man von Anfang an erwartet hat – eine solide Unterhaltung für die ganzen Familie und durch seine kurzweilige Art eigentlich nie wirklich langweilig.

Die Chemie der Hauptpersonen (insbesondere von Bautista und seiner jungen Mitstreiterin) hat gepasst und für ein paar echte Lacher gesorgt. Sicherlich sehr simpel gestrickt, durch deren charmante Weise allerdings gefällig und witzig. Bautista zeigt nach einigen eher durchwachsenen Auftritten ausgerechnet in der Komödie, wozu er im Stande ist. Seine Mimik und Gestik überzeugt – insbesondere in slapstickhaften Situationen.

Die rund 100 Minuten vergingen nicht ganz wie im Flug, waren jedoch überwiegend sehr kurzweilig und sehenswert gestaltet. Man wußte, dass weder Handlung noch Charakterentwicklung ernst zu nehmen waren und kein überraschende Ende zu erwarten ist und trotzdem fühlte man sich jederzeit nett unterhalten. Die Mischung aus Action, Herzschmerz und Humor war genau richtig ausgelotet und sorgte für einen angenehmen Verlauf.

Technisch gab man sich keine Blöße und zeigte insbesondere in den kleinen Actionszenen, dass die Macher weitaus mehr als witzige Dialoge drauf haben. Selbst bei den temporeichen Elementen kam der Witz nie zu kurz und die Gags fühlten sich nicht zu abgegriffen an.

Mit den richtigen Erwartungen ist „Der Spion von Nebenan“ ein durchaus kurzweiliger Spaß, der Interessierte bestimmt erfreuen dürfte. Der Film setzt zwar in keinster Weise neue Maßstäbe oder sprudelt vor innovativen Ideen – die gute Unterhaltung steht klar im Vordergrund und sollte nicht weiter hinterfragt werden. Eine höhere Bewertung vermag ich mir nicht abzuringen – eine Empfehlung gibts dennoch. Bautista war nie besser und insgesamt halte ich den hohen Unterhaltungswert für absolut lobenswert.

6,5/10

Fotocopyright: LEONINE

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