Inhalt

Nach einem Unfall ist James nicht mehr der Selbe. Er spürt seine Verletzung, aber auch seine Erregung so stark wie nie zuvor. Das neu entflammte Liebesleben mit seiner Frau ist jedoch nicht genug und er schaut sich in einer seltsamen Autocrash-Szene um…

Fazit

Für gradlinige, schnörkellose Werke ist Meister Cronenberg weniger bekannt und „Crash“ passt schon irgendwo in sein fantastisches Portfolio. Was er hier umgesetzt hat, ist kaum zu beschreiben und erst recht nicht mit anderen Werken vergleichbar. Eine Bilanz zu ziehen fällt dabei extrem schwer – schließlich sind die Bilder so verstörend und die Aussage so schwer ersichtlich.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, diesen Film zu interpretieren. Sei es die fatale Anziehung vom Tod oder die geistige Zerbrochenheit nach einem Unfall. Wie die überaus gut agierenden Darsteller handeln, ist schwer mit logischen Gedanken in Einklang zu bringen und so muss man sich dem sprichwörtlichen Treiben einfach hingeben. Einem Werk wie „Crash“ muss man einfach folgen und erst gar nicht versuchen, den weiteren Verlauf zu erahnen – es würde höchstwahrscheinlich scheitern.

Insgesamt war der Streifen relativ unterhaltsam und bot keine größeren Längen. Man wollte schließlich immer wissen, wie es weitergeht und welches tragische Ende seinen Protagonisten bevor steht. Die Dialoge (welche laut Wikipedia teils 1:1 von der Buchvorlage übernommen wurden) sind schon recht krass und passen somit hervorragend zu den verstörenden Aufnahmen.

Für die allermeisten Titel von Cronenberg bin ich sehr empfänglich und zähle Einige sogar zu meinen absoluten Favoriten, doch mit „Crash“ bin ich zumindest nach der ersten Sichtung nicht warm geworden. Ich liebe die bizarren und teils wirklich unerwartet erotisch gestalteten Szenen, aber irgendwie gibt mir das Gesamtresultat keinen Kick. Zur einmaligen Betrachtung – allein aus Komplettheitsgründen – sicherlich nicht verkehrt – ob sowas in die Sammlung muss, steht auf einem anderen Blatt. Die Scheibe von Turbine ist jedenfalls mal wieder erstklassig und präsentiert das polarisierende Werk in nie gesehener Pracht und schier endlosem Bonusmaterial.

6/10

Fotocopyright: Turbine Medien

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