Inhalt

Ein seit 15 Jahren vermisstes Mädchen taucht plötzlich wieder auf und stellt die Polizei vor Rätsel. Sie war angeblich in einem Labyrinth verschwunden und musste immer wieder Aufgaben knacken, um Belohnungen zu erhalten.

Ein Privatdetektiv, der aufgrund einer seltenen Krankheit dem Tod ins Auge schaut, hat sich der Aufklärung eines alten Falles verschworen…

Fazit

Italienische Produktionen und Hollywood-Urgestein Dustin Hoffmann passen wunderbar zusammen – wie dieser Titel eindrucksvoll beweist. Zwar agiert er hier nicht an vorderster Front, dennoch sehe ich ihn immer wieder gerne und habe mich hier zudem über einen spannenden Thriller gefreut.

Wie bei vielen anderen Werken auch, ist hier Einiges passend konstruiert worden und eine logische Betrachtung fällt gelegentlich schwer. Dank des hierdurch entstehenden flüssigen Verlaufs ist dies jedoch einigermaßen zu verschmerzen und man gibt sich voll den düsteren – und zuweilen sehr bizarren Eindrücken hin.

Der Film spielt ein wenig mit verschiedenen Genres und geht bekannte Elemente mit einem anderen Betrachtungswinkel an. Beispielsweise ist hier die vermisste Person direkt aufgetaucht und die Hatz nach ihrem Peiniger steht fortan im Vordergrund. Der Hauptermittler kämpft gegen die Zeit – jedoch gegen seine eigene und nicht gegen die des Opfers.

Zuweilen hat mich „Diener der Dunkelheit“ etwas an den genialen „Donnie Darko“ erinnert, da dessen Story zum Teil ähnlich verworren und einer seiner Hauptfiguren ähnlich visualisiert wurde. Natürlich haben die beiden Werke rein gar nichts miteinander zu tun, doch als eingefleischter Filmfan zieht man im Kopf so seine Parallelen.

Letztlich war „Darko“ der größere „Mindfuck“, aber dieser Streifen ebenfalls nicht von schlechten Eltern. Zuweilen gab er sich herrlich schräg und blieb dabei trotzdem extrem spannend. Trotz leichter Überlänge in keinem Moment langweilig oder lächerlich. Immer angenehm düster und mit unheilvollem Unterton. Selbst das Finale hat prima gepasst und bricht nicht mit dem bis dato etablierten Stil. Sorgt es doch für ein kleines „aha“ auf den Lippen, was bei „Vielschauern“ wie mir doch immer seltener wird.

Als Freund gut gemachter Thriller, hat mir „Diener der Dunkelheit“ wirklich gut gefallen. Bedrohlich, packend und ein wenig verrückt sind die Zutaten für eine dichte Unterhaltung mit leichtem Gruselfaktor. Eine technisch einwandfreie Inszenierung und hochkarätige Darsteller runden das nahezu tadellose Gesamtbild ab. Kritik mag die gekünstelte Handlung einstecken – der spannende Rest überspielt das mit Leichtigkeit.

8/10

Fotocopyright: Koch Media GmbH

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