Inhalt

Victor gilt als ausgezeichneter Safeknacker und wird daher von der russischen Mafia für einen Einbruch bei einer großen Schweizer Bank engagiert. Als Problem stellt sich jedoch heraus, dass er von einem der Komplizen identifiziert wird und fortan eine unfreiwillige Kooperation mit ihm erfolgen muss…

Fazit

Insbesondere Netflix hat seinen Teil dazu beigetragen, dass ich aktuell sehr gerne Produktionen aus Spanien schaue und nun habe ich sogar bei einer günstigen Blu-Ray im örtlichen Elektronikmarkt einfach mal zugeschlagen.

Glücklicherweise hat der Streifen (wie zuletzt „Left Behind“) nur knapp 1,50 Euro gekostet, denn sonst wäre die Enttäuschung vielleicht etwas größer ausfallen. „Einer gegen Alle“ bietet nicht nur einen relativ schlichten Titel, sondern auch eine relativ schlichte Handlung – die keineswegs mit den auf den Covern angepriesenen „überraschenden Wendungen“ auffahren konnte.

Es gab nichts, was man nicht schon dutzende Male gesehen hätte und prickelnd gespielt war hier auch nichts. Die für uns eher unbekannten Darsteller (es gab vielleicht 1-2 bekannte Gesichter) machten ihre Sache solide, haben aber nicht vom Hocker gehauen. Es fehlte ihnen deutlich an Ausdrucksstärke und sowieso fiel die Identifikation mit sämtlichen Beteiligten ziemlich schwer. Alle Rollen waren eher unsympathisch und teils übertrieben männlich dargestellt.

Bewußt habe ich dem Titel nicht das Stichwort „Action“ verpasst, da hiervon keine Rede sein konnte. Es geht überwiegend sehr ruhig und teils arg dialoglastig zur Sache. Trotz „Heist“-Ansatz gab es weder eine geschickte Einsatzplanung, noch eine temporeiche Verfolgungsjagd – die immerhin die meisten Vertreter des Genres zu bieten haben. Dies wirkt sich dann auch auf den allgemeinen Unterhaltungswert aus. Dieser war zwar stellenweise durchaus gegeben, dennoch habe ich hin und wieder lieber am Handy rumgespielt, statt Aufmerksam am Ball zu bleiben.

Technisch konnte man dem Titel nichts vorwerfen. Handwerklich gute Aufnahmen, nette Farbfilter und ein passabler, größtenteils unauffälliger Soundtrack rundeten den guten Eindruck diesbezüglich ab. Die deutsche Synchro war bestenfalls mittelprächtig – denn es gab hörenswerte, aber auch sehr unmotivierte Sprecher.

Nicht alles aus Spanien ist Spitzenklasse und nun haben wir so eine kleine Ausnahme. Für sich genommen war „Einer gegen Alle“ kein wirklich schlechter, sondern einfach eher ein langweilig-belangloser Film – den man nicht unbedingt gesehen haben muss. Die günstige Investition bereue ich keineswegs, aber eine Sichtung bei einem Streamingportal hätte in diesem Falle vollkommen gereicht.

5/10

Fotocopyright: Koch Media GmbH

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