Inhalt

Aus weiteren Himmel lösen sich Menschen auf der ganzen Welt in Luft auf und nur deren Kleidung bleibt zurück. Chaos bricht nicht nur auf dem Boden, auch in einem gut besetzten Flugzeug aus. Dort geht zudem der Sprit zu Neige und das Terminal antwortet nicht…

Fazit

„Left Behind“ ist eine schwierige Angelegenheit – denn ohne diverse Hintergründe zu recherchieren, bleibt der unbedarfte Zuschauer durchaus etwas im Regen stehen und kann sich auf viele Dinge einfach keinen Reim bilden.

Im Gegensatz zu meinen ursprünglichen Erwartungen, ist der Film sehr religiös angehaut und verzichtet auf großartige Erklärungen. Es sei verraten, dass seine schräge Handlung gar nicht richtig zu Ende erzählt wird, sondern höchstens eine erste Etappe eines umfangreicheren Ganzen darstellt. Man spürt dies leider an vielen Ecken und Enden, denn so richtig auf eine Grundaussage, geschweige denn Lösung des Problems wird gar nicht eingegangen. Ohne Erklärungen wäre man aufgeschmissen gewesen und hätte kleinere Details erst gar nicht beachtet. Immerhin werden so die eigentlich recht krassen christlichen Untertöne nicht so deutlich, wie beispielsweise „Gott ist nicht tot“ ins Gesicht geschlagen – was ich Wiederrum sehr gut finde.

Die Inszenierung war weder besonders hochwertig, noch besonders schlecht. Die glasklaren Aufnahmen hätten mit einem modernen Handy gemacht sein können und Effekte wurden oft mit schlichten Tricks etwas kaschiert. Es gab zwar einige Außenaufnahmen vom Flugzeug oder Brücken – auf A-Hollywood-Niveau rangierte dies aber nicht. Allgemein war man sich nicht immer sicher, ob die Darsteller wirklich vor Ort waren oder nur vor einem Green-Screen standen. Insgesamt etwa die Optik einiger hochwertigerer Serien – die allerdings schon ein paar Jahre auf dem Buckel haben und mit aktuellsten Produktionen nicht mehr ganz mithalten können.

Bei Cage weiß man ja ungefähr, dass er für fast alles zu haben ist und nicht unbedingt als Garant für höchste Unterhaltung stehen muss. Er machte seine Sache lediglich solide, nicht überragend. Er verkörperte den coolen Piloten, der mit seiner hektische Mimik den eher traurigen Rest immerhin locker an die Wand spielte. Zudem war die deutsche Synchronisation stellenweise etwas zu monoton und insgesamt eher mittelprächtig.

„Left Behind“ ist eine ganz komplizierte Kiste. Auf der einen Seite nehm ich den Machern übel, dass sie zu wenig verraten – auf der anderen Seite liebe ich Filme, die zum Nachschlagen motivieren und einige Puzzlestücken erst später mit einem breiten Grinsen zusammengesetzt werden. Eigentlich offenbart „Left Behind“ deutlich zu wenig und ist deutlich zu mittelmäßig inszeniert, doch irgendwie strahlt er einen gewissen Reiz auf mich aus und ich vermag ihn gar nicht in der Luft zu zerreißen. Ich kann mir vorstellen, dass er für Viele sicherlich einen Totalausfall gleichkommt, aber eine merkwürdige Faszination und eine stellenweise unfreiwillige Komik sorgten bei mir trotz langweiligem Auftakt für prima Unterhaltung bis zum Schluß. An diesem Werk scheiden sich die Geister – und ich fand’s irgendwie auf schräge Weise ganz kurzweilig. Die Blu-Ray hat nur knapp 1,50 Euro gekostet und dafür nehm ich ihn erst recht gerne in die Sammlung auf.

6,5/10

Fotocopyright: KSM GmbH

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Left Behind