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„Sonnenkönig“ Louis XIV hat den Zenit seines Schaffens erreicht, doch dürstet es ihm nach Mehr. Er möchte eine gefangene Meerjungfrau dazu nutzen, um nach Atlantis zu kommen und dort das Geheimnis des ewigen Lebens zu ergründen…

Fazit

Manche Filme schaut man nur wegen ihrer Darsteller und genau solch ein Vertreter war „The Kings Daugther“ auch ehrlicherweise für mich. Überrascht hat mich die hohe Screentime von Brosnan, weniger dagegen die langweilige Handlung mit nur wenig nennenswerten Highlights.

Oftmals wird mit prominenten Namen geworben, doch deren eigentlicher Auftritt ist eher überschaubar – doch so nicht hier. Brosnan ist den kompletten Verlauf über zugegen und verkörpert eine tragende Rolle, die immer wieder in Erscheinung trat. Natürlich mimt er den aus Geschichten bekannten „Sonnenkönig“ mit Freude und so locker kam es irgendwo auch beim Zuschauer rüber.

Leider war der Streifen an sich bestenfalls mittelprächtig, wenngleich streckenweise sogar etwas unausgegoren. Der Fokus lag klar auf einer Lovestory, weniger im erhofften Abenteuer um Atlantis. Die (mäßig animierte) Meerjungfrau bringt zwar einen Hauch von Fantasy ins Geschehen, spielt aber für das eigentlich erhoffte Ziel eine vergleichsweise kleine Geige.

Der Verlauf war eher vor sich dahinplätschernd, wenig actionreich oder gar spannend. Man nickt nicht weg, wird aber auch nie großartig vom Treiben mitgerissen. Bei schnulzigen Momenten mit – dem Setting gegenüber – unpassender Pop-Musik tat sich sogar ein wenig Fremdschämen auf. Alles wirkt weichgespült und ließ an einem gewissen Punkt trotz der fabelhaften Kulissen keine echte Abenteuerlust mehr aufkeimen.

Unterm Strich war „The King’s Daughter“ für mich arg belanglos und unerwartet stark auf Romantik gebürstet. Sicherlich über weite Teile seicht-unterhaltsam, aber eben nicht ohne den erhofften Fantasy-Kick – der hier durchaus eine solide Grundlage gehabt hätte und bei guter Inszenierung seine Aussage nicht verwässert hätte. Wer auf knallharte Liebesschnulzen steht, schaut rein – der Rest greift lieber zu actionreicheren Genrevertretern.

4,5/10

Fotocopyright: Koch Media GmbH