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Die Jagd auf die kesse Harley Quinn ist eröffnet. Seit der offiziellen Bekanntmachung ihrer Trennung vom Joker, genießt sie auf der Straße fortan keinen Schutz mehr und viele grimmige Gestalten sind hinter ihr her.

Der Ganove „Black Mask“ lässt sie erst vom Haken, wenn sie entwendete Diamanten für ihn zurück ergaunert…

Fazit

Ich weiß noch gut, welche Enttäuschung „Suicide Squad“ damals war und überraschenderweise wird er nun mit jeder Sichtung etwas besser. Zwischen all den finsteren Comicgestalten stand „Harley Quinn“ klar im Vordergrund und so war ein eigener Film irgendwo unausweichlich und von den Fans klar erwartet.

Mit diesem Film bin ich jeder im Zweispalt mit mir. Auf der einen Seite gefällt die grelle Inszenierung, die tolle Hauptfigur und auf der anderen Seite herrschte trotz aller Buntheit ernüchternde Langweile.

Optisch wird das Auge von leuchtenden Farben, schrägen Kostümen, schnellen Schnitten und schier unendlichen Hintergrunddetails beinahe überreizt. Man kann auf den ersten Blick gar nicht alle Kleinigkeiten erhaschen und darf sich für einen wiederholten Durchgang auf genauere Beobachtung selbiger einstellen. Hier liegt ganz klar die Stärke von „Birds of Prey“ – denn er wirkt wie eine gigantische Comicshow, bei der ein paar derbere Einlagen nicht allzu heftig daher kommen und in der allgemeinen Überzogenheit untergehen.

Wie schon in „Suicide Squad“ zieht Harley aka Margot Robbie wieder alle Blicke auf sich. Ihr wurde die Rolle quasi auf den Leib geschneidert und ohne sie gar nicht mehr denkbar. Sie Mimik und Gestik passt hervorragend in jeder Situation und sorgt für echte Freude. Dank ihr lebt der Film und alle Nebenfiguren – so hübsch oder schräg sie auch waren – verkommen zu blassen Randerscheinungen, die lediglich etwas ausschmücken.

Dank einiger derber Momente ist „Birds of Prey“ nicht für das jüngere Publikum geeignet, obwohl der Look doch sehr unwirklich erscheint. Als klassische Comic-Adaption für Erwachsene macht das Ding weitestgehend Spaß, wird allerdings von kleineren Längen getrübt. Manche Szene hätte durchaus kompakter und somit kurzweiliger ausfallen dürfen – dann wäre mein Fazit entsprechend gnädiger ausgefallen. Ich möchte den Film schon irgendwo sehr gerne haben, aber wenn sich bei der ersten Sichtung schon leichte Ermüdungserscheinungen abzeichnen, kann ich einfach nicht über meinen Schatten springen. Unterm Strich ein sehr ordentlicher, wenngleich auch kein referenzverdächtiger Spaß für Genrefans.

Der Film ist ab sofort bei Streaming-Diensten abrufbar, die Blu-Ray erscheint ein wenig später. Wahrscheinlich werde ich bei einem schicken Steelbook zugreifen…

7,5/10

Fotocopyright: Warner Home Video

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