Filme, Serien, Videospiele, Fotografie und Lifestyle

Monat: Februar 2021 (Seite 1 von 6)

AUKEY EP-T28 TWS Bluetooth Köpfhörer

Einleitung

Als Mensch, der quasi jeden Tag mit Kopfhörern in Bus und Bahn zur Arbeit fährt und gerne die Mittagspausen zum Schauen von Serien verwendet, hat man schon unzählige Modelle durchgetestet und dabei so einige Höhen und Tiefen erlebt. Auch wenn ich Over-Ear bevorzuge, bieten sich kleinere Geräte aufgrund ihrer besseren Verstaubbarkeit gelegentlich schon an. Da ein großer Versandhändler mal wieder Gutscheine rausgehauen hat (bzw. der Verkäufer diverse Rabattierungen zur Verfügung stellte) und die Bewertungen gepasst haben, habe ich bei den AUKEY EP-T28 einfach mal spontan zugeschlagen.

Unboxing, Lieferumfang und erster Eindruck

Die Kopfhörer kommen in einer schlichten und wahrscheinlich auch umweltfreundlichen Verpackung daher. Im Lieferumfang befindet sich neben der benötigen Ladebox auch ein USB-C Kabel, sowie ein paar Unterlagen. Ein Netzteil ist nicht enthalten.

Box und Kopfhörer an sich machen einen haptisch guten Eindruck und wirken schön verarbeitet. Natürlich erinnern sie ein wenig an bekannte Pro-Modelle eines Herstellers aus Kalifornien, doch mit ihren kleinen Metallplatten heben sie sich ein wenig vom Design ab.

USB-C war für mich zwar ein kleiner, aber dennoch interessanter Aspekt. Mittlerweile haben Tablet, Handy und auch Nintendo Switch (R) diesen Anschluss und ich fast immer und überall ein passendes Kabel dafür in greifbarer Nähe.

Paring, Klang und Latenz

Da ich derzeit nur ein Android-Handy (Samsung Note 20 5G) zur Hand habe, konnte ich die Animation beim Zücken aus der Ladebox zwar nicht überprüfen, jedoch eine problemlose Koppelung auf normalen Wege durchführen. Beim ersten Mal hat es ein wenig gedauert, bis Handy und Tablet (iPad Pro 2020) die Kopfhörer fanden, doch beim wiederholten Verbinden gab es keinen großen Verzug mehr.

Die Kopfhörer halten selbst mit den mittleren Standard-Aufsätzen (weitere im Lieferumfang) recht gut in meinen Ohren und dichten hervorragend nach Außen ab. Bei anderen Geräten muss ich oft ewig für den perfekten Sitz herumfummeln, aber die Aukey sitzen nach wenigen Handgriffen wunderbar und fühlen sie irgendwie recht angenehm an.

Getestet habe ich zuerst ein wenig Deutschrap und hatte nach wenigen Sekunden ein breites Grinsen im Gesicht. Der Klang ist sehr klar, Stimmen extrem deutlich verständlich und der Bass unerwartet druckvoll. Bei einigen Songs (z.B. „Bausa – Was Du Liebe nennst“) gab es einen echten 3D-Effekt, der mich umgehauen hat. Plötzlich habe ich Instrumente aus Ecken gehört, die vorher einfach nicht da waren. Es kam mir vor, eine andere und auch bessere Variante eines bekannten Stückes vor mir zu haben.

Weiter ging es dann mit Rock und ruhigeren Balladen, bei denen die AUKEY ebenfalls keine Schwächen aufwiesen. Auch hier war der Sound extrem basslastig, ohne dabei für eine schlechtere Verständlichkeit zu sorgen.

Beim iPad habe ich mich dann an YouTube und Filmwiedergabe (VLC-Player) versucht und konnte die guten Eigenschaften erneut bestätigen. Für mich war es höchst erfreulich, dass es bei der Übertragung keine spürbare Latenz gab – Bild und Ton also synchron blieben. Hier hatte ich schon oft Probleme bei günstigen Kopfhörern und dieses Verhalten selbst bei Konfigurationen in der Abspielsoftware nie so recht hinbekommen. Für mich also ein Must-Have Kriterium beim Kauf.

Die Kopfhörer beherrschen diverse Gesten – doch um ehrlich zu sein, finde ich diese Art der Steuerung eher suboptimal und meistens sehr lästig. Durch die geringe Größe kommt man immer mal wieder unabsichtlich an die Bedienelemente, doch die AUKEY sind so griffig, das man sie gut am Rahmen „ins Ohr drehen“ kann und durch ihren tollen Halt nur selten nachjustieren muss. Auch werden die Gesten nicht durch Wind ohne eigenes zutun betätigt. Klingt blöd, war bei meinen Xiaomi aber ständig der Fall und deshalb ein Grund zum sofortigen Verkauf.

Vorläufiges Fazit

Nach wenigen Tagen bin ich höchst zufrieden mit den AUKEY EP-T28. Der Klang ist hervorragend, die Akkulaufzeit bisher super und der Sitz in den Ohren selbst nach etlichen Stunden sehr gut. Einmal gekoppelt sind sie rasch mit den Endgeräten verbunden und mit wenigen Handgriffen sitzen sie perfekt und verbleiben auch beim Laufen in ihrer Position. Hierdurch komme ich nicht in die Verlegenheit versehentlich die integrierten Touchgesten zu bedienen.

Trotz des vergleichsweise günstigen Preises gefallen sie mir klanglich besser als die Apple Airpods (R) der ersten Generation, doch mit deren Nachfolgern konnte ich bislang kein Vergleich ziehen. Sie sind definitiv die besten kleinen Kopfhörer, die ich bisher mein Eigen nennen konnte und deshalb empfehle ich sie bis dato gerne weiter.

Pro:
– toller, klarer Klang
– basslastig, aber dennoch bleibt alles einwandfei verständlich
– guter Sitz und guter Halt
– angenehmes Tragegefühl
– gute Akkulaufzeit
– USB-C Ladecase
– hübsches Design
– günstiger Preis

Neutral:
– keine Software, z.B. für das Deaktivieren der Touchgesten
– das erste Koppeln dauert ein paar Sekündchen länger
– kein Ladegerät im Lieferumfang

Negativ:

Preis-/Leistung: hervorragend.

Fotocopyright: hard-boiled-movies.de


Ich habe dieses Produkt selbst erworben und es wurde mir von keinem Hersteller/Händler zur Verfügung gestellt!

The Mortuary – Jeder Tod hat eine Geschichte

Inhalt

Leichenbestatter Montgomery Dark sucht einen Nachfolger und plötzlich steht die bezaubernde Sam vor seiner Tür. Um zu prüfen, ob sie den künftigen Aufgaben überhaupt gewachsen sei, beginnen die Beiden sich gegenseitig mit morbiden Geschichten einschüchtern…

Fazit

„The Mortuary“ fühlt sich irgendwie herrlich an. Herrlich altbacken und erinnert an Klassiker wie „Geschichten aus der Gruft“ bzw. den kultigen „Gespenster“-Heftchen, die man als Kind verschlungen hat. Wir bekommen hier wirklich morbide und bitterböse Kurzgeschichten, die es nicht nur handlungstechnisch in sich haben, sondern dank hübscher und nicht minder blutiger Inszenierung optisch mächtig auftrumpfen können.

Eine richtige Lieblingsgeschichte hatte ich jetzt nach der ersten Sichtung zwar nicht, kann aber allen Episoden eine sehr gute Unterhaltung bescheinigen – was letztlich viel wichtiger als nur einzelne Highlights ist. So machen alle Abenteuer ordentlich Laune und stehen sich in Sachen Ekelhaftigkeit und Gedärm in Nichts nach. Erstaunlich auch, dass man nicht nur hierauf, sondern auch auf witzige Wendungen geachtet hat und den Zuschauer mit brauchbaren Twists immer mal wieder zum Schmunzeln brachte.

Im Gegensatz zu anderen Mitstreitern empfand ich den Rahmen um die kurzen Ausflüge ebenfalls als sehr gelungen erdacht. Gerade weil die Figuren von Dark und Sam so geheimnisvoll erschienen, machte deren Wortduell besonders viel Spaß. Man hängt förmlich an deren Lippen und weiß nie, wie sich das zwischenmenschliche Spiel entwickeln wird und vor allem – wie das gegenseitige Anstacheln wohl enden wird. Bei anderen Titeln gibt es oftmals nur blasse Erzähler, die einfach nur irgendwie zur nächsten Folge überleiten und zum Teil gar nicht notwendig gewesen wären.

Die Darsteller haben ihre Sache allesamt sehr gut gemacht. Es gab einige mehr oder weniger bekannte Gesichter, die sich lustigerweise in manchen Episoden auch mal doppelt eingeschlichen haben. Besonders gut hat mir jedoch der charismatische Leichenbestatter (Clancy Brown) gefallen – der auf der einen Seite recht einschüchtern wirkte und trotzdem irgendwie eine gewisse Sympathie erzeugen konnte. Mal was anderes, als der allseits bekannte „Crypt Keeper“.

„The Mortuary“ ist ein Segen für die Fans Eingangs erwähnter Kultobjekte. Er transferiert altbekannten Charme in ein technisch aktuelles Korsett und bietet wirklich sehenswerte Geschichten, denen es an Nichts mangelt. Für mich ein kleiner Überraschungstitel, der sicherlich noch einmal im Player landen wird.

8/10

Fotocopyright: Capelight Pictures

Danny’s Doomsday – Alleine hast du keine Chance

Inhalt

Der Sommer ist extrem heiß und keine Besserung in Sicht. Wie seine Mitschüler leidet auch der schüchterne Danny unter der Hitze und weiß nicht viel mit sich anzufangen. Als dann plötzlich die Hunde in der Nachbarschaft nicht mehr mit dem Bellen aufhören, wird klar, dass irgendwas Seltsames vorgeht…

Fazit

So rein von der Grundidee ist „Danny’s Doomsday“ gar nicht mal so schlecht gedacht – doch wieder einmal hapert es gewaltig bei der Umsetzung.

Ich habe generell nichts gegen Filme aus Dänemark und insbesondere auch nichts gegen Filme, die mit einfachen Mitteln eine beklemmende Atmosphäre aufzubauen versuchen. Unseren Nachbarn ist jedoch kein zweites „Signs“, sondern vielmehr eine langweilige Teenie-Variante davon geglückt.

Allgemein gelang keine richtige Identifikation mit den Figuren und deren Verhalten ließ mich absolut kalt. Alles fühlte sich nicht so recht greifbar an und eine schwache Vertonung gab der Figurenzeichnung dann den Rest. Irgendwie waren die meisten Charaktere so komisch drauf, dass ein Aufbau von Sympathien nur schwer zu bewerkstelligen war.

Fast schon erwartungsgemäß gab es vergleichsweise wenig an Action und kaum etwas an Kreaturen zu erblicken. Was bei anderen Mitstreitern irgendwie geschickt gemacht wurde, wich hier zuweilen heftiger Langweile. Es passt oftmals – gefühlt für endlose Minuten – überhaupt nichts auf dem Schirm und jeder Versuch ein bisschen Spannung aufzubauen, wird nicht passend abgeschlossen. Dies erfolgt beispielsweise beim Einläuten dramatischer Musik und dann verpufft die angespannte Lage direkt wieder.

Die eher unbekannten Darsteller machten ihre Sache so lala. Wie bereits erwähnt waren deren Figuren nicht unbedingt nachvollziehbar oder irgendwie großartig charismatisch geschrieben. Sie gaben sich zwar Mühe möglichst ängstlich dreinzublicken – doch weder als Grusel-, noch als Teeniestreifen wollte dies überzeugen. Selbst die wenigen Erwachsenen wirkten blas und uninspiriert.

Selbst als harmloser Jugendfilm betrachtet, macht „Danny’s Doomsday“ seine Sache leider nicht ordentlich gut. Man vergibt eine möglicherweise sogar sozialkritische Komponente und liefert einen belanglosen Langweiler mit wenig Substanz ab. Aufgrund seiner immensen Längen vermag ich letztlich keine höhere Bewertung auszusprechen. Für mich nach dem missglückten „Tribes of Europa“ die nächste europäische Pleite innerhalb kürzester Zeit.

3/10

Fotocopyright: Jakob GmbH

The Last Starfighter

Inhalt

Alex ist begnadeter Zocker und erreicht am Spielautomaten „Starfighter“ den mit Abstand höchsten Punktestand. Eines Tages bekommt er deshalb Besuch aus dem All, der ihm die Chance offeriert, durch seine Begabung zu einem echten Weltraumpiloten zu werden…

Fazit

Was heute selbst bei kleineren Produktionen zum absoluten Standard gehört, war anno 1984 noch eine kleine Sensation. „Starfighter“ war einer der ersten Filme mit richtigen Computereffekten und traf hiermit und dem Thema Videospiele wohl den Nerv der Zeit.

Natürlich wirken viele Elemente mittlerweile recht angestaubt, aber einen gewissen Charme mag man dem Teil einfach nicht absprechen. Als begeisterter Videospieler lacht das Herz beim Anblick alter Arcade-Automaten und die Geschichte an sich ist sowieso total witzig gedacht.

Der Aufbau ist schlicht, aber eingängig. Gut und Böse sind klar getrennt und besonders im All fühlt sich auch alles sehr nach einem Computergame an. Man kann sich erstaunlich gut in die Rolle unserer Hauptfigur hineinversetzen und durchaus so Einige seiner Gedankengänge und Sorgen mit ihm teilen. Hört sich im Anbetracht des Settings zwar ziemlich abstrakt an, war aber einfach so.

Die Handlung ist gut erzählt und trotz allgemein eher ruhigen Gangart doch recht unterhaltsam. Manche Dialoge hätten vielleicht einen Ticken straffer ausfallen können, aber insgesamt passt alles zum schmucken Retro-Gesamtbild. Erstaunlich hierbei die Qualität der Masken. Während man bei einigem Kostümen sehr deutlich die Alufolie zu erkennen ist, machen vor allem die Gesichter der Außerirdischen noch Einiges her und erinnern an gute Handwerkskunst – die so kaum noch anzutreffen ist.

Dank des ausgezeichneten HD-Bildes bleibt kein Detail mehr verborgen und hier sticht die beachtliche Qualität der Effekte heraus. Klar fühlen sich Raumschiffe und Laserstrahlen wie aufgesetzte Fremdkörper an, doch ehrlich gesagt möchte ich da kaum was bemängeln. Der Stil ist einzigartig und das Gesamtbild rund und noch immer sehr gut anschaubar – sofern man sich darauf einlassen kann.

„The Last Starfighter“ mag mit seiner naiven und technisch veralteten Art nicht unbedingt jede Publikumsschicht ansprechen, doch gerade wer ein Faible für das Thema hat und nichts gegen eine Aufmachung ala „Buck Rogers“ hat, sollte unbedingt mal reinschauen. Sicherlich ist das Teil nicht der allergrößte Wurf, doch für einen unterhaltsamen Feierabend kommt dieser Streifen immer mal wieder recht.

7/10

Fotocopyright: Starlight Film

Tribes of Europa

Inhalt

Die Zukunft. Die Europäische Union ist zerbrochen und die Völker des Kontinents leben wieder in gespaltenen Stämmen und bekriegen sich regelmäßig. Als ein fremder Flugkörper im Wald der „Originals“ abstürzt, sind plötzlich viele Parteien an dem Frack und dessen Ladung interessiert…

Fazit

Nach Hochkarätern wie „Dark“ oder „Barbaren“ war mein Vertrauen in deutsche Produktionen eigentlich fest erstarkt, doch was sich jetzt zuletzt bei „Tribes of Europa“ präsentierte, machte diesen Glauben fast vollends zu Nichte. Während man sich immerhin um eine nette Rahmenhandlung bemüht, zeigt sich bereits nach den ersten Minuten der ersten Episode, wohin die traurige Reise geht.

Hatte man vor Monaten „Barbaren“ noch eine Art von Laientheater vorgeworfen, dann frage ich, was „Tribes“ hier darstellen möchte. Es gab zwar ein paar durchaus bekannte (und geschätzte) Gesichter aus der hiesigen Medienlandschaft, doch deren Auftritt lud meist nur zum Fremdschämen oder bestenfalls zum verzweifelten Lachen ein. Lausige Deutsch-Englisch-Mischmasch-Dialoge und Kostüme aus der Designhölle waren nicht nur unfreiwillig komisch, sondern eine echte Beleidigung für die Sinne des Zuschauers. Selbst die merkwürdige Musikuntermalung war bestenfalls als anstrengend zu bezeichnen und zum Teil völlig unpassend zu den eigentlich ganz nett eingefangenen Bildern.

Die gesamte Serie wirkte billig. Nicht bescheiden-stilvoll, sondern wirklich maßlos billig. Es gab nur wenige extrem karge Settings und gefühlt nur eine Handvoll CGI-Effekte, die zumeist eher klein vom Ausmaß waren und trotz des glanzlosen Restes eher untergingen. Sicherlich bewegen wir uns hier in einer fast völlig zerstörten und deprimierenden Zukunft, doch hier wollte sich beim besten Willen keine stimmige Endzeit-Atomsphäre auftun. Spartanisch okay, aber dann bitteschön alles zumindest in den Köpfen etwas größer wirken lassen und die Fantasie gekonnter anregen.

Die Serie trägt den Namen „Europa“ im Titel und fühlte sich dennoch so klein an. Gefühlt hab es nur einen Wald und drei mickrige Häuschen. Nichts erschien monumental oder zumindest in irgendwelchen gedanklichen Spinnereien auch nur ansatzweise episch. Man erkannte keine Kulissen, man erhielt keinen Überblick über das gesamte Geschehen – und wurde als dank nicht nur mit bescheuerten Clan- sondern auch peinlich-ausgefallenen Städtenamen belohnt. Berlin wollte wohl seinen Namen nicht hergeben…

Versteht mich nicht falsch. Ich habe durchaus ein Faible für Trash und einheimische Werke haben in der Regel schon vor der Sichtung einen kleinen Stein im Brett. „Tribes of Europa“ konnte jedoch in keiner Disziplin glänzen und wirkte mit seinen unverständlichen Designentscheidungen fast schon ein wenig beleidigend. Stellenweise wollte ich mich echt für diese Serie schämen und am liebsten gar nicht an Reaktionen aus dem Ausland denken. Andere liefern hier bei „Netflix“ richtige Knaller ab und wir tischen einen unausgegorenen, schwachen Schrott mit Hang zur Selbstgeißelung auf. Unfassbar schwache Vorstellung. Besonders schade um das Talent von Oliver Masucci – der mein einziger Lichtblick blieb und nicht einmal recht überzeugen konnte.

3/10

Fotocopyright: Netflix

Arac Attack

Inhalt

Durch einen Unfall gelangen merkwürdige Chemikalien in einen See in der Nähe einer amerikanischen Kleinstadt. Das Ganze hat dann insofern Konsequenzen, dass die Spinnen einer benachbarten Farm innerhalb kürzester Zeit zu riesigen Monstern mutieren und die Einwohner schon bald in Schach halten…

Fazit

Bei seiner damaligen Erstveröffentlichung auf DVD, war „Arac Attack“ ein absoluter Blindkauf und ich würde glücklicherweise nicht enttäuscht. Sicherlich ist die Story nichts weiter, als ein einfacher Rahmen für vergleichsweise plumpe Action und auch bei den Dialogen ist nicht viel tiefgründiges enthalten – aber genau das erwartet man bei einer solchen Produktion bereits im Vorfeld schon.

„Arac Attack“ ist ehrlich und verstellt sich nicht. Er zielt klar auf eine Fanbase alter Klassiker ab und trifft damit voll ins Schwarze. Trotz gewaltigem technischen Fortschritt fängt der Streifen den Charme vergangener Tage perfekt ein und unterhält damit sehr gut. Natürlich sind die Effekte heute wiederum ein wenig angestaubt, aber insgesamt noch gut anschaubar und tragen in meinen Augen durchaus zum leicht trashigen Eindruck bei.

Die Handlung ist so simpel, wie effektiv. Es gibt keine größeren wissenschaftlichen Abhandlungen, doppelte Böden oder Verschwörungen. Ein paar Fässer giftiges Material und schon mutieren die Langbeiner. Kein drumherum, keine Hintermänner – einfach unkomplizierte Action und der geeignete Zuschauer ist nach einem langen Arbeitstag damit nicht überfordert.

Das Tempo ist angenehm hoch und bremst nicht mit langen Dialogen oder unnötigen Schnickschnack aus. Zwar konnte man sich eine kleine Lovestory nicht verkneifen, aber die fiel nicht negativ ins Gewicht. Sie war so klein und witzig gemacht, dass man getrost ein Auge zukneifen konnte. Überhaupt hat sie mit ihrer naiv-blöden Machart gut zum Rest gepasst.

„Arac Attack“ ist ein herrlich altbacken wirkender Film, der sein angepeiltes Zielpublikum auch nach Jahren noch ganz gut unterhält. Er ist zwar unterm Strich nicht wirklich zu ernsthafteren Werken konkurrenzfähig, doch war das wohl nie so recht die Intention der Macher. Alles fühlt sich unkompliziert, leichtgängig und spaßig an – und mehr braucht es manchmal einfach nicht.

7/10

Fotocopyright: Warner Home Video

Mo‘ Better Blues

Inhalt

Bleek ist Trompetenspieler mit Herz und Seele. Zwar mussten ihn seine Eltern einst dazu drängen, doch mittlerweile hat er seine eigene Band und tritt regelmäßig in einem Klub auf. Seine Schwäche sind jedoch die Frauen, zwischen denen er sich nie so recht entscheiden vermag…

Fazit

Die Kombination Denzel Washington und Spike Lee lässt den Puls den Filmfans schon ein wenig in die Höhe schießen und entsprechend waren die Erwartungen an diesen Titel – den ich seinerzeit leider völlig ignoriert hatte. Ich muss zugeben, dass mich die Thematik an sich noch immer wenig reizt, dennoch wollte ich nun endlich mal ein Blick wagen.

Rein von seiner Machart her, ist die Handschrift von Lee unverkennbar. Auch wenn man es nicht genau beschreiben kann, die Kameraführung, die Weise wie Dialoge festgehalten wurden und nicht zuletzt das dezente Einbringen von nackten Tatsachen fühlen sich hier irgendwie angenehm vertraut an.

Der Regisseur spielt mit den Bildern und verleiht ihnen mit einfachen Mitteln (Verzerrungen, übersteuerte Farben, etc.) einen stellenweise fast schon surrealen Touch. Bei diesem Titel kam dann auch noch ein hypnotische Musik dazu, die dem Ganzen einen einzigartigen Stempel aufdrückte und es wie ein Kunstwerk erscheinen ließ.

Bei all der Begeisterung für die Technik, darf ich jedoch ein paar Schattenseiten nicht vergessen. Für mich hatte der Streifen schon ein paar kleinere Längen, durch die man sich durchbeißen musste und vor allem die deutsche Vertonung stach fortwährend unschön hervor. Es gab einige durchaus bekannte Stimmen, doch stets hatte man das Gefühl, dass die Sprecher vertauscht wurden. Dafür kann der Regisseur jedoch nichts.

Neben Washington erblicken wir auch Wesley Snipes, der seine Sache ebenfalls sehr gut gemacht hat. Überhaupt hat die Chemie aller Beteiligten gepasst und dieser ausgezeichnete Gesamteindruck wurde lediglich durch die bereits erwähnte Vertonung ein wenig getrübt. Hierdurch fühlte sich das Setting leicht befremdlich an – obwohl doch alle Darsteller im Grunde richtig gefällig und locker aufspielten. Sogar Spike Lee übernahm eine zentrale Rolle.

Für mich fällt „Mo‘ Better Blues“ schon beinahe in die Kategorie Arthouse und hinterließ insgesamt einen recht guten Eindruck. Trotz kleinerer Durchgänger hat das Geschehen dank seiner sympathischen Darsteller nett unterhalten und vor allem die eher ungewöhnliche Soundkulisse gefiel sehr. Ein netter kleiner Titel, den man sich durchaus mal Zwischendurch genehmigen kann – und bei Jazzliebhabern sogar noch den ein oder anderen Zusatzpunkt abstauben könnte.

7/10

Fotocopyright: Pandastorm (WVG)

Traitor

Inhalt

Um an ranghohe Terroristen heranzukommen, nimmt ein Agent sogar den Tod von Unschuldigen in Kauf. Um in der Gunst seiner Auftraggeber zu steigen und die obersten Hintermänner kennenzulernen, zündet er selbst Sprengsätze. Es ist klar, dass er irgendwann in moralische Konflikte gerät und seine Zielpersonen zudem auch nicht immer so leben, wie sie es gerne predigen…

Fazit

Die Thematik ist noch immer äußerst brisant, doch bei der Umsetzung hapert es an einigen Stellen. Man konnte sich gut in die gesamte Lage und in viele Charaktere hineindenken, doch so richtig wollte das Abtauchen irgendwie nicht gelingen.

An vielen Stellen wirkte „Traitor“ sehr glatt gebügelt und fast schon oberflächlich. Ohne mich tiefergehend mit den Details auszukennen, schienen viele Aspekte sehr einfach und schlicht abgewickelt – was wohl dem erhofften Unterhaltungswert zuzuschreiben war. Leider blieb dann aber diese vermeintliche Kurzweil gelegentlich auf der Strecke und die absolute Aufmerksamkeit war nicht immer gegeben.

Neben höchst spannend angedachten Momenten (die es leider nicht immer waren), gab es viel Leerlauf und streckenweise viel zu lang gezogene Dialoge. Das ständige Wechseln zwischen Synchronisation und dem Lesen von Untertiteln (zumal mitten im Satz) machte es in Sachen Motivation und Kurzweil auch nicht unbedingt leichter. Man kam leider zu oft in die Verlegenheit, einfach vor spulen zu wollen und nicht mehr auf alle Kleinigkeiten zu achten.

Obwohl der Cast mit Guy Pearce und Don Cheadle recht beachtlich ausgefallen ist, hat mich deren Leistung irgendwie nicht ganz überzeugt. Sie spielen ihre Rollen zwar routiniert herunter, doch ich hatte immer das Gefühl, dass sie – gerade in solch emotionalen Auftritten – nicht alles gaben. Man hat alle irgendwo schon einmal besser agieren gesehen und hätte ich bei diesem Inhalt einen Ticken mehr Hingabe gewünscht.

„Traitor“ hätte so ein interessanter und schmerzhaft unter die Haut gehender Film werden können, doch unterm Strich blieb eher ein laues Lüftchen mit viel Langatmigkeit. Wer sich für die Handlung interessiert, wagt natürlich mal einen Blick, allen Anderen kann ich jedoch keine echte Empfehlung aussprechen.

6/10

Fotocopyright: LEONINE

Peninsula

Inhalt

Die Epidemie hat Südkorea überrollt und die Grenzen wurden geschlossen. Überlebende suchen auf der ganzen Welt Asyl und der Norden hat Einige von ihnen aufgenommen. Ein paar Flüchtlingen wird jedoch ein unmoralisches Angebot unterbreitet. Gut ausgestattet sollen sie noch einmal in die von Zombies besetzte Heimat aufbrechen, um dort einen Geldtransporter ausfindig zu machen und eine hohe Provision für dessen Plünderung zu kassieren…

Fazit

Mit dem eher schleichend aufbauenden Grusel von „Train to Busan“ hat dessen Fortsetzung leider nicht mehr so viel am Hut. Der Zuschauer wird direkt in die Unglückslage hineingeworfen – und kann sich ansonsten im Gegensatz zum Vorgänger aber leider nicht über weitere Innovation freuen.

Technisch ist „Peninsula“ über jeden Zweifel erhaben und präsentiert uns glaubwürdige Endzeitkulissen, die optisch selbst in absoluter Dunkelheit einen überzeugenden Eindruck machen. Auch die konsequente Weiterentwicklung der Handlung gefiel, obwohl man nicht mehr direkt auf die Figuren von „Train to Busan“ aufbaut und neue Charaktere einführte.

Ein wenig enttäuscht hat mich jedoch der eher bodenständige Verlauf, der sich kaum noch aus der breiten Masse abzusetzen schien. Man bediente sich bei diversen Zombie- und Endzeit-Titeln, brachte aber keinerlei eigene Ideen ein. Was einst den großen Reiz an der Sache ausmachte, verkommt hier zu einer „Nummer sicher“ und wagt einfach nichts mehr Neues.

Für mich zwar zudem die Identifikation mit den Hauptfiguren schwierig. Konnte man sich damals noch hervorragend in die überraschende Lage der Protagonisten hineinversetzten, so verkommt das aktuelle Motiv eher zur Farce. Alles fühlt sich ziemlich bemüht und wenig ausgeklügelt an – oder anders gesagt: viel zu nah an den meisten Konkurrenten angelehnt.

Für sich genommen ist „Peninsula“ ein solider Zombie-Film ohne echte Highlights. Er wirkt zwar technisch makellos, aber unterm Strich nicht mehr so erfrischend und kurzweilig wie es einst „Train to Busan“ war. Genrefreunde dürfen natürlich mal reinschauen, sollten aber mit etwas gedämpften Erwartungen an die Sache rangehen. Für Neueinsteiger bleibt die Empfehlung für den Erstling – auf den Zweiten kann man zur Not noch gut verzichten.

6,5/10

Fotocopyright: Splendid Film/WVG

Train to Busan

Inhalt

Während ein Vater mit seinem Kind im Zug unterwegs zur Mutter ist, bricht eine seltsame Seuche über das Land her. Menschen verwandeln sich in fleischfressende Bestien und selbst deren Transportmittel wird davon nicht verschont. Gemeinsam mit Anderen versuchen sie der Lage in den Abteilen wieder Herr zu werden und der Zugführer sucht nach einer geeigneten Haltemöglichkeit…

Fazit

Die Fortsetzung ist soeben auf Blu-Ray erschienen und das Ami-Remake in trockenen Tüchern. „Train to Busan“ befindet sich schon etwas länger in meiner Sammlung, doch bisher hatte ich noch nicht die Muse zu einer Sichtung gehabt. Am vergangenen Samstag habe ich dann einfach mal ein „Double-Feature“ auf die heimische Leinwand geworfen und möchte hier ein kleines Urteil zum Besten geben.

Im extrem breit besetzten „Zombie-Genre“ ist echte Innovation selten und genau hier macht der Titel so Einiges richtig – und für unsere Sehgewohnheiten angenehm anders. Zum Einen sind asiatische Produktionen solcher Machart doch relativ exotisch und zum Anderen bringt man mit dem Schwerpunkt der Zugfahrt einen witzigen, wie spannenden Aspekt ein.

Im Gegensatz zu vielen anderen Werken kann man sich hier äußerst gut in die Situation der Figuren hineinversetzen und bei der Suche nach einem geeigneten Ausstieg ordentlich mitfiebern. Man spürt, welchem Informationsdefizit die Reisenden ausgesetzt sind und wie ungewiss die Lage außerhalb des Zuges wohl sein mag – trotz aller Technologie, die den Koreanern eigentlich zur Verfügung steht.

Durch gelegentliche Schauplatzwechsel, der beklemmenden Atmosphäre und dem schnörkellosen Verlauf wird es nie wirklich langweilig. Das Pacing ist hervorragend und gibt zwischen hektischen Momenten immer wieder kleinere Verschnaufpausen – ohne die Zeichnung seiner Figuren zu vernachlässigen. Diese ist zwar nicht umfassend tief, für einen derartigen Genrevertreter jedoch mehr als ausreichend. Schnell wachsen Sympathien zu Figuren und schnell wird klar, wer hier in der Not nur an sich selbst denkt.

Technisch ist das Ganze – wie für ein Film aus Südkorea gewohnt – extrem hochwertig und edel. Viele Szenen spielen überwiegend am hellen Tag und geben hervorragenden Einblick auf hochwertige Masken und lässt keine Details entgehen. Beim Härtegrad kommt man völlig ohne abgetrennte Körperteile und herumfliegende Gedärme aus, ohne dabei unblutig und weniger eindringlich zu wirken.

Durch seine interessanten und vergleichsweise frischen Ideen und Gesichter, hebt sich „Train to Busan“ angenehm und lobenswert hervor. Er macht Vieles richtig und das Ergebnis überzeugt auf ganzer Linie. Zur Höchstwertung fehlt zwar noch der gewisse Kick, doch Zombie-Fans sollten sich diesen Titel unbedingt malm auf den Zettel schreiben – auch wenn er gerade in heutigen Zeiten wieder mulmige Gefühle beim Betrachter erweckt.

8/10

Fotocopyright: Splendid Film/WVG

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