Filme, Serien, Videospiele, Fotografie und Lifestyle

Monat: November 2020 (Seite 2 von 6)

Stephen King: Rita Hayworth and the Shawshank Redemption (Die Verurteilten)

Inhalt

„Red“ ist schon länger Insasse im berüchtigten Shawshank Gefängnis und weiß viel zu berichten. Durch seine Tauschgeschäfte und Besorgungen kam er seinerzeit mit Neuankömmling Andy Dufrense in Kontakt und eine zaghafte Freundschaft entstand. Andy saß wegen dem Mord an seiner Frau und deren Liebhaber ein, war aber im Grunde gar nicht der Typ dazu. Die Beiden haben fortan nicht nur viele Wachmänner und Direktoren kommen und gehen gesehen…

Fazit

„Die Verurteilten“ gilt nicht nur als eine der besten King-Adaptionen, sondern auch allgemein zu den besten Filmen aller Zeiten. Die Kritiken sind allerorts überragend und auch ich konnte diesem Titel immer wieder etwas abgewinnen. Da Buchvorlagen meist noch etwas toller als deren Umsetzungen sind, kam ich zuletzt nicht um dieses Werk herum und möchte hiermit ein paar Zeilen zum Besten geben.

Auch bei den „Verurteilten“ handelt es sich um eine mehr oder weniger kurze Geschichte, die ungefähr 170 Seiten umfasst. Erwartungsgemäß ist diese überschaubare Anzahl recht schnell abgearbeitet und haben sich äußerst angenehm heruntergelesen. Wer den Film kennt, hat bereits einige Bilder im Kopf – die u. A. bei der Illusion helfen, da King die Figuren allenfalls nur rudimentär umschreibt.

Dank seiner ungewöhnlichen Perspektive spricht das Geschehen den Leser auf seine eigene Weise an und lässt uns schon fast denken, ein guter Kumpel von Red zu sein. Der Erzähler kennt – nach eigenen Angaben – viele Informationen nur aus dritter Hand und dadurch gibt es die wildesten Theorien zum Ablauf selbiger. Dies verleiht dem Ganzen nicht nur einen gewaltigen Charme, sondern trägt unglaublich zur Immersion bzw. zum Hineinversetzen in die Figuren bei.

Im Knast mag es rau zugehen, doch Kings Schreibstil ist hier fast schon ungewöhnlich gesittet und jugendfrei. „Vernünftige“ Dialoge stehen klar im Vordergrund und das war absolut in Ordnung so. Er wirft recht viel mit Jahreszahlen um sich, was zum Glück nur bedingt verwirrt und eher den authentischen Touch und den langjährigen Verlauf der Handlung trefflich unterstreicht. In Konversationen geht in der Regel klar hervor, wer gerade am Zuge ist und durch seine eher geringe Anzahl an Ebenen geht die Übersicht nicht verloren.

„Die Verurteilten“ is ein genialer Film und das Buch steht dem Spektakel erwartungsgemäß nicht nach. Eine Verfilmung bot sich aufgrund seiner witzigen Handlung und seiner kumpelhaften Erzählweise offenkundig an und die minimalen Änderungen verwässerten Nichts. Im Grunde wurden nur ein paar unwichtige Details weggelassen, aber keinerlei entscheidende Stränge umgeschrieben. Fans des Blockbusters dürfen also gerne erneut in die Welt von Red und Andy abtauchen – alle Neulingen sei es überlassen, mit welchem Medium sie beginnen möchten. Gesagt sei nur: es lohnt sich in beiden Fällen!

8,5/10

Sputnik: Es wächst in dir

Inhalt

Zwei Kosmonauten kehren nach ihrem Einsatz wieder auf die Erde zurück. Ein Tag vor der Landung brach der Kontakt ab und nun konnten sie geborgen werden – einer der Beiden leider tot. Nun bittet das verzweifelte Militär eine junge Psychologin um die Einschätzung des Überlebenden…

Fazit

Ich weiß nicht warum, aber irgendwie habe ich mir unter „Sputnik“ etwas anders vorgestellt, doch das Ergebnis war auf seine Weise gar nicht schlecht. Statt Horror auf einer Weltraumstation gab es ein irdisches Kammerspiel zwischen Mensch und Außerirdischem – und dabei ein paar durchaus nette Ansätze.

Schon zu Beginn, weiß die eher düstere Grundstimmung mit blassen Farben und bedrohlicher Musikuntermalung zu gefallen. Alles wirkt sehr stimmig und vielversprechend inszeniert, der Spannungsbogen stieg stetig.

Die Idee mit der Kommunikation mit Außerirdischen mag in seinen besten Momenten ein wenig an die Area 51-Szene in „Independence Day“ erinnern, hinterließ in der gezeigten Form jedoch einen guten Eindruck mit fesselnden Momenten. Man nahm sich die Zeit, die Beziehung zwischen Forscherin und Kosmonauten einigermaßen verständlich aufzubauen und den Zuschauer näher an die Figuren zu binden.

Die Computereffekte waren auf einem ordentlichen Niveau und besonders das Alien fügte sich gut ins restliche Szenario ein. Es erschien zwar etwas künstlich, fiel aber nicht unangenehm auf und sorgte für Schauer. Die Animation und das Design des Wesens an sich waren gelungen und gaben keinen Grund zur Klage. Hier bewies man Eigenständigkeit und kupferte nicht bei den Vorbildern aus Hollywood ab.

Auch ein „Sputnik“ erfindet das berühmte Rad nicht neu, punktet aber mit dem geschickten Zusammenspiel bekannter Bestandteile und einer stimmigen Atmosphäre. Die für uns eher unbekannten Schauspieler machen ihre Sache gut und boten genügend Substanz zum Abtauchen in der Handlung. Für meinen Geschmack hätte der Verlauf hier und da noch en wenig Feinschliff vertragen können, doch eine Sichtung ist das Gezeigte allemal wert.

7/10

Fotocopyright: Capelight Pictures

Marvel’s Spider-Man: Miles Morales (PlayStation 5)

Inhalt

Der echte Spidy gönnt sich einen Forschungsurlaub in Europa und nun muss sein Kumpel Miles den Laden allein schmeisen. Der Spieler schlüpft in das Kostüm des zweiten Spinnenmanns und hat alle Hände voll zu tun, damit es in New York friedlich bleibt…

Spielzeit, Gameplay und Steuerung

Die Spielzeit für die Hauptgeschichte von „Miles Morales“ betrug etwa 10 Stunden, was bei einem Anschaffungspreis von knapp 50 Euro ein eher schlechtes Preis-/Leistungsverhältnis liefert. Man muss jedoch bedenken, dass es sich eigentlich nur um ein (allein lauffähiges) Addon zu Spiderman von der PS4 handelt und auch nicht von Grunde auf neu entwickelt wurde.

Das Gameplay ist somit fast identisch zum Hauptspiel – und erbt dessen Stärken und leider auch die kleinen Schwächen. Das Schwingen durch die Häuserschluchten fühlt sich erneut genial an, doch zuweilen trübt die hakelige Steuerung gehörig den Spielspass. So wird präzises Steuern von Miles manchmal zur Glückssache und artet besonders unter Zeitdruck in purem Streß aus. Zum Glück sind diese Passagen überschaubar und meist irgendwie doch auf Anhieb zu meistern.

Das Kampfsystem mag auf den ersten Blick recht simpel wirken (Schlagen und Ausweichen), wird aber im Laufe der Zeit immer komplexer. Mit etwas Übung gelingen die tollsten Kombinationen, die entsprechend belohnend in Szene gesetzt wurden.

Ansonsten gibt es eine riesige Stadt zu erkunden und auf dem Weg durch die Hauptmission auch viele kleine Nebenziele abzuarbeiten. Entweder schaut man regelmäßig nach Aufträgen in der Spidy-App, sucht nach Erinnerungskapseln oder Bauteile zum Upgraden der Ausrütung – oder ihr verhindert spontane Überfälle auf unbescholltene Bürger. Alles spielt sich angenehm dymanisch und meistens absolut filmreif.

Präsentation

Grafisch konnte der Titel bereits auf der PlayStation 4 vollkommen überzeugen, doch auf der neuen Konsolengernation wird noch einmal eine Schippe draufgelegt. Der Spieler hangelt sich nicht nur butterweich und mit extremer Weitsicht durch die bevölkerten Straßen, sondern wird mit allerlei Details wie Reflektionen oder Blick in die Gebäude verwöhnt.

Besonders in den Nahaufnahmen schauen die Charaktere echt bemerkenswert aus und würden einem Animationsfilm zur Ehre reichen. Das leichte Filmkorn verstärkt den cineastischen Eindruck zusätzlich und nimmt dem Titel etwas seinen künstlichen Touch.

Die komplett deutsche Synchronisation gehört ebenfalls zum Besten, was derzeit auf dem Markt ist. Weniger die guten und eingermaßen lippensychronen Sprecher, sondern insbesondere die Anzahl der vertonten Personen. Ob im Radio oder die Passanten auf der Straße – hier gibt es reichhaltige, wirklich gut gesprochene Dialoge und Kommentare.

Positiv:

  • beeindruckende Grafik
  • erstklassige Vertonung
  • filmreife Inszenierung
  • flottes Kampfsystem
  • schnelle Ladezeiten
  • Sympathische Figuren

Neutral:

  • relativ kurze Spielzeit (Hauptstory)
  • Übersicht in hektischen Passagen

Negativ:

  • hakelige Steuerung
  • wenig Innovation im Vergleich zum Hauptspiel

Fazit

„Miles Morales“ bietet mehr vom Altbekannten und legt überall eine kleine Schippe drauf. Ich habe das Hauptspiel auf der PS4 geliebt und wurde entgegen aller Zweifel (wenig Innovation) wieder in den Bann gezogen.

Nicht selten habe ich aufgrund der famosen Grafik gestaunt und fühlte mich – im Gegensatz zu anderen Titeln – wirklich wie in einem spielbaren Film. Zwar ist das Handling manchmal etwas hakelig, aber das Programm ist in den meisten Fällen sehr gutmütig und interpretiert die hektischen Eingaben korrekt.

Dieser „Spider-Man“ zeigt, wohin die Reise auf der PlayStation 5 hingehen kann und liefert bis dato eines der besten „Next-Gen“-Erlebnisse überhaupt. Ich hoffe zudem, dass sich die Hersteller künftig weiterhin so eine Mühe bei der umfangreichen Vertonung geben – und dann kann der geeignete Käufer evtl. über die erhöhten Verkaufspreise hinwegsehen.

Grafik: 9/10
Sound: 9/10
Gameplay: 8/10
Gesamt: 9/10

Fotocopyright: Sony Interactive Entertainment

Sony, PS4, PS5, Playstation, etc. sind eingetragene Marken.

Greenland

Inhalt

Ein Komet befindet sich auf dem Kollisionskurs mit der Erde und erste Absplitterungen hinterlassen bereits verehrende Schäden und viele Menschenopfer. Die Regierung versucht wichtige Personen in Bunker einzuquartieren, doch das allgemeine Chaos macht eine geordnete Evakuierung äußerst schwierig. Unter den Erwählten befindet sich John Garrity und dessen Familie, doch manch Hindernisse werden ihnen auf der Flucht in den Weg gelegt…

Fazit

Filme wie „Armageddon“ oder „Deep Impact“ sind mittlerweile so lange her, dass man ähnlich gelagerte Thematiken wohl wieder für aktuelle Filme verwenden kann und nur ein wenig an deren Verpackung justieren muss. Zwar hat „Greenland“ gerade im Vergleich zum Erstgenannten einen wesentlich realistischeren Ansatz, jedoch fühlt sich alles arg zusammengestückelt an.

Auch wenn die Grundidee nicht gerade frisch ist, konnte ich gut damit leben und begrüße den eher greifbaren und Versuch einer halbwegs authentischen Inszenierung. Zwar hat man sich nur wenige eigene Gedanken gemacht und viel bei Mitbewerbern abgeschaut, doch der Unterhaltungsfaktor hat insgesamt soweit gepasst. Die knappen zwei Stunden waren überwiegend spannend und kurzweilig gestaltet, die Zeichnung der Figuren hat teils wirklich gut gefallen.

Bei den Effekten allerdings habe ich mich gefragt, ob hier wirklich ein Kinoproduktion vorlag – oder das Ganze für das normale TV konzipiert wurde. Die Qualität der computergenerierten Elemente ist bestenfalls mittelprächtig und viele Explosionen oder Fragmente wirken wie aufgesetzte Fremdkörper. Auch so manche Totale schaute mehr nach Zwischensequenz aus einem Videospiel, denn einem großen Blockbuster aus. Hier sind wir heutzutage – selbst im Serienformat – einfach Besseres gewohnt.

Gerard Butler (300) überzeugte als einfacher Familienvater und schlug sich ohne besondere Superkräfte irgendwie durch. Toll fand ich hierbei die Entwicklung seines Charakters, der für die Liebsten sogar über Leichen ging und anschließend von Vorwürfen geplagt wird. So einen Ansatz findet man in solchen Werken viel zu selten, erklärt er doch fortan auch seine selbst opfernde Hilfsbereitschaft Anderen gegenüber.

Streng genommen ist „Greenland“ weder innovativ, noch unbedingt sehenswert. Er schaut viel bei der Konkurrenz ab und liefert einen vergleichsweise nüchternen Katastrophenfilm ab. Eine echte Anschaupflicht besteht bei Weitem nicht, doch Genrefreunde dürften dennoch auf Ihre Kosten kommen. Ich wurde jedenfalls ganz ordentlich bei Laune behalten und vergebe trotz unschöner Patzer bei der Technik gaaanz knappe 7 von 10.

7/10

Fotocopyright: Leonine Spielfilm

Edison – Ein Leben voller Licht

Inhalt

Edison ist ein begnadeter Erfinder und leider auch etwas Eigen. Seine Glühbirnen mögen sicherlich die Besten sein, doch an seiner Methode der Stromübertragung scheiden sich die Geister. Nun steht allerdings die Weltausstellung bevor und alle Branchengrößen versuchen mit ihren Produkten die breite Masse zu beeindrucken…

Fazit

Um ehrlich zu sein, habe ich mir diesen Film einzig und allein wegen seinem großartigen Cast anschauen wollen und wurde am Ende zudem mit einer unerwartet unterhaltsamen Geschichte beglückt. Namen wie Benedict Cumberbatch, Michael Shannon und Nicholas Hoult lesen sich nicht nur hervorragend, sondern lieferten ein sehenswertes Spiel, welches der eigentlich etwas trockenen Handlung einen markanten Stempel aufdrückte.

Auf dem Papier klang „Edison“ zunächst wenig spannend. Die Anfänge einer flächendeckenden Stromversorgen waren zwar revolutionär, doch ob man diese Thematik in einen unterhaltsamen Film packen könnte, war fraglich. Sicherlich ist der Verlauf auch recht unspektakulär gestaltet und natürlich vollkommen biografisch geprägt – doch irgendwo angenehm unterhaltsam gemacht. Man konnte sich gut in Personen und Problematiken hineinversetzten und fiebert dann doch bis zum Ende mit.

Inwiefern eine Ähnlichkeit zu den realen Vorbildern besteht, vermag ich nicht zu beurteilen. Fakt jedoch, dass alle Beteiligten prima zusammenarbeiten und einen ausgezeichneten Eindruck hinterließen. Egal, ob Cumberbatch oder Shannon – sie gaben ihren Charakteren ordentlich Kontur und deren Rivalität war wunderbar greifbar. Man fühlte, dass zwischen ihnen nicht unbedingt der Hass, sondern der Ansporn zum gegenseitigen Überbieten stand und gemeinsame Ereignisse wieder ein Band schmiedeten.

Rein von seiner Machart ist „Edison“ sicherlich kein ultraspannender Thriller mit krassen Wendungen, aber das war hier auch nie verlangt. Stattdessen erhalten wir einen sehenswerten Geschichtsunterricht mit sympathischen Figuren und überraschend hohen Unterhaltungswert. Sicherlich kein Film für jeden Tag – aber ein netter Titel, falls man dazu in der Stimmung ist. Lob natürlich für die tollen Darsteller, die uns alles anschaulich näher brachten.

7/10

Fotocopyright: Concorde Video

The Doorman – Tödlicher Empfang

Inhalt

Auf der Suche nach wertvollen Kunstgegenständen stürmt eine Gangstertruppe ein luxuriöses Gebäude und macht dabei keine Gefangenen. Schlecht für die Einbrecher jedoch, dass der neue Concierge früher eine Elitesoldatin war und sich ihnen mit allem Können in den Weg stellt…

Fazit

Meine Erwartungen an den Film an sich und bezüglich des Auftritts von Jean Reno waren eher gering. Die Story lass sich relativ austauschbar und in den letzten Werken hat Frankreichs Altstar nicht unbedingt mit längerer Anwesenheit geglänzt. Nach der Sichtung bestätigte sich die dürftige Handlung, jedoch überzeugte der renommierte Akteur mit vollwertiger Teilnahme und gewohnt gutem Spiel.

Die „Einer gegen Alle“-Show ist weder vom Gedanken her originell, noch sonst irgendwie neuartig umgesetzt. Nach etwas Vorgeplänkel läuft alles nach bewährtem Schema und bereichert das Sub-Genre nicht unbedingt mit krassen Alleinstellungsmerkmalen. Dies sorgt zwar für Ernüchterung, ist dabei jedoch gerade so unterhaltsam inszeniert, dass man sich keineswegs langweilt oder gar erbost.

Alles ist solide inszeniert und vor allem die Actioneinlagen recht gefällig. Der Verlauf auch ohne beanstandenden Innovationen meist kurzweilig und über die Tiefe sollte man sich einfach keine Gedanken machen. Ruby Rose macht sich in ihrer Rolle ziemlich gut und aufgrund ihrer Statur auch ausreichend glaubwürdig. Ich war froh, dass Reno wieder längere Screentime bekam und seine Figur herrlich böse rüberkam. Er nahm den Autoren seinen Background vielleicht auch nicht ganz ab, doch im Gesamteindruck ist dies zu verschmerzen. Man musste halt irgendwas konstruieren, um einen passenden Rahmen für die Action zu bieten.

„The Doorman“ erfindet das Rad nicht neu und beeindruckt auch nicht mit ungewöhnlichen Ansätzen, bleibt aber unterm Strich ein netter Zeitvertreib. Jean Reno geht immer und die durchaus runde Action übertüncht den angestaubten Rest. Nichts Besonderes, doch für Fans ganz okay.

6/10

Fotocopyright: Splendid Film/WVG

Sony Playstation 5 Unboxing

Nach der XBOX Series X (Unboxing, Erfahrungsbericht) hat nun endlich die zweite Konsole der neuen Generation Einzug gehalten und ich möchte euch hier ein paar Bilder vom Unboxing präsentieren. Wiedermal halte ich euch nicht mit viel Text auf, sondern lasse die unten stehenden Fotos für sich sprechen. Vermutlich werde ich in den nächsten Tagen mit einem kleinen Erfahrungsbericht um die Ecke kommen. Schaut also regelmäßig vorbei!

Copyright alle Bilder: www.hard-boiled-movies.de

Blumhouse’s – Der Hexenclub (The Craft)

Inhalt

Lily ist die Neue an der Schule und schon nach kurzer Zeit das Opfer von Mobbing. Dies bleibt bei einigen ihrer Mitschülerinnen nicht unbemerkt und natürlich auch nicht die Aura, welche sie ausstrahlt. Die Mädels geben sich Lily gegenüber als Hobby-Hexen zu erkennen und spüren, dass sie das fehlende Glied im Bunde ist…

Fazit

„Der Hexenclub“ von 1996 mag jetzt nicht unbedingt als absoluter Klassiker gelten und dennoch besitzt er bei mir einen durchaus vergleichbaren Status. Er war nicht überragend, aber immerhin so unterhaltsam, dass er regelmäßig im Player landet und stets prima bei Laune hält.

Eine seichte Unterhaltung war dann auch meine Mindestanforderung an die aktuelle Variante – die sich nicht so recht für ein Remake oder eine waschechte Fortsetzung entscheiden möchte. Die Handlung knüpft prinzipiell an den vermeintlichen Vorgänger an, doch kaut er zu viele gleiche Elemente erneut wieder und fühlt sich hierdurch eher nach einer Neuinterpretation an.

Der gesamte Look unterschied sich gewaltig von damals und scheint wohl den Nerv der Zeit treffen zu wollen. Während ich mich mit den Darstellern weitestgehend anfreunden konnte, erschienen mir insbesondere deren Outfits als etwas zu schräg und zu krass auf „anders sein“ gebürstet. Mag zwar zu deren Rollen passen, lud für mich aber eher zum Fremdschämen ein. Möglicherweise bin ich einfach zu alt dafür und habe eine andere Sicht auf diese Dinge. Negativ möchte ich dies dem Werk aber nicht auslegen – das wäre arg unfair.

Die Handlung plätschert von Anfang bis Ende vor sich hin und hält keinerlei nennenswerte Highlights parat. Abgesehen von den kleineren thematischen Parallelen zur 96iger Umsetzung gibt es aber kaum eine echte Brücke. Weder Spannungsbogen, noch Inszenierung können mit dem Original mithalten und wirken trotz aller aktuelleren technischen Gegebenheiten eher wie ein laues Fernsehspektakel. Man hätte mit heutigen Mitteln so viele fantasievolle Einlagen basteln können, doch die Chance wurde vertan. Selbst das Finale verkam zu einer unspektakulären Sache ohne echten Charakter oder großem Hingucker.

Über Michelle Monaghan und David Duchovny in Nebenrollen habe ich mich echt gefreut, aber das war es im Grunde mit den positiven Eindrücken. Ich hatte die ganze Zeit über das Gefühl, einfach nicht die Zielgruppe für diesen Film zu sein und konnte mich weder mit Auftritt der Figuren, noch mit deren Verhaltensweisen identifizieren. „The Craft 2020“ ist eindeutig für ein recht junges Publikum und wirkt in vielen Momenten einfach nicht mehr so düster und bedrohlich, wie der vermeintliche Erstling – und haut dessen Fans womöglich ganz schön gegen den Kopf. Das Endergebnis mag grundsätzlich in Ordnung gehen, allerdings bleibe ich dann lieber beim stimmigen und seinerzeit top-besetzten Original – das hatte eine ganz andere Atmosphäre und eignet sich mit seiner eher ernsteren Grundstimmung auch für ein reiferes Publikum.

5/10

Fotocopyright: Sony Pictures Home Entertainment

Call of Duty: Ghosts (XBOX One / Series X)

Inhalt

Die „Ghosts“ sind eine Spezialeinheit, die im Verborgenen operiert. Einer ihrer Mitglieder wird der Truppe jedoch untreu und schmiedet finstere Pläne. Der Spieler übernimmt einen Soldaten und versucht in allerlei actiongeladenen Missionen den Abtrünnigen aufzuhalten…

Gameplay

In gewohnter Manier findet das Geschehen von „Call of Duty“ überwiegend in der Ego-Perspektive statt und man ballert auf alles, was bei drei nicht auf den Bäumen ist. Wie beim letzten Serienableger geht es dabei recht abwechslungsreich zur Sache. Überwiegend marschiert man zu Fuß durch die vielfältigen Locations, doch hin und wieder dürfen wir dabei schleichen, schwimmen, Fahrzeuge steuern oder sogar bewaffnet im Weltall umherschweben und spannende Duelle meistern. Das steuert sich meist ganz ausgezeichnet und fühlt sich angenehm unterschiedlich an.

Neben diversen Waffen mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen (Gewicht, Nachladedauer, Munitionskapazität, etc.) steht in einigen Abschnitten sogar ein Hund zur Verfügung. Dieser kann per Knopfdruck auf die Gegner gehetzt werden – und extrem innovativ – teilweise sogar selbst aus seiner Perspektive gesteuert werden.

Diese und andere ungewöhnliche Passagen stehen für echte Innovation im seit Jahren stagnierenden Genre.

Spielzeit

Wiedermal habe ich nur die Single-Player Kampagne gespielt (2x) und hierfür jeweils rund 4-5 Stunden gebraucht – ohne genau nachzumessen. Das klingt nach wenig, ist aber so vollgepackt und kurzweilig, dass ich hier nichts monieren möchte. Andere Titel sind länger – und haben dafür auch ihre Längen, die man bei „Ghosts“ vergeblich sucht.

Präsentation

„Ghosts“ war ein Titel für die klassische XBOX One und wurde damals auf dieser und nun auf der „Series X“ erneut durchgespielt. Auf dem großen 4K-Bildschirm ist die niedrige Auflösung (wahrscheinlich Full-HD oder geringer) durch ein paar unschöne Treppchen an Gebäuden oder kleineren Details bemerkbar, doch ändert dies nichts am hervorragenden optischen Eindruck. Das Spiel begeistert mit atemberaubenden Umgebungen (besonders im All) und tollen Figurenmodellen. Die Explosionen schauen erstklassig aus und extrem viele Kleinigkeiten springen erst bei genauerem Hinschauen ins Auge. Alles wirkt einfach stimmig und macht die Immersion so gut wie perfekt.

Die deutsche Synchro kommt mit einigen bekannten Sprechern daher (u. A. Thomas Kretschmann oder der Stimme von Mark Wahlberg) und ist rundherum gut gelungen. Eine zuweilen dramatische und an derer Stelle packend epische Musik tut ihren Rest zur filmreifen Inszenierung – und die Schussgeräusche hämmern mit einem hochwertigen Headset so richtig auf die Ohren.

Positiv:

  • tolle Grafik
  • erstklassige Soundkulisse
  • rasante und abwechslungsreiche Inszenierung
  • griffige Steuerung
  • interessante Perspektiven

Neutral:

  • relativ kurze Spielzeit
  • stellenweise schwache Gegner-KI
  • durchschnittliche Story

Negativ:

  • damaliges Preis-/Leistungsverhältnis (Singleplayer)

Fazit

Fast hätte ich vergessen, wie gut „Ghosts“ eigentlich war und ich bin froh, den Titel erneut auf der aktuellen XBOX eingelegt zu haben. Zwar ist die Kampagne gewohnt kompakt, jedoch so abwechslungsreich, dass es für mehrere Spiele gereicht hätte. Der Spaßfaktor war jederzeit extrem hoch und die tolle Inszenierung ließ locker über manch inhaltliche Schwäche hinwegschauen. Der finale „Endkampf“ konnte nicht ganz mit dem brachialen Rest mithalten, aber Schwamm drüber.

Weder der genial aufbereitete und extrem durchgescriptete Action mag, sollte „Ghosts“ unbedingt mal antesten. Mittlerweile sollte der Titel für kleines Geld erhältlich sein und damit seinen größten Minuspunkt (eben das Preis-/Leistungs-, bzw. Spieldauerverhältnis) ausradieren. „Call of Duty“ bewies erneut Blockbuster-Qualitäten und und insbesondere „die Geister“ können auch heute noch technisch mit aktuellen Produktionen mithalten.

Grafik: 8,5/10
Sound: 8,5/10
Gameplay: 8/10
Gesamt: 8,5/10

Fotocopyright: Activision Inc.

The Room

Inhalt

Ein junges Paar bezieht ein neues Domizil und ist nun voll und ganz auf Familienplanung eingestellt. Mit dem Nachwuchs klappt es trotz aller Bemühungen zwar nicht, doch hält ihr Haus eine andere Überraschung für sie bereit. Es existiert nämlich ein Raum, der scheinbar alle Wünsche in Erfüllung gehen lässt – aber die Sache hat einen Haken…

Fazit

Ich habe es schon mehrfach geschrieben und ich bleibe auch dabei. Ich mag Filme, die effizient sind und „The Room“ ist sicherlich Einer von ihnen. Konkret geht es dabei um Werke, die auch mit wenigen Darstellern, wenigen Schauplätzen und idealerweise überschaubaren Effekten auskommen und dennoch mit einfachen Mitteln an den Schirm fesseln.

In Sachen Tricktechnik hatte „The Room“ zwar Einiges zu bieten, doch der Fokus lag klar auf dem Kammerspiel zwischen den Charakteren und das hat ganz hervorragend funktioniert. Die Handlung hat mich ein wenig an ein Märchen erinnert, was sich als nicht wirklich tragisch erwiess. Ein Raum, der alle Wünsche erfüllt und Personen, die davon scheinbar kaum genug davon bekommen – da lassen die Konsequenzen nicht lange auf sich warten und genau dies trifft hier natürlich zu und hält ein paar fiese Momente parat.

Normalerweise kritisiere ich Filme, denen eine gewisse Logik abgeht und die Handlung nicht vollends nachvollziehbar erschien, aber hier mache ich eine kleine Ausnahme. Man muss den Plot einfach mal akzeptieren und sich nach Möglichkeit einfach auf das Geschehen einlassen. Dann offeriert sich ein ordentlicher Spannungsbogen, der tatsächlich bis zur letzten Minute aufrecht erhalten bleibt und währenddessen keinerlei nennenswerte Längen zu verzeichnen hatte.

Bondgirl Olga Kurylenko ist mittlerweile sichtlich älter geworden, doch mindert dies nichts an ihrer Präsenz. Ihr Filmpartner und sie machen ihre Sache äußerst ordentlich und harmonieren gut miteinander. Man kann sich einigermaßen in Ihre Rollen hineinsetzen und mit den Beiden ordentlich mit fiebern.

„The Room“ ist kein krachender Blockbuster, sondern eine nette, kleine Geschichte über Gier und deren Konsequenzen. Er präsentiert uns einen interessant gestalteten Verlauf, der weitestgehend kurzweilig daher kommt und sich für Zwischendurch prima eignet. Streng genommen kein absoluter Top-Titel, aber durch und durch solide Kost und auf jeden Fall gut anschaubar.

7/10

Fotocopyright: Weltkino

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