Filme, Serien, Videospiele, Fotografie und Lifestyle

Monat: November 2020 (Seite 1 von 6)

Tenet

Inhalt

Bei der Vereitelung eines Attentats kommt ein namenloser CIA-Agent einem geheimen Projekt auf die Schliche. Das sogenannte „Tenet“-Programm beschäftigt sich mit dem Aufspüren invertierter Gegenstände, die scheinbar aus der Zukunft geschickt wurden und möglicherweise den Lauf der Dinge beeinflussen sollen. Es gilt herauszufinden, wie dies passiert und wer letztlich davon profitiert…

Fazit

Ich habe schon mehrmals erwähnt, dass 2020 ein durchwachsenes Filmjahr war und nur wenige Hoffnungsträger in den Kinosälen zu finden waren. Einer davon war sicherlich „Tenet“, der in meinen Augen allerdings seinen immensen Erwartungen nicht vollends gerecht werden konnte. Sicherlich ist der Titel nicht schlecht und sollte gegebenenfalls auch noch mindestens einmal gesichtet werden, doch zumindest beim ersten Mal sprang der Funke noch nicht hundertprozentig über.

Bei der Handlung hat man sich sichtlich Gedanken gemacht und mehrere Ebenen eingebaut. Die stilsichere Inszenierung sorgt mit wenig erklärenden Momenten zunächst für Verwirrung, die sich natürlich im Laufe der Zeit immer weiter auflöst. War bleiben am Ende noch ein paar Fragen, doch mit etwas Überlegung (und gegeben falls weiterer Sichtung) klären sich diese schon irgendwie auf. Allzu komplex ist „Tenet“ eigentlich nicht, doch seine Umsetzung macht es dem Betrachter schon etwas kompliziert.

Tolle Aufnahmen, vielfältige Locations und gut choreografierte Actioneinlagen wussten zu gefallen. Der Film wirkt von Anfang bis Ende angenehm hochwertig und detailverliebt. Das Auge sieht sich bei den tollen Bildern kaum satt und auch bei der Technik gibt es nichts zu bemängeln. „Tenet“ wirkt trotz verwirrender Elemente trotzdem jederzeit wie geleckt und vergisst auch nie einen gewissen Stil beizubehalten.

John David Washington macht seine Arbeit ganz hervorragend, doch auch ein Robert Pattinson hat mich angenehm überrascht. Die Beiden harmonieren gut zusammen und auch hier ergeben so einige ihrer Aktionen und Dialoge im Nachhinein einen tieferen Sinn. Der Rest war nettes Beiwerk, dem Bösewicht hat es allerdings etwas an Charisma gefehlt. Man hätte ihm seinen teuflischen Plan so gar nicht abgekauft, aber sei es drum.

Keine Frage – „Tenet“ ist ein guter Film, der Vieles richtig macht und für einen großen Blockbuster ungewohnt verschachtelt daher kommt. Für mich ist er jedoch nicht der erhoffte Überhit, welchen mir die Marketing-Kampagnen suggerieren wollte und so gab es ein klein wenig Ernüchterung auf hohem Niveau. Um alle Sachverhalte vollends zu verstehen, werde ich sicherlich eine erneute Sichtung in Betracht ziehen – aber bis dato bleibt es schlichtweg bei einer sehr soliden, aber nicht überschwänglichen Bewertung meinerseits.

8/10

Fotocopyright: Warner Bros (Universal Pictures)

The Good Shepherd – Der gute Hirte

Inhalt

Auf den ersten Blick ist Edward Wilson ein ganz unscheinbarer Student an einer Eliteuniversität. Dem Angebot einer geheimen Verbindung kann er sich jedoch nicht entziehen und so werden viele Stationen seines Lebens auch von selbiger geprägt. Als Agent für die CIA hantiert er gekonnt mit Falschmeldungen und versucht beispielsweise kriegswichtige Entscheidungen in die richtige Richtung zu steuern…

Fazit

Trotz seines guten Casts (u.A. Matt Damon, Angelina Jolie, Robert De Niro) ist „Der gute Hirte“ bis zu seiner Fernsehausstrahlung unter meinem Radar gelaufen und entsprechend spät ist die Scheibe dann in meine gut bestückte Sammlung gewandert.

Für einen Film wie diesen sollte man nicht nur Zeit, sondern auch genügend Aufmerksamkeit im Gepäck haben. In knapp drei Stunden durchlebt unser Hauptdarsteller so viele Abenteuer, die glatt für eine Serienadaption getaugt hätten. Der Knackpunkt ist jedoch, die trotz vergleichsweise kompakter Laufzeit nicht immer allzu kurzweilig erzählte Handlung – die leider mit einigen Längen daher kommt und manchmal auch Verwirrung stiftet.

Auf der einen Seite klingen manch Eskapaden und Aktionen recht unglaubwürdig, doch auf der anderen Seite bringt ein Matt Damon die Sache so nachvollziehbar und elegant rüber, dass kaum mehr Zweifel an deren wahren Kern bestehen. Manchmal ist es sogar recht amüsant, mit welchen Mitteln um Menschen geworben wird und wie man Dinge unbehelligt steuern kann. Durch die authentischen Szenarios wirkt das Geschehen umso eindringliche und Parallelen zu realen Persönlichkeiten sind unverkennbar.

Vielleicht ist es nur eine kleine Randnotiz, aber selten haben mir Darsteller in einer über Jahrzehnte spielende Handlung optisch besser gefallen. So nimmt man besonders Damon und Jolie deren jungen, als auch deren deutlich gealterten Auftritte ab und stört sich nicht an schlechten Masken oder dergleichen. Allgemein habe aber ansonsten alle Akteure eine tolle Leistung abgeliefert und haben keinen Grund zum Meckern. Von De Niro gab es zwar relativ wenig zu sehen, doch schließlich war er in seiner Tätigkeit als Regisseur auch anderweitig voll im Projekt eingebunden.

„Der gute Hirte“ ist lang und komplex, aber keineswegs schlecht. Er schildert das Treiben hinter den Kulissen der Macht recht nachvollziehbar und über weite Teile angenehm spannend. Ein paar kleine Längen trüben das gelungene Gesamtbild, doch unterm Strich ist der Titel sehr sehenswert gemacht und für Freunde anständiger Spionage-Thriller sogar Pflichtprogramm.

7,5/10

Fotocopyright: Universal Pictures Germany GmbH

The Secret – Das Geheimnis: Traue dich zu träumen

Inhalt

Seit dem Tod des Mannes, schlägt sich Miranda allein mit ihren drei Kindern durch und die finanzielle Lage spitzt sich immer mehr zu. Da kommt ein Autounfall mit einem Fremden ziemlich ungelegen, doch immerhin scheint er Verständnis für die Lage zu haben und beschließt fortan hilfreich unter die Arme zu greifen. Der Nachwuchs mag den neuen Mann im Haus, aber eigentlich ist ihre Mutter schon fast wieder mit einem Anderen leirrt…

Fazit

Das Buch kenne ich nur vom markanten Einband, weiß aber nicht wirklich um was genau es dort geht und kann auch so nichts im Bezug auf die Interpretation der Film-Adaption sagen. Für mich wirkte „The Secret“ jedenfalls wie der Versuch einer Kopie eines Werkes von „Nicholas Sparks“  – der in allen Belangen zu zahm und unspektakulär daher kam.

Größtes Problem war sicherlich die viel zu einfach gestrickte Handlung, die extrem vorhersehbar und spannungsarm vor sich hin plätscherte. Alles verlief nach bewährtem Muster und ließ nie auch nur einen kleinsten Zweifel am Verlauf aufkeimen. Sicherlich mag dies im Genre üblich sein, doch andere Autoren haben sich immerhin ein paar dramatische Elemente einfallen lassen und ein wenig mehr Schwung in die Sache gebracht.

Statt Augenmerk auf eine unterhaltsamere Geschichte zu legen, wurden hier immerhin motivierende Botschaften an den Mann bzw. die Frau gebracht – und ich glaube, da liegt auch der eigentliche Kern der Buchvorlage vergraben. Mit fast schon christlichen Touch wird hier vom greifbaren Glück in der Not oder der Fügung des Schicksals gepredigt – was zuweilen arg aufgesetzt wirkt und nicht unbedingt so in den Dialogen hervorgehoben werden musste. Es war sowieso viel zu platt und offensichtlich inszeniert.

Ich mag Kathie Holmes und auch deshalb versuche ich „The Secret“ eher gnädig zu bewerten. Vermutlich kommen Fans solcher Titel schon irgendwo auf Ihre Kosten, doch mir was das Gezeigte zu seicht und eher uninteressant. Den Filmen von „Sparks“ konnte ich aufgrund ihrer variantenreicheren Art deutlich mehr abgewinnen, aber hier muss ich leider passen. Anderen Kritiken entnehme ich ebenfalls, dass sie nicht ganz glücklich mit der Umsetzung sind und den Sinn der Vorlage gerne anders interpretiert gehabt hätten. Macht euch bei Interesse einfach selbst in Bild und erwartet einfach nicht zu viel.

5/10

Fotocopyright: Capelight Pictures

Verraten

Inhalt

Um eine Mordserie aufzuklären, mischt sich FBI-Agentin Catherine Waver im amerikanischen Hinterland unter das einfache Volk. Ihre Behörde vermutet, dass hier die Wurzel des Hasses auf Andersdenkende gegründet sei und die politisch motivierten Attentate von hier ausgehen. Zunächst fällt Niemand der vermeintlich Verdächtigen negativ auf und schon bald lässt sich Catherine auf eine folgenschwere Romanze ein…

Fazit

Obwohl der Film schon einige Jahre auf dem Buckel hat und in einigen Aspekten angestaubt wirkt, ist sein Kern jedoch noch immer aktuell und einige Szenen – oder besser gesagt Dialoge – sind wahrlich erschreckend und sorgen für Schauer.

Seine ruhige und sachliche Inszenierung lassen „Verraten“ schön eindringlich wirken, auch wenn das Tempo hin und wieder hätte einen Gang zulegen können. So streckt sich das Geschehen auf knapp über zwei Stunden und etwas Straffung wäre nicht verkehrt gewesen. Immerhin nimmt man sich Zeit, um die Charaktere gut einzuführen und deren Beziehungen untereinander ordentlich zu erklären. Motivationen dagegen werden nicht unbedingt ergründet, aber immerhin deren langjährige feste Verankerung in den Köpfen klar herausgestellt. Auch ließ sich die Weitergabe der Gedanken in besagten Schreckens-Szenen durchaus greifen.

Als sehr gut empfand ich das Spiel und die allgemeine Ausarbeitung des von Tom Berenger verkörperten Charakters. Auf den ersten Blick wirkt der Typ extrem sympathisch, um dann nach und nach sein inneres Monster nach Außen kehren zu lassen. Dank seines famosen Auftritts  kann man sich unerwartet gut in die Lage von Catherine hineinversetzen und ihre Gefühle durchaus verstehen. Aus dem anfänglich adretten Kerl war das Ekel noch nicht direkt zu erahnen und ihre Begeisterung für ihn absolut verständlich.

Inwiefern die gezeigten Bilder der Realität entsprechen, vermag ich nicht zu beurteilen. Fakt ist, dass „Verraten“ unterm Strich sehr authentisch wirkt und mit seinem unaufgeregten Aufbau jede Menge Spannung generiert. Das Ganze funktioniert nicht zuletzt wegen seiner hervorragenden Darsteller so gut und sollte für Interessierte keine verschwendete Zeit sein.

7/10

Fotocopyright: NSM Records

Der unglaubliche Hulk

Inhalt

In der Hoffnung nicht entdeckt und in Ruhe an einem Gegenmittel forschen zu können, ist Wissenschaftler Bruce Banner abgetaucht. Noch bevor er seine Arbeit beenden kann, wird er jedoch vom Militär aufgespürt und aufs Neue gejagt. Unter seinen Häschern findet sich ein extrem motivierter Soldat, der bei der Hatz auch nicht vor Manipulationen an seinem Körper zurückschreckt…

Fazit

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und mittlerweile hat er sich an Comic-Verfilmungen im Stile der letzten Jahre gewöhnt und könnte von „unglaublichen Hulk“ leider ein wenig enttäuscht sein.

Im Gegensatz zu den letzten, eher lauten und actiongeladenen „Marvel“-Streifen, kam diese „Hulk“-Variante vergleichsweise leise, dafür mit realistischeren Ansätzen daher. Es gibt zwar etwas Action, aber bei weitem nicht im Ausmaße wie bei seinen Mitstreitern – die mit ihren übertriebenen Gefechten stellenweise ermüdend auf den Zuschauer einwirken.

Hier wirkt alles entschleunigt und die Zeichnung der Charaktere steht im Vordergrund. Es tut dem Film schon irgendwie gut, nur eine echte Hauptfigur zu besitzen und dieser mehr Raum zur Entfaltung zu geben. Man bekommt nicht im Sekundentakt neue Superhelden vorgesetzt und kann sich endlich mal auf „Banner“ und dessen Nöte einlassen.

Etwas schade, dass die vorhin erwähnten Stärken nicht mit einem kurzweiligeren Verlauf kombiniert werden konnten und ein charismatischer Bösewicht fehlt. So plätschert das Geschehen oftmals vor sich hin und so richtig konnte ich mich mit dem Gegenspieler trotz dessen annehmbarer Entwicklung nicht anfreunden.

Während Edward Norton seine Sache als grüner Mutant recht gut und soweit möglich glaubwürdig macht, schwächelt der Titel heutzutage bei der Technik. Die Computereffekte mochten für die damalige Zeit nicht schlecht gewesen sein, doch mittlerweile hat der Zahn der Zeit an ihnen genagt. Besonders bei der fantastisch ausschauenden 4k-Blu-Ray stechen die generieren Fremdkörper unschön ins Auge. Immerhin gewöhnt man sich schnell an diesen Look und irgendwie hat er auch seinen Charme.

„Der unglaubliche Hulk“ hebt sich angenehm von anderen Adaptionen ab, ist damit aber Fluch und Segen zugleich. Eigentlich fand ich die gezeigte Herangehensweise ans Thema gut, doch die Umsetzung ist streckenweise langatmig und läuft irgendwie nicht so rund. Es hab zu wenig „Aha“-Momente und echte Highlights könnte ich direkt nach der Sichtung nichtmal beim Namen nennen. Ein witziges End-Duell macht zwar wieder ein paar Punkte gut, aber so richtig gefesselt hat mich der Film leider nicht – weder bei der ersten, noch bei der zweiten Sichtung im tollen Ultra-HD.

6/10

Fotocopyright: Concorde Video

Super Metroid (Super Nintendo)

Inhalt

Der Spieler schlüpft in die Rolle von Kopfgeldjägerin Samus Aran und muss das letzte „Metroid“ aus den Fängen übler Weltraumpiraten befreien. Die „Metroids“ gelten in Sachen Energiegewinnung als große Hoffnung der Menschheit und sind daher äußerst wichtig für unseren Fortbestand…

Gameplay

„Super Metroid“ ist ein klassischer 2D-Plattformtitel nach allen Regeln der Zunft. Statt stur in eine Richtung zu marschieren, gilt es jedoch eine große Welt zu erkunden, um mit stetigen Verbesserungen anfänglich unerreichbare Areale betreten zu können. Was bei anderen Titel wie unnötiges „Backtracking“ wirkt, fühlt sich hier motivierend und spaßig an.

Es gibt unterschiedliche Waffentypen und Ausrüstungsgegenstände. Beispielsweise kann sich Samus in eine Kugel verwandeln, die im Laufe der Zeit sogar Bomben legen oder sich an Wänden anheften kann.
Neben dem Erkunden der Gegend und dem Herausfinden neuer Wege, stellen die Kämpfe gegen Bildschirmgroße Bossgegner ein weiteres Highlight dar. Jeder Endgegner benötigt seine eigene Strategie und fordert Konzentration und Geschicklichkeit. Das Spiel bleibt dabei jederzeit fair und erlaubt mit der passenden Herangehensweise sogar „Speed-Runs“. Nicht umsonst ist „Metroid“ in der Szene so beliebt.

Die Spielzeit variiert nach eingesammelten Gegenständen und wie groß der Drang zum Erkunden ist. Ohne „Speed-Run“ kommt man beim normalen durchzocken auf rund vier bis maximal fünf Stunden. Hört sich überschaubar an, war für damalige Verhältnisse aber vollkommen in Ordnung und fordert heutzutage keine wochenlange Abarbeitung.

Präsentation

Schon damals konnte ich manch negative Kritik in Bezug auf die Grafik nicht verstehen. So manch „Fachzeitschrift“ wollte wohl nicht erkennen, dass Nintendo hier alles aus seinem System rausgekitzelt hat und beeindruckende Bilder ablieferte. Nicht nur die Hauptfigur, sondern sämtliche Gegner – einschließlich der riesigen und abwechslungsreich gestalteten Bosse – sind perfekt animiert und das Geschehen läuft zumeist butterweich. Die Proportionen stimmen und man fand einen guten Weg aus Realismus und Comiclook, der keinerlei Staub angesetzt hat und heute noch gefällt.

Selten hab es sowohl optisch, als auch akustisch ein solch stimmiges Spiel gesehen. Jedes Areal hat seine unverkennbaren Merkmale, was Gestaltung und Musikuntermalung betraf. Die Melodien gehörten ebenfalls zum Besten der Konsole und blieben unverkennbar im Gehör. Von poppig bis düster-bedrohlich war alles vorhanden und im Intro verwöhnte sogar (englische) Sprachausgabe unser Ohr. Besonders als Kind war ich tief beeindruckt.

Positiv:

  • tolle Grafik
  • genialer Sound
  • riesige Bosse
  • zeitloses Gameplay
  • interessantes Setting
  • perfekte Spielbarkeit
  • ausgewogener Schwierigkeitsgrad
  • spaßiges Backtracking
  • mitgelieferter Spieleberater

Neutral:

  • Spielzeit könnte einen Ticken länger sein

Negativ:

  • Preisentwicklung der SNES-Fassung

Fazit

Schon seit seiner Veröffentlichung gehört „Super Metroid“ zu meinen absoluten Lieblingsspielen. Ich würde sogar behaupten, es führt die Liste mit weitem Abstand noch vor „Witcher 3“, „Resident Evil 2“ und diversen SNES-Rollenspielen an und besetzt einen dauerhaften Platz in meinem Gamer-Herzen. Ein kurzes Review war längst überfällig, auch wenn es diesem Ausnahmetitel in keiner Form gerecht werden kann.

Das Gameplay ist so zeitlos, wie die geniale audiovisuelle Umsetzung und das Abtauchen sorgt immer wieder für breites Grinsen. Es gibt trotz unzähliger Durchgänge immer wieder etwas Neues zu entdecken und die gewaltigen End-Duelle haben nie an Faszination verloren. Alles wurde perfekt miteinander verzahnt und der gut austarierte Schwierigkeitsgrad vermeidet Frust.

Selten haben verschiedene Ausrüstungsgegenstände so viel Mehrwert gebracht und selten war ein Backtracking so kurzweilig und unabdingbar. Statt nervender Pflichtaufgabe fühlt man sich her nicht nur kräftetechnisch überlegen, sondern freut sich sogar über das erneute Besuchen vertrauter Lokationen.

„Super Metroid“ ist für mich wie ein Urlaub. Alle paar Jahre schlüpfe ich für kurze Zeit in den Anzug von Samus und fühle mich mit altem Lösungsbuch und klassischem SNES-Pad wie ein Kind, welches damals eine persönliche Revolution in Sachen Gaming erlebte. Dieses Spiel fesselt und begeistert und will idealerweise auf alter Hardware erlebt werden. Zwar sind die Modulpreise auf hohem Niveau und weiterhin am Steigen, doch vielleicht habt Ihr mal auf dem Flohmarkt mal günstig Glück. (Legale) Emulation (z.B. auf der Virtual Console oder dem SNES Mini) tut es zwar auch, aber gerade bei diesem Titel ist originales Flair bei mir ein echter Pluspunkt.

Mir ist klar, dass dieses Spiel mittlerweile etwas aus der Zeit gefallen und höchstwahrscheinlich nichts für jeden (jungen) Zocker ist, doch gebt dem Teil einfach eine Chance. Lasst euch in das Abenteuer von Samus reinsaugen und verbringt abwechslungsreiche Stunden auf Planten Zebes.

Grafik: 9,5/10
Sound: 10/10
Gameplay: 9/10
Gesamt: 10/10

Fotocopyright: Nintendo

Nintendo, Metroid, SNES, Super Nintendo, SNES, etc. sind eingetragene Marken.

Guns Akimbo

Inhalt

Miles arbeitet als Spieleprogrammierer und führt abseits dessen ein eher unspektakuläres Leben. Als er sich eines Abend mit ein paar Bierchen vor den Rechner setzt und wilde Beleidigungen in die Tasten hämmert, stehen alsbald fiese Typen vor seiner Haustür. Er wird unter Drogen gesetzt und ehe er es sich versieht, wacht er mitten in einem neuen und recht beliebten Internetformat auf. Mit Waffen an seinen Händen muss er vor laufenden Kameras um sein Überleben kämpfen…

Fazit

Auch wenn die „Harry Potter“-Filme irgendwie nie so ganz mein Fall waren, habe ich Daniel Radcliffe mittlerweile ins Herz geschlossenen. Mit Auftritten in beispielsweise „Horns“ oder zuletzt in „Flucht aus Pretoria“ konnte er vollends überzeugen und nun liefert er uns wieder einen krassen Gegenauftritt zum Dasein eines Magiers.

„Guns Akimbo“ in einfachen Worten zu umschrieben, ist schwierig. Die Handlung ist schräg, der Verlauf schrill und die Charaktere alles andere, als gewöhnlich. Der Film lebt von seiner überdrehten Inszenierung und wirkt fast wie ein ununterbrochener Drogenrausch – bei dem selbst der Betrachter kaum zur Ruhe kommt.

Das hohe Tempo ist gut, denn so kaschiert man die dürftige Handlung und kommt mit der Frage nach dem tieferen Sinn kaum in Verlegenheit. Ständig rumst und kracht es irgendwo, immer wieder tauchen neue, noch merkwürdigere Figuren auf und Kugeln fliegen unentwegt durch die Luft. Selten versucht man die Story mit wenigen Worten zu begründen oder gar so etwas wie leichte Gesellschaftskritik an den Mann bzw. die Frau zu bringen.

Die Bilder sind schnell geschnitten und aus ungewöhnlichen Kamerawinkeln aufgenommen. Stellenweise fühlt sich das Geschehen wie ein Videospiel an – was in Anbetracht mit einigen heftigeren Splatterszenen recht gut harmoniert und so die Ernsthaftigkeit entzieht. Die Musikuntermalung steht der Optik in Nichts nach und liefert aufwühlende Beats zu den comichaften Ereignissen. Das passt soweit hervorragend und unterstreicht den befremdlichen – aber keineswegs schlechten – Eindruck.

Wie Eingangs erwähnt, habe ich mich über Redclifffe gefreut – der hier für die breite Masse schließlich so etwas wie ein Zugpferd darstellt. Seine Rolle steht ihm wirklich ganz ausgezeichnet und er macht seinen Job als in Not geratener Nerd mehr als lobenswert. Die Mimik passt stets zur jeweiligen Lage und sein Gesicht spiegelt die Verzweiflung wieder. Der Rest vom Fest fällt in erster Linie durch ausgefallenes Kostüm- und Figurendesign auf, fügt sich aber ebenfalls prima ein.

„Guns Akimbo“ mag durchaus eine überspitze Sichtweise auf die Sensationslust der Menschheit sein, ist dafür aber zu simpel und unreflektiert gestrickt. Man sollte eher den Kopf ausschalten und die famosen Bilder, mitsamt einem treibenden Soundtrack auf sich wirken lassen und gar nicht weiter graben. Mit dieser Prämisse unterhält der Titel recht solide, auch wenn er nicht lange im Gedächtnis bleibt und keineswegs neue Referenzen markiert. Actionfreunde schauen ruhig mal rein und verschwenden nicht viel an kostbarer Lebenszeit.

6,5/10

Fotocopyright: LEONINE

Assasins Creed: Valhalla (XBOX Series X)

Inhalt

Mit den Entscheidungen des Vaters nicht einverstanden, beschließt euer Freund ein eigenes Reich zu gründen und reist mit seiner Truppe gen Englaland. Der Spieler übernimmt die Rolle von Eivor, der als treuer Begleiter natürlich mit auf den Ausflug geht und beim Erobern neuer Ländereien maßgeblich behilflich ist…

Gameplay

Wer die letzten Teile der Reihe (Origins, Odyssey) gespielt hat, der muss sich auch beim aktuelle Aufguss nicht großartig umgewöhnen. Erneut rücken die ursprünglichen Tempelritter in den Hintergrund und der Spieler übernimmt eher außenstehende Figuren, deren Wege und Techniken sich mit den Ordensbrüdern nur hin und wieder kreuzen.

Gespielt wird aus der 3rd-Person Perspektive und die Steuerung ist wie bei den Vorgängern. Das Kampfsystem ist recht simpel, aber durchaus spaßig. Neben Nahkampfwaffen stehen beispielsweise auch Bögen zur Auswahl – was so manche Eroberung deutlich erleichtert und viele Widersacher aus der Ferne (und idealerweise unbemerkt) ausgeschaltet werden können.

Auch bei „Valhalla“ begeben wir uns in eine große „Open-World“, bei der es allerlei zu erkunden gibt. Neben der Hauptquest gibt es viele Nebenmissionen, bei denen es besondere Gegenstände oder schlicht Erfahrungspunkte zu sammeln gilt. Ähnlich wie bei einem Rollenspiel legt man hier den Fokus deutlicher auf das Spezialisieren seiner Figur und kann diverse Werte (Ausdauer, Gesundheit, Stärke, etc.) in einer Art „Talentbaum“ einteilen. Das macht sich spielerisch durchaus bemerkbar und sorgt für gezieltes „Aufpumpen“ der Figur.

Die Spielzeit wird mit rund 30-40 Stunden angegeben, was ich als durchaus realistisch empfinde. Ich habe das Spiel zum Zeitpunkt dieser Besprechung fast durch und eine ähnliche Zeitangabe in meinem Speicherstand. Dabei wurde hauptsächlich die Story verfolgt, doch mit ausgiebigeren Nebenaufgaben sind sicherlich weitere 10-20 Stunden drin.

Präsentation

Erwartungsgemäß ist das aktuellste „Assassins Creed“ auch immer das jeweils Hübscheste und das trifft hier absolut zu. Zwar halten sich die „Aha“-Effekte auf der „Series X“ noch arg in Grenzen, aber immerhin läuft der schicke Titel jederzeit flüssig und ohne störende Ruckler.

Die Weitsicht ist beeindruckend und so manch Aussicht durchaus Postkartenverdächtig. Die Charaktermodelle sind okay, aber manchmal unfreiwillig komisch vom Design her gestaltet. Besonders bei den Haaren und Bärten taten sich die Grafiker wohl schwer – denn diese wirken oft wie angeklebte Fremdkörper und haben ein seltsames Eigenleben. Insgesamt ist sowohl Stil, als auch Optik recht gut – was gerade bei solch großen „Open-World“-Werken nicht immer selbstverständlich ist und Leistung kostet.

Die deutsche Synchro ist weitestgehend gelungen und gibt keinen Grund zur Klage. Die umfangreiche Dialoge sind allesamt vertont und einigermaßen fehlerfreie Untertitel optional zuschaltbar.

Positiv:

  • hübsche Grafik
  • ansprechendes Setting
  • interessante Charaktere
  • tolle Atmosphäre
  • spaßige Feldzüge

Neutral:

  • langweiliger Siedlungsbau
  • teils gewöhnungsbedürftiger Humor
  • einige Missionen sind Fleißaufgaben

Negativ:

  • Wegfindung nicht immer optimal
  • gelegentlich KI-Aussetzer
  • nerviges Bugs

Bugs (Stand: 26.11.2020)

  • Spieler bleibt gelegentlich an Wänden hängen und der Energiebalken entlädt sich ohne fremde Einwirkung – was nach kurzer Zeit den Tod zur Folge hat.
  • mitten im Sprinten plötzlich woanders „respawnen“, was teils auch den Tod zur Folge hatte. Beispiel: Eivor rannte normal auf der Straße und zack lag ich in einer Feuerschale am Rand und war kurz darauf kaputt.
  • Gegner blieben in Wänden stecken und waren leichte Beute
  • Gegner schlugen in die falsche Richtung, registrierten den Spieler nicht richtig und waren ebenfalls leichte Beute
  • hin und wieder werden in hitzigen Gefechten die Controller-Eingaben (Ausweichen!) nicht vollständig interpretiert
  • eine Handlungsmission hängt, weil der „Trigger“ für den Fortgang (z.B. das Weitergehen eines befreundeten Charakters) nicht funktioniert hat. Manchmal hilft „um den Block rennen“ oder eben Neustart der Aufgabe

Fazit

Ich habe seinerzeit mit dem ersten „Assassins Creed“ auf der Playstation 3 angefangen und mochte grundsätzlich alle Teile. Ich bin froh, dass sich „Valhalla“ stark an den letzten Ablegern orientiert und in Sachen Story etwas dichter daher kommt. Die Bugs sind zwar extrem nervig, doch keine echten Showstopper. Alle Serienableger hatten anfangs mit krassen Fehlern zu kämpfen und hier fiel es aufgrund der genaueren Betrachtung durch die neue XBOX eben mal deutlicher ins Auge.

Das Spiel braucht ein wenig um in Fahrt zu kommen, aber mit Beginn der Beutezüge zaubert es oftmals ein Lächeln ins Gesicht und der Spaßfaktor ist hoch. Die Kämpfe sind nicht immer ultra-taktisch, gehen aber gut von der Hand und machen Laune. Die Story läuft so nebenbei mit und geht in Ordnung. Es war klar, dass hier viel gestreckt wurde, um eine ordentliche Spielzeit zu erreichen und ständige Wendungen nicht immer an der Tagesordnung sind.

Aufgrund seiner starken Momente ist „Valhalla“ das für mich beste „Assassins Creed“ und absolut kein Fehlkauf. Es erfindet zwar das Rad nicht neu, rundet aber de zuletzt eingeführten Elemente angenehm ab. Sicherlich muss einem das Setting schon irgendwo gefallen, aber ansonsten gibt es keinen driftigen Grund dieses Erlebnis auszulassen. Vielleicht könnte man bei einem Nachfolger mal das „Cherusker“-Szenario ins Auge fassen und darin einen vermeintlichen Barbaren gegen römische Schergen in die Schlacht schicken…

Grafik: 8/10
Sound: 8/10
Gameplay: 7/10
Gesamt: 8/10

Fotocopyright: Ubisoft

XBOX, Series X, Playstation, etc. sind eingetragene Marken.

Der Fall Richard Jewell

Inhalt

Atlanta 1996. Während den Olympischen Spielen bemerkt Wachmann Richard Jewell einen verdächtigen Rucksack und kontaktiert seine Kollegen. Tatsächlich befindet sich im Inneren ein Sprengsatz, der dank seiner frühen Auffindung keinen allzu verehrenden Schaden anrichten konnte. Die Medien stürzen sich schnell auf den unscheinbaren Helden, doch schon bald gibt es erste Zweifel an seiner Geschichte…

Fazit

Altmeister Clint Eastwood kann es einfach nicht lassen. Selbst im hohen Alter steht er noch vor oder hinter der Kamera und liefert noch immer erstklassige Werke ab. „Der Fall Richard Jewell“ befasst sich mit einem interessanten Thema und wurde nicht minder spannend umgesetzt.

Ich kann mich noch halbwegs an diese Olympischen Spiele erinnern (in einem bekannten Burgerladen gab es sogar Armbanduhren zum Kindermenü), doch diesen Wirbel um den vermeintlichen Helden von Atlanta hatte ich überhaupt nicht auf dem Radar. Die Geschichte steht symbolisch für die Kurzlebigkeit in der Gesellschaft bzw. den Medien. An einem Tage noch gefeiert und am nächsten Tage für immer ruiniert. Schuldig oder unschuldig spielt da keine Rolle und man kommt nie mehr dagegen an. Eine Formel, die schon vor Jahren funktionierte und noch immer aktuell erscheint.

Eastwood präsentiert uns diesen Konflikt mit sehenswerten Bildern und lässt den auch den Zuschauer bis zum Ende an der polarisierenden Hauptfigur zweifeln. Viele Punkte sprechen gegen den Wachmann, doch aufgrund seines eher schlicht gestrickten Wesens ist ist man sich seiner einfach nicht sicher.

Comedian Paul Walter Hauser bringt die spezielle Art seiner Vorlage ganz vorzüglich herüber und spielt der Handlung hervorragend in die Karten. Überhaupt ist das Werk mit Darstellern wie Kathy Bates, Sam Rockwell, Jon Hamm oder Olivia Wilde hochwertig besetzt und es ist stets eine Freude diesen Künstlern bei der Arbeit zuzuschauen. Besonders Rockwell hinterließ als schräger Anwalt mit flotten Sprüchen einen bleibenden Eindruck.

Die Inszenierung war schnörkellos und clean. Der Film wurde hochwertig inszeniert und hatte – nicht zuletzt dank eingestreuter Originalaufnahmen – einen dokumentarischen Touch, ohne dabei wie eine billige „Mockumentary“ zu wirken. Man kam ohne schnelle Schnitt oder hektische Aufnahmen aus, entsprach trotzdem den aktuellen Sehgewohnheiten. Wer Action sucht, schaut natürlich in die Röhre, denn abgesehen von einer kleinen Explosion gibt es diesbezüglich nichts zu vermelden. Das Ganze ist da eher dialoglastig und nimmt sich Zeit für die Zeichnung seiner Figuren – ganz ohne Schnick-Schnack.

Das Thema war frisch, die Besetzung super und der Verlauf recht spannend. Ikone Eastwood liefert einen handwerklich absolut runden Titel, dessen Begebenheit wahrscheinlich nicht Jeder auf dem Schirm hatte. Am besten lasst Ihr euch von Artikeln über den wahren Tathergang nicht spoilern und genießt die Zweifel am Helden ohne Vorwissen. Wer einen runden und stimmigen Thriller mit eigenwilligen Charakteren sucht, darf hier gerne reinschauen und sich köstlich unterhalten lassen.

8/10

Fotocopyright: Warner Bros (Universal Pictures)

Hillbilly-Elegie

Inhalt

Lange war J.D. nicht mehr in der Heimat. Er stammt aus eher einfachen Verhältnissen und hat es trotzdem zum Jura-Studium geschafft. Kurz vor einem wichtigen Vorstellungsgespräch erhält er jedoch eine Hiobsbotschaft und muss kurzerhand zu seiner Mutter reisen. Innerhalb eines Tages kommen unliebsame Erinnerungen aus etlichen Jahren hoch…

Fazit

Das Filmjahr 2020 befindet sich im Endspurt und war bisher eher durchwachsen. Wenn ein Titel mich jedoch mehr als positiv überrascht und nachhaltig beeindruckt hat, dann war es dieses Drama hier. Die Inhaltsangabe von „Hillbilly-Elegie“ mag sich zunächst relativ unspektakulär anhören, doch der Streifen hat es gewaltig in sich.

Die Geschichte orientiert sich an wahren Begebenheiten und ist vielleicht auch deshalb so greifbar. Durch seine genialen Darsteller kann man sich erstklassig in die gezeigten Figuren hineinversetzen und deren Emotionen zutiefst begreifen. Dabei wurde jede noch so kleine Nebenrolle sorgsam besetzt und wirklich JEDER macht seine Arbeit hervorragend. Die Ähnlichkeit zu ihren realen Vorbildern (sind im Abspann zu sehen) ist verblüffend und sorgt im Nachhinein für kleine Schmunzler.

Die Handlung packt bereits nach wenigen Minuten und behält ihren Reiz bis zum durchaus versöhnlichen Ende bei. Das Auf- und Ab der Gefühle schlägt trotz mancher unangenehmer Situation nicht zu sehr auf das Gemüt und kleinere Lichtblicke wecken immer eine gewisse Hoffnung – auch beim Betrachter. Die Lage scheint immer wieder verfahren, doch die tapferen Pfeiler lassen sich nicht unterkriegen.

Ron Howard („A Beautiful Mind“, „Rush“, „Im Herzen der See“) fing das Geschehen mit tollen Bildern und viel Fingerspitzengefühl ein. Die Kamera verstärkt mit wilden Fahrten oder wackeligen Aufnahmen gekonnt die jeweilige Situation und alles ist auf den Punkt abgestimmt. Hier spürt man die erfahrene Hand des Regisseurs, die zudem mit viel Bedacht einen nicht ganz chronologischen Ablauf skizzierte. Der Film springt immer wieder zwischen den Zeiten hin und her und trotzdem verliert man nicht den Überblick. Man begreift immer direkt, an welcher Stelle wir uns befinden und sind sofort wieder auf dem aktuellen Stand der Dinge.

Neben den grandiosen Leistungen von Amy Adams, Glenn Close und Konsorten, möchte ich allerdings auch die Set-Gestalter loben. Zu jeder präsentierten Epoche gibt es nicht nur den passenden Kleidungs- und Schminkstil, sondern auch die passende Ausstattung – was Technik (Spielkonsolen) oder auch Dekoration (Filmposter) betrifft. Die Liebe zum Detail ist unglaublich und wäre im Grunde in dieser Form überhaupt nicht nötig gewesen, um die Identifikation greifbarer zu machen. Einfach bemerkenswert und keineswegs selbstverständlich.

Wieder einmal kann ich mich bei „Netflix“ nur bedanken. „Hillbilly-Elegie“ ist sicherlich keine millionenschwere Actionproduktion – vielmehr ein nachdenkliches Familiendrama mit Herz und Verstand, doch das Anschauen lohnt auf alle Fälle. Es schildert eindringlich das Leben in schwierigen Verhältnissen bzw. die Anstrengungen etwas Besseres aus sich zu machen und dabei fortwährend gegen Vorurteile ankämpfen zu müssen. Hier wurden sämtliche Komponente perfekt aufeinander abgestimmt und das Ergebnis fasziniert in jeder Hinsicht.

Sicherlich kein Film für „mal eben Zwischendurch“, aber ein fulminantes Ereignis, auf das man sich in ruhiger Minute unbedingt einlassen sollte. Howard hat erneut großes Kino abgeliefert und festigt seinen Ruf als Ausnahmetalent mit Gespür für kraftvolle Inszenierung.

9/10

Fotocopyright: Netflix

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