Filme, Serien, Videospiele, Fotografie und Lifestyle

Monat: Mai 2020 (Seite 1 von 8)

Arkham Asylum MOC

Basierend auf einem kleinen Starter-Set, und meinen alten LEGO (R) Teilen aus den 80igern/90igern (u.A. Burgen, Hafen, Polizeistation) habe ich ein größeres Arkham Asylum gebastelt. Hier habe ich der Fantasie freien Lauf gelassen und ein paar witzige Details eingebaut. Kenner wissen bestimmt, aus welchem Element der Wachturm besteht 😉

LEGO ist eine eingetragene Marke.
Alle Fotos dieser Seite – Copyright: hard-boiled-movies.de

Batmobile MOC

Meine Batmobile-Kreation aus LEGO (R). Größtenteils aus dem Kopf und mit ca. 25-30 Jahre alten Steinen aus meiner Kindheit entstanden. Einzig die Figuren sind neueren Datums. Ich wollte keine 1:1 Abkupferung des Kaufmodels und habe bewußt einige Akzente (u.A. rote Umrandung der Unterseite ) gesetzt.

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Jacobs Ladder – In der Gewalt des Jenseits

Inhalt

Seit seiner Rückkehr von Vietnamkrieg wird Briefträger Jacob von seltsamen Visionen geplagt. Als diese immer wieder schlimmer, trifft er sich mit seinen alten Kameraden und bringt das Thema zur Sprache. Auch sie werden heimgesucht und vermuten dahinter eine zwielichtige Aktion der Regierung…

Fazit

Vorneweg sei gesagt, dass man mir mit der Wertung verzeihen möge. Ich habe diesen Film vor etlichen Jahren im Fernsehen gesehen und seither auf eine anständige Veröffentlichung gewartet – doch mittlerweile hat der Zahn der Zeit deutliche Spuren hinterlassen.

Größtes Problem ist die mittlerweile bekannte Erzählstruktur, die kaum mehr Raum für Überraschungen lässt. Man hat zu viele, ähnlich gemachte Filme gesehen und ringt dem Verlauf und der Auflösung letztlich nur noch ein müdes Lächeln ab. Was damals Sensation, ist heute eher Standard und durch seine gemütliche Art schon fast ein wenig ermüdend.

Tom Robbins agiert außerordentlich gut und vermutlich habe ich ihn – bis auf „Die Verurteilten“ – auch nie besser gesehen. Schade nur, dass er die Geschichte allein nicht beschleunigen kann und der Abend hierdurch nicht unterhaltsamer – aber immerhin glaubwürdiger – wird.

Die Handlung an sich ist durchaus spannend und bietet ein paar krasse Szenen, die den Zuschauer aus seinem herunterfahren heraus reissen und neue Motivation ins Spiel bringen. So wurden Jacobs Visionen angenehm abgedreht und fast schon anstrengend betängstlich umgesetzt.

Nach der Sichtung von „Jacob’s Ladder“ habe ich fast schon ein wenig Angst um andere Klassiker, wie beispielsweise „Angel Heart“. Haben diese Werke doch einst so gut funktioniert, sind sie derweil nicht nur gemächlich inszeniert, sondern auch nicht mehr so originell und unvorhersehbar wie früher. Die aktuelle Scheibe von „Jacob’s Ladder“ macht trotz durchwachsener Bildqualität Spaß und wandert bei Liebhabern sowieso im Regal.

6,5/10

Fotocopyright: Koch Media GmbH

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Jacob’s Ladder – In der Gewalt des Jenseits – Mediabook (+ DVD) [Blu-ray]

Invincible Dragon

Inhalt

Kowloon ist Undercover-Cop und Spezialist für besondere Aufträge. Während er im Falle eines Polizistenmörders recherchiert, wird allerdings seine Verlobte entführt und die Angelegenheit bekommt neuen Drive…

Fazit

Als großer Fan asiatischer Filme, habe ich in meinem Leben schon Vieles gesehen und hierdurch relativ Resistent gegen schräge Ideen oder abgedrehte Inszenierungen. Im Grunde ist „Invincible Dragon“ ja auch vergleichsweise bodenständig, jedoch war ich mich immer wieder über seinen komischen Gesamteindruck erstaunt und hielt ihn deshalb für Besonders.

Die Geschichte klingt auf den ersten Blick ganz solide und auch die hochwertige Optik vermag zu überzeugen. Spätestens als die Darsteller zum ersten Mal die Fäuste schwingen, wird es langsam seltsam – und wenn sich die Handlung weiter entfaltet, wird es immer unausgegorener und blödsinniger.

Man kann sich nie zwischen Komödie, Drama, Action oder Kriminalfilm entscheiden. Die Genres werden wild und unstimmig miteinander verwoben und durch eine nahezu lachhafte Synchronisation und Musikuntermalung noch zur unfreiwilligen Komik erhoben. Die professionell gemachten Bilder werden durch dilettantische Schnitte versaut, die Akustik will ebenfalls nicht dazu harmonieren. Nichts passt richtig zusammen und der rote Faden geht beinah gänzlich unter.

Knackpunkt ist aber die Kurzweil, die trotz der trashigen Aufmachung durchaus besser hätte sein können. Nach einem netten Auftakt nutzt sich der schlecht balancierte Mischmasch sichtlich ab und der Unterhaltsfaktor sank beständig. Schauspieler, die auf ernst machen, helfen da nicht wirklich weiter und sind hier keiner großen Erwähnung wert. Höchstens deren Outfits – denn die passen zur unfreiwilligen Komik oder zum Fremdschämen stellenweise ganz hervorragend.

„Invincible Dragon“ schien ein spaßiges Erlebnis zu werden, doch unterm Strich blieb nur ein Brei aus guten Ansätzen. Durch seine unverständliche Art taugt der Titel nichtmal für eine Sichtung mal nebenbei und das ist extrem schade. Hartgesottene Asiafans schauen mal rein, der Rest wendet sich eiskalt ab und hat nichts verpasst. Punkte gibts für ein paar anschaubar choreografierte Kämpfe und bizarre Momente.

4/10

Fotocopyright: Koch Media GmbH

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Invincible Dragon [Blu-ray]

Super Dark Times

Inhalt

Zach, Josh, Daryl und Charlie sind beste Freunde und nahezu unzertrennlich. Sie verbringen ihre Zeit mit BMX-Rädern, Videospielen oder anderen Dingen, die in den 90igern eben angesagt sind. Alles ist soweit in Ordnung, bis sie bei Joshs Bruder ein Samuraischwert finden und direkt im Wald ausprobieren…

Fazit

Ein Mediabook für unter 10 Euro ist in fast jeden Fall ein Kauf ohne größere Überlegung wert. So auch bei „Super Dark Times“, von dessen Qualitäten ich mich schon vor einiger Zeit überzeugen konnte.

Statt den mittlerweile arg ausgelutschen 80igern, spielt die Handlung eine Dekade später und liefert damit etwas mehr Identifikationsmöglickeiten für uns Mittdreißiger. Mit vielen kleinen Gimmicks werden die Erinnerungen wunderbar gekitzelt und man fühlt sich schnell im Szenario wohl – und hat damit die größte Stärke des Films erkannt.

Die Geschichte hat zwar ordentlich Tiefgang und Gefühl, wirkt aber erst durch seinen Sympathiebonus so wunderbar ansprechend. Bevor sich die Handlung richtig entfalten kann, wurde der Zuschauer bereits eingefangen und betrachtet die tragische Prämisse mit etwas anderen Augen.

Die allgemeine Glaubwürdigkeit knackt bei besagter Prämisse (dem Unfall) zwar ein klein wenig, trotzdem könnte man das Gebotene so hinnehmen. Durch seinen authentischen Touch entfaltet der weitere Verlauf dann einen angenehmen Sog und man bleibt durchwegs am Ball. Die Handlung lebt von ihren jungen und vor allem tadellos agierenden Darstellern. Man nimmt ihnen die interne Zerrissenheit und deren Überlegungen vollends ab.

Für die technische Seite sollte man empfänglich bzw. offen sein. Der Film ist sauber und hochwertig gedreht, schaut aber nicht wie ein teuerer Kinofilm aus. Ich würde ihn in die gehobene Amateuerklasse einordnen – was letztlich auch prima zum gesamten Setting passt und den realitätsnahen Eindruck verstärkt. Der Look ist auf seine Weise cool und wird mit passenden, zeitgemäßen Klängen untermalt. Alles nicht ganz auf höchsten, aber durchaus stimmigen Niveau.

„Super Dark Times“ gehört zu den Filmen, die in erster Linie von Nostalgie leben und erst nach dem Abholen des Publikums mit einer gescheiten Erzählung beginnen. Sicherlich kein Titel für jeden Tag, jedoch für einen kurzweiligen Tripp in die Vergangenheit ganz gut geeignet. Ich mag den Stil, die Optik und die Darsteller – das Mediabook hat sich gelohnt.

7/10

Fotocopyright: Alive AG

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Ready or Not? – Auf die Plätze, fertig, tot

Inhalt

Das Abendessen bei den künftigen Schwiegereltern hat sich Grace wahrscheinlich völlig anders vorgestellt. Statt eines harmonischen Zusammentreffens findet eine merkwürdige Zeremonie statt und die Braut wird plötzlich zur Gejagten…

Fazit

So richtig ernst kann man „Ready or Not?“ eigentlich nicht nehmen, aber das haben die Macher auch sicherlich nicht verlangt. Wir erhalten eine Handlung mit äußerst schräger Ausgangslage – die bis zu seinem tragischen Ende überaus geschmeidig bei Laune hielt.

Am besten gefiel mir, dass die Darsteller wohl sichtlich Spaß bei der Arbeit hatten und ein angenehmes Feeling an den Zuschauer vermitteln. Alle scheinen gut drauf und machen ihre Sache außerordentlich gut – was im Kontext mit der sonderlichen Story nicht unbedingt einfach war.

Der Verlauf ist extrem kurzweilig und besaß keine nennenswerte Längen. Der ruhigere Anfang ging relativ schnell über die Bühne und ab Beginn der wilden Jagd gab es kaum Pausen zum Verschnaufen. Es ging witzig und sogar ein bisschen blutig zur Sache. Der gehobene Härtegrad war nicht übertrieben und passte ausgezeichnet zum befremdlichen und trotzdem ansprechenden Szenario.

Ob man in diesem Werk nun eine Komödie, überspitzte Gesellschaftssatire oder einfach nur einen sinnfreien Actionthriller sieht – er macht jederzeit eine gute Figur und lebt von seiner Kurzweil. Als absoluten Pflichttitel würde ich „Ready or Not?“ auf keinen Fall bezeichnen – ihn aber gerne Weiterempfehlen und im oberen Wertungsdrittel ansiedeln. Freunde von beispielsweise „Get Out“ kommen garantiert auf Ihre Kosten!

7/10

Fotocopyright: Twentieth Century Fox Home Entertainment

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Ready or Not? – Auf die Plätze, fertig, tot [Blu-ray]

Razer Kitty Gaming Bundle

Vor einigen Tagen gab es bei einem großen Versandhändler neben einer Gaming-Tastatur (Test folgt), auch ein umfangreiches Bundle von Razer im Angebot – welches ich mir spontan geschnappt habe und nun ein wenig darüber berichte.

Das Paket trägt den verheißungsvollen Namen „Razer Kitty Gaming Bundle“ und beinhaltet mehrere aufs Gaming optimierte Komponente:

  • RAZER Kraken X Lite (Headset)
  • RAZER Kitty Ears (Ohrenaufsätze für Headsets)
  • RAZER Mouse Bungee V2 (Kabelführung für die Maus)
  • RAZER Basilisk Essential (Maus)
  • RAZER Goliathus Mobile Stealth (Mauspad)

Alle Teile kommen in einer großen Box, aber jeweils einzeln verpackt daher. Das schlichte Design gefällt mir außerordentlich gut.

RAZER Basilisk Essential

Die Maus ist kabelgebunden und richtet sich aufgrund ihrer Form wohl eindeutig an Rechtshänder. Das Kabel ist ausreichend lang und mit einem speziellen Kunststoff (kein richtiger Stoff) ummantelt. Meine bisherigen Tests verliefen äußerst positiv, da die Maus super reagiert und die Tasten geniale Druckpunkte haben. Man hört – im Gegensatz zu meiner alten Maus – ein sattes Klicken und spürt den Feedback angenehm in der Hand.

Angeschlossen an den Rechner, ist das RAZER-Logo erleuchtet. Per Software kann die Beleuchtung nahezu unermesslich gesteuert werden. Vom einfachen Ein/Aus bis zum Farbwechsel nach mehreren Kriterien. Ich lasse beispielsweise das gesamte vorhandene Farbspektrum „wellenförmig“ durchlaufen, aber ein Pulsieren nach Akustik (z.B. im Takt zum abgespielten Lied) ist auch möglich. Macht aber meiner Meinung bei einer Tastatur aber mehr Sinn.

RAZER Mouse Bungee V2

Das „RAZER Mouse Bungee V2“ ist nichts anderes, als eine Kabelführung für die mitgelieferte Maus. Dazu wird einfach das Kabel von oben eingefädelt. Sobald man bei hektischen Zocken an Eingabegerät zupft, bleibt das Kabel nirgends hängen, denn der „Kopf“ der Konstruktion gibt elastisch nach und sorgt auf simple Weise für „Kabelnachschub“. Schwierig zu erklären – und für mich bislang unnötig – aber ich habe mich dran gewöhnt und finde es ganz gut. Stylisch schaut es sowieso auf dem Schreibtisch aus. Funktioniert natürlich mit jeder Maus oder Tastatur – macht bei Keyboards in diesem Fall weniger Sinn.

RAZER Kraken X Lite

Neben der Maus hatte ich es natürlich auf das Headset abgesehen, welches mir vom Design auf den ersten Blick zugesagt hat. Es ist zwar kabelgebunden, aber der gute Sitz und ordentliche Klang machen dieses Manko locker wett. Mitgeliefert wird ein Code zum Herunterladen einer Software, die eine „Hochskalierung“ auf 7.1 vornimmt. Das klingt so gut, dass ich mir dieses Festure als Standard eingerichtet habe.

Im Gegensatz zu meinem SteelSeries Headset ist die Verarbeitung dank des vielen Kunststoff weniger wertig, der Tragekomfort aber weitaus höher. Das Headset ist leicht, gut gepolstert und drückt nicht auf den Ohren. Leider sind die Seiten nicht beleuchtet (es sah auf einigen Bildern nämlich so aus).

Auch das Kabel des Headsets ist nicht mit Stoff, sondern ähnlich griffigen Kunststoff ummantelt. Eine Verlängerung ist ebenfalls im Lieferumfang.

RAZER Kitty Ears

Absolutes Highlight dieses Bundles sind eindeutig die schicken Katzenohren, welche einfach an Kopfhörer/Headsets bzw. das mitgelieferte RAZER Kraken X Lite angebracht werden können. Sie bieten keinerlei technische Funktion – machen aber ordentlich was her und verwirren vielleicht den Gegenspieler in hitzigen Gefechten. Ich hab sie als Gag jedenfalls mal angebracht.

Fazit

Ich war in erster Linie auf der Suche nach einer neuen Maus und einem neuem Headset. Allein hierfür hat sich dieses Paket gelohnt. Kabelführung, Katzenohren und Mauspad (noch nicht getestet) sind eine nette Dreingabe, die ich liebend gerne mitnehme. An die Führung habe ich mich total gewöhnt und die kultigen Ohren sorgen immer wieder für Lacher. Da die Qualität aller Teile bislang stimmt, kann ich das „Razer Kitty Gaming Bundle“ wärmstens empfehlen.

Preis/Leistung: sehr gut

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Razer Kitty Gaming Bundle mit Basilisk Essential, Kraken X Lite, Goliathus Mobile Stealth, Mouse Bungee V2 und Kitty Ears, Grün

Razer Kraken Kitty – Gaming Headset (Das Katzenohren-Headset mit anpassbarer RGB Chroma-Beleuchtung, Mikrofon mit aktiver Rauschunterdrückung, Bedienelemente an der Ohrmuschel) schwarz

Razer Kitty Ears Katzenohren (für Razer Kraken Gaming Headsets einzigartiger Look und Design für jedes Razer Kraken) Grün


Ich habe dieses Produkt selbst erworben und es wurde mir von keinem Hersteller/Händler zur Verfügung gestellt!

Boy Missing

Inhalt

Ein Junge verschwindet und taucht kurz darauf verängstigt wieder auf. Da seine Aussagen nicht eindeutig sind, steht die Polizei vor einem Rätsel. Trotz dieser Umstände steht relativ schnell ein Verdächtiger fest, der von der Mutter des Kindes am liebsten für immer hinter Gittern verschimmelt…

Fazit

Liebhaber grundsolider Thriller liegen hier vollkommen richtig. Der Streifen ist zwar eher ruhig, entwickelt aber einen angenehmen Sog und bietet überdies auch ein paar ordentliche Wendungen. Gute Schauspieler und eine hochwertige Inszenierung runden den guten Eindruck ab und geben keinen Grund zur Klage.

Persönlich hätte ich mir vielleicht ein bisschen mehr Action oder ein etwas höheres Tempo gewünscht, unterm Strich war das Resultat dennoch weitestgehend gefällig.

Die Geschichte entwickelte sich naturgemäß nicht so, wie es auf den ersten Blick scheint und hält witzige Überraschungen parat. Es war zwar alles sehr gemächlich – doch grade so ausbalanciert, um das Interesse nicht zu verlieren. Natürlich habe ich mich in ein oder zwei Momenten nach der Logik gefragt, trotzdem konnte man die Handlung hinnehmen.

Bei den Darstellern glänzte vor allem die junge Hauptfigur, der Rest ging in Ordnung. Gut besonders deren Look, denn normal anmutende Gesichter sind gerade bei solchen Filmen wesentlich glaubwürdiger als glatte Models. Die Akteure wirkten aus dem Leben gegriffen, boten Ecken und Kanten.

Gerade aus Spanien gibt es ein paar bessere Genrevertreter, doch richtig schlecht war „Boy Missing“ keinesfalls. Er hielt auf ruhige Art bei Laune und bot eine halbwegs ausgefeilte Story. Kein Highlight, aber durchaus brauchbar – und somit (wie Eingangs erwähnt) für Liebhaber nicht verkehrt.

6,5/10

Fotocopyright: Koch Media GmbH

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Boy Missing [Blu-ray]

S.H.I.T. – Die Highschool GmbH

Inhalt

Die Highschool ist endlich vorbei und die Welt des Collages wartet auf Bartleby und sei eine Freunde. Dumm nur, dass sie nirgendwo angenommen werden und der Druck der Eltern wächst. Kurzerhand beschließen sie von ihren Studiengeldern selbst ein Bildungsinstitut zu gründen…

Fazit

Dank Netflix kommt man endlich wieder in den „Genuss“ manch älterer Schinken, die man damals zwar in der Videothek geliehen – sich aber nie zu einem Kauf durchgerungen hat. „S.H.I.T. – Die Highschool GmbH“ ist so ein Fall und schmerzlich wurde mir klar, warum er bislang nie den Weg in die Sammlung fand.

Die Handlung ist grundsätzlich mal quatsch, aber das kann man dem Werk gar nicht mal krumm nehmen. Die Macher brauchten schließlich eine Grundlage für ihre Gags, die leider nicht immer zündeten. Anspruch oder sonstige Tiefe waren nie gefragt – dafür sinnfreien Unterhaltung und einen kurzweiligen Verlauf. Beides eher Fehlanzeige.

Ich weiß nicht, ob ich bei Erstveröffentlichung schon zu alt für den Film war oder im Gegensatz zu einigen Konkurrenten (z.B. „Old School“) mein Humor nicht getroffen wurde. Man schaut dem Treiben relativ uninteressiert zu und ringt sich nur selten ein Lächeln ab. Meist besteht der Inhalt aus Fremdschämen und sonst nichts. Der Streifen ist zumeist eher schleppend und wenig unterhaltsam. Vorhersehbar sowieso.

Auf Seiten der Darsteller gibt es zwar ein paar bekannte Gesichter zu verzeichnen, doch so richtig überzeugen konnte Niemand. Für Justin Long und Konsorten gilt der Titel möglicherweise sogar als Jugendsünde. Sie machen nette Mine und schauen in erster Linie hübsch aus – immerhin das Design ihrer Klamotten kommt heute noch witzig daher. Soweit alles Genre-Standard würde ich behaupten.

Filme wie „American Pie“ haben seinerzeit super gefallen und sind mittlerweile hoffnungslos überholt. „S.H.I.T.“ hat mir schon damals nicht sonderlich gemundet und ist mit all den Jahren sogar noch schlimmer geworden. Wer mit absolut flachen Teenie-Zoten etwas anfangen kann, wird vielleicht glücklich – alle Anderen sind so erwachsen, dass sie gern verzichten können. Punkte gibts lediglich für ein paar kleinere Lacher, die vielleicht eher aus Verzweiflung entstanden sind.

3,5/10

Fotocopyright: Universal Pictures Germany GmbH

Point Blank

Inhalt

Unfreiwillig gerät Pfleger Paul zwischen die Fronten zwischen Gangstern und Polizisten. Als ein Mordverdächtiger auf seiner Station eingeliefert wird, dauert es nicht mehr lang, bis er zum Komplizen wird…

Fazit

Mit „Point Blank“ präsentiert uns Netflix wieder so einen Film, der sich nicht richtig für eine Richtung entscheiden kann und am Ende recht unausgegoren wirkt.

Ständig schwankt der Titel zwischen Action und Komödie hin und her, konnte sich nie auf ein Genre festlegen und brachte keinen Part gut zueinander. Es fing eigentlich schon bei der merkwürdigen Musik an, die nie mit den Bildern harmonieren wollte. So gab es grundsätzlich coole Punk- oder Pop-Songs, die jedoch nie zur jeweiligen Szene passten. Das habe ich so selten und vor allem durchgängig noch nie erlebt. Ob der stümperhafte Mix so gewollt ist, vermag ich nicht zu sagen. Als Stilmittel gefällt es jedenfalls mir nicht.

Die Darsteller machen ihre Sache okay, mehr aber auch nicht. Sie agierten bestenfalls auf einfachem Serien-Niveau und somit oft zu hölzern. Ihr Auftreten erschien viel zu ernst, was – wie beim Soundtrack – nicht immer mit der jeweiligen Situation funktionieren wollte. Immerhin sorgt das gar nicht mal so gute Spiel für eine sonderbare Chemie zwischen den Hauptcharakteren, die eigentlich prima funktionierte.

Die Handlung bedient sich ungeniert beim anderen Genrevertretern, ohne deren Stärken zu übernehmen. Es war irgendwie von Anfang klar, dass ein falsches Spiel gespielt wird und die Übeltäter geben durch ihre gekünstelte Mimik ihre Hintergründe zu früh Preis. Selten konnte man sich von Anfang an seinen Figuren so sicher sein und sie so leicht einschätzen. Überraschungen blieben somit komplett aus und das war schon irgendwo sehr schade. Auch um neue Ideen war man nicht bemüht.

Die Mängelliste von „Point Blank“ ist lang und dennoch fällt das Urteil gnädig aus. Wollte ich die Sichtung nach einigen Minuten sogar abbrechen, entfaltete sich durch seine Unausgewogenheit ein seltsamer Flow, der bis zum Ende unerwartet unterhalten konnte. Die ersten halbe Stunde war wirklich für die Tonne, aber danach steigerte sich zumindest der Unterhaltungsfaktor und man blieb dran. Nachdem man sich innerlich mit dem Trash abgefunden hatte, war das Ergebnis ganz in Ordnung – und dennoch weit von echten Knüllern entfernt. Netflix bietet uns so viele Highlights, da darf es auch mal sowas seichtes für Zwischendurch sein.

5,5/10

Fotocopyright: Netflix

Weitere Infos: https://www.netflix.com/de/title/80221677

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