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Kategorie: Hardware (Seite 1 von 5)

Razer BlackShark V2 X – Premium Esports Gaming Headset

Einleitung

Ich mag Razer und liebe es regelmäßig neue Hardware zu testen. Das „Blackshark“ hatte ich aufgrund seines tollen Designs schon länger auf dem Schirm und bei einem Angebotspreis von 35 Euro konnte ich einfach nicht widerstehen.

Lieferumfang und erster Eindruck

Das „Blackshark“ kommt in einem typisch für Razer gestalteten Karton daher. Neben dem kabelgebundenen Headset an sich, liegen diverse Unterlagen, ein Download-Code für die 7.1 Software, eine kleine Transporttasche und sogar ein farblich passendes Klinken-Verlängerungskabel bei.

Das Headset besteht überwiegend aus Kunststoff und am Bügel aus durchgehendem Kunstleder und fühlt sich haptisch sehr gut an. Es ist recht steif und klappert wenig.

Die Größenverstellung hat sich bei mir erst auf den zweiten Blick bzw. beim Anprobieren erschlossen. Man vergrößert nicht den breiten Bereich des Bügels, sondern lediglich die schmalen Aufhängungen der Ohrmuscheln. Das scheint filigran, macht aber dennoch einen stabilen Eindruck und alles bleibt in seiner Position.

Die Polster sind dick und weich, drücken nach Stunden nicht aufs Ohr. Die Abschirmung nach Außen ist gut und die Dämmung für den Zocker selbst ist einwandfrei. Erwähnen möchte ich auch, das ich bislang noch keine schwitzigen Lauscher bekam.

Klang

Durch seine gute Abschirmung kann man sich gut auf den Klang konzentrieren – und der ist für diese Preisklasse sehr gut. Es gibt einigermaßen kräftige Bässe, doch auch die Sprachverständlichkeit ist einwandfrei..

Da ich noch immer kein Experte bin, versuche ich mit eigenen Worten den Unterschied zwischen günstigeren und teureren Geräten zu umschreiben. Die „Blackshartk“ spiele sauber und scheppern nicht (wie man es von preiswerten Konkurrenten eher kennt), fühlen sich aber nicht so weit und räumlich wie beispielsweise die Astro A50 an. Man fühlt sich gut eingeschlossen und schätzt die deutliche Wiedergabe sämtlicher Quellen, vermisst aber manchmal den spürbaren Wumms.

Der 7.1 Effekt wird künstlich durch eine Software erzeugt, die bereits anderen Headsets des Hauses beilag und grundsätzlich auch mit anderen Herstellern funktioniert. Hier wird das anliegende Signal „aufgebläht“, aber die Ergebnisse sind unterschiedlich. In Spielen kann der heftigere Bass und die erhöhte Räumlichkeit durchaus Spaß bringen, beim Hören von Musik fand ich das Ganze stellenweise zu dröhnend. Hier sollte man einfach mal ein bisschen spielen (Effekt lässt sich ohne Unterbrechung ein- oder ausschalten).

Das Mikrofon klingt etwas dumpf und rauscht leicht, geht aber fürs gelegentliche Kommunizieren beim Zocken völlig in Ordnung. Für Podcast oder Ähnliches würde ich sowieso zu einem separaten Mikro raten.

Positiv

  • schlichtes, ansprechendes Design
  • guter Klang
  • bequemer Sitz
  • gute Verarbeitung
  • Lautstärkeregelung per Regler
  • schönes Zubehörpaket (Verlängerungskabel, Tasche)
  • durch Klinke universell Einsetzbar

Neutral

  • Bass könnte hin und wieder kräftiger sein
  • 7.1 nur per Software
  • 7.1 sollte von Anwendung zu Anwendung getestet werden

Negativ

  • Klinkenkabel nicht abnehmbar
  • Mikrofon fest angebracht und auch nicht einziehbar

Fazit

Für einen relativ geringen Preis erhält man derzeit ein wirklich gutes Marken-Headset, welches sich in vielen Bereichen (u.A. Haptik, Klang) deutlich von der drunter liegenden Klasse abhebt und seinen geringen Aufschlag somit mehr als gerecht wird.

Das „Blackshark“ schaut nicht nur toll aus (ist sicherlich Geschmackssache), sondern überzeugte mich klanglich uneingeschränkt beim Gaming an Rechner und Konsole. Sicherlich höre ich den Unterschied zu einem deutlich feiner auflösenden Astro A50 direkt heraus, doch in der Razer-Preisregion habe ich bisher nichts Besseres gehört.

Wollt ihr nicht allzu viel Geld ausgeben und habt kein Problem mit Kabelbetrieb, dann empfehle ich das „Blackshark“ auf jeden Fall. Der Aufpreis zu ganz günstigen Headsets macht sich definitiv bezahlt.

Preis-/Leistung: gut

Fotocopyright: hard-boiled-movies.de

Nintendo Switch OLED im Unboxing

Nach der ursprünglichen Switch und der kleineren Lite-Variante hat pünktlich zum Erscheinungstag auch die OLED-Version den Einzug in meine Sammlung gefunden. Primärer Kaufgrund war die Online-Fähigkeit, da meine erste Konsolengeneration aufgrund von Firmware-Modifikationen mittlerweile vom eShop ausgeschlossen wurde und Spiele-Updates fortan immer etwas komplizierter zu bewerkstelligen waren. Der etwas größere Bildschirm, die strahlenden Farben, sowie der LAN-Anschluss im neuen Dock waren natürlich auch nette Argumente für die neue Revision.

Obwohl die Konsole ab Werk bereits mit einem Schutzfolie kommt (diesmal kommt immerhin echtes Glas zum Einsatz), habe ich ein weiteres Gläschen angebracht und sie direkt in eine nettes Cases gepackt.

Besonders beim letzten Bild wird der Unterschied zum alten Display gut sichtbar. Beide Konsolen wurden jeweils auf maximale Helligkeitsstufe eingestellt und hier punktet der satte OLED-Schirm immens.

Fotocopyright: hard-boiled-movies.de

Sennheiser HD 350BT Bluetooth-Kopfhörer

Einleitung

Als großer Fan von Kopfhörern und Headsets teste ich gerne verschiedene Modelle durch und habe auch immer gerne Ersatz im Hause. Bei einem Sale direkt beim Hersteller, konnte ich die Sennheiser HD 350BT zu einem annehmbaren Preis (knapp 40 Euro inkl. Express-Versand) erwerben und hier nun ein paar Eindrücke von meinem mittlerweile mehrtägigen Einsatz schildern.

Lieferumfang, erster Eindruck und Bedienung

Die Verpackung ist im typischen „Sennheiser-Look“ gestaltet und enthält neben den eigentlichen Kopfhörern auch ein USB-C Kabel, sowie eine kleine Anleitung.

Die Kopfhörer an sich bestehen überwiegend aus Kunststoff und fühlen sich hierdurch ein wenig wackelig an. Sie sind aber ordentlich verarbeitet und besitzen sehr fluffige Polster.

Das Koppeln mit Handy und Tablet hat einwandfrei und schnell funktioniert. Die kostenfreie App auf dem Mobiltelefon hat sogleich zu einem Update der Firmware aufgerufen und es war problemlos durchführbar.

Die Ohrpolster wirken auf den ersten Blick sehr weich und offenbar bequem, sind aber vergleichsweise klein und unerwartet unkomfortabel. Die Muscheln liegen eher auf, statt über den Ohren – und da lag der Hund begraben. Als Brillenträger hatte ich damit anfangs jedoch keine Probleme, war sogar über die tolle Abschirmung nach Außen überrascht – doch nach rund einer Stunde schmerzte es gehörig an den Lauschern. Weniger weil der Bügel zu fest ist, vielmehr weil die Polster eben unschön gegen den Kopf drücken.

Die Bedienung erfolgt glücklicherweise nicht über Touch-Gesten, sondern über richtige Tasten – die bei der Ersteinrichtung über die App noch einmal anschaulich erklärt werden. Eine Wippe sorgt für die Laustärke, ein Kippschalter spielt das vorherige oder nächste Lied.

Klangqualität

Schon bei der ersten Inbetriebnahme ist mir der extrem basslastige Ton aufgefallen. Bei geringer Lautstärke ist streckenweise kaum etwas vom Gesang (Rock-Musik) zu verstehen, doch je lauter, desto klarer das Ergebnis. Abhilfe schafft hier natürlich der im Handy vorinstallierte Equalizer – oder den der die offizielle App zusätzlich mitbringt.

Hat man seine passende Einstellungen gefunden, klingt der HD 350BT gut – aber nicht überragend. Er fühlt sich immer etwas dumpf und nicht so klar, wie die gehobenere Konkurrenz an. Die Bühne wirkt nicht nur wegen seiner engeren Passform etwas eingeschränkt und bietet nicht so hohe Räumlichkeit. Ich kann es als nicht besonders audiophiler Mensch nicht anders umschreiben – die Bose 700 wirken „luftiger“ „breiter“ und alles deutlich voluminöser.

Die Gesamtlautstärke könnte zwar etwas höher sein, hat für meine Verhältnisse jedoch ausgereicht. Jemand, der gerne richtig laut Musik hört, wird sich eventuell über einen Player mit Software-Erhöhung versuchen müssen.

Die Modelle verfügen über kein ANC, was sich in der Praxis jedoch nicht allzu dramatisch herausstellte. Die Polster liegen so dicht auf den Ohren, dass eine natürliche Isolierung zum Tragen kommt und Geräusche von Außen ziemlich gut gedämmt werden. Positiv auch, dass somit ein gewohntes „ANC-Rauschen“ bei ruhigen Passagen/zwischen den Tracks gänzlich entfällt.

Positiv

  • guter Klang
  • Bluetooth 5.0 und AptX
  • schickes Design
  • tolle Abschirmung nach Außen
  • gutes Bedienkonzept
  • sehr leicht
  • USB-C
  • EQ und Firmware-Update via App

Neutral

  • Klang recht basslastig
  • kein ANC (aber durch seine dicken Polster dennoch gute Dämmung)
  • maximale Lautstärke etwas unter der Konkurrenz (aber zumeist ausreichend)
  • Ohrenpolster zu klein

Negativ

  • kein Klinkenanschluss
  • Drücken auf den Ohren nach knapp einer Stunde
  • müssen für guten Sitz immer wieder etwas zurechtgerückt werden
  • kein Transport-Case

Fazit

Zu einem Normalpreis von rund 100 Euro haben es die Sennheiser aufgrund starker Konkurrenz wohl schwer und können nicht mithalten. Sie klingen zwar halbwegs neutral und dennoch angenehm bass lastig, kommen in vielen Bereichen jedoch nicht an teure Konkurrenz heran. Besonders der Tragekomfort nach rund einer Stunde hat mir dann doch wortwörtlich leichte Kopfschmerzen bereitet.

Zum stark reduzierten Kurs (<50 Euro) kann man gerne mal zuschlagen und austesten. Ansonsten würde ich in dieser Preislage lieber erneut zu den „Soundcore Q20“ (nicht 30!) greifen – zumal bei den Sennheisern der Klinkenanschluss unter Umständen bitterlich fehlt.

Unterm Strich sind die Sennheiser HD 350BT brauchbare, aber keine überragenden Kopfhörer – die mit gutem Sound, aber mäßigen Sitz nur halbherzig punkten können. Wären sie bequemer (oder hätte ich die passenden Ohren) fiele meine Begeisterung ein wenig höher aus.

Klang: 7/10
Haptik: 6/10
Optik: 7,5/10
Gesamt: 7/10
Preis-/Leistung: befriedigend

Fotocopyright: hard-boiled-movies.de

Preisbrecher – Das ONIKUMA Gaming Headset unter 10 Euro

Einleitung

Wieder einmal bin ich beim Stöbern durch das umfangreiche Sortiment des großen Versandriesen auf ein günstiges Spielzeug gestoßen und habe es aufgrund seiner interessanten Optik und des niedrigen Preises spontan in den Warenkorb gelegt. Ähnlich wie bei den günstigen Beamern war die Erwartungshaltung bei einem Headset unter 10 Euro nicht gerade hoch, doch analog den Projektoren habe ich insgeheim auf eine kleine Überraschung gehofft.

Lieferumfang und erster Eindruck

Das ONIKUMA kommt in einer nett gestalteten Verpackung daher und bringt neben einer kleinen Anleitung und einem Klinken-Splitterkabel (Trennung Audio und Mikrofon) kein weiteres Zubehör mit.

Es handelt sich um ein kabelgebundenes Modell, welches per Klinke Anschluss an den Rechner findet. Der USB-Anschluss dient lediglich für die Stromversorgung der vergleichsweise recht dezenten Beleuchtung.

Das Kabel ist recht dick und mit Stoff umschlossen. Leider ist es fest am Gerät angebracht – was jedoch auch bei anderen Preisregionen nicht unüblich ist und bei Defekt wohl zu unweigerlich einem Komplettaustausch führt.

Das Headset besteht nahezu komplett aus Kunststoff, besitzt aber einen kleinen Metalbügel im Inneren. Das Konstrukt ist recht stabil und die Größenverstellung rastet einwandfrei ein.

Klang, Sitz und Mikro

Vorneweg sei gesagt, dass man hier keine Vergleiche zu einem gut austarierten ASTRO A50 oder dergleichen ziehen sollte. Der Klang der xxx geht für ein Headset dieser Preisklasse vollkommen in Ordnung. Die maximale Lautstärke ist gegenüber der Konkurrenz etwas leise (für mich aber immer noch ausreichend in einer ruhigen Umgebung) und der einfache Stereo-Klang dank großen 50mm-Treibern wirklich gut.

Der Bass ist sehr präsent, was gerade bei Spielen für Laune sorgt. Zwar „scheppert“ das Klangbild ein bisschen, doch beim Zocken finde ich dies nicht unbedingt verkehrt. Für Film- oder Musikfreunde ist das vielleicht nicht ganz so optimal, da etwas dröhnend und unsauber – für Gamer eigentlich kein allzu ernstes Thema.

Der Game-Sound an sich ist – wie bereits erwähnt – recht gut, obgleich sind alles ein wenig „eingeengt“ anfühlt. Ich kann es nicht richtig beschreiben, doch sobald man das Headset auf dem Schädel halt, fühlt sich alles ein Stück weiter weg und nicht so räumlich an. Das ist nicht schlimm, aber am Anfang gewöhnungsbedürftig – und natürlich im Angesicht des Preises ein kleiner Kompromiss.

Geräusche lassen sich gut orten – was bei Shootern oder Gruselspielen große Vorteile mit sich bringt und zuverlässig funktioniert. Bei beispielsweise „The Suicide of Rachel Foster“ konnte ich die Richtung von klingelnde Telefone oder rauschenden Funkgeräten prima ausfindig machen. Bei ähnlich günstigen Mitstreitern hatte ich schon den Effekt, dass Kanäle vertauscht wurden – und dies keine Fehler vom Programm waren.

Zu Beginn saß das Headset etwas straff und ich habe das Schlimmste befürchtet, doch noch ein paar Sekunden war jedoch alles in Ordnung. Die Stoffpolster wirken optisch zwar weniger elegant als bei manchen Konkurrenten mit Lederausstattung, doch mit etwas Gefummel liegen sie gut auf den Ohren und drücken nicht an der Brille. Glücklicherweise schwitzt man darunter zwar nicht, aber die Lauscher werden schon etwas warm.

Ich bin kein Online-Spieler und lege daher weniger wert auf ein gutes Mikrofron bzw. kann die Qualität derer nicht maßgeblich einschätzen oder vergleichen. Ich habe mit den ONIKUMA ein Testtelefonat durchgeführt und der Partner hat mich einwandfrei und laut verstanden. Das geht für mich in Ordnung, fürs geschäftliche „Teamsen“ wäre mit der Look aber sowieso zu auffällig.

Fazit

Selbst zum normalen Preis von rund 20 Euro (knappe 8,50 Euro waren per Gutschein möglich) ist das ONIKUMA für preisbewusste Zocker eine echte Empfehlung wert. Sicherlich klingt es ähnlich „gut“ wie andere Headsets dieser Preisregion, doch letztlich bildet die extravagante Optik das berühmte Zünglein an der Waage.

Im Vergleich zu hochpreisigen Modellen (z.B. dem ASTRO A50) bemerkt man natürlich deutliche Unterschiede in der Klarheit des Klanges, doch fürs gelegentliche Gaming ist die gebotene Soundqualität vollkommen in Ordnung. Schritte können einwandfrei geortet werden und der leicht scheppernde Bass macht vor allem beim Ballern echt Laune. Ich habe ein wenig mit vorhandener 7.1 Software (von meinem damaligen Razer-Modell) gespielt und konnte den Sound tatsächlich noch einen Ticken aufwerten (mehr Räumlichkeit verleihen).

Musik hören oder Filme schauen geht mit diesem Preisbrecher sicherlich ebenfalls ganz annehmbar, trotzdem würde ich hier eher zu hochwertigeren, besser dafür abgestimmten, etwas weniger dumpfen Kopfhörern greifen. Der Sound ist für das gelegentliche Gaming schon okay, aber die Klangbühne für High-Res Audio verständlicherweise einfach nicht fein genug aufgelöst. Für mich unterm Strich aber kein K.O.-Kriterium und erst recht kein Grund zur schlechteren Bewertung. Für seinen Preis eine absolut runde und spaßige Sache!

Positiv:

  • extrem günstiger Preis
  • tolle Optik
  • bequemer Sitz (nach kurzem anfänglichen Drücken)
  • ordentlicher Klang
  • brauchbares Mikrofon
  • langes und dickes Kabel mit Lautstärkenregelung
  • dezente Beleuchtung
  • dank Klinke sehr universelle Einsatzmöglichkeit

Neutral:

  • fest angebrachtes Klinkenkabel (in der Preisregion ebenfalls normal)
  • könnte etwas lauter sein (Laustärke für mich absolut ausreichend)
  • Isolierung nach Außen eher schlecht (ist eh für den Heimeinsatz gedacht)
  • etwas warme (aber keine schwitzenden) Ohren beim längeren Zocken
  • keine zusätzliche Software für weitere Klangeinstellungen

Negativ:

  • (bisher noch nichts)

Preis-/Leistung: sehr gut

Pandora Box DX 2020 Mini Arcade Machine mit 3.000 Spielen

Einleitung

Als Fan alter Arcade Klassiker, habe ich immer ein offenes Auge für neue Hardware und deren Emulationsmöglichkeiten. Per Zufall bin ich bei YouTube über die „Pandora Box DX Mini Arcade“ gestoßen und habe zu einem Preis von knapp 120 Euro einfach mal zugeschlagen.

Lieferumfang & erster Eindruck

Das Teil kommt in einem schlichten, aber robustem Pappkarton mit chinesischen Texten bedruckt.

Im Lieferumfang befindet sich das Gerät an sich, ein Netzteil (mit viel zu kurzem Kabel), ein leerer 32 GB USB-Stick und ein Handbuch. Zusätzliche Funk-Controller (wie bei anderen YouTubern) waren leider nicht enthalten.

Hier das Gerät in voller Pracht. Die Kürze des Netzkabels lässt sich wohl erahnen.

Auf der Rückseite befindet sich der Ein-/Ausschalter, der Stromanschluss, ein Laustärkenregler, ein Audio-Ausgang, der HDMI-Ausgang und eine Taste um jederzeit in das umfangreiche Einstellungsmenü zu gelangen.

Seitlich befinden sich zwei USB-Anschlüsse, an denen USB-Sticks (mit Roms) und/oder weitere Eingabegeräte angeschlossen werden können.

Auf der Unterseite (bei mir fehlt ein Füßchen) gibt es nicht viel zu sehen. Hinter der präsenten Klappe verbirgt sich Nichts. Vielleicht war hier mal ein Akku-Pack für die mobile Verwendung angedacht. Die ungünstig angebrachten Lautsprecherausgänge werden bei Benutzung auf der Couch oder dem Schoss leicht verdeckt und der Ton wirkt hierdurch dann extrem leise. Schade, da die Teile sonst eine überraschend gute Qualität aufweisen.

Das (englische) Handbuch ist prinzipiell gut gemacht. Die Seiten sind dick und der farbige Druck sehr ordentlich. Leider geben die umfangreichen Ausführen keine Informationen über die notwenigen Ordnerstrukturen auf dem USB-Stick, so dass man zwingend auf Information des Verkäufers oder Recherchen im Internet angewiesen ist.

Einrichtung & Inbetriebnahme

Verständlicherweise kommt das Gerät aus Copyrightgründen ohne Spiele daher. Dem Paket liegt allerdings eine Karte mit der Kontaktadresse des Verkäufers bei, der nach Anforderung einen Downloadlink zukommen lässt. Da ich die Konsole allerdings an einem Samstag erhalten habe, war mit einer schnellen Antwort nicht zu rechnen und ich habe mich selbst ans Probieren gemacht. Wie bereits erwähnt war die Ordnerstruktur leider nicht im Handbuch dokumentiert und erste Versuche (einfach einen Ordner „roms“ erstellen und Dateien hineinkopieren), schlug fehl. Nach etwas Suche bin ich dann allerdings auf den notwendigen Download (inklusive der versprochenen 3.000 Spiele) gestoßen und dann war die Einrichtung kein Problem mehr. Da mir der mitgelieferte Stick zu weit aus dem Gerät heraussteht, habe ich einen vorhanden Mini-Stick verwendet.

Hie ein Screenshot der Ordnerstruktur. Die mitgelieferten Spiele befinden sich wie gedacht unter „roms“, jedoch sind die anderen Verzeichnisse zum Betrieb zwingend notwendig. Eigene Dateien können dann unter „roms_xyz“ abgelegt werden. Die vorinstallierten Spiele (exakt 3.000) belegen mit 27,6 GB eigentlich auch schon den gesamten Netto-Speicherplatz eines 32 GB Sticks (FAT32).

Nach die Hürde mit dem korrekten Befüllen des USB-Sticks gemeistert, erwartet uns nach einem ca. halbminütigen Bootvorgang ein aufgeräumtes Menü. Die einzelnen Titel können einzeln oder seitenweise durchgeblättert werden. Überdies kann nach Genre gefiltert oder Favoritenlisten angelegt werden.

Ausgewählte Spiele benötigen nach Start noch ein paar Sekunden, bis es losgeht. Auf dem Screenshot erkennt man hoffentlich das „Clouding“ meines Displays. Es ist zwar nur bei dunklen/schwarzen Inhalten zu sehen, dafür aber sehr deutlich.

Im laufenden Betrieb macht das 7″ Display Abseits des Clouding-Mankos aber einen sehr guten Eindruck. Die Helligkeit ist super, die Farben wunderbar knackig und die Schärfe einwandfrei. Die Ausgange am 4k-TV ist aufgrund der Auflösungsunterschiede natürlich etwas verschwommen, aber okay.

Performance

Die Box emuliert verschiedene Systeme, von der Spielhalle, über ältere Heimkonsolen (NES, SNES, MegaDrive), bis zur Playstation 1. Die Emulation bei allen bisher getesteten Spielen war extrem gut. Kein Rucklen (außer an den Stellen, bei denen es im Original so ist – Beispiel „Metal Slug“) und bislang auch kein Tearing – jeder auf dem integrierten Schirm, noch am TV. Die Ladezeiten (gerade bei den PSX-Titeln) sind kurz, wobei dies auch vom verwendeten Stick abhängen könnte.

Ein Patzer erlaubt sich die Pandora jedoch bei der Steuerung. Die Tasten scheinen je nach Emulator, sogar je nach Spiel völlig willkürlich belegt zu sein. Dies lässt sich zwar (sogar auch je Spiel) in den Einstellungen ändern, jedoch nervt das wilde Gewürfel enorm. Erfreulich allerdings, dass fremde USB-Controller (getestet habe ich den klassische XBOX360 Controller und ein NeoGeo Mini Controller) und das Handling war (abgesehen von den ebenfalls undefinierten Tastenzuordnungen) prima. Grade das NeoGeo Pad unterstreicht das Arcade-Feeling.

Positiv

  • umfangreiche Spieleauswahl
  • hervorragende Spieleauswahl
  • einwandfreie Emulation (auch der 3D-Titel)
  • gute Eingabegeräte
  • Verwendung anderer Controller möglich
  • TV-Ausgang
  • brauchbare Lautsprecher
  • grundsätzlich schönes Handbuch

Neutral

  • mittelprächtige Haptik
  • karge Optik
  • Blickwinkelabhänigkeit beim Display
  • zusätzlicher Download der Spiele erforderlich

Negativ

  • Clouding bei Display
  • willkürliche Buttonbelegung je Spiel
  • keine Spiele vorinstalliert bzw. Downloadlink nicht direkt mitgeliefert.
  • keine Dokumentation über Ordnerstruktur
  • kurzes Netzkabel
  • beiliegender Stick steht zu weit aus dem Gerät heraus

Fazit

Mit der Pandora Box DX Mini Arcade Machine gehen trotz kleiner Macken Träume in Erfüllung. Über die karge Optik und das viel zu kurze Netzkabel kann man sich streiten, doch bei der Emulation sämtlicher Systeme leistet sich das Teil sich keine Patzer und der Funfaktor ist hoch.

Sicherlich sind einige Titel mehrfach enthalten, doch für mich als Sammler sind selbst die minimal abweichenden Varianten höchst interessant zu begutachten und somit herzlich willkommen. Hauptsache es sind alle wichtigen Spielereihen („Mortal Kombat“, „Street Fighter“, „Metal Slug“, etc.) enthalten und die Emulation ist hervorragend. Im Gegensatz zu einigen Reviews hatte ich keine Schlieren oder ungewollte Ruckler. Die Ladezeiten waren stets zügig – was wohl alles auch vom verwendeten Stick abhängig sein könnte. Da mir der mitgelieferte Stick zu weit aus dem Gerät ragt, habe ich einen vorhandenen Micro-Stick verwendet.

Das integrierte Display mag seine Schwächen bei dunklen Bildschirminhalten wie Ladescreens besitzen und leicht blickwinkelabhängig sein, doch seine scharfe Darstellung und die knackigen Farben begeistern beim Zocken wiederum. Die TV-Ausgabe (720p) ist in Ordnung. Leider muss der Ton der soliden integrierten Lautsprecher in den Optionen abgestellt werden, damit es keine Doppel-Beschallung gibt.

Im Gegensatz zu einigen YouTubern waren zwar keine zusätzlichen Controller im Lieferumfang enthalten, aber vorhandene Eingabegeräte (wie das bewährte XBOX360 Gamepad) funktionieren auf Anhieb einwandfrei. Leider ist auch hier die Tastenbelegung (wie beim qualitativ ordentlichen Stick und den brauchbaren Buttons) zuweilen recht willkürlich und sogar je Spiel abweichend. Dies kann man in den Optionen umkonfigurieren, nervig ist es trotzdem.

Da ich das Teil an einem Samstag erhalten habe, konnte der Verkäufer mir bislang noch keinen Download-Link für die Spiele zukommen lassen (es sind aus verständlichen Copyrightgründen keinerlei Titel vorinstalliert!), doch nach etwas Recherche findet man das benötigte Paket auch so im Internet. Ist die Hürde genommen steht dem Vergnügen aber nichts mehr im Weg.

Für mich war dieses Gerät ein lohnenswerter Kauf und gerne spreche ich dafür auch eine Empfehlung aus. Rechtlich mag man sich abermals in einer Grauzone befinden und jeder sollte sich über diesen Aspekt im Klaren sein.

Fotocopyright: hard-boiled-movies.de

Vili Nice Full-HD Beamer mit umfangreichen Zubehör und massig Anschlüssen

Einleitung

Dank eines aktivierbaren 50% Gutscheins, ging der „Vili Nice Full-HD Beamer“ für gerad einmal 110 Euro über die virtuelle Ladentheke. Das ist – gerade für einen nativen Full-HD Projektor nicht viel Geld, doch kann man für diesen Betrag wirklich ein brauchbares Gerät erwarten?

Lieferumfang

Die erste Überrasschung zeigte sich beim umfangreichen Inhalt der Box. Neben der obligatorischen Fernbedienung, diversen Kabeln (Strom, HDMI, Chinch), gab es Schrauben (für eine Haltung), kleine Füsschen, ein Putztuch und sogar eine Tuch-Leinwand (100″) mitsamt Befestigungsmaterial. Hiervon habe ich in der Produktbeschreibung gar nichts gelesen.

Anschlüsse

Neben zwei HDMI und zwei USB-Anschlüssen befindet sich neben Audio und AV sogar noch eine VGA-Buchse, die gerade für die Verwendung bei Präsentationen selbst in der heutigen Zeit noch Gold wert sein kann.

Inbetriebnahme

Als Erstes habe ich meinen Amazon FireCube an den Beamer angeschlossen und war sofort von der Schärfe und Helligkeit überrascht. Nach kurzer Veränderung der Aufstellung (das Gerät sollte trotz Trapezkorrektur möglichst mittig zur Leinwand stehen), zeigte sich bereits ein sehr ordentliches Zwischenergebnis.

Dank der „Reduce Display Size“-Korrektur lasst sich das Bild passend verkleinern – sofern man raumbedingt keine optimale Entfernung zur Leinwand herstellen kann. Für mich ist diese Option unabdingbar (und ein K.O.-Kriterium bei manchen Konkurrenten), da der Abstand bei mir nicht verändert werden kann. Der Beamer steht auf einem Regal hinter der Couch und hier kann ich leider nichts verschieben.

Nach etwas Optimierung von „Picture Mode“ (Kontrast, Helligkeit, Schärfe) und Farbe („Color Temperature“) war das Bild wirklich klasse. Ich habe das Menü übrigens bewusst auf englisch belassen.

Unter YouTube habe ich sogar ein paar 4k-Trailer angeworfen und hier bestätigte sich der bisher gute Eindruck. Sicherlich ist das Gebotene nicht mit meinem Optoma 4k-Beamer (mit HDR) vergleichbar, aber dennoch unerwartet gut (für den Preis) und für die allermeisten Betrachter vollkommen ausreichend. Hätte ich keinen Vergleich, so könnte ich auch hier nichts kritisieren. Die Unschärfe der Schrift und die leichte Körnung ist leider meinem Handy geschuldet.

Nach den Trailern ging es zum Zocken über und auch hier leistete sich der „Vili Nice“ ebenfalls keine Patzer. Das Menü der Switch war scharf (kommt hier auf den Fotos im Dunkeln dank meinem Aufnahmegerät wieder nicht so gut rüber) und es gab bei schnelleren Bewegungen keinerlei Schlieren.

Hier mal ein Detailbild – nur wenige Schritte vor der Leinwand (133″) aufgenommen. Man erkennt gut, dass die Schärfe am Rand zwar leicht nachlässt, aber alles noch prima lesbar ist.

Weil es so schön ist, noch ein Screenshot mit „realistischerer“ Grafik, damit man Farben und vor allem die Schärfe im mittleren Bereich (Pausenmenü) gut erahnen kann.

Positiv

  • sehr gute Bildqualität
  • viele Einstellmöglichkeiten zur Optimierung (Farbe, Kontrast, etc.)
  • hohe Helligkeit
  • Verkleinerung des Bildes möglich
  • manuelle mechanische Trapezkorrektur
  • viele Anschlussmöglichkeiten
  • einfache Bedienung
  • reichhaltiger Lieferumfang
  • hervorragendes Preis-/Leistungsverhältnis
  • vergleichbar angenehmer Lüfter

Neutral

  • etwas größer als andere Mini-Beamer
  • Lüfterlautstärke in Ordnung, könnte aber noch etwas leiser sein
  • Bedienelemente leuchten etwas hell in der Dunkelheit

Negativ

  • (bislang noch nichts)

Fazit

Ich hatte schon mehrere Beamer zum Test im Wohnzimmer und Büro und gebe nichts auf Werbeversprechen wie scheinbar erfundene Helligkeitswerte und Dezibel-Angaben. Für mich zählt hier nur der Praxiseinsatz und da überzeugt der „Vili Nice“ auf ganzer Linie. Sicherlich könnte er noch ein Quenchen leiser daher kommen, aber trotzdem zählt er zu den leisesten Geräten, die mir jemals untergekommen sind.

Ich habe keine Werkzeuge um die Lumen zu messen, bescheinige dem Beamer jedoch ein erfreulich helles, klares und buntes Bild. Schon bei minimaler Abdeckung des Wohnzimmers (das mache ich bei einem Filmabend sowieso), bekommt man hervorragende Ergebnisse auf der Leinwand. Sicherlich lässt die Schärfe an den Rändern etwas nach, aber beim Schauen ist das schnell vergessen und die knackigen Farben zaubern ein Grinsen ins Gesicht.

Der Unterschied zu einem 720p-Projektor macht sich besonders bei der Navigation (z.B. Fire-TV Oberfläche) oder bei Menüs von Filmen bemerkbar. Alle Punkte sind gut zu lesen und nicht nur ansatzweise zu erahnen. Auch bei geringerem Abstand zur Leinwand ist die Darstellung vollkommen in Ordnung und Schriften einwandfrei lesbar.

Für den niedrigen Preis und dem ungewöhnlich großzügigen Lieferumfang bleibt mir am Ende sowieso nur noch eine Empfehlung übrig. In der ~ 200 Preisklasse ist dies der beste Beamer (Bildqualität, Helligkeit, Lautstärke), der mir bis dato untergekommen ist und somit eine perfekte Wahl für preisbewusste Cineasten und Zocker. Es gibt natürlich auch brauchbare HD-Ready-Beamer, greift aufgrund der höheren Auflösung lieber gleich zu einem solchen Vertreter wie hier.

Preis-/Leistung: sehr gut

Fotocopyright: hard-boiled-movies.de

Dem SEGA Dreamcast mit GDEMU ein neues Leben einhauchen

Einleitung

Laufwerke sind bekanntlich eine Schwäche bei älteren Konsolen und von daher sind Lösungen für deren Ersatz immer gerne Willkommen. Schon vor längerer Zeit habe ich von der so genannten „GDEMU“-Modifikation gehört und im letzten Urlaub konnte ich mich endlich ausführlicher ernster damit befassen. Vorweg sei gesagt: der Umbau bzw. Einbau war wesentlich einfacher als zunächst befürchtet.

Disclaimer: Ich möchte mit diesem Produkt bzw. diesem Artikel keine Softwarepiraterie unterstützen und werde Anfragen bezüglich Links zu fremdem ISO-Dateien nicht beantworten. Die hier verlinkten externen Seiten sollten ebenfalls keinen Bezug zur Piraterie haben, dennoch betone ich noch einmal, dass ich keine Haftung für deren Inhalte übernehme.

Ich richte mich hier gezielt am Sammler, die ihre alten Schätze archivieren und wieder spielbar machen wollen. Das „Rippen“ der Spiele wird hier nicht besprochen – da müsst Ihr selbst im Netz nachschlagen.

Was ist GEMU?

GEDMU ist eine kleine Platine, die anstelle des GD-Laufwerkes in die Dreamcast-Konsole eingesetzt wird. Spiele (bzw. deren ISO-Abbilder) werden fortan von einer SD-Karte geladen. Hierzu muss ein Startmenü auf der Speicherkarte angelegt und die Dateien nach einer bestimmten Struktur abgelegt werden.

GDEMU eignet sich nicht nur für das Abspielen kommerzieller Titel, sondern auch von selbstgemachten Applikationen (Spiele, Emulatoren, etc.), welche die breite Fan-Community des Kringelkastens bis heute hergibt.

Vorbereitung der SD-Karte

Das richtige Konfigurieren der SD-Karte ist dank Hilfs-Tools nicht gerade schwierig, aber unterm Strich wesentlich zeitintensiver als der eigentliche Eingriff bei der Konsole an sich.

Die SD (bzw. Micro-SD)-Karte muss im Dateisystem FAT32 formatiert sein. Unter Windows benötigt man ab einer gewissen Größe (>32 GB) leider (kostenfreie) Fremdsoftware (z.B. Fat32Formatter [externer Link]), während es unter MacOS keinerlei Problem für das Betriebssystem darstellt. Ich habe am Mac formatiert.

Auf der Karte sollte eine spezielle Ordnerstruktur (Ordner von 01 bis xx) eingehalten werden, wobei der erste Ordner das GDmenu (die eigentliche Oberfläche zur Wahl der Inhalte) beinhalten muss. Das kostenfreie Stück Software gibt es beim Hersteller (GDmenu [externer Link])

Ihr könnt nun manuell weitere Ordner (02, 03, etc.) anlegen und eure ISO-Dateien hinzufügen, doch empfehlen würde ich diesen Aufwand nicht. Zum Einen müsst Ihr euch mühselig an Namenskonventionen halten, zum Anderen wird beim simplen Kopieren nicht geprüft, ob eure Dateien überhaupt kompatibel sind. Schlimmstenfalls startet dann noch nicht einmal das Hauptmenü an der Konsole.

Zum Befüllen der Karte gibt es diverse (ebenfalls kostenfreie) Tools. Ich habe einige davon probiert und die beste Erfahrung mit dem GDMENUCardManager [externer Link] gemacht. Dieser hat nicht nur eine simple Oberfläche, sondern prüft noch vor dem Verschieben auf die Karte, welche Images nicht funktionieren und automatisch entfernt werden.

Einfach eure ISO-Dateien per Drag&Drop hinzufügen, idealerweise danach den „Sort List“-Button betätigen und dann mit „Save Changes“ den Kopiervorgang starten. Achtet vorher drauf, dass die richtige Karte („SD Drive“) ausgewählt ist.

Das Tool wird schon beim Hinzufügen auflisten, welche Dateien nicht funktionieren werden. Lasst diese weg und rippt die fehlerhaften ISOs erneut. Im schlimmsten Fall wird (wie bereits erwähnt) das Menü nicht einmal starten. Bei mir hat sich das so geäußert, dass ein „Loading“-Schriftzug in Dauerschleife auf dem TV verlieb und sich nichts mehr getan hat.

Der eigentliche Kopiervorgang hängt natürlich von der Größe der Dateien und von der Geschwindelt eurer Speicherkarte (und des Kartenlesers) ab. Ich empfehle eine möglichst schnelle Karte, damit nicht nur das Kopieren schneller von statten geht, sondern auch die Ladezeiten in den Spielen deutlich vermindert werden.

Der Einbau

Der Einbau gestaltet sich als äußerst simpel, benötigt kein Spezialwerkzeug und keinerlei Löt- oder Elektronik-Kenntnisse.

Zum Öffnen des Gehäuses müssen 4 Schrauben (normaler Kreuzschlitz) entfernt werden.

Die Letzte der 4 Schrauben befindet sich unter dem Modem, welches für den Umbau abgezogen werden muss.

Nachdem die Schrauben auf der Unterseite entfernt wurden, lässt sich der Deckel ohne Kraftaufwand abheben.

Das Laufwerk an sich ist mit 3 weiteren Schrauben fixiert. Sind diese entnommen, kann man den kompletten Laufwerkskäfig (siehe Bilder) einfach nach oben herausziehen.

Bei der GDEMU-Platine wurden 3 kleine Füßchen mitgeliefert, die man einfach „einklicken“ kann. Hier auf dem Bild seht ihr noch die komplette Bestückung, aber ich habe nachträglich einen dieser Halter entfernt, damit die Platine etwas planer aufliegt.

Das neue Modul wird lediglich in den alten Laufwerkanschluss eingesteckt und benötigt keinerlei Fixierung wie beispielsweise Schrauben oder Verlöten.

Bevor der Deckel draufkommt, gabs noch einen kleinen Testdurchlauf. Achtet auf das offen liegende Netzteil und berührt nur vorsichtig den Ein- bzw. Ausschalter.

Bootet das GDEMU-Menü korrekt, gibt euch auch das Display der Speichereinheit eine kleine Info darüber.

Hier das Standard-Menü in seiner vollen Pracht.

Spiel auswählen, A-Taste drücken und los gehts. Mit einem Druck auf die „Reset“-Taste an der GDEMU-Platine, startet die Konsole neu und ruft wieder das Menü auf.

Bezugsquelle und Preis

Die Platine an sich gibt es mittlerweile von mehreren Herstellern, die das Original-Layout einfach kopiert haben. Ich selbst habe für eine solche Variante rund 60 Euro bei Amazon auf den Tisch gelegt. Solltet ihr keine SD-Karte zur Hand haben, kommen gegebenenfalls noch ein paar Tacken obendrauf. Ich würde eine relativ schnelle Karte empfehlen, damit der Inhalt zügiger aufgespielt werden kann und um Ladezeiten bei Spielen möglichst gering zu halten. Getestet habe ich bis 128 GB, aber laut diversen Forenberichten seien selbst 400 GB kein Thema. Achtet nur auf die FAT32-Formatierung.

Abschließende Worte

Für mich hat sich der Umbau gelohnt. Er war einfacher und weniger kostenintensiver als gedacht, so dass ich mir sogar noch ein HDMI-Konverter für optimale Bildqualität dazu bestellt habe. Die Ladezeiten in den Spielen sind teilweise gut spürbar gesunken und die Laufwerksgeräusche fallen ohne Laufwerk logischerweise komplett weg.

Ich habe die Modifikation an einer Zweitkonsole vom Flohmarkt durchgeführt, bei der das Laufwerk sowieso Probleme gemacht hat und eine zusätzliche Reinigung beim Öffnen praktischerweise auch durchgeführt wurde. Das Laufwerk bewahre ich für alle Fälle jedoch gut verpackt in meinem Gaming-Room auf und werde es sicherlich nicht entsorgen.

Hin- und wieder hängt sich die Konsole beim Scrollen im Menü auf (verschiedene Speicherkarten mit verschiedenen Inhalten getestet), aber unterm Strich läuft die Sache erfreulich rund. Die gesteckte Platine sitzt etwas locker in der Konsole, so dass ich mir als Nächstes wohl noch ein kleines Zusatzgehäuse dafür beschaffen werde. Dies erleichtert dann auch den Zugriff auf die Speicherkarte.

Fotocopyright: hard-boiled-movies.de

Bose Noise Cancelling Headphones 700

Lieferumfang & Erster Eindruck

Die Bose 700 kommen in einer schlichten, aber dennoch recht hübschen Pappverpackung daher und bringen neben einem Klinkenkabel, einem USB-C Ladekabel und diversen Unterlagen und eine recht stabile Transportbox mit sich.

Bedingt durch ihre Bauart lassen sich die Kopfhörer nicht zusammenklappen, weshalb erwähntes Case in der Höhe etwas höher ausfällt. Mir persönlich ist dies zum Verstauen im Rucksack sogar etwas lieber – die Hülle meiner vorherigen Beats Wireless Studio war viel zu dick.

Die Bose schauen nicht nur äußerst elegant aus, sondern fühlen sich auch extrem hochwertig an. Das Metall ist schön glatt, die Polster sehr angenehm und keineswegs schwitzig auf den Ohren. Der Sitz ist fest, aber selbst für mich als Brillenträger nach Stunden nicht unangenehm.

Die angenehm bezogenen Ohrmuscheln sind auf den ersten Blick etwas klein, doch nach kurzem „Zurechtrücken“ finden die Lauscher prima darin ihren Platz.

Beim Klinkenkabel folgt der Hersteller leider nicht dem gängigen Standard und verwendet ein extrem dürres 2,5mm auf 3,5mm Käbelchen, welches ich wohl bei Gelegenheit austauschen werde.

Einrichtung und Klang

Die Koppelung mit Smartphone (Samsung Note 10) und Tablet (iPad Pro 2020) erfolgte in Sekundenschnelle und verzeichnete bis dato auch keiner Abbrüche. Die kostenfreie Begleit-App funktionierte ebenso schnell und erforderte keine Kontoeinrichtung (man konnte diesen Schritt immer überspringen). Zu Beginn haben die Kopfhörer dann ein Firmware-Update durchgeführt (ca. halbe Stunde) und waren anschließend auf aktuellem Stand einsatzbereit.

Beim Klang war ich zu Beginn etwas ernüchtert. Ein paar Hip-Hop-Tracks klangen zwar sehr gut, aber „nur“ auf einem ähnlichen Level wie den zuletzt verwendeten Sony WH-XB900N. Erst als ich dann aber zum „Highlander“-Soundtrack mit „Princes of the Universe“ von Queen bzw. Mercury gewechselt bin, war das Gänsehauterlebnis perfekt! Die Bose spielen eine atemberaubende Räumlichkeit aus und man fühlt sich wie in einem Studio mit bestmöglichen Konditionen. Die Höhen sind krass, der Bass genau richtig und die „Weite“ beeindruckend. Es scheint als könnte man jeden Orchesterteilnehmer exakt orten und ständig neue Details aus dem altbekannten Song heraushören. Diese Erfahrung blieben bei meinen zuletzt getesteten Kopfhörern bedauerlicherweise vollkommen aus.

Ich liebe fetten Bass und Musik bei denen er zur Geltung kommt. Waren die Beats oder Sony diesbezüglich bereits gute Adressen, liegt die Qualität der Bose noch einen kleinen Ticken höher. Er mag zu Beginn eher unauffällig und „ganz ordentlich“ wirken, doch bei genauerer Betrachtung sitzt er auf dem Punkt und hat einen ordentlichen Druck – ohne dabei „matschig“ zu werden. Dies war bei den vorgenannten Mitbewerbern nämlich oft der Fall und Bekannte haben bei Hörproben da immer direkt abgewunken. Ich bin nach wie vor nicht audiophil, aber die 700er schlagen hier den Rest deutlich.

Wer möchte kann die Tongeber mittels App noch Etwas nach eigenen Wünschen anpassen. Neben bereits erwähnten Updates können hier nämlich auch Tastenbelegungen und vor allem der Sound justiert werden. Ich habe mich für das Profil „erhöhter Bass“ entschieden und zusätzlich noch an den Höhen geschraubt.

Das ANC kann ihn 10 Stufen geregelt werden und funktioniert einwandfrei. Außengeräusche werden komplett herausgefiltert und selbst von meinen Kollegen im Büro ist auf höchster Stufe nichts mehr zu vernehmen. Löblicherweise entsteht in meinem Kopf dabei auch kein „Druckkammergefühl“, worunter ich bei den Surface Headphones bedauerlicherweise gelitten habe. Trotz seiner grandiosen Filterung bekomme ich keinen Schwindel oder Kopfschmerzen, kann die Bose auch einwandfrei während dem Laufen verwenden und komme nicht ins Wanken.

Positiv

  • sehr guter Klang
  • angenehmer Bass
  • grandioses ANC
  • bequemer Sitz / kein Schwitzen
  • solide Abschirmung nach Außen
  • Sprachqualität beim Telefonieren
  • funktionierende Touch-Bedienung
  • USB-C Anschluss
  • Transportcase mitgeliefert

Neutral

  • Akkulaufzeit könnte im Vergleich länger sein

Negativ

  • Größe muss nach jeder Entnahme aus dem Case neu eingestellt werden
  • kein üblicher Standard-Klinkenanschluss (2,5mm)
  • extrem dünnes Klinkenkabel

Fazit

Nach langer Suche und etlichen „Testmustern“ habe ich endlich meine Begleiter für den Weg zur Arbeit, aber auch zur Verwendung zu Hause gefunden. Ich stand der Firma Bose aufgrund mittelprächtiger Erfahrung bislang immer etwas skeptisch gegenüber, doch diese Kopfhörer haben alle Zweifel mit Bravour weggefegt. Kannte ich bislang nur mäßig klingende Soundbars oder schlecht klingende ältere Kopfhörermodelle des Herstellers, so zeigen die 700er der Konkurrenz deutlich wo der Hammer hängt.

Das Klangbild ist hervorragend und kristallklar, der Bass druckvoll, aber nicht übersteuernd. Das ANC ist das beste, welches ich jemals in Aktion erlebt habe und erstmals macht für mich die Verwendung auch ohne Musik echten Sinn. Das Design ist exzellent und der Sitz nach bei längeren Sessions einwandfrei. Erstmals habe ich es zudem mit relativ brauchbarer Touch-Funktion zu tun – die ich sonst so gut wie möglich zu meiden versuche.

Die Bose mögen nicht die günstigsten Kopfhörer sein, doch in diesem Bereich ist bekanntlich kaum eine Grenze nach oben gesetzt. Für mein Empfinden stimmt hier aber das Preis-/Leistungsverhältnis, weshalb ich sie mit einem guten gewissen Weiterempfehlen möchte.

Fotocopyright: hard-boiled-movies.de

SteelSeries Arctis 1 Wireless – Wireless Gaming Headset

Verpackung & Inhalt

Das SteelSeries Arctis 1 Wireless kommt in einer relativ schlichten Verpackung daher und der Inhalt gibt uns keine größeren Überraschungen preis. Neben dem Headset befinden sich noch Ansteckmikrofon, Klinkenkabel, USB-C Ladekabel und der benötigte Funk-Dongle im Karton. Netzadapter oder Tasche sind nicht vorhanden.

Verarbeitung & Optik

Das SteelSeries sitzt stramm, aber nicht zu fest auf dem Kopf. Beim Arctis 7 hatte ich wegen dem hohen Anpressdruck – selbst nach etlichen Wochen und Straffungsversuchen – immer leichten Schwindel und Kopfschmerzen, doch hier war auf Anhieb alles in Ordnung.

Durch die Ohrpolster aus Stoff wird Schwitzen effektiv verhindert und kratzig fühlt es sich zum Glück auch nicht an. Sie sind auch gerade groß genug, dass die Ohren hervorragend hineinpassen und Nichts verrutscht.

Beim Material regiert der Kunststoff, doch die Verarbeitung ist in meinen Augen insgesamt recht gut. Vor allem das schlichte Design (so völlig ohne RGB) macht das Headset tauglich für den Einsatz außer Haus oder auf der Arbeit. Der Bügel ist aus stabilen Metall gefertigt.

Klang & Mikro

Beim Klang hat mich das Arctis 1 extrem positiv überrascht. Der Sound ist kraftvoll, mit ordentlichem Bass und ungewohnt laut. Manche Explosionen oder Schusswechsel sind im Gegensatz zu normalen Dialogen oder Hintergrundmusik fast schon zu heftig, doch dies kann ja meist in den Optionen der Spiele ein wenig nachjustiert werden.

Die Ortung der Gegner (getestet u. A. mit „Werewolf“ und „World War Z“) war präzise und zuverlässig. Der bei der Playstation 5 zertifizierte 3D-Sound war bei „Ratchet & Clank“ in Ordnung, bei „Returnal“ richtig gut. Man fühlt sich inmitten der Schlachten und bekam trotz aller mächtigen „Wumms-Effekte“ einen sauberen Klang.

Durch die kostenlose SteelSeries Engine-Software kann die Ausgabe zusätzlich optimiert werden. Es gibt verschiedene Presets, aber auch eigene Profile können erstellt und entsprechend automatisch nach Windows-Start geladen werden. Ich habe alle mal Probe gehört und mich letztlich für „Performance“ mit leichten Anpassungen entschieden.

Beim Mikrofon muss man bei Wireless-Geräten eigentlich immer Abstriche machen und trotz Wifi-Technik ist das hier nicht anders. Manchmal kam ich leicht abgehackt beim Gesprächspartner rüber, aber im Vergleich zu Mitstreitern ist die Qualität noch als gut zu bezeichnen.

Positiv

  • ab Werk bereits kräftiger und toller Klang
  • fester, aber dennoch sehr bequemer Sitz
  • hohe Lautstärke
  • niedrige Latenzen
  • variable Einsatzmöglichkeiten dank Dongle
  • hohe Reichweite gegenüber einigen Konkurrenten
  • unkomplizierte Einrichtung (keine Koppelung erforderlich)
  • abnehmbares Mikrofon
  • schlichtes Design

Neutral

  • kein Transport-Case (auch keine Box für den Dongle)
  • nur Micro-USB Ladeport

Negativ

  • Dongle recht groß (also weniger für den mobilen Einsatz geeignet)
  • kein Bluetooth-Modus (z.B. für die donglefreie Verwendung am Handy)
  • schlechte Abschirmung nach Außen
  • Registrierungszwang bei der Software

Fazit

Das Arctis 1 Wireless hat mich überzeugt. Im ersten Moment sitzt es relativ stramm auf dem Schädel, doch selbst nach mehreren Stunden empfand ich das Headset keineswegs störend. Der Klang ist kräftig und brachial, macht beim Zocken, Filme anschauen oder Musikhören richtig Spaß.

Leider ist der Dongle für den Transport etwas zu groß, aber durch die schwache Abschirmung nach Außen würde ich das SteelSeries sowieso nicht in Bus und Bahn verwenden wollen. Die Möglichkeit für den universellen Einsatz ist trotzdem hervorragend, denn so verwende ich das Headset nicht kabellos nur am Rechner, sondern im Wechsel auch an der Playstation 5 oder Switch – wo es klangtechnisch ebenfalls eine gute Figur macht und stets auf Anhieb problemlos funktioniert.

Für knapp 100 Euro bekommt man hier ein rundes Paket, welches ich so jederzeit wieder kaufen würde. Für mich rangiert es zwar klanglich deutlich hinter beispielsweise dem kostspieligeren Astro A50, aber das Preis-/ Leistungsverhältnis stimmt auf jeden Fall. Für mich ist es überdies auch viel bequemer als das „größere“ Arctis 7.

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Logitech G332 kabelgebundenes Gaming-Headset

Einleitung

Obwohl ich mit voller Überzeugung ein ASTRO A50 und ein Razer 7.1 Gaming-Headset in Gebrauch an Konsole und PC habe, wollte ich mir das Logitech G332 aus dem Discounter mal anschauen. Bei den erst genannten handelt es sich nämlich um Wireless-Geräte, dessen Akkus schon in den ungeschicktesten Momenten den Geist aufgab und keine Ladekabel zur Hand waren (oder das Laden im laufenden Betrieb nicht funktioniert). Da ist es nicht schlecht, direkt ein kabelgebundenes System in der Hinterhand zu haben – nur kosten sollte es nicht zu viel und bei einem Angebotspreis von knapp 40 Euro konnte man den Versuch risikieren.

Lieferumfang

Das Headset kommt in einem mehr oder weniger formschönen Karton und bietet neben einem Klinken-Splitter (einmal Klinke auf Ton und Mikro), lediglich etwas Papierkram und einen hässlichen Aufkleber – der sicherlich nicht mein PC-Gehäuse verzieren darf.

Erster Eindruck / Haptik

Kunststoff überall. Naja nahezu. Bis auf ein Metallband im Inneren und Kunstleder an den Ohrenmuscheln regiert Plastik in reinster Form. Die Haptik ist eher durchwachsen und sogar etwas klapprig. Beim Verstellen der Größe hat man Angst etwas abzubrechen und die Ohrenschalen wackeln stets vor sich hin und bleiben kaum in Position.

Der Sitz auf dem Kopf ist jedoch sehr gut und glücklicherweise ist kein nerviges Klappern zu vernehmen. Im Gegensatz zu den Astro verharren sie fest und rutschen nicht bei der geringsten Bewegung vom Schädel. Die passive Abschottung nach Außen ist prima und bislang (knapp 2 Stunden) schwitzen meine Ohren auch nicht – was sie gerade bei meinen Sony Kopfhörern nach wenigen Minuten bereits tuen.

Negativ fällt allerdings das fest angebrachte Klinkenkabel auf, bei dem ich vielleicht noch vor dem Gestell an sich eine Sollbruchstelle vermute. Es ist in jetziger Form schon heftig genickt, wenn es in meinem Rechner steckt und wird hoffentlich nicht zu schnell von Wacklern geplagt.

Soundqualität

Die Sound-Qualität ab Werk ist gut. Recht ausgeglichen, etwas arm an Bass, aber immerhin sehr klar. Kurze Tests mit Film, Musik und Spielen waren unaufgeregt, doch keineswegs enttäuschend. Gemessen am Preis leisten die 50mm Treiber solide Arbeit und reichen für den Alltagsgebrauch vollkommen aus.

Die räumliche Ortung habe ich erfolgreich mit „Days Gone“ getestet und war ebenfalls sehr zufrieden. Man konnte die schlurfenden Untoten klar aus ihren jeweiligen Richtungen vernehmen und die Balance bei den Dialogen (entsprechend wo der Gesprächspartner stand) hat funktioniert.

Das Mikro war etwas leise (Software-Verstärkung hilft) und okay vom Klang. Nicht überragend und überdeutlich, aber frei von Störgeräuschen und somit für die meisten Einsatzzwecke ausreichend.

7.1 Einsatz

Das Logitech G332 ist kein Surround-Headset und wird auch nicht so beworben. Es hat nur einen Klinkenanschluss und bringt keine eigene USB-Soundkarte mit, die irgendwas in dieser Richtung simulieren könnte. Dennoch funktioniert das Gerät mit meiner bereits auf dem Rechner befindlichen „Razer 7.1 Engine“, die übrigens mit allen Ausgabegeräten (auch meiner Soundbar oder den Boxen im TV) funktioniert sehr gut. Sicherlich erschafft diese App keine Wunder, doch auch beim G332 hat sich die Akustik merklich verbessert. Der gesamte Sound wirkt kräftiger, da der bemängelte Bass nun „zugeschaltet“ wurde. Plötzlich klingen vor allem Hip-Hop Tracks und rockige Stücke – aber auch Games – wesentlich besser, sogar richtig toll. Subjektiv ausgewogener und schöner als bei meinem Razer 7.1, aber nicht ganz so präzise wie das zigfach teure Astro.

Positiv

  • guter Klang
  • passables Mikrofon
  • bequemer Sitz
  • dezenter Look
  • Klinken-Splitter mitgeliefert
  • gerechtfertigter Anschaffungspreis

Neutral

  • etwas klapprige Haptik
  • keine RGB-Beleuchtung

Negativ

  • fest angebrachtes Klinkenkabel
  • keine eigene Herstellersoftware für 7.1

Fazit

Das Logitech G332 ist ein durch und durch solides Headset ohne beachtliche Höhen, aber auch ohne gravierenden Mängel. Es ist seinem Preis entsprechend verarbeitet, wobei ein Klinkenkabel zum Wechsel dabei wohl noch drin gewesen wäre.

Beim wichtigsten Punkt – dem Klang – leistet man sich keine Schwächen, wobei man bei der wesentlich teuren Konkurrenz schon wesentlich mehr Transparenz und Weite heraushören kann. Für den Alltagsbedarf geht das Gebotene aber voll in Ordnung und ist wahrscheinlich um einige Klassen besser, als bei manch billigen No-Name China-Konkurrenten, die in erster Linie mit „bling-bling-Optik“ auf sich aufmerksam machen.

Ich hoffe, das Headset und vor allem dessen Kabel einige Zeit durchhalten – und so gibt es – Stand jetzt – für 40 Tacken eine Empfehlung. Experimentiert unbedingt ein wenig mit entsprechender Surround-Software, denn hierdurch wurde das Logitech in meinen Augen klangtechnisch enorm aufgewertet.

Preis-/Leistung: gut

Fotocopyright: hard-boiled-movies.de

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