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Klassentreffen

Inhalt

25 Jahre sind vergangen und endlich treffen sich die alten Klassenkameraden auf einer kleinen Feier wieder. Während zwar einige untereinander geheiratet haben, verloren sich andere komplett aus den Augen und wurden in alle Richtungen verstreut. Je später Abend allerdings, desto emotionaler die Geschichten…

Fazit

Rein von seinem Cast ist „Klassentreffen“ ein recht beeindruckender Titel geworden. Es tummeln sich zwar keine großen internationalen Stars auf dem Filmparkett, dafür jede Menge bekannter Gesichter aus der hiesigen TV-Landschaft – und deren Zusammenspiel machte weitestgehend Spaß, auch wenn technisch nicht Alles ganz rund lief.

Die Handlung war – fast schon erwartungsgemäß – flach und wirkte vielerorts improvisiert. Es schien nur ein grobes Drehbuch vorzuliegen und die Figuren mussten ihre Konversationen augenscheinlich selbst ausformulieren. Das hatte zwar Witz, schien gelegentlich etwas unkoordiniert und nicht immer geschmeidig. Während einige Momente zum Brüllen komisch waren, zogen sich andere Abschnitte wie Kaugummi. Manchmal schienen den Akteuren die Themen auszugehen oder man wusste nicht, wie man den aktuellen Dialog sinnvoll zu Ende bringen konnte.

Technisch war das Geschehen eher durchwachsen. Wie die scheinbar eher spontan entstandenen Gespräche, hielt die Kamera mal da mal da aufs Geschehen und folgte kaum einer geraden Spur. Die Schnitte fielen dabei hart und ohne Übergang aus – so erzeugte man immerhin einen fast dokumentarischen und halbwegs passenden Look, kam manchmal leider auch stockend und unsauber daher.

Als kleiner Fernsehfilm geht „Klassentreffen“ vollkommen in Ordnung. Er punktet in erster Linie mit sympathischen Cast und weniger durch protzigen Rest. Das hinterließ einen leicht kantigen, aber überwiegend seicht-unterhaltsamen Eindruck. Kein Highlight, aber anschaubar und wahrscheinlich ganz schnell wieder vergessen.

6/10

Fotocopyright: Release Company

Blood Red Sky

Inhalt

Die Entführung eines Flugzeuges haben sich ein paar Terroristen sicherlich vollkommen anders vorgestellt. Während der perfide Plan zu Beginn noch aufzugehen scheint, werden sie bald von einer fremden Macht überrascht…

Fazit

Es gibt Filme, auf die man sich schon eine Zeitlang im Vorfeld freut und so war das auch hier der Fall. Ich mag die Werke von Peter Thorwarth und die Vampirthematik sowieso, doch was hier herauskam wollte irgendwie nicht so recht zünden.

Das Werk war insgesamt nicht schlecht und hatte ein paar wirklich gute Momente, aber seine Spieldauer war einfach einen Ticken zu lang. Man hätte das Ganze wesentlich kompakter und kurzweiliger auf den Schirm bringen können, ohne dabei zu viele Details einbüßen zu müssen. Die Handlung war immerhin recht überschaubar und machte seine Eckpfeiler schnell verständlich klar. Längere Ausführung waren gar nicht notwendig.

Die – selbst für unsere Verhältnisse – eher unbekannten Darsteller haben mir gut gefallen. Zu oft bekommt man die „üblichen Verdächtigen“ serviert und kann hierdurch nicht immer im Geschehen abtauchen, aber hier gelang es überraschend gut. Vor allem unser junger Hauptdarsteller hat seine Sache sehr schön gemacht und hat wohl noch eine strahlende Zukunft vor sich.

Im Vorfeld wurden wir auf einen der blutigsten deutschen Filme überhaupt eingeschworen, aber wieder einmal schlug die Werbemaschine zu. Es gab selbstredend ein paar blutige Passagen, jedoch nichts worüber man sich das Maul zerreißen könnte. Alles lag auf einem gesunden Niveau und eine 16er Freigabe somit kein Thema. Die Effekte waren hierbei erfreulich gut, obwohl die Masken hin und wieder für (unfreiwillige) Schmutzler sorgten.

Die Idee mit einem deutschen Vampirfilm war grandios und Umsetzungen wie „Wir sind die Nacht“ konnten schon positive Vibes verbreiten, doch hier ging der Schuss ins Leere. „Blood Red Sky“ hatte ein paar Schauwerte und eine rundherum angenehm düstere Grundstimmung, doch seine Erzählweise hätte einfach straffer sein müssen. Zu oft starrt man Löcher in die Decke und wünscht sich mehr Tempo. Bei Darstellern und visuellen Eindrücken hat man hingegen alles richtig gemacht und so gibt es eine Empfehlung für knallharte Genrefreunde – die dem deutschen Film an sich nicht abgeneigt sind.

6/10

Fotocopyright: Netflix