Filme, Serien, Videospiele, Fotografie und Lifestyle

Autor: silverfox1982x (Seite 1 von 22)

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Divoom Pixoo Pixel Art Digitaler Bilderrahmen

Per Zufall bin ich bei den Tagesangeboten eines großen Versandhändler über den Divoom Bilderrahmen gestolpert und habe spontan zugeschlagen. Bekannt waren mir die Teile bereits als Dekoration aus einigen YouTube-Videos, doch bislang war der Preis für dieses Spielzeug immer ein bisschen happig. Bei knapp 30 Euro musste ich jedoch zuschlagen und habe den Kauf nach einigen Tagen noch immer nicht bereut.

Der digitale Bilderrahmen kommt in einer schlichten Packung daher, die kaum größer als das Gerät an sich ist.

Im Lieferumfang sind neben einer kleinen Anleitung, einem USB-Kabel und einem Standfuss (im Rahmen festgemacht) auch ein paar nette Aufkleber enthalten.

Nach dem Einschalten begrüßt und bereits die Uhrzeit (hier noch nicht eingestellt) und ein paar vorinstallierte Animationen, die mittels unterem „Home“-Button umgeschaltet werden können.

Nachdem die App heruntergeladen und Bluetooth aktiviert wurde, koppeln sich die beiden Geräte automatisch (wichtig: nur Bluetooth aktivieren und nicht in diesem Menü mit dem Rahmen verbinden. Einfach die App starten und die Koppelung findet dann vollautomatisch statt).

Direkt nach dem Verbinden hat der digitale Bilderrahmen zu einem Update aufgefordert, welches unkompliziert und ohne Unterbrechung mittels Handy stattfand.

Nach einem Neustart stand das Divoom schnell wieder zur Verfügung und mittels App konnte direkt aus den zahlreichen Motiven kreativer Künstler ausgewählt werden. Eine Suchfunktion hilft bei der Auswahl.

Das Projizieren einzelner Bilder/Animationen geschieht nahezu in Echtzeit (auf dem Handy antippen und fast sofort ist das Ergebnis auf dem Rahmen sichtbar), der richtige „Download“ dauert jedoch auch nur ein paar Sekunden. Auf dem Rahmen selbst können einige Kunstwerke gespeichert und per App deren Abspielreihenfolge festgelegt werden.

Fazit

Das Divoom ist sicherlich kein „Must-Have“, aber eine nette Spielerei und vor allem ein echter Hingucker. Sicherlich sind einige Animationen etwas anstrengend und rufen fast schon Krämpfe hervor – aber über die (etwas überladene) App kann für jeden Bedarf eine Lösung gefunden werden. Eigene Motive habe ich zwar noch nicht erstellt, aber die vorhandene Auswahl ist reichhaltig und durchaus hochwertig. Schaue ich mir mal keine Bildchen an, dient das Teil die meiste Zeit als Wanduhr – die dank ihrer Beleuchtung auch schön im Dunkeln abzulesen ist. Mit dem integrierten Akku überbrücke ich dann die Phasen, bei denen mein Rechner ausgeschaltet ist (denn an diesem lädt der Rahmen via USB dann wieder auf).

Kurzum: ein stylisches Deko-Element mit hohem „Hinguck-Faktor“. Muss man nicht haben, macht aber Spaß 🙂


Ich habe dieses Produkt selbst erworben und es wurde mir von keinem Hersteller/Händler zur Verfügung gestellt!

Die Hochzeit

Inhalt

Nach dem großen Klassentreffen wird endlich geheiratet. Thomas scheint endgültig sesshaft zu werden, doch eine ausgerechnet eine unerwartete Beerdigung stellt seine Loyalität auf eine harte Probe. Gemeinsam mit seinen Kumpels tragen sie einen ehemaligen Mitstreiter zu Grabe und verbringen eine gemeinsame Nacht auf einem luxuriösen Anwesen mit allerlei anderen und insbesondere weiblichen Gästen…

Fazit

Auch wenn ich gerade an deutschen Komödien oftmals kein gutes Haar lasse und sie sicherlich nie zu meinen Lieblingsfilmen gehören werden, schaue ich mir die vermeintlichen Highlights doch regelmäßig an und bleibe stets mit gemischten Gefühlen zurück.

Der Vorgänger „Klassentreffen 1.0“ war schon kein allzu hervorragender Titel, doch scheinbar haben die Zahlen soweit gepasst und dieser Nachfolger wurde produziert. Hoch anrechnen dabei die konsequente Weitererzählung, die sich nahtlos einreiht und einen schnellen Einstieg ermöglicht. Der allgemeine Klamauk-Faktor ist zwar weiterhin allgegenwärtig, wurde allerdings etwas zurückgeschraubt und der Titel wirkt etwas erwachsener. Es gab war immer noch ein paar Gags unter der Gürtellinie, insgesamt ging der Humor jedoch in Ordnung.

Die Chemie zwischen Schweiger und seinen Kumpanen hat soweit gepasst und die wohl auch reale Freundschaft ist den Akteuren deutlich anzumerken. Sie spielen sich die Bälle unbeschwert zu und scheinen sich – genau wie Ihre Filmfiguren – gut leiden zu können. Teile der echten Familie sind natürlich auch wieder am Start – sonst hätten wir keinen hundertprozentigen Schweiger vor uns.

Wer den Vorgänger kennt, kann die Machart von „Die Hochzeit“ recht gut erahnen. Es handelt sich um eine typisch deutsche Fließbandkomödie, die Vieles erstaunlich gut, aber nichts übermäßig lobenswert macht. Ohne Vorkenntnis ist das Ding jedenfalls anschaubar, gewinnt durch die Vorgeschichte jedoch etwas an Tiefe – sofern man bei einem solchen Werk hiervon überhaupt sprechen kann. Da ich letztlich passabel unterhalten wurde und Til insgemein sowieso sympathisch finde, bleibt es bei einer überdurchschnittlichen Bewertung – und für Genrefreunde natürlich bei einer Empfehlung.

6/10

Fotocopyright: Warner Home Video

LEGO 75317 BrickHeadz Der Mandalorianer und das Kind

Die Serie war kult, bevor sie offiziell bei uns ausgestrahlt wurde. Für Viele vielleicht sogar das Beste, was Star Wars (R) nach der Ur-Trilogie überhaupt passieren konnte. Wie dem auch sei: ich musste das „Baby“ vorbestellen, sobald die Sets bekannt wurden – und bin von der Umsetzung sehr begeistert. Ein echter Hingucker auf dem Schreibtisch!

LEGO ist eine eingetragene Marke.
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LEGO 75265 – T-16 Skyhopper vs Bantha Microfighters

Nach all den großen UCS-Sets, gab es mal wieder einen kleinen „Bausnack“ für Zwischendurch. Der Bantha ist wirklich schön gemacht und das kurze Bauen hat insgesamt recht viel Spaß gemacht. Persönliches Highlight sind die Figuren, obwohl das Visier des Piloten leider nur aufgedruckt ist.

LEGO ist eine eingetragene Marke.
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Inspector Mathias – Mord in Wales – Staffel 1

Inhalt

Laut Angaben seines Vorgesetzten ist Tom Mathias „das beste Pferd im Stall“ und immer für die Lösung verzwickter Fälle zu gebrauchen. In der ersten Staffel kämpft er sich durch vier Ermittlungen in Spielfilmlänge und lässt sich dabei nicht von beeindruckenden Kulissen von Wales ablenken.

Fazit

Gelegentlich mal eine kleine Krimi-Serie geht in Ordnung und zu einem Preis von gerade einmal einem Euro (EuroShop) konnte man sowieso nicht „nein“ sagen. Selbst wenn die Erwartungen eher gering sind – für das kleine Geld würde man nicht unbedingt Meckern wollen.

Ich könnte jetzt alle vier Filme einzeln besprechen, doch wie zuletzt bei „Kissing Booth“ würden sich zu viele Phrasen wiederholen. Da alle Episoden zudem auf etwa gleichem Niveau waren und ich bei Serien grundsätzlich die gesamte Staffel betrachte, bliebt es halt bei einer – leider eher durchwachsenen – Bewertung.

Grundsätzlich bietet die Produktion wenig Neues. Sie verknüpft Standard-Kriminalfälle mit hübschen Kulissen und einer etwas schrulligen Hauptfigur – und vielleicht lag auch hier Eines der offensichtlichen Probleme. Während dem gesamten Verlauf bin ich weder mit Mathias, noch mit seinen Assistenten warm geworden. Sie waren sympathisch, machten ihre Sache unterm Strich recht gut – aber irgendwie schienen sie nicht „kantig“ bzw. charismatisch genug. Sie boten wenig Wiedererkennungswert und schon gar keine kultverdächtigen Eigenheiten.

Die Fälle wurden nach Routine abgefertigt und boten wenig Raum zum „miträtseln“. Es ging manchmal recht schleppend, immer aber wenig überraschend voran. So plätscherten die Ermittlungen weitestgehend vor sich her und führten nie auf eine falsche Spur bzw. zu falschen Verdächtigen. Selbst als ungeübter Tatort-Zuschauer stand man nie vor unüberwindbaren Wendungen und fühlte sich gelegentlich eher etwas gelangweilt – statt vom Geschehen gepackt.

Genrefreunde bekommen mit „Inspector Mathias“ einen soliden, aber keineswegs überragenden Vertreter auf die Mattscheibe. Nichts sticht hier sonderlich hervor, aber größere Patzer waren glücklicherweise auch nicht zu verzeichnen. Als seichte Unterhaltung zum Einschlafen sicherlich geeignet, jedoch weit von einem Geheimtipp entfernt. Sollten weitere Staffeln ebenfalls so verramscht werden, würde ich zuschlagen – ansonsten bestünde jetzt nicht der zwingende Drang zu Weiterschauen. Ingesamt okay, aber kein Pflichtprogramm. Einen halben Bonuspunkt für die nette Technik und die schönen Landschaften.

5,5/10

Fotocopyright: Polyband/WVG

Greyhound – Schlacht im Atlantik

Inhalt

Mitten im Zweiten Weltkrieg wird Commander Ernest Krause sein erstes Kommando über ein hochmodernes Kriegsschiff übertragen. Seine Nervosität ist bei der Mannschaft zu spüren und so stehen sie ihrem Auftrag skeptisch gegenüber…

Fazit

Um es bereits zu Beginn ganz ehrlich auszudrücken, war „Greyhound“ so etwas wie „Viel Lärm um Nichts“ für mich. Im Vorfeld gab es Diskussionen wie eine Kinoveröffentlichung in diesen Tagen realisiert werden kann und wie kostspielig dann der Erwerb seitens Apple an war – und am Ende hat sich die Aufregung gar nicht recht gelohnt. Mit einer soliden Grundgeschichte und vorn allem wegen Tom Hanks hätte das Ding eigentlich enorm Potential gehabt, doch noch während der Sichtung machte sich schnell die Ernüchterung breit.

Man muss schon ein Faible für Kriegsfilme und Schiffs- bzw. U-Boat-Schlachten an sich haben, um die volle Brandbreite des Titels auszuschöpfen. Sicherlich stand der unerfahrene Commander (durch Tom Hanks verkörpert) im Vordergrund, doch kompakte Laufzeit und reichlich drumherum nahmen dem Schauspiel-Veteranen ein wenig die Bühne und seine Figur wurde gefühlsmäßig nicht voll ausgebaut. Seine Einführung (zusammen mit der bezaubernden Elisabeth Shue) verlief recht sehenswert und emotional, im weiteren Geschehen war davon immer weniger zu erblicken.

Besonders holprig empfand ich das gesamte Storytelling. Ich bin trotz aufmerksamer Betrachtung kaum in die Handlung hinein gekommen und konnte mich einfach nicht „fallen lassen“. Alles wirkte hektisch, nicht immer direkt nachvollziehbar und irgendwie immer wie für beinharte Historienfilm-Fans – die hier sicherlich besser folgen konnten und zumindest ansatzweise die aktuellen Szenarien erkennen konnten. Als logische Konsequenz tat sich dann auch die ein oder andere Länge auf und der Verlauf war trotz vergleichsweise geringer Laufzeit (knapp 90 Minuten – inklusive längerem Abspann) recht zäh.

Schön anzusehen immerhin die reichlich vorhandenen Schlachten, die durch ihre kühle Inszenierung und teils arg blassen Figuren schon wieder kühl und fast leblos wirkten. Man sah das Budget immer mal wieder durchblitzen, aber rein mit Gefechten auf hoher See (ohne jegliche Abwechslung) konnte ich zumindest eher wenig anfangen.

An der Geschichte vermag ich aufgrund der realen Gegebenheiten nicht mäkeln. Hanks war ebenfalls gut, nur gefühlt weniger präsent als in seinen anderen Hauptrollen. Größte Kritik die schleppende Struktur, die selbst ein zeitlich überschaubares Werk unerwartet lang erschienen ließ und nicht immer genügend Tiefe bot. Bis auf Hanks gab es kaum Charakterzeichnung – und von ihm noch viel zu wenig. Genrefans haben bestimmt ihren Spaß an „Greyhound“ – für mich, der eher andere Filmrichtungen bevorzugt – war es dann eher etwas schwach und zu unrund. Entweder geschmeidige Ausarbeitung von Figuren und Gefühlen – oder stilvolle Action ohne Ende – „Greyhound“ bot mir von Allem zu wenig.

6/10

Fotocopyright: Apple

Manchmal kommen Sie wieder

Inhalt

Nach etlichen Jahren verschlägt es Lehrer Jim in seine alte Heimat, die mit schmerzlichen Erinnerungen verbunden ist. Vor vielen Jahren verlor er hier seinen Bruder durch die Hand von einigen Halbstarken – die dann selbst einem Zug zum Opfer gefallen sind. Nun steht er im Unterricht und muss feststellen, dass einige Schüler den damaligen Peinigern verdammt ähnlich sehen…

Fazit

Nach der tollen „The Outsider“-Serie, hatte ich mal wieder Lust auf eine weitere Umsetzung von King und spontan fiel die Wahl auf „Manchmal kommen Sie wieder“ – den ich schon länger nicht mehr gesehen habe.

Der Film an sich bricht ein wenig mit heutigen Sehgewohnheiten und macht seine Herkunftsepoche (und das wohl eher geringere Budget) vielerorts sichtbar. Ein ruhiger Spannungsaufbau und gar nicht mal so hektische Schnitte führen behutsam durch die recht spannende Handlung ein und laden zum versinken ein. Alles wirkt herrlich altbacken, entschleunigt und wie aus der frühen Jugend.

Der Plot ist verhältnismäßig simpel, wurde aber unterhaltsam auf eine normale Laufzeit gestreckt. Größenteils verlässt man sich dabei auf eine guten Darsteller, die bei uns in der deutschen Fassung mit grandiosen Sprechern bestückt wurden. Sie machen die übernatürliche Handlung etwas bodenständiger und somit greifbarer. Obwohl die Geschichte schwerlich nachvollziehbar ist, gelingt das Hineinsetzen in die Charaktere erstaunlich gut. King-typische Rückblenden geben dem Geschehen die notwenige Hintergrundtiefe und lockeren die Erzählstruktur angenehm auf.

„Manchmal kommen Sie wieder“ ist eine der früheren und durchwegs solideren King-Adaptionen, die auch heute noch mit ihrem Charme gefallen. Durch seine altbackene Art sicherlich nichts für Jedermann, aber insgesamt noch eine Empfehlung wert. Sollte nur Interesse am ersten Teil bestehen, kann ich bedenkenlos die „Horror Collection“ auf Blu-Ray ans Herz legen. Diese beinhaltet zum schmalen Taler zusätzlich die Klassiker „Katzenauge“ und „Der Werwolf von Tarker Mills“ – in ähnlich hervorragender HD-Qualität.

6,5/10

Fotocopyright: Koch Media GmbH

The Outsider – Staffel 1

Inhalt

Familienvater Terry Maitland wird überraschend von der Polizei abgeführt und dem Mord an einem kleinen Jungen bezichtigt. Er streite alle Vorwürfe ab, doch der örtliche Sheriff sieht trotzdem genügend Indizien für eine Inhaftierung. Eigentlich sind die Beweise gegen Terry absolut erdrückend, doch plötzlich tauchen beispielsweise Überwachungsvideos auf, die den Verdächtigen während der wahrscheinlichen Tatzeit an ganz anderen Orten zeigen…

Fazit

Nach all den Jahren ist Stephen King noch immer ein Garant für interessante Film- und Serienvorlagen, was sich mit „The Outsider“ mal wieder positiv bestätigen sollte.

Schon ab der ersten Folge zieht das Geschehen in seinen Bann und hält seinen dichten Spannungsbogen bis zum bitteren Ende bei. Es gab keinerlei nennenswerte Längen und trotz mancher minimalen Ungereimtheit gab es beim Telling nichts großartig zu kritisieren. Vielleicht hätte man sich hin und wieder ein paar greifbarere Lösungen gewünscht, doch unterm Strich konnte ich mit den gebotenen Elementen sehr gut leben. Leider kann und will ich diesbezüglich nicht mehr verraten, Kenner der Serie ahnen eventuell was ich damit meine. Schließlich war der Verlauf auch nicht ungewöhnlich für King.

Am besten gefielen mir die vielen unterschiedlichen Charaktere, deren Hintergründe prima ausgearbeitet wurden und durch das Serienformat zu ausreichender Tiefe gekommen sind. Jede noch so kleine Rolle wurde sorgfältig und hervorragend besetzt. Ben Mendelsohn war selten besser, von Jason Bateman hätte ich jedoch gerne mehr Screentime gesehen. Alle harmonieren so perfekt miteinander und geben auf die jeweiligen Schicksale aufmerksam acht. Keine Figur steht als strahlender Held da – alle haben ihre Sorgen, Probleme und Schläge des Lebens erfahren. Dies bildet die Grundlage für einige wirklich traurige Diskussionen, die nicht stumpf an den Haaren herbei gezogen wurden und durchaus mit realen Ereignissen zu vergleichen sind.

Nicht jede Adaption von Meister King war außerordentlich gelungen. Bei Serien und insbesondere bei Filmen gab es einige Knaller, aber leider auch ein paar Nieten zu verzeichnen. „The Outsider“ reiht sich glücklicherweise zu den gelungeneren Verfilmungen ein und bietet alles, was eine dichte Serie auffahren muss: tolle Charaktere, eine zunächst verwirrende – aber packende – Handlung und Dialoge auf den Punkt. „The Outsider“ hat also insgesamt sehr gut bei Laune gehalten und musste natürlich innerhalb weniger Abende durchgeschaut werden. Wer aktuell eine gute Mysterie-Serie sucht, sollte unbedingt mal reinschauen. Entwarnung gibt es zudem für zartbesaitete Gemüter: King schafft ihr unterschwellige Spannung ohne explizite Einblicke – und das war auch gut so.

8/10

Fotocopyright: HBO/Sky.de

Becky

Inhalt

Becky fährt mit Ihrem Vater raus aufs Land und möchte in einem abgelegenen Ferienhäuschen ein paar entspannte Tage verbringen. Zu ihrem Ärger hat sich jedoch Daddys neue Flamme mitsamt Nachwuchs ebenfalls einquartiert und die trotzige Teenagern meidet den Kontakt. Richtig brenzlig wird es allerdings, als ein paar finstere Gestalten aufkreuzen und das Pärchen als Geiseln halten. Becky ist nun auf sich allein gestellt….

Fazit

Ein paar gute Splattereffekte machen noch keinen guten Film und „Becky“ ist da ein gutes Beispiel. Die Story ist weder neu, noch sonderlich keck in Szene gesetzt und erlangt einzig durch seinen männlichen Hauptdarsteller Kevin James etwas mehr Aufmerksamkeit, als ihm vielleicht zusteht.

„Becky“ fühlt sich jederzeit wie ein typischer Genrevertreter an und hebt sich nie wirklich aus der breiten (und überwiegend mittelprächtigen) Masse hervor. Alles wirkt kalkuliert, nach stringentem Muster runtergespult und gelegentlich langweilig in Szene gesetzt – trotz einer jungen Darstellerin (Lulu Wilson), der hoffentlich noch einige Türen in Hollywood offen stehen werden.

Lulu agiert – besonders gemessen an ihrem Alter – richtig gut und lässt im manchmal leicht trostlosen Geschehen ein breites Lächeln aufkeimen. Sie tritt den Widersachern mutig entgegen und bringt in den deftigen Abschnitten einen angenehmen Kontrast zu ihrem kindlichen Wesen. Ihre freche Art lockert das eher ernste Treiben wunderbar auf und stellt somit ein kleines Alleinstellungsmerkmal gegenüber der Konkurrenz.

Kurzweil ja, aber empfehlenswert nur bedingt. Es tat durchaus gut, Herrn James mal in einer ungewöhnlichen Rolle zu erblicken, doch so recht überzeugen konnte der Auftritt leider nicht. Er spielte seine Figur mit viel Routine, aber ohne echtes Herzblut. Alles wirkte jederzeit wie berechnete Hausmannskost, konnte trotz kleinerer Ekelszenen keine uneingeschränkte Anschau-Pflicht herausarbeiten. Nichtsdestotrotz hatte „Becky“ ein wenig Charme und so dürfen Interessierte (und nicht unbedingt zart besaitete Gemüter) ruhig mal reinschauen. Richtig super war das Gebotene nicht, aber glücklicherweise auch kein Totalausfall.

6/10

Fotocopyright: Yale Productions

Blue Jean Cop

Inhalt

Ein Drogendealer erschießt einen Polizisten und muss sich dafür vor Gericht verantworten. Während er sich mit seiner Lage abgefunden hat, wittert sein Anwalt eine größere Verschwörung bei den Ordnungshütern…

Fazit

So rein von der Optik und Inszenierung ist „Blue Jean Cop“ ein typischer Vertreter seiner Zeit und somit wirklich eher was für Genreliebhaber dieser Epoche. Handwerklich solide gemacht und noch relativ jungen Stars bestückt unterhält der Film schon einigermaßen gut, reißt aber keinen Betrachter mehr vom Hocker

Der Titel wirkt schon etwas altbacken und damit wenigstens sehr charmant. Alles wurde routiniert und für damalige Verhältnisse hochwertig inszeniert. Gemächliche Schnitte, handwerklich stabile Action und ein paar nett dreinblickende Gesichter geben auch heute noch keinen echten Grund zur Klage – nur bleibt es eben eigene Ermessungssache, inwieweit dies noch anschaubar ist.

Der Verlauf ist insgesamt ordentlich und weißt nur kleinere Längen auf. Es ging eigentlich immer unterhaltsam zur Sache und leistete sich vom Ablauf her keine nennenswerten Mängel. Natürlich schien die brisante Thematik recht harmlos umgesetzt, ändern tut sich beim Spaßfaktor jedenfalls nichts.

„Blue Jean Cop“ ist ingesamt ein ordentlicher Vertreter seiner Zunft und bietet durch und durch herrlich altmodische Unterhaltung. Wer damit leben kann und einfach nicht Mehr erwartet, kann somit glücklich werden. Elliot und Weller zu ihren besten (aber nicht unbedingt filmisch besten) Zeiten, machen durchaus Spaß und der Unterhaltungsfaktor passt soweit.

6,5/10

Fotocopyright: 375 Media

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