Filme, Serien, Videospiele, Fotografie und Lifestyle

Autor: silverfox1982x (Seite 1 von 52)

Betreiber von hard-boiled-movies.de

Sleepless – Eine tödliche Nacht

Inhalt

Es ist kein guter Tag für Vincent. Während er versucht die Spuren einer illegalen Aktion aus der letzten Nacht zu vertuschen, wird sein Sohn entführt und skrupellose Gangster wollen im Gegenzug ihre Beute zurück. Als wäre das nicht genug, ist die interne Ermittlung bereits hinter dem zwielichtigen Cop her…

Fazit

Der Grundthematik ist geschuldet, dass mich „Sleepless“ ein wenig an „Training Day“ erinnert – was ja grundsätzlich nicht verkehrt ist und immerhin recht unterhaltsam umgesetzt worden ist.

„Sleeplees“ punktet mit einem überwiegend kurzweiligem Verlauf und hohem Tempo. Es geht eigentlich immer ganz gut auf dem Bildschirm rund und so nebenbei werden dann auch die Figuren weiter ausgebaut und deren Hintergründe dem Zuschauer schrittweise bekannt gemacht. Die Handlung bewies genügend Eigenständigkeit, obwohl das grobe Grundkonzept, mitsamt dem Ablauf innerhalb eines Tages nicht wirklich neu erschien.

Jamie Foxx sticht als „Bad-Ass“ natürlich hervor und macht seine Sache fast so gut wie Washington im Eingangs erwähnten Vergleichsfilm. Man ist sich seinem Charakter nie wo wirklich sicher und zweifelt bei einigen Äußerungen – beispielsweise seinem Sohn gegenüber – schon an der eigenen Festlegung seiner Rolle. Er macht seine Sache wirklich gut und den Cop kauft man ihm sowieso jederzeit ab.

Die Action war gut choreografiert und stellte vor allem die Bösewichte richtig fies heraus. Dazu gefielen dann stellenweise schnelle Schnitte und leicht verwackelte Aufnahmen, welche insbesondere die Gefühlslagen der Figuren weiter unterstrichen. Lediglich die Schauplätze schienen rein von deren Anzahl etwas eingeschränkt, aber dramatisch war dieser nicht wirklich.

Freunde kurzweiliger Actionstreifen kommen bei „Sleepless“ auf Ihre Kosten. Das Gebotene war zwar in keinem Bereich so richtig referenzverdächtig, aber mit einem coolen Foxx und einer flotten Gangart konnte man schon seinen Spaß haben. Schaut sich prima weg und ist von daher durchaus eine Empfehlung wert.

7/10

Fotocopyright: EuroVideo Medien GmbH

Die Glücksritter

Inhalt

Zwei schwereiche Geschäftsmänner machen sich einen Spaß und erlauben sich eine derbe Wette. Sie setzten einen Obdachlosen von der Straße in die Führungsetage und schmeißen im Gegenzug einen Top-Manager mittellos hinaus. Natürlich wissen Beide nicht, was mit Ihnen gespielt wird – bis sie sich zusammenfinden und gemeine Sache machen wollen…

Fazit

Der Humor von diesen „Glücksrittern“ ist schon sehr speziell und richtet sich eher an das reifere Publikum, weshalb ich als Kind so meine Probleme damit hatte. Ich habe zwar schon immer eigenwillige Gags ala Monty Python geliebt und konnte auch sonst mit komödienhaften, amerikanischen Produktionen der 80iger etwas anfangen, doch dieser Vertreter animierte höchstens in offenkundigen Momenten so richtig zum Lachen. Mittlerweile sind etliche Jahre vergangen und endlich habe ich die Zeit zur erneuten Sichtung – und Beurteilung – gefunden.

Noch immer bleibe ich dabei, dass dieser Film sicherlich nichts für Jedermann ist. Zum Einen wirkt das Geschehen nicht nur optisch und technisch arg angestaubt, zum Anderen bleibt der Umgangston und so manch freizügige Darstellung etwas bizarr und bestimmt nicht unbedingt massentauglich. Trotzdem beherbergt das Ganze einen gewissen Charme, dem man sich durchaus mal hingeben und und darin abtauchen kann.

Die Geschichte mag nicht unbedingt wahnsinnig originell erscheinen, doch die Aussage wird hierdurch nicht gemindert. Was auf den ersten Blick nach einer lustigen Prämisse ausschaut, ist bei genauerer Betrachtung gar nicht mal so dämlich und hinter manch flacher Zote, steckt mehr Herz als zunächst angenommen. Der Verlauf ist eher gemächlich, aber im Großen und Ganzen eigentlich nie langweilig. Man wollte schließlich immer wissen, wie das Geschehen ausgehen wird und wie unsere sympathischen Anti-Helden noch die Kurve bekommen.

Das Zusammenspiel von Eddie Murphy und Dan Aykroyd war genial und das eigentliche Highlight von diesem Film. Jeder für sich ist schon klasse, doch in den gemeinsamen Szenen bleibt kein Auge mehr trocken – und genau da, entfalten „die Glücksritter“ ihre wahre Stärke. Der Rest vom Cast (u. A. Jamie Lee Curtis, Don Ameche und Ralph Bellamy) machten ihre Sache aber auch sehr gut.

Starke Darsteller und eine witzige Handlung stehen einer etwas angestaubten Inszenierung und allgemein seltsamen Grundton gegenüber. Ich möchte das Teil eigentlich mehr lieben, doch irgendwie gelingt es mir nach all den Jahren noch immer nicht vollends. Manche Parts gefielen, bei anderen wiederum schüttelte ich den Kopf. Schaut am besten selbst (mal wieder) rein und entscheidet, ob Ihr mit dem präsentierten Humor kompatibel seit. Schlecht ist der Film keineswegs.

7/10

Fotocopyright: Paramount Pictures (Universal Pictures)

Klemmbaustein Harry Potter Hogwarts Astronomieturm

Als Ergänzung zur großen Halle (Link) habe ich mir bei der vorletzten Bestellung bei meinem Stammhändler in China nun auch mal den schicken Astronomieturm von Hogwarts mitbestellt. Das Bauen hat Spaß gemacht und es gab keine Fehlteile. Lediglich die beiden großen Scheiben beim Gewächshaus halten nicht richtig im Rahmen.

LEGO ist eine eingetragene Marke.
Alle Fotos dieser Seite – Copyright: hard-boiled-movies.de

Resurrection – Die Auferstehung

Inhalt

Nachdem die Polizei erste Leichen mit abgetrennten Gliedmaßen findet, wird schnell klar, was der Täter damit vorhaben könnte. Detective Prudhomme und seinem Partner geht die Angelegenheit sichtlich an die Nieren, doch sie müssen den Täter überführen, bevor er seine grausame Liste abgearbeitet hat…

Fazit

Mit dem grandiosen „Sieben“ hatte David Fincher einige Jahre vor diesem Titel eine echte Messlatte geschaffen, an der sich mancher Konkurrenz die Zähne ausgebissen hat. „Resurrection“ schlug grob gesagt ebenso in diese Kerbe, hat aber irgendwie genügend Eigenständigkeit mitgebracht und war grundsätzlich gar nicht mal so schlecht. Am gestiegen Abend habe ich die DVD nach langer Zeit mal wieder im Player gehabt und wurde trotz vieler Parallelen zum vermeintlichen Vorbild doch wieder recht gut unterhalten.

Ich rechne diesem Werk hoch an, dass er viele seiner Karten recht schnell auf den Tisch legt und den Zuschauer nicht allzu lang mit seiner durchschaubaren Prämisse beglückt. Auch ist der Flow recht gut, da es immer wieder zügig zur nächsten Leiche geht und mit der eingestreuten Detektivarbeit nicht zu viel Tempo herausgenommen wird.

Lambert wirkt manchmal etwas blass, aber das sind wir von ihm gewohnt und insgesamt geht seine Leistung hier vollkommen in Ordnung. Der nimmt ihm den gebrochenen Familienvater jederzeit ab und kann sich gut in seine Lage hinein denken.

Der Film lebt größtenteils von seiner düsteren Stimmung und die wird auch bis zum bitteren Ende jederzeit beibehalten. Die Aufnahmen sind überwiegend düster, verkommen aber nicht zu einem Tappen im Dunkeln. Man erkennt genügend Details und die Dunkelheit schlägt nicht zu sehr aufs Gemüt. Der Härtegrad ist der Freigabe entsprechend und präsentiert uns nicht übertriebene Gewaltdarstellung oder Gedärm. Alles in etwa auf dem Niveau von „Sieben“.

An die vermeintliche Inspirationsquelle reicht dieser Titel nicht heran, doch unterm Strich ist „Resurrection“ ein äußerst unterhaltsamer Genrevertreter mit ansprechendem Plot. Vielleicht hätte man aus der Thematik noch etwas mehr herausholen oder seinen Bösewicht charismatischer ausbauen können, aber letztlich kann man mit diesem Ergebnis zufrieden sein. Ein atmosphärischer kleiner Film, der für Zwischendurch vollkommen in Ordnung geht und keineswegs angestaubt wirkt.

7/10

Fotocopyright: Kinowelt

Crime is King – 3000 Miles to Graceland

Inhalt

Getarnt als Elvis-Doubles rauben Murphy und seine Kumpanen ein Kasino in Vegas aus und erstaunlicherweise gelingt im dichten Kugelhagel dann auch die Flucht. Bei der Aufteilung der Beute kommt es jedoch zum Tumult und es bleiben nur zwei Räuber übrig – die sich nun bekriegen…

Fazit

„Crime is King“ gehört zu den Filmen, die von ihrem Label irgendwie etwas steifmütterlich behandelt wurden. Noch immer befindet sich das gute Stück lediglich als angestaubte DVD in der Sammlung, wobei es mittlerweile – nach etlichen Jahren – auch endlich mal eine HD-Variante mit neuer Altersfreigabe in die Läden geschafft hat.

Der Film an sich verfolgt ein altbekanntes Konzept in witziger Aufmachung – das leider zu sehr auf Kult getrimmt ist und diesen Status in meinen Augen einfach (noch) nicht inne hat. Die Idee die beiden etablierten Hauptdarsteller Russel und Costner als Elvis-Doubles durch die Gegend zu scheuchen ist ziemlich cool, jedoch höchstens in den ersten Minuten so richtig lustig.

Mit laufender Spielzeit nehmen die eingestreuten Gags sichtlich ab und man folgt längst ausgelutschten Pfaden, die nur noch wenige Überraschungen beinhalten. Der Unterhaltungswert ist zwar durchwegs gegeben, auch nicht so hoch wie anhand der markanten Elemente erhofft.

Die Inszenierung ist ordentlich und fährt mit einigen interessanten Kameraperspektiven auf. Die Schusswechsel sind handwerklich schön gemacht und geben keinen Grund zur Klage. Besonders beim Finale gibt man diesbezüglich noch einmal alles und es kommen einige blutige Effekte zum tragen – die jedoch keineswegs die damalige 18er Freigabe rechtfertigten und heute eher ein müdes Lächeln hervorlocken.

Im Großen und Ganzen ist „Crime is King“ ein recht spaßiger Actionfilm, der mangelnde Ideen etwas mit schrägen Outfits zu kaschieren versucht und letztlich dann doch nicht so ganz aus der breiten Masse hervorsticht. Ich werde erst einmal bei der alten Scheibe bleiben und sehe noch nicht ganz den Bedarf eines Updates. Genrefreunde schauen mal rein und werden soweit ordentlich bei Laune gehalten. Für meinen Geschmack hätte man ruhig ein paar Passagen etwas straffen können.

7/10

Fotocopyright: Warner/NSM Records

Dolores

Inhalt

Dolores hatte es nicht immer leicht im Leben. Von ihrem aufbrausenden Ehemann oft verprügelt, von ihrer Chefin oft wie der letzte Dreck behandelt und von der geliebten Tochter verlassen. Nun steht sie unter Mordverdacht und kann wenigstens ihrem zurückgekehrten Nachwuchs schweren Herzens von ihren Erlebnissen berichten…

Fazit

Für eine Geschichte von Stephen King ist die Thematik zunächst recht ungewöhnlich, doch im Laufe des Films merkt man schon, worauf der Autor hier eigentlich abzielt.

Bei „Dolores“ steht weniger die offenkundige Gewalt und Blutfontänen im Vordergrund, sondern vielmehr die versteckte Gewalt, die eine Seele langsam an den Rande eines Nervenzusammenbruchs führt. Eindringlich und mal mehr, mal weniger offen wird der Zuschauer Teilhaber des Lebens von Dolores und kann so nach und nach ihre Gefühle verstehen und ihre Handlungen letztlich nachvollziehen.

„Dolores“ wirft Fragen auf und stellt innere Moralvorstellungen auf die Probe. Man wüsste nicht, wie man selbst in einigen Momenten handeln wurde und ist im Zwiespalt zur Hauptperson. Sicherlich sind ein paar Aktionen zu verurteilen, doch auf der anderen Seite stellen sie eine Art Erlösung von Qualen da und stehen dann wieder in einem ganz anderen Licht.

Die erneut wundervolle Kathy Bates spielt mit Hingabe und trägt ihren Teil zum Gelingen des Ganzen bei. Man kauft ihr die gepeinigte Seele zu jeder Sekunde ab und man vergisst schnell die Bilder, die „Misery“ einst ins Hirn gebrannt haben. Sie stellt ihre ebenfalls hervorragend agierende Filmtochter Jennifer Jason Leigh in den Schatten, obwohl auch diese mal so richtig stark performt.

„Dolores“ ist ein mitreißendes Chartakterspiel, welches unter die Haut geht. Was anfangs gar nicht so recht zu den restlichen Werken von King passt, entpuppt sich erst bei genauerem Hinschauen als Horror für die Nerven. Auch ohne explizite Einblicke sind viele Bilder schmerzhaft und Entscheidungen moralisch schwierig zu bewerten. Unterm Strich ein weiteres, unbedingt sehenswertes Stück mit einer erneut grandiosen Bates.

8/10

Fotocopyright: Warner Home Video

LEGO Imperial Transporter MOC

Da die Figuren aus dem kleinen „Battlepack“ so einsam schienen, habe ich mich für den Bau eines größeren Transporter entschieden. Natürlich weicht das Gebaute farblich und in vielen Details deutlich von der Vorlage ab, doch schließlich musste ich mit den vorhandenen Teilen auskommen. Seht selbst.

LEGO ist eine eingetragene Marke.
Alle Fotos dieser Seite – Copyright: hard-boiled-movies.de

One Night in Miami

Inhalt

Es ist der Abend nach einem glorreichen Sieg. Cassius Clay ist gerade Weltmeister geworden und anschließend trifft er sich mit seinen Freunden Malcolm X, Sam Cooke und Jim Brown in seinem bescheidenen Motel. Sie philosophieren über das Leben und letztlich bleibt dieses Gipfeltreffen von der Presse nicht unbemerkt…

Fazit

Als hätte ich es mit der kürzlichen Sichtung von „Malcolm X“ geahnt, dass bald der Titel „One Night in Miami“ auf mich zukommen würde – denn ganz unerheblich ist eine gewisse Vorkenntnis einiger Ereignisse für diesen Film nicht.

„One Night in Miami“ ist ein dichtes Kammerspiel, welches sich voll und ganz auf seine brillanten Darsteller stützt und außerhalb des engen Hotelzimmers wenig an Schauplätzen aufzubieten hat. Man konzentriert sich voll und ganz auf die geschmeidigen und nicht minder tiefgründigen Dialoge, die die Menschen hinter der rumreichen Fassade zeigen und mit welchen Problematiken sie sich in dieser eher unschönen Epoche noch herumschlagen müssen.

Dabei erklärt der Film wenig und setzt Wissen beim Zuschauer voraus. So wird über Dinge diskutiert, die wir in dann mit eigenen Hirnschmalz aufdröseln und zusammensetzten müssen. Man erwähnt beispielsweise die „Nation of Islam“, aber nicht genauer deren Konflikt mit dem Rädelsführer Malcolm X, der hier nur mehr oder weniger seinen Ausstieg bei seinen Freunden bekannt macht. So können bei Bildern, – wie seinem brennenden Haus – von Unkundigen nur Vermutungen angestellt werden.

Dieses extrem dialoglastige Geschehen ist jedoch nicht immer frei von Längen – und das kostet letztlich auch eine höhere Wertung. Auch wenn das Setting durchwegs anspricht und dicht inszeniert wurde, verpasst man bei einigen Konversationen die vorzeitige Ausfahrt und trägt mit zu langem Geschwafel einfach nichts mehr sinnvolles zur Handlung bei. Glücklicherweise verhelfen dann auch wieder ein paar wenige, aber gut platzierte Songs zur verdienten Aufmerksamkeit, die dieser Streifen unbedingt verdient hat.

Trotz kleinerer Hänger hat mir dieser Film von Anfang bis Ende extrem gut gefallen und ich kann Ihnen allen Interessierten nur wärmstens ans Herz legen. Das Konzept mit wenig Erklärung einfach mitten ins Geschehen einzusteigen, erhöhte den Anspruch und tat auch dem Hirn gut. Auch den Twist nur einen Abend im Leben der wichtigen Figuren herauszupicken war äußerst geschickt – denn so kann man sich noch ein wenig mehr mit deren Biografien davor und danach vertrauter machen und neue geschichtliche Informationen für sich recherchieren.

8/10

Fotocopyright: Amazon

The Undoing

Inhalt

Auf den ersten Blick sind Grace und Jonathan ein glückliches, wohlhabendes Paar, doch nachdem eine eher locker bekannte Dame tot aufgefunden wird, ändert sich deren Leben schlagartig. Jonathan gerät plötzlich unter Mordverdacht und seine Frau weiß bald nicht mehr, was sie noch glauben soll…

Fazit

Mit gerade einmal 6 Episoden mit jeweils deutlich einer Stunde ist „The Undoing“ eine relativ kompakte – aber keinesfalls langweilige – Angelegenheit, die durchwegs mit Hochspannung und brillanten Darstellern punkten konnte.

Schon nach wenigen Minuten hat mich die hochwertige Inszenierung gnadenlos in den Bann gezogen und dann fiel erst der Fokus auf die erstklassigen Darsteller, die ihr tolles Spiel bis zum bitteren Ende durchziehen konnten. Noch nie habe ich Nicole Kidman oder Hugh Grant besser gesehen und in seinen markanten Auftritten sorgte Urgestein Donald Sutherland für angenehme Gänsehaut. Es hat richtig Spaß gemacht den erfahrenen Akteuren bei ihrem Spiel zuzuschauen und ehrlich gesagt haben sie echte Emotionen beim Betrachter geweckt – was zumindest bei mir – eher selten in dieser Form gelingt.

Die Geschichte ist nicht nur optisch perfekt eingefangen, sondern durchwegs auch sehr wendungsreich und dicht geschrieben. Oftmals kreide ich mangelnde Innovation oder Ideenarmut an, doch hier wurde aus einer simplen Ausgangslage ein extrem spannendes Konstrukt generiert – welches sogar alteingesessene Hasen hin und wieder angenehm überraschen konnte und auf falsche Fährten führte. Man kann sich seinen Theorien und seinen Figuren niemals sicher sein und hadert fast bis zur letzten Minute mit der Auflösung. Dies ist gerade in heutigen Zeiten und einem Überfluss an Filmen und Serien nicht mehr selbstverständlich und spricht für ausgezeichnete Autoren.

Im Internet wurde diese Mini-Serie etwas gehypt und diesmal muss ich gnadenlos einstimmen. „The Undoing“ gehört wirklich zu den besten TV-Ereignissen der letzten Jahre und überzeugt mit raffinierter Handlung, exzellenten Darstellern und anmutiger Inszenierung. Wer auf gute Thriller steht, sollte unbedingt mal einen Blick riskieren und der Suche nach dem wahren Täter eine Chance geben.

9/10

Fotocopyright: HBO/Sky

The Astronaut’s Wife

Inhalt

Obwohl Astronaut Spencer mit seinen Kollegen wieder heil auf der Erde gelandet ist, scheint etwas mit ihnen nicht zu stimmen. Im All hatten sie für zwei Minuten den Kontakt zur Crew am Boden verloren und niemand weiß, was sich in dieser Zeit dort oben abgespielt hat. Insbesondere seine Frau Jillian ist sie ihres Mannes nicht mehr sicher…

Fazit

Nachdem mir „die neun Pforten“ wieder Appetit auf weiteren Output von Johnny Depp gemacht hat, bin ich die Tage mal durch die Sammlung gestreift und habe zur Scheibe von diesem Titel gegriffen. Die Erinnerungen daran waren eher so lala – und genau dieser Eindruck wiederholte sich aktuell erneut.

Die Geschichte von „The Astronaut’s Wife“ ist mehr oder weniger originell und wurde zum Zeitpunkt der damaligen Veröffentlichung auch schon mehrere Male durchgekaut. Der Verlauf an sich ist zwar um Spannung bemüht und stellenweise gar nicht mal so uninteressant konstruiert, doch der letzte Kick hat gefehlt. Viele Elemente waren vorhersehbar und teilweise in sich selbst doppelt recycelt worden.

Das Zusammenspiel zwischen Depp und Theron war ansehnlich und soweit möglich auch glaubhaft, doch konnten deren gelungene Mimiken nicht immer gegen die abgelutschte Handlung ankämpfen. Viele Sachen waren einfach zu bekannt und mit zu wenigen neuen Wendungen bestückt.

Ein paar Jahre nach „Species“ (und vielen anderen Konsorten) hat „The Astronaut’s Wife“ die altbekannte Thematik erneut aufgegriffen und um wenige neue Aspekte bereichert. Die Darsteller machten ihre Sache zwar recht gut, doch aufgrund mangelnder Innovation und einem aufgesetzten Ende ist nicht mehr als eine überdurchschnittliche Wertung drin.

6/10

Fotocopyright: Warner Home Video

« Ältere Beiträge