Filme, Serien, Videospiele, Fotografie und Lifestyle

Autor: silverfox1982x Seite 1 von 117

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Shinobi X / Shinobi Legions (Sega Saturn)

Inhalt

Die bezaubernde Aya wird entführt und der Spieler geht in Form des Ninja Sho auf die Suche nach ihr. Die Spur führt zu Bruder Kazuma, der anscheinend höhere Ziele mit der jungen Dame verfolgt…

Gameplay

Obwohl sich „Shinobi X“ seinerzeit mit gefilmten Darstellern und Videosequenzen präsentierte, blieb das eigentliche Gameplay seinen Vorgängern treu. Ihr übernehmt die Rolle des Sho und schnetzelt euch durch die Gegnerhorden – was in der Praxis wesentlich einfacher, als so manch Geschicklichkeitseinlage ausgefallen ist.

Hin und wieder müsst Ihr nämliche kniffelige Sprungeinlagen – etwa dem Erklimmen von Bäumen oder Schächten oder dem Überwinden von Abhängen – absolvieren. Dies ist stellenweise frustrierend, denn die Sprünge müssen gut getimt werden und verbrauchen schnell das Konto eurer verbleibenden Leben.

Die Level sind gradlinig aufgebaut und die Orientierung fällt meist nicht schwer. Das komplette Geschehen findet in 2D statt und das Scrolling erfolgt typisch von links nach rechts. Natürlich geht es dabei auch mal nach Oben oder Unten – verlaufen tut man sich aber nicht.

Spielzeit

Auch leichtesten Schwierigkeitsgrad habe ich rund 1,5 Stunden mit dem Titel verbracht und hatte fast fortwährend schweißnasse Hände. Die Spielzeit mag sich nach nicht viel anhören, jedoch erfordert das Werk nicht nur bereits angesprochene Frustresistenz, sondern auch ordentlich an Übung. Da man während dem Zocken nicht speichern kann (so war das damals), kommt zusätzlicher Druck dazu. Ich muss gestehen, den Titel damals nie durchgerockt zu haben und nun erst mit dem Steam Deck (und den wertvollen Save-Stats des Saturn-Emulators) das Trauma abarbeiten konnte.

Präsentation

Optisch macht der Titel zwar heutzutage nicht mehr allzuviel her, aber seinerzeit konnten mich die digitalisierten Schauspieler, die realitätsnahen Hintergründe und die nett produzierten (und leider extrem verpixelten) Videosequenzen in ihren Bann ziehen. Ich habe das Spiel allerdings erst einige Zeit nach dem Erwerb des Saturns in die Sammlung holen können und zu diesem Zeitpunkt war man schon opulentere 3D-Welten gewohnt – die ehrlicherweise aber teils deutlich schlechter gealtert sind.

Positiv

  • hübsche Präsentation
  • guter Soundtrack
  • flottes Gameplay
  • spaßiges Geschnetzel
  • abwechslungsreiche Locations

Neutral

  • wenig unterschiedliche Gegnertypen
  • Story eher so lala
  • Videosequenzen von mäßiger Qualität
  • kurze Spielzeit

Negativ

  • frustige Sprungeinlagen
  • häufig wiederholende Animationen
  • … mittlerweile recht teuer geworden

Fazit

Als Kind habe ich die „Shinobi“und „Ninja Gaiden“-Titel geliebt und hauptsächlich auf dem legendären „Game Gear“ bestritten. Als dann die ersten Bilder zu „X“ in den Heften veröffentlicht wurden, war ich hin und weg – auch wenn ich erst mit leichter Verzögerung zugegriffen hab.

Die Spielbarkeit dieses 2D-Plattformers ist nach wie vor recht gut, auch wenn die Sprungpassagen noch immer nicht meinen Geschmack treffen. Zum Glück macht der Rest aber so Laune, dass man diese Gameplay-Kröte schlucken und insgesamt grade noch darüber hinwegschauen kann.

Habt Ihr den Nerv für schwierige Stellen, aber Freunde an der Reihe – und mittlerweile auch die Motivation die aufgerufenen Preise für die Scheibe auf den Tisch zu legen – dann erwartet euch ein netter Ninja-Slasher für Zwischendurch. Zockt es idealweise auf einem Emulator und nutzt euch die Funktion der Save-Stats – dann ist alles noch gut meisterbar und man kann sich mal eine Pause gönnen…

Ich bin froh, diese „Perle“ in meiner Sammlung zu wissen und regelmäßig das Schwert durch die Gegnerhorden gleiten zu lassen.

Grafik: 7/10
Sound: 7,5/10
Gameplay: 6,5/10
Gesamt: 7/10

Fotocopyright: Sega

Dagon: by H. P. Lovecraft (PC)

Einführung

Bei gog (externer Link, keine Haftung) gibt es zur Zeit die Anwendung „Dagon: by H. P. Lovecraft“ zum kostenfreien Download. Bewusst schreibe ich „Anwendung“ – denn ein echtes Spiel ist das Gebotene nicht. Trotzdem sollten Fans des Autors weiterlesen…

Gameplay & Spielzeit

„Dagon“ ist kein Spiel im klassischen Sinne, sondern vielmehr ein interaktives „Büchlein“ rund ums Thema Lovecraft. In der zirka halbstündigen Erfahrung klicken wir uns durch einzelne Teilanimierte Bildschirme und erfahren mehr über die Grusel-Legende und vor allem wie er zu seinen fantastischen Geschichten inspiriert wurde.

Wir schlüpfen in die Haupt des Schreibers und erleben den aufsteigenden Wahnsinn am eigenen Leibe. Dabei reduzieret sich das eigentliche Gameplay auf das Anklicken von Gegenständen und dann geht die Handlung automatisch weiter. Man kann gar nicht feststecken, sterben oder irgendwie Einfluss auf die Ereignisse nehmen. Alles wie in eine Buch, dessen Verlauf man einfach folgt.

Präsentation

Optisch trifft das Geschehen ganz meine Vorstellungen von der „Cthulhu“-Thematik. Tolle Aufnahmen, wunderschöne Hieroglyphen und stimmige Settings. Alles wirkt wie aus einem Guss und keinen Grund zur Klage. Schade, dass alles etwas eingeschränkt wirkt – denn gerne hätte ich noch mehr der hübschen Kulissen erkundet.

Die – zum Teil gar nicht mal so einfachen – Texte wurden astrein ins deutsche übersetzt und der raue englische Sprecher sorgt für Atmosphäre. Bin froh, dass hier der Originalton beibehalten wurde – denn eine deutsche Lokalisation in ähnlicher Qualität wäre schwierig geworden.

Fazit

Der Autor mag umstritten und zum Teil fehlinterpretiert sein, doch seine Werke faszinieren noch heute. „Dagon“ war eine nette Bereicherung für seine Fans und eine außergewöhnliche Erfahrung – die ich in ähnlicher Form gerne wiederholen würde. Vielleicht werde ich noch die weiteren „DLC“ erwerben – denn somit unterstützt man die kreativen Köpfe hinter diesem Projekt. Lovecraft-Jünger schaut rein und supportet!

Empfehlenswert!

Link bei gog: Dagon: by H. P. Lovecraft

Fotocopyright: Bit Golem

Batman Arkham City (PC)

Inhalt

Das Gefängnis von Arkham ist Geschichte und der Wahnsinn hat sich nun über einen kompletten Stadtteil ausgebreitet. Die Regierung hat eine große Mauer errichtet und die Kriminellen sich selbst überlassen. Batman jedoch ahnt, dass etwas im verlassenen Gebiet brodelt und versucht das Geheimnis zu lüften…

Gameplay

Am besten (und durch das im Gegensatz zum Vorgänger deutlich erweiterten Gebiet) lässt sich der Titel am eheste mit „Assassins Creed“ vergleichen, obwohl sich das Game dabei etwas kompakter und wesentlich straffer erzählt anfühlt.

Es gibt zwar ein großes Areal zu erkunden, doch sind Felißaufgaben und unbedingtes Aufleveln für die eigentliche Handlung gar nicht erforderlich. Man kann sich gut auf seine Hauptaufgabe konzentrieren und erhält zur richtigen Zeit die notwendigen Skillpunkte, um Ausrüstung, Moves oder Gadgets zu verbessern.

Batman hat es aber nicht nur mit dem Verkloppen von feindlichen Schergen zu tun, sondern muss auch hin und wieder kleine Knobbeleinlagen meistern. Im einfachsten Fall gilt es mit der zuschaltbaren Detektiv-Optik ein paar verstecke Gänge zu finden, im schwierigsten Fall muss man mit dem Batarang ein paar schwer erreichbare Schalter umlegen oder sich einen sicheren Weg über Säureflüsse zu überlegen.

Spielzeit

Mein Steam-Account hat mir nach dem Abschluss der Hauptstory knappe 11 Stunden Spielzeit angegeben – wobei hier nur ein kleiner Bruchteil an Zusatzmissionen und Sammelaufgaben absolviert wurden. Für mich ist das vollkommen ausreichend, Komplettisten dürfen aber gerne noch etliche Stunden dazu addieren.

Präsentation

Obwohl der Titel mittlerweile einige Jährchen auf dem Buckel hat, überzeugt die Optik mit ihrem düsteren, verregneten Look auf ganzer Linie. Mittlerweile ist die Hardware auch so stark, die komplett sichtbare Stadt (ordentliche Weitsicht!) flüssig und ohne Ruckler darzustellen – was für durchaus beeindruckende Ansichten sorgt.

Gezockt habe ich auf meinem Steamdeck, was die Auflösung natürlich stark beschränkt (1280×800), aber dennoch einen ansehenlichen Eindruck hinterließ. Die Animationen der Figuren war klasse und die Details (Löcher im Umhang, etc.) noch immer recht beachtlich.

Der Ton (wahlweise deutsch oder englisch) war in beiden Lokalisationen gelungen, wobei die leicht „knurrigere“ Originalspur wesentlich mehr mitreißen konnte.

Positiv

  • stimmige Präsentation
  • spannende Handlung
  • viele Gadgets
  • flüssige Kämpfe
  • cooles Figurendesign
  • ordentliche Spielzeit
  • einfaches Auflevel-System
  • teils gute Kopfnüsse…

Neutral

  • … teils nervige Kopfnüsse
  • Moves gehen nicht immer so gut von der Hand
  • teils fummelige Gadget-Bedienung
  • manchmal leichte Orientierungsprobleme
  • Sammelobjekte/Nebenmissions-Marker reißen aus der Immersion

Negativ

  • Trial & Error Passagen
  • Steuerung reagiert nicht immer wie gewünscht
  • Schwierigkeitsgrad schlecht abgestimmt (Kämpfe zu leicht, andere Einlagen zu schwer)

Fazit

„Arkham City“ ist sicherlich nicht perfekt, aber eine spürbare Weiterentwicklung zu seinem Vorgänger und in allen Belangen deutlich epischer – ohne dabei zu überladend riesig zu wirken.

Die spannende Geschichte wurde knackig und frei von Längen erzählt, die vertrauten Figuren ganz toll in Szene gesetzt und unerwartet frisch präsentiert. Das Kampfsystem mag auf den ersten Blick simpel erscheinen, doch wird im Laufe der Zeit – nicht zuletzt wegen der ganzen Spielzeuge – immer komplexer und erfordert etwas Gedächtnistraining.

Wer „Batman“ mag und nichts gegen das offenere Setting hat, wird bei diesem Spiel noch immer auf seine Kosten kommen. Die tolle Technik sorgt auch heute noch für gute Spielbarkeit und die Rätsel sind sowieso noch nicht aus der Mode gekommen. Manchmal habe ich geflucht, doch mich überwiegend köstlich amüsiert und mit innerlichem Grinsen denke ich noch an so manch kultige Passage zurück.

„Arkham City“ ist ein Musterbeispiel, wie man eine beliebte Vorlage mit Bravour in ein tolles Videospiel verwandeln kann!

Grafik: 8/10
Sound: 8/10
Gameplay: 8/10
Gesamt: 8,5/10

Fotocopyright: Warner/Rocksteady

Freitag der 13te – Teil 2 – Jason kehrt zurück

Inhalt

Fünf Jahre sind vergangen und erneut möchte ein neues Camp seine Pforten eröffnen. Obwohl die Anwohner eindringlich auf die Eigentümer einreden, wollen sie ihre Vision nicht aufgeben und selbst durch die Gruselgeschichten um einen verwaisten Jungen aus den Wäldern lassen sie sich nicht erschüttern…

Fazit

Der zweite Teil war seinerzeit mein Einstand in die Kultreihe und blieb auch nach all den Jahren noch recht passabel in meiner Erinnerung zurück – auf gute und weniger glänzende Weise.

Zunächst ermöglich eine ausführliche Rückblende einen reibungslosen Einstieg, selbst ohne den Vorgänger gesehen zu haben. Danach jedoch plätschert das Treiben über weite Teile vor sich hin und wärmt die bekannte Camp-Wiedereröffnung-Thematik erneut auf.

Zwar sehen wir hier frische Gesichter, doch im Kern ist der Ablauf recht ähnlich gestaltet und man fiebert letztlich den Slasher-Szenen entgegen – die leider erst recht spät einsetzen und dann immerhin Schlag auf Schlag auftraten.

Handwerklich ging es wieder äußerst solide und dem Budget entsprechend zur Sache. Dadurch dass mir die Optik „verrauschter“ als im Vorgänger vorgekommen ist, waren manche Masken nicht mehr ganz so offensichtlich zu erkennen – obwohl man das Gebotene heute ingesamt leicht belächeln darf.

Mit knapp unter 1,5 Stunden war die Spielzeit angemessen, zumal im Mittelteil leider deutliche Längen zu vernehmen waren und der Finger schon fast auf der Taste zum Vorspulen kreiste. Genauso hatte ich den Titel leider auch in Erinnerung – zumal man als Kind damals sowieso nur auf das Gemetzel aus war und die Handlung nicht großartig interessierte.

Der zweite Teil mag sicherlich auch den Kultstatus zementiert haben und ingesamt kein schlechter Genrevertreter gewesen sein, doch so richtig vom Hocker konnte das Treiben weder damals, noch heute werfen. „Jason kehrt zurück“ ist ein überdurchschnittlicher Slasher nach bewährtem Muster, punktet aber immerhin mit guter Atmosphäre und zeitlich passender Optik.

6,5/10

Fotocopyright: Paramount Pictures (Universal Pictures)

The House of the Dead 2 (Sega Dreamcast)

Inhalt

Eine Truppe von Geheimagenten soll mysteriöse Ereignisse in einem kleinen Städtchen untersuchen und trifft dabei auf allerlei Zombies und anderes Ungetier…

Gameplay

Auch beim zweiten Teil des erst kürzlich neu aufgelegen Erstlings (Review) handelt es sich um einen astreinen Lightgun-Shooter der alten Schule, sprich: ein relativ kurzes, aber knackiges Arcade-Game mit hohem Spaßfaktor.

Im Gegensatz zum Vorgänger sind Locations und Gegnervielfalt allerdings weitaus umfangreicher geworden und das Geschehen fühlt sich dank Fahreinlagen auch spielerisch großflächiger an – auch wenn man natürlich nur vorgefertigten Wegen folgt und nur selten echte Abzweigungen einschlagen kann.

Abseits dessen, bleibt es beim Altbewährten. Gute Reaktionen zeigen, alles abknallen und das Nachladen nicht vergessen. Bossgegner haben bestimmte Schwächen, die euch vor Kampfantritt aber aufgezeigt werden und nicht selbst erkundet werden müssen.

Spielzeit

Genau gestoppt habe ich die Spielzeit nie, würde aber rund 45-60 Minuten für einen lockeren Durchgang inklusive der kultigen Zwischensequenzen veranschlagen. Das ist nicht viel, doch bei gebotenen Wiederspielwert absolut zu vertreten und im Standardbereich des Genres.

Präsentation

Seinerzeit war die Technik schon durchwachsen und kein absoluter Hingucker, aber der Stil hat sich bis heute gehalten. Vor allem die abwechslungsreichen Garfiksets und die hübsch gestalteten Kreaturen können noch heute auf ganzer Linie überzeugen. Die schlechte Lokalisation war hingegen gewollt und unterstreicht das Serientypische B- oder gar C-Movie-Flair.

Bei aktueller Emulation gab es bei mir ein paar Bildfehler, doch spielbar blieb das Geschehen immer. Meistens flackerte es etwas am Rande, doch im Fokusfeld war alles in Ordnung.

Positiv

  • stimmige Präsentation
  • viele unterschiedliche Locations
  • großartiges Monsterdesign
  • guter Spielflow
  • spaßige Boss-Kämpfe

Neutral

  • technisch leicht angestaubt
  • magerer Spielumfang
  • krude Rahmenhandlung

Negativ

  • keine Waffenauswahl
  • schlecht abgemischte Vertonung

Fazit

Stolze 180 Mark habe ich für dieses Spiel inklusive der hochwertig verarbeiteten Lightgun auf die Ladentheke des örtlichen Videospiele-Händlers gelegt und den Kauf trotz vergleichbar mageren Umfangs nicht bereut. Auch wenn die Gun heute nur noch in der Vitrine Verwendung findet, macht das Game auch auf diversen Emulationen (zuletzt auf dem Steam Deck durchgezockt) eine Menge Spaß und zeigt durch gelegentliches Abtauchen auch keine Abnutzungserscheinungen auf.

„The House of the Dead 2“ ist sicherlich nicht perfekt, gehört für mich aber definitiv zur Elite des Genres und übertrifft die anderen Teile der Reihe um Längen. Zwar lassen sich Allesamt recht gut zocken, doch hier stimmt die Abwechslung (wenn man das bei solchen Spielen mit eingeschränkten Handlungsmöglichkeiten sagen darf) und das geniale Gegnerdesign. Schade, dass es ziemlich kurz ist – aber so ists halt immer mal wieder ein kleines Highlight zum kurzweiligen Abreagieren.

Grafik: 7/10
Sound: 6,5/10
Gameplay: 6/10
Gesamt: 8/10

Fotocopyright: Sega

Freitag der 13te – Teil 1

Inhalt

Nach den tragischen Ereignissen vor 20 Jahren, strebt der neue Eigentümer eine Wiedereröffnung des „Camp Crystal Lake“ an. Kaum sind jedoch seine ersten Mitarbeiter angereist, setzt sich die damals begonnene Mordserie beharrlich fort…

Fazit

Bei Wikipedia kann man es nachlesen, doch es war auch stets mein persönlicher Eindruck. Mit „Halloween“ hat Carpenter – ähnlich wie später „Scream“ – eine neue Welle von Horrorfilmen heraufbeschworen und „Freitag der 13te“ war wohl einer der Profiteure hiervon. Filmisch war das Werk bestenfalls solide, doch der Erfolg sorgte anscheinend für seine reichlichen Nachfolger.

Die Handlung dürfte bei den meisten meiner Lesern sicherlich ebenso bekannt, wie der kurze Auftritt von Jason an sich sein. Erst später bildete man den Mythos des maskierten Schlächters und im ersten Teil ging es noch vergleichsweise bodenständig zur Sache.

Für die damalige Zeit (und wohl auch dem damaligen Budget) war die Inszenierung gar nicht mal übel. Optisch wirkte der Titel überhaupt nicht und selbst die Darsteller behielten eine gewisse Ernsthaftigkeit bei. Während viele Vertreter schon zu Veröffentlichung sehr trashig erschienen, machte der erste „Freitag“ eine solide Figur.

Abstriche mussten bei den Effekten gemacht werden. Für die damalige Zeit sicherlich auch voll in Ordnung, sind die Szenen heute (natürlich auf Blu-Ray und auf großer Leinwand) gut zu enttarnen. Bei Kehlenschnitten ist das Latex klar zu erkennen und auch sonst sind die Tricks recht offensichtlich. Glücklicherweise passt der allgemeine Härtegrad noch immer.

Für mich war der erste „Freitag“ ein solider Start in ein kultverdächtiges Franchise. Noch etwas anders als seine Nachfolger, aber auf seine Weise ziemlich gelungen und noch immer überraschend gut anschaubar. Ein Titel, dem man als Horrorfilm definitiv mal gesehen haben sollte – auch wenn er natürlich nicht das Maß aller Dinge darstellt.

7/10

Fotocopyright: Paramount Pictures (Universal Pictures)

Eraser: Reborn

Inhalt

Rina ist die Frau eines hochrangigen Gangsterbosses und plant den Ausstieg. Gemeinsam mit einem Team von Zeugenschützern soll ihr Tod vorgetäuscht und sie aus dem Land gebracht werden. Dummerweise hat ihr Gatte beste Verbindungen zu den Behörden und deckt den Schwindel auf…

Fazit

„Eraser“ (Review) mit Arnold Schwarzenegger war kein Highlight, aber ein unterhaltsamer Actionfilm, der über die Jahre nichts von seinem netten Flair verloren hat. „Eraser: Reborn“ ist nun allerdings keine direkte Fortsetzung – sondern wie es das „Reborn“ bereits andeutet – eine Art von modernem Remake, dem es an essentiellen Dinge fehlte.

Zunächst fällt auf, das Grundsetting und Plot recht ähnlich ausfielen, einige Szenen sogar 1 zu 1 vom Original übernommen wurden. Modern ist hier allerdings eher die auf Hochglanz polierte Optik und die makellosen Darsteller – bei denen selbst die Bösewichte wie aus einem Katalog für Models stammen. Es fehlt dem Treiben allerdings nicht nur hier an Kontur, sondern auch an vielen anderen Stellen.

Die Action war hervorragend choreografiert und in tolle Bilder verpackt worden, wirkte jedoch harmlos und blutleer. Es gab keine harten Shoot-Outs und alles schien ein bisschen auf TV-Tauglichkeit getrimmt. Vielleicht dürfen wir ja hier noch eine Serienauswertung erwarten.

Wenn ich ehrlich bin, muss ich bei „Eraser“ eigentlich zuerst an die legendäre „Railgun“ denken, von der bei der Neuauflage allerdings jede Spur fehlt. Vermutlich wäre dies etwas zu viel des Guten gewesen, immerhin versucht man sich im Vergleich auch wesentlich bodenständiger und authentischer zu geben. Damit wäre der Verlust also zu verschmerzen – jedoch hätte man als Ausgleich mehr als seltsame „Tierwesen“ integrieren dürfen.

Technisch ist „Reborn“ am Puls der Zeit und überzeugt mit perfekt belichteten Aufnahmen, einer durchwegs makellosen Optik, schönen Locations und ebenso hübschen Darstellern – doch letztlich fehlt es dem Ganzen etwas an Seele, Alleinstellungsmerkmalen und Härte. Das Teil lässt sich zwar gut wegschauen, wirkte aber wie ein Pilotfilm für kommende Fernsehproduktionen. Unterm Strich nicht übel, doch ich bleibe lieber beim (ebenfalls nicht ganz runden) Original.

6/10

Fotocopyright: Warner Bros (Universal Pictures)

Alarm im Weltall

Inhalt

Auf der Suche nach einem vermissten Raumschiff, landen Capitan Adams und seine verwegene Crew auf dem Planeten Altair und treffen dort auf den seltsamen Wissenschaftler Dr. Morbius. Auf den ersten Blick scheint alles in Ordnung und dessen Geschichten stimmig zu sein, doch irgendwas scheint hier einfach nicht zu passen…

Fazit

Allein wegen dem jungen Leslie Nielsen oder dem kultverdächtigen „Robby“ dürfte dieser Streifen bei vielen Film-Fans ganz oben in der Gunst stehen. Er war seiner Zeit in vielen Bereichen wahrscheinlich weit voraus und hat gut zur Aufbruchsstimmung mit den ersten Reisen zum Mond gepasst.

Aus heutiger Sicht vermag ich diesem Werk seinen Status sicherlich nicht aberkennen, nur auf seine erwartungsgemäß altmodische Art hinweisen. Er lässt sich gut mit alten „Star Trek“-Episoden vergleichen, ohne jedoch mit deren kompakten Erzählweise aufzuwarten. Neben all der Pracht und fabelhaften Kulissen, tuen sich hier nämlich kleinere Längen auf – die zum Teil auf ebenso altbackene Dialoge mit überholten Themen zurückzuführen sind.

Abseits kleinerer Durchhänger gefiel aber die Atmosphäre und die handgemachten Effekte. „Robby“ war einfach klasse designt – auch wenn es so offensichtlich ist, dass ein Mensch darin steckt. Überhaupt hat sich Einiges wie eine Vorstufe von „Star Wars“ angefühlt, was eigentlich nur für diesen Streifen spricht und offenkundige Inspirationsquelle darstellt.

Bei den Darstellern hat mir als alter „Nackte Kanone“-Fan ist mir natürlich Nielson am ehesten ins Auge gestochen. Sagenhaft, welch hohen Widererkennungswert sein Gesicht besaß und welch routiniertes Spiel er vollzog. Viele Genrekollegen mussten gerade zur damaligen Zeit äußerst trashig gewirkt haben, doch hier machten die Darsteller gute Mime zur interessanten Handlung und verliehen diesem Geschehen spürbare Seriösität.

„Alarm im Weltall“ ist ein Kind seiner Zeit und möglicherweise ein Wegweiser für das ganze Genre. Ich persönlich schaue diesen Film alle Jahre wieder ganz gerne weg, doch die große Liebe ist es irgendwie nie geworden. Persönlich ziehe ich lieber eine knackige Serienfolge vor, doch spreche nostalgischen Genrefans (die diesen Film vielleicht noch gar nicht kennen) eine warme Empfehlung aus.

7/10

Fotocopyright: Warner Bros (Universal Pictures)

Senior Year

Inhalt

Die High School ist fast zu Ende und die ehrgeizige Schülerin Stephanie steht kurz vor der Erfüllung ihrer Träume. Sie ist talentierte Cheerleaderin, mit einem tollen Typen zusammen und hat beste Chancen die diesjährige Abschlusskönigen zu werden. Leider landet sie nach einem schweren Sturz im Komma und wacht erst 20 Jahre später wieder auf…

Fazit

Es gibt Filme, die einfach irgendwas im Inneren des Betrachters triggern und genau diesen Effekt hat „Senior Year“ bei mir ausgelöst. Ich habe zwar mit dem eigentlichen Setting wenig Berührungspunkte, aber Erzählweise, Humor, Ausstattung und Darsteller haben bei mir wohlige Gefühle geweckt und mich bis zum famosen Ende herausragend bei Laune gehalten.

Bei diesem Titel hat einfach alles gestimmt und ich komme kaum noch aus dem Schwärmen heraus. Die Geschichte mag in weiten Teilen vorherschaubar und keineswegs neu gewesen sein, aber dies war hier erstaunlicherweise überhaupt kein Problem. Das Gezeigte wurde so kultig in Szene gesetzt und die sympathischen Darsteller taten ihr Übriges.

Bisher fand ich Rebel Wilson immer ganz okay, doch hier wurde ihr die Rolle absolut auf den Leib geschneidert. Man konnte sich gut in ihre Lage hineindenken, ihre Tun und Handeln nachvollziehen und selbst die krassesten Wandlungen gut verstehen. Gleiches galt allerdings auch für den Rest des großartiges Casts. Jeder Einzelne hat seine Sache hervorragend gemacht und seinen Teil zum Gelingen beigetragen. Selbst die kleinsten Figuren wurden prima gesetzt und waren immer mal wieder für einen Lacher gut. Besonders der Vertrauenslehrer hat es mir hierbei angetan.

Womöglich resultierte das Eingangs erwähnte „triggern“ auch daher, weil ich viele Dinge aus meiner Jugend wiedererkannt habe und oftmals nostalgische Gefühle geweckt wurden. So musste ich beim Blick durch Stephanies Zimmer unentwegt grinsen und bei der Wahl ihrer Outfits dann endgültig kapitulieren. Viele Elemente der 90iger wurden perfekt getroffen und in diesem Zuge sogar perfekt auf aktuelle Wandlungen projiziert. Man kritisierte spielend die Verweichlichung einiger Gegebenheiten und zog sie brillant durch den Kakao – ohne dabei seine allgemeine Familientauglichkeit zu mindern und trotz kleinerer Schimpfworte ein gewisses Niveau beizubehalten.

Allgemein waren die Gags einwandfrei geschrieben. Sie gingen immerzu auf und fügten sich mühelos in den geschmeidigen Verlauf ein. Es gab keinerlei Durchhänger oder Abnutzungserscheinungen. Die knappen zwei Stunden vergingen wie im Flug und hätten von mir aus auch noch einen Nachschlag verkraften können. Ich kann mich wirklich nicht erinnern, wann mir ein Film zuletzt so kurzweilig vorgekommen ist und wo die Gagdichte so unverschämt hoch gewesen ist. Dabei waren es nicht einmal die vielen Lacher, sondern vor allem auch die dramatischeren Parts, die sich eingebrannt haben. Man verstand es, traurige Momente gefühlvoll mit Witzen zu verknüpfen und trotz aller Berechenbarkeit gewaltige Emotionen beim Betrachter auszulösen.

Berits der Trailer hat mir gut gefallen, doch das fertige Endergebnis konnte alle Erwartungen toppen und sich bereits jetzt zu einem meiner Filme des Jahres mausern können. „Senior Year“ war ein genial inszeniertes Meisterstück mit unvergleichbar hohem Unterhaltungswert und tollen Darstellern in Höchstform. Das Ganze mag insgesamt eher simpel gestrickt gewesen sein, hat aber genau die richtigen Synapsen in meinem Hirn bedient und sich weit vorne in meiner Gunst positioniert. Jetzt wünsche ich mir eine Fortsetzung oder gar einen völlig neuen Streifen – von und mit den gleichen Beteiligten wie hier. Für solche Erlebnisse lohnt sich das Abo von Netflix auf jeden Fall!

9/10

Fotocopyright: Netflix

Xenoblade Chronicles (Nintendo Switch/Wii/3DS)

Inhalt

Vor langer Zeit haben zwei gigantisch große Wesen gegeneinander gekämpft und sind bei ihrem Duell im All erstarrt. Nun sind auf ihren Körpern etliche Zivilisationen herangewachsen und Kriege ließen nicht lange auf sich warten. Zwar herrscht nun aktuell weitestgehend Frieden im Land, doch Menschen und Maschinen führen kein geordnetes Zusammenleben. In diesen Wirren wächst der Knabe Shulk heran – der scheinbar für hehre Aufgaben bestimmt ist…

Gameplay

„Xenoblade Chronicles“ ist ein klassisches JRPG, mit Allem, was dazu gehört. Das Spiel findet in einer bizarr und dennoch wunderschön gestalteten 3D-Umgebung statt und wartet mit vielen Kämpfen auf. Diese lassen sich am treffendsten als Mischung aus Echtzeit UND Rundentaktik beschreiben.

Eure Figuren wirbeln ohne Pause um die Gegner herum, schlagen automatisch zu und warten immer wieder, bis Spezialfähigkeiten erneut aufgeladen sind. Es gilt die Schwächen der Feinde ausfindig zu machen und die passenden Aktionen anzuwenden. Ganz harte Brocken müssen sogar mit ganzen Aktions-Ketten ausgeschaltet werden, für die der Spieler quasi Angriffe seines Teams durchkonzipieren muss. Beispielsweise bringt man das Gegenüber ins Wanken, bringt ihn dann zu Fall, um dann den entscheidenden K.O.-Schlag auszuführen.

Das Kampfsystem ist am Anfang etwas unübersichtlich und wird im Laufe der Zeit immer komplexer, doch irgendwann blickt man gut durch und das Treiben macht Laune. Nicht zuletzt durch eine tolle, wendungsreiche und vor allem unverbrauchte Geschichte und den grandiosen, abwechslungsreichen Schauplätzen blieb man sowieso am Ball.

Spielzeit

Eigentlich bin ich ja immer der „Wochenend-Spieler“ und begrüße überschaubare Spielzeiten, doch „Xenoblade“ hatte mich seinerzeit knapp 80 Stunden an den Schirm gefesselt. Ich habe über ein ganzes Jahr verteilt an dem Werk weitergezockt und nicht selten an vielen Tagen nach der Arbeit mal locker ein Stündchen investiert – auch wenn mittlerweile schon andere Games parallel im Fokus standen. Für manche Zocker mag diese Zahl gar nicht so krass klingen – für mich gehörte der Titel zu den Rekordhaltern.

Präsentation

Ich habe den Titel hauptsächlich auf der Wii gezockt (und auch dort durchgespielt), mir die Varianten auf 3DS und Switch ebenfalls zu Gemüte geführt. Technisch war das Spiel schon bei seinem Release auf der Wii vergleichsweise durchwachsen, konnte aber mit seinem wunderschönen Design und anständig proportionierten Figuren glänzen.

Die vielen unterschiedlichen Landschaften wurden optisch sehr variantenreich in Szene gesetzt und die vielen abwechslungsreichen Gegnertypen detailreich ausgearbeitet. Auf der Switch lief das Geschehen gefüllt am rundesten (weniger kleinere Ruckler bei umfangreichen Gebieten mit enormer Weitsicht), aber selbst auf dem pixeligeren 3DS konnte man das Epos prima genießen.

Die englische Sprachausgabe war sehr gut und einige Dialoge wirklich filmreif umgesetzt. Highlight war aber der orchestrale Soundtrack, der über die komplette Spielzeit nie leiser gestellt werden musste und immer wieder Schauer über den Rücken jagte.

Positiv

  • stimmiges Weltendesign
  • tolles Charakterdesign
  • ansprechendes Setting
  • spannende Geschichte
  • Innovatives Kampfsystem
  • lange Spieldauer

Neutral

  • technisch eher durchwachsen

Negativ

  • Kampfsystem erfordert Einarbeitung
  • einige Kämpfe etwas kniffelig & langwierig
  • seltene Orientierungsprobleme in unüberschaubaren Locations

Fazit

Das erste „Xenoblade“ aus der „Chronicles“ Reihe gehört für mich nicht nur zu den besten Rollenspielen, sondern auch zu den besten Spielen überhaupt. Zwar konnten die direkten Nachfolger (bzw. der direkte Nachfolger und sein Stand-Alone-Addon) ebenfalls von sich überzeugen, doch sich nicht so sehr wie dieser Teil in meinem Hirn einbrennen können.

Am Anfang habe ich geflucht, da Kampfmechanik und Interaktion mit Gegnern etwas unübersichtlich wirkten und manche Gefechte gar kein Ende finden wollten. Irgendwann ging die Steuerung und das Ausloten der effektiven Attacken dann aber ins Blut über und das Gameplay hat richtig aufgedreht. Davon abgesehen hatten mich das allgemeine Design, sowie die stimmig konzipierte Welt in ihren Bann gezogen und mit den sympathischen Helden viele Stunde verbringen lassen.

Ich gebe zu, dass ich hin und wieder wegen schweren Boss-Duellen oder Orientierungsproblemen das Handtuch hinwerfen wollte, doch letztlich hat mich der Ehrgeiz immer wieder gepackt und nach kurzer Pause wurde der Controller wieder in die Hand genommen. Wer epische Rollenspiele mag und nichts gegen eine kleine Lernkurve hat, kommt hier voll auf seine Kosten. Ich kenne die Versionen für Wii, Switch und (New-)3DS und kann sie eigentlich alle für sich empfehlen. Schaut einfach nach, welche Variante für euch am geeignetsten bzw. günstigsten ist – es lohnt sich allemal.

Grafik: 7,5/10
Sound: 9/10
Gameplay: 9/10
Gesamt: 9,5/10

Fotocopyright: Monolith Soft/Nintendo

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